Unterhaltung

"Das Ende kommt ja immer näher" Alfred Biolek stiftet Schmuckstücke

imago0101983727h.jpg

Regelt seinen Nachlass: Alfred Biolek.

(Foto: imago images/Future Image)

In wenigen Tagen wird TV-Legende Alfred Biolek 86. Der Tatsache, dass sein Leben endlich ist, blickt der ehemalige Talkmaster bewusst ins Auge. So spendet er nun dem Kölner Museum für Angewandte Kunst zwei Schmuckstücke, damit sie auch nach seinem Tod eine "gute Aufbewahrung" haben.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Alfred Biolek öffentlich damit auseinandersetzt, dass auch sein Leben irgendwann zu Ende gehen wird. Schon vor knapp zwei Jahren sinnierte er über den Tod.

*Datenschutz

"Ich habe keine Angst vor dem Tod. Wenn er kommt, dann kommt er. Und in meinem Alter darf der Tod auch zu mir kommen", sagte der damals 84-Jährige in einem Interview. Auch Einblicke in seinen heutigen Alltag gewährte er seinerzeit bereits der Öffentlichkeit. So erklärte der einstmals passionierte Hobbykoch, der mit seiner Kochsendung "alfredissimo!" Fernsehgeschichte geschrieben hat, dass er mit 80 aufgehört habe, sich hinter den Herd zu stellen. "Ich habe einfach nicht mehr die Kraft, die man braucht, um alles vorzubereiten. Man muss so vieles gleichzeitig tun", musste Biolek eingestehen.

Nun steht schon der 86. Geburtstag des früheren Talkmasters und Entertainers bevor. Am 10. Juli ist es soweit. Für Biolek ein Anlass, seine Hinterlassenschaften weiter zu regeln. So war er am Mittwoch zu Gast im Kölner Museum für Angewandte Kunst (MAKK). Der Grund: Er übergab zwei Schmuckstücke aus seinem Privatbesitz der dortigen Sammlung.

Schmuck mit besonderer Bedeutung

Wie das Museum via Instagram mitteilte, handelt es sich um einen Herrenring und eine Köpfchen-Brosche des Schmuckkünstlers Wolf-Peter Schwarz. Der Ring habe eine besondere Bedeutung für Biolek, da darin ein Stück Holz eines antiken Rhöntisches verarbeitet ist. An besagtem Tisch habe er "in den letzten 40 Jahren seine Freunde und unzählige Prominente aus seinen Fernsehshows bewirtet", heißt es. Die Brosche wiederum zeigt das Profil Bioleks und beinhaltet Verweise auf seine TV-Formate.

Der "Bild"-Zeitung sagte Biolek mit Blick auf seinen 86. Ehrentag: "Der Geburtstag ist ja nicht mehr der Jüngste. Und da kommt der Tag, wo alles zu Ende ist, ja immer näher. Da will ich rechtzeitig meine Dinge an das Museum geben. Damit ich weiß, dass auch, wenn ich nicht mehr bin, sie in der Öffentlichkeit sind und eine gute Aufbewahrung haben."

So wird die Erinnerung an "Bio" auf jeden Fall wach gehalten, auch wenn er schon 2018 einräumte: "Junge Leute interessieren sich nicht dafür, wer oder was ich war. Sie kennen mich nicht. Für alle anderen hoffe ich, dass ein paar gute Erinnerungen an mich bleiben."

Quelle: ntv.de, vpr