mit Juliane KipperDas war Dienstag, der 22. Juli
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
der mediale Sturm um Sexualstraftäter Epstein hat das Weiße Haus, die US-Regierung und den Kongress in eine Krise gestürzt. Die versuchen es mit bislang ergebnislosem Aktionismus. Präsident Trump soll die Zügel in dem Fall tunlichst nicht aus der Hand geben, schreibt mein Kollege Roland Peters. Die US-Regierung gibt sich nach außen äußerst geschäftig und bemüht, hat aber weiterhin keine Ergebnisse offengelegt. Zugleich versuchen hochrangige Republikaner im Kongress, den Präsidenten über die Sommerpause zu bringen. Und Donald Trump selbst? Der schweigt größtenteils zum Thema und schmeißt stattdessen eine Blendgranate nach der anderen in die Medien.
Außerdem lege ich Ihnen heute noch diese Texte ans Herz:
Deutschland darf nicht feige sein Ein Kommentar von Frauke Niemeyer
Schulkinder entwerfen und testen Militärdrohnen in Russland Von Tobias Hauser
Hilft Trump Boeing mit Erpressung aus der Krise? Von Christina Lohner
Als der FC Bayern bei einem Transfer extrem ins Risiko ging Von Ben Redelings
Wieso eine Brasilianerin das deutsche EM-Halbfinale pfeift Von Anja Rau
Bestimmter Süßstoff könnte Schutzbarriere im Hirn angreifen Von Jana Zeh
Flüchtiger Oligarch in Griechenland festgenommen
In Griechenland ist ein moldauischer Oligarch wegen des Vorwurfs festgenommen worden, in Russlands Auftrag Moldau destabilisieren zu wollen. Wladimir Plahotniuc, der seit 2019 gesucht wurde, sei am Flughafen von Athen festgenommen worden, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA. Die Behörden werfen Plahotniuc Betrug, Geldwäsche und kriminelle Verschwörung vor. Die Polizei will Plahotniuc nach Moldau ausliefern. Der 59-jährige Plahotniuc habe versucht, nach Dubai zu reisen, teilten die Behörden in Moldau mit.
Plahotniuc war in der Wirtschaft und dem Finanzwesen tätig, bevor er in die Politik ging und für die Demokratische Partei in Moldau antrat. Wegen mehrerer Ermittlungen gegen ihn, unter anderem wegen des Verwindens von etwa einer Milliarde Dollar, floh Plahotniuc 2019 aus Moldau.
USA haben mit Zöllen bereits 100 Milliarden Dollar eingenommen
Die USA haben nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent zuletzt fast 100 Milliarden Dollar (85,4 Milliarden Euro) an Zöllen eingesammelt. "Wir nähern uns der Marke von 100 Milliarden. Ich denke, wir könnten jährlich 300 Milliarden erreichen", antwortete er in einem Interview mit dem US-Sender Fox Business Network auf die Frage, wie hoch die Zolleinnahmen bisher ausgefallen sind.
Bereits zuvor hatte Bessent die Größenordnung von 300 Milliarden Dollar bis zum Jahresende in Aussicht gestellt. Unklar blieb, auf welchen konkreten Zeitraum Bessent bei der Berechnung seiner Zahl von bislang 100 Milliarden Dollar bezieht. Der Minister betonte, dass die Zolleinnahmen im Juni gestiegen seien, ohne eine Zahl zu nennen.
Parookaville-Festival: Mann stürzt bei Abbau eines Fahrgeschäfts sechs Meter in die Tiefe
Bei einem Sturz etwa sechs Meter in die Tiefe hat ein Arbeiter auf dem Parookaville-Festivalgelände lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Zu dem Arbeitsunfall sei es bei dem Abbau eines Fahrgeschäftes gekommen, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte flogen den 34-Jährigen mit einem Hubschrauber zu einer Spezialklinik in Duisburg. Die Polizei und das Amt für Arbeitsschutz starteten Ermittlungen zur Unfallursache.
Parookaville gilt mit 300 Künstlern auf mehr als zehn Bühnen als das größte Festival für elektronische Musik in Deutschland. Es fand am vergangenen Wochenende am Flughafen in Weeze am Niederrhein statt. Neben den musikalischen Acts wurde den Besucherinnen und Besuchern auf dem Festivalgelände auch ein buntes Programm geboten. Die 225.000 Tickets für die drei Tage von Freitag bis Sonntag waren schon vor Festivalstart ausverkauft.
Black-Sabbath-Frontmann Ozzy Osbourne gestorben
Ozzy Osbourne, der Sänger der legendären Heavy-Metal-Band Black Sabbath, ist tot. Osbourne starb am Dienstag im Alter von 76 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Erst vor zwei Wochen war der an Parkinson erkrankte Sänger bei einem Abschiedskonzert in seiner Heimatstadt Birmingham aufgetreten.
85-Jährige verliert mehr als hunderttausend Euro an Betrüger
Eine 85-Jährige aus Rheinland-Pfalz hat mehr als hunderttausend Euro an Telefonbetrüger verloren. Sie fiel auf die Masche der vermeintlichen Einbrüche in der Nachbarschaft herein, wie die Polizei in Trier mitteilte. Demnach rief ein angeblicher Polizist die Frau aus Kröv vor rund einer Woche an und gaukelte ihr vor, dass es in ihrer Nachbarschaft mehrere Einbrüche gegeben habe.
Damit ihr Geld nicht erbeutet werden könne, solle sie es zur sicheren Verwahrung der angeblichen Polizei übergeben. Ein Betrüger holte das Geld und die Wertsachen bei der Frau ab. Ihr entstand ein Schaden in Höhe einer niedrigen sechsstelligen Summe.
Sturzflut überrascht Besucher in Höhlensystem
Ein plötzlicher Wolkenbruch führt zu dramatischen Szenen in den beliebten "Marble Arch Caves" in Nordirland. Der Regen verwandelt die Höhle in einen reißenden Fluss. Zwar können alle Gäste evakuiert werden, doch der Vorfall wirft Fragen auf.
Ana Ivanović macht Trennung von Bastian Schweinsteiger offiziell
"Nein danke, ich bin glücklich verliebt": Das war der erste deutsche Satz, den Ana Ivanović von Bastian Schweinsteiger lernte. Es folgten eine Traumhochzeit und drei Kinder - und nun das Liebes-Aus. Nach monatelangen Spekulationen hat die Ex-Tennisspielerin die Trennung von dem Fußballstar bestätigt. Grund dafür seien "unüberbrückbare Differenzen", teilte Ivanovićs Anwalt Christian Schertz mit. Es werde dazu keine weiteren Erklärungen geben. Der Anwalt bat darum, die Privatsphäre seiner Mandantin zu respektieren - auch und besonders mit Blick auf ihre drei Kinder.
Es ist das Ende einer Beziehung, die von Anfang an die Fans in ihren Bann zog. 2014 wurden die beiden Sportstars wohl eher unfreiwillig als Paar enttarnt, als sie während der US Open bei einem Spaziergang in New York fotografiert wurden. Bis zuletzt hielten sich die beiden mit persönlichen Informationen und gemeinsamen Auftritten zurück. Auch die drei gemeinsamen Kinder sind Privatsache.
Erdüberlastungstag: "Ab dem 24. Juli leben wir auf Pump"
Der weltweite sogenannte "Erdüberlastungstag" verschiebt sich immer weiter nach vorne. In diesem Jahr fällt der Tag, ab dem die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbraucht, als die Erde in einem Jahr regenerieren kann, auf den 24. Juli. Umweltverbände mahnten aus diesem Anlass zu einem Umsteuern bei Wirtschaft und Konsumverhalten.
"Wir verschwenden unsere Ressourcen, als gäbe es kein Morgen", erklärte der Vorsitzende des BUND, Olaf Bandt. "Wir übernutzen unser Wasser, unsere Böden und unsere Wälder." Die katastrophalen Folgen dieses Wirtschaftens wie Starkregen, Überschwemmungen und Trockenheit zeigten sich inzwischen "weltweit und auch bei uns immer deutlicher". "Wir leben in einem System, das immer mehr an seine Grenzen kommt", warnte Bandt.
"Ab dem 24. Juli leben wir auf Pump, auf Kosten künftiger Generationen", erklärte der WWF Deutschland. "Mit unserem ökologischen Fußabdruck sind wir bei unserem Planeten Erde bereits so tief verschuldet, dass zukünftige Generationen dafür teuer bezahlen werden", warnte der Leiter des Bereichs Internationale Politik beim WWF, Florian Titze. Damit sei eine Katastrophe "langfristig vorprogrammiert".
Berechnet wird der globale Erdüberlastungstag von der Organisation Global Footprint Network. Im vergangenen Jahr lag der Tag demnach am 1. August. Der Zeitsprung war damit größer als in den Vorjahren. Für Deutschland wurde er für 2025 bereits für den 3. Mai errechnet. Allerdings ist der Wert hierzulande seit einigen Jahren weitgehend stabil.
Wiesenhof ruft Veggiewürste zurück
Die Firma Wiesenhof Geflügelwurst hat eine Charge vegetarische Würste zurückgerufen. Betroffen sind die "Bruzzzler veggie 200g" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16.09.2025 und der Chargennummer 99362002 sowie der GTIN-Nummer 4019467459302, wie das Unternehmen mitteilte. Diese Informationen befinden sich auf der Rückseite der Verpackung. Von dem Verzehr der Würste wird abgeraten.
Der Rückruf erfolge vorsorglich, da nicht ausgeschlossen werden könne, dass in einzelnen Packungen weiche, blaue Partikel einer Kunststofffolie in der Veggie-Wurst enthalten sind. Umgehend sei das Produkt bundesweit aus den Märkten genommen worden. Weitere Chargen sowie andere Produkte seien nicht betroffen. Verbraucher, die die Würste gekauft haben, können sie gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben, wie es weiter hieß.
Patientin für Schmuck ermordet: Krankenschwester muss ins Gefängnis
Eine früher an einer bayerischen Klinik tätige Krankenschwester muss ins Gefängnis, weil sie eine Patientin ermordete und drei weitere Patienten zu ermorden versuchte, um ihnen Wertgegenstände zu stehlen. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Regensburg vom Oktober, wie er in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte eine lebenslange Haftstrafe gegen die Frau verhängt. (Az. 6 StR 237/25)
Es sprach sie unter anderem wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge und dreifachen Mordversuchs schuldig. Dem Urteil zufolge hatte die Krankenschwester insgesamt vier Menschen betäubt und ihnen Schmuck und andere Wertgegenstände weggenommen.
Das erste Opfer, eine 65-Jährige, erlitt einen Herzstillstand und als Folge daraus eine Hirnschädigung und starb. Die anderen Patienten überlebten. Die Krankenschwester wandte sich an den BGH, um das Urteil überprüfen zu lassen. Dieser fand keine Rechtsfehler, das Regensburger Urteil wurde rechtskräftig.
Gefährlicher Feuertornado wirbelt über Waldbrandgebiet
In der Türkei sind in diesem Sommer bisher Hunderte Waldbrände ausgebrochen. Bei Bilecik konnte ein besonderes, aber auch gefährliches Phänomen beobachtet werden: Dort erzeugen Luftverwirbelungen einen Feuertornado.
Vorwurf der UNO an Israel: Mehr als 1000 Menschen bei Nahrungshilfe getötet
Die UNO wirft der israelischen Armee vor, seit Ende Mai im Gazastreifen mehr als tausend nach Nahrungshilfe suchende Menschen getötet zu haben.
Allein 766 Menschen seien in der Nähe von Verteilzentren der von den USA unterstützten Stiftung Gaza Humanitarian Foundation (GHF) getötet worden, sagte ein Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Die Opfer seien "vom israelischen Militär getötet" worden.
Hochgiftiges Arsen tritt aus Firma in Osterwieck aus
Aus einer Firma am Rand von Osterwieck im nördlichen Vorland des Harzes ist hochgiftiges Arsen in die Umgebung gelangt. Am Morgen sei es zu der Großschadenslage gekommen, teilte der Landkreis mit. Die Ursache sei noch nicht bekannt. "Es sind vielfach Mengen von Arsen in Form von Pulver und Granulat im unmittelbaren Umfeld des Firmengeländes ausgebreitet."
Was genau passiert ist, werde derzeit erkundet. Das Gebiet sei weiträumig abgesperrt. Es seien rund 100 Einsatzkräfte vor Ort, die das Firmengelände erkunden und die Gefahrenstoffe eindämmen werden, hieß es weiter. Laut einer Sprecherin des Landkreises stellt das betroffene Unternehmen hochreine Metalle für die Elektronik- und Halbleiterproduktion her.
"Leider knapp verpasst": Satiriker El Hotzo wegen Häme über Trump-Attentat vor Gericht
Vor einem Jahr hatte ein Mann in Pennsylvania von einem Dach aus auf Trump geschossen und ihn am rechten Ohr getroffen. Ein Besucher kam ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet. In einem Post auf der Plattform X äußerte sich der Comedian und Satiriker Sebastian Hotz alias El Hotzo damals kontrovers über das Attentat. Hotz verglich die Schüsse auf Trump mit dem "letzten Bus" und kommentierte: "Leider knapp verpasst." Ergänzend schrieb der 29-Jährige: "Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben."
Die umstrittenen Beiträge löschte Hotz kurz darauf, doch brach ein Shitstorm in den Online-Medien los. Auf Initiative des damaligen Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Kubicki (FDP) ermittelte die Staatsanwaltschaft. Heute beginnt vor dem Amtsgericht Tiergarten der Prozess. Die Staatsanwaltschaft wirft Hotz Belohnung und Billigung einer Straftat vor.
Der Deutsche Journalisten-Verband empört sich über einen Strafprozess. "Egal ob man die Postings von El Hotzo witzig oder misslungen und geschmacklos fand: Dass darüber jetzt ein Gericht verhandelt und dem Satiriker schlimmstenfalls eine Haftstrafe droht, ist völlig überzogen", sagte der Bundesvorsitzende Mika Beuster. Beuster betonte, die Satirefreiheit müsse großzügig ausgelegt werden. "Es kann nur eine Konsequenz geben: die Einstellung des Verfahrens."
USA wollen erneut aus Unesco austreten
Die USA wollen mit Ende 2026 aus der UN-Kulturorganisation Unesco austreten. "Ein weiteres Engagement in der Unesco liegt nicht im nationalen Interesse der Vereinigten Staaten", teilte das US-Außenministerium mit. Die Vereinigten Staaten waren erst 2023 der UN-Organisation wieder beigetreten.
Verfolgungsjagd endet für Motorradfahrer mit Crash
Filmreife Szenen auf einem Highway in Kalifornien: Ein Motorradfahrer flieht mit über 225 km/h vor der Polizei, als er ein Auto streift und die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert. Wie durch ein Wunder kann er direkt nach dem Unfall wieder aufstehen und umherlaufen.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ab jetzt versorge ich Sie bis in den Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter juliane.kipper@ntv.de.
Weidel-Störer verteidigen Aktion bei Sommerinterview
"Ich würde gar nicht von einer Störaktion reden, sondern von einer Verschönerungsaktion": Die Gruppe Zentrum für Politische Schönheit hat den Vorwurf, mit ihrer Störaktion beim ARD-Sommerinterview mit AfD-Chefin Alice Weidel möglicherweise eher der AfD genutzt als geschadet zu haben, zurückgewiesen. "Diese Angst muss man ein Stück weit loswerden, wenn man die AfD bekämpfen will", sagte der Sprecher der Gruppe, Philipp Ruch, im Podcast "Ronzheimer". "Hier wurde tatsächlich, glaube ich, so was wie der Fernsehmoment des Jahres geschaffen."
Ruch beantwortete auch Fragen dazu, wie der große Bus mit Lautsprecheranlage am gegenüberliegenden Spreeufer am Reichstag postiert werden konnte, von wo das Sommerinterview mit einem Anti-AfD-Lied so laut beschallt wurde, dass ein normales Gespräch nicht mehr möglich war. Das Regierungsviertel sei sehr gut gesichert, es gehöre aber nicht der ARD, sagte Ruch. "Und dort sind wir tatsächlich, ja wir sind - ich will da jetzt keine Details nennen - aber in enger Absprache natürlich mit der Berliner Polizei auch, in Kontakt getreten und konnten dort eigentlich machen, was wir vorhatten."
Unbekannte töten und stehlen in Hessen mehr als 50 Hühner
Als Person, die selbst Hühner hält, macht mich diese Nachricht einfach nur fassungslos und wütend: Unbekannte haben in Hessen mehr als 50 Hühner getötet und gestohlen. Den Tieren wurden die Köpfe abgetrennt, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Tatort war demnach ein Bauernhof in Biblis. In der Nacht zum Montag betraten die Unbekannten den Freilaufbereich der Hühner und töteten sie. Die abgetrennten Köpfe ließen sie liegen, die Kadaver nahmen sie mit. Den Sachschaden schätzten die Beamten auf rund 1000 Euro.
Feuerwehrauto bei Ausweichmanöver umgekippt
Nach einem Ausweichmanöver ist ein Feuerwehrauto im Landkreis Oberhavel in Brandenburg umgekippt - sechs Feuerwehrleute wurden dabei verletzt. Kurz nach Mitternacht war die Gruppe auf dem Rückweg von einem Einsatz auf der Landesstraße 22 in der Nähe von Gransee unterwegs, als ein entgegenkommender Lastwagen teilweise auf die Gegenspur fuhr, wie die Polizei mitteilte.
Der 51 Jahre alte Fahrer lenkte demnach das Feuerwehrauto zur Seite, um dem Lkw auszuweichen. Dabei kam es den Angaben nach von der Straße ab, streifte einen Baum und blieb etwa sieben Meter von der Fahrbahn entfernt auf der Seite liegen. Die sechs Insassen - Männer im Alter von 21 bis 62 Jahren - wurden dabei leicht verletzt und kamen später ins Krankenhaus. Der 48 Jahre alte Fahrer des Lastwagens sei zunächst weiter gefahren - die Polizei konnte ihn jedoch etwas später ausfindig machen. Er habe angegeben, dass er den Unfall nicht bemerkt hätte und nicht verletzt sei.
Biden-Aussetzer: Sohn nennt Schlafmittel als Grund
Im TV-Duell mit seinem Herausforderer Donald Trump hat der damalige US-Präsident Joe Biden einige denkwürdige Aussetzer. Sein Gesundheitszustand rückt in den Fokus. Nun behauptet sein Sohn Hunter in einem Fernsehinterview, dass nicht das Alter oder Demenz, sondern ein Schlafmittel schuld gewesen sei.
Zwei Menschen in Nordrhein-Westfalen von S-Bahn erfasst
An einem Bahnübergang im nordrhein-westfälischen Eitorf sind zwei Menschen von einer S-Bahn erfasst worden und gestorben. Der Mann und die Frau seien am Morgen über einen beschrankten Bahnübergang gelaufen, sagte ein Polizeisprecher in Siegburg. Beide starben noch vor Ort an ihren schweren Verletzungen. Die Ermittlungen zur Identität der Toten dauerten an.
Der Polizei zufolge gaben Zeugen an, dass die Schranke an dem Bahnübergang zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 6.45 Uhr geschlossen war. Weshalb die beiden den Bahnübergang dennoch überquerten, ist noch unklar. In der S-Bahn in Fahrtrichtung Köln saßen rund 130 Menschen, die unverletzt blieben. Der Bahnübergang wurde für die Untersuchungen gesperrt. Betroffen war davon unter anderem die Linie RE9, die von Aachen über Köln nach Siegen führt. Züge aus Aachen endeten zunächst in Siegburg/Bonn, Züge aus Siegen im Ort Herchen. Es wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet.
Neues Tesla-Schnellrestaurant zieht Musk-Fans in seinen Bann
Nächster PR-Coup von Elon Musk: Sein Elektroauto-Unternehmen Tesla hat einen exklusiven Diner in Hollywood eröffnet - und devote Fans angelockt. Einer Reportage von NBC News zufolge warteten Tesla-Enthusiasten mehrere Stunden, bis das Schnellrestaurant schließlich am Montagnachmittag (Ortszeit) seine Pforten öffnete. Das Etablissement, das im Retro-Futurismus-Stil gehalten ist, hat neben dem Essen (auf der Speisekarte steht unter anderem ein Tesla Burger) ein Drive-in-Kino und Schnellladestationen für die E-Autos des Konzerns zu bieten. Der Popcorn verteilende humanoide Roboter "Optimus" sowie diverse Merchandising-Artikel und Essenskartons im Cybertruck-Design lassen das Herz von Tesla-Fans wohl ebenfalls höher schlagen.
Der umstrittene Milliardär Musk kündigte bereits weitere Restaurants in größeren Städten weltweit an, sollte der Diner in L.A. erfolgreich sein. Dass einer in Deutschland öffnet, ist also zumindest nicht ausgeschlossen.
Drei Tote in Niederbayern gefunden - Mann festgenommen
In einem Haus im niederbayerischen Zwiesel sind drei Leichen gefunden worden. Man gehe derzeit von einem Tötungsdelikt aus, sagte eine Polizeisprecherin. Ein 37 Jahre alter Verdächtiger sei festgenommen worden.
Das ist der Durchschnittsmensch in Deutschland
44,9 Jahre alt, 1,73 Meter groß, 77,7 Kilogramm schwer und jeden Monat ein Bruttoeinkommen von 3978 Euro: Das ist der Durchschnittsmensch in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Durchschnittsfrau war zum Stichtag Ende 2024 demnach mit 46,2 Jahren gut zweieinhalb Jahre älter als der Durchschnittsmann mit 43,5 Jahren. Das höhere Durchschnittsalter von Frauen hängt mit ihrer höheren Lebenserwartung zusammen. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt nach neuen Zahlen der Behörde für Frauen bei 83,5 Jahren und für Männer bei 78,9 Jahren.
Der Durchschnittsmensch lebt außerdem mit einer weiteren Person zusammen in einem Haushalt. Die Familie des Durchschnittsmenschen, also alle Eltern-Kind-Konstellationen, hat 3,4 Mitglieder. Die Durchschnittswohnung hat 94,4 Quadratmeter und kostet 7,28 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. Im Mittel verdiente im April 2024 ein Vollzeitbeschäftigter 3978 Euro brutto. Mit einem mittleren Bruttomonatsverdienst von 3777 Euro erhielt die vollzeitbeschäftigte Frau exakt 300 Euro weniger als der vollzeitbeschäftigte Mann mit 4077 Euro.
Ausgestopfter Kaiman auf Recyclinghof sorgt für Ermittlungen
Was würde Frau Meyer nur dazu sagen? Ein ausgestopfter Kaiman ist auf einem Recyclinghof bei Osnabrück entdeckt worden. Mitarbeiter entdeckten das tote Tier in einem Restmüllcontainer in Georgsmarienhütte, wie die Polizei in ihrem Whatsapp-Kanal schreibt. "Kein Kuscheltier, sondern ein echtes, ausgestopftes Reptil." Das Tier fällt den Angaben nach unter das Washingtoner Artenschutzabkommen. Ermittlungen des Hauptzollamtes Osnabrück hätten ergeben, dass es sich um einen Verstoß gegen das Artenschutzrecht handelt. Das tote Tier werde unterdessen sicher bei der Polizei verwahrt.
Die Beamten machten deutlich: "Tierpräparate sind keine Deko für den Sperrmüll." Wer ein ausgestopftes Tier entsorgen wolle, müsse sich vorab informieren. Denn: Der Artenschutz gelte auch nach dem Tod.
"Essen wie Hunde": "Unmenschliche" Bedingungen für Migranten in US-Abschiebegefängnissen angeprangert
Die Schilderungen der Insassen sind erschreckend: "Wir mussten die Teller auf Stühle stellen, uns bücken und mit dem Mund essen, wie Hunde." Ihre Hände waren auf dem Rücken gefesselt. So steht es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), der die Haftbedingungen für Migranten in US-Abschiebegefängnissen scharf kritisiert. In den Haftzentren herrschten "unmenschliche" Bedingungen. Es werden unter anderem eine Überbelegung, eine mangelnde medizinische Versorgung und eine erniedrigende Behandlung der Migranten beklagt.
Migranten mussten den Angaben zufolge ohne Matratzen auf dem Boden schlafen und ihre Schuhe als Kissen benutzen. Ein Mann gab an, dass ihm 20 Tage lang Seife und Wasser zum Händewaschen verweigert wurden. Einem anderen Insassen wurden laut seiner Aussage Medikamente vorenthalten, darunter Insulin und ein Asthma-Inhalator. Einige Frauen berichteten HRW, dass die Toiletten in ihrer Zelle den Blicken von Männern in benachbarten Räumen ausgesetzt waren. Der Bericht der Menschenrechtsorganisation stützt sich auf die Schilderungen von acht Männern und drei Frauen, die in Abschiebegefängnissen inhaftiert waren oder noch dort festgehalten werden. Zudem enthält er Aussagen von 14 Anwälten sowie Berichte von Angehörigen von sieben Migranten, von denen mehrere abgeschoben wurden.
Regierungsflieger musste unplanmäßig in Leipzig notlanden
Eine Maschine der Bundeswehr-Flugbereitschaft, mit der zuvor Bundesjustizministerin Stefanie Hubig unterwegs war, musste am Montagabend in Leipzig notlanden. Wie ein Sprecher der Luftwaffe am Morgen sagte, befand sich der Airbus A319 auf dem Weg von Berlin zur Heimatbasis in Köln. Nach einer Warnmeldung im Cockpit kurz nach dem Start entschied der Pilot, in Leipzig zu landen. Die Delegation der Ministerin war zuvor in Berlin ausgestiegen. Die SPD-Politikerin war am Montag zum Antrittsbesuch nach Polen gereist. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt war an dem Tag in Polen, er machte sich zusammen mit seinem polnischen Amtskollegen Tomasz Siemoniak an der EU-Außengrenze zu Belarus ein Bild von der Lage.
Techniker der Flugbereitschaft wollen im Laufe des Tages das Flugzeug begutachten, wie der Sprecher weiter sagte. Danach solle entschieden werden, ob es repariert werden muss oder weiterfliegen kann.
Hinweis: Die dpa hat ihre ursprüngliche Meldung, dass es sich um das Flugzeug der Delegation von Innenminister Dobrindt handelte, nachträglich korrigiert.
SPD-Minister Schneider findet Merz' Aussagen zu Klimazielen "ein wenig verunglückt"
Der Bundesumweltminister Carsten Schneider geht fest davon aus, dass Bundeskanzler Friedrich Merz zum Ziel der Klimaneutralität 2045 für Deutschland steht. Er habe sich dazu bei zwei Gelegenheiten eindeutig geäußert. Dass er die weltweiten Verabredungen Deutschlands "dann ein bisschen relativiert" habe, sei vor allem für die Frage, wie die Leute zu mehr Klimaschutz motiviert werden können, problematisch. "Ich würde mal sagen, ein wenig verunglückt", so der SPD-Politiker im RTL/ntv Frühstart. Trotzdem sei die Linie klar: Deutschland habe die Chance, durch den Export von klimafreundlichen Technologien von einem Wachstumsmarkt zu profitieren.
Hintergrund: Friedrich Merz hatte zuletzt in seiner Sommer-Pressekonferenz die Bedeutung der deutschen Klimaschutzmaßnahmen im globalen Kontext relativiert. So sagte er etwa: "Es nützt überhaupt nichts, wenn wir allein in Deutschland klimaneutral werden. Selbst wenn wir es heute am Tag wären, würde sich morgen auf der Welt nichts ändern." Wenn Deutschland einen Beitrag zur Lösung dieses globalen Problems leisten wolle, dann müsse das Land mit Innovation Fortschritte in der Welt ermöglichen.
"Wie Herzschlag der Erde": Touristen strömen zu Vulkanausbruch
Seit gut einer Woche ist Island um eine Touristenattraktion reicher. Am 16. Juli bricht der Vulkan in der Nähe des Ortes Grindavík aus - zum neunten Mal in knapp anderthalb Jahren. Die Ausbruchsstelle zieht inzwischen Besucher aus der ganzen Welt an.
Bericht: Felix Baumgartner starb erst beim Aufprall
Die anfängliche Annahme, Felix Baumgartner könnte einen medizinischen Notfall in der Luft erlitten und infolgedessen beim Paragliding gestorben sein, könnte sich offenbar als falsch erwiesen haben. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den leitenden Generalstaatsanwalt in Italien berichtet, starb der österreichische Extremsportler erst durch den Aufprall am Boden. So sei die Obduktion der Leiche morgen abgeschlossen. Doch schon jetzt sei ersichtlich, dass der 56-Jährige durch den Absturz auf eine Pool-Anlage im italienischen Porto Sant'Elpidio starb. Dabei habe er sich die Wirbelsäule im unteren Bereich des Rückens gebrochen "und das Rückenmark wurde geschädigt". Die Theorie, dass eine am Fluggerät installierte Kamera zu dem Absturz geführt haben könnte, ist damit weiter nicht vom Tisch. Doch auch ob ein medizinisches Problem in der Luft bei Baumgartner selbst vorgelegen haben könnte, muss noch abschließend geklärt werden.
"F**k dich": Stephen Colbert reagiert nach Trump-Kommentar
In unnachahmlicher und deutlicher Manier hat der Late-Night-Host Stephen Colbert auf die Worte von US-Präsident Donald Trump reagiert. In seinem Monolog zum Start seiner Sendung am Montag sagte er schlicht "Fick dich" (Go fuck yourself) als Antwort auf Trumps Anwürfe vom letzten Freitag. Dieser hatte sich bei Truth Social höchst erfreut darüber gezeigt, dass die Colbert-Show abgesetzt wird. "Ich liebe es total, dass Colbert gefeuert worden ist." Und weiter: "Sein Talent war noch kleiner als seine Einschaltquoten."
Zuvor hatte der US-Sender CBS angekündigt, dass "The Late Show with Stephen Colbert" im Mai 2026 enden werde. Da Colbert unersetzlich sei, werde die Sendung dann eingestellt. Der Moderator hatte die 1993 gestartete "Late Show" vor einem Jahrzehnt von David Letterman übernommen. Es sei eine "rein finanzielle Entscheidung" angesichts der harten Konkurrenz im Late-Night-TV, hieß es von CBS. Das stellte Colbert in seiner Show am Montag in Frage, mit Verweis darauf, dass er eine vergleichsweise hohe Einschaltquote habe.
Trump zum Trotz: Ex-Polizist muss nach Tötung von Breonna Taylor doch einige Monate in Haft
Ein ehemaliger US-Polizist ist wegen seiner Beteiligung an der Tötung der Afroamerikanerin Breonna Taylor im Jahr 2020 zu 33 Monaten Haft verurteilt worden. Bezirksrichterin Rebecca Jennings verkündete das Urteil gegen Brett Hankison am Montag (Ortszeit), wie die Zeitung "Louisville Courier Journal" berichtete. Damit lehnte sie eine Empfehlung des US-Justizministeriums ab, Milde walten zu lassen.
Taylor war im März 2020 von weißen Polizisten erschossen worden, die bei einer nächtlichen Drogenrazzia ihre Wohnung in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky gestürmt hatten.
Hankison war im November des Verstoßes gegen die Bürgerrechte in einem Fall schuldig gesprochen und verurteilt worden. Seine Schüsse hatten Taylor zwar nicht getroffen, doch feuerte er blind durch ein von Vorhängen und Jalousien verdecktes Schlafzimmerfenster. Neben ihm wurden vier weitere Polizisten angeklagt.
Taylors Freund hatte bei der Razzia einen Überfall vermutet und mit seiner Waffe, die er legal besaß, das Feuer eröffnet. Die Beamten schossen zurück und trafen Taylor tödlich, während ihr Freund unverletzt blieb.
Der Leiter der Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums unter US-Präsident Donald Trump hatte in einem ungewöhnlichen Vorstoß die Richterin in der vergangenen Woche gebeten, Hankison lediglich zu einer Strafe in Höhe der bereits verbüßten Haftzeit zu verurteilen - also zu dem einen Tag, den er bei seiner Festnahme bereits im Gefängnis verbracht hatte.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
am Mittwoch soll es wieder so weit sein: Vertreter Russlands und der Ukraine wollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut direkte Gespräche führen. Der ukrainische Sicherheitsratschef Rustem Umerow habe ihn über die Vorbereitungen für das in der Türkei geplante Treffen informiert, sagte Selenskyj am Montagabend in seiner täglichen Videobotschaft. Beide Seiten hatten zuvor im Mai und Juni direkte Gespräche in Istanbul geführt, Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe wurden bei den Treffen jedoch nicht erzielt.
Selenskyj hatte am Wochenende neue direkte Gespräche mit Russland in dieser Woche vorgeschlagen. Moskau hatte sich am Montag grundsätzlich zu einem solchen Treffen bereiterklärt, die Hoffnungen auf einen Durchbruch aber gleichzeitig gedämpft. Die Positionen beider Seiten stünden sich "diametral" entgegen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Über die Vorgänge rund um den Ukraine-Krieg halten wir Sie in gewohnter Manier in unserem Liveticker auf dem Laufenden.
Diese Termine stehen heute im Tagesplan:
Die Innenminister der EU-Staaten kommen um 9 Uhr im dänischen Kopenhagen zu Beratungen über die europäische Migrations- und Sicherheitspolitik zusammen. Im Zentrum der Gespräche stehen die Rückführung abgelehnter Asylbewerber, die Bekämpfung irregulärer Migration sowie der Kampf gegen organisierte Kriminalität und Drogenhandel.
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden informiert um 8 Uhr über die Lebenserwartung bei der Geburt im Jahr 2024, über den Durchschnittsmenschen in Deutschland und die Preisentwicklung von unterschiedlichen Schulmaterialien.
Im Betrugsprozess gegen "Querdenken"-Initiator Michael Ballweg werden von 9 Uhr an im Landgericht Stuttgart die Plädoyers erwartet.
Weil er sich an mehreren Fahrschülerinnen vergangen haben soll, steht ein Fahrlehrer um 9 Uhr vor dem Landgericht Hechingen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht um 10.45 Uhr in München die Sanitätsakademie der Bundeswehr und um 13.15 Uhr in Erding das Innovationslabor am Wehrwissenschaftlichen Institut.
Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt um 17.30 Uhr in Berlin den Ministerpräsidenten der Tschechischen Republik, Petr Fiala, mit militärischen Ehren.
Im ersten Halbfinale der Fußball-EM spielt Titelverteidiger England gegen Italien um den erneuten Einzug ins Finale. Das Team von Trainerin Sarina Wiegman ist um 21 Uhr (ZDF/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) in Genf leicht favorisiert.
Ich wünsche Ihnen einen beschwingten Start in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Kritik erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Blitz schlägt in Kapellenturm ein und löst Brand aus
In Giebelstadt im Landkreis Würzburg ist am Abend ein Blitz in den Turm der Nikolauskapelle eingeschlagen und hat einen Brand verursacht. Die Wucht des Einschlags war so enorm, dass selbst dicke Balken aufgesprengt wurden, wie die Polizei mitteilte. Der Turm sei entgegen einer ersten Befürchtung jedoch nicht einsturzgefährdet.
Die Feuerwehr habe den Brand recht zügig löschen können. Laut Polizei kamen keine Personen zu Schaden. Durch heruntergefallene Dachziegel seien ein paar umliegend geparkte Autos beschädigt worden. Der Sachschaden beläuft sich einer ersten Schätzung zufolge auf rund 80.000 Euro.
So viele waschen nach dem Toilettengang nicht die Hände
"Dies gibt Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der Hygienevorschriften in Hochrisikoumgebungen." Eine britische Universität hat bei einer Studie in einer dänischen Klinik eine aus ihrer Sicht erschreckende Feststellung gemacht: Fast die Hälfte der Menschen wäscht die Hände nicht nach dem Toilettengang - in einem Krankenhaus. Demnach benutzten bei der Untersuchung 43,7 Prozent der Toilettengänger nicht nach der Notdurft das Waschbecken. In manchen Wochen waren es sogar 61,8 Prozent. "Obwohl während der Pandemie großer Wert auf die Handhygiene gelegt wurde, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass regelmäßiges Händewaschen noch immer keine konstante Gewohnheit ist - selbst an Orten, wo Sauberkeit von entscheidender Bedeutung ist, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern", hieß es in einer Mitteilung der Uni von Surrey.
Für die Untersuchung wurden den Angaben zufolge im Bispebjerg Hospital in der Region Kopenhagen in Dänemark Sensoren in zwei öffentlich zugänglichen Toilettenräumen eingebaut - direkt an den WCs und an den Rohren der Waschbecken. Ihre Nutzung wurde über 19 Wochen ausgewertet. Wurden die Hähne zwei Minuten vor oder vier Minuten nach der Toilettenspülung nicht benutzt, wurde dies als unterlassenes Händewaschen gewertet.
Falls Sie sich jetzt ekeln, ermutige ich Sie, an der nachfolgenden Umfrage teilzunehmen. Und falls Sie mit den Schultern zucken und sich leicht ertappt fühlen, dann natürlich gerne auch:
Weißes Haus: Trump wurde von Israels Angriffen in Syrien überrumpelt
US-Präsident Donald Trump ist nach den Angaben des Weißen Hauses von den israelischen Angriffen in Syrien und im Gazastreifen in der vergangenen Woche überrumpelt worden. Trump sei "von den Bombenangriffen in Syrien und auch von der Bombardierung einer katholischen Kirche im Gazastreifen überrascht worden", sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt vor Journalisten. In beiden Fällen habe Trump umgehend Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angerufen, "um die Situation zu klären", fügte Leavitt hinzu. In Bezug auf Syrien "haben wir eine Deeskalation festgestellt", sagte sie. "Der Präsident hat ein gutes Arbeitsverhältnis zu Premierminister 'Bibi' Netanjahu und steht in regelmäßigem Kontakt mit ihm", sagte Leavitt weiter. Netanjahu absolvierte Anfang Juli bereits seinen dritten Besuch in Washington seit der Rückkehr Trumps ins Präsidentenamt am 20. Januar.
Israels Armee hatte in der vergangenen Woche Angriffe auf Ziele in der Nähe des syrischen Präsidentenpalastes in Damaskus und das Hauptquartier der syrischen Armee geflogen. Außerdem griff sie Ziele in der Drusen-Region Suwaida in Südsyrien an. Bei einem Angriff Israels auf die einzige katholische Kirche im Gazastreifen wurden in der vergangenen Woche drei Menschen getötet und mehrere Menschen verletzt. Netanjahu bezeichnete den Angriff nach Angaben des Weißen Hauses als "Fehler".