Sonntag, 25. Oktober 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:33 Uhr

Das war Sonntag, der 25. Oktober

Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal beginnt ein Leben schon mit einem Drama, doch dieses hat zumindest ein gutes Ende gefunden: Im mexikanischen Puebla ist ein Baby unmittelbar nach der Geburt für tot erklärt worden. Als das neugeborene Frühchen zur Beerdigung abgeholt werden sollte, fing es an zu schreien. Allerdings hatte es da bereits mehrere Stunden im Leichenkühlschrank gelegen.

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    Der Chef des Bestattungsunternehmens "Funeraria Flores", Miguel Ángel Flores, erzählte dem mexikanischen Sender "Telediario", wie es zu der Rettung kam. Sein Fahrer habe als erster gemerkt, dass das Kind lebendig sei. Er selbst wollte es zunächst nicht glauben. "Ich meinte zu ihm, dass das Kind um vier Uhr verstorben sei und dann zwischen vier und zehn Uhr sechs Stunden lang gekühlt worden sei", sagte Flores.
  • Den Eltern soll von den Ärzten bereits die Sterbeurkunde ausgehändigt worden sein. Doch als die Bestatter den Körper hochhoben, bewegte sich das Baby und begann zu schreien. "Wir sagten dem Vater, er solle näher herankommen und dann sah er ebenfalls, dass das Kind weinte. Also haben wir den Doktor geholt, der die Sterbeurkunde ausgestellt hatte."
  • Die Behörden wollen nun klären, wie es zu dem Missgriff kommen konnte.

Und das sind weitere spannende Meldungen und Analysen des Tages:

Ich hoffe, Sie haben die Zeitumstellung gut verkraftet. Wenn Sie unter Schlaflosigkeit leiden, werfen Sie doch einen Blick in unseren Corona-Live-Ticker. Der trotzt ebenfalls jeder Müdigkeit, genauso wie die Pandemie.

Gute Nacht und bis morgen an dieser Stelle.

22:06 Uhr

Mann bei Diebstahl von Starkstromkabel gefasst

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Ein halber Kilometer an Kabeln lag bereits zum Abtransport bereit.

(Foto: imago images/Shotshop)

Der Sicherheitsdienst des Umspannwerks im Schleifer Ortsteil Rohne im sächsischen Landkreis Görlitz hat den Diebstahl von einem halben Kilometer Starkstromkabel vereitelt. Die durch den ausgelösten Alarm gerufenen Mitarbeiter fanden etwa 500 Meter Kabel, in Stücke geschnitten und im Wert von geschätzt 20.000 Euro, die zum Abtransport bereitlagen, wie die Polizei in Görlitz mitteilte. Der Täter war zunächst entkommen, wurde aber bei der Suche in der Umgebung entdeckt. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera führte die Beamten zu dem 36-Jährigen, der sich hinter einem Baum versteckt hatte. Der Mann wurde festgenommen.

22:01 Uhr
Breaking News

Insider: CDU-Präsenzparteitag Anfang Dezember vom Tisch

Der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden ist vom Tisch. Das verrät ein Insider nach gut fünfstündigen Beratungen der engsten Parteispitze in Berlin.

Mehr dazu lesen Sie hier.
21:32 Uhr

"Feindobjekt": Stasi spionierte am Flughafen Tegel

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Am 8. November schließt der Flughafen Tegel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die DDR-Staatssicherheit hat im geteilten Berlin auch den Flughafen Tegel systematisch ausspioniert. Der Airport in West-Berlin sei als "Feindobjekt" von besonderem Interesse gewesen, berichtete die "B.Z. am Sonntag" unter Bezug auf Unterlagen der Stasi-Unterlagen-Behörde. Demnach hatte die Stasi an zentralen Stellen im Tegeler Flughafen auch inoffizielle Mitarbeiter (IM) platziert, sogar bei der Passkontrolle. Die Zeitung zitierte die Projektleiterin bei der Bundesbehörde, Daniela Münkel: "Die Unterlagen zeigen, dass die Staatssicherheit am Flughafen Tegel aktiver war, als man erwarten würde." Für die Stasi sei die militärische Nutzung von Teilen des Flughafens durch Amerikaner und Franzosen von besonderem Interesse gewesen. Der Flughafen Tegel soll am 8. November nach dem Start des neuen Hauptstadt-Flughafens BER geschlossen werden. Zu Mauerzeiten war Tegel für viele West-Berliner das Tor zur Welt.

21:05 Uhr

Corona-Verstöße in Hannover: Polizei schließt neun Bordelle

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Die Sex-Dienstleistungsbranche musste lange bei der Politik um eine Erlaubnis zur Wiederöffnung werben. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach mehreren Verstößen gegen Corona-Beschränkungen hat die Polizei in Hannover am Wochenende zahlreiche Bordelle geschlossen. Im Rahmen von Kontrollen der Einhaltung der Corona-Regeln wurden 15 Bordelle überprüft, wie die Polizei mitteilte. Neun davon verstießen gegen Hygienevorschriften und wurden daraufhin geschlossen. Das erste Bordell wurde am Samstagabend geschlossen, alle weiteren bei Kontrollen um kurz nach Mitternacht. Wenige Stunden nach den Schließungen berichtete ein Zeuge, dass zwei der geschlossenen Bordelle weiterhin geöffnet waren. Die Polizei musste sie daher erneut schließen. Auch eine Bar, ein Friseursalon und eine Spielhalle flogen bei den Kontrollen in der niedersächsischen Landeshauptstadt auf: Sie hatten keine oder mangelhafte Hygienekonzepte.

20:40 Uhr

"Gegen Tyrannei und Fanatismus": Macron antwortet Erdogan auf Arabisch

Im von der Türkei angefachten Streit um Mohammed-Karikaturen hat der französische Staatschef Emmanuel Macron seine Position zur Meinungsfreiheit bekräftigt. Hassrede werde nicht akzeptiert und die vernünftige Debatte verteidigt, schrieb Macron auf Twitter. "Wir werden immer auf der Seite der Menschenwürde und der Grundwerte stehen." Macron verbreitete die Botschaft auch auf Arabisch und Englisch. "Unsere Geschichte ist die des Kampfes gegen Tyrannei und Fanatismus. Wir werden weitermachen", schrieb er dazu noch auf Französisch. Er beendete die Tweets mit "We Are One - Nous sommes unis" (auf Deutsch etwa: "Wir sind in Einem vereint").

  • Hintergrund des Konflikts zwischen Frankreich, der Türkei und mehreren arabischen Ländern sind Aussagen Macrons von Mittwoch.
  • Er hatte die Meinungsfreiheit verteidigt und sich auf die Seite derjenigen gestellt, die Karikaturen zeigen oder veröffentlichen wollen.
  • Das französische Außenministerium hatte zuvor bereits ein sofortiges Ende der Boykottaufrufe für französische Produkte in mehreren arabischen Ländern gefordert.

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20:06 Uhr

Kiew: Klitschko muss in die Stichwahl

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Mehr Gegner bei der Wahl als im Boxring: Der Corona-infizierte Klitschko muss in die Stichwahl.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei den Kommunalwahlen in der Ukraine muss der Kiewer Bürgermeister und Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko voraussichtlich in die Stichwahl. Ersten Prognosen zufolge verfehlte der 49-Jährige im ersten Wahlgang mit rund 45 Prozent der Stimmen die notwendige absolute Mehrheit. Der mit dem Coronavirus infizierte Politiker hatte 19 Gegner. Hoffnungen auf den Einzug in die zweite Runde kann sich überraschend sein Amtsvorgänger Alexander Popow von der prorussischen Partei Oppositionsplattform machen. Der 59-Jährige kam weit abgeschlagen auf rund neun Prozent. Chancen haben ebenfalls die Kandidatin der Präsidentenpartei Sluha Narodu (Diener des Volkes), Irina Wereschtschuk, und der Fernsehmoderator Sergej Pritula. Genauere Auszählungsergebnisse für die Dreimillionenstadt sollen am Montag vorliegen. Wegen der am Vortag bekannt gewordenen Corona-Infektion konnte Klitschko selbst nicht abstimmen. Es gehe ihm gut, und er arbeite von zu Hause aus, sagte Klitschko. Die Stichwahl wird für den 15. November erwartet.

19:36 Uhr

Großeinsatz: Öltanker vor Isle of Wight entführt?

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An Bord des Öltankers Andromeda sollen sich blinde Passagiere aufhalten.

(Foto: HUW GIBBY via REUTERS)

Rund um einen Öltanker vor der Küste der britischen Isle of Wight hat es einen großen Polizeieinsatz gegeben. Politiker und Behörden gingen von blinden Passagieren an Bord des Schiffes aus. "Der Kapitän hat den Anker geworfen, obwohl man ihn anwies, das nicht zu tun. Das Schiff könnte unter der Kontrolle blinder Passagiere sein", sagte der britische Abgeordnete für die Region, Bob Seely, dem Sender Sky News. Er ging davon aus, dass maritime Anti-Terror-Einheiten mit den Ermittlungen beauftragt werden dürften. Dem Verteidigungsministerium zufolge wurde aber zunächst kein Militär hinzugezogen. Ein Bereich von mehreren Seemeilen rund um den Tanker war am Nachmittag zum Sperrgebiet erklärt worden, es waren Helikopter der Polizei sowie Kräfte der Küstenwache im Einsatz.

  • Der Tanker namens Nave Andromeda fährt unter liberianischer Flagge und gehört zur Flotte einer griechischen Firma namens Navios Tankers Management.
  • Der 228 Meter und bei voller Auslastung mehr als 42.000 Tonnen schwere Öltanker hatte Anfang Oktober in Nigeria abgelegt. Am Sonntagmorgen hätte er eigentlich im Hafen von Southampton ankommen sollen. Nach Aufzeichnungen der Website MarineTraffic.com war der Tanker am Sonntag stattdessen mehrere Stunden lang einen Zickzack-Kurs vor der Isle of Wight gefahren.
  • Medienberichten zufolge sollte am Abend noch ein Notfalltreffen mit Regierungsmitgliedern stattfinden.
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19:04 Uhr

Im Namen des Propheten: Arabische Länder boykottieren Frankreich

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Die Beleidigten beleidigen zurück: Ein kleiner Junge in Istanbul hält ein Macron-Konterfei in die Luft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bahnt sich ein neuer Streit um Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed an. Mehrere arabische Länder begannen einen Boykott gegen Frankreich. Händler in Jordanien, Kuwait und Katar nahmen französische Waren aus ihren Filialen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan holte zuvor zu einer verbalen Attacke gegen Macron aus. Er warf dem französischen Präsidenten Islamfeindlichkeit vor, zweifelte an dessen geistiger Gesundheit und bezeichnete Macron unter anderem als Krankheitsfall, der sich untersuchen lassen müsse. Paris rief aus Protest seinen Botschafter aus Ankara zurück - einen Vorfall, den es zuvor noch nie gegeben hat, wie Élyséekreise bestätigten.

  • Hintergrund sind Aussagen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron von Mittwoch. Er hatte die Meinungsfreiheit verteidigt und sich auf die Seite derjenigen gestellt, die Karikaturen zeigen oder veröffentlichen wollen.
  • Frankreich werde nicht "auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen", sagte Macron bei einer Gedenkfeier zu Ehren des getöteten Lehrers Samuel Paty.
  • Dieser hatte Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt und war auf offener Straße enthauptet worden.

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18:35 Uhr

Explosion auf russischem Tanker - drei Matrosen vermisst

Nach einer Explosion auf einem russischen Tankschiff im Asowschen Meer werden drei Besatzungsmitglieder vermisst. Zehn weitere Matrosen konnten nach dem Unglück vom Samstag gerettet werden, wie der russische Zivilschutz mitteilte. An der Suchoperation nahmen sieben Schiffe und mehr als 200 Retter teil. Es bestehe keine Gefahr, dass Öl auslaufe, hieß es. Der Tanker sei ohne Ladung vom Hafen Kawkas in der Meerenge von Kertsch in Richtung Rostow am Don gefahren. Das manövrierunfähige Schiff sei abgeschleppt worden. Was die Explosion auslöste, ist weiterhin unklar. Das Asowsche Meer ist ein zwischen der Ukraine und Russland gelegenes Binnenmeer im Nordosten des Schwarzen Meeres.

18:02 Uhr

Papst ernennt 13 neue Kardinäle - viele unter 80

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Nur Kardinäle, die jünger als 80 Jahre sind, dürfen bei der Wahl eines neuen Papstes mitstimmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Papst Franziskus hat die Ernennung von 13 neuen Kardinälen bekanntgegeben. Darunter sind Erzbischöfe aus den USA, Ruanda und den Philippinen. Die Nominierungen sollen am 28. November in einem Konsistorium, einem Treffen der Kardinäle, formalisiert werden, wie der Papst während seiner Angelus-Sonntagsbotschaft sagte. Neun der designierten Kardinäle sind unter 80 Jahre alt. Solange sie dieses Alter nicht erreichen, können sie am nächsten Konklave, also der Wahl eines Papstes, teilnehmen.

  • Auf der Liste der Nominierten stehen unter anderem der Washingtoner Erzbischof Wilton Gregory und der Erzbischof von Ruandas Hauptstadt Kigali, Antoine Kambanda. Er vertritt eines der katholischsten Länder Afrikas.
  • Auch Jose Fuerte Advincula, der Erzbischof von Capiz auf den Philippinen, dem katholischsten Land Asiens, gehört zu den Nominierten.
  • Ferner stehen auf der Liste auch mehrere Italiener, darunter der Leiter der Heiligsprechungsabteilung des Vatikans, Bischof Marcello Semeraro, und der Leiter des Franziskanerklosters von Assisi, Fra Mauro Gambetti.
17:30 Uhr

Segelflugzeug abgestürzt - Pilot in Lebensgefahr

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Die Unglücksstelle im Landkreis Osnabrück: Ein Anwohner hatte den Absturz beobachtet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein 27 Jahre alter Pilot ist im niedersächsischen Melle im Landkreis Osnabrück mit seinem Segelflugzeug abgestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Die Ursache des Absturzes war unklar, wie die Polizei mitteilte. Der 27-Jährige kam in eine Klinik. Er startete den Flug von einem Segelflugplatz aus. Ein Anwohner hatte den Absturz am Vormittag gesehen und die Polizei alarmiert.

16:51 Uhr

"Sie werden neuen Job brauchen“: Sacha Baron Cohen antwortet Trump

Der britische Comedian und Schauspieler Sacha Baron Cohen hat auf die Anschuldigungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Auf Twitter schrieb der Borat-Darsteller: "Donald - ich weiß die kostenlose Werbung für Borat zu schätzen! Ich gebe zu, dass ich Sie auch nicht lustig finde. Dennoch lacht die ganze Welt über Sie." Der 49-Jährige schrieb weiter, er sei stets auf der Suche nach Leuten, die die Rolle des "rassistischen Kaspers" spielen. Und da Trump seiner Meinung nach ab dem 20. Januar einen neuen Job brauche: "Lassen Sie uns reden!"

16:23 Uhr

„Schön schwul“: Spott über Polizeiparade in Ägypten

Das Video einer pompösen - und freizügigen - Parade der Polizeiakademie in Ägypten hat für Kopfschütteln und Spott gesorgt. Scharen muskulöser Männer posieren bei der Aufführung mit freiem Oberkörper, springen durch brennende Ringe oder zerschlagen Zementblöcke mit Vorschlaghämmern. Auch dem Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi auf der Zuschauertribüne zeigen sich die Absolventen mit nackter Brust, während sie auf gepanzerten Fahrzeugen und dreistöckigen Paradewagen ihre Muskeln anspannen. "Macho-Präsentation", urteilte der britische TV-Sender "Sky News". Andere fühlten sich an Pride-Paraden erinnert, bei denen Menschen weltweit für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern (LGBT) demonstrieren. Ein Twitter-Nutzer legte unter das Video das Lied "Macho Man" der Disco-Band Village People, die sich an eine homosexuelle Zielgruppe richtete und mit Kostümen von Polizisten und Soldaten maskuline Stereotype aufgriffen. Auch LGBT-Blogs berichteten über die Parade. Schwule, Lesben und Transgender haben in Ägypten allerdings einen sehr schweren Stand und werden auch strafrechtlich verfolgt. Der offen homosexuelle US-Schauspieler George Takei teilte ein Video der Parade auf Twitter und schrieb: Für die "erschreckend homophobe" ägyptische Regierung sei die Parade "ziemlich schwul", "pretty gay".

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15:49 Uhr

Nach falschem Corona-Verdacht: Sky-Moderatorin Libbertz im Krankenhaus

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Jessica Lippertz wird heute nicht die Bundesliga moderieren.

(Foto: imago images/Oliver Ruhnke)

Die Sky-Moderatorin Jessica Libbertz liegt in einem Münchner Krankenhaus. "Ich konnte nicht mal mehr meine Sachen packen, es ging alles ganz schnell", erklärte Libbertz der „Bild“-Zeitung. Eigentlich hätte sie am Sonntag durch den Bundesliga-Spieltag führen sollen. Der Verdacht einer Corona-Infektion habe sich dank eines negativen Tests nicht bestätigt. Die Diagnose laute dem Bericht zufolge auf Erysipel, umgangssprachlich auch Wundrose genannt.

  • Derzeit werde Libbertz täglich mit mehreren Antibiotika-Infusionen behandelt, damit sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten.
  • "Ich werde Geduld brauchen", schreibt Libbertz der Zeitung weiter. Es sei keine einfache Situation und "sozusagen mein persönlicher Lockdown".
  • Manchmal bekomme man Zeichen, "dass man etwas vom Gas gehen sollte". "Gerade in Zeiten von Corona sollten wir uns alle mehr daran erinnern, dass die Gesundheit über allem steht", schreibt Libbertz, die nach eigenen Angaben nicht sprechen darf.
15:21 Uhr

"Bloß keine Karte von der Queen": Älteste Britin stirbt mit 112

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Joan Hocquard feierte im März ihren 112. Geburtstag.

(Foto: (BBC))

Mit 112 Jahren ist der älteste Mensch Großbritanniens, Joan Hocquard, gestorben. Die Frau starb nach Angaben ihres Neffen Paul Reynolds am Samstag in einem Pflegeheim in Dorset, wie die BBC und andere britische Medien berichteten. Seine Tante habe nicht an ein Geheimrezept für ein langes Leben geglaubt, erzählte Reynolds. "Sie hat Butter und Sahne geliebt und das Konzept von Diäten verspottet." Hocquard lebte in jungen Jahren in Kenia und arbeitete später als Köchin in einem Hotel in Genf.

  • Nach dem Zweiten Weltkrieg fuhr sie in London einen Rettungswagen, bevor sie in den Südwesten Englands zog und passionierte Seglerin wurde.
  • "Sie hatte immer ihren eigenen Kopf, und es war typisch für sie, dass sie eine Geburtstagskarte der Queen zu ihrem 100. Geburtstag ablehnte, weil sie nicht wollte, dass die Leute wissen, wie alt sie ist", hatte ihr Neffe Reynolds im August dem "Bournemouth Echo" erzählt.
  • Die Britin hatte am gleichen Tag - nämlich dem 29. März 1908 - Geburtstag wie der im Mai gestorbene Brite Bob Weighton, der bis dahin sogar offiziell als ältester Mann der Welt galt.
14:49 Uhr

In Minsk trotzen 100.000 dem Militär

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Machtdemonstration in Minsk, aber noch greifen die Soldaten nicht ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als 100.000 Menschen haben ungeachtet eines massiven Polizei- und Militäraufgebots den elften Sonntag in Folge in Belarus gegen Machthaber Alexander Lukaschenko protestiert. Die Menschen strömten aus verschiedenen Richtungen über den Prospekt der Sieger zur "Stele", einem Platz zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg. Dort sei schon kein Platz mehr, der Zug bewege sich deshalb weiter, berichtete der Oppositionskanal Strana dlja Schisni (zu Deutsch: Ein Land zum Leben) in einer Live-Sendung. Einzelne Journalisten wurden festgenommen.

  • Hundertschaften von Polizei und Militär hatten das Zentrum der Hauptstadt Minsk abgeriegelt.
  • Bewaffnete Uniformierte in Sturmhauben bezogen unter anderem am Prospekt der Sieger und am Unabhängigkeitsprospekt Stellung. Sie schritten zunächst aber nicht ein.
  • Die Behörden sperrten sämtliche Metrostationen im Zentrum, um den Zustrom von Menschen aus den Stadtteilen zu verhindern. Sie schalteten auch das mobile Hochgeschwindigkeitsinternet ab.
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14:21 Uhr

Nüsse mit Föhn getrocknet: Brand in Bauernhaus

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Frische Walnüsse, gerade vom Baum gefallen.

(Foto: imago images / Panthermedia)

Oft führen gerade kleine Dinge zu großen Einsätzen: Ein Rentner hat Walnüsse mit einem Föhn getrocknet und so einen Brand bei Aletshausen in Bayern verursacht. Wie die Polizei mitteilte, wollte der 81-Jährige am Morgen feuchte Walnüsse, die in einem Drahtkorb gelagert waren, trocken föhnen. Den Föhn ließ er dabei unbeaufsichtigt auf einem Holzregal liegen. Nach den Angaben überhitzte der Föhn und steckte ein Regal in Brand. Als der Rentner den Rauch bemerkte, verließ er das Bauernhaus und rief die Feuerwehr. Diese löschte den Brand, bevor er sich im Haus ausbreitete. Dabei waren 65 Rettungskräfte im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Johanna Ohlau ist in ihren freien Sonntagnachmittag entschwunden. Ich heiße Barbara Mauersberg und und begleite Sie bis zum späten Abend durchs Tagesgeschehen. Gerne höre ich von Ihnen direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:42 Uhr

"Covid-Presse" am Galgen - Unbekannte "erhängen" lebensgroße Puppe

Nicht nur das Robert-Koch-Institut in Berlin ist mit einem Brandanschlag in der Nacht zum Ziel von Hass geworden. Ein Vorfall in Minden gilt offenbar Journalisten: Unbekannte haben dort eine lebensgroße Puppe mit dem Schild "Covid-Presse" in der Nacht "erhängt". Mit einem Strick um den Hals befestigt wurde die Puppe an einer Brücke aufgehängt. Die Polizei hat noch keine Hinweise auf den oder die Täter. Ein Bürger hatte den Vorfall am Samstagmorgen gemeldet, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Die Darstellung erinnert an Hinrichtungen von Deserteuren der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Benjamin Piel, Chefredakteur des "Mindener Tageblatts" machte den Vorfall publik und schrieb auf Twitter dazu: "Wenn aus Kritik an Journalisten Hinrichtungsphantasien werden, ist das verabscheuenswert. In Minden war es heute Nacht so weit - eine erhängte Schaufensterpuppe baumelte an einer Brücke über die Weser. Scheußlich."

13:10 Uhr

Merz will am CDU-Parteitag im Dezember festhalten

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Friedrich Merz kandidiert für den CDU-Parteivorsitz.

(Foto: dpa)

Kann der CDU-Bundesparteitag am 4. Dezember angesichts stark steigender Corona-Zahlen noch stattfinden? Darüber gehen die Meinungen bei den Kandidaten für den Parteivorsitz auseinander. Friedrich Merz hat die Forderung seines Konkurrenten und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach einer Verschiebung zurückgewiesen. "Die CDU ist nach dem Parteiengesetz und ihrer eigenen Satzung verpflichtet, noch in diesem Jahr einen neuen Parteivorstand zu wählen", sagte Merz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Diese Wahl muss stattfinden, auch wenn ein Parteitag an einem Ort mit 1001 Delegierten zurzeit nicht möglich sein sollte." Der Bundesvorstand will morgen darüber entscheiden. Merz räumte ein, dass die Pandemie das Leben auch für Parteien einschränke. "Aber wir haben keinen Staatsnotstand, und deshalb müssen die politischen Institutionen unseres Landes arbeitsfähig bleiben", betonte Merz. "Das gilt für das Parlament ebenso wie für die politischen Parteien."

12:53 Uhr

Greta Thunberg wirft EU-Parlament "ökologische Zerstörung" vor

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Umweltaktivistin Greta Thunberg hat die Zustimmung des Europäischen Parlaments zur geplanten EU-Agrarreform scharf kritisiert. Das neue Subventionsgesetz werde "die ökologische Zerstörung vorantreiben", schrieb Thunberg bei Facebook. Umweltschützer bemängeln, dass nur 20 Prozent der geplanten Ausgaben im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in eine klimafreundliche Politik flössen. Mit seiner Entscheidung habe sich das EU-Parlament elf Monate nach Ausrufung des Klima-Notstandes hinter eine Agrarpolitik gestellt, "die - zusammenfassend - die ökologische Zerstörung mit fast 400 Milliarden Euro antreibt", schrieb Thunberg.

12:21 Uhr

16-Jährige stirbt bei Kollision zwischen Bus und Auto - Fahrer flüchtet

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(Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg)

Nach einem tödlichen Unfall in Schleswig-Holstein fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Unfallverursacher. Im Landkreis Segeberg krachte ein Auto in einen Linienbus - und das offenbar in der Luft. Ein 16-jähriges Mädchen kam dabei ums Leben, vier weitere Businsassen wurden verletzt, teilte die Feuerwehr mit. Besonders tragisch: Der Vater der 16-Jährigen machte sich Sorgen um seine Tochter, weil sie nicht nach Hause kam, und ortete ihr Telefon. Als er an der Unfallstelle eintraf, war das Mädchen bereits tot. Das berichtete die "Bild"-Zeitung.

Zum Unfallhergang machten Polizei und Feuerwehr zunächst keine Angaben. Das Auto soll dem Zeitungsbericht zufolge aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und in eine Böschung gefahren sein. Dabei katapultierte ein Baum das Fahrzeug in die Luft, sodass es sich drehte und mit dem Heck seitlich auf Höhe der Fenster in den Linienbus prallte. Der Fahrer flüchtete vom Unfallort und konnte trotz einer Suche mit Wärmebildkameras und einem Polizeihubschrauber bislang nicht gefunden werden. Im Polizeibericht ist von einem "Trümmerfeld" die Rede, dass sich "über mehrere hundert Meter" auf der Bundesstraße erstreckt haben soll.

11:42 Uhr
Breaking News

Einigung bei Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Ländern ist eine Einigung erzielt worden. Wie heute mitgeteilt wurde, steigen die Einkommen um 4,5 Prozent in der niedrigsten Entgeltgruppe und -stufe und noch um 3,2 Prozent in der höchsten Eingruppierung.

11:15 Uhr

US-Rapper Offset streamt eigene Festnahme bei Instagram

Der US-amerikanische Musiker Offset und Mann von Sängerin Cardi B. ist gestern in Beverly Hills von der Polizei festgenommen worden - so weit, so erwartbar erst einmal für einen Rapper. Doch 25.000 Fans waren auch live dabei, denn Offset, der bürgerlich Kiari Kendrell Cephus heißt, streamte den Vorfall auf Instagram.

Die Polizisten sagen zu ihm, dass er aussteigen soll und werfen ihm vor, mit einer Waffe bei einer Demo von Trump-Anhängern hantiert zu haben. Der 28-jährige Musiker ist in dem Video sichtlich verärgert darüber, weigert sich auszusteigen, "weil ihr Waffen habt". Außerdem habe jemand mit einer Flagge auf sein Auto geschlagen, verteidigt er sich. Der Livestream, der inzwischen auch auf Twitter gelandet ist, endet damit, dass die Polizisten doch die Tür öffnen können und er aus dem Auto aussteigt. In einem weiteren Video ist zu sehen, wie der US-Musiker umringt von mehreren Polizisten und mit den Händen auf dem Rücken fixiert draußen steht. Später veröffentlichte auch die Polizei aus Beverly Hills ein Statement, dass Offset nur vorübergehend festgenommen wurde und nicht in Haft ist - sein Beifahrer und Cousin seiner Frau Cardi B, Marcelo Almanzar, ist allerdings in Arrest, weil er eine geladene Waffe bei sich gehabt haben soll.

10:47 Uhr

Brandschlag auf Robert Koch-Institut - Staatsschutz ermittelt

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(Foto: picture alliance/dpa)

In der vergangenen Nacht haben bisher Unbekannte Brandsätze gegen die Fassade des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin geworfen. Dabei soll auch eine Fensterscheibe zu Bruch gegangen sein. Ein Sicherheitsmitarbeiter bemerkte gegen 2:40 Uhr mehrere Personen. Er entdeckte das Feuer und konnte die Flammen löschen. Verletzt wurde niemand. Da eine politische Motivation bei der versuchten Brandstiftung geprüft wird, hat der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die weiteren Ermittlungen übernommen.

10:18 Uhr

Waldexperte: Folgen des Klimawandels "verheerend" im Harz

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Ein beliebtes, aber auch bedrohtes Ausflugsziel - der Harz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Harz, das Sauerland, der Frankenwald und der Thüringer Wald sind nach Ansicht von Forstleuten die am stärksten bedrohten Wälder in Deutschland. "Im Harz sieht es mittlerweile verheerend aus", sagte Ulrich Dohle vom Bund Deutscher Forstleute. Grund dafür sei der immer weiter fortschreitende Klimawandel. Durch die Dürren der letzten Jahre seien die Bäume immer trockener und instabiler geworden. Bei vermehrt auftretenden starken Stürmen würden sie deshalb schnell umkippen. Auch der schädliche Borkenkäfer habe sich immer weiter vermehrt. Deutschlandweit seien in den letzten drei Jahren rund 300.000 Hektar Wald abgestorben. Das ist eine Fläche, die größer ist als das Saarland. Von einem Betretungsverbot für Besucher hält Dohle allerdings nichts: "Das würde dem Wald nichts nützen. Besucher im Wald sind kein Problem, sondern ein Mehrwert." Beispielsweise werden die meisten Brände in Wäldern eben durch Spaziergänger gemeldet. Liegengelassener oder illegal entsorgter Müll sowie brennende Zigaretten seien zwar ein Problem, aber kein Massenphänomen. In Deutschland gibt es derzeit rund 11,4 Millionen Hektar Wald. Damit sind etwa ein Drittel der Landesfläche mit Bäumen bedeckt.

09:50 Uhr

Verdacht auf illegales Autorennen - zwei Schwerverletzte

Zwei junge Männer sind bei einem mutmaßlichen illegalen Autorennen in Baden-Württemberg schwer verletzt worden. Ein 19-jähriger und ein 21-jähriger Autofahrer seien gestern mit hoher Geschwindigkeit südlich von Stuttgart dicht hintereinander hergefahren, teilte die Polizei mit. Bei einem Überholvorgang hätten sich die beiden Wagen berührt. Dabei sei das Auto des 21-Jährigen von der Straße abgekommen, habe sich mehrfach überschlagen und sei dann auf dem Dach liegen geblieben. Der 21-Jährige und sein 22 Jahre alter Beifahrer wurden demnach mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der 19-jährige Fahrer des anderen Wagens blieb den Angaben zufolge unverletzt.

09:28 Uhr

"Teufelsaustreibungen" müssen wegen Corona pausieren

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Die rituelle Vertreibung böser Mächte muss bis nächstes Jahr warten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen der Corona-Pandemie müssen wir auf so einiges verzichten und so wie es aussieht, wohl auch auf Teufelsaustreibungen. Zumindest wurde ein für Ende Oktober geplantes "Exorzisten-Seminar für Priester und Laien" an der Päpstlichen Universität Regina Apostolorum in Rom wegen der steigenden Infektionszahlen abgesagt. Die Lehre der rituellen Teufelsaustreibung steht offenbar unter keinem guten Stern: Schon im Mai musste es verschoben werden. Jetzt im Herbst sollte der Kurs zum 15. Mal stattfinden, in dem Menschen erlernen, andere von der Macht des Bösen zu befreien. Laut Mitteilung planen die Veranstalter, das Seminar im Frühjahr nachzuholen - es besteht also doch noch Hoffnung für uns alle, "Sodom und Gomorra" entfliehen zu können.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:48 Uhr

Türkei heizt Gasstreit im Mittelmeer weiter an

Eigentlich sollten die umstrittenen Erkundungstouren der Türkei im östlichen Mittelmeer schon am vergangenen Donnerstag und nach überraschender Verlängerung am kommenden Dienstag enden. Doch die Türkei wird den Einsatz des Explorationsschiffs "Oruc Reis" jetzt sogar noch einmal bis zum 4. November verlängern und provoziert weiter im Gaskonflikt mit Griechenland. Das Schiff werde seinen Einsatz in einem Gebiet südlich der griechischen Insel Rhodos um rund eine Woche ausweiten, teilte die türkische Marine mit. Die Entscheidung dürfte die Spannungen in dem Streit anheizen, in dem die NATO-Mitglieder Türkei und Griechenland Anspruch auf ein Seegebiet erheben, in dem große Gasvorkommen vermutet werden. Die Türkei hatte das Schiff im September im Vorfeld eines EU-Gipfels aus den umstrittenen Gewässern abgezogen, nach einem Monat Pause aber erneut wieder in die Region entsandt. Die Europäische Union fordert von der Türkei eine Deeskalation und will im Dezember über mögliche Sanktionen entscheiden.

08:24 Uhr

Afghanistan: Spezialeinheit tötet ranghohen Al-Kaida-Anführer al-Masri

Eine Spezialeinheit der afghanischen Streitkräfte hat nach eigenen Angaben den ranghohen Al-Kaida-Anführer Abu Muhsin al-Masri getötet. Der Einsatz zur gezielten Tötung des Ägypters sei in der zentralafghanischen Provinz Ghazni erfolgt, teilte die Nationale Sicherheitsdirektion, Afghanistans Inlandsgeheimdienst, auf Twitter mit. Genauere Angaben zu dem Einsatz machte sie nicht. Aus Geheimdienstkreisen hieß es, bei dem Einsatz sei außerdem ein Vertrauter al-Masris festgenommen worden. Dieser habe "Kontakt mit den Taliban" gehabt. Der auch unter dem Namen Husam Abd-al-Ra'uf bekannte al-Masri soll die Nummer zwei der Al-Kaida in Südasien gewesen sein und stand auch auf der Liste der meistgesuchten Terroristen der US-Bundespolizei FBI.

07:41 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen schönen Sonntagmorgen, liebe Leserinnen und Leser!

Ich hoffe, Sie haben die Extrastunde Schlaf, die uns die Zeitumstellung heute Nacht beschert hat, genutzt und starten erholt in den Tag. Hier ein kleiner Überblick für den Sonntag:

  • Im Tarifstreit im Öffentlichen Dienst ist nach einem langen Verhandlungsmarathon am Samstag ein Ende in Sicht: Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter sollen sich in der Nacht auf einen gemeinsamen Vorschlag geeinigt haben. Am Mittag wollen die Gremien dann die Öffentlichkeit über Einzelheiten informieren.
  • Der Berliner Polizei steht nach den Schwerpunkt-Kontrollen der Corona-Regeln in der Hauptstadt gestern ein weiterer anstrengender Arbeitstag bevor: Für heute wurden mehrere Anti-Corona-Demos angemeldet.
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    Große Einsätze für die Polizei in Berlin - gestern bei Masken-Kontrollen, heute bei Anti-Corona-Demos.

    (Foto: dpa)

  • Wie jedes Jahr im Oktober trifft sich in Berlin heute das "Who's who" der internationalen Mediziner und Gesundheitsexperten, um beim Weltgesundheitsgipfel die aktuelle Entwicklung in der globalen Gesundheitspolitik zu diskutieren. Corona wird nicht nur ein Thema sein, sondern zwingt die Experten auch, den "World Health Summit" komplett ins Netz zu verlegen.
  • Am Morgen wird der Deutsche Umweltpreis 2020 in Hannover verliehen - dieses Jahr wird der bekannte Klimaexperte Ottmar Edenhofer ausgezeichnet. Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) erhält den Preis unter anderem für seinen Vorschlag einer CO2-Bepreisung.
  • Wie geht es weiter in Belarus? Dort läuft heute eine durch Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja gesetzte Frist für einen Rücktritt von Machthaber Alexander Lukaschenko ab. Auch am elften Protestsonntag werden Zehntausende Menschen in der Hauptstadt Minsk erwartet - trotz Demonstrationsverbots und erneuerter Gewaltandrohungen.
  • In Kiew wird der Bürgermeister gewählt und das ist nicht irgendjemand, sondern Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko, der sich an diesem Sonntag zur Wiederwahl als Bürgermeister in der ukrainischen Hauptstadt stellt. Umfragen zufolge könnte sich der 49-Jährige bereits im ersten Wahlgang gegen seine 19 Mitbewerber durchsetzen. Einen Sieg wird Klitschko nicht groß mit Unterstützern feiern können - gestern gab er bekannt, dass er sich mit dem Coronavirus angesteckt habe.
  • Rund 30 Jahre nach der Rückkehr zur Demokratie könnte Chile eine neue Verfassung bekommen. Bei einem Referendum entscheiden die Bürger des südamerikanischen Landes, ob sie ein neues Grundgesetz wollen.

Darüber hinaus halte ich Sie wie gewohnt in "Der Tag" über die Themen des Tages auf dem Laufenden. Mein Name ist Johanna Ohlau und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Sonntag. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik freue ich mich über eine Mail an johanna.ohlau[at]nama.de.

07:01 Uhr

Berlins Flughäfen tragen ab sofort das Kürzel BER

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Kürzel SXF und TXL sind Geschichte: Ab heute gilt in Berlin der neue Winterflugplan und damit auch der neue IATA-Flughafencode BER. Der Flughafen Schönefeld, vormalig bekannt unter dem Kürzel SXF, verliert damit auch seinen eigenständigen Status, aber lebt als Terminal 5 des BER weiter. Reisenden, die im Oktober in den Urlaub starten, kann es also passieren, dass sie ab Schönefeld (SXF) abfliegen, aber am BER landen, wie die Betreibergesellschaft FBB erklärte. Der neue Code gilt für alle Flüge, die ab dem 25. Oktober vom oder zum Standort Schönefeld fliegen. Die dreistelligen Flughafencodes werden von der International Air Transport Association (IATA) vergeben. Sie sind jeweils einmalige Bezeichnungen für Flughäfen und dienen primär dazu, Abfertigungsprozesse zu erleichtern.

06:38 Uhr

Pompeo bekundet in Telefonat mit Lukaschenko Solidarität mit Demokratiebewegung

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(Foto: picture alliance/dpa)

US-Außenminister Mike Pompeo hat gestern mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko telefoniert. Dabei habe Pompeo unter anderem gefordert, der in Belarus (Weißrussland) festgehaltene US-Staatsbürger Witali Schkljarow solle das Land verlassen dürfen, wie das Ministerium in Washington verlauten ließ. Außerdem habe der US-Außenminister die Unterstützung für die demokratischen Bestrebungen des belarussischen Volkes bekundet, hieß es ohne weitere Details. Der Politikberater Schkljarow war zwischenzeitlich im Gefängnis gewesen und stand zuletzt unter Hausarrest, wie die Opposition diese Woche mitteilte. Von dem Telefonat hatten zuvor belarussische Medien berichtet. In der Ex-Sowjetrepublik Belarus kommt es seit der umstrittenen Präsidentenwahl am 9. August regelmäßig zu Protesten. Der mittlerweile international weitgehend isolierte Präsident Alexander Lukaschenko hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen für eine sechste Amtszeit bestätigen lassen. Die Opposition sieht dagegen Herausforderin Swetlana Tichanowskaja als die rechtmäßige Präsidentin an.

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06:24 Uhr

Uhren zurückgestellt - Winterzeit hat begonnen

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(Foto: dpa)

Um 3 Uhr gab es heute Morgen wieder die "Rolle rückwärts": Die Uhren sind eine Stunde zurückgestellt worden. Damit gilt bis Ende März wieder die Normalzeit, oft auch Winterzeit genannt. Am 28. März 2021 werden die Zeiger dann wieder um eine Stunde vorgedreht. Dies ist in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union einheitlich geregelt. Ziel der Zeitumstellung ist laut der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) die bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit. Die Braunschweiger Behörde ist übrigens dafür zuständig, dass Ihre Funkwecker heute Morgen auch die richtige Zeit anzeigt. Experten des Instituts sorgen dafür, dass über einen Langwellensender mit Namen DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt/Main Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Uhren der Industrie mit dem Signal versorgt werden. Falls Sie sich jetzt fragen, ob die Abschaffung der Zeitumstellung nicht längst beschlossene Sache ist: Ja, das EU-Parlament hatte sich 2019 tatsächlich nach einer großen Online-Befragung dafür ausgesprochen, aber es hakt noch bei der Entscheidung, welche Zeit dann für alle EU-Staaten gelten soll.

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06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht