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Wieder was gelernt Wählen die Briten endgültig das Chaos?

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(Foto: REUTERS)

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Großbritannien hat die nächste Brexit-Frist verpasst. Stattdessen gibt es Neuwahlen im Dezember. Die kommen ziemlich überraschend.

Wie wir hier gelandet sind und wie es weitergeht, darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt".

Am 12. Dezember wählt Großbritannien zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren ein neues Parlament. Offiziell wird zwar über die Sitzverteilung im Unterhaus entschieden. In gewisser Weise ist die Neuwahl aber auch eine zweite Brexit-Abstimmung, sagt Stefan Schieren, Großbritannien-Forscher der Katholischen Universität Eichstätt.

"Diese Wahl wird ganz eindeutig im Zeichen des Brexit stehen. Die beiden Lager sind klar beschrieben. Die Wähler können jetzt - je nachdem, welche Haltung sie in dieser Frage haben - ihre Stimme dem einen oder anderen geben. Man kann nur hoffen, dass das Wahlergebnis auch ein klares Ergebnis erzeugt und nicht wieder ein sogenanntes 'Hung Parliament', in dem die Regierungsbildung und die Mehrheitsbildung weiter so schwer ist wie in den letzten Monaten."

Der Plan des britischen Premierministers Boris Johnson bei den Neuwahlen ist offensichtlich: Er möchte seinen konservativen Tories nach vielen Pleiten, Pech und Pannen im Unterhaus eine stabile Regierungsmehrheit sichern. Damit könnte er einen neuen Brexit-Anlauf starten, bevor am 31. Januar die dritte Austrittsfrist abläuft. So ähnlich hatte sich das allerdings auch seine Vorgängerin Theresa May vorgestellt, als sie im Frühjahr 2017 vorgezogene Neuwahlen ankündigte. Ihr Plan ging schief: Die Tories verloren ihre absolute Mehrheit. Seitdem herrscht im Unterhaus Stillstand.

Laut Umfragen gehen die Tories aber als klarer Favorit in die Neuwalen. Überraschend ist deshalb, dass sich die oppositionelle Labour-Partei darauf eingelassen hat. Warum, hören Sie im Podcast.

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, chr

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