Der Tag
13. März 2025
WZ-Reporter-Janis-peitsch-am-18-Oktober-2017mit Janis Peitsch
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22:24 Uhr

Das war Donnerstag, der 13. März 2025

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(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Liebe Leserinnen und Leser,

nach einigen technischen Problemen am Nachmittag schließt der "Tag" nun seine Pforten. Bevor in der Redaktion die Lichter ausgehen und die Nachtschicht übernimmt, möchte ich Ihnen noch folgende Texte ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine geruhsame Nacht. Machen Sie's gut!

Das war Donnerstag, der 13. März 2025
22:18 Uhr

Joschka Fischer: Trump wird am Ende scheitern

Grünen-Politiker Joschka Fischer glaubt, dass die Präsidentschaft von Donald Trump zum Scheitern verurteilt ist. "Die Frage ist, was er in der Zwischenzeit zerstört", sagte der 76-Jährige in Berlin bei der Vorstellung seines neuen Buchs "Die Kriege der Gegenwart und der Beginn einer neuen Weltordnung".

Die Vorstellung, große Männer und Nationen könnten das Schicksal der Welt unter sich auswürfeln, werde nicht funktionieren, prophezeite Fischer. Er erinnerte daran, dass es weltweit mittlerweile fast 200 Staaten gibt. Trump könne aber sehr gefährliches Chaos anrichten, bis hin zum Krieg.

"So isser", sagte Fischer auf eine Frage nach Trumps Schlingerkurs. "Ich glaube, man tut ihm nicht unrecht, wenn man sagt, dass er morgens, wenn er aufgestanden ist, noch nicht weiß, was er an dem Tag entscheidet."

Joschka Fischer: Trump wird am Ende scheitern
21:37 Uhr

Gesuchte Linksextremisten am Flughafen Berlin festgenommen

Sie sollen vor rund 30 Jahren einen Anschlag in Berlin geplant haben: Zwei Mitglieder der linksextremistischen Gruppe "Das Komitee" sind bei ihrer Ankunft am Flughafen der Bundeshauptstadt festgenommen worden. Vorausgegangen war nach Angaben von Rechtsanwalt Lukas Theune eine sogenannte Verständigung mit den Beteiligten.

Peter K. und Thomas W. kehrten aus Venezuela zurück, um sich einem Verfahren zu stellen, wie einer der Verteidiger sagte. Hintergrund des Prozesses ist ein Anschlagplan der linksextremistischen Gruppe. Laut Anklage planten die Männer 1994 einen Sprengstoffanschlag auf ein Gefängnis in Berlin-Grünau.

Dafür hätten die sie mehr als 120 Kilogramm Sprengstoff gefüllt und mit selbstgebauten Zeitzündern präpariert. Bei der Verladung der Sprengvorrichtungen wurden die Männer von einer Polizeistreife gestört und flüchteten ins Ausland.

Der Verständigung zufolge können die Angeklagten bei einem Geständnis mit einer Bewährungsstrafe rechnen.

Gesuchte Linksextremisten am Flughafen Berlin festgenommen
20:41 Uhr

Trump über Grönland-Annexion: "Denke, es wird passieren"

Grönland scheint die Lieblingsinsel des US-Präsidenten zu sein. In den vergangenen Wochen hatte Donald Trump immer wieder damit gedroht, die Insel den Vereinigten Staaten einzuverleiben - notfalls mit Gewalt.

Nun bekräftigte der US-Präsident einmal mehr seine Annexionspläne. "Ich denke, es wird passieren", sagte Trump bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus. "Wissen Sie, Mark, wir brauchen das für die internationale Sicherheit."

Rutte betonte, er wolle die Nato "da nicht mit hineinziehen". Er teile jedoch Trumps Einschätzung mit Blick auf "den hohen Norden und die Arktis". "Die Chinesen nutzen jetzt diese Routen. Wir wissen, dass die Russen aufrüsten. Wir wissen, dass wir einen Mangel an Eisbrechern haben", sagte der Nato-Generalsekretär.

Übrigens: Jüngste Umfragen zeigen, dass 85 Prozent der Grönländer Trumps Übernahmepläne ablehnen.

Trump über Grönland-Annexion: "Denke, es wird passieren"
20:03 Uhr

Trümmer und Unfall nach Explosion: Passantin entgeht Tod gleich zweimal knapp

Im russischen Tobolsk entgeht eine Passantin gleich zweimal hintereinander dem Tod. Nach einer Gasexplosion begraben sie herumfliegende Trümmerteile - direkt danach verfehlt ein zurücksetzendes Auto die Frau um wenige Zentimeter. Offenbar unverletzt zieht sie von dannen.

Trümmer und Unfall nach Explosion: Passantin entgeht Tod gleich zweimal knapp
19:14 Uhr

Richter: Trump muss tausende Bedienstete wieder einstellen

Schlappe für Präsident Donald Trump: Ein Bundesrichter hat die von der US-Regierung veranlassten Massenentlassungen in mehreren Behörden teilweise blockiert.

Die Regierung müsse tausende Bedienstete, denen in der Probezeit gekündigt wurde, sofort wieder einstellen, ordnete Richter William Alsup mit Sitz in San Francisco an. Die Entlassungen stünden nicht im Einklang mit Bundesgesetzen. Daher müsse Betroffenen eine Wiedereinstellung angeboten werden.

Trump: Musk-Mail ist "sehr schlaue Möglichkeit"

Die Anordnung gilt unter anderen für die Ministerien für Kriegsveteranen, Landwirtschaft, Verteidigung, Energie, Inneres und Finanzen. Richter Alsup gab damit einer Klage eines Zusammenschlusses von Gewerkschaften und Organisationen statt.

Richter: Trump muss tausende Bedienstete wieder einstellen
19:13 Uhr

BSW scheitert in Karlsruhe - Anträge auf Neuauszählung der Wahl abgewiesen

Das BSW scheitert knapp am Einzug in den Bundestag. Die Partei macht mehrere Zählfehler geltend und klagt in Karlsruhe. Die Bundesverfassungsrichter weisen die Anträge allesamt ab. Im Kern urteilt es, dass das Wahlprüfungsverfahren nicht angetastet wird. Dies sieht rechtliche Schritte zu einem späteren Zeitpunkt vor.

BSW scheitert in Karlsruhe - Anträge auf Neuauszählung der Wahl abgewiesen
18:28 Uhr

Sensation: Modernste Technik macht antike Schriftrollen lesbar

Es ist ein Meilenstein für Archäologen bei der Entschlüsselung uralter Texte. Mit einem Teilchenbeschleuniger und KI können die Forscher antike römische Schriftrollen entziffern, ohne sie zu entrollen und womöglich dabei zu beschädigen. Der Jubel bei Papyrologen und Historikern ist grenzenlos, auf diese Weise können nun bislang unlesbare Dokumente lesbar gemacht werden.

Sensation: Modernste Technik macht antike Schriftrollen lesbar
17:55 Uhr

Polen will Atomkraftwerk an der Ostsee bauen

Die einen Länder steigen aus der Atomkraft aus, andere wollen in ein paar Jahren erst so richtig loslegen. In Polen soll ab 2028 das erste Atomkraftwerk entstehen.

Der erste Reaktorblock des in Slajszewo nordwestlich von Danzig geplanten Kernkraftwerks solle 2036 ans Netz gehen, teilte das Industrieministerium in Warschau mit. Der Ort liegt ungefähr 250 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Im Jahr 2038 soll das gesamte Bauvorhaben nahe der Ostsee abgeschlossen sein.

Warschau will mit der Kernkraft die umweltschädliche Kohle als Energieträger ablösen, deren Vorräte überdies begrenzt sind.

Polen will Atomkraftwerk an der Ostsee bauen
17:27 Uhr

"Lindenstraße"-Star wird Stewardess

Von 1995 bis 2007 stand Liz Baffoe für die "Lindenstraße" vor der Kamera. Später wirkte sie bei "Verbotene Liebe" und "Schloss Einstein" mit. Nun wagt die Schauspielerin einen Karrierewechsel. Die 55-Jährige wird Stewardess.

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(Foto: IMAGO/Panama Pictures)

"Warum ich die Ausbildung mache? Ich will hoch hinaus. Mein Lehrgang ist fast beendet und bald starte ich meine aufregende Reise als Flugbegleiterin bei Condor", sagt Baffoe der "Bild"-Zeitung. "Es ist nie zu spät, seinen Horizont zu erweitern und neue Wege zu gehen."

Ein Abschied von der Schauspielerei sei der neue Job aber nicht. "Natürlich werde ich weiterhin meiner Leidenschaft als Schauspielerin nachgehen!"

"Lindenstraße"-Star wird Stewardess
16:52 Uhr

Moskauer Wärmekraftwerk gerät in Brand

In Moskau bricht ein gewaltiges Feuer an einem Wärmekraftwerk aus - über der Stadt schwebt eine dunkle Rauchschwade. Der Brand soll auf dem Dach eines Verwaltungsgebäudes angefangen haben. Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und der Feuerwehr können die Flammen anschließend löschen.

Moskauer Wärmekraftwerk gerät in Brand
16:33 Uhr

Mögliche Entführung in Saarbrücken soll Hilfeleistung gewesen sein

Am Ende nur ein etwas heftigerer Streit? In Saarbrücken hielt eine vermeintliche Entführung die Polizei auf Trab. Nun wurde das angebliche 18-jährige Opfer selbst bei den Beamten vorstellig. Mitnichten sei sie in einem Kastenwagen entführt worden. Und zu keinem Zeitpunkt habe sie sich in einer Notlage befunden. Zeugen hatten berichtet, die junge Frau sei am Freitag unter Hilferufen von zwei Männern in einen Transporter gedrängt worden.

Die Polizei geht inzwischen von einer nicht ernst gemeinten Streitigkeit zwischen der 18-Jährigen und einer Bekannten aus. Die beiden Männer hätten vielmehr Hilfe angeboten und sie nicht bedrängt.

Mögliche Entführung in Saarbrücken soll Hilfeleistung gewesen sein
15:45 Uhr

Passanten helfen nicht - Mann stirbt nach Schwimmbadbesuch

Die Polizei Ingelheim in Rheinland-Pfalz sucht nach zwei Männern, die bei einem medizinischen Notfall untätig geblieben sind.

Was war passiert? Anfang Februar brach ein 36-Jähriger vor dem Erlebnisbad Rheinwelle im Landkreis Mainz-Bingen zusammen, nachdem er das Bad verlassen hatte. Sein Begleiter bat auf dem Parkplatz zwei Männer um Hilfe - doch bekam sie nicht. Einer lehnte ab und sagte, er habe keine Zeit. Der andere empfahl, ein Taxi in der Badelandschaft zu rufen.

Beide Männer gingen, ohne zu helfen. Der 36-Jährige starb am nächsten Tag. Die Ursache ist noch unklar. Nun bittet die Polizei um Hinweise zu den beiden Männern.

Passanten helfen nicht - Mann stirbt nach Schwimmbadbesuch
15:04 Uhr

Alligator verstopft Abwasserkanal - tagelang

In Texas kommt es zu einem ungewöhnlichen Rettungseinsatz. Ein fast zwei Meter langes Alligator-Weibchen ist in einen Abwasserkanal geraten und findet den Ausgang nicht mehr. Anwohner bemerken das Tier schon Tage zuvor und päppeln es mit Essensresten und Wasser auf, bis es jetzt gerettet werden kann.

Alligator verstopft Abwasserkanal - tagelang

Alligator verstopft Abwasserkanal - tagelang
14:34 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein geschätzter Kollege Tobias Hauser verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.

Los geht's!

Schichtwechsel
14:17 Uhr

Bericht: Ermittlungen wegen möglichen Anschlagsplans auf Synagoge in Halle

Die Staatsanwaltschaft ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge wegen eines möglichen Anschlagsplans auf die Synagoge in Halle an der Saale. Nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" in Halle wurde in der Schweiz bereits Mitte Februar ein 19-Jähriger festgenommen, der auf einer Messengerplattform über Anschlagspläne gesprochen und sich eine Waffe besorgt haben soll.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle wollte den Bericht am Donnerstag mit Verweis auf den derzeitigen Ermittlungsstand vorerst "nicht weiter" kommentieren. Die Zeitung hatte am Dienstagabend online darüber berichtet. Die Synagoge in der sachsen-anhaltischen Stadt war schon einmal Ziel eines Anschlags. Der Rechtsextremist Stephan B. hatte am 9. Oktober 2019 versucht, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur das jüdische Gotteshaus in Halle zu stürmen und die dort versammelten 52 Gemeindemitglieder zu töten. Das scheiterte an der gesicherten Eingangstür und Ladehemmungen seiner selbstgebauten Waffen. Unmittelbar danach erschoss der Attentäter in der Stadt eine Passantin auf der Straße und einen jungen Mann in einem Dönerimbiss.

Bericht: Ermittlungen wegen möglichen Anschlagsplans auf Synagoge in Halle
13:45 Uhr

"Sie hatten keine Chance": Prozess zu Armbrust-Mord an Frau und Töchtern beginnt

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Der Angeklagte im Kriminalgericht in Berlin-Moabit, unter seiner Jacke versteckt, vor ihm seine Verteidigerin Nicole Bédé. (Foto: picture alliance/dpa)

Es sind unfassbar grausame Szenen, die sich vergangenes Jahr in einer Wohnung in Berlin-Marzahn abgespielt haben. Zwei tote Mädchen, fünf und sechs Jahre alt, und die Leiche ihrer Mutter werden Tage später blutüberströmt entdeckt. Gequält mit Pfeilen einer Armbrust und einem großen Messer. Rund fünf Monate nach dem mutmaßlichen Dreifachmord sitzt der Partner und Vater der Opfer in Berlin auf der Anklagebank.

Während Oberstaatsanwalt Ralph Knispel die entsetzlichen Details der Anklage verliest, blickt der 37-jährige Deutsche zu Boden. Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal der Grausamkeit aus. Er habe seine Opfer töten wollen und ihnen aus "gefühlloser wie unbarmherziger Gesinnung gezielt Schmerzen körperlicher wie seelischer Art" zugefügt, so der Vorwurf. Die Partnerin und die Kinder versuchten sich demnach verzweifelt zu wehren - Schnittverletzungen an Händen oder Armen zeugen von Abwehrversuchen.

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November 2024: Blumen und Kerzen stehen vor dem Hauseingang in Berlin-Marzahn, in Erinnerung an die Opfer. (Foto: dpa)

In der Verhandlung brach er sein Schweigen. "Ich habe die Taten begangen. Ich kann es nicht glauben und nicht nachvollziehen. Ich habe keinen Ausweg gesehen", ließ er von seiner Verteidigerin Nicole Bédé erklären. "Ich habe meine Töchter sehr geliebt. Die Welt ist in einem beängstigenden Zustand", hieß es weiter.

Er habe erst seine Partnerin getötet, die die Kinder aus seiner Sicht nicht geschützt habe. Dann sei er ins Kinderzimmer gegangen. "Ich habe einfach zugestochen." Dann habe er die Armbrust eingesetzt. "Sie hatten keine Chance". Er habe seine Töchter nicht quälen wollen. Es habe schnell gehen sollen.

"Sie hatten keine Chance": Prozess zu Armbrust-Mord an Frau und Töchtern beginnt
13:19 Uhr

Superstar schießt gegen virales Luxus-Obst

Das Internet hat einen neuen Star: eine überteuerte einzelne Erdbeere. Auch Stars wie Heidi Klum testen das Obst aus dem Premium-Supermarkt Erewhon in Los Angeles. Nun gibt US-Schauspielerin Demi Lovato der Erdbeere eine Chance - mit nüchternem Fazit.

Superstar schießt gegen virales Luxus-Obst
12:33 Uhr

"BSW ist mein Herzensprojekt": Wagenknecht will "nicht einfach so verschwinden"

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht will an der Spitze der von ihr gegründeten Partei bleiben. "Natürlich ist das BSW mein Herzensprojekt", sagte Wagenknecht. "Und deswegen werde ich hier auch nicht einfach so verschwinden." Sie pochte erneut auf eine bundesweite Neuauszählung des Ergebnisses der Bundestagswahl, nachdem ihre Partei äußerst knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war.

Vor der Wahl hatte Wagenknecht ihr eigenes politisches Schicksal mit dem Einzug in den Bundestag verknüpft. "Die Wahl ist auch eine Abstimmung über meine politische Zukunft", hatte sie gesagt. Bei der Bundestagswahl war das vor gut einem Jahr gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) auf 4,972 Prozent der Stimmen gekommen. Der Partei fehlten damit nur rund 13.400 Stimmen zum Einzug ins Parlament. Das BSW vermutet in einigen Fällen Unregelmäßigkeiten oder die Verwechslung mit anderen Parteien und hat beim Bundesverfassungsgericht eine bundesweite Neuauszählung verlangt.

"BSW ist mein Herzensprojekt": Wagenknecht will "nicht einfach so verschwinden"
12:15 Uhr

Polizei: Rassistische Tat gegen Mutter mit Baby war erfunden

Einen angeblich rassistisch motivierten Angriff auf eine Mutter und ihr zwei Monate altes Baby in Herne hat es nach Ermittlungen des Staatsschutzes gar nicht gegeben. Ein Polizeisprecher sagte am Vormittag, die von der 28-jährigen Mutter bei der Polizei gemeldete Attacke habe die Frau nur erfunden. Es sei am Montag nicht zu einer Gewalttat eines Unbekannten gegen sie und ihren Säugling gekommen. Das hätten zahlreiche Zeugenbefragungen am vermeintlichen Tatort in einem Park ergeben.

Am Dienstag hatte die Polizei vom Angriff eines unbekannten Radfahrers berichtet. Er habe die Frau nach deren Aussage von hinten in den Oberkörper getreten, als sie gerade ihre Tochter aus dem Kinderwagen gehoben und in den Arm genommen habe. Die junge Frau sei nach eigener Aussage nach der Attacke gestürzt, das Baby auf den Kopf gefallen. "Es gab aber keine Tat, es gibt keinen Täter", sagte der Polizeisprecher nun. Die Frau habe gegenüber den Ermittlern falsche Angaben gemacht. Warum sie das getan habe, müsse ermittelt werden, dazu müsse die Frau noch befragt werden.

Laut Polizeisprecher hat der Staatsschutz mehrere Zeugen in dem Park befragt, der zum angeblichen Tatzeitpunkt belebt gewesen sei. Danach stelle sich der Vorfall so dar: An den Kinderwagen habe die Frau eine Hundeleine angebunden. Der Hund habe so stark gezogen, dass der Kinderwagen mit dem Baby umgefallen sei.

Polizei: Rassistische Tat gegen Mutter mit Baby war erfunden
11:42 Uhr

Grüne: Verhandlungen mit Schwarz-Rot sind festgefahren

Die Grünen lehnen das von Union und SPD geplante Milliarden-Schuldenpaket für Verteidigung und Infrastruktur weiter ab. In den Gesprächen mit Union und SPD gebe es keine so relevante Annäherung, dass eine zeitnahe Einigung versprochen werden könne, sagte Co-Fraktionschefin Katharina Dröge am Donnerstag nach einer Fraktionssitzung.

Aus den Reihen der Grünen hieß es, die Verhandlungen seien eher festgefahren. Co-Fraktionschefin Britta Haßelmann sagte, ein entscheidender Punkt für das von Schwarz-Rot gewünschte Sondervermögen für Investitionen sei deren Zusätzlichkeit. "Das ist bisher im vorliegenden Gesetzentwurf überhaupt nicht gesichert", sagte Haßelmann.

Grüne: Verhandlungen mit Schwarz-Rot sind festgefahren
11:20 Uhr

2024 sind in Deutschland erneut mehr Menschen ertrunken

Schwüle Hitze, stechende Sonne und nur noch ein Wunsch: Endlich ans Wasser. Schwimmen kann eine wunderbare Abkühlung in den Sommermonaten sein - aber auch gefährlich: Erstmals seit 2019 sind im vergangenen Jahr wieder mehr als 400 Menschen in Deutschland bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Insgesamt ertranken 2024 mindestens 411 Menschen in deutschen Gewässern - und damit 31 mehr als ein Jahr zuvor, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bekanntgab. Es war der dritte Anstieg in Folge.

"Dieses Ergebnis sensibilisiert hoffentlich möglichst viele Menschen für die bevorstehende warme Jahreszeit", sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Die meisten Menschen starben in Binnengewässern: In Seen und Teichen ertranken im vergangenen Jahr 146 Menschen und damit 6 weniger als 2023, in Flüssen und Bächen wurden 161 Badetote gezählt. Ein Jahr zuvor waren es 147. Es heißt also: Genießen, aber auch vorsichtig sein!

2024 sind in Deutschland erneut mehr Menschen ertrunken
10:55 Uhr

Merkel weist Vorwürfe zur Vertuschung von BND-Bericht zurück

Altbundeskanzlerin Angela Merkel hat Vorwürfen der Vertuschung von Geheimdiensterkenntnissen über den Ursprung des Coronavirus widersprochen. Sie weise diese "ganz grundsätzlich zurück", teilte eine Sprecherin Merkels dem "Tagesspiegel" mit. Merkel sehe sich zudem außerstande, sich zu der Sache selbst zu äußern. Merkels Büro verwies bei "Sachfragen an das Bundeskanzleramt", weil dort die amtlichen Unterlagen aus der Regierungszeit Merkels lägen und nicht in ihrem heutigem Büro.

Zuvor waren Medienberichte veröffentlicht worden, wonach der Bundesnachrichtendienst (BND) einen Laborunfall im chinesischen Wuhan als wahrscheinlichste Ursache der Corona-Pandemie ansieht. Zu dieser Bewertung kam der deutsche Auslandsgeheimdienst nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" und "Zeit" bereits im Jahr 2020. In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung demnach vom Kanzleramt, das die Befunde dann unter Verschluss gehalten haben soll.

Merkel weist Vorwürfe zur Vertuschung von BND-Bericht zurück
10:30 Uhr

Nach der Schiffskollision in der Nordsee gibt es eine gute Nachricht

Die Umweltschäden nach der Schiffskollision vor der englischen Nordseeküste dürften nach ersten Erkenntnissen begrenzt sein. Bei drei Überwachungsflügen seien keine Hinweise auf Verschmutzungen auf der Wasseroberfläche entdeckt worden, die mit den verunglückten Schiffen in Verbindung gebracht werden könnten, teilte die britische Küstenwache mit.

Das Containerschiff "Solong" war am Montag mit dem Tanker "Stena Immaculate" zusammengestoßen. Beide Schiffe waren daraufhin in Brand geraten. Der Tanker hatte 220.000 Barrel (knapp 35 Millionen Liter) Flugzeugtreibstoff geladen, mindestens einer von 16 Tanks wurde bei dem Aufprall beschädigt. Eine erste Überprüfung habe ergeben, dass das Kerosin wegen der Brände verdampft sei, teilte das US-Schifffahrtsunternehmen Crowley mit, das die "Stena Immaculate" betreibt.

Nach der Schiffskollision in der Nordsee gibt es eine gute Nachricht
09:48 Uhr

UN-Bericht wirft Israel sexualisierte Gewalt gegen Palästinenser vor

Eine Expertenkommission wirft Israel in einem UN-Bericht schwere Menschenrechtsverletzungen mit sexuellen Übergriffen als Mittel zur Unterdrückung und Kontrolle der palästinensischen Bevölkerung vor. Unter anderem sind in dem Bericht Fälle von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigung dokumentiert. Ebenso seien Menschen gezwungen worden, sich öffentlich zu entkleiden. Dies sei auch auf Befehl oder mit stillschweigender Duldung der militärischen oder zivilen Führung geschehen, heißt es darin. Israel wies die Vorwürfe zurück. Die Kommission sei voreingenommen und wende bei Israel absichtlich niedrigere Standards an als bei anderen Akteuren, teilte die israelische Botschaft in Genf mit.

Im Gazastreifen seien Gesundheitszentren systematisch zerstört und die Einfuhr von Medikamenten und Material zur Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen verhindert worden. Als Folge seien Kinder und Frauen an Komplikationen gestorben. Dies sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Geburten zu verhindern, erfülle auch Tatbestände des Völkermordes. Die Kommission sprach mit Opfern und Zeugen und wertete Foto- und Video-Material aus. Es geht um Vorgänge während der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen, aber auch im besetzten Westjordanland und Ostjerusalem seit dem 7. Oktober 2023.

UN-Bericht wirft Israel sexualisierte Gewalt gegen Palästinenser vor
09:16 Uhr

Union zeigt sich kompromissbereit bei Klimaschutz-Wünschen der Grünen

Die Union zeigt sich kompromissbereit bei Klimaschutzwünschen der Grünen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, weist in der ARD darauf hin, dass die Grünen beim geplanten Sondervermögen für Infrastruktur den Klimaschutz berücksichtigt sehen wollen.

"Auch darüber kann man sich unterhalten, wie man so etwas gesetzgeberisch umsetzen kann", sagt der CDU-Politiker. SPD und CDU/CSU sind im Bundestag bei der Verabschiedung des geplanten Sondervermögens und der Reform der Schuldenbremse auf die Unterstützung der Grünen angewiesen.

Union zeigt sich kompromissbereit bei Klimaschutz-Wünschen der Grünen
08:43 Uhr

Milliardenpaket: Auch BSW-Abgeordnete klagt in Karlsruhe

Auch die BSW-Abgeordnete Sevim Dagdelen will mit einem Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht die Verabschiedung des Milliardenpakets für Verteidigung und Infrastruktur stoppen. "In der Kürze der Zeit lässt sich eine ordentliche Gesetzesberatung mit seriöser Folgenabschätzung nicht vornehmen", sagte Dagdelen der Deutschen Presse-Agentur.

Ihr Rechtsvertreter Christoph Degenhart argumentiert in dem Eilantrag an Karlsruhe, die Abgeordnete des Bündnisses Sahra Wagenknecht sei wegen der kurzfristigen Anberaumung der Beratungen über das Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes in ihren Rechten verletzt. Ziel des Antrags beim Verfassungsgericht ist es, das Gesetzgebungsverfahren von der Tagesordnung des Bundestags zu nehmen. Über das von Union und SPD verabredete Finanzpaket soll heute im Parlament erstmals beraten werden. Es sieht vor, die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben zu lockern und zusätzlich ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur im Grundgesetz zu verankern.

Milliardenpaket: Auch BSW-Abgeordnete klagt in Karlsruhe
08:07 Uhr

Influencerin erntet Shitstorm für Wombat-Selfie

Eine US-amerikanische Influencerin entdeckt am Straßenrand in Australien eine Wombat-Mutter mit ihrem Baby. Kurzerhand schnappt sie sich das verängstigte Jungtier, um damit für ein Selfie zu posieren. Im Netz bekommt sie dafür Hass, die Influencerin muss ihr Profil auf "privat" stellen.

Influencerin erntet Shitstorm für Wombat-Selfie
08:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

In Berlin kommt zweieinhalb Wochen nach der Bundestagswahl heute noch mal das alte Parlament zusammen, um über eine Änderung des Grundgesetzes für das von Union und SPD geschnürte Finanzpaket zu beraten. Es geht darum, für eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse zu lockern. Zudem soll ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Investitionen in die teilweise marode Infrastruktur Deutschlands ermöglicht werden.

Was heute noch passiert:

  • Die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD starten.

  • Die DLRG zieht ihre Bilanz für 2024: Ist die Zahl der Badetoten gestiegen?

  • Die G7-Außenminister treffen sich in Quebec.

  • Eintracht Frankfurt will die gute Ausgangsposition nutzen und sich im Spiel gegen Ajax Amsterdam für das Viertelfinale in der Europa League qualifizieren.

  • US-Präsident Donald Trump empfängt Nato-Generalsekretär Mark Rutte.

  • Nach vier Tagen endet heute die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Kloster Steinfeld bei Aachen.

  • Nach mehreren personellen Ausfällen nominiert Julian Nagelsmann um 11 Uhr sein Aufgebot für das brisante Viertelfinale in der Nations League gegen Italien.

  • Die tschechische VW-Tochter Skoda stellt ihre Jahresbilanz für 2024 vor.

Bei Fragen oder Hinweisen zu "Der Tag" können Sie mir gerne schreiben - an tobias.hauser(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
07:26 Uhr

Studie fällt klares Urteil zu Arbeitsmoral in Deutschland

Der sprichwörtliche "Dienst nach Vorschrift", wenn Beschäftigte in ihrem Job also nur noch das Nötigste tun, hat in Deutschland einer Studie zufolge im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Emotionale Bindung, Loyalität und Vertrauen in die finanzielle Zukunft des Arbeitgebers seien dagegen eingebrochen, fanden Wissenschaftler des Instituts Gallup für den Gallup Engagement Index 2024 heraus.

Der Anteil derer, die emotional an ihren Arbeitgeber hochgradig gebunden sind, sei auf ein Rekordtief von neun Prozent eingebrochen - 2023 waren es noch 14 Prozent. Nur noch die Hälfte der Beschäftigten wolle mehr als ein Jahr beim aktuellen Arbeitgeber bleiben, nur etwas mehr als ein Drittel wolle mehr als drei Jahre bleiben. "Dienst nach Vorschrift" machen inzwischen der Studie zufolge 78 Prozent der Arbeitnehmer. 2023 lag dieser Anteil noch bei 67 Prozent. Unternehmen hätten es zwar geschafft, "innere Kündigung" durch gezielte Maßnahmen wieder zu reduzieren - aber sie hätten es bisher nicht geschafft, Motivation zu wecken. Ziel müsse es sein, durch eine motivierende Führungskultur zu hoher emotionaler Bindung zu kommen und damit die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der aktuelle Trend geht demnach jedoch in die komplett falsche Richtung: Nur noch 21 Prozent der Beschäftigten vertrauen ihrer jeweiligen Führungskraft - ein Absturz um 20 Punkte im Vergleich zum Vorjahr.

Studie fällt klares Urteil zu Arbeitsmoral in Deutschland
06:43 Uhr

Ein Toter in Düsseldorfer Innenstadt - Polizei im Großeinsatz

Nachdem ein Mann in der Düsseldorfer Innenstadt ums Leben gekommen ist, geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus. Darauf deute alles hin, sagte ein Sprecher. In der Nacht war es zu einem Großeinsatz gekommen, nachdem Anrufer der Polizei von Schussgeräuschen berichtet hatten. Die Polizei bestätigte, dass ein Mann starb. Beamte hatten demnach versucht, den Mann zu reanimieren. Weitere Details wurden nicht genannt.

Auf Fotos vom Einsatzort auf der Karlstraße am Hauptbahnhof ist ein offenbar abgedeckter Körper zu sehen, der neben einem Auto mit kaputter Scheibe und offener Tür liegt. Es seien Schussgeräusche zu hören gewesen, sagte der Sprecher. Ob wirklich Schüsse abgegeben wurden, werde nun ermittelt. Die Polizei habe nicht geschossen.

Ein Toter in Düsseldorfer Innenstadt - Polizei im Großeinsatz
06:06 Uhr

Frau überlebt nach Unfall sechs Tage lang eingeklemmt in ihrem Auto

Eine Frau im US-Bundesstaat Indiana hat nach einem Unfall sechs Tage eingeklemmt in ihrem Auto überlebt. Fast eine Woche lang lebte sie nur vom Wasser eines kleinen Baches, der sich in unmittelbarer Nähe der Autotür befand. Ein Mann entdeckte das Auto bei Entwässerungsarbeiten an dem Bach in der Nähe der Stadt Brook. Gemeinsam mit seinem Chef habe er die 41 Jahre alte Frau in ihrem Fahrzeug eingeklemmt - aber bei Bewusstsein und ansprechbar - gefunden und Hilfe gerufen, wie der Sheriff von Newton County, Shannon Cothran in den sozialen Medien mitteilte. Sie sei befreit und in ein Krankenhaus in Chicago geflogen worden.

Die 41-Jährige war bereits Tage zuvor von ihrer Familie als vermisst gemeldet worden. Sie war Donnerstagnacht am Steuer ihres Wagens eingeschlafen und von der Straße abgekommen. Das Auto, das in einen Graben gerast war, war von der Straße aus nicht zu sehen, wie der Vater der Frau dem Fernsehsender ABC News berichtete. "Sie saß fest und konnte nicht aussteigen", sagte er. "Aber sie war in der Lage, vom Auto aus das Wasser zu erreichen." Seinen Berichten zufolge habe seine Tochter ihren Kapuzenpullover in das Wasser des Baches tauchen und es sich so zum Mund führen können. Am Mittwoch befand sich die 41-Jährige in stabilem Zustand in der Klinik, müsse aber operiert werden, "da es einige Bedenken hinsichtlich der Heilung ihrer Beine gibt", teilte ihre Mutter unter dem Beitrag des Sheriffs mit. "Ihre Aussichten auf Genesung sind gut, aber es wird ein langer Weg sein."

Frau überlebt nach Unfall sechs Tage lang eingeklemmt in ihrem Auto