Unterhaltung

Vip, Vip, Hurra! Wolfgang Joop, Mädchen und reiche Männer

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Sorgte in dieser Woche mit seinen Aussagen über Models für Entsetzen: Wolfgang Joop

(Foto: imago images/Future Image)

Laura Müller ist "total aufgeregt", Wolfgang Joop sorgt mit Aussagen über die Modewelt für Entsetzen und Enissa Amani soll ins Gefängnis. Vip, Vip, Hurra! - der Wochenrückblick auf die Welt der Prominenten ist da.

Ja, Handtaschen berühmter Modemarken wie Chanel, Hermès oder Gucci kosten eine ganze Stange Geld. Ihr Wert ist in den letzten Jahren noch einmal rasant gestiegen. So mancher sieht den Erwerb einer solchen Tasche gar als gutes Investment. Sparfüchse schauen sich gezielt auf Ebay oder anderen Online-Anbietern nach Vintage-Taschen um, die man dort oft preisgünstiger erwerben kann und hier - kommt Laura Müller ins Spiel!

In unserem prominenten Wochenrückblick werfen wir zuerst einen Blick auf die Frau von Michael Wendler. Seit Monaten herrschte Funkstelle im Hause Wendler, aber nun ist das "Playboy"-Model zurück. Was ist los? Ist Laura unter die Unternehmerinnen gegangen und plant wie die Kardashians ihr eigenes Imperium? Zuzutrauen wäre es ihr. Man kann es sich gut vorstellen: Laura Müller als deutsche Kylie Jenner, die mit Mitte 20 ihre erste Milliarde eingefahren hat. Und wenn man Sätze wie den folgenden hört, könnte man meinen, Müller plane tatsächlich etwas ganz Großes: "Ich habe so etwas in der Art noch nie gemacht und bin auch total aufgeregt".

Doch leider steckt hinter "der coolen Aktion" lediglich bezahltes Kleiderschrank-Ausmisten. Müller hat zu viele Handtaschen und verhökert diese deshalb. Und natürlich gibt es an dieser Stelle auch Skeptiker, die hinter dem Privatverkauf akute Geldnot sehen. Denn tatsächlich fragt man sich, wie es im Hause Wendler überhaupt weitergehen soll, jetzt, wo feststeht, dass die Bevölkerung dieses Landes größtenteils putzmunter ist und nicht wie vom großen Philosophen Michael prognostiziert, "im September" versammelt dem Impftod erlag.

Joop und die Sünde in der Modewelt

Bloß nicht aufregen! Auch Prominente sind nicht davor gefeit, stupides Zeug zu faseln. Ganz vorne mit dabei in dieser Woche: Wolfgang Joop. Der Modedesigner sorgte mit einer Aussage anlässlich seines 77. Geburtstages für Entsetzen. So beschrieb er in einem "Spiegel"-Interview die Modewelt von einst wie folgt: "Alles war käuflich. Die Agenturen gaben die Schlüssel zu den Zimmern der Models, die nicht so viel Geld brachten, an reiche Männer. Und wenn sich ein Mädchen beschwerte, hieß es: Wir können auf dich verzichten."

Hier so eine Rock'n'Roll-Nummer draus machen zu wollen, als sei das Modegeschäft eine Party voller Sünde, bei der letztlich aber alle einen Heidenspaß haben, ist nicht nur geschmacklos, sondern auch verharmlosend, was sexualisierte Gewalt betrifft - frei nach dem Motto: Du willst für den Designer XY laufen, dann musst du erstmal Sex mit seinem besten Kunden haben.

"Die Models wollten Geld verdienen und dazugehören. Da war es doch besser, Kontakt mit reichen Männern zu haben, als an der Supermarktkasse sitzen zu müssen", so der Designer, der sich inzwischen für seine Aussagen "bezüglich der Sünde in der Modewelt" entschuldigte und betonte, dass die "respektvolle Behandlung eines jeden Menschen" für ihn "an erster Stelle" stehe.

Enissa Amani soll 40 Tage ins Gefängnis

Und auch sie hatte in dieser Woche leider Ärger: Enissa Amani. "Gegen mich ist ein Haftbefehl ausgestellt. Ich soll für 40 Tage ins Gefängnis", so die Entertainerin. Was geschehen war, ist schnell erzählt: Wegen der Beleidigung des bayerischen AfD-Politikers Andreas Winhart war Amani zu einer Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro verurteilt worden, während der Politiker selbst mehrfach durch rassistische Äußerungen aufgefallen war, für die er wiederum nicht strafrechtlich belangt worden sei. Amani möchte die Strafe nicht zahlen.

"Wenn wir eindeutig rassistisches Gedankengut durchgehen lassen, dann sind irgendwann am Ende der kausalen Kette Verrückte auf der Straße, die wie in Hanau oder damals in Norwegen irgendwo reinlaufen und Menschen erschießen", so die Komikerin über den Politiker, der, wie Sigrid Brinkmann im Gespräch mit Amani im Deutschlandfunk schreibt, "im September 2018 Geflüchteten öffentlich eine Mitschuld an HIV-, Krätze- und TBC-Fällen" gegeben hatte.

Alec Baldwin, George Clooney und Russisches Roulette

Verworrener werden auch die Geschehnisse rund um die Schüsse an einem Filmset von Alec Baldwin, bei dem Kamerafrau Halyna Hutchins durch den Schauspieler tödlich verletzt wurde. Immer mehr Informationen dringen dieser Tage an die Öffentlichkeit und auch Kritik von Kollegen bleibt nicht aus. So äußert sich unter anderem George Clooney, bei dem der schreckliche Vorfall Erinnerungen an seinen ebenfalls verunglückten Freund Brandon Lee, Sohn der Kampfkunst-Legende Bruce Lee, wachruft. Clooney kann die Vorkommnisse weder verstehen noch einordnen und schildert selbst den professionellen Gebrauch von Waffen am Filmset.

So sagt er, man öffne immer erst das Magazin und schaue sich alles genau an, zeige es auch noch einmal dem Waffenmeister. Er könne nicht verstehen, wie es sein kann, dass eine so junge Waffenmeisterin wie die von Baldwin "mit so wenig Erfahrung" eine so große Verantwortung an einem Filmset trage. Mitarbeiter haben Baldwin inzwischen verklagt. Eine von ihnen sagte nun aus, der Schauspieler habe mit der Waffe sogar "Russisches Roulette" gespielt.

Annalena Baerbock und ein Blick in die Zukunft

Schließen wir unseren Wochenrückblick mit etwas Positivem: Weil die Zinsen im Keller sind, schauen Sparer sich nach Alternativen um. Ist eine Tasche von Laura Müller möglicherweise eine gute Kapitalanlage? Wie hoch wird der Wert seltener Wein-Jahrgänge in zehn Jahren sein? Und haben wir vielleicht Glück, wenn wir eins der Bücher von Grünen-Chefin Annalena Baerbock gekauft haben?

Nach Plagiatsvorwürfen war die Politikerin in die Kritik geraten und wollte das Buch mit dem Titel "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" überarbeiten. Nun teilte ihr Verlag mit, es würde nicht mehr verkauft und sogar aus dem Handel genommen werden. Baerbock selbst habe das so entschieden. Der "Spiegel"-Bestseller kostete 24 Euro. Heben Sie ihn bloß auf! Vielleicht ist er in einigen Jahren 26,30 Euro wert. Bis nächste Woche!

Quelle: ntv.de

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