Der Tag
3. April 2025
6d612840-d481-4c7d-9138-8a2e83199fdbmit Uladzimir Zhyhachou
Zum Archiv
22:27 Uhr

Das war Donnerstag, der 3. April 2025

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Zölle hin oder her, die Sonnenuntergänge in Berlin bleiben wunderschön. (Foto: picture alliance / Rainer Keuenhof)

Die Welt blickt entsetzt auf die neuen US-Zölle. Ökonomisch seien sie "Wahnsinn", schreibt Politik-Chef von ntv.de Hubertus Volmer in seinem Kommentar. Doch sie seien "nicht nur ein Fehler", sondern auch "die Reaktion auf jahrzehntelange Versäumnisse der etablierten Politik". Welche das sind, erfahren Sie hier.

Was war heute sonst wichtig? Hier ein kurzer Überblick:

Liebe Leserinnen und Leser, damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

Das war Donnerstag, der 3. April 2025
22:21 Uhr

Dachs legt Bahnstrecke in Bayern tagelang lahm

Auf der Bahnstrecke zwischen Weilheim und Peißenberg in Oberbayern geht nichts mehr: Auf Anordnung der DB InfraGo AG ist die Strecke gesperrt. Dies teilte die Bayerische Regiobahn (BRB) mit. Schuld sind dieses Mal weder Bauarbeiten noch ein technischer Defekt - sondern ein frecher Dachs. Er habe seinen Bau just im Gleisbereich errichtet, sagte eine BRB-Sprecherin.

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"Sorry!" (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Der Dachsbau sei bei einer Streckenbegehung entdeckt worden. Seither fahren zwischen Weilheim und Peißenberg Ersatzbusse. Ob und wie der Dachs nun zur Umsiedelung bewegt werden soll, ist nicht bekannt. Ganz schnell wird es aber nicht gehen: "Mindestens bis Ende der Woche werden wir nicht mehr fahren", sagte die BRB-Sprecherin.

Dachs legt Bahnstrecke in Bayern tagelang lahm
21:59 Uhr

Pentagon prüft Verhalten von Hegseth in Chat-Affäre

Das Pentagon nimmt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ins Visier: Pentagon-Generalinspekteur Steven Stebbins kündigte eine interne Untersuchung zur Rolle Hegseths in der sogenannten Chatgruppenaffäre an.

Im Messengerdienst Signal hatten sich Hegseth und andere Regierungsmitglieder über einen Militärschlag gegen die Huthi-Miliz im Jemen ausgetauscht, während ein Journalist versehentlich zu der Gruppe eingeladen war.

Stebbins will nach eigenen Angaben herausfinden, inwieweit der Verteidigungsminister und andere Pentagon-Verantwortliche die internen Richtlinien und Verfahren eingehalten haben. Der Generalinspekteur kann unabhängige Untersuchungen einleiten und Empfehlungen aussprechen.

Pentagon prüft Verhalten von Hegseth in Chat-Affäre
21:18 Uhr

Trump muss nach gescheiterter Klage fast 750.000 Euro zahlen

Wegen einer gescheiterten Zivilklage in Großbritannien soll US-Präsident Donald Trump mehr als 626.000 Pfund (etwa 743.000 Euro) zahlen. Trump hatte die von dem früheren britischen Geheimdienstmitarbeiter Christopher Steele gegründete Beratungsfirma Orbis Business verklagt, war aber schon in einem frühen Stadium gescheitert. Hintergrund war ein an die Öffentlichkeit gelangtes Dossier aus dem Jahr 2016 über Trump.

Im sogenannten Steele-Dossier werden unter anderem Berichte zitiert, wonach der russische Geheimdienst kompromittierendes Material zu Trump habe und als Druckmittel in der Hinterhand halte. Auch angebliche Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam für die Wahl 2016 wurden darin thematisiert.

Beides bestritt Trump und verklagte die Beratungsfirma. Eine Richterin wies die Klage jedoch bereits vor der Hauptverhandlung ab und ordnete an, dass Trump die kompletten Prozess- und Anwaltskosten tragen muss. Berufung legte Trump nicht ein.

Trump muss nach gescheiterter Klage fast 750.000 Euro zahlen
20:31 Uhr

"Dachte, ich sterbe": Deutsches Paar aus Pool-Video erzählt von Beben in Bangkok

Urlaub ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Für ein deutsches Pärchen wird der Aufenthalt in Thailand jedoch zum Albtraum. Als sie über den Dächern von Bangkok im Pool faulenzen, überrascht sie ein Erdbeben. "stern TV" trifft die beiden nach ihrer Rückkehr zum Interview. Beide stehen noch sichtlich unter Schock.

"Dachte, ich sterbe": Deutsches Paar aus Pool-Video erzählt von Beben in Bangkok
20:03 Uhr

Zwei Gorillas sterben binnen weniger Tage im Leipziger Zoo

Im Leipziger Zoo ist innerhalb von nur einer Woche ein zweiter Gorilla gestorben. Das 21-jährige Weibchen Kibara sei aus einer Vollnarkose für eine medizinische Behandlung nicht mehr aufgewacht, teilte der Zoo mit. Eine Woche zuvor war bereits das Männchen Kio gestorben - beide Tiere wurden wegen schwerer Krankheitssymptome behandelt, überlebten die Narkose aber nicht.

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Das Foto zeigt Kibara im Jahr 2018 mit ihrem Baby Kianga. (Foto: picture alliance / Jan Woitas/dpa-Zentralbild/ZB)

"Wir sind bestürzt und sehr traurig über den doppelten Verlust in der Gorillagruppe", erklärte Zoodirektor Jörg Junhold. Ein solches Ereignis habe es seit dem Bestehen der Menschenaffen-Anlage Pongoland nicht gegeben. "Wir tun alles, um die medizinischen Ursachen der Todesfälle zu klären und die übrige Gruppe zu schützen", erklärte Junhold weiter.

Die pathologischen Untersuchungen des vor einer Woche verstorbenen Männchens Kio seien noch nicht abgeschlossen, teilte der Zoo mit. Daher habe das Weibchen Kibara "nur auf eine Entzündung im Darmbereich hin therapiert werden" können.

Die Gorillagruppe mit den verbliebenen vier Tieren werde nun streng medizinisch und tierpflegerisch kontrolliert und versorgt, teilte der Zoo weiter mit. Es gelte nun, die Ursachen für die Todesfälle zu finden und die verbliebenen Tiere zu schützen.

Zwei Gorillas sterben binnen weniger Tage im Leipziger Zoo
19:24 Uhr

Falscher Pottwal "strandet" in Hamburger Alster

Die Menschen in der Hamburger Innenstadt staunen nicht schlecht, als ein 15 Meter langer Pottwal vor ihnen liegt. Forscher scheinen sich um den Kadaver zu kümmern. Doch bei näherem Hinsehen wird klar: Der Schein trügt. Hinter der Aktion stecken Aktivisten - und das nicht zum ersten Mal.

Falscher Pottwal "strandet" in Hamburger Alster
18:51 Uhr

Bruce Springsteen bringt sieben Alben auf einmal heraus

US-Superstar Bruce Springsteen hat in seinen Unterlagen gekramt und dürfte Musik-Fans mit dem Ergebnis glücklich machen: Gleich sieben bisher unveröffentlichte Alben will der "Boss" Ende Juni rausbringen.

"Tracks II: The Lost Albums" soll am 27. Juni erscheinen und insgesamt 83 Songs enthalten, von denen laut Ankündigung der Plattenfirma Sony Music 74 bisher nie offiziell erschienen sind. Die Aufnahmen entstanden in verschiedenen Schaffensphasen des heute 75-Jährigen zwischen 1983 und 2018. Als Vorgeschmack veröffentlichte Springsteen den Song "Rain in the River".

Deutsche Fans könnten die neuen, alten Songs vielleicht sogar bald live hören: Springsteen will in diesem Jahr gemeinsam mit seiner E Street Band erneut Stopps in Europa machen, darunter auch in Berlin (11.6.), Frankfurt (18.6.) und Gelsenkirchen (27.6.).

Bruce Springsteen bringt sieben Alben auf einmal heraus
18:21 Uhr

Kanada kündigt Zölle von 25 Prozent auf US-Autoimporte an

Als Reaktion auf US-Zölle gibt Kanada Vergeltungsmaßnahmen bekannt. Alle aus den USA importierten Fahrzeuge, die nicht unter das nordamerikanische Handelsabkommen USMCA fallen, würden mit Zöllen von 25 Prozent belegt, gab Ministerpräsident Mark Carney bekannt. Autoteile seien nicht betroffen. Die Einnahmen sollen direkt an die Arbeiter in der Autobranche und die Firmen dort gehen. Carney sprach von etwa acht Milliarden kanadischen Dollar (etwa 5,1 Milliarden Euro). Auf etwaige neue Zölle werde man energisch reagieren, warnte er. Die US-Regierung werde vermutlich nicht den Kurs ändern, bis die Gegenzölle so schmerzhaft würden, dass sie sie nicht ignorieren könne.

Kanada kündigt Zölle von 25 Prozent auf US-Autoimporte an
17:59 Uhr

Krankenhaus: 21 Tote bei israelischem Angriff auf Gaza

Bei einem israelischen Raketenangriff in der Stadt Gaza sind nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern mindestens 21 Palästinenser getötet worden. Weitere 100 erlitten demnach Verletzungen. Drei Geschosse trafen eine ehemalige Schule, die als Vertriebenenlager dient, wie Vertreter der von der Hamas kontrollierten Sicherheitskräfte sagten. Unter den Opfern sollen auch Frauen und Minderjährige gewesen sein.

Die israelische Armee bestätigte den Angriff in der Stadt Gaza. Er habe einer Kommandozentrale der Hamas gegolten, in der sich zum Zeitpunkt des Angriffs "prominente Terroristen" aufgehalten hätten. Das Militär habe zuvor Maßnahmen ergriffen, um den Schaden für unbeteiligte Zivilisten minimal zu halten.

Krankenhaus: 21 Tote bei israelischem Angriff auf Gaza
17:32 Uhr

Trotz Waffenruhe: Berichte über Angriffe der Junta im Erdbebengebiet Myanmars

Im Erdbebengebiet in Myanmar kommt es trotz einer Waffenruhe weiter zu Zusammenstößen zwischen der Militärführung und Widerstandsgruppen. Berichten von Bewohnern zufolge startete die Junta in der Nacht mehrere Militäroperationen in der von dem Beben betroffenen Region Sagaing. Zudem habe die Militärjunta Luftangriffe auf Rebellenstellungen in den Staaten Kachin und Karenni außerhalb des Katastrophengebietes geflogen, berichteten die Widerstandsgruppe Kachin Independence Army (KIA) und Augenzeugen vor Ort.

Am Mittwoch hatte die Militärführung eine dreiwöchige Waffenruhe verkündet, dann aber kurz darauf mit den Militäraktionen begonnen.

Das Beben der Stärke 7,7 hatte am Freitag vor allem die zweitgrößte Stadt Mandalay, die Region Sagaing und die Hauptstadt Naypyidaw erschüttert. Am Mittwoch gab die Militärführung die Zahl der Todesopfer in dem südostasiatischen Land im Staatsfernsehen mit 3.003 an. Mehr als 4.500 Menschen seien verletzt worden. 351 gelten demnach als vermisst.

Trotz Waffenruhe: Berichte über Angriffe der Junta im Erdbebengebiet Myanmars
16:57 Uhr

Mann zündet sein Auto nahe Königspalast in Amsterdam an

Auf dem Platz Dam in der Nähe des Königspalastes im Zentrum von Amsterdam ist ein Auto ausgebrannt. Die Polizei vermutet, dass der Fahrer es absichtlich angezündet hat. Dieser sei leicht verletzt worden. Hilfsdienste und Polizei sind im Einsatz. Der Platz wurde abgesperrt.

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Die Polizei vermutet, dass der Fahrer das Auto absichtlich angezündet hat. (Foto: picture alliance / ANP)

Auf Fotos ist zu sehen, dass ein kleines rotes Auto vor dem nationalen Denkmal für Kriegsopfer brennt. Vor dem Monument dürfen normalerweise keine Autos stehen oder fahren.

Erst in der vergangenen Woche hatte ebenfalls beim Dam ein Mann wahllos mit Messern auf Passanten eingestochen und fünf Menschen verletzt. Der Verdächtige, ein 30-jähriger Ukrainer, wurde festgenommen. Er werde des versuchten Mordes oder Totschlags mit terroristischem Motiv verdächtigt.

Mann zündet sein Auto nahe Königspalast in Amsterdam an
16:30 Uhr

"2040 wird die Hälfte der Bauernhöfe verschwunden sein"

Der Guidohof in Sachsen ist ein kleiner Hof mit Biogemüse, Solarstrom und ohne Pestizide. Der Betrieb ist damit prädestiniert für Förderung aus dem European Green Deal. Das finanzstarke Werk der EU-Kommission will soziale, ökologische und wirtschaftliche Faktoren verknüpfen, um nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion kleinerer Betriebe zu fördern.

Davon kommt bei Paule Lucht wenig an: "Die Anforderungen werden immer mehr, der Aufwand ist immens", sagt er im "Klima-Labor" von ntv über das Bürokratiekonstrukt. Der landwirtschaftliche Leiter des Guidohofs warnt: "2040 wird die Hälfte der kleinen Betriebe verschwunden sein."

"2040 wird die Hälfte der Bauernhöfe verschwunden sein"
15:56 Uhr

Vance weist Berichte über Musks Rückzug zurück

Das Magazin "Politico" und der Sender ABC News berichteten gestern unter Berufung auf Insider, US-Präsident Donald Trump habe angedeutet, dass Elon Musk möglicherweise bald eine geringere Rolle in seiner Regierung spielen könnte. US-Vizepräsident J.D. Vance weist die Berichte entschieden zurück.

Entsprechende Berichte seien falsch, sagte Vance im Sender Fox News. Musk sei gekommen, um die riesige Bürokratie zu bekämpfen. "Und wir haben gesagt, dass das etwa sechs Monate dauern wird, und genau dafür hat sich Elon verpflichtet. Aber natürlich wird er auch weiterhin als Berater zur Verfügung stehen", sagte Vance.

Der inzwischen zu immensem Einfluss gelangte Milliardär durchforstet mit dem an das Weiße Haus angegliederte "Department of Government Efficiency" (Doge) alle Ministerien und Behörden, die seitdem Zehntausende Mitarbeiter entlassen haben. Doge habe noch Arbeit vor sich, und diese Arbeit werde auch nach Musks Weggang weitergehen, sagte Vance weiter und fügte hinzu: "Elon wird ein Freund und Berater bleiben, sowohl von mir als auch vom Präsidenten."

Vance weist Berichte über Musks Rückzug zurück
15:39 Uhr

Weil Scholz geht: Ostbeauftragter Schneider gibt sein Amt ab

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Der Thüringer Carsten Schneider ist seit 2021 Beauftragter für die ostdeutschen Bundesländer. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Ostbeauftragte Carsten Schneider gibt sein Amt voraussichtlich ab. Dies machte der SPD-Politiker nach der Konferenz der ostdeutschen Ministerpräsidenten in Berlin deutlich. Die Position des Ostbeauftragten sollte erhalten bleiben, und sie sollte weiter im Bundeskanzleramt angesiedelt sein, sagte Schneider.

Wichtig bei seiner Amtsführung sei aber gewesen, dass er das persönliche Vertrauen von Bundeskanzler Olaf Scholz gehabt habe. Diese politische Power brauche man. Da nun voraussichtlich jemand anders Kanzler werde, sagte Schneider über sein Amt: "Das endet dann."

Weil Scholz geht: Ostbeauftragter Schneider gibt sein Amt ab
15:04 Uhr

"König von Mallorca" feiert mit Hüftschwung und Tränen 80. Geburtstag

Auch mit 80 lässt Jürgen Drews noch die Hüften kreisen: Das beweist er bei einer Tanzeinlage auf seiner Geburtstagsfeier, zu der er Familie und Freunde in ein Hotel in Österreich geladen hat. Und auch das eine oder andere Tränchen fließt bei dem Fest.

"König von Mallorca" feiert mit Hüftschwung und Tränen 80. Geburtstag
14:31 Uhr

Bühnenarbeiter stürzt in den Tod: Nino de Angelo sagt Konzert ab

Beim Aufbau für das Konzert von Nino de Angelo in Leipzig ist ein 53-Jähriger tödlich verunglückt. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, stürzte der Arbeiter aus größerer Höhe. Er wurde zunächst vor Ort medizinisch versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht, wo er später seinen Verletzungen erlag.

Der Künstler, die Band und der Veranstalter zeigten sich tief betroffen. Unter dem Eindruck des tragischen Unfalls wurde das Konzert, das am Donnerstagabend in der Leipziger Quarterback Immobilien Arena stattfinden sollte, abgesagt und auf den 9. Dezember verschoben.

"Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen", hieß es in einem Statement des Veranstalters. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen.

Bühnenarbeiter stürzt in den Tod: Nino de Angelo sagt Konzert ab
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Max Perseke verabschiedet sich mit einem breiten Lächeln in den sonnigen Feierabend, "der Tag" geht aber weiter, ab sofort mit mir, Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen schönen, entspannten Nachmittag!

Schichtwechsel
13:56 Uhr

Darum gründen immer weniger Frauen Startups

Die deutsche Startup-Szene ist überwiegend männlich - und die Zahl der Gründerinnen sinkt im Vergleich zum Vorjahr sogar, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt. Dabei sind laut Startup-Verband Frauen die größte stille Reserve Deutschlands. Die Gründe dafür liegen vor allem in tradierten Rollenbildern.

Darum gründen immer weniger Frauen Startups
13:34 Uhr

Mann stirbt nach Messerattacke in Gelsenkirchen - Polizei fahndet nach Verdächtigen

Unbekannte haben in Gelsenkirchen einen 44-jährigen Mann erstochen. Das Opfer sei nach dem Angriff am Mittwochabend im Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit. Zeugen hätten zwei Männer vom Tatort flüchten sehen - einer soll 18 bis 19 Jahre alt sein, der andere noch jünger. Zu möglichen Hintergründen der Tat machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Die Polizei bittet weitere Zeugen um Informationen und beschreibt die Verdächtigen wie folgt:

  • Einer der Flüchtigen sei etwa 18 bis 19 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, habe eine normale Statur und schwarze, lockige Haare. Er habe eine schwarze Jacke sowie blaue Jeans getragen.

  • Der andere Tatverdächtige sei etwa 1,65 Meter groß, jünger als der andere Gesuchte und habe dunkle, kurze Haare.

Mann stirbt nach Messerattacke in Gelsenkirchen - Polizei fahndet nach Verdächtigen
13:19 Uhr

Diebe geben sich als angebliche Wasserwerker aus - "Rohrbruch überprüfen"

Sie klingeln und geben sich als angebliche Mitarbeiter des Wasserwerks aus: In Rheinland-Pfalz berichtet die Polizei von gleich zwei Fällen, in denen Kriminelle mit dieser Masche vorgegangen sind. In einem Fall im Kreis Alzey-Worms schubsten sie sogar eine 70-Jährige zu Boden, als sie den Diebstahl von mehreren hundert Euro aus ihrem Geldbeutel bemerkte. Zuvor hatte einer der Täter geklingelt und behauptet, er müsse den Wasserdruck überprüfen. Ein zweiter Täter drang dann wohl unbemerkt ins Haus ein und stahl das Bargeld. Die beiden Kriminellen entkamen unerkannt, die Frau wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Auch in Andernach gab sich ein Unbekannter als Mitarbeiter des Wasserwerks aus und erklärte dem Hausbesitzer, er müsse einen Rohrbruch überprüfen. Durch die offenstehende Haustüre drangen dann mutmaßlich zwei weitere Personen ein und suchten die Wohnung nach Wertgegenständen ab. Es blieb aber beim versuchten Trickdiebstahl.

Diebe geben sich als angebliche Wasserwerker aus - "Rohrbruch überprüfen"
12:51 Uhr

Türken boykottieren bestimmte Marken - und werden inhaftiert

In der Türkei sind nach Boykottaufrufen gegen zahlreiche mutmaßlich regierungsnahe Marken und Unternehmen elf Menschen bei Razzien verhaftet worden. Insgesamt habe es Haftbefehle gegen 16 Verdächtige gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu. Fünf Personen werden demnach noch gesucht. Unter den Verhafteten soll mehreren Medienberichten zufolge auch ein türkischer Schauspieler sein. Die Ermittlungen wurden demnach wegen Verbreitung von "Hass und Diskriminierung" und "Aufstachelung zu Hass und Feindseligkeit in der Öffentlichkeit" unter anderem in den sozialen Medien eingeleitet. Justizminister Yılmaz Tunç hatte zuvor die Aufrufe kritisiert. Ein Boykottaufruf, "der sich gegen bestimmte Marken richtet, ist eine organisierte Hetzkampagne gegen die Wirtschaftsordnung", schrieb Tunç auf X. Die Boykottaufrufe hängen mit der Inhaftierung des mittlerweile abgesetzten Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu zusammen. Oppositionelle appellierten an die Menschen, als Zeichen des Protests diverse Marken, Unternehmen und Medienanstalten, die der Regierung mutmaßlich nahestehen, zu meiden.

Türken boykottieren bestimmte Marken - und werden inhaftiert
12:05 Uhr

Klimaaktivistin muss für Polizeieinsatz am Berliner Flughafen mit aufkommen

Eine Klimaaktivistin muss anteilig einen von ihr verursachten Polizeieinsatz am Flughafen Berlin-Brandenburg bezahlen. Ihre Klage gegen einen entsprechenden Gebührenbescheid der Bundespolizei wurde abgewiesen, wie das Verwaltungsgericht Berlin bestätigte. Die Aktivistin war im Dezember 2022 durch ein zuvor in den Zaun geschnittenes Loch auf das Flughafengelände eingedrungen und hatte sich gemeinsam mit einem weiteren Menschen auf dem Rollfeld festgeklebt. Die Bundespolizei leitete daraufhin verschiedene Maßnahmen ein und ließ unter anderem die Flughafenumzäunung bestreifen. Außerdem setzte sie einen Hubschrauber ein, um das Gelände zu überwachen. Einen Teil der dadurch entstandenen Kosten sollte aus Sicht der Bundespolizei die Aktivistin bezahlen. Ein entsprechender Gebührenbescheid über 1017,74 Euro wurde laut Verwaltungsgericht im April 2023 erlassen. Nachdem ihr Widerspruch gegen den Gebührenbescheid von der Bundespolizei zurückgewiesen wurde, klagte die Aktivistin im Dezember 2023. Laut Verwaltungsgericht bezweifelte sie die individuelle Zurechenbarkeit und war auch der Ansicht, weder Ziel noch Empfängerin der Leistungen gewesen zu sein. Dies sah das Verwaltungsgericht anders und wies die Klage ab. Die Maßnahmen der Bundespolizei seien berechtigt gewesen und der Gebührenbescheid rechtmäßig. Das unbefugte Betreten der Rollfläche habe die Sicherheit des Luftverkehrs behindert.

Klimaaktivistin muss für Polizeieinsatz am Berliner Flughafen mit aufkommen
11:23 Uhr

Apple führt neue Emojis ein: Kennen Sie diese Flagge?

Wow, da werden sich einige iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer freuen. Mit der Aktualisierung seines mobilen Betriebssystems hat Apple mehrere neue Emojis eingeführt. Acht Stück sind es laut übereinstimmenden Medienberichten. Darunter befindet sich etwa eine Harfe und das Gesichts-Emoji einer Person mit deutlich sichtbaren Tränensäcken. Wer sich in Zukunft also abgekämpft und müde fühlt und das seinen (digitalen) Gesprächspartnern mitteilen will, hat mit dem Emoji nun die Möglichkeit dazu. Freuen dürften sich auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Kanalinsel Sark, die zwischen Frankreich und Großbritannien liegt und als Teil der Vogtei Guernsey direkt der britischen Krone unterstellt ist. Denn die Flagge der Insel befindet sich unter den neuen Emojis. Und noch einmal geordnet - welche Emojis gibt es nun neu:

  1. das Tränensack-Gesicht

  2. ein Fingerabdruck

  3. ein Baum ohne Blätter

  4. eine Harfe

  5. ein Farbspritzer

  6. ein Radieschen

  7. eine Schaufel

  8. die Flagge der Insel Sark

Apple führt neue Emojis ein: Kennen Sie diese Flagge?
10:28 Uhr

Boris Becker setzt kryptischen Post über Adolf Hitler ab

Hat sich Boris Becker da einen späten April-Scherz erlaubt? Oder ist er auf einen irreführenden (Verschwörungs-)Post hereingefallen und hat diesen gar geteilt? Was auch immer unsere Tennis-Legende dazu getrieben hat, man wird nicht wirklich schlau aus Beckers kürzlichem Post, der sich um Adolf Hitler und dessen vermeintlichen Verbleib dreht. Aber von vorne: Ein X-User mit dem Namen "History Nerd", der immerhin über 150.000 Follower hat, schrieb jüngst in einem Beitrag: "BREAKING: Die CIA hat gerade in freigegebenen Argentinien-Akten bestätigt, dass HITLER DEUTSCHLAND VERLASSEN hat und nach dem Zweiten Weltkrieg nach Argentinien gegangen ist." Dazu stellte der selbst ernannte Geschichts-Nerd eine Seite aus einem CIA-Bericht ins Netz, die den (indirekten) Bericht eines Zeitzeugen beinhaltet, der behauptet haben soll, Hitler habe das Kriegende überlebt und in Südamerika gelebt - zunächst in Kolumbien und dann in Argentinien. Becker teilt den Beitrag mit den kryptischen Worten: "Wow … Was ist denn falsch an all den Filmen, in denen behauptet wird, Hitler sei in Deutschland und Österreich gestorben …"

Zur Einordnung:

  • Hitler wurde in Braunau am Inn geboren und starb in Berlin - durch Suizid im Führerbunker. Dies gilt den meisten Historikern als gesichert und war Gegenstand fundierter Untersuchungen.

  • Was der Geschichts-Nerd als "Breaking" tituliert, wurde nicht eben aus den Archiven ausgegraben. Die entsprechenden CIA-Dokumente sind bereits seit einigen Jahren veröffentlicht.

  • Es handelt sich dabei laut CIA gar um den Bericht eines Informanten unter einem Codenamen, der sich auf einen (anonymen) Freund beruft, der mit einem ehemaligen SS-Mitglied gesprochen habe, der Hitler in Kolumbien getroffen haben will.

  • Die CIA betont in dem Bericht, sie könne die Information nicht bewerten.

  • In Beckers Beitrag irritiert zudem der Nebensatz, "Hitler sei in Deutschland und Österreich gestorben". Aber wie gesagt, man wird nicht schlau aus seinem Beitrag ...

Boris Becker setzt kryptischen Post über Adolf Hitler ab
10:23 Uhr

Ungarn kündigt Austritt aus Internationalem Strafgericht an - pünktlich zu Netanjahu-Besuch

Ungarn will aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) austreten. Das kündigt der ungarische Kanzleramtsminister Gulyas an. Der Schritt wird bekannt gegeben kurz nach der Ankunft des israelischen Regierungschefs Netanjahu.

Ungarn kündigt Austritt aus Internationalem Strafgericht an - pünktlich zu Netanjahu-Besuch
09:06 Uhr

Die SPD ist nicht mehr mitgliederstärkste Partei

Die CDU hat nach eigenen Angaben erstmals seit zehn Jahren die SPD bei der Zahl der Mitglieder als größte deutsche Partei bundesweit überholt. Ein CDU-Sprecher bezifferte die Zahl der Mitglieder Ende vergangenen Jahres gegenüber der "Augsburger Allgemeinen" auf rund 365.000. Die SPD hatte Anfang März die Zahl ihrer Mitglieder mit 357.117 Stand Jahreswechsel angegeben. Die CDU liege damit erstmals seit 2015 wieder vor der SPD und sei damit "mitgliederstärkste Partei in Deutschland", erklärte der Sprecher gegenüber der Zeitung. Die Zahl der Neueintritte lag demnach im vergangenen Jahr bei der CDU über den Sterbefällen und Parteiaustritten. Im vergangenen Jahr habe die CDU 20.000 Neueintritte verzeichnet, in den ersten beiden Monaten des aktuellen Jahres weitere 6500, sagte der Parteisprecher weiter. Anders als die SPD hat die CDU keinen Landesverband in Bayern, weil dort die Schwesterpartei CSU aktiv ist. Die CSU hatte im Februar die Zahl ihrer Voll-, Probe- und Onlinemitglieder mit insgesamt rund 130.000, Stand Ende 2024, angegeben.

Die SPD ist nicht mehr mitgliederstärkste Partei
08:36 Uhr

Auto stürzt etwa sieben Meter tief - fünf Männer verletzt

Fünf junge Männer sind bei einem Unfall in Kettig im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz verletzt worden - einer von ihnen schwer. Ein 18-jähriger Mann habe auf der B9 in Richtung Andernach einen Wagen vor seinem überholt, teilte die zuständige Koblenzer Polizei mit. In einer Rechtskurve habe er die Kontrolle über sein Auto verloren und sei durch eine Schutzplanke gefahren. Der Wagen habe sich überschlagen und sei rund sieben bis acht Meter in die Tiefe gestürzt. Der 18 Jahre alte Autofahrer habe schwere Verletzungen erlitten, berichtete ein Sprecher der Andernacher Polizei. Seine vier Beifahrer, ein 19-Jähriger, zwei 18-Jährige und ein 15-Jähriger, seien leicht verletzt worden. Die Unfallstelle wurde für gut dreieinhalb Stunden gesperrt. Aus welchem Grund der 18-Jährige die Kontrolle über den Wagen verloren habe, sei Gegenstand der Ermittlungen, so der Polizeisprecher. Man gehe jedoch davon aus, dass überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle gespielt habe.

Auto stürzt etwa sieben Meter tief - fünf Männer verletzt
08:05 Uhr

Pierce Brosnan äußert sich kryptisch zu möglichem 007-Comeback

Schlüpft Pierce Brosnan wieder in die Rolle von 007? Der heute 71-Jährige spielte 1995 in "Golden Eye" erstmals den britischen Spion. Das Jackett von James Bond hängte er 2002 nach "Stirb an einem anderen Tag" an den Nagel. In der "Today"-Show wurde der Schauspieler nun gefragt, was er von seiner Wiederbesetzung halten würde. Seine Antwort überrascht. Während des Auftritts in der US-Fernsehshow sagte er, dass er glaubt, dass er mit einer Rückkehr "durchkommen könnte". "Mal sehen, wohin der Wind uns trägt. Mal sehen, was passiert. Sie wissen, wo sie mich finden können", antwortete er auf die Frage, ob er an einem Bond-Comeback interessiert sei. "Warum nicht."

Der gebürtige Ire fügte geheimnisvoll hinzu: "Ich meine, es gibt auch großartige Dinge, die man mit KI machen kann, das ist alles. Ich bin ganz zufrieden, so wie es ist." Taucht demnach nicht er selbst vor der Kamera als nächster Bond auf, sondern eine digitale Kopie? In einem Interview mit dem Magazin "GQ" Anfang März hatte Brosnan noch gesagt, dass er an einem Comeback interessiert, es aber eine "heikle Situation" sei. "Ich denke, es ist das Beste, schlafende Hunde ruhen zu lassen, wirklich."

Pierce Brosnan äußert sich kryptisch zu möglichem 007-Comeback
07:48 Uhr

Starregisseur Nanni Moretti erleidet Herzinfarkt - OP in Klinik in Rom

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Hier saß Nanni Moretti noch am 30. März in Mailand auf einer Bühne. (Foto: picture alliance / ipa-agency)

Der italienische Starregisseur Nanni Moretti ist Medienberichten zufolge mit einem schweren Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die Nachrichtenagentur Ansa sowie mehrere Zeitungen berichteten, wurde der 71 Jahre alte Filmemacher ("Habemus Papam") danach in einer Klinik in Rom operiert. Eine Bestätigung von Morettis Management gab es noch nicht. Moretti hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres einen Herzinfarkt erlitten und musste im Krankenhaus behandelt werden. Moretti wurde 1953 in Bruneck in Südtirol geboren. Er gehört zu den wichtigsten Filmemachern Italiens. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören "Liebes Tagebuch" (1993), "Der Italiener" (2006) und "Habemus Papam - Ein Papst büxt aus" (2011). Mit "Goldene Träume" (1981) gewann er den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig. Nächster Karrierehöhepunkt war die Verleihung des Silbernen Bären bei der Berlinale 1985 für "Die Messe ist aus".

Starregisseur Nanni Moretti erleidet Herzinfarkt - OP in Klinik in Rom
07:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

US-Präsident Donald Trump hat beispiellose Zollerhöhungen auf alle Importe der USA per Dekret erlassen. Damit hat er Sorgen um den Ausbruch eines umfassenden Handelskrieges befeuert, der weltweit zu einer Abkühlung der Konjunktur führen könnte. Mehrere Handelspartner, darunter die Europäische Union, haben bereits Gegenmaßnahmen angekündigt. Was abgesehen davon heute wichtig wird:

  • Die Außenminister der Nato-Staaten kommen ab 12 Uhr zu einem zweitägigen Treffen in Brüssel zusammen. Im Hauptquartier des Verteidigungsbündnisses wird erwartet, dass die USA bei den Beratungen abermals eine massive Erhöhung der Militärausgaben der europäischen Partner einfordern.

  • Kanzler Olaf Scholz wird den jordanischen König Abdullah empfangen. Das Treffen mit anschließender Pressekonferenz ist auch ein Zeichen der Solidarität mit Jordanien, das den Plan von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ablehnt, dass Palästinenser den Gaza-Streifen verlassen und in Nachbarländern angesiedelt werden sollen.

  • Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besucht heute Ungarn. Es ist seine erste Reise nach Europa, seit der Internationale Strafgerichtshof im November wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hat. Ungarns Regierungschef Viktor Orban hat angekündigt, den Haftbefehl zu ignorieren.

  • Anhand gewaltiger Datenmengen berechnet die Schufa, für wie kreditwürdig sie einzelne Verbraucher hält. Weil die Auskunftei die genaue Berechnungsmethode für ihre sogenannten Scores nicht offenlegt, sprechen Kritiker von einer "Blackbox". Die Schufa will mehr Transparenz schaffen, wie die Bonitätsbewertungen zustande kommen, und stellt ab 10.30 Uhr ihren neuen Score vor.

  • Das Verfahren im Sommermärchen-Prozess gegen den angeklagten Ex-DFB-Präsidenten Theo Zwanziger könnte heute (ab 10 Uhr) eingestellt werden. Der Prozess wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung soll nach dem Willen des Landgerichts Frankfurt am Main gegen eine Geldzahlung Zwanzigers in Höhe von 5.000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck einen Abschluss finden.

Liebe Leserinnen und Leser, wir hoffen, dass in diesem News-Reigen auch etwas für Sie dabei sein wird. Ich heiße Max Perseke und versorge Sie bis zum Mittag im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Ihnen erst einmal einen guten Start in Ihren persönlichen Tag!

Das wird heute wichtig
07:14 Uhr

US-Senator zu Trumps "Liberation Day": "Wir werden daraus Schmerzen davontragen"

Der demokratische US-Senator Mark Kelly, der kürzlich durch die medienwirksame Ausmusterung seines Tesla für Aufmerksamkeit sorgte, hat die jüngste Verkündung von weitreichenden Zöllen durch US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Letzterer hatte den Zeitpunkt seiner Maßnahme als "Tag der Befreiung" (engl.: Liberation Day) bezeichnet. Kelly wirft nun in einem Beitrag auf X die rhetorische Frage auf: "Von was genau befreit er Amerikaner, von unserer Ersparnissen und Rentenplänen?" Der US-Senator beschreibt, dass die Erhebung der Zölle die Kosten für viele Alltagsprodukte, die US-amerikanische Familien nutzten, erhöhen werde. "Wir werden daraus Schmerzen davontragen", so Kelly.

US-Senator zu Trumps "Liberation Day": "Wir werden daraus Schmerzen davontragen"
06:44 Uhr

Wüstner warnt Koalitionsverhandler: Bundeswehr wird "implodieren"

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, hat Union und SPD vor folgenschweren Planungsfehlern gewarnt. "Das Thema Personal für die Bundeswehr wurde noch nicht als strategische Herausforderung erkannt und entsprechend nicht im Entwurf des Koalitionsvertrags benannt", sagte Wüstner in Berlin. "Gelingt kein signifikanter personeller Aufwuchs in den nächsten Jahren, wird die Bundeswehr implodieren! Immer mehr Aufträge für immer weniger Soldaten führen in einen Teufelskreis, aus dem die Bundeswehr kaum noch herauskommen wird", warnte er. Der Bundeswehrverband ist die Interessenvertretung von Soldaten und Zivilbeschäftigten und hat etwa 200.000 Mitglieder.

Die Union will in den Koalitionsverhandlungen die 2011 beschlossene Aussetzung der Wehrpflicht wieder aufheben. Die SPD pocht unverändert auf Freiwilligkeit und will eine gesamtgesellschaftliche Diskussion zur Einführung eines neuen Wehrdienstes. Der jetzt geschäftsführende Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD hatte in der abgelaufenen Legislaturperiode einen Gesetzentwurf für ein neues Wehrdienstmodell vorgelegt. Verpflichtend wäre demnach gewesen, dass junge Männer Auskunft über ihre Bereitschaft und Fähigkeit zum Militärdienst hätten geben müssen. Wüstner pflichtet dem Vorschlag bei: "Auf jeden Fall sollte man noch in diesem Jahr mit der von Boris Pistorius angedachten Erfassung und Musterung beginnen", sagte er.

Wüstner warnt Koalitionsverhandler: Bundeswehr wird "implodieren"
06:16 Uhr

"Goose" verabschiedet sich rührend von "Iceman"

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Anthony Edwards in der Rolle, in der er noch bekannter ist, als Arzt in "Emergency Room". (Foto: picture-alliance / dpa)

Der Tod von Val Kilmer hat Hollywood geschockt. Kollegen und viele seiner Co-Stars haben sich von dem Schauspieler in den sozialen Medien oder in medialen Statements verabschiedet und seine Karriere gewürdigt, allen voran einige "Top Gun"-Darsteller aus beiden Filmen. Anthony Edwards, der im Original-Film "Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel" aus dem Jahr 1986 die Rolle des Lt. Nick "Goose" Bradshaw verkörperte, erklärte dem US-Magazin "People": "Val Kilmer hat in seinem Leben als Künstler ein Werk geschaffen, das so viele Menschen in so vielen Medien berührt hat. Ich hoffe, dass er in Frieden ruht." Kilmer verkörperte neben Edwards den Kampfpiloten "Iceman", der als Gegenspieler von Hauptdarsteller Tom Cruise alias Pete "Maverick" Mitchell fungierte. Edwards war in dem Film wiederum der "Wingman" von "Maverick". Vielen wird der 62-Jährige jedoch noch mehr als Dr. Mark Greene aus der Serie "Emergency Room" in Erinnerung sein.

"Goose" verabschiedet sich rührend von "Iceman"
06:00 Uhr

Zäsur in Deutschland: Mehr Konfessionslose als Kirchenmitglieder

Historischer Wendepunkt nach Jahrhunderten: Erstmals in der Geschichte Deutschlands bilden Konfessionslose einen größeren Anteil an der Bevölkerung als Katholiken und Protestanten. Dies geht aus Daten hervor, die die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland zusammengetragen hat. Demnach gibt es rund 39 Millionen Menschen ohne Religionszugehörigkeit und etwa 38 Millionen, die noch Mitglied bei einer der beiden großen Kirchen sind. Ende 2024 habe es in Deutschland erstmals mehr konfessionsfreie Menschen (47 Prozent) als römisch-katholische und evangelische Kirchenmitglieder zusammen (45 Prozent) gegeben, heißt es von den Forschern. Noch 1990 etwa lag der Anteil der Konfessionsfreien lediglich bei 22 Prozent.

Dennoch ist die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland zumindest statistisch und rechnerisch noch religionszugehörig. Denn neben Mitgliedern der beiden großen Kirchen gibt es laut der Forschungsgruppe Weltanschauungen rund 3,3 Millionen konfessionsgebundene Muslime (vier Prozent Bevölkerungsanteil) sowie Hunderttausende weitere Christen oder Menschen, die christlichen Gemeinschaften angehören, darunter verschiedene Orthodoxe, Freikirchler, Zeugen Jehovas. Außerdem gibt die Forschungsgruppe als weitere Religionen etwa auch Aleviten, Buddhisten, Hindus und Jesiden an. 0,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind zudem Juden.

Zäsur in Deutschland: Mehr Konfessionslose als Kirchenmitglieder