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Neue MT-125 am Start Yamaha vervollständigt "Dark Side of Japan"

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Nach MT-10, MT-09, MT-07, MT-03 folgt jetzt die kleine MT-125 dem Ruf der Dunkelheit.

(Foto: Yamaha)

Seit sechs Jahren lanciert Yamaha seine nackten MT-Modelle unter dem Motto "The Dark Side of Japan". MT-10, MT-09 und MT-07 sind bereits der dunklen Seite zugeschlagen. Nach der MT-03 wird nun auch die kleine MT-125 in die Welt der Schatten gerufen.

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Mit neuem Motor und verschärfter Optik soll die MT-125 die jungen Wilden in den Sattel locken.

(Foto: Yamaha)

Man schrieb das mittlerweile ferne Jahr 2013, als sich im Land der aufgehenden Sonne Unglaubliches ereignete: Mit dem Erscheinen der Yamaha MT-09 zeigte sich "The Dark Side of Japan", die dunkle Seite dieses Inselreichs. Extrem drehmomentstark gab sich der 850 Kubikzentimeter große Dreizylindermotor, der fast alles kann: in höchsten Drehzahlen jubeln und im Drehzahlkeller wie ein Bulle werken. Nach und nach folgten der MT-09 Versionen mit 700, 300, 1000 und 125 Kubikzentimetern Hubraum, alle mit dem Modellkürzel MT; es steht für "Master of Torque", was so viel wie Drehmoment-Meister bedeutet.

Waren die ersten Versionen äußerlich noch brav gezeichnet, wurde mit dem Erscheinen der MT-10 im Jahr 2016 der optische Auftritt zunehmend aggressiver und düsterer – als hätten sie allesamt wütend zugekniffene Augen, so erscheint die Front der MT- Modellfamilie mittlerweile. Nun schlägt sich auch die kleinste MT-Version auf die dunkle Seite der Drehmoment-Macht: Die MT-125 schaut künftig ebenfalls aus schmalen (LED-)Schlitzen auf die Straße. Für 2020 gibt es jedoch noch zahlreiche weitere Änderungen bei Technik, Ausstattung und Ergonomie.

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Die Leistungsdaten für die MT-125 gibt Yamaha wohl erst zur EICMA raus.

(Foto: Yamaha)

Die 2020er Yamaha MT-125 ist ein rundum neues Motorrad: Der neue 125-Kubik-Einzylinder weist eine variable Ventilsteuerung auf. Der stählerne Deltabox-Rahmen ist genauso neu wie die Aluminium-Zweiarmschwinge und die UDS-Gabel, der breite 140er Hinterreifen, die stärker dimensionierten Bremsen und ein modernes LCD-Instrument im Cockpit.

Neuer Motor, neue Ergonomie

Insbesondere die anvisierte Käufer-Zielgruppe, nämlich leistungsorientierte junge Leute ab 16 Jahre, dürfte der neue 125er Motor ansprechen: Das neue VVA-System (Variable Valve Actuation) steigert insbesondere im wichtigen mittleren Drehzahlbereich bis 7400 Touren die Leistung. VVA erreicht dies durch zwei Einlassnocken, die mit jeweils einem eigenen Kipphebel gekoppelt sind. Das Profil und die Steuerung des für die unteren Drehzahlen zuständigen Einlassnocken sorgen für ein breites, geschmeidiges Drehmomentband, während der obere, "schärfer" profilierte und gesteuerte Nocken für den Bereich von 7400 bis 10.000 Kurbelwellenumdrehungen zuständig ist und dort für beste Brennraumfüllung sowie besonders gute und schnelle Verbrennung sorgt.

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Der neue Motor der MT-125 erfüllt heute schon die ab 2021 in Kraft tretende Euro5-Norm.

(Foto: Yamaha)

  Leistungsdaten des Triebwerks sind noch nicht bekannt, doch gilt die Maximalleistung von 15 PS auch bei Erfüllung der 2021 in Kraft tretenden Euro5-Norm als gesetzt. Zwischen dem neuen Motor und dem überarbeiteten Sechsganggetriebe wird eine neu entwickelte Antihopping-Kupplung installiert. Sie soll sich besonders leicht bedienen lassen.

Der neue Deltabox-Rahmen weist einen drei Zentimeter kürzeren Radstand von nunmehr 1,325 Metern auf; zusammen mit der neuen Aluminiumschwinge und der überarbeiteten Lenkgeometrie wird der Massenschwerpunkt des Motorrads weiter zentralisiert, was ein agileres Fahrverhalten zur Folge haben soll. Die neue Schwinge mit 14 Zentimeter breitem Hinterrad wird durch eine sehr füllig dimensionierte 4,1 Zentimeter-USD-Gabel mit 13 Zentimetern Federweg ergänzt, in deren Aluguss-Vorderrad eine 29,2 Zentimeter-Scheibenbremse mitsamt eines neuen Radial-Bremssattels für die Verzögerung sorgt.

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Auch das LCD-Cockpit der Yamaha MT-125 ist neu.

(Foto: Yamaha)

Auch bei der Ergonomie der MT-125 hat sich Einiges getan: Der etwas kleinere, nun zehn Liter fassende Kraftstofftank trägt zu einer veränderten Sitzposition bei, die etwas aufrechter als beim Vorgänger ist. Zudem sind die Fußrasten weiter nach vorne gerückt und der Lenker ist höher positioniert. Die Sitzposition ist laut Yamaha dadurch komfortabler und fahraktiver. Das neue LCD-Cockpit präsentiert seine Informationen in Weiß auf schwarzem Hintergrund. Seine Ausstattung mit zwei Tageskilometerzählern, aktuellem und Durchschnittsverbrauch, Durchschnittsgeschwindigkeit sowie digitaler Geschwindigkeitsanzeige und Balken-Drehzahlmesser ist für eine 125er ungewöhnlich vollständig.

Die neue Yamaha MT-125 wird bei den deutschen Händlern ab Dezember 2019 in der Neon-Farbe "Fluo" sowie in Blau und Schwarz zum Preis von 4795 Euro erhältlich sein.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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