Das war Freitag, der 21. August 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
blicken wir auf die Themen des Tages:
VW-Chef spricht von "mehr als kritischer Lage" beim Autokonzern
Bericht: Deutschland verhandelt über Abschiebezentren in Ruanda
Jabloko-Mitbegründer Jawlinski: "Aber Tatsache ist, dass der Dritte Weltkrieg nuklear sein wird"
Viele Tote und Verletzte bei Angriff auf Einkaufszentrum in Selenskyjs Heimatstadt
Polizei zu Pferde aufs Spielfeld: FCK gewinnt hitziges Pokal-Derby in 120. Minute
Historisch: Eintracht Frankfurt schießt zehn Tore vor der Pause
Das letzte Wort sollen heute zwei 109-jährige Freundinnen aus Washington DC haben. Im Jahr 1917 geboren berichten sie in der "Washington Post", was sie für die Geheimnisse für ihr langes Leben halten. So beginnt Dorothy Boggess jeden Tag mit Gymnastikübungen in ihrer Küche und tanzt zu "Cha Cha Slide". Schwimmen lernte sie mit 69 Jahren - darauf ist sie besonders stolz. Ihre Freundin Velma Long geht regelmäßig in die Kirche. Beide sind sich einig: Gesellig sein, ist der Schlüssel für ihre Langlebigkeit. Unter anderem in Kirchen, Nachbarschaften und Vereinen haben sie Freunde gefunden. Außerdem bestehe ihre Tochter darauf, dass sie oft zusammen ausgehen, erzählt Long. "Ich sage: ''ich bin wirklich zu alt.' Sie sagt: 'Nein, bist du nicht.'" Vielleicht lassen Sie sich ja von den beiden alten Damen inspirieren! Ein schönes Wochenende!
Ein Mensch nach Schwert-Angriff gestorben
Aus Schweden kommen am Abend traurige Neuigkeiten. Ein Mensch ist durch die Schwert-Attacke an einer Schule in der Kleinstadt Fagersta gestorben. Die Person sei gefunden worden, nachdem die Polizei die Schule betreten und den Angreifer angeschossen und festgenommen habe, sagt der örtliche Polizeichef. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Nach Informationen des schwedischen Rundfunks sollen zwei minderjährige Jungen unter den Verletzten sein. Bei dem Täter soll es sich laut Medienberichten um einen 18 Jahre alten früheren Schüler der weiterführenden Schule handeln.
West-Nil-Virus breitet sich zunehmend in Europa aus
Das West-Nil-Virus wird von Stechmücken übertragen und breitet sich in Europa weiter aus. Seit Anfang des Jahres hätten zwölf europäische Länder Fälle gemeldet, verglichen mit neun Ländern im Vorjahreszeitraum, erklärt eine EU-Gesundheitsbehörde. Neben Deutschland sind unter anderem Italien, Griechenland, Rumänien, die Niederlande, Serbien und Spanien betroffen. Die Hochzeit der Übertragungen ist in Europa zwischen Juli und September.
Erstmal wurde das Virus 1937 im West-Nil-Gebiet in Uganda nachgewiesen. Ein Großteil der Infektionen verläuft asymptomatisch oder mit leichten Symptomen, weshalb nur ein kleiner Teil überhaupt erfasst wird. Infizierte, bei denen die Krankheit ausbricht, entwickeln grippeähnliche Symptome wie Zittern und Fieber. In schweren Fällen können Erkrankte ins Koma fallen. Über die Blutbahn kann das Virus zudem bis ins Gehirn gelangen und eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung auslösen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es weder zugelassene Impfstoffe noch spezifische Behandlungsmethoden gegen das Virus.
Westjordanland: Junger Palästinenser erschossen, Siedler dringen in Dorf ein
Die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland hat stark zugenommen. Nun gibt es dort erneut einen tödlichen Vorfall. Nach palästinensischen Angaben hat ein Israeli einen 17-jährigen Palästinenser erschossen. Zudem sei ein 70-jähriger Mann verletzt worden, heißt es weiter von örtlichen Behörden. Der Schütze habe eine Gruppe jüdischer Siedler bewacht, die das Gebiet eines palästinensischen Dorfes betreten hätten. Nach Angaben des israelischen Militärs bewarfen Dorfbewohner die Siedler mit Steinen und verletzten einige, woraufhin der Mann das Feuer eröffnet habe. Der Vorfall ereignete sich in dem Dorf Sa'ir nahe der Stadt Hebron. Das israelische Militär spricht von einer "nicht genehmigten Wanderung" der Siedler.
Das Gebiet steht unter ziviler Kontrolle der Palästinenser-Regierung. Israelis ist der Zutritt grundsätzlich untersagt. Im Westjordanland leben etwa drei Millionen Palästinenser und rund 500.000 Siedler. Die meisten Staaten betrachten die Siedlungen als völkerrechtswidrig, was Israel jedoch unter Berufung auf einen biblischen Anspruch auf das Land zurückweist.
Amthor stichelt gegen "Duftkerzenverkäufer" Siegmund
Beim Wahlkampf in Sachsen-Anhalt teilt der CDU-Politiker Philipp Amthor gegen die AfD aus. "Die können vor Kraft kaum laufen. Die AfD glaubt, die Wahl ist schon in der Tasche", sagt der Staatsminister im Kanzleramt bei einem CDU-Empfang in Bitterfeld-Wolfen. Amthor attackiert auch den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund und bezeichnet dessen Aktivitäten im Netz als "Li-La-Laune-Videos da von dem Duftkerzenverkäufer". Siegmund hat früher Raumdüfte vertrieben. Der AfD-Politiker spreche immerzu darüber, man hole sich das Land zurück, kritisiert Amthor. "Wenn die AfD sagt - unser Land. Dann sage ich: Sachsen-Anhalt gehört keiner Partei. Sondern Sachsen-Anhalt gehört den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land."
Derweil spricht Landeschef Sven Schulze im "Politico"-Podcast "Berlin Playbook" vom "härtesten Wahlkampf, den ein Bundesland in Deutschland überhaupt jemals gemacht hat". "Weil wir gerade extrem unterm Brennglas stehen. Ganz Europa schaut auf uns", so der CDU-Politiker. Eine Regierungsbildung gegen die AfD werde sehr kompliziert, betont der Ministerpräsident. "Wenn die Umfrageergebnisse zu einem Wahlergebnis werden, dann wird es wirklich schwer."
Am 6. September wählen die Menschen in Sachsen-Anhalt ihren Landtag neu. In den Umfragen liegt die AfD mit Werten um 41 Prozent mit großem Abstand vor der CDU, die etwa 24 Prozent erreicht. Die AfD strebt eine Alleinregierung an und will erstmals in Deutschland einen Ministerpräsidenten stellen.
Verletzte und Schäden: Drei Tornados bestätigt
Jetzt ist es offiziell: Mindestens drei Tornados sind bei den Unwettern vorgestern durch verschiedene Regionen Deutschlands gefegt. Das bestätigt der Deutsche Wetterdienst. Aufgetreten sind die Tornados in Höhr-Grenzhausen in Rheinland-Pfalz, im Großraum Wetzlar in Hessen sowie in Fürstenwalde/Spree in Brandenburg. Nach Angaben der Stadt Fürstenwalde wurden mehrere Menschen verletzt. Dort wirbelten Dachziegel durch die Luft und ein Baumstamm bohrte sich durch die Decke einer Küche. Auch in anderen betroffenen Orten gibt es hohe Sachschäden, nachdem teilweise reihenweise Dächer abgedeckt und zahlreiche Bäume entwurzelt wurden. Im hessischen Solms sind etwa ein Dutzend Häuser beschädigt, zwei sollen unbewohnbar sein.
Merkur-Gründer Gauselmann ist tot
Der Gründer von Deutschlands größtem Glücksspielkonzern Merkur, Paul Gauselmann, ist gestorben. Er wurde 91 Jahre alt. Die Merkur Group im ostwestfälischen Espelkamp schreibt, Gauselmann habe aus einem Einmannbetrieb einen international tätigen Konzern mit rund 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von rund 2,1 Milliarden Euro aufgebaut. Die Gauselmann-Familienstiftung ist alleinige Eigentümerin der Merkur Group. Mehr dazu hier.
Teenagerin gerät unter SUV - Passanten heben Wagen an
Die 14-jährige Yang wird in der chinesischen Stadt Chengdu auf ihrem Roller von einem SUV angefahren. Sie gerät unter das Auto und in eine lebensgefährliche Lage. Umstehende Menschen zögern nicht lange: Mit vereinten Kräften heben sie den Wagen an und befreien das Mädchen. Yan überlebt schwer verletzt - sie erleidet mehrere Knochenbrüche.
Österreichs dürregeplagte Bauern erhalten Millionen-Hilfe
Der heiße und trockene Sommer hat vielen Landwirten in Europa massive Ernteausfälle beschert. Um die Dürreschäden zumindest ansatzweise auffangen zu können, erhalten die Bauern in Österreich Hilfe vom Staat. Der Regierung zufolge sind dafür insgesamt 240 Millionen Euro vorgesehen. Die Dürre habe im Agrarsektor einen Gesamtschaden von mehr als einer Milliarde Euro verursacht, betroffen seien fast alle Anbaupflanzen, sagt Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig von der konservativen ÖVP. Die vergangenen zwölf Monate seien die trockensten seit Beginn der flächendeckenden Messungen im Jahr 1850 gewesen. Es sei klar, "dass wir unsere Bäuerinnen und Bauern nicht im Stich lassen können", erklärt der Minister. Zum Dürrehilfspaket gehört demnach, ihnen Sozialversicherungsbeiträge im Umfang von 140 Millionen Euro erlassen.
Promis müssen für teuren Prozess aufkommen
Und nochmal gerät der britische Prinz Harry heute in die Schlagzeilen. Denn er und weitere Prominente, wie Popstar Elton John und die Schauspielerinnen Sadie Frost und Elizabeth Hurley scheitern mit einer Klage gegen den Boulevardzeitungsverlag ANL. Die Folge ist, dass sie dem Verlag Prozesskosten in Höhe von umgerechnet elf Millionen Euro zurückzahlen müssen. Der nun veröffentlichten Gerichtsentscheidung zufolge handelt es sich um eine vorläufige Summe. Die Prominenten hatten dem Verlag der "Daily Mail" und der "Mail on Sunday" vorgeworfen, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören, konnten ihre Vorwürfe nach Ansicht des Gerichts jedoch nicht ausreichend belegen.
Technische Probleme lassen Boeing aus Frankfurt umkehren
Ein Flugzeug, das auf dem Weg nach Bangkok war, kehrt außerplanmäßig nach Frankfurt am Main zurück. "Hintergrund sind meines Wissens technische Probleme", sagt ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Es handelt sich demnach um eine Boeing der Thai Airways, die um 14.49 Uhr startete.
Schlagzeilen zum Feierabend
Rentnerin stirbt nach Anruf von falschem Polizisten
Ein falscher Polizist setzt die 80-jährige Ursula W. am Telefon massiv unter Druck. Der Betrüger berichtet von angeblichen Einbrüchen in der Gegend und bringt sie dazu, Schmuck und Erspartes in einem Beutel vor die Haustür zu legen, der von Unbekannten gestohlen wird. Kurz darauf stirbt die Rentnerin an einem Herzbeutelriss. Ihre Tochter geht nun mit dem Fall an die Öffentlichkeit, um über Telefonbetrüger aufzuklären und zu warnen. Derweil gehen die Ermittler unter anderem dem Verdacht der fahrlässigen Tötung nach.
Die Ermittler gehen davon aus, dass hinter solchen Schockanrufen professionelle Tätergruppen stecken. Diese operieren oft aus Callcentern im Ausland. Die Täter setzen ihre Opfer gezielt unter Druck, sprechen von angeblichen Notfällen, fordern hohe Geldbeträge und erzeugen Angst. Während sie die Senioren am Telefon halten, informieren sie gleichzeitig einen sogenannten Abholer. Der fährt zur Wohnadresse des Opfers und nimmt Bargeld oder Schmuck entgegen.
Spanische Polizei geht gegen Schleuser-Netzwerk vor: Festnahmen in Ceuta und Andalusien
Drei Wochen nach dem Massenandrang von Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat die spanische Polizei fünf mutmaßliche Schlepper festgenommen. Die meisten von ihnen sollen einem Schleusernetzwerk angehören, das irreguläre Migranten abfängt, um ihnen gegen eine Zahlung Tausender Euro "die Überfahrt" von Ceuta auf das spanische Festland anzubieten. So soll einer der Verdächtigen von sieben Migranten jeweils 8000 Euro für den Transport in einem kleinen Boot verlangt haben, das keinerlei "Mindestsicherheitsstandards" entsprach, wie die Polizei erklärt. Demnach erfolgte die gefährliche Überfahrt in der Nacht auf den 14. August. Die Bootsinsassen seien "bei dichtem Nebel" etwa fünf Stunden lang auf See gewesen und hätten fast 40 Kilometer zurückgelegt. Die Festnahmen erfolgten in Ceuta und im südspanischen Andalusien.
Schwert-Angreifer verletzt Menschen in Schweden
In einer Schule im schwedischen Fagersta hat eine Person Menschen mit einem Schwert attackiert. Wie die Behörden von Fagersta mitteilen, drang ein mit einem Schwert bewaffneter Angreifer in die Schule ein und verletzte dort mehrere Menschen. Den Behörden zufolge wurde der Angreifer von der Polizei festgenommen. Schwedische Medien berichten, der Täter - ein Mann – sei von der Polizei angeschossen worden. Bei der Schule handele es sich um eine weiterführende Schule in der Kommune Fagersta. Auch umliegende Schulen seien geräumt worden. Mehr dazu hier.
Mann mit Horror-Maske jagt Joggerin nachts nach
Überwachungskameras haben eine verstörende Szene aus Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania gefilmt. Ein Mann mit Horror-Maske lief in der vergangenen Woche einer Joggerin hinterher. Ob sie bereit sei zu sterben, fragte er, während er ihr sein Handy vorhielt. Inzwischen hat die Polizei einen Tatverdächtigen identifiziert. Gegen den 22-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen. Gegen ihn sollen mehrere Anklagen erhoben werden. Gefasst ist er aber noch nicht. Der Verdächtige soll bereits polizeibekannt sein.
Irans Führung sieht sich in "Position der Stärke" - und will baldiges Kriegsende
Fast ein halbes Jahr dauert der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran. Das ist sehr viel länger als die US-Regierung es im Frühjahr voraussagte. Früher oder später müsse der Krieg beendet werden, sagt Irans Präsident Massud Peseschkian laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. "Es ist besser, ihn heute zu beenden, da wir in einer Position der Stärke und Würde sind." Die USA seien durch den Krieg in der ganzen Welt verhasst, meint der iranische Präsident, der auch Regierungschef ist. Allgemein werde anerkannt, dass die USA "unsere Schulen, Krankenhäuser und Infrastruktur unter Verletzung aller Regeln angegriffen haben". Eine Kapitulation schließt Teheran aus.
Eine vereinbarte Waffenruhe wurde wiederholt gebrochen, zuletzt gab es nur mehr vereinzelte gegenseitige Attacken. Ein diplomatisches Ende für den Krieg ist derzeit nicht in Sicht. Am Mittwoch kündigte US-Präsident Donald Trump einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen den Iran an und drohte auch dessen Handelspartnern. Mehr dazu hier.
Familie verbringt Urlaub an der Raststätte wegen entlaufener Katze
Chanel ist die Hauskatze einer Familie aus Versailles bei Paris - und wird von dieser verzweifelt gesucht. Die Familie war mit dem Auto auf dem Weg in den Urlaub nach Dévoluy, als das Kätzchen an einer Raststätte entlief. Wie die Familie laut französischen Medien erzählt, hatte das Tier ein Geschirr um und war an der Leine, befreite sich jedoch daraus und entwischte. Anstatt in den Urlaub zu fahren, nahm sich die Familie ein Hotelzimmer in der Nähe und harrte anderthalb Wochen an dem Rastplatz in L'Isle-d'Abeau südlich von Lyon aus, um Chanel wiederzufinden. Alle Suchaktionen blieben bisher erfolglos. Inzwischen ist die Familie wieder zuhause, doch die Hoffnung bleibt, ihr tierisches Familienmitglied doch noch zu finden "Sobald wir können, sobald wir Zeit haben und solange sie nicht gefunden ist, fahren wir hin", sagt Vater Stéphane dem Sender BFMTV, auch wenn es mehrere Hundert Kilometer bis zur Raststätte sind.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Ich halte die Nachrichtenlage weiter für Sie im Blick, während sich Anne Renzenbrink schon dem Wochenende widmet. Bei Fragen oder Hinweisen rund um den "Tag" können Sie mir an heidi.ulrich(at)ntv.de schreiben.
Steht Meghan bald wieder als Schauspielerin vor der Kamera?
Die Nachricht von der bevorstehenden Rückkehr Prinz Harrys und Herzogin Meghans dominiert in Großbritannien die Schlagzeilen. Ein Bericht der australischen Nachrichtenseite "news.com.au" wirft nun etwas Licht auf einen der möglichen Beweggründe. Demnach soll Meghan ein Schauspielangebot in Großbritannien erhalten haben. Eine Quelle aus dem Umfeld des Paares widerspricht dem Bericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ausdrücklich nicht. Worum es sich bei dem Projekt genau handelt und was für eine Rolle Meghan übernehmen soll, ist bislang aber nicht bekannt.
Die 45-Jährige blickt bereits auf eine erfolgreiche Schauspielkarriere zurück. In der Anwaltsserie "Suits" spielte sie die ehrgeizige Anwältin Rachel Zane. Vor der Hochzeit mit Prinz Harry im Jahr 2018 gab sie die Rolle jedoch auf und stellte ihre beruflichen Ambitionen zugunsten ihrer Aufgabe als Mitglied der britischen Königsfamilie zurück.
Rettungsschwimmer machen an Rostocks Stränden einen ungewöhnlichen Fund
Statt Muscheln können Spaziergänger an der Küste Rostocks momentan Knoblauchzehen und -knollen sammeln. Seit Dienstag werden diese in Hohe Düne und Markgrafenheide vereinzelt angeschwemmt, wie die Sprecherin des Landesverbands des Deutschen Roten Kreuzes in Rostock mitteilt.
Strandbesucher wollen in Warnemünde ebenfalls Knollen am Strand verteilt entdeckt haben. Woher der ungewöhnliche Fund kommt, bleibt vorerst rätselhaft.
Schlangenart nach Guns-N'-Roses-Gitarrist Slash benannt
Eine bislang unbekannte Schlangenart ist nach Slash, dem Gitarristen der Rockband Guns N' Roses, benannt worden. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Tieres laute Lielaphis slashi, teilte das Field Museum in Chicago mit - auf Deutsch etwa Slashs Erdnatter. Die etwa 70 Zentimeter lange rotbraune Schlange sei bereits 2006 auf der Insel Neuguinea nördlich von Australien von einem Forscher gefunden worden. Genetische Untersuchungen und der Vergleich körperlicher Merkmale hätten nun gezeigt, dass es sich um eine eigenständige Art handle.
Die Schlange lebe in tropischen Wäldern und sei meist nach Sonnenuntergang am Fuß großer Bäume zu finden, wo sie nach Nahrung suche. Gefährlich für den Menschen sei sie nicht: Auch wenn Guns N' Roses als die "gefährlichste Band der Welt" bezeichnet werde, produziere die Schlange kein Gift, das einem Menschen ernsthaft schaden könne, hieß es in der Mitteilung. Slash, der mit bürgerlichem Namen Saul Hudson heißt, teilte mit, er sei "äußerst geehrt und demütig". Als langjähriger Reptilienliebhaber habe der 61-Jährige nicht damit gerechnet, dass einmal eine Art nach ihm benannt werde, wurde er zitiert.
Sturm fegt über Strand und reißt Möbel von Balkonen
Es ist ein abrupter Wetterumschwung nach der zuvor sengenden Hitze in Südeuropa. Spanien wird von heftigen Stürmen überrollt. Ein Mann wird am Strand verletzt. In Italien gibt es Erdrutsche und Überschwemmungen.
Feiertag verunglimpft: Schweizer Tourist auf Bali zu einem Jahr Haft verurteilt
Ein Mann aus der Schweiz ist auf der indonesischen Insel Bali nach abfälligen Online-Kommentaren über einen wichtigen hinduistischen Feiertag zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Ein Richter befand den 26-Jährigen am Donnerstag in der Stadt Denpasar für schuldig, sich in den sozialen Medien beleidigend über den Feiertag Nyepi - den "Tag der Stille" - geäußert zu haben, wie örtliche Medien berichten.
Am höchsten Feiertag auf der Insel, der auch das balinesische Neujahr markiert, gelten strenge Regeln - nicht nur für die tief religiöse Bevölkerung, sondern auch für Touristen. Niemand darf auf die Straße, der Verkehr ruht komplett, und selbst der internationale Flughafen Ngurah Rai bleibt geschlossen. Am Vorabend wird es dagegen noch einmal laut: Bei traditionellen Paraden ziehen riesige Dämonenfiguren, sogenannte Ogoh-Ogoh, durch die Straßen. Der 26-Jährige sei bei seiner Ankunft auf Bali im vergangenen Februar vom Hotelpersonal über die Regeln des Feiertags aufgeklärt worden, heißt es unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Als er Hunger bekam und das Hotel nicht verlassen durfte, sei er in Rage geraten. Er habe daraufhin ein Video vor dem Hotel aufgenommen und in seiner Instagram-Story veröffentlicht. Der Beitrag habe laut Übersetzung die Worte enthalten: "Scheiß auf den Nyepi-Tag und scheiß auch auf eure Regeln". Das Video habe sich schnell verbreitet und große Empörung ausgelöst.
Farbattacke auf Bernd das Brot - Unbekannte beschmieren Kika-Figur in Erfurt
In Erfurt haben Unbekannte eine Farbattacke auf eine großformatige Nachbildung des Fernsehcharakters Bernd das Brot verübt. Wie die Polizei in der thüringischen Landeshauptstadt mitteilt, beschmierten sie die neben dem Rathaus aufgestellte Figur "vollständig mit silberner Farbe". Passanten bemerkten die Sachbeschädigung demnach und verständigten die Beamten. Die Ermittler suchen nach Zeugen.
Bernd das Brot ist eine Comedyfigur aus einer gleichnamigen Sendung des öffentlich-rechtlichen Kinder- und Jugendsenders Kika, der seinen Sitz in Erfurt hat. In der Stadt stehen an verschiedenen Stellen die Nachbildungen bekannter Charaktere aus Kinderfernsehsendungen - darunter auch die Maus und der Elefant, die Tigerente und Pittiplatsch. Eine Polizeistreife suchte den Angaben zufolge nach der Meldung noch im Nahbereich nach Verdächtigen, wurde aber nicht fündig. Die Höhe des Sachschadens an der Figur steht den Beamten zufolge bislang nicht fest.
Rettung misslingt - SUV fällt kopfüber von Kante
Ein SUV hängt auf einer Mauerkante fest. Zwei Männer wollen helfen und den Schwerpunkt des Wagens verlagern - doch der Versuch scheitert. Stattdessen rutscht das Fahrzeug ab und stürzt kopfüber. Der Fahrer kommt verletzt ins Krankenhaus. Nun droht ihm jedoch weiterer Ärger.
"Anstiftung zur Subversion": Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen verurteilt
Ein Gericht in Hongkong hat zwei prodemokratische Aktivisten und frühere Mitorganisatoren einer jährlichen Mahnwache für das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989 schuldig gesprochen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Lee Cheuk-yan und Chow Hang-tung samt ihrer Organisation zwischen Juli 2020 und September 2021 zum Umsturz der Staatsmacht angestiftet hatten.
Das Strafmaß wird erst noch verkündet. Dem Mann und der Frau drohen nach dem nationalen Sicherheitsgesetz, das Peking der chinesischen Sonderverwaltungsregion auferlegt hatte, aber bis zu zehn Jahre Haft. Lee und Chow hatten sich zu den Vorwürfen nicht schuldig bekannt. Ein dritter Angeklagter, Albert Ho, hatte sich schuldig bekannt. Den Richtern zufolge sollen die Angeklagten zum "Ende der Ein-Partei-Diktatur" aufgerufen haben. Damit hätten sie versucht, die Legitimität der Regierungsgewalt der Kommunistischen Partei Chinas infrage zu stellen, heißt es im Urteil weiter.
Explosiver Stoff gefunden: Großeinsatz in Heidelberger Fußgängerzone
Ein Fund von potenziell explosivem Stoff in einem Lagerraum in Heidelberg hat einen Großeinsatz in der Fußgängerzone ausgelöst. Wie die Polizei in Mannheim am Donnerstagabend mitteilte, wurden das Haus und die beiden Nachbargebäude in der Hauptstraße der baden-württembergischen Stadt vorsorglich gesperrt. Auch Teile der Fußgängerzone wurden abgesperrt, außerdem mehrere Straßen.
Ein Anwohner hatte die alten Behälter gefunden. Es stellte sich heraus, dass es sich um Pikrinsäure handelte. Der Stoff wird beispielsweise zur Herstellung von Farbe verwendet. Früher wurde er vom Militär als Sprengstoff genutzt, etwa für Granaten. Pikrinsäure wird explosiv und gefährlich, wenn sie trocknet. Entschärfer des Landeskriminalamtes brachten die Behälter den Angaben nach an einen sicheren Ort und machten die Substanz kontrolliert unschädlich.
Mann steuert Sattelzug mit mehr als 3,5 Promille über Autobahn
Ein Lastwagenfahrer ist mit mehr als 3,5 Promille auf der Autobahn 8 im Saarland unterwegs gewesen. Eine Verkehrsteilnehmerin hatte am Abend die Polizei in Merzig informiert, weil ihr der Sattelzug wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen war, wie die Polizei mitteilt. Der Lastwagen kollidierte den Angaben zufolge im Baustellenbereich mit Warnbaken und fuhr anschließend in Richtung Merzig weiter.
Mit Hilfe der Standortmitteilungen der Zeugin wusste die Polizei, dass der Sattelzug mit polnischem Kennzeichen später auf einem Rastplatz geparkt wurde. Dort kontrollierten die Beamten den 42 Jahre alten Fahrer. Sie stellten einen deutlichen Alkoholgeruch fest - und ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als 3,5 Promille. Dem Mann wurde die Weiterfahrt mit seinem schwer beladenen Sattelzug verboten. Nach einer Blutentnahme auf der Polizeiinspektion Merzig wurde auch sein Führerschein sichergestellt. Ihn erwarten nun mehrere Strafverfahren.
Ein Satz: Melania Trump meldet sich mit Lacher zurück
Seit dem WM-Finale im Juli war die First Lady der USA abgetaucht, was zu Spekulationen geführt hat. Jetzt meldet sich Melania Trump mit einem Auftritt im Rosengarten des Weißen Hauses zurück - und adressiert die Gerüchte mit einem beiläufigen Scherz, der für Lacher sorgt.
Erstmals seit mehr als einem Jahr wieder Hinrichtung in Japan
Erstmals seit mehr als einem Jahr ist in Japan wieder die Todesstrafe vollstreckt worden. Hingerichtet wurde nach Behördenangaben ein Mann, der wegen eines Brandanschlags auf eine Spielhalle zum Tode verurteilt worden war. Bei dem Anschlag 2009 waren fünf Menschen ums Leben gekommen. Sunao Takami wurde nach Angaben der Behörden erhängt. Er hatte eine Spielhalle in der Nähe seines Wohnortes Osaka mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt. Vier Kunden und ein Angestellter wurden dadurch getötet. Zuletzt war im Juni 2025 ein als "Twitter-Mörder" bekannt gewordener Mann hingerichtet worden, der neun Menschen getötet hatte.
Japan und die Vereinigten Staaten sind die einzigen beiden G7-Staaten, die noch die Todesstrafe vollstrecken. Eine klare Mehrheit der japanischen Bevölkerung steht hinter diesem Vorgehen. In einer Regierungsumfrage aus dem Jahr 2024 bezeichneten 83 Prozent der Befragten die Todesstrafe als "unvermeidlich". Zugleich ergab die Umfrage aber auch, dass der Anteil der Befürworter einer Abschaffung der Todesstrafe innerhalb von fünf Jahren von neun auf 17 Prozent gestiegen war. Derzeit sitzen offiziellen Angaben zufolge etwa 100 Verurteilte in Japan im Todestrakt.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
nach Empfinden der meisten Bürger sind Bärbel Bas und Lars Klingbeil einer Umfrage zufolge nicht für ihre Posten als SPD-Chefs geeignet. 55 Prozent gaben in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov an, wenn die Partei Erfolg haben wolle, seien die beiden die Falschen dafür. Nur zehn Prozent der Befragten sagten, sie seien in der aktuellen Situation die Richtigen für den Job. 35 Prozent äußerten ihre Meinung nicht.
Derweil kommt im Nahen Osten ein neuer Flugzeugträger der USA an. Nach Berichten über Missstände auf einem seit Monaten eingesetzten US-Flugzeugträger ist nun ein Ersatzschiff der Marine in der Region. Die "USS George Washington" sei am Vortag eingetroffen, teilt das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf einen US-Beamten, der wegen übler Zustände an Bord in die Schlagzeilen geratene Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" habe bereits die Heimreise nach San Diego angetreten.
Diese Themen stehen heute auf der Agenda:
Das Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres geht in die nächste Runde. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll laut Diplomatenkreisen um 10 Uhr (16 MESZ) zu einer weiteren Probeabstimmung über die Personalie zusammenkommen. Die Abstimmung ist geheim. Auf den Stimmungstest könnten noch weitere folgen.
Das Statistisches Bundesamt veröffentlicht um 8 Uhr Zahlen zu Anmeldungen von Prostituierten nach dem Prostituiertenschutzgesetz für das Jahr 2025.
In Rostock wird ein Prozess gegen zwei Angeklagte wegen des Handels mit rund 264 Kilogramm Kokain fortgesetzt (ab 9.30 Uhr).
Mit vier Erstrundenspielen beginnt der DFB-Pokal. Zunächst ist Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ab 18 Uhr beim Oberligisten SC St. Tönis gefordert. Zeitgleich treten der Karlsruher SC bei Preußen Münster und der 1. FC Kaiserslautern beim SV Waldhof Mannheim an. Am späten Abend (20.45 Uhr) empfängt der Drittligist FC Hansa Rostock den VfB Stuttgart.
Die Fußball-Bundesliga der Frauen startet mit der Partie 1. FC Union Berlin gegen den FC Bayern München am Abend in die neue Saison.
Borussia Dortmund stellt in seiner Bilanz-Pk vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/2026 vor.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
Fischer treiben fünf Tage in Kühlbox auf dem Meer - und überleben
In Mexiko sind zwei schiffbrüchige Fischer gerettet worden, die fünf Tage lang in einer Kühlbox auf dem Meer getrieben hatten. Wie die Marine mitteilte, wurden die Männer bei einem Such- und Rettungseinsatz im Pazifik rund 240 Kilometer vor der Küste des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas aufgefunden.
Eine Fischereigenossenschaft hatte die Behörden alarmiert, nachdem sie keinen Kontakt mehr zu den 53 und 35 Jahre alten Fischern herstellen konnte. Die beiden waren auf dem Fischerboot namens "Camaronera" ("Garnelenboot") in See gestochen - dann verlor sich ihre Spur. "Eine Welle schlug ins Boot hinein", erzählte José Luis Portelas, der jüngste Fischer, in einem Video nach der Rettung. Alles sei mitten in der Nacht um 3 Uhr (Ortszeit) in weniger als fünf Minuten geschehen. Sie hätten nach dem Schiffbruch keine Zeit gehabt, etwas mitzunehmen - weder Trinkwasser noch Essen oder das Funkgerät. "Das Einzige, was wir machen konnten, war, die Kühlbox zu leeren und hereinzuklettern", sagte er.
Unmaskierter Bankräuber nutzt ChatGPT bei Tatplanung
Ein glückloser Bankräuber, der ChatGPT zur Planung seiner Tat nutzte, ist zu einer Haftstrafe von gut zehn Jahren verurteilt worden. Der 23-Jährige hatte sich nach Behördenangaben beim Chatbot unter anderem darüber informiert, wie schnell die Polizei eintreffen dürfte und wie seine Pistole zu reparieren ist. Beim Überfall selbst hätten die Kameras der Bank dann sein unmaskiertes Gesicht gefilmt, während er Bankangestellte mit der Waffe bedroht und etwa 9175 US-Dollar (rund 7855 Euro) erbeutet habe.
Danach sei auch sein Fahrzeug samt Kennzeichen von Sicherheitskameras in der Nachbarschaft erfasst worden. Anschließend war er den Angaben zufolge auf Videoaufzeichnungen mehrerer Läden in einem Einkaufszentrum beim Einkaufen mit Bargeld zu sehen. Als er Polizisten nahe seinem Zuhause sah, rannte er laut Mitteilung der Staatsanwälte davon und ließ ein Bündel Geld fallen. Bei der Festnahme bestritt er, an dem Banküberfall beteiligt gewesen zu sein - erlaubte den Ermittlern aber Zugriff auf sein Telefon, wo sie auch die Unterhaltungen mit ChatGPT fanden. Von der Haftstrafe wurden 37 Monate für den Überfall verhängt - und weitere 84 Monate dafür, dass er dabei mit einer Waffe drohte.