Unterhaltung

"Koste es, was es wolle"Woody Allen soll Rio mit Film beehren

19.08.2013, 09:18 Uhr
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In Rio de Janeiro muss man die Kamera eigentlich nur draufhalten und hat interessante Motive: Taxifahrer im Streit mit Demonstranten, die eine Straße blockieren. (Foto: REUTERS)

Da ist aber jemand Woody-Allen-verrückt: Rio de Janeiros Bürgermeister ist bereit, für seine Leidenschaft für dessen Filme tief in die eigene Tasche zu greifen. Er will, dass Allen einen Film in der Stadt am Zuckerhut dreht, und "100 Prozent der Produktionskosten zahlen".

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Rios Bürgermeister will, dass Woody Allen auch seiner Stadt ein filmisches Denkmal setzt. (Foto: picture alliance / dpa)

Für seine Obsession für Woody-Allen-Filme will Rio de Janeiros Bürgermeister Eduardo Paes tief in die Taschen greifen. "Koste es, was es wolle", dass der berühmte US-Filmemacher einen seiner Filme in der Zuckerhut-Metropole drehe, sagte Paes der brasilianischen Zeitung "O Globo". "Ich werde 100 Prozent der Produktionskosten zahlen", versprach das Stadtoberhaupt. Allen hatte zuletzt eine Reihe seiner Filme in berühmten Großstädten spielen lassen: London, Barcelona, Paris und Rom.

Paes zeigte sich wild entschlossen, Rio dieser illustren Liste hinzuzufügen. "Ich wünsche mir so sehr, dass er kommt. Ich habe schon alles Mögliche getan", sagte der Bürgermeister der Zeitung. "Ich habe mit seiner Schwester gesprochen. Ich habe ihm über (den spanischen Stararchitekten Santiago) Calatrava, der in New York sein Nachbar ist, eine Botschaft geschickt." Mit Kritik an seinem Plan, "Woody die verlangten Millionen" zu geben, werde er schon fertig, versicherte Paes.

In Brasilien gibt es seit rund zwei Monaten Sozialproteste, die zunehmend gewalttätiger werden. Im Juni waren Millionen Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Korruption und Verelendung zu protestieren. Der Zorn der Demonstranten richtet sich auch gegen Milliardenausgaben des Staats für Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr und die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2016 in Rio. Anfang August drangen regierungskritische Demonstranten in ein Regierungsgebäude in der Metropole ein.

Quelle: ntv.de, AFP