Das war Mittwoch, der 5. September 2018
Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben: "Bachelorette" Nadine Klein hat sich für Alexander "Alex" Hindersmann entschieden. Ihre letzte Rose gab die 32-Jährige dem 29-Jährigen, der als Fitnesstrainer und Barkeeper arbeitet. Damit entschied sich die Wahl-Berlinerin gegen "Mr. Schwaben" Daniel Lott aus dem baden-württembergischen Bad Saulgau. Wenn Sie noch mehr wissen wollen, klicken Sie einfach hier.
Heute gab es auch ein paar andere wichtige Nachrichten. Zum Beispiel diese hier. Das sind die meistgelesenen Artikel des Tages:
Nur Stunden nach Abschieds-Post: BBC-Radiofrau Rachael Bland ist tot
Trump telefoniert mit Woodward: "Ich hielt Sie immer für fair"
Nowitschok-Anschlag auf Skripal: Polizei sucht zwei Russen per Haftbefehl
Mutmaßlicher Hartz-IV-Betrug: Behörden beschlagnahmen Luxus-Wagen
Wirecards sagenhafter Aufstieg: Vom Porno-Bezahldienst zum Dax-Konzern Von Max Borowski
Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!
Trump: Habe nicht über Tötung von Assad gesprochen
US-Präsident Donald Trump hat eigenen Aussagen zufolge nicht über die Tötung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad gesprochen. "Das ist noch nicht einmal erwogen worden", sagte Trump vor Journalisten.
Damit wies er Darstellungen aus einem neuen Buch des Enthüllungs-Reporter Bob Woodward zurück. Woodward berichtet nach vorab erschienenen Auszügen, Trump habe Verteidigungsminister James Mattis damals angerufen und gesagt: "Lass ihn uns verdammt nochmal töten." Mattis habe dies allerdings ignoriert.
Das Buch "Angst: Trump im Weißen Haus" bezeichnete der Präsident als "Fiktion".
Netflix verrät Kevin Spaceys Serien-Schicksal
Der neue und finale Teaser zur abschließenden "House of Cards"-Staffel lässt wenig Raum für Spekulationen in Hinblick auf das Schicksal von Frank Underwood alias Kevin Spacey. Achtung, Spoiler: Seine Gattin und Neu-Präsidentin Claire Underwood (Robin Wright) unterhält sich darin mit seinem Grabstein!
Sie steht im Teaser vor dem vermeintlichen Grab ihres Ehemanns und scheint noch nicht einmal einen Anflug von Trauer zu empfinden - im Gegenteil. In Richtung des Grabsteins giftet sie: "Ich sage dir eins, Francis. Wenn sie mich beerdigen, dann wird es nicht in meinem Hinterhof sein. Und wenn sie mir die letzte Ehre erweisen, müssen sie Schlange stehen." Damit spielt sie an, dass niemand um den verstorbenen Ex-Präsidenten zu trauern scheint, geschweige denn zu seiner Beerdigung gekommen ist.
Nachdem mehrere Männer Hauptdarsteller Kevin Spacey vorgeworfen haben, sie massiv sexuell bedrängt zu haben, machte "House of Cards"-Anbieter Netflix kurzen Prozess und schmiss ihn nach fünf Staffeln aus der Serie.
Tausende protestieren gegen rechte Demo in Hamburg
Nach monatelanger Unterbrechung soll es in Hamburg wieder regelmäßige Kundgebungen eines "Merkel muss weg"-Bündnisses geben. Zum Auftakt sind nur 125 Anhänger dem Aufruf der laut Verfassungsschutz rechtsextremen Organisatoren gefolgt. Der Gegenprotest ist ungleich größer.
Rund 10.000 Menschen demonstrieren in der Hansestadt gegen Fremdenhass und rechte Hetze.
Die Gegendemonstranten zogen in zwei getrennten Aufzügen durch die Innenstadt in Richtung Gänsemarkt, wo sich laut Polizei etwa 125 Menschen zur "Merkel muss weg"-Kundgebung einfinden. Unter den Teilnehmern ist auch die Nummer zwei der fremdenfeindlichen Pegida aus Dresden, Siegried Daebritz.
Die Polizei hatte den Kundgebungsort mit Gittern abgeriegelt, auch Wasserwerfer und die Reiterstaffel stehen bereit. Zu Zwischenfällen kam es zunächst nicht.
Maas in Ankara: Türkei will keine Bedingungen akzeptieren
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu will keine Bedingungen für eine Normalisierung der deutsch-türkischen Beziehungen akzeptieren.
"Bei der Normalisierung kann es keine Bedingungen und auch kein Feilschen geben", sagte er nach einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas in Ankara.
Maas hatte vor seiner Antrittsreise deutlich gemacht, dass er die Freilassung von sieben in der Türkei aus politischen Gründen inhaftierten deutschen Staatsbürgern als Grundvoraussetzung für eine Normalisierung der deutsch-türkischen Beziehungen sieht.
Bei der Pressekonferenz mit Cavusoglu wich Maas der Frage aus, ob es sich bei der Freilassung um eine Voraussetzung für die Normalisierung handele. Er sagte lediglich, dass er mit Cavusoglu über die Fälle gesprochen habe.
Paraguay verlegt Botschaft zurück nach Tel Aviv
Nur dreieinhalb Monate nach dem Umzug der Botschaft nach Jerusalem verlegt Paraguay seine diplomatische Vertretung in Israel überraschend wieder zurück nach Tel Aviv.
"Der paraguayischen Regierung erscheint es angemessen, den Sitz der Botschaft wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückzuverlegen", teilte das Außenministerium des südamerikanischen Landes mit.
Der israelische Regierungschef und Außenminister Benjamin Netanjahu ordnete als Reaktion eine Schließung der israelischen Botschaft in Paraguay an, teilte sein Sprecher mit.
Erst im Mai hatte Paraguay seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt. Mittlerweile hat Paraguay mit Mario Abdo Benítez einen neuen Präsidenten.
Die Videos des Tages
Dutzende Tote bei Anschlag auf Wrestling-Club in Kabul
In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei zwei Anschlägen mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Zunächst sprengte sich ein Attentäter in einem Wrestling-Club im Westen Kabuls in die Luft.
Kurze Zeit später war an derselben Stelle eine weitere Explosion zu hören. Sie zielte offenbar auf die Rettungsdienste und Journalisten, die zum Ort des Geschehens geeilt waren.
70 Personen wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
Der Ringer-Verein befindet sich im Bezirk Dascht-e-Barchi, in dem zahlreiche Angehörige der schiitischen Minderheit der Hasara leben. Sie werden immer wieder Opfer der extremistischen IS-Miliz.
Mann von einstürzendem Bushäuschen erschlagen
Schreckliches Unglück im hessischen Bad Schwalbach: Dort ist ein Mann von einem einstürzenden Bushaltestellenhäuschen erschlagen worden. Eine 45-jährige Frau wurde bei dem Unfall zudem schwer verletzt.
Der Mann und die Frau hielten sich in dem Wartehäuschen auf, als ein Lastwagenfahrer versuchte, seinen Sattelauflieger ohne Einweisung zu wenden.
Dabei stieß er gegen das Häuschen aus Beton, das in sich zusammenfiel und beide Menschen unter sich begrub. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.
Hubschrauber stürzt auf Fabrikhalle in Tschechien
Bei einem Hubschrauberabsturz in Tschechien sind vier Menschen ums Leben gekommen. Der Helikopter stürzte auf eine Fabrikhalle in einem Gewerbegebiet im westböhmischen Pilsen, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen CT berichtete.
Die Maschine sei in der Dachkonstruktion hängen geblieben. Die sofort eingeleiteten Wiederbelebungsversuche an den schwer verletzten Insassen seien erfolglos geblieben.
In der Halle kam nach Angaben des örtlichen Rettungsdienstes niemand zu Schaden.
Nach Augenzeugenberichten war der Hubschrauber zunächst langsam über das Gewerbegelände im Stadtteil Nova Hospoda geflogen, dann plötzlich ins Trudeln gekommen und auf die Halle einer Galvanisierungsfirma gestürzt. Es habe sich um einen Hubschrauber der US-Marke Robinson gehandelt.
Frankfurt sagt Yoga-Kursen in Parks den Kampf an
Yoga- und Fitness-Kurse in öffentlichen Parks sind in vielen Städten völlig normal - nur nicht in Frankfurt. Die Stadt fürchtet, dass solche Sportveranstaltungen zu Lasten der Allgemeinheit gehen und hat ihnen den Kampf angesagt.
Die Stadt will gegen Geschäftsleute vorgehen, die in öffentlichen Parks gegen Bezahlung ihre Sportkurse anbieten. Sie reagiert damit unter anderem auf Beschwerden von Anwohnern, die sich durch den entstehenden Lärm und den Müll belästigt fühlen.
Wie das zuständige Grünflächenamt mitteilte, seien bereits vier Anbieter angeschrieben worden. "Wir wollen den Frankfurtern nicht ihren Sport vermiesen, aber die kommerzielle Nutzung des öffentlichen Raums ist nicht gewollt", begründete Behördenleiter Stephan Heldmann das Vorgehen. Die Nutzung der Parks sei der Allgemeinheit vorbehalten - nicht Geschäftsleuten, die damit Geld verdienen.
Die Grünflächensatzung der Stadt verbietet es, in den öffentlichen Grünanlagen "Waren oder Dienstleistungen jeglicher Art anzubieten".
SPD-Vize Stegner: Kretschmer ist nicht mehr zu helfen
SPD-Vize Ralf Stegner hat Sachsens CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer für dessen Aussage kritisiert, es habe bei den Ausschreitungen und Protesten in Chemnitz keinen Mob und keine Hetzjagd gegeben.
"Die CDU zwinkert nach rechts - und wer das wie Herr Kretschmer nun macht, der hat sie nicht mehr alle", sagte Stegner der "Bild"-Zeitung. "Die sächsische CDU hat offenbar noch immer nicht begriffen, dass es nichts bringt, nach rechts zu schielen. Wenn Herr Kretschmer das immer noch nicht verstanden hat, dann ist ihm wirklich nicht mehr zu helfen."
Kretschmer hatte heute gesagt, das Geschehen in Chemnitz müsse richtig beschrieben werden. "Klar ist: Es gab keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome", sagte er.
Damit widersprach er auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die selbst von Hetzjagden gesprochen und diese verurteilt hatte.
Frankfurt am Main muss Dieselverbot einführen
Die Stadt Frankfurt muss ein Dieselfahrverbot für sauberere Luft einführen. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden entschieden. Die Deutsche Umwelthilfe hatte geklagt, weil in Hessens größter Stadt die Grenzwerte für Schadstoffe überschritten werden.
Auto transportiert halbe Tonne Sprengstoff ohne Sicherung
Die Polizei im baden-württembergischen Pforzheim hat einen Kleinlaster mit einer halben Tonne Sprengstoff ohne genügende Ladungssicherung aus dem Verkehr gezogen.
Der Gefahrguttransport war bei einer Kontrolle weder mit einer Warntafel noch mit einem Gefahrzettel gekennzeichnet gewesen. Auch über die Ladungssicherung habe sich der 49-jährige Fahrer "offenbar wenig Gedanken gemacht", teilt die Polizei mit. Auf die Sicherung nach vorn sei "nahezu komplett verzichtet" worden.
Der Fahrer habe damit "deutlich" gegen die Vorschriften verstoßen, erklärte die Polizei. Demnach hätte der Mann höchstens 50 Kilogramm des Sprengstoffs transportieren dürfen.
Weiterfahren durfte der Mann nicht. Zudem muss er mit einer Anzeige rechnen.
Schlagzeilen zum Feierabend
Sky trennt sich nach Sexskandal von Asia Argento
Schauspielerin Asia Argento, eine der ersten #MeToo-Anklägerinnen, die Harvey Weinstein der Vergewaltigung beschuldigt hat, steht seit Wochen selber unter Beschuss: Ihr wird vorgeworfen, einen damals minderjährigen Schauspieler missbraucht zu haben. Jetzt bekommt Argento Konsequenzen des Skandals zu spüren.
Die 42-Jährige wird in den Live-Sendungen der Castingshow "X Factor Italia" nicht mehr Teil der Jury sein. In Übereinstimmung mit Argento habe man entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden, bestätigte der Fernsehsender Sky Italia.
Sky habe sich zu dem Schritt entschlossen, um die Teilnehmer "vor einem Ereignis zu schützen, das (...) die Aufmerksamkeit auf den wahren Schwerpunkt von X Factor - Musik und Talent - stören würde". Wer Argento ersetzen soll, hat der Sender noch nicht bekanntgegeben.
Rollstuhlfahrer von Bahn erfasst und getötet
In Köln ist ein Rollstuhlfahrer von einer Stadtbahn erfasst und tödlich verletzt worden.
Nach Zeugenaussagen soll der 60-jährige Rollstuhlfahrer in der Nacht bei Rot auf die Gleise gefahren sein, wie die Kölner Polizei mitteilte.
Der Mann wurde daraufhin von einer einfahrenden Bahn auf den Schienen erfasst.
Der Rettungsdienst brachte den Bahnfahrer mit einem Schock in eine Klinik.
CSU fordert Schließung der Mittelmeerroute
Die CSU im Bundestag fordert die Schließung der Mittelmeerroute für Migranten und Flüchtlinge.
"Um zu verhindern, dass sich die Situation des Jahres 2015 wiederholt, müssen wir jetzt den nächsten Schritt gehen und auch die Mittelmeerroute schließen", heißt es in dem Entwurf für die zweitägige Klausurtagung der CSU-Landesgruppe, die heute in Neuhardenberg begann. Hintergrund ist, dass die meisten Migranten und Flüchtlinge derzeit über Nordafrika und das Mittelmeer in die EU kommen.
Trump will neuen Gosling-Film nicht sehen
US-Präsident Donald Trump will das Filmdrama "First Man" um die Mondlandung im Jahr 1969 nicht sehen. Der Grund: Die amerikanische Flagge kommt darin nicht prominent zur Geltung.
"Es ist bedauerlich. Es scheint fast, als sei ihnen peinlich, dass es eine amerikanische Errungenschaft ist. Das ist schrecklich", sagte Trump dem "Daily Caller". "Deshalb würde ich den Film nicht sehen wollen."
In dem Film von Damien Chazelle sind die Astronauten Neil Armstrong (Ryan Gosling) und Buzz Aldrin (Corey Stoll) zu sehen, wie sie 1969 auf dem Mond landen und erfolgreich zur Erde zurückkehren. Gezeigt wird aber nicht, wie sie die US-Flagge ausbreiten und auf der Mondoberfläche befestigen.
Gosling und weitere Macher des Films hatten erklärt, die Mondlandung sei eher eine menschliche Errungenschaft als eine amerikanische. Auch der 2012 verstorbene Armstrong habe sich nicht als "amerikanischer Held" verstanden.
Polizei beschlagnahmt Drogen-Schokolade
In einem sogenannten Headshop ist die Polizei in Berlin auf einen bemerkenswerten Vorrat an drogenhaltiger Schokolade gestoßen.
In dem Geschäft wurden Schokoriegel in der Geschmacksrichtung "Psilocybin-Pilz" verkauft, wie die Beamten mitteilten. Sie hatten demnach einen Tipp bekommen, dass in dem Geschäft mit Drogen gehandelt werde, und durchsuchten den von einem 22-Jährigen geführten Laden sowie dessen Wohnung.
Der junge Mann wurde festgenommen. Seine beiden minderjährigen Brüder werden verdächtigt, ihm beim Drogenhandel geholfen zu haben.
Psilocybinhaltige Pilze sind auch als Zauberpilze oder halluzinogene Pilze bekannt und enthalten psychedelische Wirkstoffe.
Schichtwechsel
Über den Autor
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser. Mein Kollege Volker Petersen hat sich in den Feierabend verabschiedet, ich übernehme bis zum späten Abend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag! n]
Fall Skripal: May beschuldigt russischen Militärgeheimdienst
Die britische Premierministerin Theresa May hat den russischen Militärgeheimdienst für den Nervengiftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter verantwortlich gemacht.
Die beiden mit Haftbefehl gesuchten Verdächtigen in dem Fall seien Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU und hätten höchstwahrscheinlich im Auftrag der russischen Regierung gehandelt, sagte May im britischen Parlament.
Fledermausforscher lösen Polizeieinsatz aus
Weil ihre Taschenlampen verdächtig leuchteten, haben Fledermausforscher einen Polizeieinsatz ausgelöst. In Inzlingen in Baden-Württemberg sahen Anwohner die Lichter zweier Biologen auf einem Hügel hinter einer Häuserreihe. Sie vermuteten Einbrecher und riefen die Polizei. Die Beamten fanden bald darauf die beiden Männer, deren Aktivitäten allerdings "völlig harmlos und strafrechtlich irrelevant" gewesen seien, wie es in der Polizeimeldung hieß. Die Mitarbeiter eines Instituts hätten dort Netze gespannt, um Fledermäuse einzufangen und zu untersuchen.
Baubranche boomt weiter
Der Bauboom in Deutschland hat sich nochmals verstärkt. Die Branche erhöhte ihre Jahresprognose nun auf ein Umsatzwachstum von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - ein Prozentpunkt mehr als bisher.
"Es liegt vor allem am Wohnungsbau, der nach wie vor zieht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa.
Gut zwei Drittel des Wachstums, etwa 4 Prozentpunkte der 5,5 Prozent, kämen jedoch durch die Weitergabe höherer Material- und Lohnkosten an die Endkunden zustande.
Das Baugewerbe erwartet, dass in diesem Jahr etwa 300.000 Wohnungen fertiggestellt werden, davon 138.000 in Mehrfamilienhäusern, und im nächsten Jahr 315.000. Damit werde das im Koalitionsvertrag formulierte Ziel von 375.000 neuen Wohnungen jährlich nicht erreicht. Das sei unter den derzeitigen Bedingungen auch nicht möglich, sagte Pakleppa.
Freddie Mercury wäre 72 geworden
Er war einer der größten Rocksänger aller Zeiten, schrieb Hits wie "Bohemian Rhapsody" und "We are the Champions": Freddie Mercury. Heute wäre der Queen-Sänger 72 Jahre alt geworden, der am 24. November 1991 einer Aids-Erkrankung erlag.
Und an dieser Stelle waren Geburts- und Todestag verwechselt worden. Peinlich, Entschuldigung.
Zugspitze wieder höchster Punkt Deutschlands
Weil ein Kran auf dem Gipfel der Zugspitze stand, war das dortige Gipfelkreuz eine Zeitlang nicht der höchste Punkt Deutschlands. Doch seit heute ist es damit vorbei. Der Kran wird abtransportiert.
"Die Zugspitze ist jetzt endlich wieder Deutschlands höchster Punkt, der Kran hat ja das Gipfelkreuz um dreizehn Meter überragt. Da freuen wir uns natürlich sehr darüber", sagte eine Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn.
Ursprünglich war die Demontage für Dienstag geplant gewesen. Starker Nebel hatte das jedoch verhindert. Ein russischer Schwerlast-Hubschrauber vom Typ Kamov fliegt die Einzelteile des Krans ins Tal, wo sie in den nächsten Tagen über einen Forstweg abtransportiert werden sollen.
Zugaufprall lässt Auto durch die Luft fliegen
In der Nähe von Heide stößt ein Zug mit einem Auto am Bahnübergang Futterdamm zusammen. Der Pkw wird durch die Luft geschleudert und überschlägt sich mehrfach, wie die Polizei mitteilt. Der Fahrer des Autos wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zeugen hatten den Unfall am Dienstagabend beobachtet und den Notruf gewählt. Danach wurde die Bahnstrecke vier Stunden lang gesperrt. Die Unfallursache? Noch unklar.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Kleintransporter überschlägt sich an Autobahnauffahrt
Es passierte an der Anschlussstelle Langenselbold-West der A45: Ein Kleintransporter überschlägt sich.
Wie ein Polizeisprecher mitteilt, war auch ein Pkw an dem Unfall beteiligt. Die Unfallursache ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen wurde eine Person verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Der Unfall hatte sich gegen 7.45 Uhr an der Auffahrt im Main-Kinzig-Kreis ereignet. Gegen 9.45 Uhr waren die Räumungsarbeiten beendet und die Sperrung aufgehoben. Beide Autos wurden abgeschleppt. Autofahrer hatten zwischenzeitlich eine andere Auffahrt benutzen müssen; es kam zu Verzögerungen.
Fahranfänger zerlegt gerade gekauften Wagen
Ein Fahranfänger in Schwaben hat sein erst zwei Stunden zuvor gekauftes Auto zu Schrott gefahren.
Wie die Polizei mitteilt, stellte der 18-Jährige in Friedberg bei Augsburg gestern die Assistenzsysteme seines Sportwagens ab. Dies war offensichtlich ein Fehler, weil der junge Mann den Boliden ohne die Technik nicht beherrschte.
Beim Beschleunigen kam er von der Fahrbahn ab, schleuderte durch einen Zaun und landete auf einem Industriegelände. Der 20.000 Euro teure Wagen sei nun ein Fall für den Schrottplatz, sagte Polizeisprecher Alexander Wagenpfeil. Der 18-Jährige und seine beiden Mitfahrer blieben unverletzt.
Mietpreisbremse wird einen Tick schärfer
Die Mietpreisbremse hat bisher nicht allzu viel gebracht - doch das soll sich ändern. Das Kabinett hat nun einer Verschärfung zugestimmt. Die Änderungen betreffen vor allem die Auskunftspflichten des Vermieters. Dieser muss dem Mieter künftig schon "bei Begründung des Mietverhältnisses" und damit vor Vertragsabschluss mitteilen, ob er sich auf eine Ausnahme bei der Mietpreisbremse beruft. Eine Ausnahme ist etwa, wenn schon der Vormieter mehr als ortsüblich gezahlt hat. Auch kann die Miete nach einer umfassenden Modernisierung über die Grenze hinaus angehoben werden.
Smartphone macht langsam Fernsehen Konkurrenz
Mit nichts beschäftigen sich die Deutschen so gern wie mit ihrem Smartphone und dem Internet - das ist ein Ergebnis des neuen Freizeit-Monitors, einer Studie, die nun in Berlin vorgestellt wurde.
Auf der Strecke bleiben dagegen immer häufiger echte Sozialkontakte wie Besuche bei den Großeltern oder Treffen mit Freunden. Auch der Freizeitstress habe zugenommen. Denn je mehr Optionen es gebe, desto häufiger würden sie auch nachgefragt, sagte Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Untersuchung.
Glücklich seien viele Bundesbürger mit dieser Rastlosigkeit allerdings nicht. Viele wünschten sich mehr Ruhe sowie mehr Zeit für sich selbst und andere. Für die aktuelle Studie ließ die Stiftung für Zukunftsfragen im Juli rund 2000 Bundesbürger ab 14 Jahren danach befragen, wie sie ihre Freizeit verbringen.
Den Monitor gibt es seit 1993. Seit mehr als 20 Jahren führt das Fernsehen die Hitliste an, die meisten Zuwächse gibt es heute aber bei den neuen Medien. Hinter der Stiftung für Zukunftsfragen steht das Tabakunternehmen British American Tobacco.
Spix-Ara in freier Wildbahn ausgestorben
Mindestens acht Vogelarten sind in den vergangenen Jahren höchstwahrscheinlich oder mit Sicherheit ausgestorben. Das hat eine Studie der internationalen Organisation Birdlife International ergeben. Damit seien weltweit etwa 187 Vogelarten seit dem Jahr 1500 verschwunden.
Ursachen des rapiden Schwunds sind unter anderem das Einschleppen fremder Arten und die Jagd sowie die Abholzung von Wäldern, wie die Organisation im britischen Cambridge mitteilte. Fünf der acht in jüngster Zeit betroffenen Vogelarten stammten aus Südamerika.
Dazu zählt auch der Spix-Ara (Cyanopsitta spixii), der nur in Brasilien vorkam. Diese Art ist auch durch den US-Animationsfilm "Rio" bekannt geworden, in dem es um die letzten Vögel dieser Spezies geht.
Einige der Exemplare, die ein blaues Gefieder haben, leben heute noch in Gefangenschaft. Der wohl letzte Vogel dieser Art in der Wildnis wurde der Organisation zufolge Ende 2000 gesichtet.
Zahl der Kinder in geschlossenen Heimen verdoppelt
Immer mehr Kinder und Jugendliche leben in geschlossenen Heimen. In den vergangenen zehn Jahren habe sich ihre Zahl mehr als verdoppelt, berichtet die "Passauer Neue Presse". 2006 seien es noch gut 6000 gewesen, mittlerweile aber deutlich mehr als 15.000, heißt es dort. Quelle ist die Antwort des Familienministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag.
Linken-Experte Norbert Müller übte Kritik. Die stark gestiegenen Zahlen seien Folge des "Sparzwangs" in der Kinder- und Jugendhilfe, sagte er der Zeitung. Weil das Geld für frühzeitige Unterstützung fehle, stehe am Ende oft "Wegfangen und Einsperren".
Gerichte können Minderjährige in geschlossene Heime einweisen, wenn erhebliche Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt.
Schlagzeilen am Morgen
Söder wischt schlechte Umfragen beiseite
Fünfeinhalb Wochen vor der Landtagswahl gibt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nicht viel auf aktuell magere Umfrageergebnisse für seine Partei. Er wundere sich über die Demoskopiegläubigkeit in Deutschland, sagte Söder in der ARD.
Bei den Landtagswahlen und der Bundestagswahl 2017 hätten die Bürger komplett anders entschieden, als Umfragen vorausgesagt hätten. "Warten wir es einmal ab", sagte Söder, dessen Partei in aktuellen Befragungen weit von der angestrebten absoluten Mehrheit entfernt ist.
Weit über 50 Prozent der Wähler in Bayern hätten sich noch nicht entschieden, sagte der CSU-Politiker weiter.
Polizei rückt im Hambacher Forst vor
Die Lage im Hambacher Forst wird ernst: Die Polizei geht dort nun gegen die Gegner des Braunkohletagebaus in der rheinischen Region vor.
Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz. Das Energieunternehmen RWE Power will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen, was mit Beginn der Rodungssaison ab 1. Oktober möglich wäre.
Gegen die Abholzung gibt es seit Langem heftige Proteste von Waldbesetzern. Darüber hinaus fordert ein breites Bündnis von Natur- und Klimaschützern einen Rodungsstopp, solange die bundesweite Kohle-Kommission in Berlin über einen Kohle-Ausstieg miteinander im Gespräch ist.
Tropensturm "Gordon" jagt über US-Südstaaten
In mehreren US-Bundesstaaten wird es ungemütlich. Der Tropensturm "Gordon" hat die Südküste des Landes erreicht und für Überschwemmungen und Stromausfälle gesorgt. In Florida starb auch ein Kind, das von einem Baum erschlagen wurde. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums traf "Gordon" kurz nach 22 Uhr im Grenzgebiet der Bundesstaaten Alabama und Mississippi in der Nähe der Stadt Biloxi auf Land.
So will Löw die DFB-Elf auf Kurs bringen
Anke Engelke gehörte "nicht zu den Coolen"
Die in der Raucherecke, die mit den Mofas, das waren auf Anke Engelkes Schule "die Coolen" - doch sie habe nie dazu gehört, erzählte die Schauspielerin und Moderatorin nun der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Die Coolen waren ja vermutlich die in der Raucherecke, die mit Mofa und die, die ihre Eltern mit Vornamen genannt haben. Das habe ich alles nicht gemacht. Ich war relativ uncool." Sie sei gern zur Schule gegangen.
Dreharbeiten für besonders irren Münster-"Tatort"
Gucken Sie gern den Münster-"Tatort"? Die meisten werden dies nun bejahen, denn die TV-Ermittler Börne und Thiel haben immer die besten Einschaltquoten der Reihe. Das dürfte an der leichten Abgedrehtheit vieler Folgen liegen - nun aber, meldet der WDR, sei ein besonders irrer Fall in Arbeit. Der beginnt demnach damit, dass eine Tote gefunden wird, die der Staatsanwältin Klemm zum Verwechseln ähnlich sieht. Wenig später landet die Leiche einer kleinwüchsigen blonden Frau auf Boernes Seziertisch. Sie wurde erdrosselt - mit dem Schal, den Boernes Kollegin Silke "Alberich" Haller schon länger vermisst. Thiel und Boerne befürchten, dahinter könnte ein Serienmörder stecken, der es womöglich auch auf sie abgesehen hat. Huuuuu! Der Fall soll nächstes Jahr laufen.
Merkel will Kündigungsschutz für Brexit-Banker lockern
Wenn Großbritannien die EU verlässt, bringt das viele Banken in die Bredouille - denn London ist Finanzplatz Nr. 1 in Europa, was aber auch daran liegt, dass bislang der Zugang zum EU-Markt gegeben war. Einige Geldhäuser werden wohl Teile ihres Geschäftes auf den Kontinent verlegen. Und da kommt Frankfurt ins Spiel. Manche in der deutschen Bankenstadt hoffen darauf, dass Banker aus London dort hinziehen. Um diese anzulocken, hat Kanzlerin Merkel gestern Abend angekündigt, für solche Leute den Kündigungsschutz zu lockern. Denn der schreckt die Arbeitgeber noch ab. Die neue Regelung soll ab einem Jahreseinkommen von 234.000 Euro liegen. "Dem werden wir entsprechen. An dieser Regelung wird auch bereits gearbeitet", sagte Merkel gestern Abend in Frankfurt.
Das wird heute wichtig
An einem wolkenverhangenen und kühlen Morgen begrüße ich Sie zum Start in den Tag. Diese Themen stehen heute an:
Außenminister Maas ist zu seinem Antrittsbesuch in der Türkei. Das Verhältnis zu Deutschland hat sich zuletzt wieder etwas gebessert, da sich Ankara, wegen des Streits mit den USA, Europa und den Deutschen wieder stärker zuwendet.
Die CSU beginnt eine Sommerklausur, die bis morgen dauern soll. Dafür trifft man sich in Neuhardenberg bei Berlin und hat unter anderem ein Gespräch mit US-Botschafter Richard Grenell geplant. Auch die FDP und die Grünen sind in Klausur.
Das Verwaltungsgericht Wiesbaden verhandelt über ein mögliches Dieselfahrverbot in Frankfurt.
Das Baugewerbe gibt eine Pressekonferenz - es soll um Baukonjunktur, Wohnungsbaupolitik und Fachkräftesicherung gehen.
Im Prozess um das "Horrorhaus" von Höxter sollen die Plädoyers gehalten werden.
Ich heiße Volker Petersen und wünsche einen guten Morgen. Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de. Auf geht's!
Heute ist der schönste Tag der Woche
Deutschlandweit betrachtet hat der sonnigste Tag der Wetterwoche begonnen. Zu Beginn wabern zwar zum Teil noch Dunst- und Nebelfelder. Später wird es aber verbreitet schön. Oftmals erwarten uns zwischen 7 und 11 Sonnenstunden. Einzig im äußersten Westen sowie vom Schwarzwald bis rüber an die Alpen bilden sich später Schauer und einzelne Gewitter.
Die Temperaturen: morgens geht es bereits lauwarm los mit Frühwerten zwischen 10 und 17 Grad. Tagsüber bringen die Spitzenwerte meistens auf 22 bis 26 Grad. Noch wärmer ist es am Rhein und seinen Nebenflüssen bei 26 bis 29 Grad; mit den höchsten Temperaturen im Rhein-Main-Gebiet.
Die weiteren Aussichten: am Donnerstag von Westen her teils kräftige Regengüsse mit Blitz und Donner. Lediglich im Osten bleibt es noch lange sonnig und spätsommerlich bei bis zu 28 Grad. Dahinter maximal 20 bis 24 Grad. Freitag generell wechselhaft bei 16 bis 25 Grad. Der Samstag wird häufiger freundlich und trocken bei 18 bis 24 Grad. Am Sonntag insgesamt etwas mehr Wolken bei 17 Grad an der See und 25 Grad am Oberrhein und in der Lausitz. Ihr Björn Alexander