Der Tag
2. Mai 2025
BW1806mit Heidi Ulrich
Zum Archiv
22:18 Uhr

Das war Freitag, der 2. Mai 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

der bisher wärmste Tag des Jahres liegt hinter uns. In der Nähe von Heidelberg wurden am frühen Abend 30,4 Grad gemessen. Im Mittelpunkt des Nachrichtengeschehens stand heute vor allem die AfD, die vom Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft wurde. Dadurch nimmt auch die Diskussion über ein AfD-Verbotsverfahren wieder Fahrt auf. Weitere wichtige Themen des Tages waren diese:

Rubio und Vance deuten Rückzug der USA als Friedensvermittler an

Mann fährt in Stuttgart mit Auto mehrere Menschen an - eine Tote

Rechtsextremer könnte Münchner Brandanschlag 1970 verübt haben

Tesla-Absatz stürzt in vielen europäischen Märkten ab

Prinz Harry will sich mit britischem Königshaus versöhnen

Kurioses Traumtor "krönt" Magdeburgs Desaster, Paderborn stresst den HSV

NBA-Legende Gregg Popovich tritt nach 29 Jahren ab

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Das war Freitag, der 2. Mai 2025
21:48 Uhr

Mirja du Mont liegt im Krankenhaus

Mirja du Mont meldet sich in einer Insta-Story aus einer Klinik. Die 49-jährige Schauspielerin erzählt, dass sie eine Dickdarmentzündung habe und hochdosiertes Antibiotikum bekomme. Vorher sei bei einem CT auch festgestellt worden, dass die Darmwand ziemlich durchlässig sei. Aus dem Krankenbett dankt sie nun Charlotte Würdig und Martina Voss-Tecklenburg ganz besonders. Denn ihre Promi-Kolleginnen aus der RTL-Sendung "Die Verräter - Vertraue Niemandem!" gaben ihr zufolge den Ausschlag dafür, dass sie zum Arzt ging, nachdem sie schon tagelang Bauchschmerzen hatte: "Hätten die beiden mich nicht so gedrängt, wäre ich nicht zum Arzt gegangen und dann wäre das schlimmer ausgegangen." An ihre Follower appelliert sie: "Also Leute, nehmt Bauchschmerzen nicht auf die leichte Schulter und geht zum Arzt."

Mirja du Mont liegt im Krankenhaus
21:27 Uhr

Innenminister fordert Einblick in AfD-Gutachten

Der Bundesverfassungsschutz begründet zwar in einer Mitteilung, warum er die AfD als gesichert rechtsextrem einstuft. Das umfangreiche Gutachten dazu soll jedoch nicht veröffentlicht werden. Der mecklenburg-vorpommersche Innenminister, Christian Pegel, fordert Einblick in das Gutachten für die Bundesländer.

  • Er würde gerne selbst in das Gutachten schauen dürfen. Bisher würden alle nur "die Schlagzeilen" kennen, sagt Pegel dem NDR. "Ich glaube, dass wir jetzt achtgeben müssen, dass nicht der Eindruck entsteht 'Wir haben zwar Gründe, aber wir nennen sie nicht'", sagt der SPD-Politiker.

  • Der Bochumer Politikwissenschaftler Oliver Lembcke kritisiert die Geheimhaltung. "Es ist verständlich, dass das BfV vorsichtig agiert - und aufgrund der Sensibilität des Themas und der Daten auch agieren muss", sagt er der "Welt am Sonntag". Jedoch werde diese Entscheidung "die öffentliche Debatte massiv beeinflussen".

  • Das Gutachten erhalten haben das Bundesinnenministerum, sowie die Verfassungsschützer in den Ländern.

Innenminister fordert Einblick in AfD-Gutachten
20:44 Uhr

Truck kollidiert mit Auto und zerlegt Wohnhaus

Im US-Bundesstaat New Jersey kommt ein Kipplaster nach einem Unfall von der Straße ab und rast in ein Wohnhaus. Ein Augenzeugenvideo zeigt, wie das Gebäude sofort zur Hälfte einstürzt und in Schräglage gerät. Der Bewohner des Hauses und der Fahrer des Trucks werden nur leicht verletzt.

Truck kollidiert mit Auto und zerlegt Wohnhaus

Truck kollidiert mit Auto und zerlegt Wohnhaus
20:30 Uhr

Rubio bezichtigt Deutschland der Tyrannei

Die AfD erfährt Unterstützung von der US-Regierung. US-Außenminister Marco Rubio bezichtigt Deutschland der Tyrannei, weil der Bundesverfassungsschutz die AfD als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft hat. "Deutschland hat seinem Geheimdienst gerade neue Befugnisse zur Überwachung der Opposition erteilt", schreibt Rubio bei X. "Das ist keine Demokratie - das ist verkappte Tyrannei." Der wahre Extremismus liege nicht bei der "beliebten AfD", die bei der Bundestagswahl im Februar zweitstärkste Kraft geworden war, "sondern in der tödlichen Einwanderungspolitik der offenen Grenzen des Establishments, die die AfD ablehnt", meint Rubio.

  • Der Verfassungsschutz begründet seine Einschätzung mit der "die Menschenwürde missachtenden, extremistischen Prägung der Gesamtpartei". Die Behörde schreibt etwa: "Konkret betrachtet die AfD zum Beispiel deutsche Staatsangehörige mit Migrationsgeschichte aus muslimisch geprägten Ländern als nicht gleichwertige Angehörige des durch die Partei ethnisch definierten deutschen Volkes."

  • Die AfD geht gegen die Einstufung mit einer Abmahnung vor. Darin heißt es, der Verfassungsschutz solle die Einstufung öffentlich korrigieren. Dieser habe keine Belege für die Einstufung vorgelegt.

Rubio bezichtigt Deutschland der Tyrannei
19:34 Uhr

Harry wünscht sich Versöhnung mit Königsfamilie: "Das Leben ist kostbar"

"Ich würde mich sehr über eine Versöhnung mit meiner Familie freuen. Es hat keinen Sinn, weiter zu streiten, das Leben ist kostbar", sagt Prinz Harry in einem emotionalen Interview mit der BBC. Er wisse nicht, wie lange sein Vater, König Charles III., noch zu leben habe.

Kurz vor dem Interview hatte der Prinz einen Rechtsstreit um Polizeischutz verloren. Er sei deswegen am Boden zerstört, sagt er nun. Es geht darum, dass seine Familie und er bei Besuchen in Großbritannien nicht mehr automatisch den gleichen Sicherheitsstatus bekommen wie der Rest der britischen Royals. Der König "spricht wegen dieser Sicherheitsangelegenheit nicht mit mir", sagt der 40-Jährige der BBC. Vor fünf Jahren hatte er sich aus dem Königshaus zurückgezogen, seine royalen Pflichten abgelegt und war mit seiner Familie in die USA gezogen. Das Innenministerin in London entzog ihm daraufhin den grundsätzlichen Polizeischutz für Mitglieder des Königshauses auf Kosten der Steuerzahler. Dagegen ging Harry vergeblich vor.

Harry wünscht sich Versöhnung mit Königsfamilie: "Das Leben ist kostbar"
19:04 Uhr

Unkontrolliertes Fahrgeschäft reißt Tickethäuschen ab

Auf einem Jahrmarkt auf den Philippinen kommt es zu einem Unfall an einem Fahrgeschäft. Eine große Schaukel gerät außer Kontrolle, trifft auf ein Tickethäuschen und verletzt beinahe einen Mitarbeiter. Erst das Abstellen des Stroms beendet das Unglück.

Unkontrolliertes Fahrgeschäft reißt Tickethäuschen ab
18:54 Uhr

Auto fährt in Personengruppe in Stuttgart

In der Stuttgarter Innenstadt ist ein Auto in eine Personengruppe gefahren. Die Feuerwehr spricht von mindestens acht Verletzten. Darunter seien drei Schwerverletzte. Eine Person musste wiederbelebt werden. Der Vorfall passierte an der oberirdischen U-Bahn-Haltestelle Olgaeck. Das Fahrzeug kam teils auf der Straße, teils auf dem Bereich, auf dem sonst Fußgänger an der Ampel warten müssen, zum Stehen.

Die Polizei hat den Fahrer des Autos festgenommen. Der 42-Jährige wird derzeit vernommen. Bisher wird ein Unfall angenommen. "Wir gehen im Moment von einem Unfall aus, ermitteln aber in alle Richtungen", sagt ein Polizeisprecher. Ausschließen könne man eine Amokfahrt nie, man könne nicht in die Köpfe der Menschen hineinschauen.

Auto fährt in Personengruppe in Stuttgart
18:23 Uhr

KI-Unternehmerin soll FDP-Generalsekretärin werden

Die Liberalen stellen sich nach dem Debakel bei der Bundestagswahl neu auf. FDP-Politikerin und Tech-Unternehmerin Nicole Büttner könnte Generalsekretärin ihrer Partei werden. Fraktionschef Christian Dürr will die Unternehmerin aus dem Bereich Künstliche Intelligenz für den Posten vorschlagen, falls er zum Parteichef gewählt wird. Er wolle neue Wege gehen, sagt er. In der Vergangenheit hätten meist Berufspolitiker in der ersten Reihe gestanden. "Jetzt konnte ich mit Nicole Büttner eine profilierte und aktive Unternehmerin für mein Team gewinnen."

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Nicole Büttner ist Gründerin des KI-Unternehmens "Merantix Momentum". (Foto: picture alliance/dpa)
KI-Unternehmerin soll FDP-Generalsekretärin werden
17:36 Uhr

Weil erläutert Rückzug: "Habe Zenit meiner Leistungsfähigkeit überschritten"

Stephan Weil will kürzer treten. In knapp drei Wochen wird er daher von seinem Amt als Ministerpräsident von Niedersachsen zurücktreten. Im Interview mit der "Zeit" erläutert der 66-jährige SPD-Politiker ausführlicher, warum er sich so entschieden hat. Sein Arbeitsleben habe er noch nie als so anstrengend empfunden wie in den letzten zwei Jahren, sagt Weil. "Ich muss wahrscheinlich ganz nüchtern feststellen: Ich habe den Zenit meiner Leistungsfähigkeit überschritten." Auch berichtet er von Schlafproblemen. Aus seinem Umfeld sei er manchmal auf seine Müdigkeit angesprochen worden. Vorher hatte Weil schon gesagt, er müsse offenbar "dem Alter Tribut zollen", als er letzten Monat seinen Rückzug ankündigte. Vor allem der letzte Bundestagswahlkampf sei für ihn "besonders kraftraubend" gewesen. Weil ist seit zwölf Jahre Ministerpräsident, sein Nachfolger soll der bisherige niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies werden.

Weil erläutert Rückzug: "Habe Zenit meiner Leistungsfähigkeit überschritten"
17:06 Uhr

Drohne schlägt in Gaza-Hilfsboot von NGO ein

Die NGO "Freedom Flotilla Coalition" ist nach eigenen Angaben mit einem Schiff voller Hilfsgüter Richtung Gaza unterwegs, als eine Drohne an Bord einschlägt und das Schiff in Brand setzt. Ein weiteres Boot hilft, das Feuer auf hoher See zu löschen. Die Aktivisten vermuten Israel hinter dem Angriff, eine offizielle Stellungnahme gibt es noch nicht.

Drohne schlägt in Gaza-Hilfsboot von NGO ein
16:41 Uhr

Menschen in Südchile sollen Küstengebiet verlassen - Tsunami-Gefahr

Nach dem schwerem Erdbeben vor der Spitze Südamerikas ruft Chiles Präsident die Menschen auf, die Küstengebiete in der Region Magallanes zu verlassen. Es besteht Tsunami-Gefahr. Das US-Tsunami-Warnzentrum hatte zuvor eine entsprechende Warnung herausgegeben. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals "Emol" könnte ein Tsunami die südliche Stadt Punta Arenas erreichen. Die Stärke des Bebens wurde von unterschiedlichen Instituten mit 7,4 und 7,5 angegeben.

Update von 18:44 Uhr: Inzwischen gibt es Entwarnung: Die Tsunami-Warnung wurde aufgehoben. Die ersten Wellen, die Antarktis-Stationen erreicht hätten, seien nicht so hoch gewesen wie befürchtet, heißt es. Verletzte oder größere Schäden wurden bislang nicht gemeldet.

Menschen in Südchile sollen Küstengebiet verlassen - Tsunami-Gefahr
15:54 Uhr

Starkes Erdbeben vor Spitze Südamerikas

Vor der Südspitze Südamerikas hat es ein starkes Erdbeben gegeben. Die US-Erdbebenwarte USGS gibt die Stärke mit 7,4, das Nationale Seismologie-Zentrum Chiles mit 7,5 an. Das Epizentrum wurde 219 Kilometer südlich von Ushuaia - der südlichsten Stadt Argentiniens in Feuerland - verortet. Das Zentrum des Bebens lag demnach in der Drakestraße, einer Meeresstraße zwischen dem südlichsten Punkt Südamerikas und der Antarktis. Es gibt eine Tsunami-Warnung.

Starkes Erdbeben vor Spitze Südamerikas
15:15 Uhr

Zentralrat der Juden: AfD-Einstufung wichtig für alle, "die noch naiv auf diese Partei blicken"

Ändert die neue Bewertung den Blick einiger Menschen auf die AfD? Die Einstufung der Partei als gesichert rechtsextrem durch den Verfassungsschutz ist für den Zentralrat der Juden keine Überraschung. Präsident Josef Schuster findet, "dieser Schritt ist aber umso wichtiger für alle, die bisher noch naiv auf diese Partei blicken". Sie müssten nun umdenken. "Niemals dürfen Vertreter der AfD - sei es über wichtige Positionen in Ausschüssen oder Ähnlichem - in staatstragende Funktionen gelangen oder sogar Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen bekommen", sagt der Zentralratspräsident. "Wer hätte sich vorstellen können, dass im Jahr 2025 eine gesichert rechtsextreme Partei fast ein Viertel der Abgeordneten im Deutschen Bundestag stellt?"

Zentralrat der Juden: AfD-Einstufung wichtig für alle, "die noch naiv auf diese Partei blicken"
14:39 Uhr

Unbekannter tötet Tier mit Armbrust

Ein Unbekannter hat in Künzelsau im Nordosten Baden-Württembergs einen Biber mit einer Armbrust getötet. Das Tier sei von Mitarbeitern des örtlichen Bauhofs in einem Badesee entdeckt und an Land gebracht worden, wie die Polizei mitteilte. Sie stellte nach der Bergung zwei Armbrustbolzen im Körper des toten Tieres sicher. Zeugen wurden gebeten, sich zu melden.

Unbekannter tötet Tier mit Armbrust
14:22 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Es grüßt Sie hier Heidi Ulrich. Ich kümmere mich um frische Nachrichten in der zweiten Runde hier beim "Tag". Mein Kollege Robin Grützmacher entschwindet in den Feierabend und kann nun auch diesen sommerlichen Brückentag genießen, an den sich ein wettertechnisch zumindest teilweise vielversprechendes Mai-Wochenende anschließt. Wenn das keine guten Aussichten sind!

Schichtwechsel
13:57 Uhr

Kanzlerschaft am Ende: Scholz verrät, was er jetzt machen will

Olaf Scholz hat mit der SPD bei der vergangenen Wahl eine krachende Niederlage eingefahren. Für den Bundeskanzler endet damit die Amtszeit. Pläne hat er aber genug: Es werde ihm "nicht schwerfallen" sein Mehr an Freizeit zu nutzen, sagte Scholz auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover. Schon bislang habe er es trotz eines vollen Terminkalenders geschafft, Sport zu machen, mit seiner Frau in den Urlaub zu fahren, zu wandern, Bücher zu lesen und ins Kino oder in Konzerte zu gehen.

Ein Abschied aus der Politik wird das Ende der Kanzlerschaft übrigens nicht: Sein Direktmandat in Potsdam wolle er wahrnehmen. Er sei "sehr glücklich darüber", dass er insgesamt sechsmal direkt in den Bundestag gewählt worden sei. In Zukunft wolle er nicht "jeden Tag das Tagesgeschehen der Politik kommentieren", kündigte Scholz an.

Kanzlerschaft am Ende: Scholz verrät, was er jetzt machen will
13:30 Uhr

Gericht untersagt Auftritt von Gérard Depardieu auf Rügen

Mon Dieu, Konzertabsage in letzter Minute: Heute Abend sollte Gérard Depardieu die Bühne des Theaters in Putbus mit französischen Chansons auf Temperatur bringen. Doch daraus wird nichts. Wie die "Ostsee-Zeitung" berichtet, fällt das Konzert kurzfristig ins Wasser. Aufgrund eines laufenden Gerichtsverfahrens gegen Depardieu habe die französische Justiz dem Star-Schauspieler untersagt, Frankreich vor dem 13. Mai zu verlassen. Dann wird die Urteilsverkündung erwartet.

Dem Putbuser Theater gehen damit die vermutlich höchsten Ticketeinnahmen seiner Geschichte durchs Netz. Kartenpreise bis zu 179 Euro seien die teuersten gewesen, die das Theater jemals verkaufte, so die "Ostsee-Zeitung". Vor ausverkauftem Haus wollte Depardieu hier Lieder der französischen Chansonnière Barbara zum Besten geben, die er besonders schätzte. Doch daraus wird nun nichts. Depardieu muss sich in Frankreich wegen des Verdachts der zweifachen sexuellen Belästigung verantworten.

Gericht untersagt Auftritt von Gérard Depardieu auf Rügen
12:51 Uhr

Treten Bundestags-AfDler jetzt aus der Partei aus?

Als Vertreter einer vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Partei sollten AfD-Abgeordnete aus Sicht von Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz keine repräsentativen Funktionen im Parlament bekleiden. "Als gesichert rechtsextremistische Gruppierung ist die AfD keine Partei wie jede andere", sagte die CSU-Politikerin. Deshalb sollte sie auch nicht so behandelt werden - vor allem nicht im Parlament. "Eine Wahl von AfD-Vertretern in repräsentative Funktionen wie das Bundestagspräsidium oder Ausschussvorsitze halte ich nun für kaum mehr denkbar", fügte sie hinzu.

An die Adresse der Mitglieder der AfD-Fraktion sagte die Innenexpertin: "Jeder AfD-Abgeordnete muss sich vielmehr nun entscheiden, ob er zu unserer Grundordnung steht und aus der Partei austritt oder ob er prominenter Teil einer extremistischen Bestrebung sein will." In der Vergangenheit hatte es mehrere Austritte aus der AfD-Fraktion mit Verweis auf Rechtsextremismus in der Partei gegeben.

Treten Bundestags-AfDler jetzt aus der Partei aus?
12:26 Uhr

Passant entdeckt wohl Königsboa auf Straße in Thüringen

"Schöne" Überraschung in Thüringen: Eine Würgeschlange auf einer Straße hat in Sonneberg für einen Einsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Das mehr als einen Meter lange Tier, vermutlich eine Königsboa, war am Maifeiertag von einem Passanten entdeckt worden. Die Einsatzkräfte brachten sie zunächst in einer Haltung für exotische Tiere, einem sogenannten Exotarium, unter. Die Polizei sucht nun den Eigentümer.

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Beispiel für eine Königsboa. Die Tiere können mehrere Meter lang werden. (Foto: picture alliance / imageBROKER)
Passant entdeckt wohl Königsboa auf Straße in Thüringen
12:10 Uhr

Tiktok soll 530 Millionen Euro zahlen

Tiktok soll wegen Verstößen gegen den europäischen Datenschutz mehr als eine halbe Milliarde Euro zahlen. Es ist nicht die erste Strafe.

Tiktok soll 530 Millionen Euro zahlen
11:50 Uhr

Viele in Deutschland nutzen ChatGPT und Co. auf fragwürdige Weise

Wer ChatGPT des Öfteren nutzt, der sollte es eigentlich wissen: Dem Bot ist oft nicht zu trauen, er gibt immer wieder falsche Informationen heraus. Das ist besonders prekär, weil nur ein Viertel der Nutzer in Deutschland einer repräsentativen Umfrage zufolge die Ergebnisse, die KI-Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini und Microsoft Copilot erstellen, überprüft.

Konkret gaben 27 Prozent der Befragten hierzulande an, KI-generierte Texte, Bilder oder Übersetzungen gegenzuprüfen. Das zeigt die internationale Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY zum Thema Künstliche Intelligenz (KI). Der Durchschnitt lag bei 31 Prozent. Am höchsten war die Kontrollbereitschaft demnach in Südkorea (42 Prozent) sowie in China und Indien (je 40 Prozent).

Viele in Deutschland nutzen ChatGPT und Co. auf fragwürdige Weise
11:21 Uhr

AfD gesichert rechtsextrem - folgt das Verbot der Partei?

Lange hat es gebraucht: Der Verfassungsschutz stuft die 2013 gegründete AfD als gesichert rechtsextremistisch ein. Führende Politiker der Grünen-Bundestagsfraktion begrüßen die Entscheidung. Sie sei auch ein "wichtiger Baustein mit Blick auf die Frage, wie es um die Erfolgsaussichten eines möglichen AfD-Verbotsverfahrens bestellt ist", teilten Konstantin von Notz und Irene Mihalic in Berlin mit. Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Serpil Midyatli sagte: "Jetzt haben wir schwarz auf weiß, was wir schon vorher wussten: Wo Rechtsextremisten drin sind, steht es jetzt auch drauf. Für mich ist klar: Das Verbot muss kommen."

Mit einem Parteiverbot hat die Beobachtung durch das BfV zwar vordergründig nichts zu tun. Denn dieses kann nur von Bundestag, Bundesrat oder der Bundesregierung beim Bundesverfassungsgericht beantragt werden. Eines der drei Verfassungsorgane könnte sich aber durch die neue Einschätzung des Inlandsnachrichtendienstes ermutigt fühlen, einen solchen Antrag zu stellen.

AfD gesichert rechtsextrem - folgt das Verbot der Partei?
10:39 Uhr

Ex-Bundesagent sagt gegen Sohn von Drogenboss aus - jetzt ist er tot

Er hatte vor Gericht gegen den Sohn des meistgesuchten Drogenbosses des Landes ausgesagt - nun ist ein früherer mexikanischer Bundesagent tot. Iván Morales und seine Frau seien im Bundesstaat Morelos im Zentrum des Landes erschossen worden, teilten die Behörden mit. Er war bei einem Prozess in den USA Belastungszeuge gegen Rubén Oseguera González, der im März in Washington zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

González ist eines der mächtigsten Mitglieder des brutalen mexikanischen Kartells Jalisco Nueva Generación. Sein Vater Nemesio Oseguera Cervantes leitet das Kartell, auf ihn ist in den USA ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar (13,2 Millionen Euro) ausgesetzt. Das Kartell ist eines der mächtigsten in Mexiko, es wird von den US-Behörden als terroristische Vereinigung eingestuft. Morales und seine Frau wurden laut Polizeibericht erschossen, als sie in ihrem Auto in der rund hundert Kilometer von Mexiko-Stadt entfernten Gegend von Temixco unterwegs waren.

Ex-Bundesagent sagt gegen Sohn von Drogenboss aus - jetzt ist er tot
10:05 Uhr

Karl Lauterbach verlässt Mai-Demo fluchtartig und wird beschimpft

In sozialen Netzwerken verbreitet sich derzeit ein Video von einer gestrigen Demo zum 1. Mai in Berlin. Darin zu sehen ist der scheidende Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mit einer schwarzen Cap. Anscheinend ist er am Fernbahnhof Südkreuz in einen Protest geraten.

Hastig und geschützt von Bodyguards entfernt sich Lauterbach von dem Geschehen. Die Angespanntheit ist ihm deutlich anzusehen. Der Minister wird als "Faschistenschwein" beleidigt, während im Hintergrund Palästina-Flaggen zu sehen sind. Warum Lauterbach vor Ort war, ist nicht klar. Aussagen von ihm liegen bisher nicht vor.

Karl Lauterbach verlässt Mai-Demo fluchtartig und wird beschimpft
09:32 Uhr

Flughafen-Zoll macht üblen Fund in Handtaschen

Zollbeamte haben am Hauptstadtflughafen BER fünf Kilogramm Heroin bei einem 44-jährigen Mann entdeckt. Er kam aus einem Flugzeug aus Malaysia und soll versucht haben, die Drogen in Handtaschen eingenäht einzuschmuggeln, wie die Behörde mitteilte. Die Ermittler fingen ihn bereits Mitte April am Ausgang für anmeldefreie Waren ab, weil ihnen die fünf Taschen aufgefallen waren, die der Verdächtige bei sich trug. Er wurde vorläufig festgenommen und die Drogen wurden beschlagnahmt.

Flughafen-Zoll macht üblen Fund in Handtaschen
08:57 Uhr

Gigantische Summen: USA-Haushalt vor massiven Einsparungen

US-Präsident Donald Trump plant Einsparungen im Bundeshaushalt in dreistelliger Milliardenhöhe. Die Pläne sollen bereits heute veröffentlicht und dem Kongress übermittelt werden, sagte ein Regierungsvertreter. Der jährliche Haushaltsantrag des Weißen Hauses enthält Konjunkturprognosen sowie detaillierte Vorschläge darüber, wie viel Geld von jeder Regierungsbehörde für das am 1. Oktober beginnende Haushaltsjahr 2026 ausgegeben werden soll. Für die Ausgabengesetze ist jedoch der Kongress zuständig - was die Abgeordneten beschließen, unterscheidet sich in der Regel erheblich von der Forderung des Präsidenten.

Der vorgeschlagene Haushalt wird auch Kürzungen im Wert von über 160 Milliarden Dollar in den Bereichen Umwelt, erneuerbare Energien, Bildung und Auslandshilfe beinhalten, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter berichtete. Trump hatte im Wahlkampf damit geworben, die Regierung zu verkleinern. Mithilfe der von Milliardär Elon Musk geleiteten Effizienzbehörde DOGE wurden bereits mehrere Behörden geschlossen und Zehntausende Mitarbeiter entlassen. Allerdings laufen noch mehrere Gerichtsverfahren, ob das Vorgehen zulässig ist.

Gigantische Summen: USA-Haushalt vor massiven Einsparungen
08:18 Uhr

Ernüchternde Aussagen von Reiner Haseloff zur Wiedervereinigung

Wie steht es um die Wiedervereinigung in Deutschland? Jahrzehnte sind seit dem Fall der Mauer vergangen, doch von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff gibt es ernüchternde Aussagen. Er hält für die vollständige Angleichung der Lebensverhältnisse weitere Jahrzehnte für nötig. "Wir haben ein wiedervereinigtes Deutschland. Aber die Vereinigung ist noch nicht beendet", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

In der Bibel heiße es, die Sünden der Väter gingen bis ins dritte und vierte Geschlecht, so Haseloff. "Das bedeutet: Hundert Jahre nach dem Mauerfall wird dann vielleicht im Statistischen Jahrbuch die teilungsbedingte Trennung zwischen Ost und West nicht mehr sichtbar sein." Bisher belegten Statistiken weiterhin Unterschiede zwischen den beiden Gebieten, und zwar "in sämtlichen Bereichen", sagte Haseloff.

Ernüchternde Aussagen von Reiner Haseloff zur Wiedervereinigung
07:37 Uhr

"I Kissed a Girl"-Musikerin Jill Sobule stirbt bei Brand

Trauer in der Musikwelt: Die US-amerikanische Singer-Songwriterin Jill Sobule ist tot. Die Musikerin, die mit ihrem Hit "I Kissed a Girl" aus dem Jahr 1995 Musikgeschichte schrieb, kam bei einem Hausbrand in Woodbury, einem Vorort von Minneapolis, ums Leben. Dies wurde von ihrem Manager John Porter gegenüber mehreren Medien, darunter "Variety", bestätigt.

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Sobule sollte eigentlich am Freitag in ihrer Heimatstadt Denver auftreten, um Songs aus ihrem Musical zu präsentieren. (Foto: picture alliance / newscom)

Ihr Manager erklärte in einem Statement: "Jill Sobule war eine Naturgewalt und Menschenrechtsaktivistin, deren Musik in unsere Kultur eingewoben ist. Ich hatte so viel Spaß bei der Zusammenarbeit mit ihr. Heute habe ich eine Klientin und eine Freundin verloren." Sobule wurde 66 Jahre alt.

"I Kissed a Girl"-Musikerin Jill Sobule stirbt bei Brand
07:06 Uhr

Viele Proteste in den USA gegen Donald Trump

In den USA haben bei Kundgebungen zum 1. Mai Tausende Menschen gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump protestiert. Die Proteste wurden von einem losen Netzwerk linksgerichteter Aktivistengruppen organisiert, die nach eigenen Angaben Kundgebungen an mehr als tausend Orten abhielten. Demnach versammelten sich Hunderte bis Tausende Demonstranten in Metropolen wie New York, Chicago und Los Angeles. Auch in zahlreichen kleineren Städten gingen demnach Menschen auf die Straße.

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Klare Botschaft auf diesem Plakat. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)

Eine von dem größten US-Gewerkschaftsverband AFL-CIO organisierte Kundgebung in Philadelphia wurde von dem linksdemokratischen Senator Bernie Sanders angeführt. Sanders, selbsterklärter Sozialist und unabhängiger Senator von Vermont, reist seit zwei Monaten unter dem Motto "Kampf der Oligarchie" durchs Land. Bei der Kundgebung unter dem Motto "Für die Arbeiter, nicht für die Milliardäre" kritisierte Sanders insbesondere Trump-Berater Elon Musk. "Heute besitzt ein Mann in Amerika, Elon Musk, mehr Vermögen als die untersten 52 Prozent der amerikanischen Haushalte", rief er den Protestteilnehmern zu.

Viele Proteste in den USA gegen Donald Trump
06:26 Uhr

Enttäuschung über dreiste Gebühr beim neuen Personalausweis

Entbürokratisierung und Vereinfachung der Verwaltung gehören gewiss nicht zu Deutschlands ausgeprägtesten Fähigkeiten, um es mal freundlich auszudrücken. Ein weiteres Beispiel dafür: der neue Personalausweis. Für die horrende Summe von 15 Euro Zusatzgebühr lässt er sich jetzt nach Hause schicken, um den Gang zum Amt zu vermeiden. Die kommunalen Spitzenverbände gehen allerdings nicht von einer umfangreichen Entlastung ihrer Mitarbeiter in den Ämtern aus.

Man habe sich mehr Wirkung erhofft, als die neue Regelung jetzt verspreche, sagte der Geschäftsführer des Städtetages NRW, Helmut Dedy. "Denn wegen der hohen Versandkosten von 15 Euro, die die Bürgerinnen und Bürger zahlen müssen, und der Verpflichtung, die Dokumente persönlich an der Meldeadresse in Empfang zu nehmen, rechnen wir damit, dass nur wenige den neuen Service nutzen werden."

Enttäuschung über dreiste Gebühr beim neuen Personalausweis
05:45 Uhr

Polen schickt Warnung in Richtung Bundesregierung

Der polnische Geschäftsträger in Deutschland hat die künftige Bundesregierung vor geplanten verschärften Kontrollen an der deutsch-polnischen Grenze gewarnt. Bereits die derzeitigen Kontrollen seien "ein Problem für den täglichen Grenzverkehr und das Funktionieren des EU-Binnenmarktes", sagte der polnische Spitzendiplomat Jan Tombinski dem Magazin "Politico". "Wir wünschen daher nicht, dass es zu einer Verschärfung der Grenzkontrollen kommt."

Die Regierung in Warschau stehe "natürlich zu unserer Verpflichtung, die europäische Außengrenze - vor allem zu Russland und Belarus - zu schützen", betonte Tombinski. Zugleich erwarte seine Regierung aber, "dass die Freizügigkeit im europäischen Schengenraum erhalten bleibt". Für die Menschen in Polen werde es "schwierig zu erklären, dass wir in unsere Außengrenze investieren und gleichzeitig die verschärften Kontrollen an der deutschen Grenze bekommen", warnte der Diplomat.

Polen schickt Warnung in Richtung Bundesregierung