mit Leah NowakDas war Mittwoch, der 27. August
Liebe Leserinnen und Leser,
die Bundeswehr braucht mehr Soldaten - deshalb drückt die Bundesregierung aufs Tempo: Im Verteidigungsministerium beschließt sie einen neuen freiwilligen Wehrdienst. Warum das ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber voraussichtlich nicht der letzte, erklärt mein Kollege Volker Petersen. Außerdem möchte ich Ihnen noch folgende Artikel empfehlen:
Darum kann Trump die Europäer über den Tisch ziehen Von Lea Verstl
"Ohne unsere Optik kann die Welt keine Chips bauen" Von Andreas Laukat
Bericht: Alle Saboteure der Nord-Stream-Pipeline identifiziert
Thomas Müller verrät Anlaufschwierigkeiten und Elfer-Klau Von David Bedürftig
Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen eine gute Nacht!
Bär greift Mann vor seiner Haustür in Florida an
Alexander Rojas will gerade das Haus verlassen, als er auf einmal von einem Bären attackiert wird. Er erleidet sichtbare Verletzungen an der Hand und an den Rippen. Sofort alarmiert er die Behörden. Bärensichtungen kommen in Florida immer häufiger vor.
30 Jahre alter Embryo: So kam Thaddeus in die Welt
Ein Baby, das 1994 gezeugt wurde und 2025 zur Welt kommt? Klingt unfassbar, ist aber Realität. Denn Lindsey und Tim Pierce adoptieren einen Embryo, der über 30 Jahre eingefroren war. Mit der Geburt des kleinen Thaddeus Daniel Pierce erfüllen sich die beiden einen langersehnten Kinderwunsch.
Tote und Verletzte nach heftigen Regenfällen in Vietnam
Der Taifun "Kajiki" hat in Vietnam mindestens sieben Todesopfer gefordert, eine weitere Person wird vermisst und mehr als 30 Menschen wurden verletzt. Heftiger Regen überflutete große Landesteile, auch in Hanoi standen Straßen und Häuser unter Wasser. Über 8000 Gebäude sowie Zehntausende Hektar Reisfelder wurden beschädigt, mehr als 1,6 Millionen Menschen waren zeitweise ohne Strom.
In Thailand schwächte sich der Sturm zu einem tropischen Tief ab, richtete aber ebenfalls schwere Schäden an. In der Provinz Chiang Mai starben zwei Menschen bei einem Erdrutsch, ein zwölfjähriges Mädchen wird vermisst. Mindestens zehn Häuser wurden verschüttet, sieben davon vollständig zerstört, viele Bewohner konnten zunächst nicht in Krankenhäuser gebracht werden.
Tausende Menschen feiern ausgelassene Tomatenschlacht
Beim Festival "La Tomatina" in Spanien findet traditionell am letzten Mittwoch im August die wohl berühmteste Tomatenschlacht der Welt statt. Kritiker sehen darin eine riesige Lebensmittelverschwendung. Laut den Veranstaltern fliegen aber nur alte und überreife Tomaten durch die Luft.
DHL-Fahrer rastet aus - Faustschläge gegen Passanten
Ein DHL-Paketbote in Herne verliert offenbar die Kontrolle: Erst beleidigt er eine Frau, dann schlägt er zu. Auch ein Mann wird verletzt. Worum es in dem Streit geht, ist unklar. Während die Polizei ermittelt, zieht sein Arbeitgeber bereits Konsequenzen.
Giftige "blaue Drachen" tauchen an spanischem Strand auf
Sie sehen aus wie Fabelwesen, sind aber hochgiftige Ozeanschnecken: An der Küste von Alicante tauchen plötzlich sogenannte "blaue Drachen" auf. Die Tiere können bei Berührung schmerzhafte Reaktionen auslösen. Experten vermuten den Klimawandel als Ursache für das Auftauchen.
Schießerei in Schule in Minneapolis - Drei Tote und 20 Verletzte
Bei einer Schießerei an einer katholischen Schule in der US-Stadt Minneapolis sind drei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Unter den Toten sei auch der Schütze, sagte ein Mitarbeiter des US-Justizministeriums, der nicht namentlich genannt werden wollte. Der Vorfall ereignete sich zwei Tage nach Beginn des Schuljahres an der privaten Grundschule Annunciation mit rund 395 Schülern im Süden der Stadt.
Lokalen Medienberichten zufolge begann die Schießerei während einer Morgenmesse. Die Polizei teilte mit, ein ganz in Schwarz gekleideter Mann mit einem Gewehr sei am Tatort gemeldet worden. Fernsehbilder zeigten, wie Eltern ihre Kinder aus dem Schulgebäude führten. US-Präsident Donald Trump erklärte in den sozialen Medien, er sei über die Schießerei informiert worden und die Bundespolizei FBI sei vor Ort. Er rief dazu auf, für alle Beteiligten zu beten.
Ex-Polizist soll Wohnungssuchende um Zehntausende Euro betrogen haben
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat einen 46-jährigen Ex-Polizisten wegen zahlreicher Betrugsdelikte angeklagt. Er soll über fingierte Wohnungsanzeigen persönliche Daten von Interessenten gesammelt und diese genutzt haben, um Kredite aufzunehmen, Bankkonten zu eröffnen und Geld abzubuchen. Auf diese Weise soll er rund 85.000 Euro erlangt und versucht haben, weitere knapp 150.000 Euro zu erschleichen.
Laut Anklage gab er sich teils als Mitarbeiter erfundener Hausverwaltungen aus, nutzte die Daten zudem für Versicherungsbetrug und versuchte, Gehälter von Wohnungssuchenden umzuleiten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zehn Fälle von besonders schwerem Computerbetrug sowie 45-fachen besonders schweren Betrug vor, teils im Versuch. Über die Eröffnung eines Prozesses entscheidet das Landgericht Berlin.
Statement: Weltmeister Deutschland überrollt Montenegro
Gelungener EM-Beginn: Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft besiegt zum Auftakt den Außenseiter aus Montenegro deutlich. Nach einer engen ersten Hälfte dreht der Weltmeister mächtig auf und nimmt Schwung mit für die Medaillenmission im Turnier in Finnland und Lettland.
Söder singt auf Sommerreise von Schiffbruch
Bayerns Ministerpräsident beweist auf Helgoland einmal mehr sein Talent zur Selbstinszenierung. Sonst scharfer Kritiker der angeblich misswirtschaftenden Nordländer, wandelt sich der CSU-Politiker auf Deutschlands einziger Hochseeinsel plötzlich zum Fan friesischer Folklore. Und dann singt er auch noch.
Baum erschlägt 25-Jährige in Zeltlager am Behler See
In Plön in Schleswig-Holstein ist eine 25 Jahre alte Frau in einem Zeltlager von einem umgestürzten Baum erschlagen worden. Die Eiche sei aus noch unklarer Ursache in der Nacht zu Dienstag auf ein Zelt gestürzt, in dem mehrere Betreuerinnen und Betreuer des Zeltlagers am Behler See schliefen, teilten die Polizei und Staatsanwaltschaft Kiel mit.
Die 25-Jährige aus Kiel sei noch vor Ort gestorben, eine weitere Person habe leichte Verletzungen erlitten. In dem Zeltlager hielten sich etwa 60 bis 80 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren auf, dazu noch die Betreuerinnen und Betreuer. Unabhängig von dem Unglück sei das Lager am Dienstag zu Ende gegangen. Allen Teilnehmern seien noch in der Unglücksnacht Betreuungsangebote gemacht worden.
Dänische Regierung entschuldigt sich bei Grönländerinnen für Spiralenskandal
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat sich im Namen der Regierung für die jahrzehntelang praktizierte Zwangsverhütung tausender Grönländerinnen entschuldigt. Zwischen 1960 und 1992 wurden etwa 4500 Inuit-Frauen, die Hälfte der gebärfähigen Bevölkerung Grönlands, gegen ihren Willen Spiralen eingesetzt. Viele blieben unfruchtbar oder erlitten schwere körperliche und psychische Folgen. Rund 150 Betroffene verklagen derzeit den dänischen Staat, Frederiksen stellte mögliche Entschädigungszahlungen nach Abschluss einer unabhängigen Untersuchung in Aussicht. Auch Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen bat die Opfer um Verzeihung.
Frederiksen weitete ihre Entschuldigung auf weitere Fälle systematischer Diskriminierung aus, etwa die Verschleppung grönländischer Kinder nach Dänemark zur Adoption. Mehrere Betroffene klagten auch wegen dieser Praxis, zuletzt im Juni. Bereits 2022 hatte die dänische Regierung sechs Inuit Entschädigungen zugesprochen, die in den 1950er-Jahren von ihren Familien getrennt worden waren.
Proteste begleiten Eröffnung der A100-Verlängerung
Begleitet von Protesten ist in Berlin die neu gebaute Verlängerung der Stadtautobahn A100 eingeweiht worden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner gaben den 3,2 Kilometer langen 16. Bauabschnitt frei, der das Autobahndreieck Neukölln mit der Anschlussstelle Treptow verbindet. Die Kosten beliefen sich auf mehr als 720 Millionen Euro, erste Autos sollen noch am Nachmittag fahren.
Die Inbetriebnahme stieß auf heftige Kritik von Umweltverbänden, Anwohnern und Verkehrsforschern. Gegner wie das Bündnis "A100 wegbassen" fordern einen sofortigen Baustopp, da die Autobahn den Verkehr nicht entlaste, sondern verschärfe. Befürworter hingegen sehen in der neuen Strecke eine wichtige Anbindung für den Osten Berlins, insbesondere in Richtung Flughafen BER.
Zwangsurlaub wegen Kritik an Trump?
War da wer zu vorlaut? In den USA sind mehrere Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörde Fema suspendiert worden, nachdem sie einen offenen Brief gegen die Regierung von Donald Trump unterschrieben hatten. Laut "New York Times" und "Washington Post" wurden rund 30 Angestellte in den Zwangsurlaub geschickt – mit Gehalt und Leistungen.
In dem Brief, veröffentlicht zum 20. Jahrestag von Hurrikan "Katrina", kritisierten die Unterzeichner Budgetkürzungen, Personalentscheidungen und Reformen unter Trump. Sie warnten vor möglichem Versagen bei künftigen Katastrophen - so wie 2005 in New Orleans.
Spritpreise steigen wieder
Die Spritpreise ziehen wieder an: Laut ADAC kostet ein Liter Diesel aktuell im Schnitt 1,572 Euro – 1,3 Cent mehr als vor einer Woche. Super E10 liegt bei 1,658 Euro, plus 0,8 Cent.
Hauptgrund ist der gestiegene Ölpreis. Der Preisabstand zwischen Diesel und Benzin schrumpft damit auf nur 8,6 Cent, obwohl die Steuerdifferenz rund 20 Cent beträgt. Der ADAC kritisiert: Diesel sei „nach wie vor zu hoch“. Seit den Spannungen im Nahen Osten Mitte Juni halte die Belastung für Dieselfahrer an.
Schichtwechsel
Lieber Leserinnen und Leser,
mein geschätzter Kollege Lukas Wesseling ist im wohlverdienten Feierabend, von nun an begleite ich Sie durch den Nachrichtentag. Bei Anregungen oder Kritik erreichen Sie mich unter leah.nowak@ntv.de.
Studie: Klimawandel versaut Haien das Gebiss
Klimawandel könnte auch Haien zusetzen – nicht durch fehlende Beute, sondern durch schwächere Zähne. Forscher der Uni Düsseldorf fanden heraus: Sinkt der pH-Wert der Meere weiter, greift die Säure das Zahnmaterial an. Folge: weniger Bisskraft.
In Tests wurden Haizähne in unterschiedlich saures Wasser gelegt – einmal mit heutigem pH-Wert, einmal mit dem für 2300 erwarteten. Ergebnis: Im sauren Szenario erlitten Wurzeln und Kronen deutlich stärkere Schäden. Ob Haie das durch ihr ständiges Nachwachsen der Zähne ausgleichen können, ist unklar. Möglich wäre es, aber wohl mit hohem Energieaufwand.
Angst vor Jobverlust vermiest vielen die Kauflaune
Die Angst den eigenen Job zu verlieren, verhagelt den Menschen in Deutschland die Kauflaune. Den dritten Monat in Folge ging laut dem Marktforschungsinstitut GfK die "Verbraucherstimmung" zurück. Viele verschieben gerade größere Anschaffungen und sparen für schlechte Zeiten.
Dabei gibt es Anlass zur Hoffung: Einige Wirtschaftsdaten deuten auf eine Trendwende am Arbeitsmarkt hin. Am Freitag veröffentlicht die Agentur für Arbeit neue Zahlen. Dort wird sich noch keine Verbesserung zeigen. Fachleute rechnen damit, dass die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit zehn Jahren die Grenze von drei Millionen überschreiten wird.
Polizisten in Hannover ziehen monatelang Dealer ab
Zwei Polizisten aus Hannover sind wegen Diebstahls mit Waffen und Betrugs verurteilt worden. Sie hatten bei Drogenkontrollen monatelang Kokainhändlern Bargeld abgenommen und eingesteckt.
Der 34-Jährige bekam vier Jahre Haft, sein 50 Jahre alter Kollege zwei Jahre und neun Monate.
Beide nahmen bevorzugt albanischen Händlern Geld ab, ohne die Vorgänge zu dokumentieren. Insgesamt kassierten sie je rund 6.000 Euro.
Der Jüngere gestand zwar, behauptete aber, das Geld an Süchtige und Obdachlose verteilt zu haben – was das Gericht nicht glaubte.
Merz sieht Deutschland "zurück auf dem Weg zur Wehrdienstarmee"
Kanzler Friedrich Merz zeigt sich optimistisch, dass der neue Wehrdienst genug Freiwillige bringt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Zahlen erreichen", sagte er in Berlin. Gleichzeitig verwies er auf die Option einer Pflicht, falls sich nicht genug melden. "Wir sind damit wieder zurück auf dem Weg hin zu einer Wehrdienstarmee", so Merz – eine Entwicklung, die er ausdrücklich begrüße.
Taliban bieten Farage Zusammenarbeit an
Die Taliban haben dem britischen Rechtspopulisten Nigel Farage die Zusammenarbeit angeboten. Sie seien "bereit und willens" abgeschobene Afghanen zurückzunehmen. Farage hatte zuvor seinen Plan für Massendeportationen vorgestellt, der auch Rückführungsabkommen mit Ländern wie Afghanistan, Iran und Eritrea vorsieht. Farages Partei will in fünf Jahren bis zu 600.000 Migranten abschieben.
Ein ranghoher Taliban-Vertreter sagte dem britischen "Telegraph", man werde keine direkten Geldzahlungen annehmen, wohl aber Hilfen zur Unterstützung der Rückkehrer: "Wir nehmen kein Geld, um unsere eigenen Leute zurückzunehmen, aber wir begrüßen Hilfe, um die Heimkehrenden zu versorgen."
Um Familie zu entfliehen - Mann täuscht Ertrinken vor
Ein 45-Jähriger aus Wisconsin hat seinen Tod bei einem Kajakunfall vorgetäuscht, um Frau und Kinder zu verlassen – jetzt muss er 89 Tage ins Gefängnis, genau so lange, wie er offiziell vermisst war. Der Mann hatte sein Kajak kentern lassen, Handy und Schlüssel im See versenkt und war heimlich nach Georgien gereist, wo er mit einer Internetbekanntschaft ein neues Leben beginnen wollte.
Wochenlang suchten Taucher vergeblich nach seiner Leiche. Aufgeflogen ist er durch Spuren auf seinem Laptop. Vor Gericht bat er um Verzeihung: Er bereue den Schmerz, den er seiner Familie zugefügt habe.
Bundeskabinett winkt Pistorius' Wehrdienstgesetz durch
Das Bundeskabinett hat grünes Licht für das neue Wehrdienstgesetz gegeben. Es sieht eine Erfassung junger Männer vor, setzt aber zunächst auf Freiwilligkeit und bessere Anreize. Der Entwurf wandert nun in den Bundestag, wo er noch geändert werden kann.
Verschollene Nazi-Raubkunst entdeckt - in Immobilienanzeige
Ein lange verschollenes Nazi-Raubkunstwerk ist aufgetaucht – ausgerechnet auf Fotos einer zum Verkauf stehenden Villa in Argentinien. Über dem Sofa einer Nazi-Nachfahrin entdeckte ein Journalist das "Porträt einer Dame" des italienischen Malers Giuseppe Ghislandi, das die Nazis einst aus den Niederlanden gestohlen hatten.
Die Töchter des Hitler-Finanziers Friedrich Kadgien, der nach dem Krieg über die "Rattenlinie" nach Südamerika floh, wollten nie über das Gemälde sprechen. Die Entdeckung des Bilds ist eine Sensation. Experten der niederländischen Kulturbehörde halten das Werk für echt, endgültig klären könnte das aber nur ein Blick auf dessen Rückseite.
Umfrage: Knapp zwei Drittel in Frankreich wollen Neuwahl
In Frankreich wächst der Druck auf Premier François Bayrou: Laut einer Ifop-Umfrage wollen 63 Prozent der Franzosen Neuwahlen und befürworten eine Auflösung des Parlaments. Bayrous Minderheitsregierung steht wegen geplanter Haushaltskürzungen vor einer Vertrauensabstimmung am 8. September – die Opposition will ihn dabei durchfallen lassen.
Ob es wirklich zu Neuwahlen kommt, entscheidet jedoch Präsident Emmanuel Macron. Über die Hälfte der Befragten glaubt nicht, dass er das Parlament auflöst. Möglich wäre auch, dass Macron einfach ein neues Kabinett ernennt.
Merkel bekommt Verdienstorden
Angela Merkel erhält den Verdienstorden Mecklenburg-Vorpommerns. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte damit den Einsatz der Ex-Kanzlerin für das Bundesland: Merkel sei ein "Glücksfall" gewesen.
Als Beispiele für Merkels Verdienste nannte sie:
Hilfe für die Werften
Bau des Ozeaneums in Stralsund
Naturerbe-Zentrum in Prora
Sanierung des Meeresmuseums
Die Auszeichnung wird am 29. September in Stralsund übergeben – am Tag der Wiedereröffnung des erneuerten Meeresmuseums. Schwesig betonte auch Merkels Verdienste als Kanzlerin: 16 Jahre habe sie Deutschland mit "Beharrlichkeit und Geschick" geführt.
Wo es in Deutschland heute ungemütlich wird
Der Sommer dreht in Deutschland noch mal auf: Mancherorts klettert das Thermometer über 30 Grad. Doch nicht überall gibt’s Sonne satt – teils ziehen Schauer durch, und der Wind frischt spürbar auf.
Alte Lackfabrik in Hamburg brennt
Als wäre die Hamburger Feuerwehr nicht bereits ausgelastet: Der Riesenbrand im Hamburger Hafen ist noch immer nicht unter Kontrolle, da kommt die Meldung, im Hamburger Stadtteil Tonndorf stehe seit dem frühen Morgen eine alte Lackfabrik in Flammen. Dach und Obergeschoss des leerstehenden Gebäudes brennen auf rund 10 mal 30 Metern. Viele Anrufer meldeten gegen 4.19 Uhr den weithin sichtbaren Feuerschein.
Zwei Löschzüge und die Freiwillige Feuerwehr sind im Einsatz. Gelöscht wird nur von außen – unklar ist, ob im Dach Asbest steckt. Über Schadstoffe, die Brandursache oder die Höhe des Schadens gibt es bisher keine Infos. Die Löscharbeiten laufen weiter.
Polizei untersucht nach Nena-Konzert Becher
Nach Nenas Open-Air-Konzert in Altenberg im Erzgebirge ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung. Mehrere Besucher meldeten nachträglich Sprachstörungen, Schwindel und Ausfälle – obwohl sie nach eigenen Angaben kaum Alkohol getrunken hatten.
Bislang sind vier Frauen und zwei Männer betroffen. Becher vom Konzert wurden sichergestellt und werden im Labor untersucht. Die Ermittlungen laufen gegen Unbekannt. Die Polizei bittet weitere Betroffene und Zeugen, sich zu melden.
Frau mit Käfig voller Ratten festgenommen
Kurioser Fund am Essener Hauptbahnhof: Bundespolizisten stoppten eine 38-Jährige mit einem Käfig voller Ratten – ganze 15 Tiere saßen darin, teils übereinander gedrängt. Auf Nachfrage erklärte die Frau, sie wolle mit den Ratten quer durch Europa reisen.
Die Schwedin fiel den Beamten zunächst auf, weil sie am Bahnsteig urinierte. Auf der Wache wurden die Tiere beschlagnahmt und an ein Tierheim übergeben. Nun drohen der Frau Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und wegen Verunreinigung der Anlage.
Lil Nas X spricht über Verhaftung: "Verdammt beängstigend"
Fast nackt war Lil Nas X gewesen, als ihn die Polizei vergangene Woche in Los Angeles festnahm. Frühmorgens stolzierte er, nur in Cowboystiefeln und Unterhose, über eine verlassene Straße. Laut Staatsanwaltschaft verletzte er dabei drei Beamte und leistete Widerstand. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Der Musiker plädierte auf nicht schuldig. Eine Richterin setzte die Kaution auf 75.000 Dollar fest.
Nun sprach der Rapper erstmals über seiner Festnahme in Los Angeles erstmals gesprochen: "Scheiße. Das war verdammt beängstigend", sagte der 26-Jährige in einer Instagram-Story. "Aber eurem Mädchen wird es wieder gut gehen", beruhigte er seine Fans.
Neue Explosionen am Hamburger Hafen
Im Hamburger Hafen hat es in der Nacht wieder geknallt: Zwei Container flogen in die Luft, standen in Flammen. Die Feuerwehr rückte mit Wasserwerfern an und zog einen "Wasserschleier" zwischen den Containern, damit das Feuer nicht weiterspringt.
Am Mittwochmorgen sind noch rund 30 Kräfte im Einsatz. Sie wühlen sich durch Glutnester und öffnen Container, um letzte Brandherde zu löschen. Erst dann kann nach der Ursache des Brands gesucht werden. Das große Feuer schien schon am Dienstagmorgen im Griff – doch über 40 Stunden später lodert es immer noch nach.
Nach Suizid ihres Sohns: Eltern verklagen OpenAI
In den USA verklagen Eltern den ChatGPT-Entwickler OpenAI. Sie werfen der Firma vor, ihr 16-jähriger Sohn habe durch den Chatbot Unterstützung beim Suizid erhalten. Gefundene Chatprotokolle sollen das belegen.
OpenAI kündigte nach Bekanntwerden der Klage strengere Schutzmaßnahmen an:
bessere Suizid-Prävention auch in langen Gesprächen
mögliche Kontaktaufnahme zu Vertrauenspersonen in Krisen
zusätzliche Sicherungen für Nutzer unter 18 Jahren
mehr Einblick für Eltern
Das Unternehmen sprach der Familie sein Mitgefühl aus und prüft die Klage.
Anwerbe-Büro der Bundeswehr blockiert: "Sind nicht kriegsbereit"
In Köln haben Aktivisten des Bündnisses "Rheinmetall entwaffnen" am Morgen den Eingang zu einem Karrierecenter der Bundeswehr blockiert. Damit wollen sie im Rahmen ihrer Aktionstage gegen die geplante Wehrpflicht protestieren. "Wir sind nicht kriegsbereit", erklärten sie.
Trump gibt zu: Name seines "großen, schönen Gesetzes" ungünstig
Trump räumte ein, dass der Name seines im Juli unterzeichneten "big, beautiful bill" nicht gut erkläre, worum es gehe. Das auf Deutsch etwa "großes, schönes Gesetz" genannte Paket ist eine Kombination vieler verschiedener einzelner Maßnahmen. Der Name sei gut gewesen, um für Zustimmung zu werben, so Trump. Nicht aber, um deutlich zu machen, was es leiste.
Laut Haushaltsbüro erhöht das Gesetz das Defizit in den nächsten zehn Jahren um rund 3,4 Milliarden Dollar. Ex-Berater Steve Bannon kritisierte die Republikaner dafür, die Vorlage nicht offensiv zu bewerben. Er forderte die Parteiführung auf, Abgeordnete zu mehr Bürgerversammlungen und Auftritten zu drängen: "Das Gesetz verkauft sich nicht von selbst."
Mindestens 30 Menschen sterben bei Erdrutsch in Indien
In Indien hat ein Erdrutsch mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. Ausgelöst wurde er durch starke Regenfälle auf einer Pilgerroute nahe dem Schrein Vaishno Devi in Jammu und Kaschmir.
Die Region ist schwer getroffen:
Telefon- und Internetverbindungen sind weitgehend ausgefallen
Flüsse traten über die Ufer, Täler wurden überflutet
Straßen und Brücken wurden zerstört
Der Wetterdienst warnt vor weiterem Starkregen. Schon letzte Woche starben in Kaschmir 60 Menschen infolge von Starkregen, rund 200 werden noch vermisst.
Das wird heute wichtig
Deutschland diskutiert weiter über den Wehrdienst. Das Kabinett von Kanzler Merz trifft sich dazu heute. Verteidigungsminister Pistorius will vorerst auf Freiwilligkeit setzen; noch nicht ganz überzeugt: die Kollegen aus der Union.
Weitere Themen:
Merz, Macron und Tusk besuchen Moldau
Rheinmetall weiht Europas größte Munitionsfabrik ein
Entwicklungsministerin Alabali Radovan spricht in Palästinensergebieten mit Christen
FC Bayern spielt im DFB-Pokal gegen Wiesbaden
Deutschlands Basketballer in der Vorrunde gegen Montenegro
Für Hinweise und Anregungen erreichen Sie mich unter lukas.wessling@ntv.de
Dürr fordert Gratis-Führerschein bei Bundeswehr
FDP-Chef Christian Dürr will die Bundeswehr für junge Leute attraktiver machen. Er schlägt vor:
Übernahme der Führerscheinkosten für Freiwillige
Info-Angebote in allen Schulen über die Bundeswehr als Arbeitgeber
Eine Rückkehr zur alten Wehrpflicht lehnt er ab: "Die Forderungen aus der Union führen uns zurück in die 1980er-Jahre." Statt Pflicht und Kreiswehrersatzämtern brauche es Anreize und moderne Strukturen.
Polizist stiehlt bei Hausdurchsuchung Unterwäsche und landet im Knast
Ein britischer Polizist ist im Gefängnis gelandet, weil er bei einer Hausdurchsuchung Damenunterwäsche gestohlen hat. Der Mann durchsuchte im September 2024 im Rahmen einer Ermittlungsmaßnahme ein Haus in Hertfordshire – und entwendete dabei persönliche Gegenstände. Er gestand den Diebstahl sowie den Missbrauch seiner Polizeibefugnisse.
Im November 2024 trat er von seinem Posten zurück, während noch gegen ihn ermittelt wurde. Ein Gericht in Cambridge verurteilte ihn nun zu vier Monaten Haft. Die Polizei reagierte mit scharfer Kritik: Der Mann habe das Vertrauen der Öffentlichkeit und seiner Kollegen "grundlegend verraten", sagte Vize-Polizeichefin Genna Telfer. Sein Verhalten schade dem Ansehen des gesamten Berufsstands.
Trump flirtet mit Justizministerin - oder doch nicht?
Bei einer stundenlangen Marathon-Pressekonferenz spricht US-Präsident Donald Trump über die Schönheit seiner Generalstaatsanwältin und Justizministerin Pam Bondi - oder tut er es nicht?
Trump wörtlich: "Ich schaue Pam an. Ich würde niemals sagen, dass sie schön ist. Das würde meine Karriere beenden." Bei seinem Publikum erntet Trump unsicheres Gelächter.
Travis Kelces Vater verrät Verlobungs-Details
Es war ein Garten in der Stadt Lee's Summit im US-Bundesstaat Missouri, wo NFL‑Spieler Travis Kelce um die Hand von Pop‑Superstar Taylor Swift anhielt. Wenig später teilten beide die Verlobung via Instagram: "Eure Englischlehrerin und euer Sportlehrer heiraten." Die Sängerin und der Football-Star posierten dabei in einer blühenden Gartenanlage.
Ed Kelce, der Vater des NFL-Profis, verriet im US-Fernsehen, sein Sohn habe ursprünglich später um ihre Hand bitten wollen. Doch er habe ihm wiederholt gesagt, jeder Ort sei etwas Besonderes, solange er aufs Knie gehe und seiner Freundin die Frage stelle. Nach dem Antrag informierte das Paar sofort per Videotelefonat beide Elternpaare.