Gebrauchte

Nicht nur schick Mazda6 - auch gebraucht mit Werten

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Ab 2015 sah der Mazda6 im Kodo-Design wirklich schick aus.

(Foto: Mazda)

Der Mazda6 zählt optisch zu den gelungenen Mittelklassemodellen. Und auch die Qualität des Japaners kann sich wieder sehen lassen. Zumindest nachdem einigen Kinderkrankheiten ausgemerzt worden sind.

Groß, hübsch und mit einem der sparsamsten Diesel seiner Zeit versehen - der Mazda6 ist der Geheimtipp für Mittelklassekäufer. Auch gebraucht sind die seit 2013 angebotene Limousine und der Kombi eine Empfehlung. Mit Ausnahme ganz früher Exemplare.

Die zwei Sonderwege

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Der Kombi des Mazda6 ist tatsächlich zehn Zentimeter kürzer als die Limousine.

(Foto: Mazda)

Bei den Modellvarianten geht Mazda einen ungewöhnlichen Weg. Beim Sechser ist nicht etwa wie üblich der Kombi das größere Modell, sondern die Limousine. Mit knapp 4,90 Metern Länge überragt sie das Schwestermodell um rund 10 Zentimeter und stößt so bereits in die automobile Businessklasse vor. Dort ist sie mit ihren dynamischen Formen eine ansehnliche Alternative zu den üblichen Verdächtigen von VW, Audi und Co. Häufiger auf dem Gebrauchtmarkt zu finden ist jedoch der Kombi, der bei Ladevolumen und Platzangebot auch alles andere als klein ausfällt. Innen überzeugen beide Ausführungen mit seriösem Stil, ausgereifter Bedienung und guter Verarbeitung. Allerdings wirkt das Cockpit der Modelle, die bis 2015 gebaut wurden, schon reichlich angestaubt.

Auch bei den Antrieben geht Mazda einen Sonderweg, arbeitet mit ungewöhnlichen Verdichtungsverhältnissen (beim Diesel besonders niedrig, beim Benziner besonders hoch). Am deutlichsten merkt der Fahrer das bei den Ottomotoren, die entgegen dem Branchentrend komplett ohne Turbo auskommen. Die direkt einspritzenden Sauger gibt es mit 2,0 und 2,5 Litern Hubraum und Leistungswerten zwischen 145 PS und 194 PS. Allesamt überzeugen mit angemessenen Fahrleistungen und Praxisverbräuchen nah den Normwerten (5,5 bis 6,7 Liter).

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Mit knapp fünf Meter Länge fährt der Mazda6 als Limousine schon im Oberhaus.

(Foto: Mazda)

Gleiches gilt auch für die 2,2-Liter-Diesel: Das Einstiegstriebwerk ist im Datenblatt mit 3,9 Litern ausgezeichnet, die stärkste Variante mit 184 PS genehmigt sich 5,1 Liter. Zwei Werte, die im Normalverkehr selbstredend nicht erreicht werden. Hier kann man getrost ein bis zwei Liter - je nach Fahrweise - draufrechnen. Allradantrieb ist genau wie eine Sechsstufenautomatik Option, die Benziner sind allesamt mit Frontantrieb ausgerüstet, eine Automatik gibt es nur für die Top-Variante.

Bei Wünschen auf die Linie achten

Acht Airbags, 17-Zoll-Aluräder, Klimaanlage und Musikanlage - schon der Basis-Sechser ("Prime-Line") ist ordentlich bestück. "Center-Line" bietet darüber hinaus angenehmes wie Klimaautomatik, Tempomat und einen Notbrems-Assistenten, während die "Sports-Line" Mit Luxus in Form von Xenonlicht (ab 2018: Matrix-LED-Licht), Soundsystem und 19-Zöllern aufwartet. 2018 wurde zudem zwischen den beiden letztgenannten die "Exclusive-Line" als Kosten-Nutzen-Kompromiss eingezogen. Das Angebot an Assistenzsystemen geht über den damaligen Klassenstandard hinaus, im Basismodell sind die Helfer aber erst seit dem Facelift vorhanden. Beim Euro-NCAP-Crashtest erhielt der Mazda fünf von fünf Sternen.

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Aus heutiger Sicht wirkt das Cockpit des Mazda 6 vor 2015 (unten) recht verstaubt.

(Foto: Mazda)

War der Vorgänger noch anfällig für Rost an tragenden Fahrwerksteilen, hat der Mazda6 vom Typ GJ/GL hier eine weiße Weste. Allerdings: Laut TÜV-Report kann es bei frühen Modellen zu Kantenrost kommen - der ist zwar für die Prüfung nicht relevant, sieht aber unschön aus. Ansonsten präsentieren sich Limousine und Kombi als Musterknaben, lediglich bei den Bremsen bleibt der 6er seiner unrühmlichen Tradition treu. An ihnen finden die Prüfer deutlich häufiger Mängel als beim Durchschnitt. Keine notorischen Probleme gibt es hingegen bei den Motoren - trotz der ungewöhnlichen Technik.

Fazit: Der Mazda6 ist nicht nur schön, sondern hat auch innere Werte - vom großen Platzangebot bis zur soliden Qualität. Wer auf ein Prestige-Logo auf dem Kühlergrill verzichten kann, erhält hier eine ausgereifte Alternative. Für den Kauf sollten mindestens 10.000 Euro ins Budget eingerechnet werden.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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