Das war Mittwoch, der 1. April 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
erneut sind die Aussagen der Machthabenden in Washington und Teheran widersprüchlich. US-Präsident Trump behauptet, der Iran habe um eine Waffenruhe gebeten. Die iranischen Revolutionsgarden und ein Sprecher des Außenministeriums weisen das zurück. Was heute auch noch wichtig war:
Bericht: US-Militär plant zwei hochriskante Bodeneinsätze im Iran
Niedersachsens CDU schaltet Ermittler wegen Deepfake-Verdachts ein
Ich wünsche Ihnen noch einen erholsamen Abend!
Paul McCartney spielt Konzert für Apple-Mitarbeitende
Apple und die Beatles waren einst in einen jahrzehntelangen Markenrechtsstreit verwickelt. Ein Apfel ziert bekanntermaßen viele Platten der Beatles. Es war das Logo von Apple Corps, der in den 60er Jahren gegründeten Firma der Beatles. Viele Jahre später verwendete Steve Jobs, der Beatles-Fan war, für seine Computer-Firma ebenfalls ein Apfel-Logo. Nach vielen juristischen Streitigkeiten kaufte Apple schließlich 2007 alle Markenrechte für 500 Millionen Dollar. Somit war der Konflikt vorbei. Paul McCartney ist nun sogar beim 50. Jubiläum des iPhone-Konzerns auftreten. Der 83-Jährige gab ein Konzert für Mitarbeitende in der Firmenzentrale im kalifornischen Cupertino. Laut Zuschauern spielte er mehr als 20 Songs, darunter auch Beatles-Klassiker. Wieviel das Apple nochmal gekostet hat, ist nicht bekannt.
Toter Säugling in Mülltonne entdeckt
Ein totes Baby ist in einer Mülltonne im Kreis Harburg in Niedersachsen entdeckt worden. Der Polizei zufolge wurde der Fund in der Gemeinde Rosengarten nahe Hamburg gemacht. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
Robotaxis versagen: Passagiere plötzlich eingeschlossen
Im chinesischen Wuhan bleiben zahlreiche autonome Taxis gleichzeitig stehen, blockieren Straßen und sorgen für Chaos. Fahrgäste sitzen fest, teils ohne funktionierenden Notruf. Der Betreiber spricht von einem Netzwerkproblem, die Ursache wird untersucht.
Migranten geraten im Sumpfgebiet in Lebensgefahr
Zwischen Bosnien und Kroatien sind Dutzende Migranten, die in die westliche EU gelangen wollten, in eine lebensbedrohliche Situation geraten. Einsatzkräfte hätten etwa 30 Menschen aus sumpfigem Gebiet gerettet, sagt der kroatische Innenminister Davor Bozinovic, nachdem ein Hilferuf die Behörden erreichte. Es werde nach weiteren möglichen Betroffenen gesucht, einige seien womöglich bei der Überquerung des Grenzflusses Save gestorben.
"Das ist eine Situation, mit der wir leider seit Jahren konfrontiert sind," sagt Bozinovic. "Migranten verlieren ihr Leben bei illegalen Grenzübertritten." In der Gruppe, die von Bosnien nach Kroatien wollte, seien vor allem Flüchtlinge aus Afghanistan, Pakistan, Indien und Bangladesch gewesen.
Video soll Entführung von US-Journalistin im Irak zeigen
Überwachungskamera-Aufnahmen sollen den Moment zeigen, in dem die US-Reporterin Shelly Kittleson von mehreren Männern auf offener Straße in ein Auto gedrängt und verschleppt wird. Irakische Behörden ziehen Verbindungen zur einer pro-iranischen Miliz.
Berichte: SpaceX meldet Mega-Börsengang an
Elon Musks SpaceX ist dem potenziell größten Börsengang aller Zeiten einen Schritt näher gekommen. Der Satelliten- und Raumfahrkonzern habe einen vertraulichen Antrag auf einen US-Börsengang gestellt, melden mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Insider. Weder SpaceX noch die Börsenaufsicht kommentieren dies. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor geschrieben, SpaceX plane den Börsengang bis Juli.
US-Medien berichten, Musk wolle mit dem Börsengang die Rekordsumme von 75 Milliarden Dollar (rund 65 Milliarden Euro) einsammeln. Damit würde SpaceX den bisher größten Börsengang weltweit übertreffen: den des saudiarabischen Ölkonzerns Saudi Aramco mit einem Volumen von 29,4 Milliarden Dollar im Jahr 2019. Mehr dazu hier.
SPD fällt auf niedrigsten Umfrage-Wert seit Jahren
Harte Zeiten für die Sozialdemokraten: Die SPD ist im neuen "Deutschlandtrend" der ARD auf den niedrigsten Wert seit August 2019 gefallen. Laut der Befragung vom Infratest dimap verlor die Partei im Vergleich zu Anfang März zwei Prozentpunkte und fiel auf 12 Prozent. Die Union büßte ebenfalls zwei Prozentpunkte ein und würde 26 Prozent erreichen, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären. Die AfD gewann zwei Prozentpunkte hinzu und lag mit 25 Prozent knapp hinter der Union. Die Grünen legten einen Prozentpunkt auf 14 Prozent zu, die Linke ein Prozentpunkt auf zehn Prozent. BSW und FDP wurden bei jeweils drei Prozent verortet und würden damit nicht in den Bundestag einziehen.
Die Unzufriedenheit mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung aus Union und SPD stieg demnach stark. 84 Prozent der Befragten sind damit aktuell weniger oder gar nicht zufrieden, was einem Plus von elf Prozentpunkten im Monatsvergleich entsprach. Nur noch 15 Prozent sind mit deren Arbeit zufrieden oder zufrieden - ein Minus um zehn Punkte.
Berichte: Verletzte bei Messerangriff nach Streit in Solingen
In Solingen läuft aktuell ein Großeinsatz der Polizei. Den Anlass will die Polizei bisher nicht mitteilen. Mehrere Medien berichten, es habe in der Innenstadt einen Messerangriff gegeben. Zuvor habe es einen Streit zwischen mehreren Personen gegeben, melden etwa der WDR und die "Bild"-Zeitung. Die Hintergründe sind unklar. Mindestens eine Person soll festgenommen worden sein.
Auf Fotos eines dpa-Reporters ist zu sehen, dass Bereiche einer Straße und eines Bürgersteigs mit Absperrbänden gesichert waren. Auch mindestens ein Rettungswagen und ein Notarztwagen waren demnach im Einsatz. Mehr dazu hier.
Regierungskommission empfiehlt Teilkrankschreibung
Wer krankgeschrieben ist, fällt bei der Arbeit aus. An diesem Grundsatz versucht die Regierungskommission für Einsparungen im Gesundheitswesen zu rütteln. Sie empfiehlt die Einführung einer "stufenweisen Arbeitsunfähigkeit". Dabei solle eine Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit zu 100 Prozent, zu 75 Prozent, zu 50 Prozent oder zu 25 Prozent durch behandelnde Ärztinnen und Ärzte in enger Abstimmung mit der betroffenen Person vorgenommen werden, schlägt das Expertengremium vor. Das deutsche Sozialrecht kenne lediglich eine volle Arbeitsfähigkeit oder eine volle Arbeitsunfähigkeit, heißt es in dem Bericht.
"Gerade bei chronischen Erkrankungen oder längeren Genesungsprozessen besteht häufig eine teilweise, aber nicht vollständige Arbeitsfähigkeit, sodass Versicherte mit reduziertem Stellenanteil weiterarbeiten können", argumentiert die vom Gesundheitsministerium eingesetzte Kommission unter anderem.
Der Sozialverband Deutschland und der DBG lehnen Teilkrankschreibungen ab. "Wer krank ist, muss sich in Ruhe auskurieren können", sagt DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. "Der Druck auf Beschäftigte, trotz Krankheit zu arbeiten, belastet Belegschaften zusätzlich und gefährdet die Gesundheit aller." Mehr dazu hier.
Ex-Finanzminister Kukies wechselt zu Investmentbank
Aus der Politik geht es für Jörg Kukies zurück in die Investmentbanking-Branche. Der ehemalige Finanzminister heuert im Mai bei der US-Investmentbank Morgan Stanley an. Er verbringt die ersten sechs Monate in London, im November soll er als Deutschland- und Österreich-Chef der Bank sowie als Chef der Europa-Tochter nach Frankfurt zurückkehren, wie das Unternehmen und der 58-Jährige jeweils mitteilen. Dann ist die Karenzzeit gänzlich abgelaufen, die ihm diese Tätigkeit nicht erlaubt hätte. Die Bundesregierung stimmt dem Wechsel nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius unter Auflagen zu.
Finanzminister war Kukies etwa fünf Monate zwischen November 2024 und Mai 2025. Das SPD-Mitglied hatte das Amt nach dem Bruch der Ampel-Koalition von Christian Lindner übernommen. Kukies hatte fast zwei Jahrzehnte für die US-Investmentbank Goldman Sachs gearbeitet, bevor er 2018 Staatssekretär im Finanzministerium wurde.
Polizist getötet: Gericht fällt unerwartetes Urteil
Ein 19-Jähriger soll im August 2025 eine Tankstelle überfallen und anschließend einen Polizisten mit Schüssen tödlich getroffen haben. Schon früh im Prozess gesteht er die Tat - umso größer ist die Überraschung, als das Gericht sein Urteil spricht. Die Staatsanwaltschaft kündigt bereits Revision an.
Wolf steht unter Beobachtung - sein Schicksal hängt in der Schwebe
Die Umweltbehörde Hamburg gibt ein Update zu dem Wolf, der sich kürzlich in eine Hamburger Einkaufspassage verirrte und eine Frau verletzte. Ein Foto zeigt das Tier in einer Wildtierauffangstation bei Sachsenhagen in Niedersachsen. Das Wildtier habe oberflächliche Verletzungen und Wunden, teilt die Umweltbehörde mit. Es sei tiermedizinisch behandelt und auf Tollwut getestet worden, die Auswertung laufe noch. Was mit dem Wolf geschehen soll, ist noch nicht entschieden. Einem Sprecher des Umweltministeriums in Hannover zufolge kommt es sowohl in Frage, ihn zu töten, als auch, ihn auszuwildern. "Man guckt sich jetzt erstmal an, wie ist der Zustand des Wolfes, lässt ihn zur Ruhe kommen und wird entscheiden, was dann mit ihm passiert", so der Ministeriumssprecher in Hannover.
Die verletzte Frau ist nach dpa-Informationen um die 60 Jahre alt und wurde in einem Krankenhaus behandelt. Um ihre Privatsphäre zu schützen, macht die Umweltbehörde keine Angaben zum genauen Hergang.
No-Angels-Sängerin hegt politische Ambitionen
Schon weit mehr als ihr halbes Leben arbeitet No-Angels Sängerin Lucy Diakovska im Showgeschäft und steht auf großen Bühnen. Vielleicht schlägt sie noch einen anderen Pfad ein. Sie habe vor, nächstes Jahr im bulgarischen Plewen für das Amt der Bürgermeisterin zu kandidieren, sagt sie der "Bild"-Zeitung. In Plewen ist Diakovska geboren und betreibt ein Hotel. "Dieses Hotel und die Pflege des angrenzenden Naturschutzgebietes sollen mein Lebenswerk werden", erklärt die 49-Jährige. Als Ziel gibt sie an, das Leben ihrer Mitbürger besser zu machen. Mehr dazu hier.
Kopf von mutmaßlicher Betrügerbande in NRW gefasst
Mit Scheinfirmen, Strohmännern und Kurieren soll sich eine Bande Millionenbeträge erschlichen haben. Die Polizei hat einen 42-jährigen Hauptverdächtigen in Düsseldorf festgenommen. Parallel dazu gab es Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen und Bulgarien. Dem 42-Jährigen wird vorgeworfen, Scheinrechnungen benutzt haben, um Schwarzgeld zu kassieren und auf betrügerische Weise an Leasingfahrzeuge, Baumaterialien, Metalle, Baumaschinen und -fahrzeuge sowie Elektronikartikel zu kommen. Die Waren sollen anschließend verkauft worden sein. Gegen mindestens 25 Tatverdächtige wird bereits ermittelt.
Wie groß der Schaden ausfällt, ist noch nicht abschließend geklärt. Bisher schätzen ihn die Ermittler aus den Betrugstaten auf rund 2,5 Millionen Euro. Der öffentlichen Hand entstand ein mutmaßlicher Schaden in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro.
Mindestens 19 Menschen vor Bodrum ertrunken
Bei einem Bootsunglück vor der Küste von Bodrum in der Türkei sind mindestens 19 Migranten ums Leben gekommen, darunter ein Baby. Eine weitere Person werde noch vermisst, heißt es von der Küstenwache. 20 Insassen des Schlauchboots überlebten demnach. Türkischen Behördenangaben zufolge handelt es sich um Afghanen.
Die Küstenwache sagt, eine Patrouille habe das Schlauchboot am Morgen vor der Küste von Bodrum geortet und zum Halten aufgefordert. Doch das Boot sei "mit hohem Tempo geflüchtet". Daraufhin sei Wasser ins Boot eingedrungen und dieses sei gesunken, so die Küstenwache. Auch eine unruhige See und schlechtes Wetter sollen laut dem Gouverneur der türkischen Provinz Mugla zu dem Unglück beigetragen haben.
Bodrum liegt nur wenige Kilometer von der griechischen Insel Kos entfernt. Auf der gefährlichen Überfahrt zu den griechischen Inseln – also zur EU – kommt es häufig zu Bootsunglücken.
Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Internationalen Migrationsbehörde mindestens 831 Migranten im Mittelmeer ums Leben oder werden vermisst.
Politiker-Todesliste im Darknet: Anklage erhoben
Die Bundesanwaltschaft erhebt in Düsseldorf Anklage gegen einen Mann, der im Darknet zu Anschlägen auf bekannte Politikerinnen und Politiker aufgerufen und Spenden für mögliches Kopfgeld gesammelt haben soll. Das teilt die Karlsruher Behörde mit. Mehr dazu lesen Sie hier.
Mitten in Nasa-Termin wackelt plötzlich das Haus
Bei einer Pressekonferenz zum bevorstehenden Start der neuen Mond-Mission spüren die Verantwortlichen eine starke Erschütterung. Der Grund ist der Aufstieg einer anderen Rakete - vom Konkurrenten SpaceX von Elon Musk. Ein hochrangiger Manager kommentiert den Vorfall mit trockenem Humor.
Neue Regel - Spritpreise springen auf höchsten Stand des Jahres
Die Preise für Super und Benzin an den deutschen Tankstellen sind nach Inkrafttreten der neuen gesetzlichen Einschränkung am Mittag im Schnitt um knapp acht Cent auf den bisher höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen. Nach einer Auswertung des ADAC kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt um kurz nach 12 Uhr 2,175 Euro, 7,6 Cent mehr als kurz vor 12 Uhr. Der durchschnittliche Dieselpreis kletterte demnach von kurz vor bis kurz nach 12 Uhr um 7,5 Cent auf 2,376 Euro. Das lag auch deutlich über den morgendlichen Höchstpreisen am Vortag.
Heute ist die neue gesetzliche Regelung in Kraft getreten, wonach die Spritpreise nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr, erhöht werden dürfen. Preissenkungen sind jederzeit erlaubt. Mehr dazu hier.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Meine Kollegin Anne Renzenbrink ist jetzt im wohlverdienten Feierabend. Weiter geht es an dieser Stelle mit mir, Heid Ulrich. Bei Fragen oder Hinweisen zu "Der Tag" schreiben Sie mir gern an heidi.ulrich(at)ntv.de. Ich hoffe, Sie haben einen schönen 1. April!
"Wünsche ihm, dass er zur Ruhe kommt": Vor Wismar gestrandeter Wal wird laut Experten sterben
Behörden und Experten haben die Hoffnung für den im flachen Wasser der Ostsee festliegenden Buckelwal aufgegeben. "Wir gehen fest davon aus, dass das Tier dort verstirbt", sagte der an der Rettung beteiligte Experte Burkard Baschek in Wismar bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. Es sei nun die Zeit gekommen, "ihn gehen zu lassen". Es bestehe inzwischen keine Hoffnung mehr.
"Wir sind allen Ideen nachgegangen", sagte Backhaus bei der emotionalen Pressekonferenz. Zuletzt seien nach einer weiteren Begutachtung nochmals alle Ansätze überprüft worden. Alle Beteiligten seien zu der Auffassung gelangt, dass der Wal an seiner jetzigen Stelle "seinen Platz gefunden" habe. "Ich wünsche dem Wal, dass er zur Ruhe kommt", fügte der Minister an. Es sei nun klar, dass das Tier "am Ende das Zeitliche segnen muss".
Nicht genug Geld ausgegeben: Italienisches Rentnerpaar verliert nach 46 Jahren Stammplatz am Meer
Nach fast einem halben Jahrhundert in immer demselben Strandbad hat ein älteres italienisches Ehepaar seinen Stammplatz vorn am Meer verloren. Das Rentnerpaar Rosaria und Luigi Gabriele aus Pescara an der Adria, 82 und 86 Jahre alt, bekam vom Strandbad "Croce del Sud" die Kündigung geschickt - offensichtlich, weil die beiden nicht mehr genug Geld ausgaben. Zuletzt hatten sie für ihren Vorzugsplatz in der ersten Reihe pro Saison 4000 Euro bezahlt. Die beiden müssen sich nun nach einer anderen Liegestelle umsehen.
Der Fall löste in der 120.000-Einwohner-Stadt einigen Unmut aus - zumal die Kündigung nach 46 Jahren der Lokalzeitung "Il Centro" zufolge per Whatsapp-Nachricht erfolgte. Darin hieß es knapp: "Wir gestalten unsere Räumlichkeiten neu und können Ihre Platzzuweisung nicht bestätigen. Für die nächste Saison wünschen wir Ihnen alles Gute." Das Strandbad mit jahrzehntelanger Tradition hatte vor zwei Jahren den Besitzer gewechselt. Nach der ersten Aufregung bekam das Paar einen neuen Platz in der vierten Reihe angeboten, allerdings auch das nur unter Vorbehalt. Die Gabrieles lehnten nach einiger Bedenkzeit ab. Die Rentnerin sagte der Zeitung: "Das war (...) schlimmer als ein Loch. So lassen wir uns nicht behandeln. Ich will sie nicht mehr sehen."
Ermittler zeigen geheimes Tunnelsystem unter EU-Grenze
Spanischen Ermittlern gelingt ein Schlag gegen den Drogenhandel. In der Exklave Ceuta in Nordafrika stoßen sie auf ein unterirdisches Tunnelsystem, ausgestattet mit Lagerkammer und Schienen. Die Polizei stellt 17 Tonnen Cannabis und 1,4 Millionen Euro sicher.
Vereitelter Anschlag auf US-Bank: Pariser Ermittler prüfen mögliche Spur zum Iran
Nach dem vereitelten Anschlag auf eine US-Bank in Paris am Wochenende sieht die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft eine Verbindung zu einer proiranischen Gruppierung. Diese habe zuvor in sozialen Medien ein Propagandavideo veröffentlicht und die Pariser Zentrale der Bank of America als Ziel benannt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Vorgehensweise ähnele der anderer Anschläge in europäischen Ländern, die die bislang unbekannte Gruppierung Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia in den vergangenen Wochen für sich reklamiert habe.
In Paris hatten Polizeikräfte in der Nacht zum Samstag verhindert, dass ein Brandsatz vor der US-Bank gezündet wurde. Gegen drei Minderjährige sowie einen volljährigen mutmaßlichen Auftraggeber sei ein Ermittlungsverfahren wegen Terrorismus und der Herstellung von Brand- oder Sprengkörpern sowie versuchter Brandstiftung und Sachbeschädigung eingeleitet worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die vier sollten in Untersuchungshaft kommen und die eigentlichen Drahtzieher des Anschlagsversuchs ermittelt werden.
Umfrage: Opposition in Ungarn baut Vorsprung vor Orban-Partei aus
Knapp zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Ungarn baut die oppositionelle Mitte-Rechts-Partei Tisza in den Umfragen ihren Vorsprung vor der rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban aus. In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts 21 Research Centre kommt Tisza unter den entschiedenen Wählern auf 56 Prozent, drei Prozentpunkte mehr als Anfang März. Die Fidesz-Partei des seit 16 Jahren regierenden Orban verliert dagegen zwei Punkte und liegt bei 37 Prozent. Allerdings sind der vom Nachrichtenportal 24.hu veröffentlichten Erhebung zufolge 26 Prozent der Befragten noch unentschlossen. In der Gunst aller Wahlberechtigten liegt Tisza demnach bei 40 Prozent und Fidesz bei 28 Prozent.
Eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Instituts Zavecz Research bestätigt diesen Trend. Hier verbessert sich die Tisza-Partei von Oppositionsführer Peter Magyar um einen Punkt auf 51 Prozent, Fidesz bleibt unverändert bei 38 Prozent. 20 Prozent der Befragten seien noch unentschieden.
Täter von Völklingen von Mordvorwurf freigesprochen
Weil er einen Polizisten im Saarland mit einer Dienstpistole getötet hat, hat das Landgericht Saarbrücken einen 19 Jahre alten Angeklagten wegen besonders schweren Raubes verurteilt. Der Deutsche mit türkischen Wurzeln werde in einer forensischen Psychiatrie untergebracht, sagte Richterin Jennifer Klingelhöfer. Vom Mordvorwurf wurde der Angeklagte freigesprochen.
Oberleitung beschädigt: Auf diesen Strecken fallen ICE-Züge aus
Wegen einer beschädigten Oberleitung kommt es auf den Bahnstrecken Hamburg - Berlin und Hamburg - Hannover zu Zugausfällen und Verspätungen. Nach Angaben der Deutschen Bahn fielen mehrere ICE-Verbindungen aus, auch der Regionalverkehr in Niedersachsen mit dem Metronom war betroffen.
Diese Strecken sind laut DB im Fernverkehr betroffen:
Ausfälle von ICE Berlin - Hamburg, die über Stendal, Salzwedel und Uelzen fahren
Ausfälle von ICE Hamburg - München, die über Berlin, Leipzig, Erfurt und Nürnberg fahren, zwischen Hamburg und Berlin
Ausfälle von ICE Hamburg - München, die über Hannover, Kassel, Fulda, Würzburg und Nürnberg fahren, zwischen Hamburg und Hannover
Umleitung aller anderen ICE/IC-Züge zwischen Hamburg und Hannover mit Verspätung um etwa 30 Minuten. Ausfall der Halte Lüneburg, Uelzen und Celle.
Eine DB-Sprecherin erklärte am Morgen, die Streckensperrung sei seit 6 Uhr behoben. Wegen der dichten Zugfolge komme es aber noch zu Verspätungen, im Fernverkehr auch zu einzelnen Teilausfällen. "Im Laufe des Vormittags wird sich der Zugverkehr normalisieren", sagte die Sprecherin.
Institute: Iran-Krieg bremst deutsches Wirtschaftswachstum
Die Folgen des Iran-Kriegs bremsen das Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Führende Forschungsinstitute rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2026 nur noch um 0,6 Prozent zulegt, wie die Institute in Berlin mitteilten. Vor rund einem halben Jahr hatten sie noch mit einem Wachstum von 1,3 Prozent gerechnet.
Der Countdown läuft: Bemannte Mondmission soll in der Nacht starten
Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sollen in der Nacht zum Donnerstag wieder Menschen in Richtung Mond starten. An Bord einer "Orion"-Kapsel sollen vier Astronauten mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben. Um 0.24 Uhr MESZ (18.24 Uhr Ortszeit) öffnet sich dafür ein rund zweistündiges Startfenster.
Mit der auf etwa zehn Tage angelegten "Artemis 2"-Mission sollen die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen um den Mond herum fliegen. Sie könnten sich dabei weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen.
Wasserbehälter fällt von Kran - Bauarbeiter tödlich verletzt
Ein 45-jähriger Bauarbeiter ist in Nordrhein-Westfalen von einem vom Kran fallenden Behälter erschlagen worden. Wie die Polizei in Steinfurt am Dienstagabend mitteilte, transportierte ein 18-jähriger Kranführer auf einer Baustelle in Ochtrup einen mit Wasser gefüllten Behälter. Dieser fiel aus sechs bis sieben Meter Höhe von der Gabel des Krans auf einen Baucontainer, in dem sich der 45-Jährige befand. Der Behälter durchschlug das Dach des Containers und verletzte den Mann tödlich. Zur Unfallursache wird noch ermittelt.
Polizei spricht von "Fehlfunktion": Panne stoppt selbstfahrende Taxis in China
Eine Panne hat in China zahlreiche selbstfahrende Taxis mitten in der Fahrt gestoppt. Bei den Behörden sei am Dienstagabend eine Vielzahl von Hinweisen auf Taxis des Unternehmens Apollo Go eingegangen, "die mitten auf der Straße hielten und nicht weiterfahren konnten" erklärte die Polizei in Wuhan im Zentrum des Landes. Erste Ermittlungen deuteten demnach auf eine "Fehlfunktion des Systems" hin.
Von Internetnutzern veröffentlichte Videos zeigten, wie in Taxis gestrandete Passagiere versuchten, aus dem Auto heraus den Kundendienst zu erreichen. "Apollo Go, seid ihr gelähmt?", schrieb ein Nutzer zu einem Video, das seine vergeblichen Anrufe bei dem Unternehmen zeigt. Er habe mehr als 30 Minuten lang inmitten des Verkehrs festgesteckt, beschwerte sich der Nutzer.
Todestag von Val Kilmer: Seine "Top Gun"-Kultrolle hätte er fast abgelehnt
Am 1. April 2026 ist der erste Todestag des Schauspielers Val Kilmer (1959-2025), der vor einem Jahr an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben ist. Vier Jahrzehnte lang gehörte er zu den prägenden Gesichtern Hollywoods. Internationale Bekanntheit erlangte Kilmer im Jahr 1986 mit "Top Gun", wo er als arroganter Kampfjetpilot seinem Co-Star Tom Cruise Paroli bot. Was viele nicht wissen: Kilmer wollte die Rolle zunächst ablehnen.
"Ich wollte die Rolle gar nicht", erinnerte sich Kilmer in seinen 2020 erschienenen Memoiren "I'm Your Huckleberry". "Der Film war mir egal. Die Geschichte interessierte mich nicht. Mein Agent, der auch Tom Cruise vertrat, hat mich quasi dazu gedrängt, mich wenigstens mit Tony Scott zu treffen, indem er sagte, er sei einer der angesagtesten Regisseure der Stadt." Schließlich ließ sich Kilmer von Scotts Begeisterung anstecken und entschied sich, die Rolle anzunehmen - die richtige Entscheidung, wie er später resümierte. "Wir waren alle noch so jung während der Dreharbeiten zum ersten Film, aber schon damals gab es eine besondere Verbindung zwischen uns allen. Selbst nach den Dreharbeiten lachten und tanzten wir die ganze Nacht durch", fügte Kilmer hinzu.
Ein Toter bei Brand in Bonner Obdachlosenunterkunft
Bei einem Brand in einer Obdachlosenunterkunft in der Bonner Innenstadt ist ein Bewohner ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen wurden leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Das Feuer sei gegen Mitternacht in einem Zimmer der Unterkunft ausgebrochen. Von da aus hatte sich Rauch in die anderen Räume ausgebreitet.
Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Acht weitere Bewohner wurden in andere Unterkünfte verlegt. Die Ursache des Brandes ist bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
um 10.00 Uhr legen führende Wirtschaftsforschungsinstitute eine Konjunkturprognose vor. Vermutlich erwarten sie ein schwächeres Wirtschaftswachstum als bisher. Mit dem Iran-Krieg sind Öl und Gas deutlich teurer geworden. Im vergangenen Herbst hatten die Institute noch prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt 2026 um 1,3 Prozent wächst. Derweil tritt heute nach dem starken Anstieg der Benzinpreise eine neue Regel für Tankstellen in Kraft: Sie dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um 12.00 Uhr mittags. Damit folgt die Koalition von Union und SPD dem Vorbild Österreichs. Dort gibt es schon länger eine ähnliche Regelung, die unlängst verschärft wurde. Der ADAC und Tankstellenbetreiber bezweifeln, dass die Neuregelung einen großen Effekt haben wird.
Das hält der Tag außerdem noch für uns bereit:
In Washington steht eine Anhörung beim Obersten Gerichtshof der USA zum Streit über die Staatsangehörigkeit durch das Geburtsrecht an. Jeder, der in den USA geboren wird, bekommt die US-Staatsbürgerschaft. Präsident Donald Trump will das für die Kinder ändern, deren Eltern sich nur auf Zeit oder ohne gültige Aufenthaltspapiere im Land aufhalten.
Im Staatsschutzverfahren gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer einer rechtsextremistischen Kampfsportgruppierung wird ab 15.30 Uhr das Urteil vor dem Oberlandesgericht in Jena erwartet.
Im Mordprozess um einen im Dienst getöteten Polizisten fällt um 10.30 Uhr im Landgericht Saarbrücken das Urteil. Der 19-jährige Angeklagte soll im August 2025 nach einem Tankstellenüberfall im Saarland einem Polizeianwärter die Dienstwaffe entrissen und einen Polizeioberkommissar mit sechs Schüssen getötet haben.
In Frankfurt/Main informiert der Maschinenbauverband VDMA über den Auftragseingang im Februar 2026.
Indien startet die weltweit größte Volks- und Wohnungszählung.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie in der ersten Tageshälfte mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de.
Brandkatastrophe in Crans-Montana: Schweiz verschärft Regeln für Feuerwerk
Nach dem verheerenden Feuerinferno in einer Bar in Crans-Montana, bei dem in der Neujahrsnacht 41 Menschen gestorben waren, verschärft die Schweiz die Brandschutzvorschriften. Seit heute darf landesweit in öffentlich zugänglichen Räumen keine Pyrotechnik mehr gezündet werden. Dazu gehören auch Wunderkerzen, wie Rolf Meier von der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen sagt. Ebenfalls verboten sind seit dem 1. April Tischfeuerwerk und funkensprühende Partyfontänen, die den Brand in Crans-Montana ausgelöst hatten.
Das Verbot betrifft etwa Bars, Restaurants, Clubs, Cafés, Hotels, Konzert- und Mehrzweckhallen, Kinos und Theater, wie Meier erläutert. Auch bei Feiern von geschlossenen Gesellschaften in Hotels ist Pyrotechnik nicht mehr erlaubt.
Wolf kommt nach Angriff in Auffangstation unter
Der eingefangene Wolf, der laut Behörden in einer Hamburger Einkaufspassage eine Frau gebissen hat, hat in Niedersachsen ein neues vorläufiges Zuhause gefunden. "In Absprache mit Tierschutzexpertinnen und -experten wurde entschieden, dass der Wolf vorläufig in einer Wildtierauffangstation in Niedersachsen unterkommt", sagte ein Sprecher der Umweltbehörde. Dort sei das Tier am Abend gut angekommen.
Um welche Station es sich handelt, sagte der Sprecher nicht. Es sei auch nicht klar, wie lange der Wolf dort bleiben könne. Eine dauerhafte Lösung für das Tier werde nach wie vor gesucht. Am Nachmittag standen bei den Beratungen mit Experten nach Angaben von Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank auch eine Tötung des Tieres sowie seine Freilassung im Raum. Mit Blick auf eine mögliche erneute Verletzung eines Menschen durch den Wolf sagte sie: "Das ist eine Situation, die ich mir nicht verzeihen würde."