Schmutzige GeschäfteDie Kaffeeklage

Eine ältere Dame kauft sich einen frischen Kaffee beim Fast-Food-Riesen McDonald's. Im parkenden Auto verschüttet sie ihn und verbrüht sich die Beine. Was folgt, ist eine der absurdesten Schadensersatzklagen, die es je gab. Ein Fall zwischen Satire und Wirklichkeit.
New Mexiko, 1994: Eine ältere Dame versucht während einer Autofahrt Milch und Zucker in ihren Kaffee zu schütten und gießt sich die kochend heiße Flüssigkeit über die Beine. Stella Liebeck erleidet Verbrennungen dritten Grades, die von einem Spezialisten behandelt werden müssen. Die Krankenhausrechnung beläuft sich auf schlappe 10.000 US-Dollar und die Narben werden sie ein Leben lang an die Schmerzen erinnern.
Aus Wut und Verzweiflung geht die 81-Jährige vor Gericht. Denn sie hat sich den Coffee to go nicht einfach irgendwo gekauft, sondern in einem der Fast-Food-Restaurants des milliardenschweren Unternehmens McDonald's. Die Kaffeeklage erregt weltweites Aufsehen. Und Liebeck hat Erfolg: Das Gericht spricht ihr 2,9 Millionen Dollar Schadensersatz zu, revidiert die Entscheidung aber später wieder.
Was steckt wirklich hinter dem Vorfall? Und warum wurde Stella Liebeck zum Gespött einer ganzen Nation? Die zweite Episode des True-Crime-Podcasts "Schmutzige Geschäfte - Wirtschaftsverbrecher, die über Leichen gehen" untersucht den Fall erneut und gewährt spektakuläre Einblicke.