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Wieder was gelernt Mit Touchscreen und Designer-Anzug zur ISS

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(Foto: imago images/UPI Photo)

"Launch America" - unter diesem Motto steht der historische Raketenstart von SpaceX. Zum ersten Mal seit neun Jahren starten Astronauten von amerikanischem Boden zur Internationalen Raumstation ISS. Was hat sich seit der Shuttle-Ära in der Raumfahrt geändert?

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Am 8. Juli 2011 hat mit dem Space Shuttle "Atlantis" zum letzten Mal eine bemannte Raumfähre den Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida verlassen. An diesem Tag ist eine Ära zu Ende gegangen. Am morgigen Samstag um 21.22 Uhr (MESZ) - der geplante Start am Mittwoch musste wetterbedingt verschoben werden - beginnt eine neue Ära. Dann schickt das private Raumfahrtunternehmen SpaceX erstmals Astronauten ins All und beendet damit auch die neunjährige Durststrecke der US-Raumfahrt. In den vergangenen neun Jahren brauchten amerikanische Astronauten ausgerechnet russische Hilfe, um zur Internationalen Raumstation ISS zu gelangen. Der russische Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe war seit 2011 die einzige Brücke ins Weltall.

Deshalb ist "Launch America" viel mehr als ein Raketenstart. Er gibt der US-Raumfahrt ihr Selbstverständnis zurück. Doch anders als in der Vergangenheit tritt die US-Weltraumbehörde Nasa diesmal nur als Kunde auf. Für die Mission ist SpaceX verantwortlich. Das Unternehmen von Tesla-Chef Elon Musk war in der Entwicklung trotz vieler Rückschläge am schnellsten, erklärt Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

"Natürlich hat auch SpaceX viele Rückschläge erlebt, aber das ist normal. Sie haben es letztendlich dank viel Durchhaltevermögen und vielen guten Leuten geschafft. Und vor allem hat SpaceX in den vergangenen Jahren einen riesigen Willen gezeigt."

Nach 19 Stunden Flug soll die Raumfähre "Crew Dragon" selbstständig an der ISS andocken. Die Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken sind "nur" Passagiere, könnten die Steuerung im Zweifel aber auch selbst übernehmen - per Touchscreen und nicht mehr per Knopfdruck wie früher.

Was die Anzüge der Astronauten mit Hollywood zu tun haben und welche Rolle ein 3D-Drucker bei der Konstruktion der Rakete gespielt hat, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Was passiert, wenn es keinen Impfstoff gibt? Schuldet China der Welt wegen der Corona-Pandemie Schadenersatz? Was bedeutet die Corona-Krise für die deutschen Brauereien? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, sks