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Wieder was gelernt Darum ist Nordkorea im Eskalationsmodus

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un: Offiziell noch an der Macht.

(Foto: REUTERS)

Seit gut 70 Jahren herrscht die Kim-Dynastie mit eiserner Hand über Nordkorea. Nach einer kurzen Phase der Entspannung schaltet sie jetzt international wieder auf Attacke. Warum ist der ewige Streit mit dem ungeliebten Nachbarn Südkorea erneut eskaliert? Warum spricht die Drohungen nicht Diktator Kim Jong Un aus, sondern seine Schwester? Und was haben die USA damit zu tun?

Darum geht es in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Seit mittlerweile 70 Jahren befinden sich Nord- und Südkorea offiziell im Krieg. 1950 war der Koreakrieg ausgebrochen, drei Jahre später wurden nach dem Ende der Kämpfe zwar ein Waffenstillstand und ein Nichtangriffspakt beschlossen, einen Friedensvertrag gibt es aber bis heute nicht. Im Jahr 2018 schien eine Lösung nah: Nordkorea schickte Kim Yo Jong, die einflussreiche Schwester von Machthaber Kim Jong Un, zu den Olympischen Winterspielen nach Südkorea. Im Gepäck hatte sie einen Brief des Diktators. Daraus ist nach langer Funkstille eine Art Dialog entstanden, es folgten drei Gipfeltreffen zwischen Kim Jong Un und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In.

Doch seitdem hat sich die Stimmung zwischen den beiden Koreas merklich abgekühlt. Nordkorea ist zurück im Eskalationsmodus, das hat das Regime mit der Sprengung des gemeinsamen Verbindungsbüros in der Grenzstadt Kaesong unterstrichen, erklärt Nordkorea-Experte Rüdiger Frank von der Universität Wien.

"In den vergangenen zwei Jahren hat Nordkorea immer wieder Druck auf Südkorea ausgeübt, mehr zu tun. Ganz konkret fordert Nordkorea Wirtschaftshilfen, sei es in Form von Handel, Direktüberweisungen oder technischer Kooperation. Das kollidiert aber mit den bestehenden UN- und US-Sanktionen. Jetzt bringen die Nordkoreaner ihre Unzufriedenheit mit dem mangelnden Fortschritt zum Ausdruck, indem sie ein Gebäude sprengen, das sich sowieso auf ihrem Territorium befindet."

Die Sprengung war vorab angekündigt worden, aber nicht von Kim Jong Un, sondern von seiner Schwester. Kim Yo Jong stellt sich aktuell als Scharfmacherin in den Vordergrund des Konflikts, während ihr Bruder im Hintergrund verschwunden scheint. Warum der Oberste Führer Nordkoreas seine Schwester vorschickt und was es mit den jüngsten Gerüchten zu seinem Gesundheitszustand auf sich hat, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Was kann die Corona-App? Wie geht es der Clubszene in Corona-Zeiten? Was hat es mit der "Great Green Wall" in Afrika auf sich? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, sks

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