Das war Dienstag, der 7. April 2015
Ich verabschiede mich jetzt in den Feierabend. Dazu möchte ich Ihnen noch ein Video von Billie Holiday empfehlen. Sie ist eine der größten Jazz-Sängerinnen aller Zeiten, vor genau 100 Jahren wurde sie geboren.
"Strange Fruits" gehört zu ihren bekanntesten Liedern. Es ist ein Lied über die Lynchjustiz in den US-Südstaaten. Jene "seltsamen Früchte", die von Bäumen hängen, sind Menschen, die aufgehangen wurden. Holiday sang das Lied erstmals 1939. Mehr als 70 Jahre später ist Rassismus leider immer noch verbreitet. Auch in Deutschland.
Ich wünsche Ihnen eine ruhige und erholsame Nacht.
Das sind unsere meistgelesenen Meldungen
Der Tag ist fast vorbei. Auch das zweite Pokalspiel des Abends ist fast gelaufen (ach nee, doch nicht, es geht in die Verlängerung). Hier die Meldungen, die Sie heute am meisten interessierten:
Griechenland war das Top-Thema des Tages. Unser Kommentar zu den griechischen Reparationsforderungen fand die meisten Leser. Aber auch unsere Meldung und unsere Analyse zu diesem Thema interessierten Sie. Und das sagen die Kommentatoren der deutschen Presse dazu.
Unser Artikel über COPD befasst sich mit chronisch verengenden Atemwegserkrankungen. Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen - und wissen es oft nicht.
Zu den bestgelesenen Meldungen des Tages gehörte außerdem eine Meldung über die Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. Dabei soll es ein Angebot an Moskau gegeben haben.
Sieben Tote bei Absturz von Kleinflugzeug
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im US-Bundesstaat Illinois sterben sieben Menschen.
Das Wrack der Cessna 414 wird in einem Feld am Flughafen von Bloomington entdeckt, berichtet die "Chicago Tribune" unter Berufung auf die zuständige Sheriff-Abteilung.
Die Insassen befanden sich demnach auf dem Rückflug von einem Basketballspiel in Indianapolis.
Zum Zeitpunkt des Unfalls herrscht starker Nebel.
Autonome randalieren in Athen
Etwa 200 Vermummte randalieren am Abend im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen. Sie schlagen Schaufenster ein, zerstören Autos und zünden Müllcontainer an. Zudem werfen sie Brandsätze auf Polizisten, die Tränengas einsetzen. Das Parlament beschmieren sie mit Sprüchen wie "Nieder mit der Demokratie" und "Das Parlament soll brennen".
Die Protestler fordern die Schließung von Hochsicherheitsgefängnissen und die Freilassung aus Gesundheitsgründen eines zu mehrfacher lebenslänglicher Haftstrafe verurteilten Terroristen.
Mexiko: 15 Polizisten in Hinterhalt ermordet
Seit Jahren macht Mexiko mit Gewalt negative Schlagzeilen. Nun gibt es einen neuen erschreckenden Vorfall.
In Westmexiko sterben mindestens 15 Polizisten in einem Hinterhalt.
Der Konvoi einer Eliteeinheit wird auf einer Autobahn im Bundesstaat Jalisco von einer Gang angegriffen.
Die Behörden vermuten, dass ein Racheakt hinter dem Angriff steckt. Mehrere Gangmitglieder waren zuvor im Zuge von Ermittlungen festgenommen worden.
"American Pie"-Manuskript bringt mehr als eine Million
Die einen denken bei "American Pie" an eine Filmreihe. Andere summen sogleich den gleichnamigen Song von Don McLean. Um diesen geht es in dieser Meldung.
Das 18-seitige Originalmanuskript des Liedes wird bei einer Auktion in New York für 1,2 Millionen Dollar (1,1 Millionen Euro) versteigert.
McLean sagt, er habe den Menschen durch die Freigabe des Manuskriptes helfen wollen, die wahre Bedeutung des 1971 veröffentlichten Titels besser zu verstehen.
Der epische Song war ein Nummer-Eins-Hit in den USA und gilt als "Song des Jahrhunderts". Er handelt von einschneidenden gesellschaftlichen Ereignissen seiner Zeit.
Übrigens: "American Pie" wurde auch schon von Madonna gecovert.
Moskau geht gegen Transparency International vor
Immer wieder wirft die russische Regierung dem Ausland vor, sich in die Innenpolitik einzumischen und das Land zu dstabilisieren. Entsprechend restriktiv werden politisch tätige Organisationen behandelt, wenn sie Geld aus dem Ausland beziehen. Nun trifft es Transparency International.
Die Antikorruptionsorganisation wird in Russland als sogenannter ausländischer Agent eingestuft. Die Entscheidung fällt nach einer Überprüfung durch die Staatsanwaltschaft, teilt das Justizministerium mit.
Die Organisation will ihre Arbeit jedoch fortsetzen, auch wenn diese "schwieriger werde", sagt der Rechtsexperte Denis Primakow.
Ein Gesetz zwingt Organisationen, die ganz oder teilweise aus dem Ausland finanziert werden, sich registrieren zu lassen.
Irakische Armee findet Massengräber in Tikrit
Erst vor Kurzem konnte die irakische Stadt Tikrit von der Terrormiliz Islamischer Staat befreit werden. Doch die Anzeichen der Schreckensherrschaft sind noch deutlich sichtbar.
Bislang wurden in Tikrit elf Massengräber entdeckt. Aus ihnen wurden die Leichen von 47 Menschen geborgen, sagt ein Sprecher des irakischen Ministeriums für Menschenrechte.
Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei den Toten um Opfer des Massakers vom Militärstützpunkt Speicher handelt. Dort waren im vergangenen Juni bis zu 1700 Rekruten der irakischen Armee von IS-Kämpfern verschleppt worden.
Die zuständigen Behörden befürchten, weitere Leichen zu finden.
16-Jährige bringt Obama zum Weinen
Ja, der mächtigste Mann der Welt hat seine schwachen Momente. Das gibt er nun selbst zu.
Die bevorstehende "Nestflucht" von Tochter Malia löst bei US-Präsident Barack Obama großen Stress aus - sagt er selbst.
Allein der Gedanke, dass die 16-Jährige nach dem Schulabschluss ausziehen könnte, lasse ihn mehrmals pro Tag in Tränen ausbrechen, erzählt Obama bei einem Gebetsfrühstück in Washington.
Ganz ernst gemeint waren Obamas Ausführungen aber sicher nicht - er ist schließlich für seinen Humor bekannt.
Auch First Lady Michelle Obama hat sich übrigens zu ihren Töchtern geäußert.
Wird Kuba von der Terrorliste gestrichen?
Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba normalisieren sich, wenn auch sehr langsam. Ein wichtiger Schritt könnte nun folgen.
CNN berichtet, dass das US-Außenministerium empfehlen wird, Kuba von der Liste der Staaten zu streichen, die den Terrorismus unterstützen.
Die Information stammt von einem ungenannten Mitarbeiter des Ministeriums.
Im Dezember hatten US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raul Castro die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen angekündigt.
Übrigens gibt es auch ein Annäherung im Sport: Die nordamerikanische Basketballliga NBA veranstaltet Ende April in Kuba ein Entwicklungsprogamm.
Sesamstraße parodiert "Game of Thrones"
Die Sesamstraße ist nicht nur dafür bekannt, Kinder das ABC beizubringen. Die Sendung parodiert auch immer wieder gern bekannte Filme und Serien. Nach "House of Cards" ist nun die Erfolgsserie "Game of Thrones" dran - als "Game of Chairs", also Spiel der Stühle. Es geht im Grunde um das bekannte Spiel Reise nach Jerusalem, das im Englischen Musical Chairs heißt.
SPD und Grüne in Hamburg sind sich einig
Vor sieben Wochen wurde in Hamburg eine neue Bürgerschaft gewählt. Nun haben sich Sozialdemokraten und Grüne auf eine Koalition geeinigt.
Die Unterhändler der Parteien wollen morgen um 11 Uhr den Koalitionsvertrag vorstellen.
Parteitage der beiden Parteien müssen dem Vertrag noch zustimmen.
Nato testet erstmals schnelle Eingreiftruppe
Im Zuge des Konflikts in der Ukraine und der Auseinandersetzungen mit Russland hat die Nato eine schnelle Eingreiftruppe ins Leben gerufen. Nun muss diese ihren ersten Test bestehen.
Ein Nato-Sprecher bestätigt, dass sich mehrere Verbände der Speerspitze des Militärbündnisses unter erheblichem Zeitdruck in ihren Kasernen abmarschbereit machen.
900 Bundeswehr-Soldaten sind an der Übung beteiligt. 750 davon stellt das Panzergrenadierbataillon 371 aus dem sächsischen Marienberg.
Schlagzeilen zum Feierabend
Gefährlicher Darmkeim auf Frühchenstation entdeckt
Vancomycin-resistene Enterokokken (VRE) nennen sich die Darmkeime, die auf der Kinder-Intensivstation eines Krankenhauses in Düsseldorf gefunden werden. Der Keim ist gegen bestimmte Antibiotika resistent. Seit Anfang März wurde der Keim bei 13 Frühgeborenen festgestellt, teilen Ärzte des Florence-Nightingale-Krankenhauses mit. Fünf Frühgeborene werden noch behandelt. Die Quelle des Keims ist noch nicht gefunden.
Wer George Clooney zu nahe kommt, muss zahlen
Mal einen Blick auf George Clooney und seine Frau Amal erhaschen? Das könnte teuer werden.
Nähert man sich der Villa des US-Schauspielers im norditalienischen Laglio zu Fuß oder mit dem Boot auf weniger als 100 Meter, kann man zur Kasse gebeten werden - mit bis zu 500 Euro.
"Wir haben diese Regelung bereits im dritten Jahr, vergangene Woche habe ich sie für dieses Jahr neu unterschrieben", sagt Bürgermeister Roberto Pozzi. Ausgenommen sind die 900 Einwohner der Kleinstadt.
Tatsache ist jedoch: Die Strafe wurde noch nicht einmal verhängt.
Rand Paul steigt ins US-Präsidentenrennen ein
Ted Cruz bekommt Konkurrenz - wie erwartet. Ein weiterer Republikaner eröffnet den Kampf um den Einzug ins Weiße Haus.
Senator Rand Paul erklärt seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2016. Zunächst geht es in den Vorwahlen um die Wahl des republikanischen Kandidaten.
Der 52 Jahre alte Augenarzt gilt - wie Cruz - als Vertreter des radikalen Tea-Party-Flügels der Republikaner.
Sein Vater kann Paul sicher gute Tipps geben: Ron Paul bewarb sich selbst mehrfach vergeblich um die Spitzenkandidatur der Republikaner.
Selke-Wechsel zu RB Leipzig sorgt für Verwunderung
Zweitligist RB Leipzig kauft ein. Darunter ist mit Davie Selke ein Spieler von Bundesligist Werder Bremen. Das sorgt für Verwunderung bei seinen Mannschaftskameraden.
"Ich würde nicht in die 2. Liga gehen. Wenn ich wechseln würde, dann nur zu einem größeren Klub", sagt Franco di Santo, der treffsicherste Werderaner in dieser Saison.
Auch andere Spieler seien davon überrascht, dass Selke in der kommenden Saison vermutlich unterklassig spielt, sagt di Santo.
Hier können Sie einen Text über die Mitbestimmung bei RB Leipzig lesen.
Greenpeace besetzt Ölplattform von Shell
Aus Proteste gegen die Ausbeutung von Rohstoffen in der Arktis besetzen Aktivisten von Greenpeace eine Ölplattform im Pazifik.
Am Montag gelangten sechs Aktivisten zu der Plattform "Polar Pioneer", die etwa 1500 Kilometer nordwestlich von Hawaii liegt.
"Wir haben es geschafft! Wir sind auf Shells Plattform. Und wir sind nicht allein", schrieben die Aktivisten auf Twitter.
Eine Shell-Sprecherin bestätigt die "illegale" Aktion. "Wir respektieren ihren Standpunkt und legen Wert auf Dialog", so die Sprecherin.
Nach Angaben der Umweltschutzorganisation könnte die "Polar Pioneer" bereits in drei Monaten im arktischen Ozean nach Öl bohren.
Hier erfahren Sie mehr zu der Aktion. Russland möchte übrigens im Kampf um die Rohstoffe der Arktis ein Wörtchen mitreden - und rüstet in der Region auf.
Gabriel nennt Debatte um Reparationen "dumm"
Die griechischen Forderungen nach Wiedergutmachung aus dem Zweiten Weltkrieg reißen nicht ab. Doch die Bundesregierung bleibt bei ihrer Meinung.
"Ich finde es ehrlich gesagt dumm", sagt Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel über die Vermischung der Finanzhilfen für Griechenland und Forderungen aus Athen nach deutschen Reparationszahlungen. Beide Dinge hätten nichts miteinander zu tun.
Gabriel schränkt aber ein, dass es eine moralische Verantwortung gebe. "Wir müssen verdammt viel Respekt davor haben, was die Menschen in Griechenland schultern."
Die Bundesregierung sieht Reparationsfragen durch den 2+4-Vertrag zur Einheit juristisch als erledigt an. Griechenland fordert dagegen 278,7 Milliarden Euro.
Auch unser aktueller Kommentar beschäftigt sich mit den Reparationsforderungen.
Explosionen erschüttern Charkiw
Guten Tag! Ich bin Markus Lippold und serviere Ihnen die aktuellen Nachrichten am Nachmittag. Es geht los in der Ukraine.
Weiterhin gelingt es den Kriegsparteien in der Ostukraine nicht, einen dauerhaften Waffenstillstand zu etablieren. Es kommt auch immer wieder zu Anschlägen.
Zwei Explosionen erschüttern die ostukrainische Stadt Charkiw, die an die Gebiete grenzt, die von Separatisten kontrolliert werden.
Die erste Bombe wird nach Behördenangaben an einem Fahnenmast gezündet, der zweite an einer Bahnstrecke.
Es gibt keine Verletzten. Jedoch stuft die Staatsanwaltschaft die Explosionen als Terroranschlag ein.
Französischer Senator tot aufgefunden
Eigentlich soll Jean Germain heute vor Gericht erscheinen. Hintergrund ist ein Verfahren wegen Unterschlagung gegen den französischen Senator und früheren Bürgermeister der Stadt Tours. Doch kurz vorher ist Germain tot in seiner Wohnung gefunden worden.
Frankreichs Premierminister Manuel Valls bestätigt den Tod des sozialistischen Politikers. Er habe "einen Freund" verloren, sagt Valls.
Noch am Morgen hatte Germains Anwalt berichtet, sein Mandant sei verschwunden und habe einen Abschiedsbrief hinterlassen. Darin soll der 67-Jährige von Ungerechtigkeit und Schande geschrieben haben, die für ihn unerträglich seien.
Germain hatte stets seine Unschuld in dem Gerichtsverfahren beteuert. Darin ging es um Einnahmen aus hochzeitsähnlichen Zeremonien für chinesische Touristen, für die zwischen 2007 und 2011 Besuche im Rathaus oder auf Loire-Schlössern organisiert wurden. Teil der Feierlichkeiten waren auch Fotos mit dem damaligen Bürgermeister Germain mit seiner Amtsschärpe.
Touristenpaar soll tote Mutter im Koffer versteckt haben
Es ist ein Fall, der für Aufsehen sorgt. Auf Bali ist ein Touristenpaar aus den USA verhaftet worden.
Der Vorwurf: Mord. Im Kofferraum eines Taxis ließen sie einen Koffer zurück. Darin befand sich die Leiche der Mutter der 21 Jahre alten, schwangeren Frau.
Die Mutter soll die Frau angegriffen und gedroht haben, das ungeborene Baby zu töten.
Die 62-Jährige soll mit einem Aschenbecher erschlagen worden sein.
Beide leugnen die Tat, nach der Mordanklage geht der Prozess nun weiter.
Linken-Chef: Deutschland soll Reparationen zahlen
Sie stehen beide weit links, die griechische Syriza und die deutsche, der Name sagt es, Linkspartei. Und nun springt der hiesige Parteichef den Freunden in Athen rhetorisch bei.
Linken-Chef Riexinger fordert die Bundesregierung auf, Griechenland Reparationen zu zahlen. Das begründet er wie die Griechen mit der Zwangsanleihe, die die Nazis während des Krieges von dem besetzten Staat erpressten.
Altkanzler Kohl habe die Rückzahlungen 1990 mit "faulen Tricks" verhindert. Er wirft der heutigen Bundesregierung "kollektive Geschichtsvergessenheit" vor, die er als "zutiefst beschämend" bezeichnete.
Tsipras: Flüchtlinge gleichmäßig verteilen
Monat für Monat kommen Hunderte Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa. Und wo landen sie? In Spanien, Italien und Griechenland - dort müssen sie dann auch einen Asylantrag stellen. Ministerpräsident Tsipras will das ändern.
Die Flüchtlinge sollten gleichmäßig auf alle EU-Länder verteilt werden, sagte er heute.
Sein Land werde immer mehr zum "Auffanglager" für Migranten, wie er nach einem Treffen mit EU-Innenkommissar Avramopoulos sagte.
Der will im Mai eine neue Strategie für die europäische Flüchtlingspolitik vorlegen.
"Snowden sollte sich auf Nacktfotos konzentrieren"
John Oliver ist Brite und Comedian in den USA - und klärt die Amis mit beißendem Witz, aber auch sehr fundiert über politische Sachverhalte auf. Nun ist er nach Russland gereist und hat dort Edward Snowden interviewt.
Die beiden reden über die kaum vorhandene Debatte über seine Enthüllungen in den USA - Oliver gibt Snowden den Tipp, den US-Amerikanern klarzumachen, dass die NSA auch Nacktfotos einsehen kann.
Dafür gibt Oliver eine Straßenumfrage in Auftrag, in der die Menschen damit konfrontiert werden - und prompt reagieren die Menschen empört.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Asylbewerber kommen später nach Tröglitz
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat angeordnet: Wir weichen keinen Schritt zurück. Das heißt, dass Tröglitz trotz des Brandanschlags auf sein neues Asylbewerberheim Flüchtlinge aufnehmen soll. Nur - wo sollen sie nun untergebracht werden?
Zunächst sollen zehn Menschen privat unterkommen.
Die anderen sollen später als geplant kommen - ursprünglich sollten sie im Mai ins Asylbewerberheim einziehen.
Griechenland und die Frage nach Reparationen
Nazi-Deutschland hat im Krieg Griechenland besetzt - daher wünscht die griechische Regierung nun Reparationen von der Bundesrepublik. Knapp 280 Milliarden Euro hat sie nun aufgerufen.
Viele Deutsche sind dagegen - auch unser Kommentator. Hier erklärt er, warum.
Hacker starten Cyber-Angriff auf Israel
In Israel im Internet zu surfen, macht zurzeit keinen Spaß. Dutzende Seiten funktionieren nicht. Dahinter steckt ein Cyberangriff von propalästinensischen Hackern - mit einem geschmacklosen Titel.
Eine Gruppe hatte Israel mit "elektronischem Holocaust" gedroht.
Sie will damit gegen die Situation der Palästinenser in den besetzten Gebieten protestieren. "Wir sehen nur eine fortwährende Aggression, Bombardements, Töten und Verschleppen von Palästinensern", heißt es in einer Botschaft.
Künstler stellen heimlich Snowden-Büste in New York auf
Edward Snowden - Held oder Verräter? "Held natürlich" dürften einige New Yorker Künstler sich gesagt haben. Sie haben dem Whistleblower nun im Wortsinn ein Denkmal gesetzt.
In einem Park in Brooklyn errichteten sie eine Snowden-Büste - diese packten sie auf ein anderes Denkmal obendrauf.
Die anonymen Künstler sagten dem Portal "animalnewyork", dass Snowden die Aktion wohl selbst nicht gutheißen würde, da er nicht wolle, dass über ihn geredet wird, sondern nur über seine Beweggründe.
Mittlerweile haben die Behörden die Statue verhüllt.
Facebook testet Verknüpfung mit WhatsApp
Nutzen Sie auch Facebook und WhatsApp auf Ihrem Smartphone? Beide Dienste könnten demnächst noch enger miteinander verzahnt werden, wie das Blog "Geek Time" berichtet.
Demnach hat ein Nutzer WhatsApp-Funktionen in seiner Facebook-App für Android gefunden.
Er konnte aus der App heraus Fotos per WhatsApp verschicken. In der deutschen Version gibt es die Funktion jedenfalls noch nicht.
Facebook hatte eigentlich betont, dass beide Apps unabhängig voneinander bleiben sollten.
Griechen stecken 500 Millionen Euro in Aufklärungsflieger
Au weia, das ist dann doch ein eher unglückliches Timing. Griechenland hat offiziell noch Geld bis zum 20. April, doch steckt der Verteidigungsminister nun massig Geld ins Militär.
Mit 500 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren mehrere Aufklärungsflieger modernisiert werden. Diese würden für Nato-Missionen benötigt, sagte Verteidigungsminister Kammenos. Das berichtet "ekathimerini.com".
Die griechische Opposition kritisierte den Vertrag mit dem US-Konzern Lockhead.
Auch ein Syriza-Abgeordneter äußerte Vorbehalte - über das Timing.
Mehr dazu lesen Sie hier.
"Schwarze Null" ist in Wahrheit schwarze 6,4
Schäuble hat die "Schwarze Null" angestrebt und das Ziel wurde erreicht. Nun ist klar, wie hoch der Haushaltsüberschuss wirklich war.
Die öffentlichen Haushalte haben im vergangenen Jahr 6,4 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Im Vorjahr gab es noch ein Defizit von 7,2 Milliarden Euro.
Der Grund: Steigende Steuereinnahmen dank guter Konjunktur und nur gering steigende Ausgaben des Staates.
Den Überschuss können sich also vor allem auch Unternehmer, Arbeiter und Angestellte auf die Fahnen schreiben - denn sie erwirtschaften letztlich das Geld, das in der Staatskasse landet.
Dänen zeigen Anzeichen von "Deutschland-Euphorie"
Die Deutschen waren lange Zeit bei ihren Nachbarn nicht sonderlich beliebt. Das galt auch für Dänemark. Doch diese Zeiten sind vorbei.
Laut einer repräsentativen Umfrage einer dänischen Nachrichtenagentur haben 70 Prozent der Dänen eine positive Meinung von ihren südlichen Nachbarn.
Nur 3 Prozent verbinden mit den Deutschen negative Gefühle.
29 Prozent gaben an, ihr Deutschlandbild habe sich in letzter Zeit verbessert.
Laut der Prorektorin der Uni Kopenhagen gebe es einen "grundlegenden Wandel von Deutschland-Phobie zu Deutschland-Euphorie".
Schlagzeilen am Morgen
B. B. King liegt im Krankenhaus
John Lennon sagte einmal, er würde gern so Gitarre spielen können wie B. B. King. Der Mann ist eine Legende, von Eric Clapton bis U2 haben viele Popgrößen dem Gitarristen die Ehre erwiesen. Nun müssen sie sich alle miteinander Sorgen machen.
Der 89-jährige Blues-Star liegt im Krankenhaus. Warum, ist unklar.
Bekannt ist aber, dass er seit 20 Jahren an Diabetes leidet.
Im Oktober war er während einer Tour erkrankt und musste den Rest seiner Konzerte absagen.
Chinesische Chemiefabrik explodiert
Noch in 50 Kilometern Entfernung ist die Erschütterung zu spüren, als in der chinesischen Stadt Zhangzhou eine Chemiefabrik explodiert.
Riesige Flammen schlagen aus dem Industriekomplex, 14 Menschen werden verletzt.
Mehr als 400 Feuerwehrleute sind im Einsatz - bis jetzt haben sie den Brand noch immer nicht unter Kontrolle.
In der Fabrik wird Paraxylol hergestellt, eine brennbare, krebserregende Flüssigkeit zur Herstellung von Polyester.
50.000 Rückenpatienten unnötig geröntgt
"Isch hab' Rücken" sagte einst Horst Schlämmer alias Hape Kerkeling. Da ist er nicht der einzige - Rückenschmerzen sind ein Volksleiden. Die Patienten werden viel zu häufig geröntgt, mahnen nun die Krankenkassen.
50.000 Rückenpatienten würden jedes Jahr unnötig geröntgt, ergab eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK).
Wissenschaftler seien sich jedoch einig, dass Ärzte damit sechs Wochen warten sollten. Denn innerhalb dieser Zeit verschwinden manche Rückenschmerzen einfach wieder.
Okay, die Krankenkassen kritisieren die Röntgenuntersuchungen vermutlich auch, weil sie diese bezahlen müssen. Mehr zum Thema in der ausführlichen Meldung. Wie die gesundheitlichen Risiken beim Röntgen sind, lesen Sie hier.
Pakistanische Rebellen überfallen iranische Grenzer
Alles blickt auf den sogenannten "Islamischen Staat" und mittlerweile auch auf den Jemen. Doch auch an der gemeinsamen Grenze des Irans zu Pakistan brodelt es.
Pakistanische Rebellen sind am Montagabend in das Nachbarland eingedrungen und haben acht Grenzsoldaten getötet.
Danach seien die "Terroristen", wie sie die iranische Regierung nennt, wieder nach Pakistan geflohen.
Im Grenzgebiet sind sunnitische Rebellengruppen aktiv. Zudem unterhält die sunnitische Minderheit in der Region ein schwieriges Verhältnis zur Zentralregierung in Teheran.
Polen baut Wachtürme an Grenze zu Russland
Seit mindestens zweihundert Jahren fürchten die Polen ihren großen Nachbarn im Osten - Russland. Nun sichert unser Nachbarland seine Grenze zu dem riesigen Land. Moment, Grenze? Zu Russland? Ja, zu Kaliningrad, alias Königsberg.
Polen baut mehrere Wachtürme, um die Grenze zur russischen Enklave zu sichern.
Das Projekt wird zu drei Vierteln von der EU gefördert - da es sich offiziell um die Sicherung der EU-Außengrenzen handelt.
Mehr dazu im ausführlichen Artikel.
Deutlich mehr Tote im Jemen als angenommen
Gestern hat es heftige Kämpfe im Jemen gegeben - und gestern haben wir auch darüber berichtet. Allerdings sind deutlich mehr Menschen getötet worden als bislang gedacht.
So starben bei den Kämpfen 140 Menschen, darunter auch 17 Zivilisten. Zunächst war man von 100 Opfern ausgegangen.
Heftige Gefechte, vor allem in und um Aden, waren die Ursache.
Immerhin hat es das Rote Kreuz geschafft, mit einem Hilfskonvoi nach Aden vorzudringen.
Obama bügelt Netanjahu ab
Obama findet ihn gut, Netanjahu eher nicht so: den Atom-Deal mit dem Iran. Doch wie der israelische Ministerpräsident das Abkommen kritisiert, gefällt dem mächtigsten Mann der Welt so gar nicht. Offenbar herrscht richtig dicke Luft zwischen den beiden.
Netanjahu hatte gesagt, dass Iran auch das Existenzrecht Israels anerkennen müsse - nur dann dürfe es einen Deal geben.
Das lehnte Obama nun öffentlich ab. Das sei eine "fundamentale Fehleinschätzung", sagte er im US-Radio NPR. Das bedeute, dass man keinen Vertrag unterzeichne, solange sich das iranische Regime nicht vollständig ändere. Genau das sei aber nicht der Fall. Gerade deswegen wolle man ja verhindern, dass Iran Atomwaffen bauen kann.
Mehr dazu im ausführlichen Artikel.
Karambolage auf der A45 bei Gießen
Schwerer Unfall auf der A45: Bei Gießen stirbt ein 25-jähriger Mann, 14 Menschen werden verletzt. Was ist passiert?
Bei einer Karambolage fahren elf Autos aufeinander auf.
Auslöser war ein kleinerer Unfall mit zwei leicht Verletzten. Ein Stau bildete sich, woraufhin es zu dem Auffahrunfall kam.
Die Autobahn war in Richtung Hanau für mehrere Stunden voll gesperrt.
Das wird heute wichtig
Über die Autorin
Frohen Dienstag wünsche ich! Ja, Dienstag ist heute, nicht vergessen! Obwohl heute die Woche erst so richtig anfängt, ist nicht Montag. Ich sag's nur, ich verwechsle so etwas gerne mal. Wie dem auch sei, das wird heute wichtig:
Morgen reist der griechische Ministerpräsident nach Russland - was zu erwarten ist, wenn Tsipras und Putin zusammentreffen, berichten wir schon heute.
Im Jemen kämpfen die Saudis weiter gegen die Huthis.
Wir beschäftigen uns heute wieder mit dem Brandanschlag von Tröglitz - nun ist die Frage, wo die Flüchtlinge untergebracht werden.
Samsung stellt heute seine Quartalszahlen vor - wir sind gespannt, wie sich das Smartphone-Geschäft macht.
Heute Abend ist DFB-Pokal. Wolfsburg empfängt Freiburg, Dortmund die TSG Hoffenheim.
Ich heiße Volker Petersen und wünsche Ihnen einen guten Morgen! Noch etwas in eigener Sache: "Der Tag" startet jetzt immer schon um 6 Uhr. Und falls es Ihnen gerade schwer fällt, aufzustehen, vergessen Sie nicht: In vier Tagen ist Wochenende.
Schlagzeilen aus der Nacht