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Von wegen "Dirty Dancing" 3 Doors Down: "Time Of My Life"

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3 Doors Down: Ihre Musik geht ins Ohr und bleibt im Kopf.

(Foto: REUTERS)

Vergessen Sie Patrick Swayze, Jennifer Grey und die Sommerferien-Tanz-Schmonzette "Dirty Dancing". Die US-Rocker von 3 Doors Down zeigen mit ihrem fünften Studioalbum, was "Time Of My Life" wirklich bedeutet.

3 Doors Down gibt es mittlerweile seit 15 Jahren. In den USA gehört das Quintett um Sänger Brad Arnold zum größten, was die Rockszene derzeit zu bieten hat. Und dass sie es noch immer drauf haben, beweisen sie mit dem Album "Time Of My Life".

Dass man bei diesem Titel immer noch zuerst an "Dirty Dancing" denkt, konnten schon die Black Eyed Peas mit ihrem Cover nicht ändern. Und auch der Titelsong des neuen 3-Doors-Down-Albums, als Opener zudem auf der Platte zu finden, wird daran nicht rütteln können. Warum auch? Der Albumtitel ist für die Jungs mehr als nur ein Songtitel oder eine Liedzeile, es ist vielmehr eine Lebenseinstellung: Lebe jetzt. Genieße die Zeit! Und diese Einstellung spiegelt sich dann auch passenderweise im ganzen Werk der US-Amerikaner wider - in jedem der zwölf Songs.

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Live sind 3 Doors Down der pure Genuss - wie hier bei "Rock am Ring" 2004.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Einen Top-Charthit, wie die unvergessenen "Kryptonite" und "Loser" von ihrer ersten Platte "The Better Life", gibt es unter den zwölf neuen Liedern indes nicht. Mit "Kryptonite" gelang einst der internationale Durchbruch, wochenlang führte der Song die Rockcharts an. Heute, etliche Jahre und mehr als 16 Millionen verkaufte Platten später, braucht das Quintett diesen Hype nicht mehr. 3 Doors Down haben sich auf unzähligen Livekonzerten eine treue Gefolgschaft erspielt: Allein bei einem Konzert in Daytona Beach kamen rund 200.000 Fans. Ihre Gigs sind immer ausverkauft, wovon sich zuletzt auch die Fans hierzulande überzeugen konnten, als 3 Doors Down mit der Vorband Alter Bridge die deutschen Hallen bis zum letzten Mann füllten.

Geht ins Ohr, bleibt im Kopf

Dabei wurden auch bereits Stücke vom neuen Longplayer gespielt und der ist in seiner Gesamtheit ausgeglichener als seine Vorwerke geworden: Mit "Time Of My Life" ist 3 Doors Down etwas geglückt, was immer weniger Bands gelingt: Ein Album zu kreieren, das vom ersten bis zum letzten Song überzeugen kann - ohne Ausfälle oder Füllmaterial. Die CD liegt im Player und kann wieder und wieder komplett angehört werden - ohne ein Lied überspringen zu müssen.

Ein weiterer Pluspunkt: Mit jedem Hören gefällt die Platte besser, gehen die Songs mehr ins Ohr, bleiben tiefer im Kopf. Zuletzt gelang dieses Kunststück den Foo Fighters mit "Wasting Light".

Melancholie und Tiefgang

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Der typische 3-Doors-Down-Sound? Brad Arnolds unverwechselbare Stimme gehört dazu.

(Foto: REUTERS)

Wenn "Time Of My Life" wieder typisch 3 Doors Down ist, liegt das auch am unverkennbaren Stil der Band: Richtig harte Rocksongs mit minutenlangen Gitarrensoli sucht man vergebens, dafür gibt es puren Rock 'n' Roll: Powergitarre mit Melodie wie bei "Round and Round", "Every Time You Go" oder auch "On The Run". Unverkennbar ist auch wieder die Stimme von Sänger Arnold, die vor allem bei den langsamen Titeln wie "When You’re Young" oder "She Is Love" ihre volle melancholische Bandbreite ausspielen kann.

Geblieben ist zudem die Tiefgründigkeit der Texte. Es sollte daher niemanden verwundern, wenn 3 Doors Down wieder einmal für den einen oder anderen Grammy nominiert werden oder einen weiteren Billboard oder American Music Award einheimsen. Gold- und Platin-Auszeichnungen sind für "Time Of My Life" programmiert.

Die stärksten Songs auf der neuen Scheibe sind "Heaven", "Back To Me" und ein Lied, das ebenfalls als Opener, Albumtitel und Lebenseinstellung hätte herhalten können: "My Way".

"Time Of My Life" ist 3 Doors Down at it's best!

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Quelle: n-tv.de

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