mit Friederike ZörnerNeue Sorgen in Norwegen: Königin Mette-Marit musste ins Krankenhaus
Königin Mette-Marit hat am Dienstag die Vereidigung ihres Mannes König Haakon im Storting verpasst. Nur wenige Stunden nach der Zeremonie fuhr das Königspaar ins Osloer Rikshospitalet, wie norwegische Medien berichten. Gegen 17 Uhr wurde der Wagen auf dem Weg in die Klinik gesehen. Am Steuer saß König Haakon VIII. selbst, seine Frau saß auf der Rückbank. Der offizielle Teil des Tages lag zu diesem Zeitpunkt bereits hinter ihm. Am Mittag hatten der König und Kronprinzessin Ingrid Alexandra im Parlament ihren Eid geleistet, die Kronprinzessin in schriftlicher Form. Der Platz der Königin blieb dabei leer.
Um 18.22 Uhr verließ Haakon demnach das Rikshospitalet wieder, seine Frau blieb zurück. Gut drei Stunden später, um 21.09 Uhr, traf der König erneut am Krankenhaus ein. Kurz darauf verließen beide gemeinsam das Gebäude. Warum die Königin überhaupt in die Klinik musste, ist offiziell nicht bekannt. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach einer Lungentransplantation Komplikationen auftreten. Die Königin hatte seit der Operation mehrfach Komplikationen, auch heute", zitierte das Königshaus zuvor am Dienstag den Arzt Are Holm. "Sie muss daher den ganzen Tag über unter Beobachtung bleiben." Die 53-jährige Mette-Marit hatte sich im Juni einer Lungentransplantation unterzogen. Ohne eine Spenderlunge hätte sie nach Einschätzung der Ärzte wohl nur noch ein Jahr zu leben gehabt.
Fabians Mutter über angeklagte Gina H.: "Ich will, dass sie nie wieder in Freiheit lebt"
Die Mutter des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow wünscht sich im Prozess gegen die Angeklagte Gina H. eine lebenslange Freiheitsstrafe. "Ich will, dass sie nie wieder in Freiheit lebt", sagte Dorina Lange dem "Stern". "Das bringt mir Fabian nicht wieder. Aber dann weiß ich wenigstens, dass sie so etwas nicht noch jemandem antun kann." Im "Stern"-Interview sprach Lange erstmals ausführlich über ihren Sohn. "Fabian war mein Sonnenschein. Ich war so stolz, Mutter zu sein." Ihr Sohn habe viel Empathie gehabt und "ein ganz, ganz großes Herz".
Auch über das Verhältnis zu Fabians Vater äußerte sich Lange. Sie zeigte sich fassungslos, dass dieser sich auf die Seite der Angeklagten gestellt hatte und an deren Unschuld glaubt. "Er hat Fabi ein zweites Mal sterben lassen. So hat sich das angefühlt", sagte sie. Seit dem 28. April muss sich die 30-jährige Gina H. vor dem Landgericht Rostock verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian getötet zu haben. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Handschuh macht Astronautin bei ISS-Außeneinsatz zu schaffen
Bei einem fast siebenstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation haben zwei Astronautinnen unter anderem nach Mikroorganismen am Äußeren der ISS gesucht. Die US-Astronautin Jessica Meir und ihre französische Kollegin Sophie Adenot von der europäischen Raumfahrtagentur Esa nahmen dafür Abstriche von der Außenseite der Station, wie die Nasa mitteilte. Daneben installierten die beiden einen neuen Reflektor, der Raumschiffen bei der Navigation beim Anflug und Andocken helfen soll. Zudem tauschten sie eine hochauflösende Kamera aus, wie die Nasa weiter mitteilte.
Während des Einsatzes habe Adenot zeitweise Probleme gehabt, ihren linken Arm zu bewegen. Nach Angaben der Nasa verfing sich vermutlich ein Kabel der Handschuhheizung und schränkte dadurch die Beweglichkeit ein. Das Problem konnte noch vor der Rückkehr in die Luftschleuse behoben werden.
Trump-Regierung eskaliert Streit um Transmenschen im Militär
Im vergangenen Jahr ordnet das US-Verteidigungsministerium auf Geheiß von Präsident Donald Trump an, Transmenschen weitgehend vom Militärdienst auszuschließen. Richter blockieren den Vorgang vorerst, ein rechtskräftiges Urteil steht aber noch aus. Nun zündet die Trump-Regierung eine weitere Eskalationsstufe und zieht in dem Rechtsstreit vor den Obersten Gerichtshof. Ein entsprechender Antrag sei beim Gericht eingegangen, bestätigte eine Sprecherin. Ob der Supreme Court den Fall annimmt, steht allerdings noch nicht fest. Trumps Antrag zielt darauf ab, Trans-Mitglieder der Streitkräfte schon vor einem Urteil aus dem Dienst zu entfernen.
Das Gericht in erster Instanz war überzeugt, dass der Ausschluss von Transmenschen gegen das Verfassungsgebot verstoße, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden müssen. Die nach Verteidigungsminister Pete Hegseth benannte Richtlinie beruhe "zumindest teilweise auf einem unzulässigen staatlichen Interesse, der politisch unpopulären Gruppe der Transgender-Personen zu schaden", hieß es in der Begründung. Die US-Regierung bezeichnete das in ihrem Antrag an die obersten Richterinnen und Richter als "schwerwiegende Fehlentscheidung". Die Fähigkeit der Streitkräfte, selbst darüber zu entscheiden, wer Militärdienst leisten dürfe, sei eine Angelegenheit von außerordentlicher Bedeutung.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
die schweren Spannungen zwischen Berlin und Moskau haben sich infolge des gescheiterten Angriffs mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig-Halle nochmals deutlich verschärft. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete die deutschen Strafmaßnahmen gegen sein Land als "schweren Fehler" und sprach von Beweisfälschung. Das Außenministerium in Moskau kündigte Gegenmaßnahmen an.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul will im Laufe des Tages seine EU-Kollegen über die bisherigen Erkenntnisse zum mutmaßlichen russischen Anschlagsversuch informieren. Nach Angaben von EU-Diplomaten wird erwartet, dass es dann auch erste Beratungen zu einer möglichen europäischen Reaktion geben wird. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte am Dienstag, man sehe auch in anderen Ländern, dass die Russen immer stärker provozierten. Es stelle sich also die Frage, wie man sie davon abschrecken könne, noch weiterzugehen. Die Gespräche sollen bei einem informellen EU-Außenministertreffen in Irland geführt werden.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Das Bundeskabinett will die geplante Reform der Einkommensteuer auf den Weg bringen. Die Pläne von Finanzminister Lars Klingbeil sollen vor allem Familien mit Kindern und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen entlasten. Weiteres Thema im Kabinett ist der Entwurf eines neuen Kita-Gesetzes.
Bei einer Veranstaltung von "Volksstimme" und "Mitteldeutscher Zeitung" vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treffen am Mittag die Spitzenkandidaten Sven Schulze und Ulrich Siegmund aufeinander.
In einem womöglich folgenschweren Rechtsstreit um die Bestellung neuer Tablets für Schülerinnen und Schüler will das Oberlandesgericht Düsseldorf um 13 Uhr eine Entscheidung verkünden. Der Elektronik-Konzern Samsung klagt gegen die Stadt Datteln im nördlichen Ruhrgebiet.
Vor dem Dessauer Landgericht wird das Urteil im Prozess gegen zwei Pressefotografen erwartet. Den beiden Männern im Alter von 33 und 23 Jahren wird Brandstiftung in insgesamt 17 Fällen vorgeworfen.
Gut acht Monate nach der folgenschweren Irrfahrt mit einem Auto durch die Gießener Innenstadt beginnt um 13.30 Uhr die Hauptverhandlung gegen einen 32-jährigen Mann vor dem Landgericht.
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung stellt eine neue Analyse zur niedrigen Geburtenrate und zu unerfüllten Kinderwünschen vor.
Titelverteidiger FC Bayern München beschließt heute Abend mit seinem Gastspiel beim VfL Osnabrück die erste Runde des DFB-Pokals.
Mit der Ehrung des Hollywood-Stars George Clooney beginnen gegen 19 Uhr die 83. Filmfestspiele Venedig. Der 65-Jährige erhält den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Als Eröffnungsfilm läuft "Ink" von Danny Boyle.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Umfrage: Schwesigs SPD holt gegenüber AfD auf
In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich gut zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl am 20. September eine schwierige Regierungsbildung ab: Die AfD um Ministerpräsidenten-Kandidat Leif-Erik Holm bleibt laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der "Ostsee-Zeitung" zwar die stärkste Kraft, wäre aber ebenso wie die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf Koalitionspartner angewiesen.
Forsa befragte 1047 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger im Nordosten. Die Erhebung fand vom 21. bis 27. August 2026 statt. Demnach käme die AfD unverändert auf 37 Prozent, wenn schon am kommenden Sonntag gewählt werden würde. Die SPD um Manuela Schwesig kann im Vergleich zur Umfrage im Februar fünf Prozentpunkte zulegen, käme nunmehr auf 28 Prozent. Drittstärkste Kraft im neuen Schweriner Landtag würde die Linkspartei um Spitzenkandidatin Simone Oldenburg mit 11 Prozent werden, die CDU mit Spitzenkandidat Daniel Peters verliert drei Prozentpunkte um käme nur noch auf 10 Prozent. Den Grünen um Claudia Müller würde mit 5 Prozent (Februar: 4 Prozent) erneut der Einzug in den Landtag gelingen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW/Februar: 5 Prozent) hingegen scheitert laut Forsa mit 4 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP subsummiert Forsa unter "Sonstige Parteien".
Zwei Männer auf Fabrikgelände in Hamburg getötet
Zwei Männer sind auf einem Fabrikgelände im Hamburger Stadtteil St. Pauli getötet worden - mutmaßlich durch Schüsse. Zeugen hätten Schussgeräusche gehört und den Notruf gewählt, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in der Nacht. Mehrere Polizeistreifen eilten demnach zum Einsatzort in der Lagerstraße nahe der S-Bahn-Station Sternschanze und fanden dort die beiden Männer, die noch vor Ort an ihren Verletzungen starben. Eine Fahndung mit "mehr als zwei Dutzend Funkstreifenwagenbesatzungen" sei eingeleitet worden.
Die Hintergründe sind noch unklar. Die Mordermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass eine "Tatvorbeziehung" bestand - Opfer und Täter sich also kannten. Eine Gefahr für Anwohner bestehe nicht, sagte der Sprecher des Lagezentrums.
Verdacht auf Straftat: Störung im Umspannwerk Bergheim
Ist Jänschwalde kein Einzelfall? Auch nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. "Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus", sagte ein Sprecher der Polizei Essen auf Anfrage. Ursache und Hintergründe seien noch unklar.
Die Polizei war dem Sprecher zufolge am Dienstagabend gegen 20 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk im Bergheimer Ortsteil Rheidt gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestätigte.