Unterhaltung

Weil ihm das Mitgefühl fehlt De Niro lehnt Rolle als Trump kategorisch ab

imago87225359h.jpg

Für Donald Trump kann Robert De Niro kein Mitgefühl aufbringen.

(Foto: imago/Starface)

Dass er dem US-Präsidenten kritisch gegenübersteht, ist kein Geheimnis. Nun stellt der Oscarpreisträger klar: Auch professionell würde er sich mit Trump nicht befassen wollen. Dafür hat er sowohl politische als auch persönliche Gründe.

Hollywood-Star Robert de Niro würde niemals US-Präsident Donald Trump spielen. "Für jede Figur, die ich spiele, finde ich immer irgendwo etwas Mitgefühl", sagte der 75-Jährige der "Bild am Sonntag". Er beschäftige sich lange mit ihnen, betrachte sie aus jedem Winkel, bis er etwas finde, an das er gefühlsmäßig anknüpfen könne, was ihm die Figur nachvollziehbar mache.

"Bei Trump versuche ich das jeden Tag aufs Neue, einen Hauch von etwas zu finden, was mir Mitgefühl abringt. Es gelingt mir nicht. Es ist unmöglich. Trump ist und bleibt mir zutiefst unsympathisch." Falls man ihm also anbieten würde, Trump zu spielen, habe er die passende Antwort parat: "Niemals."

De Niro hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach deutlich gegen den US-Präsidenten Stellung bezogen. Bei den Tony Awards hatte er ihn im Juni in New York auf offener Bühne beleidigt und dem Guardian sagte er erst kürzlich, er spreche oft mit seinen Kindern darüber, wie sich der Präsident über Minderheiten äußert. Einer von De Niros eigenen Söhnen sei schwul und habe Angst deswegen schlechter behandelt zu werden.

Trump-Anhänger hassen ihn

In dem Interview legte de Niro nach: "Ich bin einfach nur so wütend auf ihn. Er ist so unverzeihlich schrecklich." Trump sei eine ganz deutliche Gefahr für Amerika - und für die Demokratie und viele Werte, die uns wichtig seien. "Er ist völlig amoralisch." Mehr wolle er gar nicht sagen: "Ich reg' mich sonst nur wieder auf." Wir bräuchten jetzt eine politische Leitfigur, die die Menschen wieder vereine und auch diejenigen wieder ins Boot hole, die auf Trumps leere Versprechen hereinfielen.

Seine kritische Haltung zum US-Präsidenten habe ihm persönlich schon einigen Hass eingebracht. Als im Oktober ein mutmaßlicher Trump-Anhänger Paketbomben an politische Gegner des Präsidenten verschickte, war auch De Niro unter den Adressaten. Ein Sprengsatz wurde an eines seiner Restaurants geschickt.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa

Mehr zum Thema