"Hautnah"-Pleite scheint überwunden Uschi Glas liebäugelt mit Teleshopping

Der Misserfolg mit ihrer Kosmetiklinie "Hautnah" kann Uschi Glas offenbar nicht von ihrer Begeisterung für Teleshopping abbringen. Die Schauspielerin stünde sofort wieder für das Verkaufsfernsehen bereit - wenn sie hinter dem Produkt stehen könnte.
Schauspielerin Uschi Glas kann sich trotz schlechter Erfahrungen mit dem Teleshopping eine Rückkehr in dieses profitable Geschäftsfeld vorstellen. "Mir hat die Arbeit damals saumäßig viel Spaß gemacht", verriet die 69-Jährige der "Bunten". "Wenn heute einer mit dem richtigen Produkt käme, hinter dem ich stehen könnte, wäre ich sofort wieder dabei."
Vor knapp zehn Jahren war Glas mit ihrer Kosmetiklinie "Hautnah" von der Stiftung Warentest mit "mangelhaft" bewertet worden, was an ihrem Image als Sauberfrau gekratzt hatte. Glas hatte damals gegen die Stiftung Warentest auf Schadenersatz geklagt, da die Tests ihrer Ansicht nach nicht sachgemäß durchgeführt worden seien. Das Gericht lehnte ihre Klage jedoch ab - jede vierte Testerin habe durch die Cremes Pusteln, Juckreiz oder schuppige Haut bekommen.
Glas im Kino wieder erfolgreich
In der Krimiserie "SOKO Stuttgart" schlüpfte Glas kürzlich in die Rolle einer Teleshopping-Queen, die unter Mordverdacht steht. "Klar hätte ich Nein sagen können, als mir meine Freundin und Regisseurin Heidi Kranz das Buch zum Lesen gab", sagte Glas. "Andere hätten sich das bei meiner Vorgeschichte vielleicht nicht getraut." Sie sei sich durchaus bewusst, "dass einige jetzt denken: Die Glas spielt sich da selbst - ihre Niederlage beim Homeshopping-Sender HSE24 mit ihrer Pickel-Kosmetik."
Zuletzt feierte die Bayerin, die ihren Durchbruch schon 1968 mit dem Film "Zur Sache, Schätzchen" hatte, mit der Komödie "Fack Ju Göhte" einen Kassenerfolg. Glas spielt in ihrem ersten Kinofilm seit Jahrzehnten eine selbstmordgefährdete Lehrerin und zog sich während der Dreharbeiten nach eigenen Angaben bei selbstabsolvierten Stunts "ein halbes Schleudertrauma zu".