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Alles andere als entspannte Tage Spanische Königsfamilie fliegt in den Urlaub

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Nach Angaben des Königshauses wird die Familie bis zum 18. August im Marivent-Palast vor den Toren der Inselhauptstadt Palma bleiben

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Die spanische Königsfamilie ist für ihren alljährlichen Sommerurlaub auf der Insel Mallorca eingetroffen. Zehn Tage will sich König Felipe gemeinsam mit seiner Frau Letizia und den beiden Töchtern entspannen. Richtige Erholung dürfte sich aber nicht einstellen, denn der Terminkalender der Royals ist eng getaktet.

Die spanische Königsfamilie hat ihren jährlichen Sommerurlaub auf Mallorca begonnen. Am Steuer eines Wagens traf König Felipe VI. zusammen mit Königin Letizia und den beiden Töchtern, Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía, am späten Freitagabend im Marivent-Palast vor den Toren der Inselhauptstadt Palma ein. Wie auf Fotos zu sehen ist, trugen alle vier Corona-Schutzmasken.

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Bei der Anreise trugen alle Masken.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Nach Angaben des Königshauses wird die Familie bis zum 18. August auf der Mittelmeerinsel bleiben. Felipe und Letizia haben allerdings auch ein dichtes Arbeitsprogramm, wie das Königshaus mitteilte. Bereits am Montag werde der König Regionalpräsidentin Francina Armengol und weitere Inselpolitiker empfangen, hieß es. An den nachfolgenden Tagen stehen den Angaben zufolge weitere Termine an, unter anderem am Mittwoch ein Treffen mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Fototermin im Marivent-Palast abgesagt

Die Familie will auch andere Balearen-Inseln besuchen, um sich über die wirtschaftliche und soziale Situation während der Corona-Pandemie zu informieren. Der traditionelle Empfang für die Balearen-Gesellschaft fällt dieses Jahr wegen der weiter grassierenden Corona-Pandemie aus. Auch der Fototermin im Marivent-Palast soll erstmals nicht stattfinden. Medien mutmaßen, dass vor allem die Absage dieses Fototermins mit der Affäre um Felipes Vater zusammenhängt.

Am Montag war mitgeteilt worden, dass der unter Korruptionsverdacht stehende Altkönig Juan Carlos Spanien verlässt und seine Residenz ins Ausland verlegt. Der Aufenthaltsort des 82-Jährigen ist seitdem unbekannt. Seine Gattin Sofía hält sich bereits seit einigen Tagen auf Mallorca auf. Einige Medien und Politiker warfen dem Altkönig vor, er sei "geflohen". Der Anwalt von Juan Carlos versicherte, sein Mandant werde der spanischen Justiz weiterhin zur Verfügung stehen.

Der Skandal dreht sich um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke in Saudi-Arabien durch ein spanisches Konsortium. Juan Carlos soll 2008 von den Saudis 100 Millionen US-Dollar für die Vermittlung kassiert haben. Damals genoss er als Monarch zwar noch Immunität. In Zusammenhang mit der Zahlung wird er aber nun der Steuerhinterziehung und der Geldwäsche nach seiner Abdankung im Juni 2014 verdächtigt. Im Juni leitete das Oberste Gericht in Madrid Ermittlungen ein.

Quelle: ntv.de, jki/dpa