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Gebrauchtwagencheck Ford Ka+ - beim Crash keine sichere Bank

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Im Vergleich zum Vorgänger ist der Ka+ ein wirklich praxistaugliches Auto.

(Foto: Ford)

Was das Platzangebot und die Zuverlässigkeit beim TÜV betrifft, schlägt der Ford Ka+ seinen Vorgänger um Längen. Lediglich beim NCAP-Crashtest konnte der Kleinwagen seinerzeit mit drei Sternen nicht überzeugen.

Der Ford Ka ist ein quirliger Kleinstwagen, dem man die enge Verwandtschaft mit dem Fiat 500 nicht auf den ersten Blick ansieht. Während der Cinquecento weiter munter seine Runden dreht, nahm Ford den Ka 2016 aus dem Programm. Sein Nachfolger ist seitdem und bis 2020 der Ka+, der außer dem Namen nicht viel mit dem Fahrzeug ohne Pluszeichen gemein hat. Das zeigt sich auch an den Prüfergebnissen des TÜV.

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Mit 3,93 Meter Länge ist der Ka+ immer noch ein super Stadtauto.

(Foto: Ford)

Auch wenn der 3,93 Meter lange Ka+ dem Namen nach an seinen Vorgänger erinnert: Die Ähnlichkeit hört bereits bei der Bezeichnung auf. Der Ka+ basiert auf der Plattform des Fiesta, bietet also mehr Platz als der nur 3,62 Meter lange Ka. Auch optisch geht der Ka+ andere Wege. Statt niedlich-rundlich fährt er nüchtern-sachlich vor. Dazu gibt es statt drei immer fünf Türen. Die Fondtüren erlauben ein bequemes und verrenkungsfreies Ein- und Aussteigen. Das Platzangebot auf der Rückbank ist - zumindest für zwei Personen - recht ordentlich. Hinzu kommt ein Kofferraum, der seinen Namen durchaus verdient. Zwischen 270 und 849 Liter Gepäckvolumen weisen die technischen Daten aus. Dazu gibt es eine im Verhältnis 60:40 teilbare Rücksitzlehne.

Kein digitales Chi-Chi

Die Interieurgestaltung des Kleinwagens ist einfach und kommt ohne viel Chi-Chi aus. Wer einen volldigitalen Tacho oder ein großes Infotainment-System sucht, ist hier fehl am Platz. Ein einfaches, aber gut bedienbares Cockpit, viele Ablagen, ordentliche Sitze und gute Verarbeitung sind die Stärken des Ford Ka+. Anfang 2018 erhielt der Ka+ ein Facelift, das vor allem durch eine Überarbeitung der Frontpartie auffällt. Ford nimmt zudem die Crossover-Version Ka+ Active, mit etwas mehr Bodenfreiheit und ein wenig Kunststoff-Beplankung, ins Programm.

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Der Innenraum des Ford Ka+ ist eher pragmatisch als schön.

(Foto: Ford)

Zum Marktstart gibt es ein übersichtliches Motorenangebot. Der 1,2-Liter-Vierzylinder Benziner ist in den Ausbaustufen mit 70 PS und 85 PS erhältlich. Beide Triebwerke sind Sauger. Die Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 159 und 169 km/h, der Spurt auf Tempo 100 dauert zwischen 13,3 und 15,5 Sekunden. 2018 macht der Vierzylinder Platz für einen fast gleich großen Sauger-Dreizylinder. Die Leistung der zwei angebotenen Triebwerke bleibt gleich, auch beim Verbrauch und Spurtvermögen ändert sich nicht viel. Zwischen 2018 und 2019 steht zudem ein 1,5-Liter-Diesel mit 95 PS zur Wahl. Dieser benötigt laut Datenblatt im Schnitt 3,7 Liter und kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 179 km/h. Allen Motoren gemeinsam ist die Art der Kraftübertragung: Sie erfolgt ausschließlich über ein manuelles Fünfganggetriebe an die Vorderräder.

Nur drei Sterne im Crash-Test

Der Ka+ verfügt in der Basis (2016 ab knapp 10.000 Euro) unter anderem über vordere elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ESP und sechs Airbags. Radio und Klimaanlage musste der Erstbesitzer dazubuchen. Mehr Komfort gibt es mit der Ausstattungsline Cool & Sound. Klima- und eine Musikanlage sowie das Ford-Konnektivitätsystem Sync sind hier an Bord. Beim NCAP-Crashtest erzielte der Ka+ allerdings nur eine mäßige Drei-Sterne-Bewertung.

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Selbst in der zweiten Reihe des Ford Ka+ ist noch ordentlich Platz.

(Foto: Ford)

Der Wechsel zur Plattform des Fiesta hat dem Ka+ gutgetan. Anders als der Ka schlägt sich der Ka+ beim TÜV bislang fast ohne Fehl und Tadel. Im Schnitt liegt er auf dem Niveau aller untersuchten Fahrzeuge. Fahrwerk, Bremsen sowie Auspuffanlage und Ölverlust hakt der TÜV-Prüfer meist ohne Beanstandungen ab. Kritik gibt es oftmals an den Einstellungen des Abblend- und Hecklichts.

Fazit: Die Basisvariante kostete 2016 knapp 10.000 Euro. Für einen gut ausgestatteten KA+ mit dem 85 PS-Motor musste man rund 14.000 Euro anlegen. Auf den Gebrauchtwagen-Portalen zeigt sich der Kleinwagen recht preisstabil. Frühe Exemplare stehen ab rund 6500 Euro zum Verkauf.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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