Mittwoch, 30. Januar 2019Der Tag

Heute mit Uladzimir Zhyhachou und Juliane Kipper
22:30 Uhr

Das war Mittwoch, der 30. Januar 2019

In den USA legen arktische Temperaturen das öffentliche Leben lahn. Im Mittleren Westen warnen die Behörden davor, dass die extremen Niedrigtemperaturen lebensgefährlich seien. Sie riefen dutzende Millionen Bürger auf, heute möglichst im Warmen zu bleiben. US-Medien berichteten bereits von drei Kältetoten. In Chicago, der drittgrößten Stadt des Landes, lag die Temperatur am Vormittag bei minus 22 Grad Celsius. Die auf der Haut gefühlte Temperatur betrug dort aufgrund der eisigen Winde minus 46 Grad. Das war kälter als in manchen Teilen der Antarktis. Selbst die US-Post, die dafür bekannt ist, Briefe bei jedem Wetter zuzustellen, stellte in vielen Gebieten des Mittleren Westens den Dienst ein.

Außerdem waren heute noch folgende Themen wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nacht. Wenn Sie mögen, lesen wir uns morgen wieder.

21:20 Uhr

Russischer Senator soll Doppelmord begangen haben

Ein Mitglied des russischen Oberhauses ist während einer Sitzung wegen eines Doppelmords festgenommen worden. Wie das russische Ermittlungskomitee mitteilt, wird dem 32-jährigen Rauf Araschukow vorgeworfen, ebenso wie sein Vater dem organisierten Verbrechen anzugehören, das für den Tod zweier Männer 2010 verantwortlich sei. Ein Gericht in Moskau entschied später, Araschukow nicht gegen Kaution freizulassen.

  • Der Senator müsse während der weiteren Ermittlungen für zwei Monate im Gefängnis bleiben, ordnete das Gericht in der russischen Hauptstadt an.
  • Wie die Vorsitzende des Föderationsrats, Valentina Matwijenko, dem Staatsfernsehen sagte, betraten Polizisten während einer Sitzung den Plenarsaal und verlasen den Haftbefehl.
  • Araschukow habe aufstehen und den Raum verlassen wollen, sie habe ihn aber angewiesen, sich wieder zu setzen.
20:39 Uhr

Scholz fordert höheren Spitzensteuersatz

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat sich für eine höhere Besteuerung von Spitzeneinkommen ausgesprochen. "Wenn aber für sehr hohe Einkommen der Spitzensteuersatz moderat um drei Prozentpunkte auf 45 anstiege, fände ich das nur gerecht. Übrigens lag er zu Zeiten des Kanzlers Kohl mal bei 56 Prozent, heute liegt er bei 42 Prozent", sagt Scholz der Wochenzeitung "Die Zeit".

In den USA sorgen die Demokraten derzeit mit der Forderung nach einem Spitzensteuersatz von 70 Prozent für Aufregung. Scholz hält einen solchen Steuersatz für zu hoch. "Der Vorschlag der US-Demokraten ist aus meiner Sicht schon etwas happig."

19:58 Uhr

"Fast & Furious 9" muss ohne zentrale Charaktere auskommen

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Es ist ein Schock für alle "Fast & Furious"-Fans. Nach einigen Spekulationen stellt Dwayne "The Rock" Johnson nun klar, dass er beim neunten Teil der Reihe nicht dabei sein wird. Die bisherigen acht "Fast & Furious"-Filme haben über 1,5 Milliarden US-Dollar in die Kinokassen gespielt. Doch im neunten Teil der populären Reihe werden nun definitiv zwei zentrale Charaktere fehlen: Dwayne "The Rock" Johnson in seiner Rolle als Luke Hobbs und Jason Statham als Ian Shaw.

Wie Johnson in einem Interview mit "MTV News" bestätigt, werden die beiden nicht in "Fast & Furious 9" zu sehen sein. Grund dafür sind unter anderem die zeitgleich startende Produktion zum "Fast & Furious"-Spin-off "Hobbs & Shaw".

Doch das dürfte wohl nicht die ganze Erklärung sein. Es ist kein Geheimnis, dass hinter den Kulissen der "Fast & Furious"-Reihe schon seit Längerem dicke Luft herrscht. Dwayne Johnson und Vin Diesel lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch zum Thema Arbeitsmoral und auch Roman-Darsteller Tyrese Gibson wetterte mehr als einmal öffentlich gegen Johnson.

18:47 Uhr

70-Jähriger feuert auf Passanten - ein Toter

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Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika schießt ein Mann auf offener Straße um sich und tötet dabei einen Menschen. Sechs weitere werden verletzt. Der Schütze habe sich anschließend in sein Haus in der Hafenstadt Bastia im Nordosten von Korsika verschanzt, wie die Präfektur mitteilt. Ein Mensch befinde sich nach dem Vorfall am späten Nachmittag in einem "besorgniserregenden" Zustand.

Nach Informationen des Senders France 3 soll es sich bei dem Schützen um einen 70-jährigen Mann handeln. Auf Fotos war zu sehen, wie schwer bewaffnete Sicherheitskräfte die Gegend um das Haus absicherten, in dem sich der Mann verschanzt hatte. Die Behörden baten Anwohner, die Gegend zu meiden.

18:01 Uhr

Nach Mord an Mediziner: Angeklagter könnte unter Verfolgungswahn leiden

Vor einem halben Jahr greift ein 27-jähriger Mann einen 52 Jahre alten Arzt in dessen Praxis in Offenburg mit einem Messer an und tötet ihn. Zudem verletzt er eine Arzthelferin, die den Angriff auf den Mediziner verhindern wollte. Dem Asylbewerber aus Somalia wird seit heute vor Gericht der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft legt dem 27-Jährigen Mord und gefährliche Körperverletzung zur Last. Der Angeklagte habe heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt. Das Opfer starb nach mindestens 20 Messerstichen in Kopf und Hals am Tatort.

"Ich bin unschuldig", sagte der 27-Jährige zum Prozessauftakt. Näher wollte er sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Das Gericht werde prüfen müssen, ob bei dem Angeklagten eine psychische Erkrankung vorliege, sagte der Vorsitzende Richter Heinz Walter. Es gebe Anzeichen, dass der Mann unter Verfolgungswahn leide. Der Anklage zufolge wollte er sich für eine aus seiner Sicht fehlerhafte ärztliche Behandlung rächen. Er sei offenbar davon ausgegangen, von dem Allgemeinmediziner bei einer vorangegangenen Blutentnahme vergiftet worden zu sein.

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17:25 Uhr

Lucke: AfD ist ein Fall für den Verfassungsschutz

Parteigründer Bernd Lucke spricht sich für die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz aus. "Es gibt Personen und Organisationen in der AfD, an deren Verfassungstreue man zweifeln kann", sagt Lucke in einem Interview mit der "Zeit". "Ich bin da für das Vorsichtsprinzip: Der Verfassungsschutz sollte Teile der AfD lieber beobachten, als dass die vielleicht Unheil stiften." Die AfD sei für ihn heute "eine latent fremdenfeindliche, deutschnationale Partei mit rechtsradikalen Einsprengseln", sagt Lucke.

Der 56-jährige Volkswirtschaftsprofessor war seit 2013 Co-Vorsitzender der AfD, bis er die Partei im Jahr 2015 im Richtungsstreit verließ. Lucke bezweifelt in der "Zeit", dass es möglich gewesen sei, Rechtsradikale aus der AfD herauszuhalten. Neue Mitglieder pauschal abzulehnen, verbiete das Parteiengesetz und kein Interessent sage "gleich beim Aufnahmegespräch, dass er den Holocaust für einen Vogelschiss hält", sagt Lucke.

Auf die Frage, ob er die AfD heute noch einmal gründen würde, erwidert Lucke: "Nein. Ganz eindeutig nein." Aus der AfD sei "eine ganz andere Partei" geworden: "Eine, die ich nicht gegründet hätte, die ich nicht fördern möchte und die ich nicht wähle."

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16:50 Uhr

H&M holt sich Hilfe von Whistleblower

H&M hat sich einen Whistleblower als Unterstützung geholt. Bereits seit Dezember arbeite Christopher Wylie als sogenannter Research Director für den schwedischen Modekonzern, teilt das Unternehmen mit. Er solle der H&M-Gruppe dabei helfen, ihre Fähigkeiten bei der Verbraucher-, Produkt- und Marktanalyse zu verbessern. Außerdem unterstütze er die Arbeit der Gruppe an nachhaltigen und ethischen Formen der Künstlichen Intelligenz.

Wylie ist ein früherer Mitarbeiter der inzwischen aufgelösten Firma Cambridge Analytica, die im Zentrum des Facebook-Datenskandals stand. Sie soll systematisch und millionenfach Nutzerdaten abgegriffen und für gezielte Wahlwerbung benutzt haben, die unter anderem die US-Wahl 2016 beeinflusst haben soll. Der Kanadier Wylie hatte den Fall 2018 als Informant enthüllt.

16:13 Uhr

Hitlerglocke darf weiter läuten

Die sogenannte Hitlerglocke von Herxheim  am Berg in Rheinland-Pfalz darf hängen bleiben. Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz entscheidet, dass ein entsprechender Beschluss des Gemeinderats rechtlich nicht zu beanstanden sei. Es wies damit die Klage eines Deutschen jüdischen Glaubens ab, der darin eine "unzumutbare Verspottung und Verhöhnung der Opfer des Hitlerterrors und des Holocaust" und deren Nachfahren sieht.

  • Auf der im Turm der evangelischen Jakobskirche hängenden Glocke aus dem Jahr 1934 steht die Inschrift "Alles fuer's Vaterland, Adolf Hitler".
  • Dass die Glocke nach Bekanntwerden der Aufschrift hängen gelassen wurde, stieß auf scharfe Kritik unter anderem des Zentralrats der Juden in Deutschland.
  • Der Herxheimer Gemeinderat begründete das Hängenlassen damit, dass dies als "Anstoß zur Versöhnung und Mahnmal gegen Gewalt und Unrecht" geschehe.
  • Der Bürgermeister sagte zudem, das Läuten der Glocke diene "der Versöhnung mit den Opfern der Nazizeit".
15:27 Uhr

Trump besteht auf Geld für Mauer an Grenze

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US-Präsident Donald Trump beharrt darauf, dass ein neues Haushaltsgesetz Geld für die von ihm geforderte Mauer an der Grenze zu Mexiko enthält. Das macht er auf Twitter deutlich. Die Verhandlungsführer von Demokraten und Republikanern verschwendeten ihre Zeit, wenn es bei ihren Gesprächen nicht um eine Mauer oder eine physische Barriere gehe, erklärte er.

Vertreter beider Parteien wollten sich heute erstmals zu Verhandlungen über die Grenzsicherheit treffen. Sie haben bis zum 15. Februar Zeit, eine Lösung für ein neues Budgetgesetz zu finden. Andernfalls droht Teilen der Regierung erneut eine Haushaltssperre.

*Datenschutz

 

15:05 Uhr

Ex-Mitglied der Sauerlandzelle soll abgeschoben werden

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Die Bildkombo zeigt (l-r) Daniel S, Atilla S. Fritz G. und Adem Y.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das letzte inhaftierte Mitglied der islamistischen Sauerlandgruppe, Adem Y., soll in sein Geburtsland Türkei abgeschoben werden. Das Amtsgericht Frankfurt am Main verfügt die Abschiebehaft gegen den türkischen Staatsbürger, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Er bestätigte damit Berichte von "Focus Online" und "Kölner Stadt-Anzeiger".

Das Frankfurter Gericht folge mit dem Erlass des Abschiebehaftbefehls einem Antrag des Regierungspräsidiums Darmstadt. Den Berichten zufolge gehen die Behörden davon aus, dass von dem mittlerweile 40-jährigen Y. nach Verbüßung seiner elfjährigen Haftstrafe weiterhin eine Gefahr für die innere Sicherheit ausgeht. Y. habe der dschihadistischen Ideologie bis heute nicht abgeschworen und könnte seiner Überzeugung "Taten folgen lassen".

Die Gruppe hatte Anschläge auf US-Bürger und US-Einrichtungen in Deutschland geplant. In seinem Urteil gegen die Islamisten vor knapp neun Jahren zeigte sich der Düsseldorfer Staatsschutzsenat überzeugt, dass die Gruppe in Deutschland ein "ungeheures Blutbad" mit einer "unübersehbaren Vielzahl von Toten und Verletzten" anrichten wollte.

15:13 Uhr

Schichtwechsel

Bis mein Kollege Sie morgen früh an dieser Stelle wieder begrüßt, begleite ich Sie den restlichen Nachmittag und Abend durch den Tag. Mein Name ist Juliane Kipper und ich halte Sie ab sofort mit den wichtigsten und interessantesten Meldungen auf dem Laufenden. Fragen, Anregungen und Kritik können Sie gerne an juliane.kipper@nachrichtenmanufaktur.de schicken.

14:37 Uhr

Fischer auf La Réunion von Hai getötet

Ein Fischer ist an einer Flussmündung auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean von einem Hai getötet worden.

  • Der 41-Jährige stand im Wasser, als er von dem Raubfisch angegriffen wurde. Der Mann starb an seinen schweren Verletzungen.
  • Der Unfall ereignete sich bei Sainte Rose am Rivière de l'Est, einem Fluss an der Ostküste der Insel.
  • Vor La Réunion kommt es immer wieder zu tödlichen Haiangriffen, meist sind die Opfer Surfer und andere Wassersportler. Die Behörden hatten deshalb 2013 Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und Verbotszonen eingerichtet.

 

13:52 Uhr

Mann erschießt Frau vor vier Kindern - lebenslange Haft

Für einen tödlichen Kopfschuss auf seine Ex-Freundin vor den Augen der vier gemeinsamen Kinder muss ein 38-Jähriger lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Braunschweig verurteilte ihn wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

  • Der Mann aus Westerkappeln in Nordrhein-Westfalen soll im Mai 2018 seine frühere Partnerin in Salzgitter erschossen haben, nachdem diese das Sorgerecht für die Kinder bekommen hatte und ihm nur ein Umgangsrecht eingeräumt worden war. Die 30-Jährige starb noch am Tatort.
  • Ihre Schwester überlebte einen Schuss in die Hüfte, ein weiteres Projektil verfehlte den Kopf des Großvaters knapp.
  • Der Schütze und sein Opfer stammen aus dem Kosovo.
13:24 Uhr

Salvini lässt Sea-Watch-Flüchtlinge an Land

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Die "Sea Watch 3" harrte tagelang vor der sizilianischen Küste aus, weil es in Italien nicht anlegen durfte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Streit um die Aufnahme der Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffes "Sea-Watch 3" hat die italienische Regierung eine Einigung mit sechs anderen europäischen Staaten erzielt. "Jetzt sind wir sieben Länder", sagte Regierungschef Giuseppe Conte vor Journalisten in Mailand. Die 47 Migranten könnten "in den kommenden Stunden" in Italien an Land gehen.

13:07 Uhr

Panne an Regierungsflieger - Steinmeier sitzt in Äthiopien fest

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Auf dem Hinweg nach Äthiopien lächelte Bundespräsident Steinmeier noch in die Kameras.

(Foto: picture alliance/dpa)

Langsam wird es peinlich ... Schon wieder kann ein Regierungsflugzeug wegen technischer Probleme nicht abheben. Diesmal trifft es Bundespräsident Steinmeier.

  • Wegen eines Defekts am Regierungsflieger "Theodor Heuss" kann der Bundespräsident nicht wie geplant von Äthiopien nach Berlin zurückfliegen.
  • An dem technischen Problem der A340 werde mit Hochdruck gearbeitet, hieß es in Addis Abeba.
  • Ursprünglich sollte der Rückflug um 12.50 Uhr (MEZ) starten.
  • Aus dem Präsidialamt hieß es, bei dem Defekt handele es sich um ein "Druckluftproblem", das auf dem Flughafen von Addis Abeba behoben werden könne.

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12:36 Uhr

Frau und vier Kinder wegen "Hexerei" ermordet

In einem indischen Dorf im Bundesstaat Odisha stirbt eine Zwölfjährige an einer Krankheit. Ein Medizinmann, der das Kind behandelt hatte, erklärt der Familie, eine etwa 30-jährige Bewohnerin des Dorfes habe das Mädchen mit einem Fluch belegt.

  • Wenig später werden eine Frau und ihre vier Kinder mit Macheten ermordet - weil die Täter die Mutter für eine Hexe hielten.
  • Sechs Männer wurden daraufhin festgenommen. Sie haben die Tat gestanden. Unter den Festgenommenen sind außer dem Medizinmann auch der Vater und der Onkel der Zwölfjährigen.
  • Jedes Jahr gibt es nach offiziellen Zahlen mehr als 100 Morde in Indien wegen angeblicher Hexerei. In mehreren Bundesstaaten, darunter auch Odisha, gibt es Gesetze gegen Hexenjagd.
12:07 Uhr

Maas: Wir lassen Isolation Irlands nicht zu

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich in der Brexit-Debatte klar hinter Irland gestellt.

  • In der Frage der künftigen Grenzregelung "stehen Deutschland und die gesamte Union fest an Irlands Seite", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabmeldungen. "Wir werden nicht zulassen, dass Irland in dieser Frage isoliert wird."
  • Maas betonte: "Wir sind bereit zu Gesprächen." Die Position der Bundesregierung sei aber klar: "Der Austrittsvertrag ist die beste und einzige Lösung für einen geordneten Austritt."
  • Das britische Unterhaus hatte am Dienstagabend für Nachverhandlungen zum Austrittsvertrag mit der EU gestimmt und sich gleichzeitig gegen einen harten Brexit gewandt. 317 Abgeordnete stimmten dafür, die sogenannte Backstop-Regelung für Nordirland in dem Vertrag zu ersetzen.

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11:42 Uhr

Kinder auf Campingplatz missbraucht - mehr als 1000 Taten

Drei Männer sollen auf einem Campingplatz in Lügde im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe 23 Kinder sexuell missbraucht und kinderpornografisches Material hergestellt haben.

  • Es gehe um mehr als 1000 Einzeltaten, sagte der Leiter der Ermittlungskommission Camping, Gunnar Weiß.
  • Die Opfer seien 4 bis 13 Jahre alt.
  • Die drei Verdächtigen - 56, 48 und 33 Jahre alte Männer - sind in Untersuchungshaft.

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11:22 Uhr

Russischer Politiker wegen Mordes festgenommen

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Rauf Araschukow soll an zwei Morden beteiligt gewesen sein.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Wegen Mordes ist ein russischer Politiker aus dem Nordkaukasus im Föderationsrat in Moskau festgenommen worden. Das bestätigten die Ermittlungsbehörden.

  • Der Senator Rauf Araschukow wird demnach verdächtigt, 2010 an zwei Morden in seiner Heimat beteiligt gewesen zu sein.
  • Eines der Opfer war den Ermittlern zufolge Vizechef einer Jugendbewegung. Außerdem soll der Politiker Dokumente gefälscht haben, auf deren Grundlage er Mitglied des Föderationsrates für die Teilrepublik Karatschai-Tscherkessien wurde, hieß es in russischen Medienberichten.
  • Zuvor hatte der Föderationsrat die Immunität des 32-Jährigen aufgehoben. Dort saß er seit 2016. Er war Mitglied des Ausschusses für Wirtschaftspolitik.
11:02 Uhr

Wilderer stehlen Zwergpinguine in Neuseeland

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Zwergpinguine werden normalerweise nicht mehr als ein Kilo schwer.

(Foto: imago/Schwörer Pressefoto)

In Neuseeland haben Unbekannte drei Zwergpinguine aus ihrem Nest gestohlen.

  • Eines der Tiere wurde wenige Stunden später tot aufgefunden, wie die nationale Naturschutzbehörde mitteilte. Von den beiden anderen fehlt jede Spur.
  • Die Diebe - vermutlich zwei Männer und eine Frau - benutzten dabei ein Brecheisen. Eines der Tiere wurde nach Angaben der Behörde erschlagen. Die anderen beiden wickelten die Täter in Handtücher und fuhren mit ihnen davon. Vermutet wird, dass die Tiere außer Landes gebracht werden sollen.
  • Mit einer Größe von höchstens 30 Zentimetern sind Zwergpinguine die kleinsten Pinguine der Welt, sie sind in Neuseeland streng geschützt. Den Dieben drohen, wenn sie erwischt werden, bis zu zwei Jahre Haft und bis zu 100.000 neuseeländischen Dollar Geldstrafe (umgerechnet etwa 60.000 Euro).
10:43 Uhr

Christina Aguilera bekommt eigene Show in Las Vegas

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Wer Christina Aguilera live sehen will, muss künftig nach Las Vegas.

(Foto: Charles Sykes/Invision/AP)

US-Sängerin Christina Aguilera hat ihre eigene Show in Las Vegas angekündigt. "Ich will weiterhin meine Fans in Europa sehen, aber wie viel einfacher ist es, wenn alle zu einem einzigen Ort kommen", sagte die Sängerin in der Talkshow von Ellen DeGeneres. Sie arbeite an der Show bereits seit Jahren. "Ich bin sehr, sehr aufgeregt, dass die Leute dieses Erlebnis bald genießen können."

  • Zunächst sind 16 "XPerience"-Shows im Planet Hollywood Resort in Las Vegas angesetzt.
  • Dort spielten bereits Britney Spears, Jennifer Lopez und Gwen Stefani.
  • Das erste Konzert findet am 31. Mai statt, weitere Termine gibt es im Juni, September und Oktober.

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10:16 Uhr

Dutzende Tote nach Untergang zweier Boote vor Dschibuti

Nach dem Untergang zweier Flüchtlingsboote vor der Küste des ostafrikanischen Landes Dschibuti am Dienstag sind mindestens 28 Menschen gestorben. Die Küstenwache setzt ihre Suche fort.

  • Zwei Überlebende wurden bereits kurz nach den Bootsunglücken entdeckt, "mehrere" weitere seien in eine IOM-Niederlassung in der Stadt Obock im Nordosten des Landes gebracht worden, sagte Lalini Veerassamy, Leiterin der IOM-Mission in Dschibuti.
  • Die beiden überladenen Boote waren nach Angaben der UN-Behörde eine halbe Stunde nach der Abfahrt in der nördlich von Obock gelegenen Küstenstadt Godoria in Seenot geraten und gekentert.
  • Laut einem Überlebenden befanden sich alleine an Bord seines Schiffs etwa 130 Menschen. Wie viele Migranten das andere Boot beförderte, ist unklar.
10:07 Uhr

Untersuchungsausschuss zur Berateraffäre beschlossen

Die Berateraffäre im Verteidigungsministerium wird Thema eines Untersuchungsausschusses des Bundestags. Die Einsetzung des Gremiums wurde mit den Stimmen der Opposition im Verteidigungsausschuss beschlossen, wie die AFP aus Oppositionskreisen erfuhr. Die Vertreter der Großen Koalition enthielten sich.

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09:30 Uhr

Mutmaßlicher Mädchen-Mörder 22 Jahre nach der Tat gefasst

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22 Jahre lebten Ramonas Eltern mit der Ungewissheit, wer ihre Tochter umgebracht hat.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Im Sommer 1996 soll er ein zehnjähriges Mädchen entführt und getötet haben: Mehr als 22 Jahre nach dem Mord an Ramona Kraus in Thüringen hat die Polizei nun einen Verdächtigen festgenommen.

  • Der 76-Jährige aus Pausa-Mühltroff soll das Mädchen am 15. August 1996 in der Nähe eines Einkaufs- und Geschäftszentrums in Jena angesprochen und mit seinem Auto an einen unbekannten Ort gebracht haben, wo er es tötete.
  • Nach Angaben der Ermittler legte er die Leiche in der 130 Kilometer entfernten Gemeinde Treffurt ab. Sie wurde erst nach mehreren Monaten entdeckt.
  • Weitere Einzelheiten teilte die Polizei zunächst nicht mit. Der Mann wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

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08:53 Uhr

Andreas Gabalier äußert sich zu den Vorwürfen

Der Volksmusiker Andreas Gabalier soll den Karl-Valentin-Orden bekommen und zeigt sich von der Kritik daran unbeeindruckt. "Wenn sich ein paar Einzelne aufregen, die mich persönlich überhaupt nicht kennen, dann juckt mich das nicht", sagte der österreichische Sänger der "Bild"-Zeitung.

  • Der Orden wird alljährlich von der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla in Gedenken an den Komiker Valentin (1882-1948) verliehen. Gabalier soll ihn am Samstag erhalten.
  • Das "Valentin-Karlstadt-Musäum" kritisiert die gesellschaftspolitische Haltung des Volksmusikers. Diese sei rechtspopulistisch, eindeutig homophob und frauenfeindlich.
  • "Ich bin wohl einigen zu bodenständig, aber das werde ich ganz sicher nicht für diese Leute ändern", erklärte der 34-Jährige. "Von ein paar Neidern lasse ich mir meine Erfolgsgeschichte nicht kaputt reden." Er erwarte mehr Respekt, ging auf die Vorwürfe aber nicht weiter ein.
  • Auch Alt-Rock-'n'-Roller Peter Kraus, der den Preis am Samstag überreichen soll, verteidigt Gabalier. "Ich kenne Andreas als einen netten, höflichen und respektvollen Kollegen", sagte er dem Blatt.

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08:36 Uhr

Drei Iraker sollen Anschlag mit Böllerpulver geplant haben

Ermittler haben im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein drei Terrorverdächtige aus dem Irak festgenommen. Das Trio habe einen Anschlag mit Schwarzpulver aus Silvesterraketen verüben wollen, meldete der "Spiegel".

  • Sie hätten aber auch überlegt, eine Waffe oder ein Auto zu benutzen. Die Planungen der Männer seien laut Ermittlern "noch nicht besonders weit gewesen".
  • Einer der Verdächtigen soll dem Bericht zufolge erklärt haben, er wolle möglichst viele "Ungläubige" treffen, aber keine Kinder.
  • Die Anschlagspläne, so verlautet aus Ermittlerkreisen, seien islamistisch motiviert gewesen.

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08:11 Uhr

Maduro "bereit" zu Verhandlungen und Neuwahlen

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat sich nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti zu Gesprächen mit der Opposition bereit erklärt. Dazu forderte er allerdings die Mitwirkung internationaler Mediatoren. "Ich bin bereit, mich mit der Opposition an den Verhandlungstisch zu setzen, damit wir über das Wohl Venezuelas sprechen können", sagte Maduro in einem Interview mit der staatlichen russischen Agentur in Caracas. Zugleich betonte der Präsident, er würde Neuwahlen unterstützen.

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07:44 Uhr

Sternekoch kritisiert Gelbwesten - Einbruch und Brandstiftung

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Nach Kritik an gewaltsamen Ausschreitungen bei den "Gelbwesten"-Protesten ist der französische Sternekoch Yannick Delpech Opfer von Brandstiftung geworden. Ein Feuer, welches das Restaurant "L'Amphitryon" nahe der südwestfranzösischen Stadt Toulouse beschädigte, sei "absichtlich" gelegt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

  • Delpech hatte auf Facebook Kritik an gewaltsamen Ausschreitungen am Rande der "Gelbwesten"-Proteste geübt. "Anarchisten und Rassisten" würden inmitten der von legitimen Forderungen getragenen sozialen Proteste Chaos stiften.
  • Daraufhin kam es zuerst zu einem Einbruch im "L'Amphitryon" und Schmierereien auf der Fassade des Restaurants.
  • In der Nacht zum Montag ging dann das am Restaurant geparkte Auto des Kochs in Flammen auf. Der Rauch drang laut Feuerwehr in das Gebäude ein, ohne "große Schäden" anzurichten. Aus dem Umfeld des Kochs verlautete dagegen, die Küche und die Kühlkammer hätten "bedeutsame" Schäden davongetragen. Das in Colomiers gelegene Restaurant bleibt vorerst geschlossen.
07:07 Uhr

Gamer stürzt bei Suche nach Handy-Signal von Balkon

Auf der Suche nach einem besseren Handy-Signal ist ein thailändischer Student zu Tode gestürzt. Der 21-Jährige fiel während eines Online-Spiels mit Freunden in Bangkok vom Balkon eines Hotels.

  • Der Student war nach Bangkok gekommen, um an einem Turnier des populären Online-Spiels "Arena of Valor" ("Arena von Valor") teilzunehmen.
  • Im Hotel wollte er noch eine Runde mit Freunden weiterspielen. Nach deren Angaben ging er nach draußen auf den Balkon, weil sein Smartphone nur noch schlechten Empfang hatte. Plötzlich bewegte sich in dem Online-Spiel seine Figur jedoch überhaupt nicht mehr. Als die Freunde nachsahen, stellten sie fest, dass der 21-Jährige vom Balkon in die Tiefe gestürzt war. Sein Handy lag neben ihm.
  • Der Student kam aus der Stadt Chiang Mai im Norden Thailands. Hinweise auf einen Suizid gibt es nach Angaben der Polizei keine.
06:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

Nachdem Theresa May und das Unterhaus in London für ihre Forderungen nach Änderungen des Brexit-Vertrages eine Abfuhr erhalten haben, steigt das Risiko eines ungeordneten Brexits mit dramatischen Folgen für die Wirtschaft, Millionen Bürger und Irland weiter. Zwar spricht sich eine Mehrheit der Abgeordneten im Unterhaus gegen einen No-Deal-Brexit aus. Doch der Beschluss ist nicht bindend, er kann ein chaotisches Ausscheiden nicht verhindern.

Was wird heute sonst wichtig:

  • Der venezolanische Parlamentschef Juan Guaidó hat zu weiteren Massenprotesten aufgerufen. Bei den Demonstrationen soll vor allem das Militär aufgefordert werden, sich auf die Seite der Opposition zu stellen und humanitäre Hilfe ins Land zu lassen. Der Machtkampf in Venezuela ist auch Thema einer Aktuellen Stunde im Bundestag.
  • Im Streit der Länder mit dem Bund über die Finanzierung der geplanten Digitalisierung der Schulen schreitet der Vermittlungsausschuss ein. Die Vertreter aus Bundestag und Bundesrat kommen in Berlin erstmalig in dieser Legislaturperiode zusammen, um über eine mögliche Änderung des Grundgesetzes zu diskutieren. Ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz für eine solche Änderung hatten die Länder im Bundesrat im Dezember abgelehnt.
  • In der Krise der Deutschen Bahn kommt Verkehrsminister Andreas Scheuer zum dritten Mal seit Jahresbeginn mit der Spitze des Konzerns zusammen. Bei den Gesprächen soll es vor allem darum gehen, wie die komplexen Strukturen des Konzerns verbessert werden können und wie die künftige Finanzierung aussieht.
  • Das Bundesarbeitsgericht verhandelt ab 11.15 Uhr in Erfurt darüber, ob private Arbeitgeber ein generelles Kopftuchverbot für Arbeitnehmer in ihrem Unternehmen aussprechen können.
  • Das Bundeskabinett berät den Jahreswirtschaftsbericht, den das Bundeswirtschaftsministerium präsentiert. Medienberichten zufolge geht die Bundesregierung für das laufende Jahr nur noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,0 Prozent aus. In ihrer Herbstprognose hatte die Bundesregierung noch mit einem Wachstumsplus von 1,8 Prozent gerechnet - auch das war bereits eine Herabstufung.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Start in den Tag!

 

06:27 Uhr

Schneechaos im Westen, Sonne im Osten

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Nach der kurzen Wetterberuhigung gestern bringt Tief "Oskar" heute in den westlichen Landesteilen teils kräftige Schneeschauer mit entsprechender Glättegefahr. Vom Saarland über Rheinland-Pfalz bis nach Nordrhein-Westfalen setzt nämlich Schneefall ein, der den ganzen Tag über anhalten dürfte. Selbst im Flachland sind Neuschneemengen von 5 bis 10 Zentimetern nicht auszuschließen. Im Bereich Hunsrück und Eifel sind auch bis zu 15 Zentimeter Schnee drin. Am Abend schneit es dann auch rauf bis ins Emsland.

Der große Rest unseres Landes bekommt vom Schneetreiben aber nur wenig bis gar nichts mit. Weiter ostwärts bleibt es nämlich trocken und zeitweise sonnig. Richtung Schwarzwald sind nur wenige Schneeschauer unterwegs. Dafür weht besonders im Südwesten ein stürmischer Wind, der auf den Bergen Spitzenböen von um die 100 km/h bringt.

Die Temperaturen: am Oberrhein und in Berlin/Brandenburg bis 4 Grad. Ansonsten sind oft nicht mehr als minus 2 bis plus 2 Grad möglich.

Das ist zwar winterlich, aber kein Vergleich zu den Temperaturen, die Teile Kanadas und den Norden der USA jetzt erwarten. Denn heute und morgen tritt der Polarwirbel mal kräftig südwärts aus. Rund um die Großen Seen streift dabei die kälteste Luft, die es überhaupt geben kann: die arktische Kernmasse. Selbst im Großraum Chicago mit Temperaturen um die minus 30 Grad. Das Umland der Millionenmetropole bekommt bis knapp minus 40 Grad - gemessen, wohl gemerkt. Denn dieser Ausbruch der Arktikluft erfolgt mit viel Wind, so dass die gefühlten Werte in Chicago bei um die minus 40 Grad liegen, im Umland sogar bis um die minus 50 Grad.

Und so geht es bei uns weiter: morgen erwartet uns ein ruhiger, meist trockener Mix aus Sonne und Wolken. Erst abends und nachts aus Südwesten wieder neue Wolken, später mit Schnee und Regen. Dazu bringen es die Temperaturen nach frostiger Nacht tagsüber auf minus 2 bis plus 4 Grad. Am Freitag macht der Winter Pause. Die Strömung dreht nämlich für knapp 48 Stunden auf südliche Richtung und bringt deutlich mildere Luft nach Deutschland. Häufig werden es 2 bis 7 Grad. Am Alpenrand mit Föhn örtlich sogar bis zu 10 Grad. Dazu bleibt es wechselhaft mit Schauern, anfangs auch mit Glättegefahr. Das Wochenende wird dann ziemlich durchwachsen und kälter mit Schneeregen bis ins Flachland.

Ihr Björn Alexander