Unterhaltung

Eine Männer-WG geht baden Die Dschungelcamp-Finalisten stehen fest

Anouschka Renzi zieht ihr Resümee über Reality-Stars, Manuel Flickinger wird vom "Erdmännchen zum Löwen" und Harald Glööcklers Mimosenhaftigkeit ist wenig pompös. Die Männer-WG gibt im Halbfinale noch einmal alles.

Schwupp, da zog auch die letzte Frau von dannen. Jedoch nicht, ohne dem Publikum vorher noch einmal eine Kostprobe ihrer schauspielerischen Fähigkeiten zu präsentieren. Krank sei die Renzi plötzlich, sie müsse sofort ins Hotel und verzichte auch gern auf die "100.000 Mark". Wie kann das böse RTL nur von ihr verlangen, in einen Bottich voller Innereien zu steigen, das sei "entwürdigend" und für kein Geld der Welt verkaufe sie ihre Würde.

Schnell stellt sich aber heraus, weder das Dschungel- noch das Zeckenfieber haben Anouschka ereilt, sondern es ist schlicht die Schwunglosigkeit, die sie zu dieser gespielten Theatralik bewegt. "Nie wieder mache ich so ein Format", gesteht die 57-Jährige, bevor sie dem Dschungel entschwebt wie eine Elfe, die zu lange auf Gargamels Dachboden weilte. Somit feiert diese Staffel die nächste Premiere. Es sind nur noch Männer am Lagerfeuer und die könnten jetzt auch, wie Filip freudestrahlend feststellt, nackig durchs Dickicht scharwenzeln.

Einmal müssen wir noch ertragen, wie Eric irgendwelche bereits zigfach in der Presse durchgekauten Familienstorys für die Quote ausschlachtet: "Meine Frau ist ja bisexuell." Wie oft will er das noch erzählen? Es ist zusehends anstrengend, diesen Lebenssplitter-Erzählungen beizuwohnen. Und das liegt nicht daran, dass sie auserzählt sind, sondern an ihrer Thematik. Plötzlich ist da von USB-Sticks mit Pornografie die Rede, von Gerichtsprozessen und K.o.-Tropfen und im nächsten Moment soll man wieder zur Tagesordnung übergehen und Spaß beim Dschungelcamp gucken haben. Das funktioniert nicht! Und es mutet höchst befremdlich an, wenn da jemand solche Storys zum Besten gibt, während er gleichzeitig in der Hängematte liegt und schaukelt.

Harald, Anouschka und die Reality-Sternchen

Leider hat auch Harald auf den letzten Metern Sympathiepunkte verloren. Erst das Angezicke mit Renzi, die ihm sehr lieb unter vier Augen gesteht, ob seiner Dominanz des Öfteren eingeschüchtert zu sein, gefolgt von der Frotzelei über den immer selbstbewusster werdenden Manuel, der sich zu einem ernsthaften Konkurrenten gemausert hat. Und den man jetzt eben versucht, so ein bisschen durch die Blume wegzubeißen.

Glööckler wirkte zuletzt eher mimosenhaft, was natürlich auch an seinen Schmerzen liegen kann. Und während Anouschka ihre Meinung frei heraussagte, nämlich: "Reality-Sternchen, das finde ich das Allerletzte", wirkt Harald geradezu überempfindlich, als die Gruppe nicht ihn, sondern Manuel zum Teamchef erklärt. Das "Erdmännchen" hat sich eben in "einen Löwen" verwandelt.

So wurschtelt sich die Männer-WG mehr recht als schlecht durch den Tag. Die Kocherei geht nicht ganz so gut von der Hand, Peter und Filip balgen herum wie Jugendliche auf dem Bolzplatz und alles sieht ganz danach aus, als würde jeder der Verbliebenden denken, so ein einfaches, bescheidenes Leben im Wald mit ein paar freundlichen Parteigenossen um einen herum, daran könnte man sich durchaus gewöhnen.

Voller Körpereinsatz im "Creek der Sterne"

Das Schöne an diesem letzten Tag vor dem großen Finale kommt zum Schluss. Die komplette maskuline WG muss in die Dschungelprüfung "Creek der Sterne". Ein herrlicher Spaß! Nur in Badehöschen bekleidet strotzen die letzten fünf den Widrigkeiten. Wassermassen, Sturmböen und Schlotze prasseln auf sie nieder, während sich jeder einen Stern schnappen und auf einer ganz bestimmten Position ausharren muss.

Voller Körpereinsatz ist jetzt gefragt. Nur nicht schwach oder müde werden! Man sieht den "Big Five" - wie sie sich selber nennen - an, wie das Adrenalin durch ihre Körper schießt und wie gut ihnen gleichzeitig diese letzte große Gaudi tut. Kein Gezeter, kein Tamtam. Alle für einen, einer für alle. Gemeinsam holen sie die fünf zu erspielenden Sterne. Die Freude in den Gesichtern macht den Stress der letzten Tage wohl auch ein bisschen vergessen.

Dennoch ist am Ende dieses Tages für zwei der Camper das Abenteuer vorbei. Peter muss als Erster das Camp verlassen und auch Harald hat es nicht geschafft. Er selbst beteuert, dass es für ihn vollkommen okay sei. Die körperlichen Strapazen würden ihm ohnehin zu schaffen machen. So richtig abnehmen kann ihm der Zuschauer das jedoch nicht. Im Finale sind somit: Manuel Flickinger, Filip Pavlovic und Eric Stehfest.

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!": Daniel Hartwich und Sonja Zietlow führen wie gewohnt durch die Sendung, bis sich am 5. Februar entscheidet, wer Dschungelkönig oder Dschungelkönigin wird. Am 6. Februar findet das "Große Wiedersehen" aller Dschungel-Stars statt. Die Show ist auch auf RTL+ abrufbar.


Quelle: ntv.de

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