Zwei nationale Duelle?Auf dem Weg ins Finale hat der FC Bayern einen entscheidenden Vorteil

Auch in dieser Saison droht in der Champions League wieder (mindestens) ein deutsches Duell. Dortmund und Leverkusen können in den Playoffs aufeinandertreffen, dem Sieger winkt ein Achtelfinale gegen den FC Bayern.
Fußball-Deutschland winkt eine historische Königsklassen-Saison. Womöglich gibt es sowohl in den Playoffs als auch im Achtelfinale jeweils ein nationales Duell. Dortmund gegen Leverkusen in der ersten K.O.-Runde, der Sieger könnte in der Runde der letzten 16 auf die Bayern treffen.
Am Freitag entscheidet sich bei der Auslosung in der UEFA-Zentrale in der Schweiz zunächst, ob Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen aufeinandertreffen. Als Alternative wird für die Werkself der griechische Rekordmeister Olympiakos Piräus im Lostopf sein, für den BVB steht Atalanta Bergamo als zweite Option bereit. Sicher ist schon jetzt, dass Dortmund am 17. oder 18. Februar mit einem Heimspiel in die Playoffs startet, Leverkusen spielt dagegen zunächst auswärts, entweder in Dortmund oder in Italien.
Am 27. Februar wird dann das Achtelfinale ausgelost. Einen Tag bevor Borussia Dortmund und der FC Bayern in der Bundesliga aufeinandertreffen, könnten die beiden erfolgreichsten deutschen Mannschaften in der Königsklasse zueinander geführt werden. Der FC Bayern München ist nach sieben Siegen aus acht Spielen starker Tabellenzweiter in der Ligaphase der Champions League geworden und damit für die Runde der letzten 16 gesetzt. Die Bayern starten am 10. oder 11. März auswärts ins Achtelfinale, die Entscheidung fällt eine Woche später in München. Entweder gegen Dortmund, Leverkusen, Bergamo oder Piräus.
Madrid, Manchester, Bodø?
Der mögliche weitere Weg für die drei verbliebenen deutschen Mannschaften steht auch schon mehr oder weniger fest. Im Viertelfinale drohen Manchester City, Real Madrid und Inter Mailand oder die Außenseiter Sporting und Benfica aus Lissabon. Theoretisch möglich wäre auch ein Duell mit der Sensationsmannschaft vom Polarkreis, Bodø/Glimt.
Der norwegische Meister hat sich durch einen unfassbaren Sieben-Punkte-Lauf in den letzten drei Spielen in Dortmund, gegen Manchester City und bei Atlético Madrid sensationell unter die Top 24 gespielt und bekommt es in den Playoffs entweder mit Inter Mailand oder Real Madrid zu tun.
Die Madrilenen erlebten ein Fiasko beim Champions-League-Showdown am Mittwochabend. Bei Benfica Lissabon unterlagen die Madrilenen auf dramatische Art und Weise mit 2:4, weil die Portugiesen in der letzten Minute der Nachspielzeit endlich begriffen hatten, das sie ein viertes Tor fürs Weiterkommen benötigen. Daraufhin ging der ukrainische Torhüter Anatoliy Trubin beim letzten Freistoß der Partie nach vorne, köpfte den Ball ins Netz und sorgte damit für eine der spektakulärsten Geschichten der Champions-League-Geschichte. Der Weg ins Endspiel für Rekordsieger Real führt im Februar zunächst nach Bodø oder wieder zu Benfica.
Der mögliche Weg ins Champions-League-Endspiel ist für die Bayern deutlich machbarer. Zumal sich der deutsche Rekordmeister einen möglicherweise entscheidenden Vorteil erspielt hat: Bis einschließlich ins Halbfinale dürfen die Münchner das Rückspiel immer zuhause bestreiten. In der Vorschlussrunde könnte es zum Beispiel gegen den FC Liverpool mit Florian Wirtz, den FC Barcelona mit Hansi Flick oder Newcastle United mit Nick Woltemade gehen. Ein Duell mit dem in der Ligaphase alles überragenden FC Arsenal und Kai Havertz droht erst im Finale am 30. Mai in Budapest.