Dienstag, 20. März 2018Der Tag

Heute mit Sebastian Huld und Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 20. März 2018

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Berlin heute

(Foto: imago/photothek)

Liebe Leser, heute ist kalendarischer Frühlingsbeginn. Und ausgerechnet an diesem Tag fängt es in Berlin an zu schneien. Gibt es dieses Jahr weiße Ostern? Kann gut sein, wenn's so weitergeht. Immerhin soll es in den nächsten Tagen nicht mehr ganz so kalt werden, verspricht unser Meteorologe Björn Alexander.

Kaltes Wetter ist ein guter Grund zu Hause zu bleiben und die meistgeklickten Artikel des Tages zu lesen:

Ich gehe jetzt auch nach Hause und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:02 Uhr

Franzosen essen mehr Burger als Baguette

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McDonald's unterhält in Frankreich mehr als 1400 Restaurants, damit ist das Land der profitabelste Markt außerhalb der USA.

(Foto: imago/onemorepicture)

Die Franzosen werden ihrem Baguette untreu: Im vergangenen Jahr wurden in Frankreich erstmals mehr Hamburger verkauft als die traditionellen Schinken-Käse-Baguettes, wie das Marktforschungsinstitut Gira Conseil mitteilte. Das Fleischbrötchen aus den USA ging demnach 1,5 Milliarden Mal über den Tresen, das belegte Stangenweißbrot nur 1,2 Milliarden Mal.

"Wir stellen schon seit drei Jahren einen Burger-Rausch fest", sagt der Chef von Gira Conseil, Bernard Boutboul. Aber nun sei das Wachstum "phänomenal": Im vergangenen Jahr hätten die Hamburger-Verkäufe in Frankreich um neun Prozent zugelegt. "Womöglich macht der Burger bald noch unserem berühmten Steak mit Fritten Konkurrenz", vermutet Boutboul.

21:47 Uhr

Drei Deutsche wegen Spionage in der Schweiz angeklagt

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Zwei ehemalige Mitarbeiter der Bank J. Safra Sarasin und ein Stuttgarter Anwalt sind angeklagt worden.

(Foto: REUTERS)

Wegen des Verdachts auf Wirtschaftsspionage hat die Züricher Staatsanwaltschaft Medienberichten zufolge Anklage gegen drei Deutsche erhoben. Dabei soll es sich um einen Stuttgarter Anwalt sowie zwei Mitarbeiter der Bank J. Safra Sarasin handeln, wie aus Recherchen der Wochenzeitung "Zeit", des Recherchezentrums "Correctiv", des ZDF-Magazins "Frontal 21" und des Schweizer Digitalmagazins "Republik" hervorgeht.

  • Die Beschuldigten sollen illegal interne Bankunterlagen an deutsche Gerichte und Behörden weitergegeben haben.
  • Die Staatsanwaltschaft Zürich bestätigte am Dienstagabend der dpa nur, dass Anklage erhoben worden sei. Details nannte die Behörde nicht.
  • Den Medienberichten zufolge ist Hintergrund der Anklage ein Rechtsstreit zwischen einer Schweizer Privatbank und einem deutschen Unternehmer.
21:21 Uhr

Streunendes Nilpferd nach zehn Tagen eingefangen

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Beamte haben "Tyson" mit Obst und Gemüse in eine Transportkiste gelockt.

(Foto: dpa)

Wir bleiben bei ausgebüxten Tieren: Mexikanische Behörden haben ein seit zehn Tagen im Bundesstaat Veracruz herumstreunendes Nilpferd gefangen und an einen sicheren Ort gebracht. Das von Einheimischen "Tyson" genannte Tier gehöre zu einer in Afrika beheimateten Nilpferd-Art, wie das Bundesumweltamt mitteilte.

Die Behörden nehmen an, dass das etwa 600 Kilogramm schwere Säugetier zuvor ausgebüxt ist, wissen aber nicht, wie es in die Nähe des Ortes Ceiba Blanca gelangte. Das Nilpferd wurde den Angaben nach am Montagabend ohne Einsatz eines Betäubungsmittels gefangen genommen, nachdem Beamte es mit Obst und Gemüse in eine spezielle Transportkiste gelockt hatten.

20:45 Uhr

Polizei erschießt Therapiehund: kein Schadenersatz

Für einen von der Polizei erschossenen Therapiehund muss das Land Nordrhein-Westfalen keinen Schadenersatz bezahlen, hat das Landgericht in Düsseldorf entschieden. Ein Autobahnpolizist hatte Hündin "Piper" vor viereinhalb Jahren nach einem Unfall auf der A3 erschossen. Der 60-jährige Halter hatte daraufhin das Land auf 2000 Euro Schadenersatz verklagt.

  • Das Tier war damals von zuhause ausgebüxt und war auf die stark befahrene Autobahn A3 gelaufen, angefahren und verletzt worden. Der Hundebesitzer habe seine Aufsichtspflicht verletzt, so das Gericht. Der Beamte habe das Tier erschießen müssen, um zu verhindern, dass die Hündin erneut auf die Autobahn läuft und andere gefährdet.
  • Der Hundehalter hatte behauptet, "Piper" sei nach dem Verkehrsunfall unnötig und rechtswidrig erschossen worden. Die Hündin hatte nach seinen Worten gerade zehn Welpen zur Welt gebracht, als sie ausgebüxt war.
  • Nach Aussage des Autofahrers, der das Tier angefahren hatte, habe "Piper" nach dem Unfall "ganz ruhig" am Straßenrand gesessen.
20:21 Uhr

Toyota stoppt Tests mit selbstfahrenden Autos

Nach dem tragischen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto von Uber hat der japanische Autohersteller Toyota seine Versuchsreihe mit autonomen Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen in den USA zunächst ausgesetzt.

Toyota fürchte, dass der Vorfall bei Uber die eigenen Testfahrer emotional beeinflussen könnte, hieß es zur Begründung. In Japan will Toyota die Testfahrten mit selbstfahrenden Autos dagegen uneingeschränkt fortsetzen.

20:12 Uhr

Die Videos des Tages

19:42 Uhr

Google kauft Kultimmobilie zu Rekordpreis

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Die ehemalige Oreo-Fabrik erstreckt sich im Trendviertel Chelsea über einen gesamten Straßenblock zwischen neunter und zehnter Avenue.

(Foto: imago/Levine-Roberts)

Es ist einer der höchsten Preise, die je für ein Gebäude in New York gezahlt wurden: Google hat für 2,4 Milliarden Dollar (2,0 Mrd Euro) das Kultobjekt Chelsea Market gekauft.

  • Die Immobilie ist für ihre Markthalle bekannt, die als Touristenmagnet nahe des angesagten Meatpacking Districts monatlich rund 500.000 Besucher anzieht.
  • Zudem wechseln jede Menge Büroflächen den Besitzer, von denen Google bereits einen großen Teil belegt.
  • "The Real Deal" zufolge handelt es sich um den zweitteuersten Kaufpreis für ein einzelnes Gebäude, der jemals in New York erzielt wurde.
19:17 Uhr

Altmaier beendet "konstruktive" Zoll-Gespräche

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Peter Altmaier vor dem Weißen Haus

(Foto: dpa)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat seine zweitägigen Gespräche mit US-Vertretern über die Vermeidung von Zöllen auf Stahl und Aluminium aus der EU beendet.

  • Heute traf sich Altmaier rund eine Stunde lang mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Zuvor war er mit Senator Tim Scott zusammengekommen. Tags zuvor hatte Altmaier unter anderem mit US-Handelsminister Wilbur Ross gesprochen. Das Gespräch mit Lighthizer sei "konstruktiv" gewesen, hieß es aus dem Ministerium.
  • Altmaier hatte sich nach dem Gespräch mit Ross zunächst zuversichtlich gezeigt, dass eine Lösung des Zollstreits möglich sei und ein Abgleiten in einen europäisch-amerikanischen Handelskonflikt abgewendet werden könne. Später war er wieder leicht zurückgerudert.
18:49 Uhr

Ringo Starr ist jetzt Ritter

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Ab sofort darf Ringo Starr den Namenszusatz "Sir" tragen.

(Foto: AP)

Der Ex-Beatle Ringo Starr ist im Londoner Buckingham-Palast zum Ritter geschlagen worden. Die Ehrung wurde ihm von Prinz William überreicht.

  • Für den ehemaligen Schlagzeuger der Band ist es die die zweite Auszeichnung des Königshauses. Schon 1965 hatte Queen Elizabeth II. ihn und die anderen Beatles zu Members of the British Empire ernannt - Ringo Starr durfte sich aber bisher nicht "Sir" nennen.
  • Sein einziger noch lebender Ex-Bandkollege Paul McCartney wurde bereits vor mehr als 20 Jahren in den Ritterstand erhoben. Er hat sich schon lange dafür stark gemacht, dass Richard Starkey - so heißt Ringo Starr mit bürgerlichem Namen - die Auszeichnung auch erhält.
18:11 Uhr

14-Jähriger sticht Mitschüler Schere ins Auge

Ein 14 Jahre alter Schüler aus Mannheim muss um sein Augenlicht fürchten, nachdem ihn ein Mitschüler mit einer Schere verletzt hat. Die gleichaltrigen Jungen hatten sich im Unterricht gestritten. Dabei stieß einer der Schüler dem anderen eine Bastelschere ins Auge. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Donnerstag an einer Grund- und Werkrealschule. Worum es bei der Auseinandersetzung ging, wird noch ermittelt.

17:50 Uhr

Aldi ruft Knödel zurück

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(Foto: picture alliance / Sina Schuldt/)

Aldi Süd hat verschiedene Knödel-Packungen zurückgerufen. Die Produkte könnten Spuren von Cashew-Nüssen haben, was auf der Verpackung aber nicht angegeben worden sei, hieß es in einer Aldi-Mitteilung auf dem Internetportal "lebensmittelwarnung.de".

Dadurch wiederum könnten Verbraucher allergische Reaktionen bekommen. Es geht um das Produkt "Süße Knödel" mit den Sorten Erdbeere, Marille oder Nougat. Packungen hierzu wurden seit Anfang Januar als Aktionsartikel in den Aldi-Süd-Filialen verkauft. Wer die Knödel zurückbringt, bekommt den Kaufpreis erstattet.

17:15 Uhr

Frau vor U-Bahn gestoßen: Täter schuldunfähig

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Kölner U-Bahn

(Foto: picture alliance / Henning Kaise)

Ein 26-Jähriger, der eine amerikanische Touristin in Köln in Richtung einer einfahrenden U-Bahn gestoßen hat, wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Das entschied das Landgericht Köln. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass der Angeklagte eine Körperverletzung mit "potenziell lebensgefährdender Behandlung" begangen habe - eine Tötungsabsicht stellten sie aber nicht fest.

  • "Der Kopf der Bahn war bereits elf Meter an der Geschädigten vorbeigefahren, als von hinten der wuchtige Stoß gegen ihre Schultern erfolgte", sagte der Vorsitzende zur Begründung.
  • Die 19 Jahre alte Touristin aus den USA habe weder vor die Bahn, noch zwischen die Wagen fallen können, wo sie "dem Tode geweiht" gewesen wäre, wie es das Gericht formulierte.
  • Der Angeklagte handelte nach Überzeugung des Gerichts in schuldunfähigem Zustand. Der 26-Jährige ist seit seiner frühen Jugend an einer paranoiden Schizophrenie erkrankt.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:43 Uhr

Britisches Militärflugzeug stürzt ab

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Red Arrows gelten als eine der besten Kunstflugstaffeln weltweit.

(Foto: picture alliance / Owen Humphrey)

Ein Flugzeug der britischen Luftwaffe ist im Norden von Wales abgestürzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums handelt es um eine Maschine der Kunstflugstaffel Red Arrows (Rote Pfeile). An Bord des Flugzeuges, das über der Halbinsel Anglesey verunglückte, sollen zwei Menschen gewesen sein. Über ihr Schicksal war zunächst nichts bekannt.

16:16 Uhr

Geldregen bei Köln: Mann verliert Tausende Euro

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Auf einer Straße in Bergisch Gladbach ist ein kurioser Geldsegen niedergegangen. Ein Gastronom hatte mit seinen Wochenendeinnahmen in Höhe von mehreren Tausend Euro zu einer nahen Bank fahren wollen. Das Geld hatte er dabei zunächst auf dem Autodach abgelegt - dann sei er versehentlich losgefahren. Auf seinem Weg segelten die Scheine auf die Straße. Innerhalb kürzester Zeit hätten 30 bis 40 Menschen angehalten und das Geld flugs eingesammelt.

Die meisten waren keine ehrlichen Finder: Wie die Polizei berichtete, gaben nur zwei Zeugen das Aufgesammelte auch später bei den Beamten ab. Nun laufe ein "Ermittlungsverfahren wegen Fundunterschlagung". Der Gastronom habe das teure Malheur schließlich bei der Bank festgestellt.

15:44 Uhr

Alkohol verweigert: Mann zündet in Laden Granate

Weil er keinen Alkohol bekam, hat ein Mann in einem Lebensmittelladen in der moldawischen Hauptstadt Chisinau eine Granate gezündet - dabei tötete er sich selbst und einen weiteren Menschen, es gab mehrere Verletzte.

  • Als sich dessen Kassiererin weigerte, zwei Kunden alkoholische Getränke zu verkaufen, zündete einer von ihnen die Granate. Nach Angaben des Chefermittlers der Polizei, Alexander Panzari, hatte sich der Mann zuvor mit der Verkäuferin gestritten, weil er mit zehn Päckchen Zigaretten den Laden verlassen wollte, ohne zu zahlen.
  • "Beim Verlassen des Ladens ließ er eine Granate fallen, die dann am Eingang explodierte", sagte Panzari. "Er wurde dabei selbst getötet, ebenso wie eine weitere Person."
  • Einer Weltbank-Statistik aus dem Jahr 2015 zufolge ist Moldawien weltweit Spitzenreiter beim Alkoholkonsum.
15:16 Uhr

Aus Langeweile Nagelbretter auf Fahrbahn gelegt

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In mindestens 40 Fällen sollen zwei Männer diese Steine, Gehwegplatten und Nagelbretter auf Straßen gelegt haben.

(Foto: picture alliance / Mohssen Assan)

Was kann man gegen Langeweile tun? Lesen, Fernsehen schauen, Computerspiele zocken? Zwei Männer in Bremen gehen mit ihrer Freizeit kreativer um: Die Polizei hat zwei 24 und 25 Jahre alte Männer wegen erheblicher Verkehrsgefährdung und mehrfachen Mordversuches festgenommen. Sie sollen in mindestens 40 Fällen große Steine, schwere Gehwegplatten und selbstgebaute Nagelbretter auf Straßen in Niedersachsen und Bremen gelegt haben.

Das Motiv: Frust, Langeweile und Beziehungsstress. In zwölf Fällen hatten Autofahrer den Hindernissen nicht mehr rechtzeitig ausweichen können. Mehrfach kam es zu Schäden an den Fahrzeugen. Verletzt wurde niemand. Den Tätern wird in 20 Fällen versuchter Mord vorgeworfen. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

14:48 Uhr

Neues Nato-Kommando soll in Ulm errichtet werden

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Die Verlegung von US-Truppen ins Baltikum verlief schon im vergangenenJahr quer durch Deutschland.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das neue Nato-Logistikkommando wird voraussichtlich in Ulm angesiedelt. Dies teilte Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber dem Wehrausschusses des Bundestags in einer Unterrichtung mit. Das neue Kommando soll im Krisenfall bei der raschen Verlegung von Truppen und Material innerhalb Europas helfen und der Nato damit eine Fähigkeit zurückgeben, an der es der Militärallianz gut ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des Kalten Krieges mangelt.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte dem Bündnis bereits im Februar angeboten, Deutschland könne wegen seiner zentralen Lage in Europa das Kommando beherbergen. Unklar war bisher aber, wo es eingerichtet werden soll.

14:18 Uhr

Schüsse an Schule im US-Bundesstaat Maryland

An einer Schule im US-Bundesstaat Maryland sind Schüsse gefallen. Von Seiten der Behörden hieß es, der Vorfall sei unter Kontrolle. Zunächst lagen keine Informationen darüber vor, wer die Schüsse abgegeben hatte oder ob es Opfer gab.

Mehr dazu hier.

13:51 Uhr

Ministerium stoppt Zuzug von Flüchtlingen nach Pirmasens

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Pirmasens ist nicht die erste Stadt in Deutschland mit Zuzugsstopp.

(Foto: picture alliance / Oliver Dietze)

Ab kommendem Montag dürfen Flüchtlinge ohne Arbeitsplatz in Pirmasens nicht mehr in die westpfälzische Stadt ziehen. Das rheinland-pfälzische Integrationsministerium verschickte einen entsprechenden Erlass an die kommunalen Ausländerbehörden. Da besonders viele Flüchtlinge nach Pirmasens gezogen seien, falle ihnen die Integration dort nachweislich schwer, erklärte das Ministerium in Mainz die Zuzugssperre. Dort bestehe eine "besondere Situation".

Pirmasens wurde zum Ziel vieler Flüchtlinge, weil die Mieten in der strukturschwachen Region niedrig sind. Andernorts seien solche Zuzüge, die eine Sperre rechtfertigen würden, nicht registriert worden, erklärte das Ministerium weiter. Eine allgemeine Wohnsitzauflage lehnt das Ministerium mit Blick auf die rückläufigen Flüchtlingszahlen und den bürokratischen Aufwand ab.

13:34 Uhr

Russische Diplomaten verlassen nach Anschlag London

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Großes Abschiednehmen vor der russischen Botschaft in London

(Foto: AP)

Gut zwei Wochen nach dem Giftanschlag von Salisbury haben die von London ausgewiesenen russischen Diplomaten die Heimreise angetreten. Die Botschaftsmitarbeiter und ihre Angehörigen verließen Russlands Botschaft in der britischen Hauptstadt. Vor dem Botschaftsgebäude im Stadtteil Kensington stiegen sie mit ihrem Gepäck in mehrere Fahrzeuge. Einige hatten ihre Haustiere dabei.

Die britische Regierung hatte am vergangenen Mittwoch 23 russische Diplomaten des Landes verwiesen. Sie gab ihnen eine Woche Zeit zur Ausreise. London macht Moskau für das Attentat auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia verantwortlich, die am 4. März in Salisbury südwestlich von London vergiftet worden waren. Russland ordnete am Wochenende als Gegenmaßnahme die Ausweisung von 23 britischen Diplomaten an.

13:14 Uhr

Flüchtlinge reisen versteckt in Güterzug nach Deutschland

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Umschlagbahnhof in Weil am Rhein

(Foto: picture alliance / Patrick Seege)

Beim Verladen von Containern haben Bahnarbeiter in einem Güterzug im südbadischen Weil am Rhein an der deutsch-schweizerischen Grenze mehrere Flüchtlinge entdeckt. Die 14 Männer und zwei Frauen aus den afrikanischen Ländern Nigeria und Guinea seien auf den Zug geklettert und hätten sich in drei Containern versteckt, teilte die Bundespolizei mit.

Der Zug fuhr von Norditalien über die Schweiz nach Deutschland. Im Güterbahnhof in Weil am Rhein wurden die Container abgeladen. Die Flüchtlinge hatten den Angaben zufolge längere Zeit bei Minusgraden in den Containern ausgeharrt. Die Polizei versorgte sie mit Essen und Trinken.

12:48 Uhr

Russischer Forscher bezeugt Entwicklung von Nervengift

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Britische Ermittler am Ort des Anschlags auf Skripal

(Foto: picture alliance / Andrew Matthe)

Ein russischer Wissenschaftler hat offen über seine Mitarbeit an der Entwicklung des Nervengifts Nowitschok gesprochen - obwohl die Regierung in Moskau vor kurzem die Existenz des Chemiewaffen-Programms bestritten hatte. Der Chemiker Leonid Rink sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti, er habe 27 Jahre lang in einem staatlichen Labor in der Stadt Schichan gearbeitet. Die Entwicklung von Nowitschok sei Grundlage seiner Doktorarbeit gewesen.

"Eine große Gruppe von Experten hat in Schichan und Moskau an Nowitschok gearbeitet", sagte Rink weiter. Mit dem Nervengift sollen der russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia in Großbritannien vergiftet worden sein.

London macht für den Anschlag die russische Regierung verantwortlich. Vergangene Woche bestritt der russische Vize-Außenminister Sergej Riabkow die Entwicklung des Nervengifts: "Es gab weder in der Sowjetunion noch in Russland Programme zur Entwicklung chemischer Kampfstoffe mit dem Namen Nowitschok."

12:14 Uhr

Facebook-Hass schlägt Steinmeier aufs Gemüt

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Auch nach vielen Jahren als Spitzenpolitiker ist Steinmeier durch Internetkommentare verletzbar.

(Foto: dpa)

Hass-Kommentare in sozialen Medien schlagen sich auf das Gemüt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nieder. "Sie haben Einfluss auf meine Laune. Obwohl meine Frau mir das immer verbietet, lese ich dann doch abends gelegentlich Facebook-Kommentare", sagte Steinmeier in einer Diskussion mit Publizistik-Studenten an der Universität Mainz.

Einige Kommentatoren schrieben, dass er sich aufhängen solle, fuhr Steinmeier fort. "Ich habe in einem Fall mal Strafantrag gestellt, weil jemand aktiv aufgefordert hat, mich zu vergasen. Das hatte natürlich keine Konsequenzen. Aber ich finde, manchmal kommt es auch darauf an, die Grenzen zwischen dem Sagbaren und dem Unsäglichen zu ziehen."

12:01 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:51 Uhr

Gauland: Debatte um Ex-Neonazi als Mitarbeiter "lächerlich"

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Gauland versteht die Aufregung um seinen Ex-Angestellten nicht.

(Foto: picture alliance / Kay Nietfeld/)

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat die Kontroverse um einen Ex-Mitarbeiter seines Bundestagsbüros, der bei der rechtsextremen Heimattreuen Jugend Deutschlands (HDJ) aktiv war, als "lächerlich" bezeichnet. "Wer Jugendsünden begangen hat, hat Jugendsünden begangen", sagte Gauland in Berlin. "Ich habe überhaupt nicht vor, mich davon zu distanzieren."

Felix W. war nach Auskunft von Gaulands Büro von Oktober bis Ende Januar dort beschäftigt. Er war zuvor verkehrs- und europapolitischer Referent in der Brandenburger AfD-Fraktion, die Gauland bis zum Einzug der AfD in den Bundestag geleitet hatte. Felix W. habe sich 2004 im Alter von 19 Jahren von der HDJ getrennt, hieß es.

Er frage seine Mitarbeiter "bestimmt nicht", was sie in ihrer Jugend gemacht hätten, sagte Gauland. Die HDJ gilt als neonazistische Organisation. Der Verein, der rund 400 Mitglieder hatte, wurde 2009 vom Bundesinnenminister verboten.

11:31 Uhr

Termin für Europawahl im nächsten Frühjahr festgelegt

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EU-Parlament in Straßburg

(Foto: picture alliance / dpa)

Die nächsten Europawahlen finden vom 23. bis 26. Mai kommenden Jahres statt. Die EU-Mitgliedstaaten billigten einen entsprechenden Vorschlag der Fraktionen im Europaparlament, wie der EU-Rat mitteilte. Die Wahl wird die erste nach dem EU-Austritt Großbritanniens im März 2019 sein. Bisher gibt es 73 britische Abgeordnete im Europaparlament.

Die europäische Volksvertretung wird alle fünf Jahre gewählt. Derzeit hat das Parlament 751 Abgeordnete. Nach dem Brexit wird es auf 705 Abgeordnete verkleinert. 27 der freiwerdenden britischen Sitze werden dabei Mitgliedstaaten zugeschlagen, die bisher als unterrepräsentiert gelten. Deutschland verfügt mit 96 Abgeordneten bereits über die maximale Abgeordnetenzahl, die ein Mitgliedstaat den europäischen Verträgen zufolge haben kann.

Die letzten Wahlen hatten im Mai 2014 stattgefunden. Damals waren rund 400 Millionen EU-Bürger aus den 28 Mitgliedstaaten aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahlbeteiligung hatte bei 42,6 Prozent gelegen.

11:06 Uhr

"Hartz-IV-Mafia" aus Osteuropa zockt Arbeitsagenturen ab

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(Foto: picture alliance / Hendrik Schmi)

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im vergangenen Jahr wegen falscher Angaben oder verspäteter Meldungen zu Hartz IV fast 150.000 Verfahren eingeleitet. Insgesamt wurde eine Schadenssumme von 54 Millionen Euro zurückgefordert, wie ein BA-Sprecher in Nürnberg sagte. Außerdem wurden der BA zufolge wegen Leistungsmissbrauchs beim Bezug von Hartz IV Verwarnungs- und Bußgelder in Höhe von drei Millionen Euro eingetrieben.

Besorgt ist die BA einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge wegen des bandenmäßigen Hartz-IV-Betrugs. Sie würden gezielt Menschen aus osteuropäischen Ländern wie Bulgarien und Rumänien anlocken, die hier scheinbar arbeiten, um dann zu Unrecht Arbeitslosengeld-II-Leistungen zu kassieren. Schwerpunkte der "Hartz-IV-Mafia" sind demnach Berlin, Dortmund, Hagen, Gelsenkirchen, Duisburg, Bremerhaven, Pinneberg und Neumünster.

10:43 Uhr

70 Kilo Drogen bei Pkw-Kontrolle in Bayern entdeckt

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Sichergestelltes Ecstasy

(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Rund 70 Kilogramm Drogen haben Polizisten bei der Kontrolle eines Autos auf der Autobahn 6 in Bayern beschlagnahmt. In dem mit drei Männern besetzten niederländischen Fahrzeug hätten sich 44 Kilogramm Ecstasy-Tabletten und 25 Kilogramm Marihuana befunden, teilten die Beamten am Dienstag in München mit.

Die drei Insassen im Alter von 32, 34 und 51 Jahren wurden festgenommen, ein Richter ordnete Untersuchungshaft an. Die Kontrolle durch eine Streife der Verkehrspolizei fand auf der A6 bei Sulzbach-Rosenberg östlich von Nürnberg statt. Das Auto fuhr in Richtung Tschechien.

10:35 Uhr

Neunjähriger erschießt Schwester wegen Spielkonsole

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Alles wegen einer Spielkonsole. Aber: Einer Studie der medizinischen Fachzeitschrift "Pediatrics" zufolge sind Schusswaffen die drittwahrscheinlichste Todesursache für US-Kinder zwischen einem und 17 Jahren.

(Foto: picture alliance / Sebastian Gol)

Ein neun Jahre alter Junge hat in den USA im Streit um einen Videospiel-Controller seine 13-jährige Schwester erschossen. Das Mädchen hatte ihrem Bruder nicht den Controller der Spielkonsole geben wollen, an der die beiden gemeinsam spielten - daraufhin lief der Neunjährige zum Nachttisch seiner Eltern, nahm die Waffe der Familie heraus und schoss seiner Schwester in den Hinterkopf.

"Er wollte den Controller und scheint gewusst zu haben, wo die Waffe liegt", sagte der Sheriff des Bezirks Monroe im Bundesstaat Mississippi, wo sich der Vorfall am Samstag ereignete. Das Mädchen starb einen Tag später im Krankenhaus. Berichten zufolge war die Mutter der Kinder gerade in der Küche und kochte das Mittagessen, als sich der Vorfall ereignete.

10:20 Uhr

Schiffe kollidieren auf dem Rhein

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Der Rhein (im Bild: Rhein-Herne-Kanal)gehört zu den meistbefahrenen Wasserstraßen Europas.

(Foto: picture alliance / Roland Weihra)

Beim Zusammenstoß zweier Motorschiffe auf dem Rhein bei Xanten sind am Morgen zwei Menschen verletzt worden. Das Unglück ereignete sich gegen 06.50 Uhr in Höhe des Rheinkilometers 832, wie die Wasserschutzpolizei in Duisburg mitteilte. Bei der Havarie wurden das Steuerhaus und Wohnräume auf einem der Schiffe schwer beschädigt.

Der Schiffsführer trug demnach Kopfverletzungen davon, auch seine Frau erlitt schwere Verletzungen. Der genaue Hergang der Havarie auf dem Niederrhein war zunächst unklar, die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf. Die Schifffahrt war durch das Unglück nicht beeinträchtigt.

09:53 Uhr

Arbeitsminister Heil warnt in Armutsdebatte vor Spaltung

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Heil fordert mehr Sachlichkeit in der Debatte.

(Foto: picture alliance / Bernd von Jut)

Nach den umstrittenen Aussagen von CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn über Hartz IV und Armut in Deutschland hat Arbeitsminister Hubertus Heil die aktuelle Debatte kritisiert. Die Art der Diskussion führe eher zu Verletzung bei Menschen und spalte die Gesellschaft, sagte der SPD-Politiker im ARD-"Morgenmagazin": "Das ist eine sehr abstrakte Debatte. Das Leben ist konkret und die Lebensschicksale dieser Menschen auch. Und darum wollen wir uns kümmern."

Gesundheitsminister Spahn hatte gesagt, der Bezug von Hartz IV sei nicht mit Armut gleichzusetzen. Kritiker warfen ihm daraufhin vor, die Unterschiede zwischen Arm und Reich herunterzuspielen. Eine solche Diskussion hält SPD-Minister Heil nicht für zielführend: Gemessen am mittleren Lebensstandard sei Hartz IV sehr wenig Geld. "Umgekehrt ist das nicht die Armut von Somalia", so der Arbeitsminister. Ein Erwachsener ohne Job, der allein zur Miete wohnt, erhält momentan im Monat 416 Euro Arbeitslosengeld II.

09:15 Uhr

Bericht: VW wird der Marktmanipulation verdächtigt

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In Wolfsburg kehrt keine Ruhe ein.

(Foto: picture alliance / Hendrik Schmi)

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ihre Ermittlungen gegen den Autobauer Volkswagen laut einem Zeitungsbericht ausgeweitet. Anfang März hätten die Ermittler 13 Büros in der Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg durchsucht und ein neues Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Marktmanipulation eingeleitet, berichtet die "Wirtschaftswoche". Dabei seien laut Staatsanwaltschaft Unterlagen und größere Datenmengen beschlagnahmt worden, die nun in den nächsten Wochen ausgewertet würden.

Bei den Ermittlungen geht es demnach um möglicherweise falsche Verbrauchs- und damit CO2-Angaben bei Serienfahrzeugen. Geprüft werde der Anfangsverdacht, dass eine von VW am 9. Dezember 2015 herausgegebene Adhoc-Mitteilung "objektiv inhaltlich falsch gewesen" sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der "Wirtschaftswoche". Darin hatte VW behauptet, eine Prüfung habe keine rechtswidrigen Angaben über Verbrauch und CO2-Ausstoß feststellen können. Diese Behauptung soll den Ermittlern zufolge aber gelogen gewesen sein.

08:48 Uhr

Polizei nimmt Ex-Präsident Sarkozy in Gewahrsam

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Die Website Mediapart hatte 2012 Dokumente zu Sarkozys Wahlkampffinanzierung veröffentlicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nicolas Sarkozy gerät in der Affäre um möglicherweise illegale Wahlkampffinanzierung weiter unter Druck: Frankreichs ehemaliger Präsident werde zur Stunde von der Polizei vernommen, berichtet "Le Monde".  Er sei von der Polizei in Nanterre in Gewahrsam genommen worden. Es ist das erste Mal, dass Sarkozy zu den im Jahr 2013 aufgenommenen Ermittlungen direkt befragt wird.

Die Polizei kann Sarkozy bis zu 48 Stunden einbehalten. Ein Ermittlungsrichter verdächtigt ihn, sich seinen Wahlkampf im Jahr 2007 vom früheren libyschen Diktator Muammar al- Gaddafi finanziert gelassen zu haben.

08:33 Uhr

Wald von der sechsfachen Größe Deutschlands zerstört

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Palmöl steckt in Nutella und vielen anderen Industrielebensmitteln - auf Kosten des Regenwaldes in Malaysia, Indonesien und anderen Ländern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wir bleiben bei schlechten Nachrichten für Mensch und Umwelt:

Weltweit sind nach Angaben der Umweltorganisation WWF seit 1990 fast 2,4 Millionen Quadratkilometer Wald zerstört worden. Das entspricht mehr als der sechsfachen Fläche Deutschlands. Die mit Abstand größten Waldverluste sind demnach in Afrika und Südamerika zu beobachten. Afrika verlor seit 1990 zwölf Prozent seiner Waldfläche, das entspricht etwa 860.000 Quadratkilometern. Der Amazonas, der größte Regenwald der Erde, büßte seit 1995 ebenfalls mehr als 310.000 Quadratkilometer ein.

Der Hauptgrund für die globalen Waldverluste ist die industrielle Landwirtschaft. Vor allem die Viehhaltung und der Anbau von Soja und Palmöl in riesigen Monokulturen verschlängen immer größere Flächen, erklärte der WWF. Allein Deutschland importiert demnach landwirtschaftliche Erzeugnisse von 55.000 Quadratkilometern Fläche, die ursprünglich bewaldet waren. Eingeführt werde vor allem Soja als Futtermittel in der Fleischerzeugung.

08:02 Uhr

Das letzte männliche Nashorn seiner Art ist tot

Eine traurige Nachricht erreicht uns aus Kenia: Sudan, der letzte überlebende männliche Vertreter der Nördlichen Breitmaulnashörner, ist tot. Das 45 Jahre alte Tier sei wegen altersbedingter Leiden eingeschläfert worden, teilte der Nationalpark Ol Pejeta mit. Damit sind die ohnehin schon geringen Chancen auf eine Fortpflanzung passé. Sudan galt als unfruchtbar, zumindest war er für die letzten noch lebenden Weibchen seiner Art unattraktiv.  Von den Damen sind auch nur noch zwei übrig, Sudans Tochter und Enkelin..

Damit sind die Nördlichen Breitmaulnashörner nicht nur eine vom Aussterben bedrohte Tierart, sie sind quasi ausgestorben. Mithilfe künstlicher Reproduktion versuchen Wissenschaftler, unter anderem am Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), den Fortbestand zu sichern. Eizellen der beiden Weibchen sollen mit vor längerer Zeit gewonnenen und eingelagerten Spermien verschmolzen werden.

07:22 Uhr

Polizei in NRW hat 23.000 Rechnungen nicht bezahlt

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Die Umstellung des Rechnungswesens führt bei der Polizei in NRW zu peinlichen Rückständen.

(Foto: dpa)

Die nordrhein-westfälische Polizei bekommt unzählige Mahnungen von ihren Lieferanten, weil sie seit Monaten ihre Rechnungen nicht mehr pünktlich begleichen kann. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf ein internes Schreiben von verantwortlicher Stelle des zuständigen Landesamtes für zentrale polizeiliche Dienste (LZPD). Anfang Februar hatte das LZPD erklärt, dass es bei 25.000 Rechnungen zu Zahlungsverzögerungen gekommen sei, weil es nach der Einführung eines neuen zentralisierten Rechnungswesen Schwierigkeiten gegeben habe.

"Die Flut unbearbeiteter Rechnungen haben wir nun gestoppt", sagte der Direktor des LZPD, Rainer Pannenbäcker, laut dem Bericht. Dennoch seien immer noch 23.000 Rechnungen, die zu bearbeiten seien. Die Polizeistellen können zum Teil nicht mal mehr Alltagsbedarf auf Rechnung einkaufen, weil Geschäfte der Behörde wegen schlechter Erfahrungen lieber nichts leihen möchten.

07:03 Uhr

Deutsche kaufen immer PS-stärkere Autos

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Selbst Traditionshersteller bildschöner Sportwagen wie Jaguar, Maserati oder Porsche (Bild) setzen auf den SUV-Boom.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der deutsche Verbraucher nimmt sich den Klimawandel zu Herzen - oder so ähnlich:

In Deutschland werden immer stärkere Autos verkauft, teilte der Duisburger Wirtschaftsprofessor Ferdinand Dudenhöffer mit. "Mittlerweile stehen wir bei 154 PS beim Durchschnitts-Neuwagen."

Der große Treiber zu immer höherer Motorleistung sei der SUV-Boom. Jeder vierte Neuwagen in Deutschland war im vergangenen Jahr ein solcher Komfort-Geländewagen für die Stadt. "Im Durchschnitt hatte der neue SUV im letzten Jahr eine Motorleistung von 170 PS", erklärte Dudenhöffer. Je stärker die Marktanteile der SUV stiegen, umso schneller steige die PS-Zahl. Ein Ende dieses Trends sei nicht absehbar.

Sportwagen und Coupés hätten im Schnitt sogar über 293 PS, seien aber mit zwei Prozent Marktanteil kaum von Bedeutung, ebenso wie Plug-in-Hybride mit durchschnittlich 183 PS.

06:48 Uhr

Lkw mit 17 Tonnen Rinderhälften sorgt für Sperrung der A61

Wir starten mit einer Verkehrsmeldung in den Tag: Ein mit 17 Tonnen Rinderhälften beladener Sattelzug hat am frühen Morgen für eine Vollsperrung der Autobahn 61 südlich von Koblenz gesorgt. Der Laster war aus bislang ungeklärter Ursache umgekippt, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer musste von Rettungskräften aus dem Führerhaus befreit werden und trug leichte Verletzungen davon.

Das auf der Seite liegende Gefährt blockierte die gesamte Fahrbahn in nördlicher Richtung zwischen den Anschlussstellen Waldesch und Boppard. Die Bergungsarbeiten dauerten auch im Berufsverkehr noch an. Auf mehreren Kilometern stockte der Verkehr. Die Polizei empfahl, die Unfallstelle weiträumig über die A3 zu umfahren.

06:31 Uhr

Was heute wichtig wird

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Bin Salmans Armee ist am Krieg im Jemen beteiligt und indirekt auch am Syrienkrieg. Der Kronrpinz ist auch Trumps Verbündeter im Wettstreit mit Iran.

(Foto: picture alliance / Rainer Jensen)

Guten Morgen, liebe Leser,

ich hoffe, Sie sind gut aus dem Bett gekommen. Heute ist kalendarischer Frühlingsbeginn, auch wenn es draußen noch frostig ist und zum Teil Schnee fällt. Mit der Nachrichtenlage verhält es sich ähnlich: Es wird wieder spannend, auch wenn ein Blick in den Terminkalender nur wenig Topthemen bereit hält.  Wir schauen unter anderem auf:

  • das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Irlands Ministerpräsidenten Leo Varadkar in Berlin, das sich vor allem um den Brexit drehen wird
  • auf das EU-Ministertreffen in Brüssel, wo der EU-Gipfel am Donnerstag vorbereitet wird
  • den Besuch des saudischen Kronprinzen bin Salman bei US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus

Das ist doch gar nicht so wenig. Zudem kommen heute die verschiedenen Bundestagsfraktionen zusammen und werden sich im Laufe des Tages ebenfalls zum Geschen in Deutschland und der Welt äußern. Ich freue mich, dass Sie wieder dabei sind. Anregungen und Kritik schreiben Sie mir gerne per Mail oder via Twitter.

06:15 Uhr

Der Frühlingsbeginn bringt Kälte und Schnee

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Raureif an Ästen

(Foto: picture alliance / Patrick Seege)

Heute ist kalendarischer Frühlingsbeginn. Davon will das Wetter aber weiterhin nichts wissen. Denn mal abgesehen vom Nordwesten, wo es morgens Temperaturen von 0 bis 3 Grad sind, geht es mal wieder verbreitet frostig los. Am kältesten ist es im Südosten und Süden mit minus 7 bis minus 15 Grad.

Außerdem ist ein kleines Schneefallgebiet von Nordwesten zu uns reingezogen. Allzu viel fällt zwar nicht, jedoch reicht es streckenweise für rutschige Straßen und Wege. Das gilt am Vormittag von NRW über das südliche Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt bis nach Vorpommern und Brandenburg. Dahinter wird es rasch schöner. Und auch davor zeigt sich die Sonne häufiger.

Im Tagesverlauf fällt besonders im Bereich Franken, Sachsen, Thüringen und Brandenburg noch etwas Schnee mit Glätte. Im großen Rest ist es hingegen oft freundlich bis sonnig. Bei einem böig kalten Nordwind erreichen die Temperaturen dazu zwischen minus 1 und plus 7, am Niederrhein bis 9 Grad.

Kommen Sie gut in und durch den Tag. Ihr Björn Alexander

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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