Richter pfeift ICE-Agenten zurück: keine Festnahme anerkannter Flüchtlinge
Ein US-Bundesrichter in Minnesota untersagt Einsatzkräften des Bundes bei ihrem verschärften Vorgehen gegen Migranten vorerst, bereits anerkannte Flüchtlinge festzunehmen. Diejenigen, die bereits in Haft seien, müssten sofort freigelassen werden, erklärte Richter John Tunheim in einer einstweiligen Verfügung. "Flüchtlinge haben ein Recht, in den Vereinigten Staaten zu sein, ein Recht, zu arbeiten, ein Recht, friedlich zu leben - und insbesondere ein Recht, nicht dem Terror ausgesetzt zu sein, in ihrem Zuhause oder auf dem Weg zu Gottesdiensten oder zum Supermarkt ohne Haftbefehle oder spezifische Gründe festgehalten oder festgenommen zu werden", erklärte der Richter.
Die Betroffenen seien vor ihrer Anerkennung als Flüchtlinge in den USA bereits "sorgfältig und gründlich" überprüft worden. Falls Flüchtlinge bereits aus Minnesota abgeschoben worden seien, müssten sie binnen fünf Tagen zurückgebracht werden, verfügte der Richter. Zur Beurteilung des Falls in der Sache wurde eine Anhörung für den 19. Februar angesetzt.
Eisregen, Außenpolitik und Deutsche-Bank-Zahlen: Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, Sie sind trockenen Fußes und ohne Rutschpartie in den Tag gestartet. Das Wetter wird diesen weiterhin spürbar beeinflussen. Wie bereits geschrieben, erwartet uns weiterhin Frost, Schnee und - durch gefrierenden Regen - enorme Glätte. Passen Sie also auf sich auf!
Abseits des Wetters gibt es heute eine ganze Reihe spannender Themen. Um 9 Uhr wird Bundeskanzler Friedrich Merz sich in einer Regierungserklärung zur Außenpolitik äußern. Besonderer Fokus wird - aufgrund der politischen Kapriolen der US-Regierung - das Verhältnis zu den USA sein. Um 14.30 Uhr wird es zudem eine Aktuelle Stunde zum Mercosur-Abkommen geben. Das war zuletzt im Europaparlament zunächst gescheitert und muss nun erneut geprüft werden.
Ab 10.30 Uhr findet in Brüssel ein Treffen der EU-Außenminister statt. Neben den Nachwehen der US-Begehrlichkeiten zu Grönland soll es dabei um die Situation im Iran gehen. Das dortige Regime ließ Proteste aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Lage mit brutaler Gewalt niederschlagen. Tausende Tote werden befürchtet. Die EU-Außenminister wollen daher Sanktionen beschließen. Mit Fokus auf die EU selbst soll es zudem um die Bekämpfung von Schlepperbanden gehen.
Den gesamten Donnerstag über findet der "Streiktag Bildung" der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft statt. In Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, Dresden und vielen anderen Städten finden große Kundgebungen statt.
In der Wirtschaft legen heute mehrere Schwergewichte Zahlen vor. Zum einen die Deutsche Bank. Da wird es einen besonderen Blick drauf geben, nachdem es gestern eine Razzia wegen Geldwäsche-Verdachts gab. Ebenso wie SAP legt das Geldhaus Jahreszahlen vor. Der US-Techriese Apple wird zudem heute Quartalszahlen präsentieren.
Am Abend müssen die Fußball-Bundesligisten SC Freiburg (bei OSC Lille) und der VfB Stuttgart (gegen Young Boys Bern) in der Europa League ran.
Das war es für den Moment mit geplanten Themen. Diese und alles Unerwartete werden Sie bei uns auf der Seite finden. Im Tag begleite ich Sie bis 14 Uhr. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Netflix kündigt Doku-Soap mit Jana Ina und Giovanni Zarella an
Fast 20 Jahre nach ihrer Doku-Soap "Jana Ina & Giovanni" wollen die Zarrellas künftig wieder Einblicke in ihr Leben geben - und das bei Netflix. Beim "What next?"-Event des Streamingdiensts in Berlin ließen die Zarrellas am Mittwochabend die Katze aus dem Sack: Sie bekommen ihre eigene Doku-Serie. Damit treten Jana Ina und Giovanni direkt in die Fußstapfen der Kaulitz-Brüder und sollen 2026 das nächste Reality-Zugpferd für Netflix werden.
Wie "DWDL.de" berichtet, verspricht das Format einen ungeschönten Blick hinter die Kulissen: Zwischen dem Glanz der großen TV-Bühnen und dem ganz normalen Wahnsinn einer deutsch-italienisch-brasilianischen Familie. Netflix setzt hier voll auf den Kontrast zwischen rotem Teppich und Alltagsstress. Ein Starttermin ist demnach noch nicht fix, aber der Vorgeschmack, den das Paar in Berlin lieferte, macht klar: Es wird emotional, laut und wahrscheinlich sehr familiär.
Deutschland droht gefrierender Sprühregen
Autofahrer und Fußgänger sollten sich am Donnerstag in Teilen Deutschlands wieder auf rutschige Straßen einstellen. Bis in den späten Vormittag warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) fast im gesamten Land vor Glätte - im Süden vor allem vor leichtem Schneefall. Bereits für die Nacht zum Donnerstag hatte der Wetterdienst verbreitete Glätte durch Neuschnee vorhergesagt. Tagsüber und in der Nacht auf Freitag sei dazu Glätte durch "gefrierenden Sprühregen und überfrorene Nässe" möglich.
Am Tag weitet sich heute der Schneefall laut DWD in einem Streifen vom Emsland über den zentralen Mittelgebirgsraum bis in den Süden aus. Dabei geht die Schneefallgrenze im Südwesten und Westen, die anfangs noch bei rund 600 Metern liegt, rasch auf 400 bis 200 Meter zurück. Südwestlich einer gedachten Linie vom Emsland bis zum Vogtland fallen bis Donnerstagabend Neuschneemengen von ein bis fünf, stellenweise bis zehn Zentimeter, wie es im Warnlagebericht des DWD hieß. Vor allem vom Schwarzwald über die Schwäbische Alb bis zum Allgäu seien teils auch bis 15 Zentimeter möglich. Den Meteorologen zufolge lässt der Schneefall ab Donnerstagabend dann von Süden und Westen langsam nach.