Samstag, 24. Oktober 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:45 Uhr

Das war Samstag, der 24. Oktober

Liebe Leserinnen und Leser,

Frankreich, Spanien und Italien, überall überbieten sich unsere Nachbarländer mit Rekordzuwächsen bei den Corona-Infizierten. Auch eine Zahl aus Deutschland macht besorgt: 4000 neue Fälle meldet allein Nordrhein-Westfalen. Doch diesmal noch liegt das an einer Datenpanne beim Robert-Koch-Institut.

Hier die wichtigen Meldungen des Tages:

Die neuesten Entwicklungen im Kampf gegen die weltweite Pandemie können Sie natürlich auch in der Nacht weiterverfolgen. Unser Corona-Ticker läuft durch. Er tickt seit dem März und wird auch seine erste Umstellung von der Sommer- zur Winterzeit souverän meistern. Soviel kann ich Ihnen schon mal versprechen.

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(Foto: imago images/Future Image)

So. Und nun wird es Zeit für den Umstellungs-Countdown. Allerdings will ich die europaweit ungeliebte Praxis vorher noch schnell verteidigen. Warum? Weil sie die Jahreszeiten so schön klar herausarbeitet: Die Sommernächte werden länger und heller, Herbst und Winter bekommen den nötigen Tiefgang: Wenn es schlagartig schneller dunkel wird, rückt der heranziehende Winter in aller Härte ins Bewusstsein. So viel Abwechslung ganz ohne eigenes Zutun, das müsste doch gefallen, denke ich.

Erstaunlicherweise sehen das die ntv.de-Leser überwiegend anders. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Morgen geht es an dieser Stelle weiter.


22:20 Uhr

"Meinen Körper zerfleischt": Lindsey Vonn steht zu ihrer Cellulite

Ex-Skirennläuferin Lindsey Vonn ist nach ihrem Karriereende im Februar 2019 noch immer in Topform. Ein wenig Cellulite hier, kleine Makel dort, das stört die 36-Jährige nicht. Im Gegenteil: Unbearbeitet landen ihre Fotos im Bikini bei Instagram. Was für jede Menge Bewunderung und Dankbarkeit sorgt, erfährt auf der anderen Seite aber auch Anfeindungen. Vonn berichtet in ihrem jüngsten Post von "rücksichtslosen Kommentaren und Medienberichten, die meinen Körper zerfleischen", die ihr durchaus wehtun würden. Damit soll nun Schluss sein. Die US-Amerikanerin macht deutlich: "Ich bin ein normaler Mensch. Manchmal sitze ich krumm da, mein Bauch wölbt sich, meine Cellulite kommt auf meinem Hintern zum Vorschein oder ich fülle mein Bikinioberteil nicht richtig aus." Dazu veröffentlichte sie mehrere Bilder, die eben genau jene Momente festhalten.

*Datenschutz

21:50 Uhr

Wohnmobil in Flammen: Passanten wecken Schlafenden

Passanten haben in Werne im Kreis Unna einen schlafenden Mann in einem brennenden Wohnmobil geweckt. Der Eigentümer habe bei eigenen anschließenden Löschversuchen starke Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung erlitten, erklärte die Feuerwehr. Ein Rettungswagen brachte den Mann in eine Spezialklinik. Er ist nach Polizeiangaben 81 Jahre alt. Die Feuerwehr löschte die Flammen, das Wohnmobil brannte allerdings aus. Die Brandursache war unklar.

21:24 Uhr

Stippvisite aus dem Exil: Morales reist nach Venezuela

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Sieht sich als Opfer eines Putsches: Boliviens Ex-Präsident Morales.

(Foto: picture alliance/dpa)

Boliviens früherer Präsident Evo Morales ist nach Medienberichten aus dem Exil in Argentinien nach Venezuela gereist. Er sei am Freitag in einem Flieger mit den Farben der staatlichen Fluggesellschaft Venezuelas vom internationalen Flughafen in Buenos Aires aufgebrochen, berichtete die staatliche argentinische Nachrichtenagentur Télam unter Berufung auf offizielle Quellen. Der Fernsehsender CNN Español berichtete, Morales wolle sich mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro treffen und in Kürze nach Argentinien zurückkehren. Sein früherer Wirtschaftsminister Luis Arce steht seit Freitag offiziell als Sieger der Präsidentenwahl in Bolivien vom vergangenen Wochenende fest.

  • Der linke Morales, der erste indigene Staatschef des südamerikanischen Landes, war vor rund einem Jahr nach knapp 14 Jahren im Amt auf Druck des Militärs zurückgetreten.
  • Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatte ihm Betrug bei seiner umstrittenen Wiederwahl für eine vierte Amtszeit vorgeworfen - dieser Vorwurf ist seitdem von Forschern in Frage gestellt worden.
  • Morales sprach von einem Putsch.
20:52 Uhr

Bye Bye Mr. Bojangles: Country-Legende Jerry Jeff Walker ist tot

Der US-Musiker Jerry Jeff Walker, der vor allem mit dem Song "Mr. Bojangles" bekannt wurde, ist tot. Walker sei im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben, sagte sein Sprecher dem "Rolling Stone". Der 1942 im US-Bundesstaat New York als Ronald Clyde Crosby geborene Musiker war nach der Schule als Straßenmusiker durchs Land gezogen und schließlich in Texas gelandet. In den 60er Jahren schrieb er den Song "Mr. Bojangles", den danach auch zahlreiche andere Künstler wie Sammy Davis Jr. und Bob Dylan sangen. Walker war verheiratet und hatte zwei Kinder.

20:26 Uhr

Nach Enthauptung: Erdogan pöbelt gegen Macron

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Keine besten Freunde: Erdogan und Macron zusammen auf einem Podium. (Archivbild)

(Foto: imago/Depo Photos)

Der Elysée-Palast hat empört auf die Beschimpfungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an die Adresse von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron reagiert. "Die Äußerungen von Präsident Erdogan sind inakzeptabel", sagte ein Vertreter der französischen Präsidentschaft. "Maßlosigkeit und Grobheit“ seien keine erlaubte Methode. Erdogan müsse seinen politischen Kurs ändern, "weil er in jeder Hinsicht gefährlich ist". Der französische Botschafter in Ankara sei zu Beratungen mit Macron nach Paris zurückgerufen worden. Erdogan hatte Macron zuvor wegen dessen Äußerungen zum Islam scharf angegriffen. Macron solle seinen "geistigen Zustand überprüfen" lassen, wetterte Erdogan in einer im Fernsehen ausgestrahlten Rede.

  • Nach dem islamistischen Anschlag auf den französischen Lehrer Samuel Paty hatte Macron ein verschärftes Vorgehen gegen Islamisten angekündigt.
  • "Was hat dieses Individuum namens Macron für ein Problem mit dem Islam und Muslimen?", fragte der türkische Präsident. Der 47-jährige Lehrer Paty war am Freitag vor einer Woche nahe seiner Schule bei Paris von einem 18-jährigen Islamisten enthauptet worden.
  • Nach dem Anschlag ging die französische Polizei in dutzenden Einsätzen gegen Menschen und Vereinigungen vor, die mutmaßlich dem islamistischen Spektrum nahe stehen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
17:20 Uhr

Schüsse vor Club in Charlottenburg

Ein Mann ist am frühen Samstagmorgen vor einem Club in Berlin-Charlottenburg angeschossen worden. Der 31-Jährige verließ kurz nach 4 Uhr das Lokal in der Joachimsthaler Straße, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Dabei wurde er durch einen Schuss verletzt. Täter und Hintergründe waren zunächst unklar. Es werde wegen versuchten Totschlags ermittelt. Weitere Einzelheiten nannten die Beamten nicht, weil es sich um Täterwissen handeln könnte. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus.

19:20 Uhr

Deutsch-Iranerin schlägt Alarm: Mutter in Teheran verhaftet

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Das berüchtigte Ewin-Gefängnis in Teheran.

(Foto: REUTERS)

Die Deutsch-Iranerin Nahid T. ist nach Angaben ihrer Tochter in der vergangenen Woche in Teheran festgenommen und ins Gefängnis gebracht worden. "Seit 7 Tagen kein Lebenszeichen meiner Mutter! Ich fordere Aufklärung, ich fordere Einmischung, ich fordere ihre Freilassung", schrieb Mariam Claren auf Twitter. Mit den Hasthtags #FreeNahid und #FreeMama versucht die Kölnerin, sowohl in Deutschland als auch im Iran auf die Festnahme ihrer 66 Jahre alten Mutter aufmerksam zu machen. Im Iran selbst gab es weder eine amtliche Bestätigung der Inhaftierung noch Medienberichte darüber. Dem Auswärtigen Amt ist der Fall bekannt. Allerdings liege noch keine offizielle Bestätigung über die Inhaftierung der Frau vor, hieß es in Berlin weiter. Man bemühe sich jedoch um Aufklärung und werde sich dann auch konsularisch für sie einsetzen.

  • Die im Iran geborene Architektin lebt seit 1983 in Köln und besitzt seit 2003 die deutsche Staatsangehörigkeit.
  • Nach Angaben ihrer Tochter wurde sie am 16. Oktober in ihrer Wohnung in Teheran verhaftet, nachdem sie vorher Verwandte in dem Land besucht hatte. Seitdem sei auch der Kontakt zu ihr abgebrochen.
  • Daher ist es unklar, warum genau sie verhaftet wurde. Auch wo sie inhaftiert ist, ist bisher nicht bestätigt worden. Menschenrechtsgruppen gehen davon aus, dass sie in dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis ist.

18:51 Uhr

Corona-Risiko in Venedig bremst Tom Cruise aus

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Auch eine Mission impossible: Filmdreh in Italien während der Pandemie.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Die Corona-Pandemie belastet weiterhin die Dreharbeiten zum siebten Teil des Action-Spektakels aus der "Mission Impossible"-Reihe. Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, blieben die aufgebauten Sets in Venedig bereits am Freitag leer. Schuld seien die steigenden Corona-Infektionszahlen in Italien und womöglich ein positiver Fall innerhalb des Teams. Bereits im Frühjahr führte die Corona-Krise zu einem Abbruch des Drehs mit Tom Cruise. Vorrübergehend hatten die Macher des Films im Sommer die Arbeiten nach Norwegen und Großbritannien verlegt, um zumindest einige Szenen fertigstellen zu können. Nun sollten die letzten noch fehlenden Außenaufnahmen in Italien beendet werden. Seit Anfang Oktober wurde daran zunächst in Rom gearbeitet, seit Mittwoch auch wieder in Venedig. Die genauen Gründe für den Drehstopp sind bislang noch nicht bekannt, behördlich angeordnet soll die Unterbrechung nicht sein.

18:22 Uhr

Polizei stößt auf verbotene Raverparty unter Autobahnbrücke

Nicht der Verkehrslärm, sondern die laute Musik ruft die Polizei auf den Plan: Das Ordnungsamt der Stadt Düsseldorf hat eine illegale Raverparty unter einer Autobahnbrücke an der A44 aufgelöst, nachdem gegen 23 Uhr eine Anzeige wegen Lärmbelästigung eingegangen war. Es seien mehrere Pavillons und eine Musikanlage sowie ein Lagerfeuer vor Ort gewesen, teilte eine Sprecherin mit. Als das Ordnungsamt an der Brücke nahe der Messe eintraf, waren die meisten Teilnehmer der Party schon geflüchtet. Lediglich vier Personen blieben zurück. Gegen diese wird nun wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung ermittelt. Wie viele Leute als Gäste auf der Party waren, ist laut Sprecherin unklar.

18:00 Uhr
17:50 Uhr

Winterzeit bei der Queen: 400 Uhren werden per Hand umgestellt

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In Schloss Windsor gehen die Uhren anders.

(Foto: picture alliance/dpa)

Viel Arbeit für den hauseigenen Uhrmacher von Schloss Windsor: Der Spezialist Fjodor van den Broek sollte an diesem letzten Oktoberwochenende insgesamt 400 royale Uhren per Hand auf die Winterzeit umstellen. Er plane dafür rund 16 Stunden ein, sagte van den Broek der BBC. Allerdings gilt nicht für alle Uhren am Wohnsitz der Queen die normale britische Zeitzone: "Viele fasziniert es noch immer, dass es im Schloss Windsor und im Buckingham-Palast eine kleine eigene Zeitzone in der Küche gibt, wo die Uhren fünf Minuten voraus sind", erzählt der Uhrmacher. Damit will man sicher gehen, dass das Essen für die Royals rechtzeitig fertig wird. Für van den Broek ist es der erste Zeitumstellungs-Großeinsatz: Der Uhrmacher und Restaurator hat erst in diesem Jahr im Schloss angeheuert.

17:21 Uhr

Unter massivem Polizeischutz: Trump wählt sich selbst

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Spoiler: Trump wählt und verrät auch gleich, wen.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Donald Trump hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, frühzeitig seine Stimme bei der Präsidentenwahl abzugeben. Trump suchte dafür ein Wahllokal in einer Bibliothek in West Palm Beach im Bundesstaat Florida auf. "Ich habe für einen Typen namens Trump abgestimmt", sagte er danach in die Fernsehkameras. Danach betonte er erneut, dass eine persönliche Stimmabgabe sicherer sei als Briefwahl. Florida, wo Trump seit gut einem Jahr seinen offiziellen Wohnsitz hat, gehört zu den Bundesstaaten, die ihre Einwohner bereits vor dem offiziellen Wahltermin am 3. November abstimmen lassen. Nachdem es in den vergangenen Monaten die Sorge gab, dass per Brief abgeschickte Stimmzettel nicht rechtzeitig ankommen könnten, nehmen viele Menschen stundenlange Wartezeiten in Kauf, um persönlich abzustimmen. Trump hatte bei einem Wahlkampfauftritt in Florida am Vortag noch gescherzt, dass er sich auch zwei Stunden lang anstellen würde. Tatsächlich hatte der Secret Service das Wahllokal bereits Stunden vor dem Eintreffen des Präsidenten abgesichert, wie der TV-Sender CNN berichtete. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Straße davor komplett abgeriegelt war.

*Datenschutz

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16:50 Uhr

13 Schüler sterben bei Selbstmordanschlag

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Radikalislamische Taliban-Kämpfer in einem Gefängnis in Kabul. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Selbstmordanschlag sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul viele Schülerinnen und Schüler getötet worden. Mindestens 13 Personen seien ums Leben gekommen und 30 weitere verletzt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Der Attentäter, der sich Zugang zu einem Bildungszentrum im westlichen Stadtteil Dascht-e Bartschi verschaffen wollte, wurde von Sicherheitskräften entdeckt, wie es aus dem Innenministerium hieß. Daraufhin habe sich der Mann in einer Gasse in die Luft gesprengt und dabei viele junge Menschen mit in den Tod gerissen. Die militant-islamistischen Taliban dementierten umgehend, für das Bombenattentat verantwortlich zu sein. Sie verhandeln mit einer Delegation in der katarischen Hauptstadt Doha seit September über Frieden. Doch die Gewalt geht im Land weiter, vor allem in den Provinzen sterben bei Gefechten viele Menschen.

Aktualisierung: Bis zum Abend stieg die Zahl der Opfer auf mindestens 18 Tote und 57 Verletzte. Der Islamische Staat reklamierte die Tat für sich.

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16:20 Uhr

Sommerzeit endet - Debatte geht weiter

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Umstellen oder nicht: Bei 27 Mitgliedsländern in der EU besteht natürlich jede Menge Gesprächsbedarf.

(Foto: imago images/Heinz Gebhardt)

Eine Stunde länger schlafen: In Deutschland geht Sonntagfrüh die Sommerzeit zu Ende. Pünktlich um 3 Uhr werden am 25. Oktober die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt. Dann gilt bis Ende März wieder die Normalzeit, oft auch Winterzeit genannt. Am 28. März 2021 werden die Zeiger wieder um eine Stunde vorgedreht. Im nächsten Jahr sollte die Zeitumstellung eigentlich abgeschafft werden, so zumindest beschloss es das Europäische Parlament 2019. Dass es dazu kommt, ist aber mehr als fraglich - ein schnelles Ende der halbjährlichen Zeitumstellung auf europäischer Ebene ist derzeit nicht in Sicht, weil es keine ausreichende Mehrheit unter den 27 Mitgliedstaaten gibt, welche Zeit künftig gelten soll. Ein Flickenteppich verschiedener Zeitzonen unter Nachbarstaaten soll vermieden werden. Das heißt natürlich nicht, dass nicht jeder von uns eine eigene Meinung zu diesem Thema ausbilden sollte. Schließlich fühlt sich dieser Streit fast so an, wie die Debatten vor der Corona-Pandemie: Viel Lärm um Fragen von geringer Tragweite. Stimmen Sie mit ab?

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15:50 Uhr

„Wie ein schlechter Film“: Horror-Crash auf der A7

Bei einem Unfall mit einem in die Luft katapultierten Auto sind nahe Kassel fünf Menschen schwer verletzt worden, darunter zwei Kinder. Eines von ihnen, ein siebenjähriges Mädchen, schwebte in Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte. Zeugenaussagen zufolge hatte auf der Autobahn 7 ein Auto wegen des Spurwechsels eines Wohnmobils gebremst. Das Auto prallte links gegen die Mittelleitplanke und schleuderte nach rechts in einen Graben im Grünstreifen. Es wurde nach oben katapultiert und knallte gegen ein weiteres Auto, das gerade von einer anderen Autobahn auf die A7 fuhr. Darin saßen ein Vater, das siebenjährige Mädchen und ein zehnjähriger Junge. Diese Familie und die beiden Insassen des ersten Autos wurden alle schwer verletzt. "Es war wie ein schlechter Film", sagte ein Polizeisprecher zu dem Flug des ersten Unfallautos. Das Wohnmobil war weitergefahren, der Fahrer wurde als Zeuge gesucht. Zunächst sei unklar, ob er den Unfall hinter sich überhaupt bemerkt habe, sagte der Polizeisprecher. Die drei Fahrstreifen der A7 in Richtung Hannover mussten nach dem Crash gesperrt werden.

15:25 Uhr

Die beste Bibliothek Deutschlands steht in Hannover

Wegen ihrer Verdienste um offen zugängliche Forschung ist die Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB) als Bibliothek des Jahres 2020 ausgezeichnet worden. Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis wurde der Einrichtung zum Tag der Bibliotheken übergeben, wie der Deutsche Bibliotheksverband in Berlin mitteilte. Beispielhaft verfolge die TIB den Ansatz, Ergebnisse, Daten, Methoden und Software der Forschung öffentlich zu machen, sagte der Bundesvorsitzende Andreas Degkwitz. "Gerade in Europa wird viel Wert auf offenen Zugang gelegt." Dies sei zum Beispiel wichtig in den aktuellen Forschungen zur Corona-Pandemie oder zum Klimaschutz. Die Siegerbibliothek heißt vollständig "TIB - Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek". Sie ist die zentrale deutsche Fachbibliothek für Technik, Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Die Stadtbibliothek Gotha in Thüringen wurde als Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen Deutschlands ausgezeichnet.

14:51 Uhr

Razzia in Berliner Moschee: Erdogan sieht Islamfeindlichkeit

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Polizeirazzia in einer Berliner Moschee vom Mittwoch als rassistisch und islamfeindlich bezeichnet. "Ich verurteile stark die während der Zeit des Morgengebets in der Moschee in Berlin durchgeführte Polizeioperation, die die Glaubensfreiheit vollkommen missachtet und die sich ganz offensichtlich von Rassismus und Islamfeindlichkeit nährt, welche Europa jeden Tag etwas näher in die Finsternis des Mittelalters rückt", schrieb Erdogan auf Twitter.

  • Am Mittwoch hatten etwa 150 Polizisten in der deutschen Hauptstadt mehrere Firmen und eine Moschee wegen des Verdachts auf Corona-Subventionsbetrug durchsucht.
  • Dabei beschlagnahmten Beamte 7000 Euro in bar, Datenträger sowie Computer und Akten. Bei der Razzia sei es um drei Verdächtige gegangen, die Finanzhilfen über 70.000 Euro beantragt hätten, von denen 45.000 Euro gezahlt worden seien, sagten Staatsanwälte.
  • Ein Teil des Geldes soll dabei auf dem Konto der Moschee gelandet sein.
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14:24 Uhr

SPD für automatische Verspätungsgutschrift bei Bahnreisen

Eine prompte Verspätungsgutschrift könnte viel Ärger wiedergutmachen.

Eine prompte Verspätungsgutschrift könnte viel Ärger wiedergutmachen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Warum beim Ticketkauf alles online möglich ist, bei Entschädigungen aber der Papierkrieg dominiert, verstehen viele Reisende nicht. SPD und Verbraucherschützer wollen das jetzt ändern. Bahnkunden und Flugreisende sollten bei Verspätungen künftig automatisch entschädigt werden. "Wir halten automatische Vertragsentschädigungen für sinnvoll", sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, dem "Handelsblatt". "Dabei könnte mit den einfach gelagerten Fällen begonnen werden, etwa wenn Tickets online gebucht wurden und dem Anbieter so schon alle für die Entschädigung nötigen Daten vorliegen." Auch Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller sieht Handlungsbedarf. "Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die Flugunternehmen verbraucherfreundlich, zeitnah und online-basiert entschädigen", sagte der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) dem Blatt. Die automatisierte Ticketerstattung müsse durchgängig funktionieren.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Johanna Ohlau genießt nun einen freien Restsamstag. Ich heiße Barbara Mauersberg und und begleite Sie bis zum späten Abend durchs Tagesgeschehen. Schreiben Sie mir gerne direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:56 Uhr

675 Kilogramm Elfenbein - Schmuggler in Kamerun festgenommen

In Kamerun sind vier Elfenbeinschmuggler festgenommen worden, die nach Behördenangaben 118 Elefanten-Stoßzähne über die Landesgrenze bringen wollten. Wie die Behörden des westafrikanischen Landes mitteilten, schmuggelte die Bande rund 675 Kilogramm Elfenbein aus dem benachbarten Gabun in das Land. Gabun beheimatet mehr als die Hälfte der noch lebenden afrikanischen Waldelefanten. Der Zollbeamte Jean-Claude Ekoubé sagte, es handele sich um die größte Beschlagnahmung von Elfenbein in Kamerun seit fünf Jahren. Wie das Staatsfernsehen des Landes berichtete, hatten die Schmuggler die Stoßzähne in einem Fach im Boden ihres Kleinlasters versteckt. Mit wenigen Ausnahmen ist der Handel mit Elfenbein seit 1989 weltweit verboten. Hintergrund ist der Artenschutz: Lebten Mitte des 20. Jahrhunderts noch Millionen Elefanten in Afrika, waren es in den 90er Jahren nur noch 600.000. Trotz des Verbots floriert jedoch der illegale Handel mit Elfenbein nach wie vor.

13:36 Uhr

Erneut Vandalismus auf der Berliner Museumsinsel

Auf der Berliner Museumsinsel ist es erneut zu einem Fall von Vandalismus gekommen. Dabei wurde eine große Granitschale im Lustgarten vor dem Alten Museum beschmiert, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mitteilte. Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass Unbekannte in drei Museen am 3. Oktober mehr als 60 Objekte mit einer Flüssigkeit beschädigt hatten. Betroffen waren das Neue Museum, das Pergamonmuseum und die Alte Nationalgalerie.

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13:21 Uhr

Philipp Amthor kandidiert wieder für den Bundestag

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der CDU-Politiker Philipp Amthor tritt zur Bundestagswahl 2021 wieder als Direktkandidat in Mecklenburg-Vorpommern an. Eine CDU-Mitgliederversammlung nominierte den 27-Jährigen heute für den Wahlkreis 16 (Mecklenburgische Seenplatte I - Vorpommern-Greifswald II), wie ein CDU-Sprecher nach der Veranstaltung in einer Tennishalle in Torgelow sagte. Von 44 abgegebenen Stimmen seien 43 für Amthor gewesen, außerdem habe es eine Enthaltung gegeben. Amthor war der einzige Kandidat. Anwesend waren dem Sprecher zufolge 45 CDU-Mitglieder aus der Region. Aufgrund der Corona-Pandemie hätten viele auf die Fahrt nach Torgelow verzichtet. In der Region gibt es rund 1000 CDU-Mitglieder. Der aus Ueckermünde stammende Amthor hatte den Wahlkreis bei der letzten Bundestagswahl 2017 direkt gewonnen. Der CDU-Jungstar war zuletzt wegen Lobbyarbeit für ein New Yorker Start-up-Unternehmen derart in die Kritik geraten, dass er seine Kandidatur für den Landesvorsitz der CDU wieder zurückzog. Er hatte erklärt, dass er inzwischen die Zusammenarbeit beendet habe. Der Bundestag sah bei der Nebentätigkeit keine Rechtsverstöße.

13:01 Uhr

Waldbrand in den USA: Ehepaar will Haus nicht verlassen und stirbt im Feuer

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(Foto: AP)

Ein im US-Bundesstaat Colorado wütender Waldbrand hat erste Todesopfer gefordert. Das Sheriffbüro von Grand Lake nordwestlich von Denver bestätigte, dass ein 86-jähriger Mann und seine 84-jährige Frau tot aus ihrem zerstörten Haus am Rande der Ortschaft in den Rocky Mountains geborgen worden seien. Das Ehepaar habe sein langjähriges Heim trotz entsprechender Evakuierungsaufrufe vom Mittwoch nicht verlassen wollen, sagte Sheriff Brett Schroetlin in einem auf Facebook veröffentlichten Video. Das sogenannte East Troublesome-Feuer hatte sich rasend schnell auf eine Fläche von etwa 761 Quadratkilometern ausgebreitet. Es gilt der Zeitung "Denver Post" zufolge als derzeit zweitgrößtes seit Beginn der Aufzeichnungen in Colorado. Tausende Einwohner flohen vor den Flammen, wie die Zeitung berichtet. Für den späten Samstagabend (Ortszeit) erwartete das Nationale Wetterbüro in dem nahe gelegenen Boulder einen Schneesturm, der die Löscharbeiten begünstigen könnte.

12:32 Uhr

Schauspieler Lars Eidinger: "Habe keinen Hang zum Nudismus"

Eidinger im Stück "Peer Gynt" in der Berliner Schaubühne.

Eidinger im Stück "Peer Gynt" in der Berliner Schaubühne.

(Foto: picture alliance/dpa)

Prominente kriegen ja so allerhand Fragen gestellt, aber Schauspieler Lars Eidinger ("Babylon Berlin") in letzter Zeit vor allem eine: Nach eigenen Worten wird Eidinger oft gefragt, warum er in seinem Beruf "immer nackt" sei. "Mittlerweile glaube ich, dass das eine Metapher dafür ist, wie ich meinen Beruf sehe", sagte er der "Berliner Zeitung". "Ich habe keinen Hang zum Nudismus." Eidinger fügte hinzu: "Ich würde nie an einen FKK-Strand gehen. Ich geniere mich. Ich gehe nicht gern in die Sauna, ich laufe auch zu Hause nicht nackt herum." Das Ziel sei, beim Spielen an einen Punkt zu kommen, an dem man total schutzlos sei. Auch in der Theaterinszenierung von "Richard III" ziehe er sich nur aus, um zu erzählen, dass er sich Lady Ann gegenüber total angreifbar mache. "Beim Spielen geht es mir vor allem um das eigene Erleben. Das gelingt am wenigsten, wenn ich mich maskiere."

11:27 Uhr

Tod mit 16 - "The Voice Kids"-Kandidatin Grace Mertens ist gestorben

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Grace Mertens kämpfte bis zuletzt gegen ihre schwere Erkrankung.

(Foto: Instagram/Grace Mertens)

Traurige Nachrichten von der früheren "The Voice Kids"-Kandidatin Grace Mertens: Die 16-Jährige ist am Donnerstag gestorben, wie ihre Familie auf Instagram bestätigt hat. Grace Mertens litt seit vielen Jahren an einem Hirntumor, zuletzt hatte sich ihr Zustand dann rasant verschlechtert. Mit gerade mal 13 Jahren begeisterte sie 2017 viele Menschen mit ihrem Auftritt in der Castingshow. "Sie wird für immer 16 sein", schreibt die Familie in einem Statement und "Sie starb friedlich im Beisein von uns dreien. Unsere Herzen sind gebrochen." Ärzte gaben der Teenagerin nur noch wenig Zeit, weshalb sie auch ihre eigene Beerdigung plante und davon ihren Followern auf Instagram erzählte. Grace Mertens Mutter startete kurz vor ihrem Tod noch die Aktion #singingforgrace2020 im Netz und bat Menschen, Songs für ihre Tochter zu singen. Daran beteiligten sich unter anderem Sänger Michael Schulte und US-Superstar Lady Gaga.

10:50 Uhr

Schock für die Nasa: "Osiris-Rex" verliert Teilchen von Asteroid

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(Foto: picture alliance/dpa)

Wenn man mit zu vielen Gegenständen auf dem Arm unterwegs ist und einem am Ende fast alles herunterfällt - ungefähr sowas ist der US-Raumsonde "Osiris-Rex" passiert. Aufgrund eines Lecks hat sie einige der bereits gewonnenen Gesteins- und Staubproben vom Asteroiden Bennu wieder verloren. Die US-Weltraumbehörde Nasa teilte mit, die Sonde habe zuvor wohl zu viel Probenmaterial auf dem rund 330 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Himmelskörper gesammelt. Demnach haben sich größere Gesteinsbrocken wahrscheinlich so verkeilt, dass der Deckel des Sammelarms nicht mehr vollständig schließt. Die Nasa arbeite nun daran, die verbliebenen Proben so schnell wie möglich in einer Kapsel zu verstauen. "Meine große Sorge ist nun, dass die Partikel weiter austreten und wir hier fast Opfer unseres eigenen Erfolgs werden, sagte der Leiter der Mission, Dante Lauretta, bei einer telefonischen Pressekonferenz. Doch ganz verloren ist noch nichts, selbst wenn "Osiris-Rex" auch die restlichen Proben nicht retten kann: Ein zweiter Anlauf zum Probensammeln könnte im Januar genommen werden. Im März soll die Raumsonde dann ihre lange Rückreise zur Erde beginnen.

10:18 Uhr

"Wildwest"-Szenen in Hamburg - Schießerei auf offener Straße

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Die Polizei war mit vielen Streifen im Einsatz in Hamburg-Harburg.

(Foto: imago images/Blaulicht News)

Auf Hamburgs Straßen ist wegen Corona nichts los? Das wird die Polizei nach dem Großeinsatz gestern Abend vermutlich anders sehen: In Hamburg-Harburg sollen sich Szenen wie aus einem Western-Film abgespielt haben. Nach ersten Erkenntnissen soll es laut Polizei zunächst zu einem Streit zwischen zwei Gruppen auf der Straße vor einem Einkaufszentrum gekommen sein, dann fielen Schüsse. Passanten sollen sich in Deckung geworfen und den Notruf gewählt haben, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Nach diesem "Duell" sollen die Beteiligten in Autos gesprungen und davongefahren sein. Die Polizei schickte dem Bericht zufolge mehr als 20 Streifenwagen zum Tatort und setzte auch einen Polizeihubschrauber zur Fahndung nach den flüchtigen Tätern ein. Ein Mann kam nach Polizeiangaben mit Beinschuss ins Krankenhaus. Auf der Suche nach den Beteiligten stießen die Beamten nicht weit entfernt auf einen jungen Mann mit Schnittverletzungen am Bauch - doch bislang gebe es keine Anzeichen für einen Zusammenhang der beiden Taten, so ein Polizeisprecher.

09:45 Uhr

"Borat 2"-Film - Trump nennt Sacha Baron Cohen "verlogenen Typen"

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Ein Ausschnitt aus dem am Freitag veröffentlichten Film "Borat 2".

Borat alias Sacha Baron Cohen hat weltweit viele Fans - der US-Präsident Donald Trump zählt allerdings nicht dazu oder nicht mehr und das hat natürlich einen Grund: Baron Cohen hat Trumps Anwalt Rudy Giuliani in seinem neuen Film "Borat 2" mit versteckter Kamera mächtig vorgeführt. Die kompromittierende Szene zeigt ihn mit einer Frau auf einem Hotelbett, die sich als Reporterin ausgab. Dabei steckt sich der ehemalige New Yorker Bürgermeister scheinbar die Hand in die Hose. "Pure Fälschung", wütet Giuliani daraufhin bei Twitter am vergangenen Mittwoch. Trump scheint das Thema weiter zu beschäftigen: Während eines Flugs in der Präsidentenmaschine Air Force One sagte er vor Journalisten, er sei nach eigenen Angaben nie ein Fan des britischen Komikers gewesen. Baron Cohen sei ein "verlogener Typ" und ein "Widerling", sagte Trump. Aber damit nicht genug: Der Präsident sagte auch, der britische Schauspieler habe vor etwa 15 Jahren versucht, ihn "auszutricksen". Er sei der "Einzige" gewesen, der Baron Cohen in die Schranken gewiesen habe. Zur Szene mit Giuliani fiel Trump dann jedoch nicht viel mehr ein als: "Ich weiß nicht, was passiert ist."

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:33 Uhr

US-Wahl - Europastaatsminister warnt vor falschen Erwartungen an Biden

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Michael Rath blickt nicht mit allzu viel Optimismus auf die US-Wahl am 3. November.

(Foto: picture alliance/dpa)

Noch anderthalb Wochen, dann wissen wir, ob es weiterhin "America First" heißen wird: Mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahl warnt der Europastaatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth von der SPD, jedoch vor falschen Erwartungen an einen möglichen Wahlsieg des Oppositionskandidaten Joe Biden. Ob er gewinnt oder Präsident Donald Trump eine weitere Amtszeit an der Spitze der USA stehen wird: "Wir sollten uns von der Vorstellung verabschieden, dass nach der Wahl plötzlich 'wieder alles gut', alles 'wieder wie früher' wird", sagt Roth. Europa müsse die weltpolitischen Krisen als "Weckruf" begreifen. Bereits seit geraumer Zeit richteten die USA ihren "weltpolitischen Kompass neu aus", sagt Roth. "An dieser strategischen Neuausrichtung wird sich sicher auch nach dem 3. November nichts grundlegend ändern."

07:48 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

An diesem Wochenende lässt es die Nachrichtenlage bislang etwas ruhiger angehen. Ein paar wichtige Termine und Hinweise habe ich aber dennoch für Sie, damit Sie für diesen Samstag gut im Bilde sind:

  • Nach Dänemark für einen Kurzurlaub zu fahren, ist keine gute Idee: Das Land hat wegen der steigenden Corona-Infektionen um Mitternacht die Grenze zu Deutschland geschlossen und erlaubt eine Einreise nur noch mit triftigem Grund, heißt es vom dänischen Außenministerium.
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    (Foto: dpa)

  • Auch nach Polen zu fahren, sollten Sie sich gut überlegen: Seit heute gilt das EU-Land als Corona-Risikogebiet. Rückkehrer müssen also in Quarantäne bzw. einen Test machen, um die Zeit zu verkürzen.
  • In Warschau gehen am Mittag erneut Menschen gegen eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes auf die Straße.
  • In Ägypten findet die erste Runde der Parlamentswahl statt. Kritiker werfen dem ägyptischen Präsidenten al-Sisi vor, das Parlament nur als demokratische Fassade zu benutzen. Der Staatschef geht seit Jahren hart gegen Regierungsgegner vor.
  • Heute Nacht ist das Ende der Sommerzeit - die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt.
  • Fußballfans freuen sich sichre auf weitere Partien beim fünften Spieltag in der Fußball-Bundesliga: Am Abend steht das Revierderby zwischen Dortmund und Schalke an - coronabedingt nur mit 300 Fans im Stadion.

Was sonst noch so passiert, erfahren Sie wie gewohnt in "Der Tag". Mein Name ist Johanna Ohlau und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Samstag. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik freue ich mich über eine Mail an johanna.ohlau[at]nama.de.

07:21 Uhr

Auf Facebook Mord an Lehrer begrüßt - Bewährungsstrafe für Studentin

Der Schock über den islamistischen Mord an dem Lehrer Samuel Paty sitzt immer noch tief in Frankreich - scheinbar jedoch nicht bei allen: Eine 19-jährige Studentin, die im Internet die islamistisch motivierte Ermordung des Lehrers Samuel Paty begrüßt hatte, ist zu einer viermonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Strafe wurde in dem Schnellverfahren wegen "Verteidigung des Terrorismus" verhängt. Die Biologiestudentin muss außerdem ein sechsmonatiges Praktikum absolvieren, in dem sie über die Grundwerte des französischen Staates unterrichtet wird. Paty war vor einer Woche in einem Vorort von Paris von einem 18-jährigen Attentäter tschetschenischer Herkunft enthauptet worden, weil er Karikaturen des Propheten Mohammed im Unterricht gezeigt hatte. Die 19-jährige schrieb dazu auf Facebook, der Geschichtslehrer habe es zwar nicht verdient gehabt, enthauptet zu werden, "aber zu sterben, ja". Aufgrund des Hinweises eines anderen Internetnutzers wurde sie daraufhin an der Universität von Besançon festgenommen.

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06:42 Uhr

Arnold Schwarzenegger nach Herz-OP: "Ich fühle mich fantastisch"

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Schwarzenegger nach dem Eingriff.

(Foto: Instagram/schwarzenegger)

Der "Terminator" hat seine Herz-OP gut überstanden: Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger hat sich nach dem Eingriff auf Instagram zu Wort gemeldet. "Ich fühle mich fantastisch", teilte der frühere kalifornische Gouverneur mit. Er könne bereits spazieren gehen, schrieb er zu mehreren Fotos, die ihn im Freien zeigen. Dazu postete er auch ein Foto mit Schläuchen im Krankenhausbett, auf dem er grinsend ein Daumen-Hoch-Zeichen gibt. Schwarzenegger sprach dem behandelnden Team in der Cleveland Clinic im US-Bundesstaat Ohio seinen Dank aus. Er habe eine neue Aortenklappe erhalten, die zu seiner neuen Pulmonalklappe von seiner letzten Operation passe, schrieb der gebürtige Österreicher. Der "Terminator"-Schauspieler war zuletzt 2018 am Herzen operiert worden. 1997 hatte er sich erstmals einem Herzeingriff unterziehen müssen, als ihm eine Aortenklappe eingesetzt wurde. Die Ärzte wollten damit einen angeborenen Herzfehler korrigieren.

06:24 Uhr

"Hier ist das Ärzte Deutsche Fernsehen" - Band eröffnet "Tagesthemen"

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Farin Urlaub, Rodrigo Gonzalez und Bela B von der Band "Die Ärzte".

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Ausgabe der "Tagesthemen" war gestern Abend besonders "rockig": Das gewohnte Intro der ARD-Sendung erklang mit Gitarrenriffs und "Die Ärzte"-Sänger Farin Urlaub begrüßte die Zuschauer mit: "Hier kommt das Ärzte Deutsche Fernsehen mit den Tagesthemen." Doch die Berliner Band stand nicht zur musikalischen Unterhaltung im Studio, sondern brachte als Interviewpartner ein ernstes Anliegen mit: Mit ihrem ungewöhnlichen Auftritt haben die drei Musiker an die Politik appelliert, in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht zu vergessen. Die Menschen, die in der Musikszene arbeiten, würden in Zeiten von Corona ignoriert, sagte Farin Urlaub. Mit dem Mini-Auftritt gab es erstmals Live-Musik in der Nachrichtensendung. "Das Problem ist tatsächlich, wir nehmen Kultur als gegeben hin, Kultur ist einfach immer da", sagte Urlaub. Dabei falle zu wenig auf, dass Kultur nicht nur kommerziell erfolgreiche Bandmusiker wie sie selbst brauche, sondern einen ganzen Unterbau: Clubbetreiber, sogenannte Roadies, also Technik- und Aufbauhelfer, sowie kleinere Bands, die noch keine Plattenverträge haben. Schlagzeuger Bela B. berichtete, dass wegen der fehlenden Auftrittmöglichkeiten viele dieser Menschen seit sieben Monaten keine Arbeit hätten. "Wir hoffen, die Politiker dazu zu bringen, diese Branche mit 1,4 Millionen Menschen auch zu sehen."