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Der "Tatort" im SchnellcheckExistenzkampf auf zwei Rädern

28.02.2026, 15:44 Uhr
imageVon Ingo Scheel
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Johanna Stern (Lisa Bitter) ermittelt undercover bei den Velo Punks, Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) unterstützt sie. (Foto: SWR/Benoît Linder)

Der Titel von Lena Odenthals 83. Fall führt in die Irre, bei "Sashimi Spezial" geht es nicht um asiatische Häppchen, sondern um zwielichtige Botendienste - im Fokus das Kurier-Unternehmen Velo Punks.

Was passiert?

Auf dem Ludwigshafener Revier stößt man gerade auf den Neustart von Polizeichef Kurt Breising (Bernd Hölscher) an, da stürmt ein Mann in Fahrradkluft herein und will eine Aussage machen. Johanna Stern (Lisa Bitter) nimmt sich seiner an, doch der Mann überlegt es sich anders, verlässt fluchtartig das Gebäude - und wird direkt vor dem Haus von einem Transporter überfahren. War es ein Unfall oder eine gezielte Attacke? Marc, so der Name des Getöteten, gehörte zum Kurierdienst Velo Punks, Stern entschließt sich spontan, undercover bei der bunten Truppe einzusteigen, um herauszufinden, wer etwas mit der Tat zu tun haben könnte.

Als sie dem Team um die einstige Öko-Aktivistin Zoë (Antje Traue) näher kommt, gerät sie in den Konflikt zwischen schlechtem Gewissen und Ermittlungsauftrag. Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) sieht den Alleingang ihrer Kollegin kritisch, hat jedoch keine andere Wahl, als das gefährliche Spiel mitzuspielen.

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Weil Johanna Stern (Lisa Bitter) als verdeckte Ermittlerin bei einem Kurierdienst eingestiegen ist, treffen sie und Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) sich an einem neutralen Ort. (Foto: SWR/Benoît Linder)

Worum geht's wirklich?

Böse Autofahrer auf der einen Seite, Bike-Individualisten auf der anderen - Drehbuchautor Stefan Dähnert und Regisseurin Franziska Margarete Hoenisch stilisieren den ungleichen Konkurrenzkampf zum urbanen Konflikt. Subkultur meets Drogenkriminalität, eine spannende Ausgangssituation, wenn das alles doch nur nicht so hölzern angelegt wäre ...

Wegzapp-Moment?

"Warum geht ihr nicht ans Telefon, habt ihr 'ne Pizza am Horchlappen?" - bei solchen Zeilen wünscht man sich selbst etwas Ohropax in die ... ähm ... Lauscher, Löffel, Ohrmuscheln. Mit Standbildern wird das Personal der "Velo Punks" eingeführt und bleibt doch merkwürdig anonym, nur der olle Toten-Hosen-Klassiker "Bis zum bitteren Ende" sorgt zwischenzeitlich mal für ein bisschen (Grabes)stimmung.

Wow-Faktor

Auf dem Papier mag die Story eine Menge Potenzial haben, tatsächlich kommt "Sashimi Spezial" trotz des zuweilen hohen Tempos nie so wirklich in die Gänge. Die Settings wirken künstlich, die Figuren überzeichnet bis an den Rand des Grotesken. Allein die "Velo Punks" in ihren circensischen Outfits, mit Worthülsen à la "Eat The Rich" und "Alle Tassen im Schrank" auf Stofffetzen an die Joppen genäht, der amateurhafte Undercover-Einsatz von Johanna Stern, die Rotwein-Runde im Wohnwagen - da hakt die dramaturgische Gangschaltung ein ums andere Mal.

Wie war's?

3 von 10 Punkten - mehr Drahtesel als Campagnolo-Flitzer.

Quelle: ntv.de