Freitag, 30. August 2019Der Tag

mit Heidi Ulrich
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 30. August 2019

Liebe Leser,

zum Ende des Tages folgt noch der Blick zum Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga. RB Leipzig hat zu Beginn des dritten Spieltags vorgelegt und bei Borussia Mönchengladbach mit 3:1 gewonnen. Außerdem waren heute unter anderem diese Meldungen von Interesse:

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende!

22:05 Uhr

NRW-Verband nominiert Walter-Borjans für SPD-Vorsitz

Noch bis Sonntag können sich SPD-Mitglieder als Kandidaten für den Parteivorsitz bewerben. Ins Rennen geht nun auch der ehemalige NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans. Er wurde vom mitgliederstärksten SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen nominiert. Seine Tandempartnerin ist die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken aus Baden-Württemberg.

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Der 66-jährige Walter-Borjans hatte sich bundesweit einen Namen durch seinen Kampf gegen Steuerflucht ins Ausland gemacht.

(Foto: picture alliance / Britta Peders)

 

21:42 Uhr

Neue US-Sanktionen wegen Schmuggels nach Nordkorea

Die US-Regierung hat drei Schifffahrtsunternehmen und zwei Personen aus Taiwan und Hongkong mit Sanktionen belegt, weil sie Erdölprodukte nach Nordkorea geschmuggelt haben sollen. Das Finanzministerium wirft ihnen vor, 2018 rund 1,7 Millionen Liter Erdölprodukte auf hoher See von einem Schiff auf ein anderes verladen zu haben, um sie nach Nordkorea zu bringen. Damit hätten die Unternehmen die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen umgangen. Mögliche Vermögen der sanktionierten Personen und Unternehmen in den USA werden damit eingefroren und US-Firmen und Banken dürfen keine Geschäfte mehr mit ihnen machen.

21:14 Uhr

Hurrikan "Dorian" baut sich weiter auf

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In Freeport auf den Bahamas bereiten sich die Menschen auf den Sturm vor.

(Foto: dpa)

Während der Wirbelsturm "Dorian" auf die Südostküste der USA zuzieht, wird er noch gefährlicher. "Dorian" sei nun ein Hurrikan der Stufe drei von fünf und werde wohl noch weiter an Stärke gewinnen, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum. Derzeit bewege sich das Sturm-Zentrum in Richtung der nördlichen Bahamas. Der Sturm brachte Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde mit sich. Noch ist unklar, wo und wann genau der Sturm auf Land treffen wird. Das Hurrikan-Zentrum rechnet jedoch damit, dass er am Montag oder Dienstag Florida erreicht. Es könnte der stärkste Hurrikan seit Jahrzehnten sein, der in Florida auf Land trifft.

20:48 Uhr

Thunbergs erste Demo in New York ist überschaubar

Der Thunberg-Hype ist in den USA noch nicht angekommen. Eine Schülerdemonstration für mehr Klimaschutz in New York fiel sehr viel kleiner aus, als hier in Europa üblich, wenn Greta Thunberg dabei ist. Nur rund 100 Jugendliche demonstrierten zusammen mit der Umweltaktivistin vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen. Ein richtiger Schulstreik war es dieses Mal auch nicht - in New York sind gerade noch Sommerferien.

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Mit ihren Schulstreiks am Freitag hat Thunberg junge Menschen in aller Welt zu den Fridays-for-Future-Demonstrationen inspiriert.

(Foto: REUTERS)

 

20:23 Uhr

Lübcke-Mord - Dutzende Waffen bei Markus H. gefunden

Im Mordfall Lübcke hat ein wegen Beihilfe Beschuldigter anscheinend Schusswaffen gehortet. Mehr als drei Dutzend Waffen seien bei Markus H. sichergestellt worden, berichtet der "Spiegel".

  • Markus H. soll mit dem Hauptverdächtigen Stephan E. regelmäßig zum Schießtraining in Schützenvereinen gegangen sein.
  • Über H. und einen zweiten Mann, Elmar J., soll der Hauptverdächtige an die Tatwaffe gekommen sein.
  • Bei Durchsuchungen zum Mordfall wurden insgesamt 46 Waffen beschlagnahmt – die meisten davon bei Markus H. laut dem Bericht.
  • Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war vor knapp drei Monaten in seinem Haus bei Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.
19:37 Uhr

Gottschalk hat "schlechtes Gewissen" nach Ehe-Aus

Thomas Gottschalk macht die Trennung von seiner Frau Thea Gottschalk noch zu schaffen. "Was meine Ehe angeht, habe ich eine Entscheidung gefällt, von der ich nicht weiß, ob es die richtige ist. Kein Mensch weiß das", sagte Gottschalk dem "Spiegel". "Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben gegen die Vernunft entschieden und gegen alles, was der Rest der Welt von mir erwartet hätte." Auch habe er ein "schlechtes Gewissen", seine Familie nach so langer Zeit auseinandergebracht zu haben. Er versuche aber, so gut es geht, "den Schaden, den ich bei allen Beteiligten angerichtet habe, so klein wie möglich zu halten." Der Moderator hatte sich nach 42 Jahren Ehe von seiner Frau getrennt. Inzwischen hat er eine neue Freundin, mit der er zusammenwohnt.

19:17 Uhr

AfD-Stadtrat soll um sich geschossen haben

Ein AfD-Mitglied des Weimarer Stadtrats ist vorübergehend festgenommen worden. Medienberichten zufolge soll der Stadtrat unter anderem in der Öffentlichkeit eine Schreckschusspistole abgefeuert haben und mit Polizisten aneinander geraten sein. Der Vorfall passierte am Mittwochabend vor einem Supermarkt in Weimar. Der 30-jährige Stadtrat und drei weitere Personen bekamen von der Polizei einen Platzverweis. Der Stadtrat habe diesen ignoriert, die Beamten weiter beleidigt und bedroht, heißt es von der Polizei. Als die Beamten ihm Handschellen anlegten, soll der stark betrunkene AfD-Politiker versucht haben, sie zu treten und ihnen eine Kopfnuss zu verpassen. Die Polizei stellte die Schreckschusswaffe sicher. Der Stadtrat kam am nächsten Tag wieder frei, gegen ihn laufen mehrere Anzeigen.

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18:59 Uhr

Größte Ankunft von Migranten auf Lesbos seit langem

Auf der griechischen Insel Lebos sind an einem Tag so viele Migranten angekommen wie seit langem nicht. Gestern waren es rund 650 Menschen in 16 Booten. Die meisten seien aus Afghanistan, hieß es von Hilfsorganisationen. So viele Menschen in so kurzer Zeit seien es zuletzt vor drei Jahren gewesen, erklärten Polizei und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR.

Die griechische Regierung habe deshalb den türkischen Botschafter ins Außenministerium in Athen einbestellt, berichten mehrere Medien. Der Botschafter habe versichert, dass sich die Türkei dem 2016 mit der EU abgeschlossenen Flüchtlingsabkommen verpflichtet fühle. Kern des Vertrags ist die Verringerung der über die Türkei nach Europa reisenden Migranten.

Die Regierung in Athen will die Menschen nun in ein völlig überlaufenes Flüchtlingslager auf dem Festland bringen lassen. Das Lager von Nea Kavala nahe Thessaloniki hat eine Aufnahmekapazität für etwa 3000 Menschen. In und um das Lager harren aber mehr als 10.000 Migranten aus, darunter fast 1000 Minderjährige.

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18:19 Uhr

Vier Motorradfahrer bei Unfall auf A9 gestorben

Bei einem Unfall auf der Autobahn 9 in Thüringen sind vier Motorradfahrer ums Leben gekommen. Ein Kleinlaster fuhr am Nachmittag zwischen Bad Lobenstein und Schleiz in eine Gruppe aus drei Motorrädern, die mit vier Menschen besetzt waren. Die drei Insassen des Kleinlasters wurden verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei hatten die Motorradfahrer gestoppt und unter einer Brücke Schutz gesucht, weil es plötzlich stark geregnet hatte. Dort fuhr der Laster in die Gruppe.

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17:51 Uhr

Schildkröte mit zwei Köpfen entdeckt

Tierschützer haben im US-Bundesstaat South Carolina eine kleine Meeresschildkröte mit zwei Köpfen gefunden. Solche genetischen Veränderungen seien selten, kämen bei Reptilien aber häufiger vor als bei anderen Tieren, erklärte die Gruppe "Sea Turtle Patrol", die auf der Insel Hilton Head Island unterwegs war. Natürlich wurde die Schildkröte wieder ins Meer gelassen.

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Die Schildkröte bekam den Namen "Squirt und Crush" - in Anlehnung an die Schildkröten aus dem Animations-Film "Findet Nemo".

(Foto: picture alliance/dpa)

 

17:31 Uhr

Abgeordnete brauchen Budget für Einzelreisen auf

Die Bundestagsabgeordneten haben ihr Budget für Einzeldienstreisen in diesem Jahr schon ausgeschöpft. Die Bundestagsverwaltung bestätigte, dass die dafür vorgesehenen 700.000 Euro aufgebraucht sind. Demnach wurden bisher 321 Einzeldienstreisen genehmigt. Letztes Jahr waren es 503 – und da lag das Budget auch bei 700.000 Euro. "Insbesondere sind die Flugkosten - also beispielsweise die Ticketkosten - zum Teil deutlich gestiegen", hieß es. Das ist aber nicht der einzige Topf für Reisekosten: Die Fraktionen haben auch noch Reisebudgets.

17:04 Uhr

Kobra in Herne entdeckt

In Herne ist die tagelange Suche nach einer Kobra vorbei. Nach unseren Informationen wurde sie lebend an einem Kellereingang entdeckt. Sie habe sich sofort wieder in Richtung Keller zurückgezogen, sagte ein Mitarbeiter der Stadtreinigung.

Update von 18:26: Die Bewohner können aufatmen, die Schlange wurde nun eingefangen.

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16:50 Uhr

Bushido kündigt Album an und verteilt Seitenhieb

Bushido macht wieder Musik. Bei Instagram hat er ein neues Album angekündigt. "CCN4" soll kurz vor Weihnachten erscheinen. Seit Anfang des Jahres war von Bushido nichts mehr zu hören gewesen. Ob er überhaupt weiter Musik machen würde, war lange nicht klar. Da war der Bruch mit seinem früheren Geschäftspartner und Clanchef Arafat Abou-Chaker, Bushido bekam Polizeischutz, und der im Moment wohl erfolgreichste Rapper in Deutschland – Capital Bra – kehrte Bushido und seinem Label den Rücken. Dafür kommt mit der Album-Ankündigung jetzt auch direkt der erste Seitenhieb vermutlich in Richtung Capital Bra und dessen Stil zu rappen. Auf Bushidos Instagram-Seite steht: "Lange war es ruhig. Ab sofort könnt ihr CCN4 vorbestellen. Seid ihr auch der Meinung, dass es reicht mit LaLaLa und LeLeLe? Schreibt es in den Kommentaren und verbreitet die frohe Botschaft."

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16:18 Uhr

"Hausmeister Krause" hilft Polizei gegen Gaffer

Immer wieder behindern Gaffer Polizisten und Rettungskräfte bei ihrer Arbeit, einige Gaffer zücken sogar ihre Handys und filmen verletzte oder tote Menschen. Das geht auch dem Komiker Tom Gerhardt gegen den Strich. In einem zweiminütigen Film für die Polizei in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis fordert er mehr Respekt für Rettungskräfte und Polizisten. Dafür schlüpft er in die Rolle des "Hausmeister Krause", der mit seinem Besen die Gaffer zurückhält.

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16:12 Uhr
Breaking News

Krankenpfleger soll Patienten ermordet haben

Schlimmer Verdacht gegen einen Krankenpfleger. Der Mann soll Patienten nicht verordnete Medikamente gegeben haben, um sie dann reanimieren zu können. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen ihn wegen fünffachen Mordes und zweifachen Mordversuchs.

Der Fall erinnert an die Mord-Serie des ehemaligen Pflegers Niels Högel.

 

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15:49 Uhr

Bewohner dürfen zurück ins Haus - trotz Kobra

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Die Monokelkobra wurde am Sonntag im Treppenhaus gesehen. 30 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

(Foto: dpa)

In Herne fehlt von der hochgiftigen Kobra zwar weiterhin jede Spur, trotzdem dürfen die ausquartierten Bewohner jetzt zurück in ihre Wohnungen. Der ein oder andere dürfte ein mulmiges Gefühl dabei haben, denn die Feuerwehr geht davon aus, dass die Schlange nach wie vor in dem Gebäudekomplex ist – und zwar auf dem Dachboden oder im Keller. Man sei "absolut sicher", dass die Schlange nicht mehr im Hausflur oder in den Wohnungen sei, sagte Ordnungsdezernent Johannes Chudziak. "Wir gehen davon aus, dass wir die Schlange durch unsere Maßnahmen im Gebäude isoliert haben und diese aufgrund von Wasser- und Futtermangel verenden wird." Die Einsatzkräfte hatten Räume mit Folie und Bauschaum abgedichtet, damit die Schlange nicht durchkommt. Nun ist auch nicht mehr die Rede davon, möglicherweise Gas in das Haus einzuleiten, um die Schlange zu töten.

Update von 17:04: Die Schlange wurde lebend an einem Kellereingang gefunden.

15:25 Uhr

Bahnunternehmen stellt Anzeige nach "Ibiza-Video"

Im "Ibiza-Video" von 2017 sagt der FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache, "der Haselsteiner" bekomme keine Aufträge mehr, wenn die FPÖ an die Regierung komme. Dieser Hans Peter Haselsteiner ist ein Industrieller, der 49,9 Prozent an der privaten Westbahn hält. Und Haselsteiner hat inzwischen Vergabeverfahren prüfen lassen. Nun hat das Bahnunternehmen Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Untreue gestellt. Ein Privatgutachten komme zu dem Schluss, dass der Staat Vergleichsangebote hätte einholen müssen, auch wenn Direktvergaben bis 2023 erlaubt seien, erklärte die Westbahn. Man habe Initiativangebote vorgelegt, die teils deutlich günstiger gewesen wären als das Angebot der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Das Verkehrsministerium, die ÖBB und die FPÖ weisen den Vorwurf zurück. Die Entscheidungen zur Direktvergabe seien schon 2016 und 2017 unter dem damaligen Verkehrsminister Jörg Leichtfried von der SPÖ getroffen worden, heißt es aus Wien. Auch sei die Vergabe an die ÖBB für die Steuerzahler laut einem Gutachten die beste Lösung gewesen.

15:05 Uhr

Kleinstadt feiert Millionen-Jackpot mit Kaffeetafel

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Menschen stehen für den Kuchen Schlange.

(Foto: REUTERS)

In der finnischen Gemeinde Siilinjärvi leben gerade mal knapp 22.000 Menschen. Doch heute gab's eine besondere Feier, die jetzt die große Runde macht: 50 frisch gebackene Millionäre haben ihren Lotteriegewinn mit Kaffee und Kuchen für alle gefeiert. Die Tippgemeinschaft lud in den Supermarkt ein, wo sie den Gewinnschein abgegeben hatte. Mehr als 90 Millionen Euro hatte die Tippgemeinschaft beim Eurojackpot gewonnen. "Glückwunsch!" stand nun auf dem Kuchen, auch das Eurojackpot-Logo war drauf. Also, wer da kein Stück vom Kuchen abhaben will…

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Glückwunsch an die neuen Millionäre!

(Foto: REUTERS)

 

14:43 Uhr

Hier findet der nächste ESC statt

Wer sich den Eurovision Song Contest mal live ansehen will, muss im nächsten Jahr gar nicht so weit fahren. Denn beim letzten ESC hatte ja der Niederländer Duncan Laurence mit "Arcade" gewonnen, deshalb ist der kommende ESC in den Niederlanden. Wo genau, steht jetzt fest: Rotterdam hat sich im Rennen gegen Maastricht durchgesetzt. Andere Bewerber wie Amsterdam, Utrecht und Arnehm waren schon vorher ausgeschieden. 16.000 Zuschauer haben in der Rotterdamer Ahoy-Arena Platz.

Wie ging noch mal das Gewinner-Lied vom letzten Mal?

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14:19 Uhr

Junge Frau entbindet alleine in Gefängnis - nun klagt sie

In einer Gefängniszelle in den USA hat eine junge Frau ohne medizinische Hilfe ein Baby zur Welt gebracht - jetzt geht sie juristisch gegen das zuständige Sheriffs Department vor. Die Frau wirft der Behörde in Denver im Bundesstaat Colorado vor, ihre Rechte verletzt zu haben. "Dieser Fall ist unglaublich verstörend", sagte ihre Anwältin Mari Newman laut US-Medienberichten.

Am 31. Juli 2018 hätten bei ihrer Klientin die Wehen eingesetzt. Obwohl die Frau einen Wärter und eine Krankenschwester über ihren Zustand informiert habe, sei der Schwangeren über mehr als fünf Stunden niemand zu Hilfe gekommen. Auch sei sie nicht ins Krankenhaus gebracht worden.

Auf einem Überwachungsvideo aus der Zelle, das von US-Medien verbreitet wurde, ist zu sehen, wie die Gefangene schließlich unter Schmerzen allein ihren Sohn auf die Welt bringt. Die Polizei in Denver County teilte demnach mit, man habe die Richtlinien inzwischen geändert. Schwangere Häftlinge, bei denen die Wehen einsetzten, würden künftig gleich in ein Krankenhaus gebracht.

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Ein Überwachungsvideo zeigte, wie die Gefangene unter Schmerzen allein ihren Sohn auf die Welt brachte.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

13:57 Uhr

Mann kommt nach 35 Jahren Gefängnis frei - 50 Dollar gestohlen

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1983 hatte der heute 58-Jährige in einer Bäckerei 50 Dollar gestohlen, jetzt kommt er frei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil er 50 Dollar gestohlen hatte, kam ein Mann in den USA mehr als 35 Jahre ins Gefängnis. Er war zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Doch jetzt durfte er wieder auf freien Fuß. Ein Richter im Bundesstaat Alabama entschied laut übereinstimmenden Medienberichten, dem 58-Jährigen die verbleibende Haftstrafe zu erlassen.

Demnach hatte der Mann den Geldbetrag im Jahr 1983 aus der Kasse einer Bäckerei in der Stadt Bessemer gestohlen. Da es sich bereits um seine dritte kleinkriminelle Tat gehandelt habe, sei er aufgrund eines besonderen Gesetzes des Bundesstaates Alabama zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Die Familie des Mannes reagierte nach der Freilassung mit großer Erleichterung und Freude, sie werde ihn so gut wie möglich unterstützten, eine Arbeit zu finden, wie eine Nichte dem Fernsehsender WBRC sagte. Dem Richter sagte der Mann laut Medienberichten, Tischler werden zu wollen.

13:37 Uhr

Feuerwehr-Spezialisten suchen weiter nach Kobra in Herne

Am Sonntag ist in Herne eine hochgiftige Monokelkobra mit einer geschätzten Länge von mindestens 1,40 Metern entkommen. Spezialisten der Feuerwehr haben auf der Suche nach dem Reptil nun in dem Mehrfamilienhaus alle Räume durchsucht und abgedichtet. Man wisse weiterhin nicht, wo die Schlange sei, sagte ein Stadtsprecher. Es seien keine Spuren entdeckt worden. Das Abdichten der Räume mit Folie und Bauschaum soll verhindern, dass die Giftschlange in diese Räume gelangen oder sie aus einem möglichen Versteck entkommen kann.

Reptilienexperten der Feuerwehr Düsseldorf hatten am Mittwoch mit der Durchsuchung des Gebäudes begonnen. Der Einsatz dieser Spezialisten ist der Stadt Herne zufolge vorerst beendet. Die Stadt halte es weiterhin für wahrscheinlich, dass sich die Schlange in dem Gebäudekomplex aufhält. Bei einer erfolglosen Suche gibt es nach früheren Angaben der Stadt auch die Option, Gas in das Haus einzuleiten und die Schlange damit sicher zu töten. Dabei würde das Haus in Folie verpackt und 24 Stunden lang mit Gas vollgepumpt.

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Ein Bewohner hatte die Kobra mit seinem Handy fotografiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

13:22 Uhr

Gutachten zweifelt an Soli-Plänen des Kabinetts

Ein neues Gutachten zieht die Pläne von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) zur teilweisen Soli-Abschaffung in Zweifel. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags kommt zu dem Ergebnis, "dass jedwede Erhebung des Solidaritätszuschlags über 2019 hinaus - sei es auch nur von höheren Einkommensgruppen und Unternehmen - ein hohes Risiko der Verfassungswidrigkeit in sich birgt". Das Gutachten wurde am Freitag auf der Online-Seite des Bundestags veröffentlicht.

Finanzminister Scholz will den Solidaritätszuschlag 2021 für 90 Prozent der heutigen Zahler abschaffen. Weitere 6,5 Prozent sollen ihn dann nur noch teilweise zahlen. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf angenommen. Die Union möchte den Soli auf Dauer aber ganz streichen.
Die Mitarbeiter des wissenschaftlichen Diensts unterstützen die Abgeordneten mit ihrer Expertise. Ihre Stellungnahmen sind aber keine offiziellen Positionen des Bundestags. In dem 23-seitigen Gutachten referieren die Verfasser des Papiers die wissenschaftliche Debatte zum Solidaritätszuschlag. Ob dieser nach Jahresende noch verfassungsmäßig sei, sei "eine umstrittene Frage", die letztlich nur das Bundesverfassungsgericht beantworten könne.

12:58 Uhr

Milliarden toter Eintagsfliegen bedecken bayerische Straße

Erst schwirren Milliarden von Eintagsfliegen im Lichtkegel der Straßenlaternen durch die Luft, dann fallen sie tot auf die Straße. Eine zentimeterhohe Decke der Insekten auf der Fahrbahn hat die Bewohner in Regenstauf bei Regensburg beschäftigt. Mit einer Schaufel räumte ein Mann in der Nacht auf Freitag tote Fliegen in einen Eimer.

Die Polizei sprach von keinem lokal-spezifischen Phänomen. Der bayerische Landesverband des BUND erklärte, das Massenschlüpfen der Insekten könne jederzeit woanders stattfinden. Das Naturschauspiel gebe es nicht nur in der Oberpfalz. Es brauche optimale Bedingungen, dass die Eintagsfliegen in so großer Zahl gleichzeitig schlüpften, sagte ein Experte der Organisation. Eintagsfliegen verbringen ihm zufolge ihr Leben überwiegend in einer Larve. Wenn sie schlüpfen, bleiben ihnen nur rund 24 Stunden, um sich fortzupflanzen. Danach sterben sie.

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Ein Mann entfernte die zentimeterhohe Decke der Insekten.

(Foto: picture alliance/dpa)

12:50 Uhr

Verteidiger fordern im Lügde-Prozess zwölf Jahre Haft

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Die Angeklagten Mario S. (l) und Andreas V. stehen im Saal des Landgerichts auf der Anklagebank. Mit den Plädoyers der Verteidiger neigt sich der Prozess dem Ende zu.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf einem Campingplatz in Lügde soll der Dauercamper Andreas V. Hunderte Male Mädchen und Jungen sexuell missbraucht haben. Er hat die Taten bereits gestanden. Nun hat sein Verteidiger eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren beantragt. Zum Thema Sicherungsverwahrung habe er sich nicht geäußert, sagte Johannes Salmen vor Journalisten nach Abschluss seines Plädoyers unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Vertreter des zweiten Angeklagten, Mario S., stellte keinen konkreten Strafantrag vor dem Landgericht Detmold. Er habe angesichts des Geständnisses seines Mandanten um ein "möglichst großes vertretbares Entgegenkommen" gebeten, sagte Jürgen Bogner. Der Verteidiger rechnet mit einem Urteil, "bei dem wir uns im zweistelligen Bereich bewegen werden."

12:35 Uhr

Sommer 2019 knackt einige Temperatur-Rekorde

Der Sommer 2019 war nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Die Durchschnittstemperatur lag bei 19,2 Grad, wie der Wetterdienst in einer ersten Sommerbilanz mitteilte. Lediglich in den Jahren 2003 und 2018 war es in Deutschland mit 19,7 und 19,3 Grad noch wärmer.

Einige Rekorde fielen in diesem Jahr dennoch: Erstmals überschritten die Temperaturen in Deutschland die Marke von 42 Grad. Bei der Hitzewelle Ende Juli wurden im niedersächsischen Lingen 42,6 Grad gemessen. Vor Beginn des Sommers hatte die Rekordtemperatur bei 40,3 Grad im bayerischen Kitzingen gelegen. Dieser Wert wurde in diesem Jahr aber gleich mehrmals übertroffen. Der Juni 2019 gilt als der wärmste seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen.

12:09 Uhr

Deutschlands Osten: Am Jobmarkt schließt sich eine "klaffende Wunde"

Blühende Landschaften? Davon sind manche Regionen von Brandenburg und Sachsen sicher noch weit entfernt. Doch ein Blick auf einzelne Indikatoren kurz vor den anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen zeigt, dass sich die Verhältnisse knapp drei Jahrzehnte nach der Wende zumindest am Arbeitsmarkt immer weiter angleichen: Die "klaffende Wunde" zum Beispiel, also der Abstand zwischen den regionalen Arbeitslosenquoten in den beiden Ländern und der bundesweiten Erwerbslosenquote, hat sich schon fast komplett geschlossen, wie folgende n-tv.de Infografik zeigt:

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Was ist hier zu sehen? Die gelbe Linie stellt die bundesweite Entwicklung am Arbeitsmarkt dar. Die Arbeitslosenquote ging von 12,3 Prozent im Januar 2005 bis auf aktuell 5,1 Prozent zurück. Im gleichen Zeitraum verringerte sich auch die Zahl der Arbeitslosen in den beiden ostdeutschen Bundesländern Brandenburg (schwarze Linie) und Sachsen (rote Linie). Spitzenwerte jenseits der 20-Prozent-Marke gehören der Vergangenheit an. Die regionalen Arbeitslosenquoten schrumpften bis auf aktuell 5,6 Prozent (Brandenburg) und 5,4 Prozent (Sachsen).

Mehr dazu in Kürze.

11:53 Uhr

Gericht lässt Zwangspause des britischen Parlaments vorerst zu

Ein schottisches Gericht hat den Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die vorübergehende Schließung des britischen Parlaments abgelehnt. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal in Edinburgh. Eingereicht hatte den Antrag eine Gruppe von Oppositionsabgeordneten. Sie sehen in der von Premierminister Boris Johnson erwirkten Zwangspause des Unterhauses eine unzulässige Einschränkung des Parlaments und wollen die Maßnahme gerichtlich unterbinden.

Für den 6. September ist dazu eine Anhörung vorgesehen. Ähnliche Klagen wurden auch vor den High Courts in Belfast und London eingereicht. Der ehemalige konservative Premierminister John Major teilte mit, er wolle sich einer der Klagen anschließen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:26 Uhr

Trumps persönliche Assistentin patzt - und kündigt

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Trumps persönliche Assistentin Madeleine Westerhout patzte kürzlich vor Journalisten.

(Foto: REUTERS)

Und schon wieder ein Abgang im Weißen Haus: Die persönliche Assistentin von US-Präsident Donald Trump ist Medienberichten zufolge zurückgetreten, nachdem sie Informationen über die Präsidentenfamilie an Journalisten weitergegeben hatte. Madeleine Westerhouts Büro liegt genau vor dem Oval Office, sie gilt als Trumps "Pförtnerin" und war seit Beginn der Präsidentschaft seine Assistentin.

Westerhout habe kürzlich während Trumps Aufenthalt in New Jersey Journalisten getroffen, schreibt die "New York Times". Dabei habe sie vertrauliche Informationen weitergegeben, wovon Trump nun erfahren habe. "CNN" berichtete, dass die persönliche Assistentin bei dem Treffen mit Journalisten nicht deutlich klar gemacht habe, dass es sich um ein vertrauliches Gespräch "off the record" handelte, über das Journalisten nicht berichten dürfen. Einer der Medienvertreter habe dann das Weiße Haus über das Gespräch informiert.

11:17 Uhr

Kongo kämpft gegen verheerende Ebola-Epidemie

Trotz aller Bemühungen zur Eindämmung der Ebola-Epidemie im Kongo sind mittlerweile mehr als 3000 Menschen erkrankt. Bislang gebe es 3004 gemeldete Krankheitsfälle und 2006 Tote, wie kongolesische Behörden mitteilten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief zu verstärkten Anstrengungen auf, eine der aktuell größten und schwierigsten humanitären Krisen zu bewältigen.

Die Epidemie wütet seit rund einem Jahr vor allem in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri im Osten des Landes. In der Zwischenzeit wurden laut WHO rund 200.000 Menschen gegen das Virus geimpft. Nach der verheerenden Epidemie in Westafrika 2014/2015 mit über 11.000 Toten ist dies der bislang schlimmste Ausbruch. Er ist besonders schwer in den Griff zu bekommen, da in der Region etliche Milizen aktiv sind.

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Rund 200.000 Menschen im Kongo sind mittlerweile gegen Ebola geimpft.

(Foto: REUTERS)

10:58 Uhr

Hoffnung für Fans von Stieg Larssons Millennium-Buchreihe

Die Millennium-Buchreihe zog Millionen in ihren Bann. Nun könnte sie doch noch weitergehen. Schwedischen Medienberichten zufolge geht die Familie des vor 15 Jahren verstorbenen Schriftstellers Stieg Larsson neue Wege, um möglicherweise weitere Nachfolgeromane aus der Serie zu veröffentlichen. Die Firma Moggliden, über die Larssons Bruder Joachim und Vater Erland die Rechte halten, habe sich entschlossen, die Zusammenarbeit mit dem schwedische Originalverlag Norstedts zu beenden, berichtete die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter". Stattdessen soll die Familie mit mehreren Verlagen über eine mögliche neue Kooperation sprechen.

Die Millennium-Serie zählt zu den erfolgreichsten Buchreihen Skandinaviens. Insgesamt wurden weltweit rund 100 Millionen Exemplare von Larssons drei Original-Fassungen sowie den drei Nachfolgern von David Lagercrantz verkauft. Erst am Montag war der neue Band "Vernichtung" in den Handel gekommen. Nach Angaben von Lagercrantz sollte es eigentlich das abschließende Werk der Reihe sein. Er hatte im Dezember verkündet, keine weitere Fortsetzung der Reihe mehr schreiben zu wollen.

10:46 Uhr

SPD-Bewerber fordern kostenlose Fahrten in Bussen und Bahnen

Im Rennen um den SPD-Vorsitz macht sich das Bewerberduo Hilde Mattheis und Dierk Hirschel für einen kostenlosen Personennahverkehr stark. Die Möglichkeit zur kostenfreien Nutzung von Bussen und Bahnen verbinde soziale Gerechtigkeit mit ökologischer Vernunft, sagte die Parteilinke Mattheis. "Mobilität darf kein Privileg sein." Der Verdi-Chefökonom Hirschel ergänzte: "Wenn wir Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen möchten, müssen wir ihnen etwas anbieten, um das Auto auch mal stehen zu lassen."

Bei der SPD läuft an diesem Sonntag die Bewerbungsfrist für die Nachfolge von Andrea Nahles ab. Mattheis und Hirschel gehören zu den fünf Bewerberduos, denen der Wahlvorstand bis zum Mittwoch bereits die notwendige Unterstützung der Parteibasis bescheinigt hatte. Mattheis und Hirschel räumten ein, dass ein kostenloser Nahverkehr nur bei einem gleichzeitigen Ausbau der Kapazitäten umsetzbar sei. Notwendig seien jährlich sechs Milliarden Euro für den Ausbau sowie 13 Milliarden Euro für den Ausfall von Ticketpreisen. Mattheis möchte deshalb in einem ersten Schritt nach Wiener Vorbild ein Jahresticket für 365 Euro einführen.

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10:25 Uhr

Gemeinden kassieren saftiges Plus an Grundsteuern

Die Gemeinden in Deutschland haben im vergangenen Jahr die höchsten Grundsteuern seit 1991 eingenommen: rund 14,2 Milliarden Euro. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Rechnet man alle sogenannten Realsteuern zusammen - Grundsteuer A, Grundsteuer B und Gewerbesteuer - bekamen die Gemeinden 2018 rund 70,0 Milliarden Euro. Das waren 3,2 Milliarden Euro beziehungsweise 4,8 Prozent mehr als 2017.

09:48 Uhr

CO2-Preis fürs Heizen bringt bei Mietshäusern weniger

Wenn ein CO2-Preis das Heizen mit Öl und Erdgas verteuert, motiviert das einer Studie zufolge vor allem Menschen mit Eigenheimen in guter Lage zu mehr Klimaschutz. Dagegen bliebe für Mietwohnungen die Lenkungswirkung eher "begrenzt", heißt es in einer ausführlichen Untersuchung im Auftrag von SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Die Befunde deuteten darauf hin, "dass eine breitere Lenkungswirkung (...) wohl nur dann erreichbar ist, wenn zusätzlich an weiteren Stellschrauben gedreht wird", schreiben die Experten.

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Umweltministerin Schulze gab die Studie in Auftrag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schulze wirbt dafür, die Energiesteuern für Sprit, Heizöl und Erdgas zu erhöhen, um klimafreundliche Technologien attraktiver zu machen. Über eine pro Kopf ausgezahlte Klimaprämie sollen die Bürger die zusätzlichen Einnahmen zurückbekommen, sodass der Staat nichts daran verdient. Es gibt auch andere Modelle für einen CO2-Preis. Das Klimakabinett der Bundesregierung soll am 20. September darüber entscheiden. "Ein CO2-Preis darf nicht einseitig die Mieterinnen und Mieter belasten", forderte Schulze. "Sie haben nämlich keine Möglichkeit, im Mietshaus selber klimafreundliche Heizungsanlagen einzubauen. Hier sind in erster Linie die Eigentümer und Vermieter gefragt." Deshalb müsse eine Bepreisung auch hier Anreize setzen.

09:35 Uhr

Die #MeToo-Bewegung wirkt bis heute - auch am Arbeitsplatz

Vor knapp zwei Jahren startete die #MeToo-Bewegung. Dabei kämpfen Aktivistinnen und Aktivisten gegen sexualisierte Gewalt. Denn nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im Beruf erleben viele Frauen, aber auch Männer sexuelle Belästigung - vor allem, wenn es ein entsprechendes Machtgefälle gibt. Sei es eine sexistische Bemerkung oder eine übergriffige Berührung. "Das Thema zieht sich durch alle Branchen",  stellt jetzt der Sprecher der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Sebastian Bickerich, fest.

Doch er betont auch: "Die Bereitschaft der Unternehmen ist gestiegen, sexuelle Belästigung zu sanktionieren." Besonders schwierig sei die Lage im Berufsalltag für Menschen ohne Festanstellung, etwa im Journalismus oder in der Kunst. "Für freie Mitarbeiter gibt es relativ wenig Schutz. Ihr Auftraggeber ist nicht ihr Arbeitgeber." Außerdem sind Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, sexuelle Belästigung zu verhindern und eine Beschwerdestelle einzurichten. Doch gerade bei kleineren und mittleren Firmen gibt es Nachholbedarf.

Und das ist auch dringend notwendig, denn die Zahlen sind erschreckend: So stellte etwa eine Umfrage im Auftrag des Beamtenbunds dbb fest, dass bereits mehr als jede vierte Frau Opfer sexueller Belästigung wurde.

09:17 Uhr

Zwei Deutsche verunglücken in österreichischen Bergen

In Österreich sind zwei weitere deutsche Bergsteiger tödlich verunglückt. In Prägraten bei Lienz in Osttirol verunglückte am Donnerstag eine 28-jährige Deutsche. Sie hatte laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit ihrem Vater eine mehrtägige Hüttentour unternommen. Die beiden waren zur Clarahütte unterwegs, als die Frau auf dem Weg zum Umbaltal auf einem Steig ausrutschte und rund 50 Meter über steiles, felsiges Gelände abstürzte. Der Vater setzte sofort einen Notruf ab, der Notarzt konnte aber nur noch den Tod der jungen Frau feststellen.

Am Pitztaler Gletscher bei Imst in Tirol wurde am Donnerstag die Leiche eines 69-jährigen Deutschen gefunden, der seit fast zwei Wochen vermisst wurde. Laut APA wurde der Mann bei einer Suchaktion 80 Meter unterhalb eines markierten Gletscherpfades zur Braunschweigerhütte gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass er oberhalb der Randkluft gewandert und dabei abgestürzt war. Der Mann war den Angaben zufolge am 17. August mit dem Gletscherexpress allein zur Bergstation gefahren. Auf der Braunschweigerhütte wollte er sich mit seiner Frau treffen, er kam aber nicht dort an. Seine Leiche wurde nun von der Bergrettung und der Alpinpolizei geborgen und mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht.

08:50 Uhr

"Walk of Fame" in Hollywood hat einen neuen Stern

Die US-amerikanische Schauspielerin Kirsten Dunst hat jetzt auch einen Stern auf dem berühmten "Walk of Fame" in Hollywood. Die 37-Jährige erklärte erst vor wenigen Tagen in einem Radiointerview, dass sie sich in Hollywood zu wenig wertgeschätzt fühle. "Man hat mich in der Branche nie anerkannt. Ich wurde nie für irgendetwas nominiert, außer für zwei Golden Globes", sagte Dunst dem US-Radiosender Sirius XM. "Vielleicht spiele ich das Spiel nicht genug mit", merkte Dunst über ihr Auftreten im Filmgeschäft an. "Aber manchmal denkt man, es wäre schon schön, von seinen Kollegen anerkannt zu werden." Mit der Sternenplakette auf dem "Walk of Fame" ist nun wenigstens ihr Name fest in den Boden von Hollywood zementiert.

Sie sei völlig überwältigt, diese Auszeichnung zu erhalten, sagte die sichtlich gerührte Schauspielerin. Die sonst eher öffentlichkeitsscheue Darstellerin brachte ihre ganze Familie zu der Feier mit. Mit ihrem deutschen Vater Klaus Dunst, Mutter Inez Rupprecht, dem jüngeren Bruder Christian und ihrem Verlobten Jesse Plemons posierte sie an der Sternenplakette. Auch der 15 Monate alte Sohn Ennis durfte bei seinem ersten Hollywood-Auftritt auf dem Stern krabbeln. Ihr Vater, der noch Verwandtschaft in Hamburg hat, lebt seit Jahrzehnten in den USA. Seit 2011 hat die Schauspielerin auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

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Kirsten Dunst war sichtlich gerührt, als sie den Stern bekam.

(Foto: picture alliance/dpa)

08:21 Uhr

Wechseljahr-Hormontherapien erhöhen Brustkrebsrisiko langfristig

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Bei einer Mammographie können Auffälligkeiten festgestellt werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Viele Frauen versuchen ihre Beschwerden während der Wechseljahre mit einer Hormontherapie zu lindern. Doch dadurch erhöht sich das Brustkrebsrisiko - und zwar auch noch Jahre nach Ende der Therapie. Dies berichtet ein internationales Forscherteam nach der Auswertung von insgesamt 58 Studien mit Daten von knapp 500.000 Frauen in der Fachzeitschrift "The Lancet". Die Wissenschaftler zeigten, dass nahezu jede Form der Hormontherapie das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, langfristig erhöht.

Patientinnen sollten über die neuen Erkenntnisse informiert werden, sagt Olaf Ortmann von der Universitätsfrauenklinik in Regensburg. "Wir haben noch nicht so viel über die Langzeitfolgen gewusst. Bisher ist man davon ausgegangen, dass das Risiko für eine Brustkrebserkrankung wenige Jahre nach dem Ende der Hormonbehandlung wieder auf ein normales Maß zurückgeht."

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07:58 Uhr

Berliner Linke knicken wohl bei geplanten Mietobergrenzen ein

Diese Nachricht dürfte viele Mieterinnen und Mieter in Berlin nicht freuen: Die Pläne für eine Mietobergrenze in Berlin sollen der "Bild"-Zeitung zufolge abgeschwächt werden. Die Mieten würden nicht für fünf Jahre rigoros eingefroren, moderate Anhebungen würden möglich sein. Maßstab für den Spielraum von Vermietern solle die jährliche Inflationsrate sein. Zudem solle es zu viel weniger Mietsenkungen kommen, als vom Entwurf der linken Bausenatorin Katrin Lompscher vorgesehen. Reduziert werden sollten nur die Zahlungen von Mietern, die derzeit schon 30 Prozent ihres Nettohaushaltseinkommens für die Miete aufwendeten.

Die Linke habe mit ihren Vorschlägen für einen rigoroseren Deckel und eine Begrenzung der Kaltmieten auf maximal knapp acht Euro pro Quadratmeter auf verlorenem Posten gestanden, heißt es in dem Bericht. Fertig werde das Mietdeckel-Gesetz nicht mehr wie geplant im Januar. Der Berliner Senat hatte im Juni einen Mietdeckel im Grundsatz beschlossen, aber noch keine Obergrenze festgelegt. Die Opposition und Immobilienkonzerne kritisierten die Lompscher-Pläne scharf.

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07:42 Uhr

Hongkonger Aktivisten sagen Demonstration ab

Nach dem Verbot einer weiteren Massendemonstration in Hongkong haben die Organisatoren der Civil Human Rights Front die ursprünglich für Samstag geplanten Proteste abgesagt. Der Einspruch des Protestbündnisses gegen das Verbot sei abgelehnt worden, erklärte die Mitorganisatorin Bonnie Leung. Daher bleibe nichts anderes übrig, als den Marsch zur Vertretung der chinesischen Regierung in der Finanzmetropole abzusagen. Man wolle potenzielle Teilnehmer nicht gefährden, sagte Leung. Mit der Absage wolle das Bündnis dafür Sorge tragen, dass niemand die rechtlichen Konsequenzen für eine Teilnahme tragen müsse.

Zuvor waren am Freitagmorgen zwei weitere prominente Aktivisten der Protestbewegung, der Bürgerrechtler Joshua Wong und seine Mitstreiterin Agnes Chow, in der chinesischen Sonderverwaltungszone festgenommen worden.

Update 13:10 Uhr: Mittlerweile sind Wong und Chow auf Kaution freigelassen worden. Das eilte ihre regierungskritische Partei Demosisto mit.

07:31 Uhr

Menschen in Deutschland zahlen zu viel fürs Wohnen

Fast jeder Siebte in Deutschland gab zuletzt mehr als 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens für das Wohnen aus. Im Jahr 2017 waren das genauer gesagt 14,5 Prozent der Einwohner in Deutschland. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Gegenüber 2010 hat sich dieser Anteil kaum verändert.

Die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Caren Lay, kritisiert das: "Diese hohen Wohnkosten sind eine unzumutbare Belastung, besonders für gering- und normalverdienende Haushalte." Maximal 30 Prozent gelten als vertretbar. "Es darf nicht sein, dass Haushalte bei den Ausgaben für Essen, Bildung oder Information sparen müssen, um ihre Miete bezahlen zu können."

Das verfügbare Haushaltseinkommen ist das, was nach Abzug von direkten Steuern und Sozialabgaben noch für private Ausgaben zur Verfügung steht. Die Wohnkosten umfassen Energie- und Nebenkosten, bei Mietern auch die Miete.

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07:11 Uhr

Blitz erschlägt deutschen Bergsteiger in den Alpen

Ein deutscher Bergsteiger wurde auf dem österreichischen Dachstein von einem Blitzschlag tödlich verletzt. Der 37-Jährige stammte aus Radebeul im sächsischen Landkreis Meißen, wie die Polizei in Graz mitteilte. Er war am Donnerstag mit einem gleichaltrigen Kollegen aus Dresden auf den 2995 Meter hohen Gipfel gestiegen.

Weil sie einen Wetterumschwung erwarteten, seien die beiden sofort wieder abgestiegen. Als sie das Ende des Klettersteiges fast erreicht hatten, traf ein Blitzschlag die beiden. Nach Angaben der Polizei starb einer der Männer noch an der Unfallstelle. Der zweite wurde ebenfalls verletzt. Er konnte zu einer Berghütte absteigen und dort die Rettungskräfte verständigen.

07:00 Uhr

Der Sommer wappnet sich fürs heiße Finale

Der Tag beginnt stellenweise mit Nebel und vielerorts deutlich frischer als zuletzt. Besonders im Westen und Norden, aber auch in Teilen Süddeutschlands. Hier liegen die Frühwerte gerne mal bei 12 bis 17 Grad. Sonst sind es häufig 17 bis 21 Grad.

Björn Alexander

Björn Alexander

Tagsüber erwartet die meisten von uns - nach Auflösung der Dunst- und Nebelfelder - ein freundlicher bis sonniger Tag. Denn die Quellwolken lassen der Sonne reichlich Platz und sind auch sonst eher harmloser Natur. Höchstens im Süden und Südosten sind nachmittags einzelne Gewitter mit Starkregen und Hagel nicht auszuschließen. Das gilt insbesondere vom Schwarzwald über den Alpraum bis hinauf nach Thüringen, das Erzgebirge und ins südliche Brandenburg.

Die Temperaturen erreichen bei den Nordlichtern sowie am Alpenrand 22 bis 25 Grad. Im großen Rest werden es 26 bis 31 Grad. Dabei ist es vor allem in der Südosthälfte zum Teil weiterhin drückend und schwül.

Die weiteren Aussichten: morgen endet der meteorologische Sommer mit einem teils heißen Finale, bevor anschließend kräftige Gewitter aufkommen, die uns eine nachhaltige Abkühlung bescheren. Hier die Details dazu sowie der Blick auf die Sommerbilanz und Hurrikan "Dorian". Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein hoffentlich sehr entspanntes Wochenende.
Ihr Björn Alexander

06:52 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und liebe Leser,

die Landtagswahlen in Ostdeutschland stehen kurz bevor. Doch ehe in Brandenburg und Sachsen gewählt wird, bäumen sich heute noch einmal Bundes- und Landespolitiker auf. In Potsdam, Dresden und Leipzig oder auch in Königs Wusterhausen, Peickwitz und Falkensee kämpfen sie noch einmal um Stimmen. Noch haben der CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen, Michael Kretschmer, und SPD-Regierungschef von Brandenburg, Dietmar Woidke, die Hoffnung, dass sich ihre Parteien als stärkste Kraft behaupten können. Doch Zuwächse können beide wohl nicht erwarten - als wahrscheinliche Wahlgewinner gelten eher AfD und Grüne.

  • Mit den Plädoyers der Verteidiger neigt sich der Prozess um den massenhaften Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz in Lügde seinem Ende zu. Ab 9 Uhr haben vor dem Landgericht Detmold zunächst die Nebenklage-Vertreter Gelegenheit zu Schlussworten. Dann äußern sich die Verteidiger der Angeklagten Andreas V. und Mario S. Den beiden Deutschen wird vorgeworfen, über viele Jahre in mehreren hundert Fällen Jungen und Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Das Urteil soll am 5. September verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft hat hohe Haftstrafen und Sicherungsverwahrungen gefordert.
  • Die Außenminister der EU-Staaten treffen sich in Helsinki mit Amtskollegen aus den Balkanstaaten - Thema dürfte unter anderen der Streit über den geplanten Start von EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien sein.
  • Tausende Jugendliche wollen heute Mittag erneut für mehr Klimaschutz demonstrieren. Unter dem Motto "3 vor 12" sind vor den Landtagswahlen Kundgebungen in mehreren Städten Brandenburgs und Sachsens geplant.
  • Ohne konkrete Forderung geht die IG Bau in die Verhandlungen um den Mindestlohn im Bauhauptgewerbe - vier Monate vor dem Auslaufen des aktuellen Tarifwerks beginnen in Wiesbaden die Verhandlungen.
  • Trainer Julian Nagelsmann peilt mit RB Leipzig am Abend bei Borussia Mönchengladbach den dritten Sieg im dritten Spiel der Fußball-Bundesliga an. Leipzig hat in Mönchengladbach alle bisherigen drei Bundesliga-Spiele gewonnen. Auf der anderen Seite hat Gladbachs Trainer Marco Rose die Mannschaft aus seiner Geburtsstadt Leipzig in der vergangenen Saison in der Europa League mit Salzburg zweimal besiegt. Die Gastgeber sind insgesamt seit neun Heimspielen sieglos.

Reihenweise Hitzerekorde gab es im Juli, nun zieht der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Bilanz der vergangenen drei Monate. Die Meteorologen legen in Offenbach ihre vorläufige Auswertung für den Sommer 2019 in Deutschland vor. Er dürfte in puncto Wärme einen der vorderen Plätze der Rangliste einnehmen. Gut, dass wir heute keine 40 Grad bekommen werden.

Mein Name ist Astrid Ehrenhauser und ich begleite Sie heute durch den Tag. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir gerne.

06:33 Uhr

Ausgerissene schwangere 14-Jährige zurück in Klinik

Kurz vor der Entbindung ist am Montag eine schwangere 14-Jährige aus dem Kreißsaal des Aachener Klinikums weggelaufen. Jetzt ist die Ausreißerin wieder aufgetaucht. Die Jugendliche und ihr ungeborenes Kind seien wohlauf, sagte ein Polizeisprecher. Sie sei kurz nach Mitternacht nach Hinweisen von Zeugen etwa 60 Kilometer von Aachen entfernt in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) ausfindig gemacht worden.

Die Jugendliche war zuvor den Angaben zufolge in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht und wurde mittels öffentlicher Fahndung gesucht.

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06:20 Uhr

Riekes Rückspiegel am 30. August 2019

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"Thermos hält kalt und heiss - ohne Feuer, ohne Eis": Werbeplakat ab 1907.

(Foto: Privatarchiv Familie Burger | thermosflasche.jimdo.com)

Wussten Sie, dass … die Thermoskanne ihre Bezeichnung einem Brandenburger zu verdanken hat? Heute vor 115 Jahren, also am 30. August 1904, bestätigte das Kaiserliche Patentamt den Antrag von Reinhold Burger, den Namen Thermos als Warenzeichen schützen zu lassen. Schon im Jahr zuvor hatte er in Berlin seine Isolierflasche mit einem stabilen Metallblechmantel zum Patent angemeldet - zwar geht die ursprüngliche Idee auf den Schotten James Dewar zurück, doch im Unterschied dazu war Burgers Erfindung für den alltäglichen Gebrauch geeignet.

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Den Markennamen entnahm er lieber dem griechischen Wort für Hitze, statt seine Erfindung nach sich zu benennen: "Ich will ja noch Kinder haben und sie sollen nicht gehänselt werden", soll der Tüftler einst gesagt haben. Derlei Probleme sollten seine beiden Söhne nicht gehabt haben - aber "Burger-Flasche" klänge tatsächlich etwas merkwürdig für solch eine tolle Erfindung. Apropos Nachfahren: Burgers Enkel Sven hat eine Internetseite zu Reinhold Burger und dessen Erfindung(en) gestaltet. Der Besuch lohnt sich!

Wir gratulieren … Peter Maffay, Ohrwurm-Schmuserocker und Drachenbändiger, zum 70. Geburtstag. Siebzig?! Er wollte doch nie erwachsen sein. Und als er 16 war, wurde er eines schönen Sommertages von einer fast doppelt so alten Dame verführt. Ob ihm dabei die Idee zu Tabaluga kam? Wie dem auch sei: Wir wünschen alles Gute und für die heutige Party eine Sonne in der Nacht!

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06:02 Uhr

Deutsche Bahn will weniger Glyphosat sprühen

Eine gute Nachricht für Deutschlands Schienen: Die Deutsche Bahn will weniger Glyphosat einsetzen. Im vergangenen Jahr wurden noch 57 Tonnen von dem Unkrautvernichter entlang der Gleise versprüht. Nächstes Jahr sollen es immerhin nur halb so viele sein, kündigte das Bundesunternehmen an. Stattdessen werde Unkraut stärker manuell beseitigt, um die Schienen freizuhalten. "Auf weiten Teilen des Streckennetzes wird ab 2020 kein Glyphosat ausgebracht", sagte ein Konzernsprecher. Bislang seien 90 Prozent des Netzes einmal im Jahr mit Glyphosat behandelt worden.

Die WHO-Krebsforschungsagentur IARC hatte den Unkrautvernichter 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" für Menschen eingestuft. Der Hersteller, die Bayer-Tochter Monsanto, widerspricht dem.

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