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Ganzseitige Zeitungs-Anzeigen Jay-Z gedenkt George Floyd kämpferisch

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Jay-Z will großformatig an George Floyd erinnern.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Um des bei einem Polizeieinsatz getöteten George Floyd zu gedenken, schaltet US-Superstar Jay-Z ganzseitige Anzeigen in großen Zeitungen. Die dürfen auch als Ermutigung zum Widerstand verstanden werden.

Der US-Musiker Jay-Z hat zusammen mit Anwälten, Aktivisten und Opfern von Polizeigewalt Zeitungsanzeigen im Gedenken an den getöteten Afroamerikaner George Floyd geschaltet. "Als Widmung an George Floyd" ist die ganzseitige Anzeige mit Auszügen aus einer Rede des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King aus dem Jahr 1965 tituliert. King bekräftigte damals im US-Staat Alabama, für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen und die Stirn zu bieten, auch angesichts von Schlagstöcken, Polizeihunden und Tränengas.

Zusammen mit Jay-Z haben unter anderem Angehörige von Afroamerikanern, die bei Polizeieinsätzen ums Leben gekommen sind, die Anzeige unterschrieben. Unterzeichnet wurde sie auch von der Organisation Innocence Project, die sich bemüht, zu unrecht Verurteilte aus Gefängnissen zu holen. Die Anzeigen wurden landesweit in großen US-Zeitungen veröffentlicht. Dem Sender CNN zufolge sollten am Mittwoch weitere Seiten erscheinen.

Jay-Z meldete sich schon oft zu Wort

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Seit Tagen kommt es in vielen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser ist der Tod Floyds in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am Montag vergangener Woche. Einer von vier beteiligten Beamten hatte dem 46-Jährigen fast neun Minuten lang sein Knie in den Nacken gedrückt.

Jay-Z hatte sich bereits im Falle des beim Joggen von weißen Zivilisten erschossenen Ahmaud Arbery lautstark zu Wort gemeldet. Arbery war Ende Februar in einem Wohnviertel in Brunswick erschossen worden. Erst nach der Veröffentlichung eines Videos wurden zwei verdächtige weiße Männer, der 64-jährige Gregory M. und sein 34 Jahre alter Sohn Travis, festgenommen. Ihnen werden Mord und schwere Körperverletzung vorgeworfen.

In einer Anzeige in der Sonntagszeitung "Atlanta Journal-Constitution" appellierten Jay-Z und die Sängerin Alicia Keys an den Gouverneur und den Generalstaatsanwalt von Georgia, "sicherzustellen, dass ein fairer Prozess geführt wird". Arbery "war unbewaffnet und unschuldig und das Opfer eines Hassverbrechens".

Quelle: ntv.de, ter/dpa