Gebrauchte

Gebrauchtwagencheck Mazda3 - schick, aber nicht fehlerfrei

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Im Jahr 2017 erhielt der Mazda3 ein Facelift.

(Foto: Mazda)

Es gab Zeiten, da maßen sich alle Hersteller mit dem VW Golf. Insofern ist in der Kompaktklasse auf dem Gebrauchtwagenmarkt einiges an Vielfalt. Ein Konkurrent ist zum Beispiel der Mazda3. Der Japaner sieht schnittig aus, bietet Verarbeitungsqualität, hat aber beim TÜV so seine Schwachpunkte.

Der "3er" ist Mazdas Gegenstück zum VW Golf. Er gehört seit 2003 zum festen Modellangebot der Japaner, mittlerweile in der vierten Generation. Die dritte Auflage (Typ BM), die zwischen 2013 und 2019 erhältlich war, ist nun im besten Gebrauchtwagenalter.

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Die lang gestreckte Karosserie des Mazda3 ist in erster Linie für die Optik.

(Foto: Mazda)

Sein Debüt feierte der Mazda3 der dritten Generation im Oktober 2013 als fünftüriges Schrägheck. Das in Deutschland weniger gefragte Stufenheck folgte im Februar 2014. Streckt sich schon das Schrägheck auf eine Länge von 4,46 Metern, legt der Viertürer noch eine Schippe drauf und kommt auf 4,58 Meter. Die lang gestreckte Karosserie dient vorwiegend als Projektionsfläche für schöne Formen.

Das Platzangebot ist geringer, als man angesichts der Länge erwarten könnte. Im Fond sitzen am besten nicht allzu lang gewachsene Menschen. Die Sicht nach hinten schränken die breiten C-Säulen ein. Auch beim Kofferraumvolumen (356 bis 1263 Liter, Stufenheck: 419 Liter) stellt der Japaner keine Rekorde in der Kompaktklasse auf. Innen geht es stilsicher und je nach Ausstattungsvariante auch ziemlich gediegen zu. Der Mazda3 punktet mit guter Materialauswahl und Verarbeitung sowie mit einfacher Bedienung.

Anfang 2017 spendierte Mazda seinem Kompakten ein Facelift. Es wartete mit den üblichen Zutaten auf, darunter einen geänderten Grill, modifizierten LED-Scheinwerfern und veränderten Stoßfänger. Innen verschwand der Handbremshebel zugunsten einer elektrischen Parkbremse. Auch ein neues Lenkrad hielt Einzug.

Übersichtliches Motorenangebot

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Im Innenraum Mazda3 geht es damals wie heute analog zu.

(Foto: Mazda)

Das Motorenangebot ist übersichtlich: Es stehen drei Vierzylinder-Benziner und zwei Diesel zur Wahl, die jeweils die Vorderachse antreiben. Anders als andere Hersteller verzichtet Mazda bei den Ottomotoren auf Turbounterstützung, setzt vielmehr auf Zylinder, Hubraum und Verdichtung.

Der 1,5-Liter mit 100 PS und der in zwei Leistungsstufen angebotene Zweiliter-Benziner mit 120 PS und 165 PS sind hoch verdichtet. Die Zweiliter-Varianten weisen ein maximales Drehmoment von jeweils 210 Newtonmeter auf, der Einstiegsbenziner kommt auf 150 Newtonmeter. Für die Kraftübertragung sorgt ein manuelles Sechsganggetriebe, beim 120 PS-Otto war alternativ eine Sechsgang-Automatik im Angebot. Die Verbrauchswerte liegen nach Herstellerangaben zwischen 5,1 und 5,8 Litern.

Einziger Diesel zum Marktstart war der 2,2-Liter mit 150 PS und 380 Newtonmeter. Durchschnittlich fließen hier laut Datenblatt 4,1 Liter durch die Leitungen, der Spurt von 0 auf 100 km/h gelingt in 8,1 Sekunden. Damit befindet sich der Selbstzünder auf dem Niveau des Top-Benziners. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h geben sie sich nichts. 2016 nahm Mazda einen weiteren Diesel ins Programm. Das 1,5-Liter-Aggregat leistet 105 PS und 270 Newtonmeter. Laut Norm kommt es mit durchschnittlich 3,8 Litern aus. Erstkäufer konnten statt des serienmäßigen Schaltgetriebes eine Sechsgang-Automatik für die Diesel ordern. Im Zuge des Facelifts bekam der 150 PS-Diesel einen Vibrationsdämpfer spendiert, den gleichen, der beim 1,5-Liter zum Einsatz kommt.

Am besten Sport-Line-Modelle

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In der zweiten Reihe eines Mazda3 muss man sich schon etwas klein machen.

(Foto: Mazda)

Den "3er" gab es in den typischen Mazda-Ausstattungslinien Prime-Line, Center-Line und Sports-Line. Die beiden ersten Komfortniveaus bieten klassenübliche Standards. Mit dem Facelift schob Mazda zwischen Center- und Sports-Line noch "Exclusive". Gebrauchtwageninteressenten, die Wert auf Optik und Komfort legen, suchen am besten Sport-Line-Modelle. Hier gehörten etwa Sitzheizung, 18-Zöller, Bi-Xenon Hauptscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten und ein Head-up-Display zum Lieferumfang. Für die Topversion gab es auch gegen Aufpreis Leder und ein zusätzliches Sicherheitspaket. Es umfasste etwa eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, Fernlichtassistent und dynamisches Kurvenlicht und einen Spurhaltehelfer. Beim NCAP-Crashtest erzielte der kompakte Mazda eine Fünf-Sterne-Bewertung.

Bei der TÜV-Hauptuntersuchung zeigt sich der Mazda3 nicht immer von seiner besten Seite. Bei dem Prüfpunkt Licht schwächelt er. Grund sind fehlerhafte Scheinwerfer. Auch Bremsscheiben und die Funktion der Fußbremse geben Anlass zu Kritik, dito die Achsfedern und Dämpfung. Keine Probleme bereiten der Umweltaspekt. Der Mazda3 kleckert nicht, auch Motormanagement und die Auspuffanlage sind bislang ohne Fehl und Tadel.

Fazit: Wer einen Kompakten sucht und Wert auf schönes Design legt, ist beim Mazda3 gut aufgehoben. Der Japaner punktet durch seine gelungene Formgebung, ist allerdings kein Raumwunder. Die hohen Gebrauchtwagenpreise machen sich auch beim Japaner bemerkbar. Die Preise starten bei rund 9000 Euro. Allerdings haben Modelle zu diesem Preis nahezu 200.000 Kilometer auf der Uhr.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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