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Wieder was gelernt Brauereien bleiben auf ihrem Bier sitzen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wirtshäuser, Restaurants und Clubs sind seit Wochen geschlossen, Events gibt es diesen Sommer keine. Das ist nicht nur für Gastronomen und Veranstalter eine Katastrophe, sondern auch für die Bierbrauer.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

In der Corona-Krise erlebt auch die Brauwirtschaft einen beispiellosen Umsatzeinbruch. In der Branche heißt es, ausnahmslos jede der mehr als 1500 Brauereien in Deutschland werde in diesem Jahr einen Verlust einfahren. Die Aussichten sind auch deshalb so düster, weil Gastronomen und Veranstalter eine extrem lange Zeit vom Lockdown betroffen sind, noch deutlich länger als etwa der ebenfalls gebeutelte Einzelhandel. Hinzu kommt, dass es im Gegensatz zu anderen Branchen keine sogenannten Nachhol-Effekte geben wird, sagt Birte Kleppien, Sprecherin der Radeberger Gruppe.

"Ein Bier, das man heute beim Frühlingsfest nicht trinkt, wird man nicht im Herbst nachholen. Das heißt, diese Absätze sind unwiederbringlich für alle Brauer verloren. Und das sind wirklich dramatisch schmerzhafte Einschläge, die alle Brauer auszuhalten haben."

Natürlich sind nicht nur die großen Unternehmen wie Radeberger, Deutschlands größte Brauereigruppe, von der Corona-Krise getroffen, sondern auch viele regional verwurzelte Brauereien. Eine von ihnen ist die Privatbrauerei Schwerter Meissen, die als älteste Privatbrauerei Sachsens gilt. Marketing-Leiter Norbert Rogge macht vor allem der brachliegende Fassbier-Absatz zu schaffen.

"Wir haben in normalen Zeiten einen erfreulich hohen Anteil an Fassbier für Gastronomie und Veranstaltungen. Das macht bei uns in normalen Jahren etwa 30 Prozent aus. Da Fassbier für hohe Deckungsbeiträge steht, ist das für eine Brauerei eigentlich eine sehr positive Entwicklung. Im Moment läuft Fassbier aber gegen Null. Wir kämpfen sogar schon mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und werden deshalb Fassware im großen Stil vernichten müssen."

Warum selbst der gestiegene Bierabsatz in Supermärkten und Getränkemärkten die Verluste nicht auffangen kann und sogar zu neuen Problemen führt, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wie wurde Ischgl zur Virenschleuder Europas? Was bedeutet die Corona-Pandemie für das Klima? Wie bleibt die Internationale Raumstation garantiert virenfrei? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, sks

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