Der Tag
23. Juli 2025
WhatsApp-Image-2025-01-14-at-07-23-43mit Tobias Hauser
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22:26 Uhr

Das war Mittwoch, der 23. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Er hat wohl eine Annäherung zwischen USA und Europa im Streit um Zölle gebracht. Einem Medienbericht zufolge deutet sich ein Abkommen über US-Zölle von 15 Prozent an. Die EU könnte den sogenannten reziproken Abgaben zustimmen, um eine von Präsident Donald Trump angedrohte Anhebung auf 30 Prozent ab dem 1. August zu vermeiden, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Zölle für einige Produkte wie Flugzeuge, Spirituosen und medizinische Geräte sollen dem Bericht zufolge entfallen.

Sie suchen noch Abendlektüre? Dann kann ich Ihnen folgende Texte ans Herz legen:

  • Macron diniert mit Merz in Berlin. Kein großes Ding, möchte man meinen. Doch genau diese Beziehungen, auch zum Briten Starmer, können noch richtig wichtig werden - vor allem mit Blick auf Trump und Putin. Von Frauke Niemeyer

  • Seit sieben Jahren repariert Russland seinen einzigen Flugzeugträger. Jetzt zieht Moskau offenbar die Reißleine: Die weiteren Restaurationsarbeiten sind Medienberichten zufolge ausgesetzt. Der Kreml erwägt die Verschrottung der "Admiral Kusnezow". Von Kevin Schulte

  • Der ukrainische Präsident Selenskyj unterzeichnet ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz, das die Unabhängigkeit von zwei Antikorruptionsbehörden einschränkt und ihm selbst mehr Einfluss gibt. Was folgt, ist viel Kritik. Und ein innenpolitischer Konflikt, den das Land nicht gebrauchen kann. Von Robin Grützmacher

Ich wünsche Ihnen noch einen ruhigen Abend und eine angenehme Restwoche!

Ihr Tobias Hauser

Das war Mittwoch, der 23. Juli 2025
22:10 Uhr

Bericht: Trumps Name kommt mehrfach in Epstein-Akten vor

Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) mit Bezug auf mehrere anonyme Quellen in der Regierung berichtet, erfuhr US-Präsident Donald Trump im Mai, dass sein Name mehrfach in den Epstein-Akten vorkommt. Er wurde laut Bericht von Generalstaatsanwältin Pam Bondi darüber informiert. Auch andere prominente Persönlichkeiten seien in den Unterlagen genannt worden. Dort erwähnt zu werden, sei nicht direkt ein Hinweis auf ein Fehlverhalten, so das WSJ. Trump stehe laut der Quellen nicht im Mittelpunkt der Unterlagen, die auch unbestätigte Gerüchte abdecken würden.

Bei dem Treffen soll Trump auch mitgeteilt worden sein, dass das Justizministerium nicht vorhabe, weitere Dokumente im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den verurteilten Sexualstraftäter zu veröffentlichen, da das Material Kinderpornografie und persönliche Informationen der Opfer enthalte. Trump soll bei dem Treffen gesagt haben, er werde sich der Entscheidung des Justizministeriums anschließen. Die Entscheidung der Regierung führte zu scharfer Kritik, auch aus der eigenen Anhängerschaft.

Bericht: Trumps Name kommt mehrfach in Epstein-Akten vor
21:43 Uhr

13-Jähriger tot in Teich gefunden

Ein in Niedersachsen vermisster 13-Jähriger ist tot aus einem Teich geborgen worden. Wie die Polizei in Diepholz mitteilte, wurde der Junge am Mittwochnachmittag von seiner Familie in Syke als vermisst gemeldet. Polizei und Rettungskräfte starteten umgehend eine Suche, für die auch Fährtenspürhunde angefordert wurden. Am frühen Abend wurde der Junge dann tot in einem Teich entdeckt. Die Polizei leitete Ermittlungen zur genauen Todesursache ein. Eine Straftat schlossen die Beamten aus.

13-Jähriger tot in Teich gefunden
20:59 Uhr

Sanitäter kämpften zwei Stunden um Ozyy Osbournes Leben

Nach dem Tod von Rock-Legende Ozzy Osbourne werden neue Details zu seinem letzten Tag auf Erden bekannt. Im Alter von 76 Jahren verstarb der "Prince of Darkness" am Dienstagmorgen, wie seine Familie bekannt gegeben hatte. Die britische "Daily Mail" hat nun enthüllt, dass gegen 10:30 Uhr an jenem schicksalhaften Tag ein Rettungshelikopter auf einem Feld nahe seines Anwesens Welders House nordwestlich von London landete.

Der Helikopter habe die 43 Kilometer zu Osbournes Landhaus innerhalb von 15 Minuten zurückgelegt. Im Anschluss blieb die Rettungscrew rund zwei Stunden vor Ort und kämpfte angeblich um das Leben der Musiklegende. Trotz aller Bemühungen konnten die Sanitäter Osbourne jedoch nicht retten. Gegen 12:30 Uhr startete der Helikopter laut "Daily Mail" wieder.

Sanitäter kämpften zwei Stunden um Ozyy Osbournes Leben
20:28 Uhr

Merz rechnet mit baldiger Entscheidung in Handelskonflikt mit USA

Bundeskanzler Friedrich Merz rechnet mit "Entscheidungen" im Handelskonflikt mit den USA. Darüber wolle er auch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron sprechen, sagte er am Mittwochabend bei der Ankunft Macrons in Berlin. "Wir werden über einige sehr aktuelle Fragen miteinander beraten, unter anderem über die aktuelle Handelspolitik, zu der wir in diesen Minuten hören, dass es möglicherweise Entscheidungen geben könnte", sagte Merz. Macron bestätigte, dass die beiden sich mit Blick auf Handelsfragen "miteinander abstimmen" wollten.

"Wir teilen das Ziel der Stabilität und der niedrigstmöglichen Zölle", sagte Macron mit Blick auf die Gespräche der vergangenen Tage mit weiteren Spitzenpolitikern europäischer Staaten. Dabei wolle Europa aber "selbstverständlich auch aus als Partner respektiert werden", sagte Macron. Die Zeitung "Financial Times" berichtete unter Berufung auf übereinstimmende Quellen, dass eine Einigung zwischen den USA und der EU auf Zölle in Höhe von 15 Prozent bevorstehe. Mehrere Produkte, etwa Flugzeuge, Alkohol und medizinische Geräte sollten von Zöllen befreit werden.

Merz rechnet mit baldiger Entscheidung in Handelskonflikt mit USA
19:56 Uhr

BVG mit Seitenhieb gegen Klöckner: U-Bahnhof Bundestag zeigt Flagge

Es ist ein klares Zeichen - und ein kleiner Seitenhieb gegen Klöckner, Merz und Co. Am Bundestag soll die Regenbogenflagge zum Christopher Street Day diesmal zwar nicht wehen - der U-Bahnhof daneben erstrahlt dagegen in bunten Farben. "Wir helfen gerne beim Flagge zeigen", hieß es zu einem entsprechenden Foto auf der Instagramseite der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). "Also UNSER Bundestag ist dann jetzt bereit für den CSD."

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Regenbogenflagge am Bundestag - gewissermaßen. (Foto: dpa)

Berlin feiert am Samstag den Christopher Street Day (CSD) mit einer großen Parade. Nach Angaben eines BVG-Sprechers wurden auch andere Bahnhöfe in der deutschen Hauptstadt dekoriert. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hatte entschieden, die Regenbogenfahne - ein Symbol der queeren Community - zum Internationalen Tag gegen Homophobie (17. Mai) auf dem Bundestag hissen zu lassen, aus Neutralitätsgründen aber nicht an anderen Tagen.

Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich hinter Klöckners Entscheidung gestellt und gesagt, der Bundestag sei ja nun "kein Zirkuszelt", auf das man beliebig Fahnen hisse. Das brachte ihm auch Kritik ein.

BVG mit Seitenhieb gegen Klöckner: U-Bahnhof Bundestag zeigt Flagge
19:23 Uhr

Madame Tussauds in Berlin hat gute Nachrichten für Swifties

Fans von Taylor Swift dürfen sich freuen! Madame Tussaud enthüllt 13 Wachsfiguren, die der Popikone nachempfunden sind. Einer der Standorte: Berlin. "Taylor Swift erobert Madame Tussauds Berlin in ihrer ikonischen Lover-Ära – mit einem detailgetreuen Versace-Show-Look, Louboutin-Stiefeln und Rebel-Mikrofon", schreibt das Unternehmen.

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So sieht die neue Taylor Swift Wachsfigur aus. (Foto: Madame Tussauds Berlin)

Die neue Figur sei inspiriert von Swifts Auftritt in Hamburg 2024 bei der Eras Tour. Mit dem Launch will das Tussauds demnach Taylor Swift als "eine der einflussreichsten und dauerhaftesten Künstlerinnen des 21. Jahrhunderts" würdigen. Damit schlägt Swift sogar Harry Styles und Lady Gaga - die bekamen von Tussauds sieben beziehungsweise acht Statuen auf einmal.

Madame Tussauds in Berlin hat gute Nachrichten für Swifties
18:46 Uhr

Protest in Griechenland blockiert israelische Touristen

Ein pro-palästinischer Protest am Hafen von Syros verhindert über Stunden, dass israelische Touristen ein Kreuzfahrtschiff verlassen können. Letztendlich muss das Schiff sogar nach Zypern weitergeleitet werden. Die griechische Regierung verurteilt den Vorfall.

Protest in Griechenland blockiert israelische Touristen
18:07 Uhr

WHO bestätigt furchtbare Lage im Gazastreifen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt im Gazastreifen vor einer tödlichen Hungerkrise. "Die 2,1 Millionen Menschen, die im Kriegsgebiet Gaza gefangen sind, sehen sich neben Bomben und Kugeln mit einer weiteren Todesursache konfrontiert: dem Hungertod", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Wir erleben täglich einen Anstieg der Todesfälle aufgrund von Unterernährung."

Seit Mitte Juli seien die Zentren überfüllt, die Kinder mit akuter Unterernährung aufnehmen. Sie hätten nicht genügend Spezialnahrung, um sie notdürftig zu versorgen. Seit Anfang des Jahres seien mindestens 21 Kinder unter fünf Jahren durch Mangelernährung gestorben. Diese Fälle habe die WHO selbst dokumentiert. Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) lebt inzwischen ein Viertel der Bevölkerung "unter hungernotähnlichen Bedingungen".

WHO bestätigt furchtbare Lage im Gazastreifen
17:36 Uhr

UN-Gericht erklärt Klimaschutz zum Menschenrecht

Der Inselstaat Vanuatu ist besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Er bittet beim Internationalen Gerichtshof um Stellungnahme zu den Pflichten von Staaten. Nun liegt ein 500-seitiges Gutachten vor. Es stärkt die Rechte der kleinen Inseln und nimmt Regierungen weltweit in die Pflicht.

UN-Gericht erklärt Klimaschutz zum Menschenrecht
17:25 Uhr

CDU-Politiker kritisiert Migrationsfokus der eigenen Partei

Kritik aus den eigenen Reihen: Angesichts der Umfrageschwäche der Unionsparteien hat der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) vor einem zu engen Fokus auf einzelne Themen gewarnt. "Die jüngsten Umfragen sind dramatisch", sagte Dennis Radtke dem Magazin "Focus". Streit um die Stromsteuer und um die Wahl von Bundesverfassungsrichtern überdecke positive Entscheidungen in der Wirtschaftspolitik.

"Ferner zeigt sich, dass das Thema Migration nicht der einzige Hebel ist, um die AfD wirksam zu bekämpfen", betonte der EU-Parlamentarier. "Die Frage Wohnen und Entlastung der hart arbeitenden Mitte muss endlich nach ganz oben auf die politische Agenda." Es sei ein Alarmsignal, dass die CDU bei Themen und Köpfen nicht die Breite der Volkspartei darstelle. "Wir müssen aufhören, uns bei der Stimmung im Land in die Tasche zu lügen und zu glauben, uns fliegen die Herzen zu, weil die Asylzahlen Gott sei Dank zurückgehen."

CDU-Politiker kritisiert Migrationsfokus der eigenen Partei
16:46 Uhr

Erotik-Darstellerinnen prügeln auf Polizisten ein

Die Ukrainerinnen Albina und Angela Osinovskaya sind bereits seit 2018 in Russland. Die ehemaligen Turnerinnen verdienen ihr Geld mit Bildern und Videos von Nackttänzen. Nun werden beide nach einer Prügelei mit Polizisten in einem Vergnügungspark verhaftet.

Erotik-Darstellerinnen prügeln auf Polizisten ein
16:12 Uhr

Zunge von Angreifer abgebissen: Prozess in Südkorea nach 60 Jahren neu aufgerollt

Ein verrückter Fall und ein noch verrückteres Urteil: Weil sie ihrem Angreifer bei einem Vergewaltigungsversuch ein Stück Zunge abbiss, wurde Choi Mal Ja 1964 zu einer mehrmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Nun hat ein Gericht in Südkorea das Verfahren nach über 60 Jahren wieder aufgerollt. "61 Jahre lang ließ der Staat mich als Kriminelle leben", sagte Choi Mal Ja vor der Anhörung am Mittwoch vor dem Gericht im südkoreanischen Busan. Sie hoffe, dass künftige Generationen ohne sexuelle Gewalt leben könnten.

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Will Gerechtigkeit: Choi Mal Ja. (Foto: picture alliance / YONHAPNEWS AGENCY)

Ermutigt durch die weltweite MeToo-Bewegung beantragte Choi 2020 eine Wiederaufnahme des Verfahrens. Die Gerichte lehnten ihren Antrag zunächst ab. Im vergangenen Jahr ordnete das oberste Gericht des Landes dann die Wiederaufnahme des Prozesses an. Choi war 1964 als 19-Jährige von einem 21-jährigen Mann im südkoreanischen Gimhae angegriffen und zu Boden gedrückt worden. Als er mit seiner Zunge in ihren Mund eindrang, biss Choi etwa 1,5 Zentimeter davon ab und konnte sich so befreien. Der Täter wurde wegen Körperverletzung und Einschüchterung zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt, die zwei Jahre zu Bewährung ausgesetzt wurden. Choi erhielt wegen Körperverletzung eine höhere Strafe von zehn Monaten Haft, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Zunge von Angreifer abgebissen: Prozess in Südkorea nach 60 Jahren neu aufgerollt
15:39 Uhr

Schwan sorgt für Polizeieinsatz und Gleissperrung mit Happy End

Wie sich wohl dieser Schwan gefühlt hat? Orientierungslos, verwirrt und durcheinander? Das bemitleidenswerte Tier hat jedenfalls für einen ungewöhnlichen Einsatz am Bahnhof im rheinland-pfälzischen Wörth am Rhein gesorgt. Der Schwan war wohl gegen eine Oberleitung geflogen und saß anschließend orientierungslos im Gleisbereich fest, wie die Bundespolizei mitteilte. Beamte entdeckten demnach den Vogel, der sich nicht wegbewegte. Verletzungen seien nicht zu erkennen gewesen, hieß es.

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Rekrutiert die Polizei jetzt neben Hunden auch Schwäne? (Foto: dpa)

Nachdem der Streckenabschnitt für den Zugverkehr gesperrt war, fingen Polizisten den Schwan ein. Im Kofferraum des Streifenwagens konnte sich das Tier den Angaben nach etwas erholen - die Beamten organisierten in der Zwischenzeit eine Pflegestelle. Der Verkehr wurde nach dem tierischen Zwischenfall wieder freigegeben. Ich fühle mit dem armen Vogel. Die Welt muss für so ein Tier bestimmt sehr verwirrend sein!

Schwan sorgt für Polizeieinsatz und Gleissperrung mit Happy End
15:08 Uhr

Mann in Pakistan findet vermissten Neffen als Bettler wieder

In Pakistan hat ein Mann seinen vermissten Neffen wiedergefunden - als Bettler vor einer Moschee. Das dreijährige Kind war nach Angaben eines Polizeisprechers drei Monate zuvor in der Hafenstadt Karachi verschwunden und konnte trotz verzweifelter Suche durch die Familie nicht ausfindig gemacht werden. Die Polizei habe nun vier Menschen festgenommen, die sie verdächtigen, das Kind entführt und zum Betteln gezwungen zu haben.

Dem Polizeisprecher zufolge sah der Onkel das Kind in Begleitung eines Mannes vor einer Moschee, als er selbst dort beten wollte. Das Kind habe dort Passanten um Almosen gebeten. Der Onkel sei augenblicklich zu dem Jungen geeilt und habe den Mann mit Hilfe von Passanten in Gewahrsam genommen.

Mann in Pakistan findet vermissten Neffen als Bettler wieder
14:32 Uhr

Junge stirbt bei Horror-Crash mit Jetski - Freund verliert Arm

In Australien ist die Trauer groß: Bei einem Horror-Crash mit einem Jetski ist ein 15-Jähriger ums Leben gekommen. Ein weiterer Teenager im Alter von 14 Jahren verlor bei dem Unfall im Georges River im Süden von Sydney einen Arm. Der Unfall hatte sich am frühen Dienstagabend (Ortszeit) aus noch ungeklärter Ursache nahe einer Brücke im Vorort Sylvania ereignet, wie die Polizei des Bundesstaates New South Wales mitteilte. Demnach waren die beiden Freunde zum Zeitpunkt der Kollision auf demselben Jetski unterwegs und trugen Schwimmwesten. Wahrscheinlich habe der jüngere der beiden nur deshalb überlebt, hieß es.

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Trauernde Mitschüler legten nahe der Unfallstelle Blumen nieder. (Foto: picture alliance/dpa/AAP)

Womit der Jetski zusammenstieß, ist noch unklar. Polizeisprecher Donald Faulds sagte, es müsse sich aber um etwas, das mit der Brücke in Zusammenhang steht, gehandelt haben - eventuell auch etwas unter der Wasseroberfläche. Ein herbeigeeilter Beamter sei instinktiv ins Wasser gesprungen, um den Verunglückten zu helfen, berichtete der Sender ABC. "Wir sahen eine Person, die im Wasser trieb, und wir hörten sie um Hilfe rufen", sagte er. Auch ein Notarzt half bei der Bergung des 14-Jährigen aus dem Fluss. "Er war halb bewusstlos, als wir ihn erreichten", erzählte er. Mittlerweile soll der Teenager außer Lebensgefahr sein. Für seinen Freund kam aber jede Hilfe zu spät.

Junge stirbt bei Horror-Crash mit Jetski - Freund verliert Arm
14:14 Uhr

Schichtwechsel

Es ist 14 Uhr, das bedeutet Schichtwechsel im "Tag". Meine Kollegin Friederike Zörner genießt hoffentlich den regnerischen Mittag in Berlin trotz des Wetters. Mein Name ist Tobias Hauser, ich sitze nun am Schreibtisch und versorge bis zum Abend mit den wichtigsten und spannendsten Nachrichten. Sie haben Anmerkungen oder Fragen? Schreiben Sie mir gerne unter tobias.hauser@ntv.de. Und nun mal schauen, was uns heute noch erwartet!

Schichtwechsel
13:59 Uhr

Ermittler schließen Schwächeanfall Felix Baumgartners nicht aus

Nach dem tödlichen Gleitschirm-Absturz des Extremsportlers Felix Baumgartner in Italien gibt es noch immer keine Gewissheit, was zu dem Unglück geführt haben könnte. Die Ermittler schließen weiterhin einen Schwächeanfall während des Flugs nicht aus. Die Obduktion ergab keine Hinweise auf einen Herzinfarkt, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Dass der Österreicher ein Unwohlsein erlitt und das Bewusstsein verlor, könne jedoch nicht ausgeschlossen werden. Am Dienstag war bestätigt worden, dass Baumgartner erst durch den Aufprall getötet wurde.

Unmittelbar nach dem Unglück am vergangenen Donnerstag war über einen möglichen Herzinfarkt während des Flugs spekuliert worden. "Ich war mir sicher, dass Felix nicht krank war, er achtete sehr auf seine Gesundheit und hatte keine Herzerkrankungen", wurde seine Lebensgefährtin Mihaela Radulescu Schwartzenberg nach der Obduktion in der Lokalzeitung "Il Resto del Carlino" zitiert. Was genau während des Todesflugs geschah, ist noch unklar. Berichten zufolge könnte der Absturz durch eine Kamera ausgelöst worden sein, die Baumgartner selbst installiert hatte, um sich von hinten zu filmen. Diese könnte in den Propeller geraten sein, was dann zum Absturz führte. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, soll am Donnerstag ein technischer Gutachter in Fermo eintreffen. Er soll klären, ob es Probleme mit dem Gleitschirm oder dem Motor gegeben hat.

Ermittler schließen Schwächeanfall Felix Baumgartners nicht aus
13:29 Uhr

Ana Ivanović löscht gemeinsame Fotos mit Bastian Schweinsteiger

Sie waren einst das Traumpaar in Deutschland, tauchten nicht nur in verschiedenen Shows auf, sondern waren gemeinsam auch in Werbespots zu sehen. Doch seit einigen Wochen ist alles aus bei Ex-Tennisstar Ana Ivanović und Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger. Nachdem die 37-Jährige erstmals am gestrigen Dienstag über einen Anwalt die Trennung offiziell bestätigt hat, sind heute einige Veränderungen auf Instagram ersichtlich: Ivanović hat die privaten Pärchenaufnahmen mit Schweinsteiger von ihrem Account entfernt. Übrig bleiben Werbeclips, die die beiden gemeinsam für eine Modemarke gemacht haben.

Und Schweinsteiger selbst? Er hat ebenfalls berufliche Aufnahmen mit Ivanović weiterhin auf seiner Instagram-Seite. Ansonsten zeigt er sich vor allem im Fußball-Kontext oder zuletzt bei seinem Bastian-Schweinsteiger-Cup, ein Charity-Golf-Wochenende mit Promis wie Felix Neureuther.

Ana Ivanović löscht gemeinsame Fotos mit Bastian Schweinsteiger
13:06 Uhr

Bericht: Schüler auf Klassenfahrt in MV rassistisch beleidigt und bedroht

In der Hansestadt Greifswald hat sich eine Abschlussfahrt für eine sechste Klasse einer Berliner Grundschule zu einem schlimmen Spießrutenlauf entwickelt. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, kam es in der Jugendherberge zu wiederholten rassistischen Anfeindungen gegen die Kreuzberger Schülerinnen und Schüler. Zeitgleich zu ihrem Aufenthalt waren Ende Juni zwei Brandenburger Schulklassen in dem Ferienlager einquartiert. Durch Schüler beider Brandenburger Klassen kam es nach "Tagesspiegel"-Recherchen mehrmals zu rassistischen Beleidigungen, Anfeindungen und mindestens einem Hitlergruß. Die Vorfälle trugen sich vor allem im Außenbereich der Jugendherberge zu.

Bei den Brandenburger Schülerinnen und Schülern handelte es sich demnach um eine siebte Klasse aus Strausberg und eine zehnte Klasse aus dem Landkreis Elbe-Elster im Süden Brandenburgs. Der Klassenlehrer der Kreuzberger Kinder konfrontierte nach Informationen der Zeitung das jeweilige Lehrpersonal der Brandenburger Klassen mit den Vorwürfen. Vor allem die Lehrer aus Süd-Brandenburg zeigten sich den Angaben zufolge aber uneinsichtig. Etwa 80 Prozent der Kinder der Kreuzberger Grundschulklasse haben einen Migrationshintergrund. Die Berliner Senatsbildungsverwaltung bestätigte dem "Tagesspiegel" den Vorfall. Die zuständige Schulrätin stehe in engem Austausch mit der Schulleitung, hieß es von der Behörde.

Bericht: Schüler auf Klassenfahrt in MV rassistisch beleidigt und bedroht
12:48 Uhr

Kind in Thailand stirbt nach schwerem Wespenangriff

Ein schlimmes Unglück sorgt für Beunruhigung in Thailand: Ein zweijähriger Junge stirbt, nachdem er zusammen mit seinem Vater und Begleitern von einem Schwarm Wespen attackiert wurde. Während der Mann noch im Krankenhaus liegt, hält die Angst vor weiteren Angriffen an.

Kind in Thailand stirbt nach schwerem Wespenangriff
12:10 Uhr

Weidel nach Ausladung durch Vicky Leandros: "Bin sowieso kein Fan dieser Musik"

War sie jetzt da oder war sie es nicht? Ein Besuch von AfD-Chefin Alice Weidel in Regensburg im Zusammenhang mit den dortigen Schlossfestspielen schlägt weiter Wellen. Die 46-Jährige hatte von Gastgeberin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis eine Einladung zu dem Musikfestival erhalten, bei dem vom 18. bis 27. Juli verschiedene hochrangige Künstler auftreten. Am Montagabend stand Schlagersängerin Vicky Leandros auf der Bühne. Diese hatte, als sie von Weidels Einladung erfuhr, laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung erklärt, dass die AfD-Chefin bei ihrem Konzert "nicht willkommen" sei. Weidel blieb ihrem Sprecher Daniel Tapp zufolge dem Auftritt fern. Doch einem neuen "Bild"-Bericht zufolge hielt sich Weidel an besagtem Abend dennoch auf Schloss St. Emmeram auf, auf dessen Gelände das Festival stattfindet.

Auf einem von der Boulevardzeitung gezeigten Foto ist Weidel mit Sektglas in der Hand an einem Tisch neben Gastgeberin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis sitzend zu sehen. Weidels Sprecher bestätigte die Echtheit des Fotos, sagte aber auf Anfrage auch, er stehe zu seiner Aussage: Weidel habe eine Einladung zu den Festspielen gehabt, sei diesen aber ferngeblieben. Die privaten Räumlichkeiten des Schlosses seien nicht Teil des Festivalgeländes. Weidel selbst schrieb bei X, Gloria Fürstin von Thurn und Taxis habe sie nicht ausgeladen, "sondern ich habe wegen des Theaters darum selbst entschieden, nicht zum Konzert zu gehen. Ich bin sowieso kein Fan dieser Musik". Man habe stattdessen in den privaten Räumen des Schlosses eine wunderbare Zeit zusammen mit guten Freunden verbracht.

Weidel nach Ausladung durch Vicky Leandros: "Bin sowieso kein Fan dieser Musik"
11:45 Uhr

Zwei Schiffe kollidieren in Cuxhaven - Treibstoff tritt aus

Nach der Kollision zweier Schiffe im Hafen von Cuxhaven ist Treibstoff ins Wasser gelangt. "Wir haben im Moment nach unserer Einschätzung eine Menge von 6000 Litern Öl", sagte eine Sprecherin des Havariekommandos. "Es gab auch schon mal mehr Öl im Hafen. Aber jeder Tropfen Öl, den wir im Wasser haben, ist zu viel." Die Besatzung blieb den Angaben nach unverletzt. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr errichteten Ölsperren. Mit speziellen Geräten - sogenannten Skimmern - versuchen sie nun, das Öl von der Wasseroberfläche zu entfernen.

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Wie es zu der Kollision der beiden Schiffe kommen konnte, muss noch ermittelt werden. (Foto: dpa)

Das 69 Meter lange Tankschiff "Capella" stieß am Morgen mit dem 44 Meter langen Offshore-Versorgungsschiff "Coastal Legend" zusammen. Das Offshore-Schiff wurde beschädigt und Treibstoff trat aus. Die Wasserschutzpolizei ermittelt, wie es bei dem Einlaufen in den Vorhafen zu dem Unfall kam. Der Umfang des entstandenen Schadens ist noch unklar.

Zwei Schiffe kollidieren in Cuxhaven - Treibstoff tritt aus
11:14 Uhr

Gericht trifft schnelle Entscheidung zu El Hotzo

Sein umstrittener Trump-Post hat doch kein schlimmeres Nachspiel: Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat den Comedian und Satiriker Sebastian Hotz alias El Hotzo vom Vorwurf freigesprochen, das Attentat auf Donald Trump vor einem Jahr gebilligt und damit den öffentlichen Frieden gestört zu haben. Dazu sei der Post des 29-Jährigen auf der Plattform X nicht geeignet gewesen, sagte Richterin Andrea Wilms in ihrer Urteilsbegründung. Es handele sich um "straflose Satire", auch wenn die Äußerungen möglicherweise geschmacklos gewesen seien. "Man muss sich streiten können über gute und schlechte Meinungen."

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Der Satiriker El Hotzo kann sich über einen Freispruch freuen. (Foto: dpa)

Der Staatsanwalt hatte dagegen in seinem Plädoyer eine "milde Geldstrafe" gefordert, in Höhe von 6000 Euro. "Auch Satiriker stehen nicht über dem Gesetz", sagte er im Strafprozess, der erst heute begonnen hatte. Die Posts fielen unter die sogenannte Hasskriminalität und seien unter anderem wegen ihrer Breitenwirkung - Hotz hat rund 740.000 Follower auf X - geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören. Es werde so ein Klima geschaffen, in dem Angriffe auf staatliche Funktionsträger gedeihen könnten. Hotz selbst sagte, er sei als Satiriker "ein bisschen unseriöser" als viele seiner Kollegen. Wenn ein Satiriker sich äußere, sei dies als Witz zu verstehen.

Gericht trifft schnelle Entscheidung zu El Hotzo
10:47 Uhr

Brücke rasiert komplettes Dach von Doppeldecker-Bus

Regelmäßig kommt es in einer bestimmten Unterführung im britischen Manchester zu Unfällen mit Fahrzeugen, die zu hoch für die Konstruktion sind. So auch jetzt: Ein Doppeldeckerbus verliert gleich sein komplettes Dach. Eine Anwohnerin kritisiert das Verhalten des Busfahrers.

Brücke rasiert komplettes Dach von Doppeldecker-Bus
10:13 Uhr

Neue Erkenntnisse zu Dreifachmord in Zwiesel: Nachbar war der Täter

Die Polizei hat die dritte in einem Haus in Zwiesel gefundene Leiche identifiziert - und grausige Details veröffentlicht. Demnach handelt es sich bei der dritten Toten um eine 26-Jährige, die wie die beiden anderen Opfer im selben Haus wie der mutmaßliche Täter gewohnt hat. Zudem teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit: "Im Rahmen der umfangreichen Maßnahmen zur Sicherung von Spuren am gestrigen Tag konnten abgetrennte Leichenteile gefunden werden." Medien hatten am Vortag berichtet, eine Frauenleiche habe zerstückelt in einem Kühlschrank gelegen. Dies wollte die Polizei jedoch bislang nicht bestätigen. "Weitere Umstände zur Auffindung können derzeit aufgrund ermittlungstaktischer Gründe nicht angegeben werden."

Das Gleiche gelte für Auskünfte zum genauen Tathergang sowie zu den Hintergründen. Ein 37 Jahre alter Bewohner des Mehrfamilienhauses hatte gegenüber der Polizei im österreichischen Linz angegeben, drei Menschen getötet zu haben. Tatsächlich fanden Polizisten am Montag an seiner Wohnadresse im Landkreis Regen eine 22-Jährige und einen 56-Jährigen tot auf - beide lebten ebenfalls in dem als "Problemhaus" bekannten, heruntergekommenen Gebäude.

Neue Erkenntnisse zu Dreifachmord in Zwiesel: Nachbar war der Täter
09:56 Uhr

Bericht: Britische Familien von Air-India-Opfern erhalten falsche Leichen

Beim Absturz einer Air-India-Maschine vor einigen Wochen starben auch 52 britische Staatsangehörige. Einige von ihnen sollten eigentlich bei ihren Familien in Großbritannien beerdigt werden - doch dabei gibt es offenbar erhebliche Probleme. Wie die "Daily Mail" berichtet, bekamen mehrere Familien die falschen sterblichen Überreste aus Indien geschickt. So mussten die Angehörigen eines Opfers dessen Beerdigung absagen, nachdem sie darüber informiert worden waren, dass der Sarg nicht die Leiche des Familienmitglieds, sondern eines unbekannten Passagiers enthielt. Dem Bericht zufolge ist mindestens noch ein weiterer erschreckender Fall bekannt, wonach Überreste von mehr als einer Person "vermischt" und versehentlich in denselben Sarg gelegt wurden. Sie mussten demnach vor der geplanten Beerdigung am vergangenen Wochenende getrennt werden.

Die Fehler seien ans Licht gekommen, als die Londoner Gerichtsmedizinerin Fiona Wilcox versucht habe, die Identität der Leichen mithilfe eines Abgleichs von DNA-Proben, die die Angehörigen der Opfer zur Verfügung gestellt hatten, zu verifizieren. Wie viele verheerende Verwechslungen tatsächlich passiert sind, ist noch unklar. Der "Daily Mail" zufolge will Premierminister Keir Starmer den Skandal mit seinem indischen Pendant Narendra Modi in dieser Woche besprechen.

Bericht: Britische Familien von Air-India-Opfern erhalten falsche Leichen
09:33 Uhr

Hofreiter: "Wenn Trump irgendwas überhaupt nicht ist, dann ist es verlässlich"

Vor dem Treffen von Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron, bei dem es auch um die Zukunft der europäischen Verteidigungspolitik gehen wird, hat Grünen-Politiker Anton Hofreiter gemahnt: "Wir müssen uns schlichtweg darüber im Klaren sein, dass die USA kein verlässlicher Partner mehr sind." Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag sagte im Frühstart von RTL und ntv: "Manche hoffen, dass (US-Präsident Donald) Trump am Ende die Europäer doch verteidigen würde. Aber im Kern funktioniert Abschreckung und das Prinzip der Nato auf Verlässlichkeit. Und wenn Trump irgendwas überhaupt nicht ist, dann ist es verlässlich." Man sollte die Naivität, die der Bundeskanzler und sein Außenminister gegenüber Trump hätten, ablegen. "Wir wissen es schlichtweg nicht und deswegen brauchen wir eine engere europäische Zusammenarbeit. Europa muss endlich erwachsen werden und in der Lage sein, selbst für seine Sicherheit zu sorgen."

Hofreiter äußerte sich auch zu der gemeinsamen Erklärung von 28 Ländern für ein sofortiges Ende des Krieges im Gazastreifen, die von Deutschland nicht unterzeichnet wurde: "Es wäre richtig, dass sich Deutschland da anschließt." Dabei müsse man auch im Hinterkopf behalten, dass "Deutschland eine besondere Verantwortung für die Sicherheit des Staates Israel" habe.

Hofreiter: "Wenn Trump irgendwas überhaupt nicht ist, dann ist es verlässlich"
09:06 Uhr

Paar muss sich in überfluteter Kirche das Jawort geben

Auf der Liste der Dinge, die bei der eigenen Hochzeitsfeier schiefgehen könnten - die Torte kippt um, der DJ wird krank, der Onkel benimmt sich daneben, das Brautkleid reißt usw. -, hatte dieses Paar auf den Philippinen mit Sicherheit nicht das stehen, was ihm wirklich widerfahren ist: Der Tropensturm "Wipha" und anhaltende Monsun-Regenfälle in der Region überschwemmten das für die Trauung vorgesehene Gotteshaus. In der historischen Barasoain-Kirche in Malolos, nördlich von Manila, stand das Wasser am Hochzeitsmorgen 30 Zentimeter hoch.

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Das Paar, das schon seit zehn Jahren zusammen ist, hatte den Trauungstermin in der Kirche bereits vor zwei Jahren gebucht. (Foto: dpa)

Doch davon ließ sich das Paar Jao Verdillo und Jamaica Aguilar nicht abhalten. Während der Bräutigam mit hochgekrempelten Hosen in Gummistiefeln wartete, schritt die Braut im weißen Kleid durch mehr als knöchelhohes Wasser zum Altar. Der philippinische Nachrichtensender ABS-CBN sprach von einer "Szene wie aus einem romantischen Drama". Auch die Brautjungfern nahmen es mit Humor: In durchnässten blauen Roben applaudierten sie den Frischvermählten.

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"Nichts wird uns aufhalten. Wir haben so lange auf diesen Moment gewartet - jetzt bringen wir es zu Ende", sagte die Braut dem Sender ABS-CBN. (Foto: dpa)
Paar muss sich in überfluteter Kirche das Jawort geben
08:27 Uhr

Erste Läden schließen Bohnen weg: Kaffee-Klau in Supermärkten nimmt merklich zu

Bei der Verteuerung von Lebensmitteln ist vor allem der Preis für Kaffee stark gestiegen. Die Folge: Immer mehr Supermärkte beklagen den Diebstahl von vor allem hochwertigen Kaffeebohnen. Einige Filialen sehen sich gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen.

Erste Läden schließen Bohnen weg: Kaffee-Klau in Supermärkten nimmt merklich zu
07:46 Uhr

Neu entdeckte Fotos zeigen Epstein auf Trumps Hochzeit

Welches Verhältnis hatten Donald Trump und Jeffrey Epstein? Wusste der heutige Präsident von den ekelhaften Machenschaften seines Weggefährten? War er darin gar involviert? Kein anderes Thema erfährt in den US-Medien derzeit so viel Aufmerksamkeit wie dieses. Nach Enthüllungen über einen angeblich von Trump mit einer nackten Frau bemalten Geburtsbrief für Epstein hat CNN tief in den Archiven gewühlt und weitere Fotos und Aufnahmen der beiden Männer entdeckt. So beweisen Fotos aus dem Jahr 1993: Epstein war unter den Gästen der Hochzeit von Trump mit Marla Maples. Und bei einer Victoria's Secret Show im Jahr 1999 saßen beide Männer in unmittelbarer Nähe am Laufsteg. Daneben Trumps dritte, zukünftige Ehefrau Melania. Auf einem Video des Events sind die beiden Männer (oder Freunde?) zu sehen, wie sie sich miteinander unterhalten. CNN stellt klar, dass die Aufnahmen aus einer Zeit stammen, als Epstein noch keine Straftaten vorgeworfen wurden. Anschuldigungen, er würde minderjährige Mädchen missbrauchen, seien erst 2005 aufgekommen. Mitte der 2000er Jahre sollen sich Epstein und Trump überworfen haben. Der "Washington Post" zufolge war dafür jedoch ein Streit über einen Immobiliendeal in Palm Beach verantwortlich.

CNN bat Trump um eine Stellungnahme zu den neu aufgetauchten Aufnahmen bei seiner Hochzeit. Dieser habe am Telefon unwirsch reagiert und gesagt: "Das ist doch wohl ein Scherz." Danach habe er den Sender als "Fake News" beschimpft und aufgelegt. Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, sagte: "Dies sind nichts weiter als aus dem Zusammenhang gerissene Ausschnitte aus harmlosen Videos und Bildern von gut besuchten Veranstaltungen, um auf widerwärtige Weise etwas Verwerfliches zu unterstellen."

Neu entdeckte Fotos zeigen Epstein auf Trumps Hochzeit
07:19 Uhr

Deutschlands älteste Schwebefähre rostet

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Die Schwebefähre im Landkreis Cuxhaven wurde 1909 in Betrieb genommen. (Foto: dpa)

Die älteste Schwebefähre Deutschlands muss für mehrere Millionen Euro saniert werden. "Salzhaltige Luft, Sonne, Frost und sonstige Witterungseinflüsse lassen den Rost erblühen und schwächen die Stahlkonstruktion", erklärte Karl-Heinz Brinkmann von der Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor. Die Sanierung des Kulturdenkmals im Elbe-Weser-Dreieck wird mehr als 8,6 Millionen Euro kosten.

Die Fähre überquert den Fluss Oste im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven. Sie ist kein Schiff, sondern ein Gefährt, das sich an einem festen Träger hängend über ein Gewässer bewegt. Weltweit gibt es laut dem Förderverein noch acht Schwebefähren. In Deutschland verkehrt normalerweise eine weitere in Rendsburg über den Nord-Ostseekanal. Wegen eines technischen Defekts steht sie nach Angaben des Betreibers jedoch bis mindestens Ende Juli still. Weitere solcher Verkehrsmittel gibt es nach Angaben des Weltverbandes der Schwebefähren in Argentinien, Frankreich, Großbritannien und Spanien.

Deutschlands älteste Schwebefähre rostet
07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

heute Abend könnte es wieder eine Menge Nervenkitzel geben. Und zwar dann, wenn die deutsche Nationalmannschaft im Fußball-EM-Halbfinale gegen Spanien antritt. Wird es wieder eine Rote Karte geben? Kommt es wieder zu einem packenden Elfmeterschießen? Einerseits wäre der Unterhaltungswert dann natürlich höher, andererseits würde ich dem Team um Ausnahmetorhüterin Ann-Katrin Berger dieses Mal einen ruhigeren Abend wünschen. Wir halten Sie auf jeden Fall über alle Ereignisse in Zürich (ab 21 Uhr ARD/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) auf dem Laufenden.

Bis dahin schauen wir auf die - ernsten - Tagespunkte heute:

  • Bundeskanzler Friedrich Merz wird den französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Tegeler See zu einem Abendessen empfangen. Es ist der erste Deutschlandbesuch Macrons seit dem Regierungswechsel in Deutschland am 6. Mai.

  • Vertreter Russlands und der Ukraine wollen heute in Istanbul ihre zuletzt stockenden direkten Gespräche fortsetzen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wird es allerdings auch diesmal nicht um eine Waffenruhe gehen, sondern unter anderem um einen Gefangenenaustausch.

  • Der Internationale Gerichtshof in Den Haag nimmt um 15 Uhr Stellung zu der Frage, welche rechtlichen Konsequenzen Klimaschäden durch Treibhausgase für einzelne Staaten haben können. In dem Verfahren haben kleine Inselstaaten und Entwicklungsländer das höchste Gericht der Vereinten Nationen aufgefordert, Klimaschutz als völkerrechtliche Pflicht festzuschreiben.

  • Vor dem Amtsantritt des rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki in Polen baut Ministerpräsident Donald Tusk seine Mitte-Links-Regierung um. Die neue Besetzung will er um 10 Uhr in Warschau vorstellen.

  • Das Bundeskabinett befasst sich heute mit einem Gesetzentwurf zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr. Der Kauf von Waffen und anderen Rüstungsgütern soll künftig deutlich schneller gehen, die Beschaffung vereinfacht werden.

  • Der Comedian und Satiriker Sebastian Hotz alias El Hotzo muss sich um 9 Uhr in einem Strafprozess vor dem Amtsgericht in Berlin verantworten. Der 29-Jährige hatte sich kontrovers zum Attentat auf Donald Trump geäußert. Die Staatsanwaltschaft wirft Hotz die Billigung einer Straftat vor.

Kommen Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Kritik erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de

Das wird heute wichtig
06:56 Uhr

Republikaner wollen Opernhaus nach Melania Trump benennen

Im Februar verkündet US-Präsident Donald Trump: "Wir haben das Kennedy Center übernommen." Sie hätten nicht gemocht, was in der Kultureinrichtung in der US-Hauptstadt Washington gezeigt worden sei. Den Vorsitz übernahm Trump kurzerhand selbst. Mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats, die der oppositionellen Demokratischen Partei angehören, wurden entlassen. Der neue Verwaltungsrat wurde mit Trump-Getreuen besetzt. Neuer Präsident des Kennedy Center ist der frühere Botschafter in Berlin, Richard Grenell.

Jetzt folgt die nächste Eskalationsstufe: Das bisher lediglich als "Opera House" bekannte Opernhaus im Kennedy Center soll nach einem Plan der Republikaner umbenannt werden und künftig den Namen "First Lady Melania Trump Opera House" tragen. Ein Haushaltsausschuss im Repräsentantenhaus verabschiedete einen entsprechenden Änderungsantrag. Der Kongressabgeordnete Mike Simpson aus Idaho, der den Antrag einbrachte, betonte, die Umbenennung sei eine "ausgezeichnete Möglichkeit", um Melania Trumps "Unterstützung und ihr Engagement für die Förderung der Künste zu würdigen".

Republikaner wollen Opernhaus nach Melania Trump benennen
06:32 Uhr

Obama-Sprecher wirft Trump Ablenkungsmanöver vor

Donald Trump postet eigentlich immer viel in den sozialen Medien. Derzeit ist es besonders viel. Die "Washington Post" konstatiert, die vielen Posts hätten so gut wie nichts mit dem Problem zu tun, das Trump seit Wochen verfolge: Jeffrey Epstein. Vielmehr teilt der US-Präsident seit Tagen gegen seinen Vorgänger Barack Obama aus, er spricht von "Verrat" und dem früheren Versuch der Wahlmanipulation. Auf seiner Plattform Truth Social verbreitet er einen KI-Clip, der Obama als Sträfling hinter Gittern darstellt. Am Dienstag bezeichnet er Obama als Anführer einer "Bande".

Das bleibt nicht unwidersprochen. Der Sprecher des früheren demokratischen Präsidenten sagte in einem von Medien verbreiteten Statement, aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten "würdige" man den "ständigen Unsinn und Fehlinformation, die aus diesem Weißen Haus kommen, normalerweise nicht mit einer Antwort. Aber diese Behauptungen sind so empörend, dass sie eine Antwort verdienen." Und weiter: "Diese bizarren Anschuldigungen sind lächerlich und ein schwacher Ablenkungsversuch." Damit könnte der Sprecher auf die heikle Situation abzielen, in der Trump gerade steckt. Die Debatte um die Offenlegung aller Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein bekommt Trump nicht vom Tisch. Selbst in den eigenen Reihen der Republikaner gibt es Kritik. Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Epstein-Akten zu öffnen. Das ist bislang nicht passiert.

Obama-Sprecher wirft Trump Ablenkungsmanöver vor
05:59 Uhr

Abrechnungsbetrug sorgt für Rekordschaden bei Krankenkasse

Pflegekräfte, die nie vor Ort gewesen sind, Kurse mit Fantasieteilnehmern und Operationen, die nur auf dem Papier stattgefunden haben: Abrechnungsbetrug hat der KKH Kaufmännischen Krankenkasse im vergangenen Jahr einen Rekordschaden von 5,4 Millionen Euro eingebracht. Das teilte die bundesweit tätige Krankenkasse mit. Im Vorjahr waren es rund 3,5 Millionen Euro.

Den größten Schaden richteten ambulante Pflegedienste an - über 4,1 Millionen Euro. Es gingen 479 neue Hinweise auf mögliches Fehlverhalten im Gesundheitswesen bei der KKH ein. Die meisten Verdachtsfälle entfielen auf die ambulante Pflege (270), dahinter Physiotherapiepraxen (62) und Arztpraxen (21). Die häufigsten Betrugsmaschen: nicht erbrachte Leistungen, unqualifiziertes Personal und fehlende Zulassungen. "Diese illegal erschlichenen Gelder fehlen in der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Versicherten und können sich daneben auch auf die Höhe der Kassenbeiträge auswirken", sagte KKH-Chefermittler Emil Penkov. Hinter den Zahlen steckten teils lebensgefährliche Situationen - etwa, wenn Pflegebedürftige von ungelerntem Personal versorgt würden.

Abrechnungsbetrug sorgt für Rekordschaden bei Krankenkasse