Das war Dienstag, der 16. Dezember 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Ein vorgezogenes Geschenk macht die EU-Kommission heute Fans von Verbrenner-Neuwagen, die 2035 doch nicht ganz verschwinden werden - doch die Automobilindustrie äußert Zweifel. Das Team von ntv hält Sie weiter rund um die Uhr auf dem Laufenden. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nacht - anbei noch ein bisschen Nachtlektüre:
Britische Royals treffen sich ohne Andrew zum Weihnachtsessen
Die britische Königsfamilie ist zu einem traditionellen Weihnachtsessen im Buckingham-Palast zusammengekommen. Ein bestimmter Teil der Familie fehlte jedoch: Andrew Mountbatten-Windsor und dessen Ex-Frau Sarah Ferguson.
Prinz William und Prinzessin Kate reisten laut "Daily Mail" zusammen mit ihren Kindern Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis an. Auch Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie erschienen zu dem familiären Treffen, zu dem König Charles III. eingeladen hatte. Die Andrew-Töchter fehlten bei Kates Weihnachtskonzert vor rund zwei Wochen.
Erdogan-Justiz bestraft Girlband nach freizügiger Show
Wegen angeblich "obszöner Handlungen" und "öffentlicher Unanständigkeit" auf der Bühne, verurteilt ein Gericht die bekannteste Girlband der Türkei. Das Urteil reiht sich ein in einen im Land geführten Kulturkampf, den Regierungsgegner auch als "Krieg gegen die Frauen" bezeichnen.
Deutscher Film "In die Sonne schauen" in Oscar-Vorrunde
Das Drama "In die Sonne schauen" der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski hat es bei der Oscar-Vorauswahl auf eine Shortlist von 15 Kandidaten in der Sparte International Feature Film geschafft. Das gab die Film-Akademie in Los Angeles bekannt. 86 Länder hatten sich in der Sparte beworben.
Der Film erzählt mit diversen Zeitsprüngen aus dem Leben von vier Mädchen auf einem Bauernhof in der Altmark und spielt über einen Zeitraum von rund 100 Jahren - von den 1910er Jahren bis in die Gegenwart. Die Hauptrollen spielen Hanna Heckt, Lea Drinda, Lena Urzendowsky und Laeni Geiseler. Von den 15 Kandidaten werden am 22. Januar fünf Filme für die Endrunde nominiert. Die 98. Oscar-Verleihung findet am 15. März 2026 statt.
Riesige Freiheitsstatue-Kopie kracht auf Parkplatz
Angesichts dieser Bilder könnte der ein oder andere New Yorker wohl erschrocken aus dem Fenster schauen. Und keine Angst, das Original steht noch. Ein mit 24 Metern Höhe auch schon recht imposanter Nachbau der berühmtesten US-Amerikanerin überhaupt fällt in Brasilien jedoch einem heftigen Unwetter zum Opfer.
Rolling Stones kommen 2026 wohl nicht nach Deutschland
Die Rolling Stones haben Gerüchte zu einer möglichen Stadiontournee durch Großbritannien und Europa im Jahr 2026 offenbar dementiert, wie eine der Band nahestehende Quelle gegenüber "Variety" bestätigt.
Obwohl es nie offiziell verkündet wurde, teilte der Tour-Pianist der Gruppe, Chuck Leavell, kürzlich der britischen Presse mit, dass die Band ein neues Album fast fertiggestellt habe und eine Tournee durch Großbritannien und Europa plane. Keith Richards, der am Donnerstag 82 Jahre alt wird, sei laut Medienbericht aufgrund einer Arthritis-Erkrankung nicht in der Lage, die Strapazen einer großen Tournee auf sich zu nehmen.
Ehe-Aus bei krebskranker Patrice Aminati
Patrice Aminati und Daniel Aminati haben sich nach dreieinhalb Jahren Ehe und sieben Jahren Beziehung getrennt, berichtet die "Bild"-Zeitung. "Es ging nicht anders," bestätigt Patrice Aminati die Trennung vom TV-Moderator. "Ich war wahnsinnig verliebt. Ich habe alles gegeben," so die Influencerin. "Ich habe Grenzsituationen erlebt und musste lernen, dass Kräfte endlich sind."
Laut Boulevardzeitung sei es im September erneut zu einem Streit und schließlich zur Trennung gekommen. "Wir sind bereits vor der Erkrankung am Alltag gescheitert - nicht nur an der Erkrankung. Unterschiedliche Wurzeln und Werte konnten durch die Liebe nicht gekittet werden," resümiert Patrice Aminati, die 2023 von ihrer Krebserkrankung erfuhr. Die gemeinsame Tochter Charly Malika kam am 22. August 2022 zur Welt. "Mir wurde bewusst, dass Zeit und Gesundheit kostbare Güter sind und knapp bemessen sein können", so die 30-Jährige.
Polizei warnt mit drastischen Bildern vor Böllern
Die Polizei Duisburg warnt mit drastischen Bildern vor den fatalen Folgen illegaler und legaler Böller. Die Zahl der Schwerverletzten an Silvester ist viermal so hoch wie im Jahresdurchschnitt. Wir zeigen das erschreckende Modell-Experiment der Polizei und sprechen mit den Experten darüber, welche lebenslangen Einschränkungen drohen.
Erste Bauphase auf Bahn-Strecke Hamburg-Berlin vor dem Abschluss
Die Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin laufen nach Angaben der Deutschen Bahn bislang nach Plan. Die erste Bauphase stehe "planmäßig vor dem Abschluss", erklärte das Unternehmen. Seit Anfang August seien 164 Kilometer Gleise, 241 Weichen, fünf Kilometer Schallschutzwände, 270 Signale, 25 Kilometer Oberleitung und zwölf Bahnsteige erneuert worden.
Weiter geht es demnach nun mit den Bahnhöfen sowie der Signal- und Stellwerkstechnik. Insgesamt 740 Kilometer Kabel müssen verlegt werden. An 28 Bahnhöfen werden beispielsweise Bahnsteige verlängert und erhöht. Die Bauarbeiten sollen bis Ende April 2026 andauern. In der Zeit werden die Züge des Fernverkehrs umgeleitet, die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Berlin verlängert sich um durchschnittlich 45 Minuten. Der Regionalverkehr auch auf zulaufenden Bahn-Linien wird teils massiv beeinträchtigt. Vielerorts kommen Busse als Schienenersatzverkehr zum Einsatz.
Mann verprügelt Teenager mit Sehbehinderung
Nach einem versehentlichen Rempler hat ein Mann einen Schüler mit Sehbehinderung in Leer (Ostfriesland) verprügelt. Der 17-Jährige erlitt eine leichte Gehirnerschütterung, Prellungen und Abschürfungen, wie die Polizei mitteilte. Niemand sei eingeschritten und habe dem Jugendlichen geholfen.
Ein Taxi brachte den Jugendlichen laut Polizei zunächst zur Schule. Auf dem Weg zum Eingang stieß der 17-Jährige versehentlich gegen einen unbekannten Mann. Obwohl er sich sofort entschuldigt habe, schlug der Mann direkt auf den Schüler ein. Der Jugendliche stürzte zu Boden. "Das nutzte der Angreifer, um noch dreimal in den Rücken und gegen die Hüfte des Opfers zu treten", teilte die Polizei mit. Während des Angriffs standen viele Menschen in der Nähe, laut Polizei half jedoch niemand. Die Beamten suchen nun nach dem Angreifer.
"All I Want For Christmas Is You" schreibt US-Chart-Geschichte
"All I Want For Christmas Is You" von Mariah Carey ist aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken: Jetzt hat der Weihnachtssong einen neuen Rekord aufgestellt. Der Song ist nun das Lied, das die Billboard-Charts insgesamt am längsten anführte.
Carey holt sich zum zweiten Mal den Langlebigkeitsrekord für Platz 1 in den US-Charts: 1995 bis 1996 dominierte ihr Song "One Sweet Day" zusammen mit Boyz II Men 16 Wochen lang die Charts - "All I Want For Christmas Is You" ist nun 20. Wochen an der Spitze. Der Song ist seit der Veröffentlichung 1994 auf Careys Album "Merry Christmas" ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Ursprünglich war der Song nicht für die Hot 100 zugelassen, da dieser zunächst nicht als kommerzielle Single veröffentlicht wurde. Daher erreichte "All I Want For Christmas Is You" offiziell erstmals 2019 Platz 1 und führt seitdem jedes Jahr die Charts an.
Surfer finden "verrückteste Welle" - über 40 Meter hoch
Zehn Jahre lang sind Surfer Chris White und Fotograf Ben Allen auf der Suche nach einer ganz besonderen Welle - nun finden sie sie vor der Südküste Westaustraliens. Mit Drohnenaufnahmen aus 41 Metern Höhe halten sie das spektakuläre Naturphänomen fest.
Magdeburger Anschlagsverdächtiger kam für Berufsausbildung
Der wegen möglicher Anschlagspläne festgesetzte 21-Jährige in Magdeburg ist auf legalem Wege nach Deutschland gekommen. Er sei im Juni 2024 mit einem Visum nach Deutschland eingereist, sagte Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang im Landtag in Magdeburg. "Er hat im März diesen Jahres mit einer Ausbildung zum Pflegefachmann begonnen." Der Mann war am Freitag zunächst in polizeilichen Gewahrsam genommen worden. Nach Angaben des Innenministeriums in Magdeburg vom Montag sollte dadurch ein möglicher Anschlag auf größere Menschenmengen verhindert werden. Den Plänen könnte eine islamistische Motivation zugrunde liegen, hieß es zudem.
Der 21-Jährige stammt aus Zentralasien, die genaue Nationalität wollte Zieschang im Parlament auch auf Nachfrage nicht nennen. Man wolle aktuell "gewisse Maßnahmen" nicht gefährden, sagte sie. Am Freitag fand laut Zieschang eine Durchsuchung statt, Details nannte sie nicht. Die Erkenntnisse verdichteten sich, dass er zu Anschlägen bereit gewesen und eine Radikalisierung erfolgt sei, sagte die CDU-Politikerin. "Er glorifizierte auch bestimmte Anschläge." Außerdem habe der Mann Interesse für Waffen und Schießtraining gezeigt.
SEK in Herne holt Teenager mit Spezialfahrzeug aus Wohnhaus
Im nordrhein-westfälischen Herne kommt es zu einer Festnahme eines erst 16 Jahre alten Teenagers. Zwischen mehrerer üblicher Einsatzwagen nutzt die Polizei für den Zugriff auch ein deutlich auffälligeres Gefährt: Einen umgebauten Pickup-Truck.
Jugendliche glauben kaum an bessere Zukunft
Nur eine Minderheit der Jugendlichen in Deutschland sieht das Land auf einem guten Weg: Laut einer Umfrage für die Liz-Mohn-Stiftung glauben nur 22 Prozent der befragten 12- bis 18-Jährigen, dass die Zukunft hierzulande in drei Jahren besser sein wird als heute. Mit dem eigenen Leben ist laut Umfrage eine knappe Mehrheit von 52 Prozent zufrieden.
Betroffen fühlen sich Jugendliche in ihrem eigenen Alltag demnach vor allem von inflationsbedingt steigenden Preisen, 82 Prozent verwiesen bei der entsprechenden Frage darauf. Mit der Demokratie zufrieden sind 62 Prozent. Die Stiftung befragte 800 Kinder und Jugendliche.
Schichtwechsel
Mein lieber Kollege Alexander Schultze verlässt die Redaktion in Richtung Feierabend. Mein Name ist Benjamin Horbelt und ich versorge Sie bis in den späten Abend mit allem Wichtigen aus der Nachrichtenwelt. Bei Anmerkungen mailen Sie gern an dertag(at)ntv.de
Brigitte Macron entschuldigt sich bei "dreckigen Miststücken"
Nach ihren harten Worten gegen eine Gruppe Feministinnen in Paris hat Brigitte Macron sich entschuldigt. "Es tut mir leid, wenn ich die weiblichen Opfer verletzt habe, ich denke nur an sie und nur an sie allein", sagte Frankreichs First Lady dem Online-Magazin "Brut". Vor gut einer Woche hatte Macron im Gespräch mit Schauspieler und Komiker Ary Abittan hart ausgeteilt gegen eine Gruppe Feministen, die dessen Bühnenauftritt am Vortag unterbrochen und ihn einen Vergewaltiger genannt hatten. Bei dem Gespräch mit einem kleinen Kreis von Menschen hinter der Bühne habe sie sich privat und unbeobachtet gefühlt und nicht mitbekommen, dass jemand ihren kurzen Austausch mit dem Schauspieler filmt. Sie habe den Schauspieler nach dem Vorfall beruhigen wollen, "sicherlich ungeschickt, aber mir standen in diesem Moment keine anderen Worte zur Verfügung".
Brigitte Macron stellte außerdem klar, dass sie nicht rund um die Uhr die Präsidentengattin sei. "Ich bin zwar die Ehefrau des Präsidenten der Republik, aber in erster Linie bin ich ich selbst. Und wenn ich privat unterwegs bin, kann ich mich völlig unangemessen gehen lassen." Macron hatte die Feministinnen als "sales connes" bezeichnet, wofür die Übersetzung im Deutschen von "dreckige Schlampen" über "Vollidiotinnen" bis zu "dreckigen Miststücken" reicht.
Nach Video-Eklat: AfD MV will Politiker rauswerfen
Die AfD will den umstrittenen Kommunalpolitiker Philip Steinbeck aus Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern nach seinem Vorgehen gegen zwei Jugendliche aus der Partei werfen. Ein Video zeigt, wie Steinbeck die beiden demütigt. "Der Landesvorstand hat sich in einer Sondersitzung mit dem Vorfall befasst und ein Parteiausschlussverfahren gegen Herrn Steinbeck eingeleitet", teilte AfD-Landeschef Leif-Erik Holm auf Anfrage mit.
Der kurze Film zeigt, wie zwei Jugendliche auf Knien rutschend aus einem Haus getrieben und dabei zum Teil auch beschimpft und am Ohr gezogen werden. Zudem werden sie aufgefordert, eine vor dem Gebäude liegende Deutschlandfahne sauberzulecken. "Das Verhalten gegenüber den Jugendlichen ist in dieser Form nicht hinnehmbar", auch wenn diese wohl zuvor unberechtigt in die Liegenschaft des Herrn Steinbeck eingedrungen waren. Der Vorfall soll sich bereits im Sommer zugetragen haben. Steinbeck erklärte auf Nachfrage, dass Jugendliche mehrfach in das ihm gehörende ehemalige Tanzlokal eingedrungen seien, um dort illegale Partys zu feiern.
Mordfall Fabian zieht sich - Ermittlungen dauern noch Monate
Die Ermittlungen im Fall des getöteten Kindes Fabian aus Güstrow südlich von Rostock dürften noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Stand jetzt könne frühestens im März kommenden Jahres mit einem Abschluss der Ermittlungen gerechnet werden, sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack. Er verwies auf Hunderte von Spuren, die von Kriminaltechnikern ausgewertet werden müssten. Bei der Vielzahl sei die Kriminaltechnik sehr beschäftigt. "Das dauert einfach", so Nowack. Das toxikologische Gutachten stehe noch aus.
Seit Anfang November sitzt eine Tatverdächtige in dem Fall wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. In diesem Jahr werde es zu keiner Anklageerhebung kommen, sagte Nowack. Abzuwarten bleibt auch eine Entscheidung des Landgerichtes Rostock über eine Haftbeschwerde. Die könnte nach früheren Angaben des Landgerichtes in Mecklenburg-Vorpommern vor Weihnachten fallen. Der Anwalt der Beschuldigten hatte die Beschwerde gegen einen Beschluss des Rostocker Amtsgerichtes eingelegt, das am 3. Dezember den Antrag auf Haftentlassung seiner Mandantin ablehnte. In der Sache entscheidet nun die Beschwerdekammer des Landgerichtes.
Die Beschuldigte war am 6. November unter dringendem Mordverdacht in einem Dorf in der Nähe von Güstrow verhaftet worden. Ihr Auto wurde sichergestellt. Die Leiche des achtjährigen Fabian war am 14. Oktober - vier Tage nach seinem Verschwinden - am Ufer eines Tümpels südlich von Güstrow gefunden worden.
Schüler in Russland sticht Wachmann nieder und tötet Mitschüler
Bei einem Messerangriff an einer Schule in Russland ist Polizeiangaben zufolge ein zehnjähriges Kind von einem Mitschüler getötet worden. Bei der Polizei sei ein Bericht darüber eingegangen, wonach "ein Schüler einen Wachmann niedergestochen, Pfefferspray versprüht und dann einen zehnjährigen Schüler niedergestochen" habe, teilte die örtliche Polizei auf Telegram mit. Der zehnjährige Junge sei an seinen Verletzungen gestorben. Der Polizei zufolge ereignete sich die Attacke im Bezirk Odinzowo nahe der Hauptstadt Moskau. Der Angreifer sei "festgenommen" worden, hieß es weiter.
Experte unterstellt Unternehmen bei Retourenbekämpfung nur Show
Experten werfen großen Onlinehändlern vor, nicht genug gegen die Flut von Rücksendungen zu unternehmen. "Retouren werden oft als teuer und schlecht dargestellt", sagte Björn Asdecker von der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg dem "Spiegel". Viele Händler täten so, als kämpften sie gegen Rücksendungen. Das sei jedoch "zumeist ein Feigenblatt", der Versuch, sich ein grünes Image zu geben. Stattdessen seien "Rücksendungen längst Teil des Geschäftsmodells". Das erkenne man daran, dass sich trotz aller Bekundungen des Handels nichts an den Retourenquoten geändert habe. Kostenlose Retouren seien "ein mächtiges strategisches Schwert, um kleinere Konkurrenten aus dem Markt zu drängen, die sich ein solches Retourenmanagement gar nicht leisten können", sagte der Wissenschaftler. Aus Asdeckers Sicht gäbe es nur ein wirksames Mittel gegen die Rücksendeflut: ein Gesetz, das Onlinehändler zwingt, ihre Kunden für Retouren zur Kasse zu bitten.
2025 wird die Zahl der Retourenpakete in Deutschland mit etwa 550 Millionen voraussichtlich ein neues Allzeithoch erreichen. Damit sind die Deutschen Europameister im Zurückschicken von Bestellungen. Der Onlinehandel gelobt seit Jahren, die Flut der Rücksendungen einzudämmen. Künstliche Intelligenz und psychologische Tricks sollen Kunden dazu bringen, selektiver zu bestellen und weniger zu retournieren. Die Retourenquote liegt im Durchschnitt aller Kategorien in Deutschland stabil bei rund 24 Prozent.
Kampf auf Straße: Paar versuchte, Terrorist zu stoppen
Ahmed el Ahmed, der Held von Sydney, entwaffnet mit bloßen Händen einen der Terroristen und wird nun gefeiert. Auch er wird angeschossen, muss operiert werden, aber er lebt. Wie mutig und gefährlich sein Eingreifen war, zeigt ein neues Video: Zwei andere Mutige stellen sich einem Angreifer. Beide überleben nicht.
Block-Prozess: Mögliche Entführer durften kostenlos in Luxushotel wohnen
Im Hamburger Block-Prozess hat der mutmaßliche Chef der Entführer ausgesagt, von seinem Team sei für Unterkunft und Essen im Luxushotel der Familie nie Geld verlangt worden. "Es war ganz klar abgeklärt, dass wir nicht bezahlen müssen", sagte der 68-Jährige nach Angaben einer Dolmetscherin im Landgericht. Der Geschäftsführer eines israelischen Sicherheitsunternehmens soll die Entführung der beiden Kinder weg vom Wohnsitz des Vaters in Dänemark in der Silvesternacht 2023/24 organisiert und durchgeführt haben.
Die Vorsitzende Richterin hatte an einem früheren Prozesstag einen rechtlichen Hinweis mit Blick auf den mitangeklagten Anwalt der Block-Gruppe gegeben. Der 63-Jährige könne auch wegen Untreue verurteilt werden, weil er die Anweisung gegeben haben soll, die Israelis über Wochen und Monate umsonst im Hotel zu beherbergen. Dadurch sei der Elysée Hotel AG ein Schaden von mindestens 200.000 Euro entstanden. Christina Block könne in dieser Sache wegen Beihilfe oder Anstiftung verurteilt werden.
Unfallstatistik: Ältere nehmen die Vorfahrt, Jüngere rasen
Ältere Autofahrer nehmen öfter die Vorfahrt, jüngere fahren öfter zu schnell: Nach einer vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Statistik unterscheiden sich die Unfallursachen bei Autounfällen je nach Alter teils deutlich. So wurde Autofahrern und -fahrerinnen ab 65 Jahren bei von ihnen verursachten Unfällen mit Personenschaden am häufigsten vorgeworfen, sich beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren falsch verhalten zu haben. Dies sei bei 22 Prozent aller erfassten Fehlverhalten in dieser Altersgruppe der Fall gewesen. Auch das Missachten von Vorfahrt oder Vorrang anderer Fahrzeuge war mit 20,9 Prozent der Unfälle ein häufiger Fehler, so die Statistiker.
Bei den 18- bis 24-jährigen Autofahrern und -fahrerinnen war mit 19,7 Prozent eine nicht angepasste Geschwindigkeit häufigste Unfallursache, dicht gefolgt mit 19,2 Prozent mangelnder Abstand. In der mittleren Altersgruppe der 25- bis 64-Jährigen waren fehlerhaftes Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren mit einem Anteil von 20,5 Prozent am häufigsten.
RTL gibt Starttermin für neue "IbeS"-Staffel bekannt
Die neue Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" zeigt RTL ab dem 23. Januar. Zu sehen sein soll die live aus dem australischen Dschungel übertragene Reality-Show dann 17 Tage lang jeweils um 20.15 Uhr bei RTL und dem hauseigenen Streamingdienst RTL+. Das Finale findet demnach sonntags am 8. Februar statt. RTL äußerte sich bislang nicht zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seines Dauerbrenners mit dem Moderatoren-Duo Sonja Zietlow und Jan Köppen. Die Namen würden rechtzeitig bekannt gegeben, hieß es Ende November.
Die "Bild"-Zeitung hatte bereits berichtet, dass alle Teilnehmer feststünden. Mit dabei sind demnach Gil Ofarim, Simone Ballack, Samira Yavuz, Eva Benetatou, Hardy Krüger jr., Mirja du Mont, Umut Tekin, Hubert Fella, Patrick Romer, Stephen Dürr, Ariel Hediger und Nicole Belstler-Boettcher.
Kaum Geld für Härtefälle im Osten gezahlt - Rentenmillionen fließen zurück
Aus dem Härtefallfonds für bedürftige Rentner aus der DDR und Osteuropa fließen zu Jahresende mehrere Hundert Millionen Euro ungenutzt zurück an die Staatskasse. Dies geht aus der Antwort des Sozialministeriums an den Linken-Fraktionschef Sören Pellmann hervor. Demnach wurden bis Anfang Dezember knapp 163 Millionen Euro an rund 57.100 Antragsteller ausgezahlt. Doch knapp 425 Millionen Euro waren nicht verbraucht. Diese würden nach Abrechnung von Verwaltungskosten und Zinszahlungen anteilig erstattet an den Bund und die Länder, die dem Fonds beigetreten waren. Die Stiftung Härtefallfonds werde Ende 2025 abgewickelt, heißt es in der Antwort des Ministeriums an Pellmann. Der Linken-Politiker kritisierte die Bilanz. Viele ostdeutsche Rentnerinnen und Rentner hätten zu Unrecht auf "späte Rentengerechtigkeit" gehofft. "Kein Geld da, gilt nicht, wenn fast eine halbe Milliarde wieder in die allgemeinen Haushalte zurückfließen und damit auch in die massive Aufrüstung."
Der Fonds war 2023 vom Bund mit 500 Millionen Euro gestartet worden. Dazu kamen Gelder einiger Bundesländer. Gedacht war der Fonds für Menschen mit Ansprüchen aus DDR-Zeiten sowie für Spätaussiedler und sogenannte jüdische Kontingentflüchtlinge aus der früheren Sowjetunion. Voraussetzung war jedoch Bedürftigkeit: Das Geld bekamen nur Menschen mit Renten nahe der Grundsicherung. Politisch im Fokus standen bestimmte Rentenansprüche aus DDR-Zeiten, die 1991 nicht ins bundesdeutsche System übernommen wurden, etwa Zusatzrenten für ehemalige Beschäftigte von Reichsbahn oder Post.
Spritpreis ist 2025 spürbar gesunken
2025 ist das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Spritpreisen. Der ADAC geht für Super E10 von einem Jahresdurchschnittspreis von 1,69 Euro pro Liter aus. Das wären rund 5 Cent weniger als 2024. Bei Diesel kommt der Verkehrsclub auf 1,61 Euro - das sind 4 Cent weniger als im Vorjahr. Noch 2022 - im bisher mit Abstand teuersten Tankjahr - hatte ein Liter Diesel 1,946 Euro gekostet, ein Liter E10 kam auf 1,86 Euro.
Noch deutlicher fällt der Rückgang aus, wenn man die aktuellen Preise heranzieht - denn in den letzten Wochen ist Sprit noch einmal ein gutes Stück billiger geworden. Am Sonntag kostete ein Liter E10 1,645 Euro, ein Liter Diesel 1,585 Euro.
Mindestens sieben Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Mexiko
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Mexiko sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Die drei weiteren Insassen werden noch vermisst, wie der Zivilschutz des zentral gelegenen Bundesstaates México mitteilte. Der Absturzort liegt in einem Industriegebiet nahe der Stadt Toluca, unweit des dortigen Flughafens. Am Boden wurde nach ersten Erkenntnissen wohl niemand verletzt, allerdings brach ein Feuer aus.
Das Geschäftsflugzeug, eine Cessna Citation, war in Acapulco an der Pazifikküste gestartet und sollte in Toluca landen, wie das Verkehrsministerium mitteilte. An Bord waren demnach zwei Besatzungsmitglieder und acht Passagiere - darunter laut Medienberichten drei Kinder. In seiner letzten Kommunikation mit dem Kontrollturm rief der Pilot den Berichten zufolge "Wir stürzen ab!". Eine Überwachungskamera hielt die Sekunden vor dem Absturz aus der Ferne fest. Laut Augenzeugen versuchte der Pilot noch vergeblich, auf einem Fußballplatz zu landen. Stattdessen krachte die Maschine mit hoher Geschwindigkeit zu Boden und in eine Lkw-Werkstatt.
Wellen werfen 350-Tonnen-Trawler gegen Felsküste
An der irischen Küste geraten französische Fischer in einem Sturm in Seenot. Die Wellen schlagen ihren 350 Tonnen schweren Trawler unkontrolliert gegen die Felsen der Steilküste. 14 Personen müssen per Hubschrauber von dem Schiff gerettet werden.
Tod mit 47: Deichkind trauert um Mitbegründer Malte Pittner
Malte Pittner, Musiker und Ex-Mitglied der Hamburger Anarcho-Hip-Hop- und Elektro-Crew Deichkind, ist tot. Nach Worten seiner einstigen Bandmitglieder auf Instagram verstarb er nach langer Krankheit. In ihrem Post sprach die Band den Angehörigen ihr Beileid aus: "Er war ein genialer Musiker, Entertainer und ein unglaublich talentierter Songwriter und Texter - nicht nur für Deichkind". Pittner gehörte 1997 zu den Mitbegründern der Band, die deutschlandweit seit dem Jahr 2000 vor allem durch Festivalauftritte - etwa bei "Rock am Ring" - Bekanntheit erlangte. Pittner soll die Alben "Bitte ziehen Sie durch" und "Noch 5 Minuten Mutti", wesentlich mitgeprägt haben. Auch an der Party-Hymne "Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)" war er beteiligt. 2006 verließ er die Band - offenbar wegen privater Streitigkeiten.
Drei Jahre später wurde er wieder musikalisch aktiv und ersetze den Gitarristen Jon Flemming Olsen bei der Band Texas Lightning zu der unter anderem Comedian Olli Dittrich gehört. Die Band wurde 2006 berühmt, als sie für Deutschland mit dem Song "No, no, never" beim Eurovision Song Contest antrat und den 14. Platz belegte. Jahre später zog er sich nach Aussage Deichkinds aus der Öffentlichkeit zurück.
Was heute wichtig wird
Liebe Leserinnen und Leser,
nach den zähen Verhandlungen um einen möglichen Frieden in der Ukraine scheint - unter anderem Kanzler Merz - ein großer Schritt gelungen zu sein. Was das im Einzelnen nun bedeutet und wie der Kreml auf die Vorschläge reagiert, muss sich nun zeigen. Alles Wichtige lesen Sie in unserem Ukraine-Ticker.
Darüber hinaus haben wir ein Auge auf die Erkenntnisse der australischen Ermittler nach dem Attentat in Sydney. Nachdem bereits klar ist, dass die Ideologie des Islamischen Staates eine entscheidende Rolle spielte, scheint nun auch bekannt, wo die beiden Angreifer ausgebildet wurden: auf den Philippinen.
Interessant werden auch mögliche neue Entwicklungen im Falle des ermordeten Regisseurs Rob Reiner und seiner Ehefrau Michele. Der Sohn des Paares ist tatverdächtig und in Haft. Offen ist noch das Motiv für die Tat.
In Brüssel will die EU-Kommission heute Vorschläge vorlegen, wie das gestoppte "Verbrenner-Aus" nach 2035 ausgestaltet werden soll. Das war unter anderem durch Betreiben Deutschlands gekippt worden. Was künftig möglich sein soll, muss die Behörde nun klarstellen.
Im Block-Prozess wird heute (ab 9.30 Uhr) der Chef des israelischen Sicherheitsunternehmens weiter verhört. Er soll die Entführung der beiden Kinder organisiert und durchgeführt haben.
Ab 18 Uhr werden der Weltfußballer und die Weltfußballerin des Jahres gekürt. Deutsche sind in beiden Kategorien nicht zu finden. Die Fußball-Bundesliga ist mit Bayern-Stürmer Harry Kane zumindest vertreten.
Die Ehrung ist noch fern, aber zumindest werden die Nominierten heute vorgestellt. Auf die Oscar-Shortlist will es auch Mascha Schilinski schaffen. Ihr Drama "In die Sonne schauen" ist der deutsche Vorschlag für den renommiertesten Filmpreis der Welt.
Das ist es für den Moment. Ich hoffe, Sie sind im Bilde, was Sie im Laufe des Tages erwartet. Ich werde Sie bis 14 Uhr durch den Tag begleiten. Mein Name ist Alexander Schultze und wenn Sie Anregungen, Fragen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Sydney-Attentäter erhielten Militärausbildung auf Philippinen
Die beiden Attentäter von Sydney haben einem Medienbericht zufolge kurz vor dem Anschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach mit 15 Todesopfern eine "militärähnliche Ausbildung" auf den Philippinen erhalten. Das berichtete der australische Fernsehsender ABC unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Ermittler identifizierten die Angreifer als Vater und Sohn. Der 50 Jahre alte Vater war von Einsatzkräften am Tatort erschossen worden. Sein 24-jähriger Sohn wurde angeschossen und festgenommen - er liegt nach wie vor mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, soll Berichten zufolge inzwischen aber außer Lebensgefahr sein.
Der Sohn habe seit langem Verbindungen zu Mitgliedern eines australischen Netzwerks von Unterstützern der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gehabt, berichtete ABC weiter. Australiens Premierminister Anthony Albanese hatte zuvor gesagt, der australische Inlandsgeheimdienst habe den damaligen Teenager vor sechs Jahren wegen Verbindungen zu einer in Sydney ansässigen Terrorzelle des IS überprüft.
Schrecksekunde in San Francisco: 15 Verletzte bei Straßenbahnunfall
Beim plötzlichen Stopp einer der berühmten Straßenbahnen in San Francisco, bekannt als Cable Cars, sind fünfzehn Menschen verletzt worden. Zwei Personen seien sofort ins Krankenhaus gebracht worden, elf weitere hätten sich mit kleineren Beschwerden in ärztliche Behandlung begeben, teilte die Feuerwehr mit. Niemand sei lebensgefährlich verletzt worden, hieß es weiter. Die Unfallursache werde noch untersucht. Ein Fahrgast erzählte dem "San Francisco Chronicle", dass die Bahn beim Bergauffahren plötzlich angehalten habe. Menschen seien durch die Luft geflogen und hätten geschrien, sagte Willa Meade der Zeitung.
Das über 150 Jahre alte Straßenbahn-Netz mit drei Linien gehört zu den Top-Touristenattraktionen der Westküstenstadt. Die altertümlichen Bahnen rattern an beweglichen Stahlkabeln durch die hügelige Westküstenmetropole. Sie sind grundsätzlich ein recht sicheres Transportmittel. Der Antrieb für die Wagen ist ein kilometerlanges Stahlseil, das knapp unter der Straßendecke in einer Spur verläuft und ständig in Bewegung ist.