mit Tobias Hauser"Glatzköpfiger Abschaum": Milei löst diplomatische Krise aus
Nach abfälligen Äußerungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei über Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und weitere Amtsträger ist zwischen Argentinien und Brasilien eine diplomatische Krise ausgebrochen. Die brasilianische Regierung rief ihren Botschafter in Buenos Aires zurück und bestellte den argentinischen Botschafter ein, um ihm ihre "Empörung" zu übermitteln und Erklärungen zu verlangen.
Milei hatte Lula am Samstag bei einer Parteiveranstaltung in São Paulo indirekt als "Dieb" und "Verurteilten" bezeichnet. Den Richter am Obersten Gericht, Alexandre de Moraes, beschimpfte der ultrarechte Präsident als "glatzköpfigen Abschaum". Nach Angaben des brasilianischen Außenministeriums griff Milei damit den Staatschef, weitere staatliche Institutionen, das brasilianische Volk und die Demokratie des Landes an. Es gebe keinen vergleichbaren Fall, bei dem ein ausländischer Präsident auf brasilianischem Boden derart viele Angriffe gegen den Staatschef und andere Institutionen gerichtet habe.
Nach dem Regen rollt die nächste 40-Grad-Welle an
Was sich gegenwärtig in weiten Teilen Deutschlands eher nach kühlem und nassem Herbstwetter anfühlt, ist nur eine kurze Hochsommer-Pause. Der Regen verzieht sich im Laufe des Tages. In seinem Schlepptau zieht kräftiger Wind auf, der die Woche buchstäblich anheizt: Bald drohen wieder über 40 Grad.
Feuerwehr fischt Ungewöhnliches aus Schornstein
In einem vierstündigen Einsatz hat die Feuerwehr im niedersächsischen Celle vier Waschbären aus einem Schornstein geholt. Die Helfer wurden nach eigenen Angaben am Sonntag zunächst darüber informiert, dass womöglich ein Marder hinabgestürzt sei. "Vor Ort stellte sich dann heraus: Es war kein Marder, sondern ein Waschbär - und der Waschbär war nicht allein", hieß es.
Mit "speziellen Gerätschaften" machte sich die Feuerwehr an die Arbeit. "Die Rettung gestaltete sich jedoch schwierig - rund vier Stunden dauerte es, bis die vier Tiere befreit waren", erklärten die Einsatzkräfte. Sie seien letztlich über die Wartungsklappe und über eine Drehleiter herausgeholt worden.
Das wird heute wichtig
Als "Angriff auf unsere Gesellschaft" bezeichnete Bundeskanzler Friedrich Merz den mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des Berliner CSD - und sprach vom "Gift des Terrorismus". Eine Tote und 29 Verletzte sind zu beklagen. Der tatverdächtige 21-Jährige wurde am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau getötet. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden hatte er sich radikalisiert und gehörte der islamistischen Szene an. Merz kündigte an, in der Regierung darüber zu beraten, welche Konsequenzen aus dem Anschlag zu ziehen sind. Das werde mit Besonnenheit, aber auch Entschlossenheit geschehen.
Es wird erwartet, dass Merz in einer Pressekonferenz um 12 Uhr bekanntgeben wird, wer den künftigen Gesundheitsminister Carsten Linnemann als CDU-Generalsekretär ablösen soll. Zwar gilt in der Union die bisherige Schatzmeisterin Franziska Hoppermann als gesetzt für das Amt, eine offizielle Bestätigung gibt es aber noch nicht.
Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treffen die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten ab 17.30 Uhr in Magdeburg aufeinander. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hat zu einem Wahlforum eingeladen.
Der ifo-Geschäftsklimaindex wird in München veröffentlicht.
Audi veröffentlicht die Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr.
Ex-General sorgt mit KI-Videos für Empörung
Mit KI-Videos, in denen er als Kaiser aus dem alten Rom zu sehen ist, sorgt der Rechtsaußen-Politiker Roberto Vannacci in Italien für Aufregung. Der Ex-General und Gründer der neuen Rechtspartei Futuro Nazionale (FN) zeigt sich dabei als Imperator, der Italiens heutigen Politikern seinen Willen aufdrückt. Für Empörung sorgte ein mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellter Clip, in dem Vannaccis Doppelgänger im Kolosseum über politische Konkurrenz von heute das Todesurteil spricht.
Zu erkennen sind unter anderem die früheren Ministerpräsidenten Romano Prodi und Giuseppe Conte sowie die sozialdemokratische Oppositionsführerin Elly Schlein. Conte wehrte sich gegen eine "Botschaft, die zu Gewalt anstiftet und Fanatiker aufhetzen könnte". Auch von anderen kam Kritik. Im aktuellsten Video setzt Vannaccis Doppelgänger beim amtierenden Staatspräsidenten Sergio Mattarella eine Begnadigung durch.
Mehrere Tote in Seattle durch Schüsse nahe Space Needle in Seattle
In der Innenstadt von Seattle im US-Bundesstaat Washington sind nahe der berühmten Space Needle mindestens zwei Menschen durch Schüsse getötet worden. Der Vorfall ereignete sich auf dem Veranstaltungsgelände des Seattle Center, wie die Polizei auf der Online-Plattform X mitteilte. Neben den zwei Todesopfern gebe es mehrere Verletzte, sagte eine Sprecherin der städtischen Feuerwehr US-Medien - darunter sei ein Kleinkind. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, die Gegend zu meiden. Ob der oder die Täter gefasst wurden und welche Hintergründe das Gewaltverbrechen hat, war zunächst unklar.
Auf dem Gelände des Seattle Center, das im Zentrum der Stadt im Nordwesten der USA liegt, fand am Wochenende das "Bite of Seattle"-Festival statt - ein Food Festival mit Dutzenden Ständen, das nach Angaben der Organisatoren jedes Jahr mehrere hunderttausend Besucher anzieht. Die "Seattle Times" und andere Medien zitierten Augenzeugen, nach deren Schilderungen plötzlich Panik infolge der Schüsse ausgebrochen sei und verängstigte Menschen die Flucht ergriffen hätten.