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Tscheche im Gebrauchtwagencheck Skoda Octavia III - robuster Dauerbrenner?

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Die Geteilten Frontscheinwerfer bekam der Octavia III erst mit dem letzten Facelift.

In den Skoda-Modellen steckt bekanntermaßen VW-Technik. Die ist zuverlässig und wirft kaum Fragen auf. Wer sich also einen gebrauchten Skoda Octavia der dritten Generation anschaffen will, muss sich wenig Sorgen um die Haltbarkeit machen. Dennoch gilt es ein paar Dinge zu beachten.

Die dritte Generation des Skoda Octavia ist nicht nur als Neuwagen eine vernünftige Wahl. Auch als Gebrauchter bietet der Tscheche mit deutschen Wurzeln viel, für das man andernorts deutlich mehr Geld bezahlen muss. Dennoch gilt es auch bei einem Dauerbrenner wie dem Octavia Typ "5E" beim Kauf ein paar Dinge zu beachten.

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Ganz im Sinne des ehemaligen Skoda-Chef-Designer Jozef Kaban ist auch das Heck des Octavia III schlicht und zeitlos.

Der Octavia III, den es seit 2012 gibt, basiert auf dem konzerneigenen modularen Querbaukasten "MQB", auf dem beispielsweise auch der VW Passat aufbaut. Es gibt den Octavia als Limousine mit vier Türen und als Kombi (ab April 2013). Das Ladevolumen der Limousine liegt bei 590 bis 1580 Liter, der Kombi fasst mindestens 610 und maximal 1740 Liter. Dank der Verwendung hoch- und höchstfester Stähle ist der aktuelle Octavia rund 100 Kilogramm leichter als sein Vorgänger.

2016 gab es ein Facelift, bei dem besonders die Frontpartie des Octavia verändert wurde. Auffällig: die zweigeteilten Scheinwerfer, die das neue Gesicht etwas gewöhnungsbedürftig machten. Der Innenraum ist typisch VW-Konzern und lässt sich so auch in den verwandten Modellen der hauseigenen Mitbewerber wiederfinden. Pluspunkte gibt es für die simple Bedienung, die solide Verarbeitung sowie die festen Sitze, die auch auf der Langstrecke nicht unbequem werden, deren Stoffbezüge aber bei Gebrauchten ordentlich Beguckt werden sollten. Vor allem an den Seitenwangen leidet die Optik hier selbst bei geringer Beanspruchung.

Gute Bandbreite bei den Motoren

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Der Kofferraum eines Octavia ist seit jeher über alle Ladezweifel erhaben.

Motorseitig ist der Octavia denkbar breit aufgestellt. Es gibt turbogeladene Benziner und Diesel sowie Varianten mit Erdgas-Antrieb. Die Leistungsspanne reicht vom gemächlichen Dreizylinder mit 86 PS bis zum Topmodell "RS", wo aus einem 2.0 Liter Vierzylinder 245 PS gequetscht werden. Für die meisten Antriebe steht neben einem manuellen Schaltgetriebe auch ein Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl. Außerdem können sich Käufer zwischen Vorderrad- und Allradantrieb entscheiden. Für großes Aufsehen sorgte seinerzeit der 1,6 Liter große "Greenline"-Turbodiesel. Er brachte es auf einen Durchschnittsverbrauch von unter vier Liter auf 100 Kilometer. Heute erfüllt er die Euro6d-Temp-Norm nicht mehr und dürfte so eher die dritte Wahl werden.

Bei der Abstimmung der Aufhängung setzt Skoda auf straffe Dämpfer und ein rundes Gesamtbild, das sich besonders auf langen Strecken und auf der Autobahn als Segen herausstellt. Wer Kurven räubern will, sollte zu den RS-Modellen greifen. Hier wird auf Kosten der Sportlichkeit zwar ein Teil des Komforts geopfert, der Spaßfaktor steigt jedoch so deutlich an wie der Spritverbrauch. Aber Achtung liebe Sportfreunde: Kritik äußert der TÜV an den anfälligen Federn, die gerne mal brechen.

Fünf Sterne beim Crashtest

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Bei den höheren Ausstattungen wird es richtig Schick im Innenraum. 10.000 Euro reichen dann aber kaum noch aus.

2013 erzielte der damals neue Octavia volle fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest. Kopf-, Seiten- und Knieairbags gehören genauso zum Serienumfang. Verschiedene Sicherheitssysteme sind serienmäßig oder als Extra gegen Aufpreis verfügbar. Dazu zählen ein Notbremsassistent, ein Spurerkennungssystem, eine Multikollisionsbremse sowie eine Müdigkeitserkennung. Bei den Ausstattungen kann man auf der Suche nach einem gebrauchten Octavia viel Zeit verlieren. Für Naturfreunde gibt es die höhergelegte Variante "Scout" mit typischen Plastik-Verkleidungen an Stoßstangen und Kotflügeln sowie einem Unterfahrschutz. Wer Wert auf ein gutes Infotainment legt, sollte nach einem späten Modell nach dem Facelift 2016 Ausschau halten. Hier kommt ein Touchscreen mit Glasbildschirm zum Einsatz, das sich neben der tollen Optik auch hervorragend bedienen lässt.

Die Qualität ist kaum ein Problem für die dritte Generation des Octavia. Lediglich ruckelnde DSG-Getriebe geben öfter Anlass zum Werkstattbesuch. Vereinzelt defekte Kupplungen oder seltene Fehler im Lackbild sind kein Grund zur Beunruhigung. Im Dauertest der Auto Bild über 100.000 Kilometer schnitt der Octavia mit einer guten "2+" ab und auch der TÜV hat bei den Haupt- und Abgasuntersuchungen wenig zu bemängeln. Lediglich die bereits erwähnten Federn werden häufiger als beim Durchschnitt kritisiert. Lichtsysteme und Bremse hingegen sind vergleichsweise mängelfrei.

Fazit: Wer sich für einen gebrauchten Octavia der dritten Generation entscheidet, macht nichts falsch. Der Tscheche ist nicht nur eine preiswerte VW-Alternative, sondern bietet dank einiger cleverer Ideen auch einen echten Mehrwert im Vergleich zur Wolfsburger Konkurrenz. Wer sparen will, sollte sich allerdings ein älteres Modell mit einem etwas höheren Kilometerstand suchen. Für Leute, die etwas mehr Spielgeld zur Verfügung haben, könne beim Gebrauchtwagenkauf auf ein Mehr an Ausstattung achten. Wirkliche Empfehlungen oder Varianten, die man nicht kaufen sollte, gibt es beim Skoda Octavia nicht. Modelle mit Kilometerständen über 100.000 starten auf den einschlägigen Internetportalen ab etwa 10.000 Euro.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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