Das war Freitag, der 20. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
bevor es ins Wochenende geht, können Sie hier noch einen Blick auf einige Meldungen des Tages werfen, wenn Sie mögen.
Irans Fußballerinnen vorgeführt: Dieses Bild ist eine furchtbare Demütigung
Bericht: Kluft zwischen Israel und USA über Kriegsziele vertieft sich
Siedler sollen palästinensischen Mann sexuell misshandelt haben
Joker-Gleise und weniger Züge: 22 Maßnahmen sollen Bahn pünktlicher machen
Ein erholsames Wochenende!
Kinder und Jugendliche singen rassistische Parolen zu "L'Amour toujours"
Einmal mehr sorgen rassistische Gesänge zu dem Lied "L'Amour toujours" für Empörung. "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus", grölten dieses Mal Kinder und Jugendliche bei einer Teenie-Disco im brandenburgischen Falkenberg. Das ist auf einem Instagram-Video zu hören. Zwei Mal soll das Lied bei der Party gelaufen sein. Er bedauere, was aus dem Lied gemacht wurde, sagt der Veranstalter der Teenie-Disco, Tino Veit. Künftig wolle er DJs besser auf solche Situationen vorbereiten, um schneller reagieren zu können. Der DJ sei von der Reaktion der Jugendlichen überrascht gewesen. Der Clubbetreiber sei schließlich auf die Bühne gegangen, habe die Musik leiser gedreht und gesagt, dass der Text nicht in das Lied gehöre.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke kritisiert, dass es zwei Liedschleifen gedauert habe, bis jemand eingeschritten sei. "Jugendliche grölen Naziparolen und keiner greift ein. Ich bin fassungslos. Wir dürfen dazu niemals schweigen!", sagt der SPD-Politiker.
Hubig will Deepfakes mit bis zu zwei Jahren Haft bestrafen
Eigentlich ist es kaum zu glauben, aber bisher bestehen Gesetzeslücken bei dem Thema. Das Herstellen und Verbreiten von pornografischen Deepfakes soll unter Strafe gestellt werden. Justizministerin Stefanie Hubig kündigt in der ARD an, nächste Woche einen Gesetzentwurf vorzulegen.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sieht der Entwurf bis zu zwei Jahre Haft für die Täter vor, die solche Deepfakes gegen den Willen anderer Menschen erstellen.
"Pornografische Deepfakes sind eine besonders heftige Form der digitalen Gewalt", sagt Hubig der "Bild"-Zeitung. "Sie zeigen, wie perfide neue Technologien missbraucht werden können, um zu entwürdigen, zu demütigen, einzuschüchtern und Macht auszuüben."
Sie sei Opfer solcher Deepfakes geworden, erklärt die Schauspielerin Collien Fernandes. "Ich habe das Gefühl, dass von vielen noch nicht so richtig begriffen wurde, dass digitale Gewalt reale Gewalt ist, und dass Opfer da massiv drunter leiden." Auch andere Opfer müssten in intensive therapeutische Behandlung, sagt sie in den ARD-"Tagesthemen".
Hubigs Entwurf soll weitere Gesetzeslücken schließen. Ebenfalls mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden sollen Menschen, die heimlich sexualisierte Fotos aufnehmen oder ihr Opfer heimlich digital überwachen.
Fast wären sich David und Brooklyn Beckham zufällig begegnet
Viel hat scheinbar nicht gefehlt, dass sich David Beckham und sein Sohn Brooklyn Peltz Beckham zufällig begegnet wären. Die entfremdeten Familienmitglieder wurden beide zwischen Sonntag und Montag im "Beverly Hills Hotel" in Los Angeles gesichtet, wie die britische Zeitung "Daily Mail" schreibt. Zwischen Ein- und Auschecken, Frühstück, Pool und Abendessen sollen sie sich gleich zweimal nur knapp verpasst haben. Den Schilderungen zufolge könnten sie an den beiden Tagen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Hotel gewesen sein. David habe keine Ahnung gehabt, dass sein Sohn dort war, will die Zeitung von Freunden der Beckhams erfahren haben. Brooklyn hatte sich von seinen Eltern Victoria und David losgesagt. Hintergrund sind Streitigkeiten, die auch seine Ehefrau Nicola Peltz betreffen.
Joko Winterscheidt steht Collien Fernandes bei
TV-Star Joko Winterscheidt stellt sich an die Seite von Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes, die mutmaßlich Opfer von sexuellen Deepfakes und digitalen Darstellungen von sexueller Gewalt gegen sie wurde. Winterscheidt teilt die Instagram-Story, in der die 44-Jährige davon berichtet hatte. Dazu schreibt der Moderator: "Es ist so verstörend zu lesen, was dir angetan wurde, dass mir ehrlich gesagt die Worte fehlen. Ich kann nicht mal erahnen, wie es sich für dich anfühlen muss, aber ich finde es soooo stark von dir, dass du es öffentlich machst. Wünsche dir alle Kraft dieser Welt."
Fernandes beschuldigt ihren Ex-Mann, Christian Ulmen, hinter den Taten zu stecken. Sie hat ihn angezeigt. Winterscheidt kennt den Schauspieler seit Jahren als TV-Kollegen. Ulmen bestreitet die Anschuldigungen. Sein Anwalt spricht von der Verbreitung "unwahrer Tatsachen". Es gilt die Unschuldsvermutung.
Chemie-Explosion hüllt Industriepark in gelben Nebel
In einem chinesischen Chemiewerk kommt es zu einer großen Explosion. Die gigantische Rauchwolke hüllt das gesamte Industriegebiet in einen gelblichen Nebel. Was für Stoffe die Explosion ausgelöst haben und ob von dem Nebel eine Gesundheitsgefahr ausgeht, ist unklar.
Zahnfunde auf dem Gehweg geben Rätsel auf
Ein Fund von 35 menschlichen Zähnen auf einem Gehweg im hessischen Heuchelheim gibt der Polizei Rätsel auf. Ein Zeuge meldete seinen Fund am Sonntag den Ermittlern. Insgesamt handelte es sich um 35 überwiegend vollständige menschliche Zähne. Von einigen wurden nur Fragmente gefunden. Wem sie gehörten und wie sie auf den Gehweg gelangten, ist unklar. Ebenso, ob eine Straftat Hintergrund ist. Die Polizei sucht Zeugen.
Grüne und Linke fordern Rücktritt Weimers - dieser erhält Rückendeckung von Union und AfD
Der Kulturstaatsminister hat bereits länger Teile der Kulturlandschaft gegen sich aufgebracht. Seit Wochen sorgt nun sein Umgang mit drei linken Buchläden für Diskussionen, die er von einer Preisverleihung ausschloss. In einer von der Linksfraktion beantragten Aktuellen Stunde im Bundestag fordern Abgeordnete von Linke und Grünen seinen Rücktritt.
Die Grünen-Abgeordnete Misbah Khan hält ihn für eine "Fehlbesetzung" im Amt des Kulturstaatsministers. "Sie inszenieren sich als Verteidiger der Meinungsfreiheit und sobald Ihnen eine Meinung nicht passt, greifen Sie ein", wirft sie ihm vor.
Auch Linken-Fraktionschef Sören Pellmann wirft dem parteilosen Weimer vor, als "Gesinnungspolizist" die Kunstfreiheit einzuschränken. "Sie legen die Axt an unsere Kultur- und Kunstfreiheit", sagt Pellmann.
Der SPD-Abgeordnete Holger Mann hält Weimer vor, "seine Bewertung politischer Äußerungen zum Maßstab für Meinungsfreiheit" zu erheben "und daraus Beschränkungen für Kulturinstitutionen" abzuleiten. Das habe auch sein Umgang mit Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gezeigt.
Unterstützung erhält Weimer von Abgeordneten von der Union und der AfD. Der Staat müsse "alles tun, um zu verhindern, dass mit Steuergeldern Extremismus unterstützt wird", sagt die CDU-Abgeordnete Ottilie Klein. "Herr Kulturstaatsminister, Sie haben unsere volle Unterstützung", erklärt der CDU-Politiker Johannes Volkmann. Weimer selbst sprach während der Debatte nicht.
Er hatte entschieden, drei linke Buchläden in Berlin, Bremen und Göttingen vom Buchhandlungspreis auszuschließen. Er begründete dies mit "verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen". Was gegen die Läden angeblich vorliegt, weiß er aber nach eigenen Worten selbst nicht. Vertreter aller Fraktionen prangern in diesem Zusammenhang eine unklare Rolle des Verfassungsschutzes an.
Fragwürdige Vorwürfe: Iranisches Regime richtet Ringer Saleh Mohammadi hin
Mitten im Nahost-Krieg lässt Iran Demonstranten wieder hinrichten. Unter den ersten drei Männern, die das Mullah-Regime hingerichtet hat, ist Berichten von Menschenrechtsorganisationen zufolge auch ein 19-jähriger Ringer. Saleh Mohammadi war Teil der iranischen U-19-Ringer-Nationalmannschaft im Freistilringen und gewann 2024 die Bronzemedaille beim Saytiav International Cup in Russland.
Die Hinrichtungen fanden demnach am Donnerstag in der nördlichen Provinz Qom statt, nachdem der Oberste Gerichtshof die Todesurteile bestätigt hatte, berichtet die iranische Nachrichtenagentur "Tasnim". Den Männern wurde vorgeworfen, bei den Protesten gegen die Regierung Anfang Januar Polizisten getötet zu haben. So stellen es staatliche Medien dar. Es handelt sich um die ersten Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Demonstrationen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen waren die Männer gefoltert worden und wurden ohne fairen Prozess hingerichtet.
Die Menschenrechtsorganisation Hengaw schreibt, dass Mohammadi die erhobenen Vorwürfe während des Gerichtsverfahrens zurückgewiesen habe. Hengaw zufolge bestätigten Aufnahmen von Überwachungskameras seine Anwesenheit am Tatort nicht. Diese und weitere interessante Meldungen finden Sie auch im "Sport"-Tag.
Opfer im Wald stundenlang aufgelauert und ermordet: Gericht verhängt lebenslange Haftstrafe
Etwas mehr als ein Jahr nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Krötentunnel in Sindelfingen ist ein früherer Bekannter der Toten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Während der 47-Jährige die Vorwürfe zurückweist, hat das Landgericht keinen Zweifel an seiner Schuld. Demnach lauerte er der neun Jahre jüngeren Frau in einem Waldgebiet auf, riss sie auf ihrem Heimweg vom E-Scooter, ermordete sie und versteckte ihre Leiche. Waldarbeiter entdeckten die Leiche Monate später in einem Krötentunnel unter der Straße. Das Motiv ist dem Gericht nicht bekannt. Laut Zeugenaussagen soll es viel Streit zwischen den beiden gegeben haben. Ins Visier der Ermittler geriet der Mann durch die Auswertung von Verbindungs- und Funkzellendaten. Die Geodaten seines Handys zeigten laut Gericht, dass er bereits an den beiden Tagen vor der Tat jeweils rund drei Stunden am späteren Tatort auf die Frau gewartet hatte, diese jedoch an diesen Tagen die Stelle nicht passierte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Taube erleichtert sich auf Madrider Bürgermeister
José Luis Martínez-Almeida, der Bürgermeister der spanischen Hauptstadt Madrid, muss sich sonst mit Anschuldigungen seiner politischen Gegner herumschlagen. Dieses Mal kam ihm jedoch ein echter Vogel von oben in die Quere. Dabei muss er sich vor laufender Kamera aus der Affäre ziehen.
König Charles überrascht Spaziergänger
König Charles III. mischt sich unter das Volk: In der englischen Grafschaft East Sussex hat er einen nach ihm benannten Wanderweg eröffnet. Er legte etwa zwei Kilometer darauf zurück und traf dabei auch auf andere Spaziergänger, Jogger und Radfahrer, die am Donnerstag nahe der berühmten Kreidefelsen "Seven Sisters" an der Südküste unterwegs waren.
Kinderpornografie im Darknet - Hunderte Nutzer identifiziert
Im Kampf gegen Kinderpornografie im Darknet haben internationale Ermittler mehr als 373.000 Seiten stillgelegt und Hunderte Nutzer identifiziert. Es werde gegen rund 600 Nutzer ermittelt, die auf den Portalen Zahlungen tätigten, teilen unter anderem die Ermittlungsbehörden in Bayern mit. Demnach begannen die Ermittlungen vor vier Jahren. Gegen fast 90 Personen aus Deutschland seien seitdem Verfahren eingeleitet worden, heißt es. Zudem wird weltweit nach einem 35-jährigen Chinesen gefahndet, der die Seiten betrieben haben soll. Der Mann soll Fake-Shops mit echten Abbildungen schwerer sexualisierter Gewalt betrieben haben, um Geld zu machen. Laut den Ermittlern bot er auch andere kriminelle Leistungen gegen Bezahlung an, ohne diese zu erbringen. Fachleuten gelang es, durch die akribische Auswertung von Kryptowährungsströmen, die Tatverdächtigen ausfindig zu machen. Koordiniert wurden die Ermittlungen von Europol, 23 Staaten waren beteiligt.
Chuck Norris ist tot
US-Actionstar Chuck Norris ist im Alter von 86 Jahren gestorben. "Für die Welt war er Kampfsportler, Schauspieler und ein Symbol der Stärke", schreibt seine Familie. "Für uns war er ein hingebungsvoller Ehemann, ein liebender Vater und Großvater, ein unglaublicher Bruder und das Herz unserer Familie." Norris starb demnach im Kreise seiner Angehörigen. Am Tag zuvor war er laut einem Bericht des Promi-Portals "TMZ" wegen eines Notfalls in ein Krankenhaus auf Hawaii eingeliefert worden.
Der Kampfsportler hatte seit seinem Schauspieldebüt Ende der 1960er Jahre in einer Reihe von Actionfilmen mitgewirkt. Zur Leinwandikone machte ihn sein Kampf gegen den Kung-Fu-Superstar Bruce Lee in dem Film "Die Todeskralle schlägt wieder zu" von 1972. Seinen letzten Auftritt hatte er in "Agent Recon" von 2024. Mehr dazu lesen Sie hier.
Trump reißt Pearl-Habor-Witz vor Japans Premierministerin
Beim Besuch von Japans Premierministerin Sanae Takaichi im Weißen Haus bringt Donald Trump seinen Gast mit einem unangenehmen Witz in Verlegenheit. Angesprochen auf ausgebliebene Informationen über den Iran-Angriff, witzelt Trump, Japan wüsste über Überraschungen am besten Bescheid und verweist grinsend auf Pearl Harbor.
"Immer wieder sonntags" wird nach 31 Jahren eingestellt
Falls Ihnen diese Sendung am Herzen liegt oder es Ihr Spleen ist, sich am Sonntagvormittag eine Schlagersendung anzusehen, dann sind das keine guten Neuigkeiten. Die ARD stellt die Sendung "Immer wieder sonntags" nach diesem Sommer ein. Der SWR nennt wirtschaftliche Gründe dafür. Die Sendung läuft seit 1995. Über den Sommer sind noch 13 Ausgaben der Schlager-Liveshow geplant, bevor die Reihe im September mit einer Abschluss-Sendung endet.
Schichtwechsel
Hallo! Meine Kollegin Leah Nowak hat sich ins wohlverdiente Wochenende verabschiedet. Die Nachrichtenlage werde ich ab sofort für Sie, liebe Leserinnen und Leser, im Auge behalten. Mein Name ist Heidi Ulrich. Bei Fragen zu "Der Tag" bin ich erreichbar über heidi.ulrich(at)ntv.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Freitag!
Jogging-App verrät Standort französischen Flugzeugträgers
Ein französischer Marinesoldat hat laut einem Bericht der Zeitung "Le Monde" offenbar unbeabsichtigt die Position des Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" preisgegeben. Demnach ließ sich über sein öffentlich einsehbares Profil in der Fitness-App Strava nahezu in Echtzeit verfolgen, wie er am 13. März auf dem Schiff im Mittelmeer nordwestlich von Zypern joggte. Der Flugzeugträger war Anfang März zusammen mit Begleitschiffen in die Region entsandt worden.
Der Generalstab der französischen Armee kündigte Konsequenzen an, sollte sich der Bericht bestätigen, und verwies auf klare Vorschriften im Umgang mit mobilen Geräten. Der Vorfall reiht sich in ähnliche Fälle ein: Bereits in der Vergangenheit hatten Fitnessdaten sensible Aufenthaltsorte offengelegt, etwa von Leibwächtern von Emmanuel Macron, Joe Biden und Wladimir Putin sowie von Soldaten in Einsatzgebieten wie dem Irak, Syrien und Afghanistan.
Polizei nimmt Verdächtigen nach Messerattacke in Bremen fest
Ein 40-Jähriger hat in Bremen einen anderen Mann mit einem Messer schwer verletzt. Der Angreifer sei nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in die Wohnung seiner Ex-Freundin eingedrungen. Wie die Polizei mitteilte, kam das 39-jährige Opfer in ein Krankenhaus. Der 40-Jährige wurde laut Polizei noch in der Wohnung festgenommen. Gegen ihn wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.
Kim Jong Uns Tochter kutschiert ihren Vater im Panzer
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat einen neuen Panzertypen inspiziert - wie zuletzt häufig im Tandem mit seiner Tochter Ju Ae. Die Teenagerin setzte sich sogar selbst hinters Steuer. Der Vater zwängte sich hingegen offenbar gar nicht erst durch die enge Einstiegsluke, sondern suchte stattdessen auf der Haube nach Halt.
"Jerks" gestrichen: Joyn nimmt Christian Ulmen aus dem Programm
Die öffentlich erhobenen Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Ex-Ehemann Christian Ulmen haben erste Konsequenzen: Der Sender ProSieben distanziert sich von dem Schauspieler. Seine Serie "Jerks" ist auf der hauseigenen Streamingplattform Joyn nicht länger abrufbar.
Auch das Unternehmen Shop Apotheke will seine Werbespots mit Fernandes und Ulmen bis auf Weiteres nicht mehr ausstrahlen. Gegenüber RTL hieß es: "Aus gegebenem Anlass werden wir die Werbung mit den betroffenen Personen vorerst aussetzen." Zu den privaten Angelegenheiten seiner Werbegesichter wolle man sich nicht äußern, hieß es.
Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Auf eine Anfrage von RTL antworteten die Anwälte des Schauspielers mit einer Mail, aus der nicht zitiert werden darf. Fragen zu den Vorwürfen gegen den 50-Jährigen blieben unbeantwortet.
Zwei der weltweit größten Schadprogramme für Computer abgeschaltet
Ermittlern ist ein Schlag gegen zwei der weltweit größten Schadprogramme für Computer gelungen. In einer international abgestimmten Aktion gemeinsam mit Strafverfolgungsbehörden aus Kanada und den USA konnte technische Infrastruktur der beiden sogenannte Botnetze Aisuru und Kimwolf abgeschaltet werden, die "eine erhebliche Bedrohung für IT-Infrastrukturen" darstellten, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Ein Botnetz vernetzt mit Schadsoftware infizierte Computer, Smartphones oder Router, die von Cyberkriminellen ferngesteuert werden.
Fahrer der Unglücks-Tram soll am Handy gewesen sein
Nach dem schweren Straßenbahn-Unglück in Mailand, bei dem zwei Menschen starben und mehr als 50 verletzt wurden, richtet sich der Verdacht zunehmend gegen den 61-jährigen Fahrer. Ermittlungen zufolge soll er kurz vor dem Zusammenstoß noch telefoniert haben. Der Mann hatte unmittelbar nach dem Unfall angegeben, sich unwohl gefühlt zu haben.
Die Straßenbahn war am 27. Februar wenige Tage nach den Olympischen Winterspielen im Stadtzentrum von Mailand gegen ein Gebäude geprallt. Eigentlich hätte sie geradeaus fahren sollen, bog jedoch mit hoher Geschwindigkeit ab und entgleiste. Zwei Männer im Alter von 49 und 59 Jahren kamen ums Leben, der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Ermittler prüfen nun die Handy-Verbindungsdaten des Mannes, um festzustellen, ob er noch während der Fahrt telefonierte und ob dies zum Unglück beigetragen haben könnte.
Bericht: Trump kauft Halle für ICE-Gefängnis von Deutsche-Bank-Tochter
Um der Masse festgenommener Migranten im Land Herr zu werden, braucht die US-Abschiebebehörde ICE mehr Gefängnisse. Im Bundesstaat Utah hat sie einem Bericht des Spiegel zufolge nun eine Lagerhalle von der Deutsche-Bank-Tochterfirma DWS gekauft. Tausende Migranten sollen demnach dort unterkommen.
Vor Ort regt sich bereits Widerstand gegen das geplante Lager und den Verkäufer. Politiker kritisieren den Vorgang scharf: Der republikanische Senator John Curtis spricht von "Hinterzimmer-Verhandlungen", der demokratische Senator Nate Blouin bezeichnet den Verkäufer als "irgendein Arschloch, das gerade eine 145-Millionen-Dollar-Lagerhalle verkauft hat."
DWS erklärte dem Spiegel auf Nachfrage: "Die Immobilie befand sich im Besitz eines von der DWS in ihrer treuhänderischen Funktion verwalteten US-Immobilienfonds und wurde von diesem verkauft." Die Firma sei nicht an den Entscheidungen des Käufers über die künftige Nutzung der Anlage beteiligt.
Oliver Pocher äußert sich zu Ulmen-Vorwürfen
Comedian Oliver Pocher hat sich zu den jüngsten Vorwürfen gegen Christian Ulmen geäußert. Anlass ist die Anzeige von Collien Fernandes, in der sie mögliche Identitätsfälschung und den Versand pornografischen Materials über soziale Netzwerke durch ihren Ex-Mann beklagt. Pocher sagte zu RTL: "Wenn deine Frau mit der Nummer um die Ecke kommt, und das ist ja an Absurdität fast nicht zu überbieten, dann wird es schwer, da wieder rauszukommen." Für ihn sei deshalb klar: Die Situation dürfte für den Schauspieler extrem kritisch werden. "Dann war das jetzt das Karriereende von Christian Ulmen", so Pocher.
Laut Bericht des "Spiegel" hatte Fernandes bereits im November 2024 Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Seit rund zehn Jahren sei sie Opfer von Identitätsdiebstahl im Netz, inzwischen vermutet sie Ulmen als Verantwortlichen. Die Vorwürfe werfen ein Schlaglicht auf die anhaltenden Probleme mit sexualisierten Deep Fakes und Missbrauch in sozialen Medien.
Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Auf eine Anfrage von RTL antworteten die Anwälte des Schauspielers mit einer Mail, aus der nicht zitiert werden darf. Fragen zu den Vorwürfen gegen den 50-Jährigen blieben unbeantwortet.
"Hitzekuppel" sorgt für Rekordtemperaturen in den USA
Eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle hat große Teile der USA erfasst und sorgt bereits im März für hochsommerliche Bedingungen. Der National Weather Service warnt vor einer sogenannten "Hitzekuppel", unter der sich die heiße Luft staut und die Temperaturen in weiten Regionen bis zum Wochenende extrem hoch bleiben lässt. Besonders betroffen sind die südwestlichen Bundesstaaten sowie Täler in Kalifornien und Wüstengebiete in Arizona.
In mehreren Städten wurden bereits Rekordwerte für März gemessen, darunter in Phoenix und Palm Springs mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius. Den bisherigen Höchstwert meldeten Behörden aus Martinez Lake nahe der mexikanischen Grenze mit 43,3 Grad. Damit erreicht die Hitze Werte, die sonst erst im Mai üblich sind und teils deutlich über dem Durchschnitt liegen.
Mette-Marit: Epstein hat mich manipuliert
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat erstmals ausführlich über ihre frühere Beziehung zu Jeffrey Epstein gesprochen und sich dabei tief erschüttert gezeigt. In einem Fernsehinterview mit dem Sender NRK sagte die 52-Jährige, sie bereue die Bekanntschaft zutiefst: Sie wünschte, sie hätte Epstein niemals getroffen. Zugleich erklärte sie, sie habe damals nicht gewusst, dass es sich um einen Sexualverbrecher handelte, und sei von ihm "manipuliert und getäuscht" worden. Über Jahre hinweg habe es Kontakt und einen Austausch auch über private Themen gegeben - selbst nach Epsteins erster Verurteilung.
Die Enthüllungen hatten in Norwegen scharfe Kritik ausgelöst, zumal sich Mette-Marit lange nur schriftlich geäußert hatte. Ihr Name taucht vielfach in den Akten zum Fall Epstein auf. Dass sie sich erst jetzt persönlich äußert, wurde zuvor unter anderem mit gesundheitlichen Gründen erklärt: Die Kronprinzessin leidet an einer chronischen Lungenkrankheit. Zusätzlich verwies sie auf die Belastung durch den Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby. Sie brauche viel Ruhe, ihr Gesundheitszustand habe sich zuletzt weiter verschlechtert, sagte Mette-Marit.
Bundestag befasst sich mit Buchpreisaffäre von Weimer
Der Bundestag befasst sich heute mit dem umstrittenen Eingreifen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in das Vergabeverfahren für den deutschen Buchhandlungspreis. Die Linken-Fraktion hat dazu eine Aktuelle Stunde zum Thema "Kunst-, Kultur- und Meinungsfreiheit verteidigen - Einschränkungen durch den Beauftragten für Kultur und Medien beenden" beantragt. Weimer hatte den Ausschluss der Buchhandlungen mit nicht näher bezeichneten Erkenntnissen des Verfassungsschutzes begründet.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
der Bundestag befasst sich heute mit der Lage bei Bluttests für Schwangere auf ein Down-Syndrom des Kindes. Eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe hat eine Initiative eingebracht, die auf eine genauere Untersuchung der Umsetzung zielt. Hintergrund ist die Sorge, dass die Tests so regelmäßig gemacht werden, dass dies faktisch einer Reihenuntersuchung gleichkäme. Sie sind seit 2022 auf Kassenkosten möglich.
Das wird heute außerdem wichtig:
Zum Ende des Wahlkampfs in Rheinland-Pfalz stimmen sich die Parteien bei Abschlussveranstaltungen auf die Landtagswahl am Sonntag ein.
Mit dem Fest des Fastenbrechens findet der Fastenmonat Ramadan seinen Abschluss.
In Erfurt beginnt um 17 Uhr der 75. Deutschen Juristentag.
Im Prozess gegen einen wegen mutmaßlicher Geschäfte mit Drogenhändlern angeklagten Staatsanwalt wird um 11 Uhr am Landgericht Hannover das Urteil verkündet.
Leipzig und die TSG Hoffenheim eröffnen um 20.30 Uhr den 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga.
Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.
Italienischer Rechtspopulist Umberto Bossi ist tot
Der Gründer der Regionalpartei Lega Nord, Umberto Bossi, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Medienberichten zufolge verstarb der langjährige Rechtspopulist in einem Krankenhaus im norditalienischen Varese. Bossi galt insbesondere in den 1990er- und 2000er-Jahren als eine der prägenden Figuren der italienischen Politik und machte die Lega Nord zu einer einflussreichen Kraft im Norden des Landes.
Unter seiner Führung war die Partei ab 1994 mehrfach an den Mitte-Rechts-Regierungen von Silvio Berlusconi beteiligt. Bossi fiel durch provokante Rhetorik auf und setzte sich in den Anfangsjahren für eine Abspaltung Norditaliens ein. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2004 war er gesundheitlich stark angeschlagen. Sein Nachfolger Matteo Salvini richtete die Partei später neu aus und formte sie zu einer landesweit agierenden rechtsnationalen Kraft. Regierungschefin Giorgia Meloni würdigte Bossi als wichtigen Wegbereiter der ersten Mitte-Rechts-Koalition im neuen italienischen Parteiensystem.
Elijah Wood liest nach 24 Jahren endlich "Der Herr der Ringe"
Rund 24 Jahre nach dem Kinostart von "Der Herr der Ringe" hat Hauptdarsteller Elijah Wood eingeräumt, die Romanvorlage von J. R. R. Tolkien bislang nicht gelesen zu haben. In der "Late Show" von Stephen Colbert gestand der Frodo-Darsteller, dass er die Trilogie erst jetzt in Angriff nehme.
Wood reagierte zunächst mit Gelächter und räumte ein, dass ihm das Geständnis gerade gegenüber dem bekennenden Tolkien-Fan Colbert besonders unangenehm sei. Zugleich verwies er darauf, dass er seit Beginn der Dreharbeiten im Jahr 1999 eigentlich genügend Zeit gehabt hätte. Immerhin gebe es nun "Neuigkeiten": Er habe mit der Lektüre begonnen und halte das Werk für "unglaublich". Colbert konterte augenzwinkernd, er wolle nicht spoilern, doch Wood wisse ja vermutlich, wie die Geschichte ausgehe.
"Je größer, desto besser" - Goldmünze mit Trump-Konterfei geplant
Ein US-Kunstgremium hat die Prägung einer goldenen Gedenkmünze mit dem Konterfei von Präsident Donald Trump zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten gebilligt. Die von Trump ernannten Mitglieder entschieden einstimmig. Die Münze ist Teil einer Serie, die die US-Münzanstalt anlässlich des Jubiläums herausgeben will. US-Schatzmeister Brandon Beach erklärte, man wolle mit den Münzen den beständigen Geist des Landes und seiner Demokratie würdigen - dafür gebe es kein sinnbildlicheres Motiv als den amtierenden Präsidenten.
Bei der Vorstellung eines Entwurfs wurde auch über die Größe der 24-Karat-Goldmünze diskutiert, deren Durchmesser bis zu 7,6 Zentimeter betragen könnte. Eine Beraterin des Weißen Hauses sagte, Trump wünsche sich die größtmögliche Ausführung. Parallel dazu hat die Regierung vorgeschlagen, eine Ein-Dollar-Münze mit Trumps Bildnis noch in diesem Jahr in Umlauf zu bringen. Kritiker verweisen jedoch auf ein Gesetz, das die Darstellung eines Präsidenten auf Dollar-Münzen erst drei Jahre nach dessen Tod erlaubt. Für die Goldmünze könnte eine Ausnahme gelten, da sie nicht für den Umlauf bestimmt ist.