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Wieder was gelernt - Brexit Wer übernimmt für Theresa May?

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(Foto: AP)

Die britische Premierministerin Theresa May ist laut Medienberichten fast in Tränen ausgebrochen, als sie am 27. März ihren Rücktritt angeboten hat. Potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger gibt es genug. Allen voran Ex-Außenminister Boris Johnson.

In dieser Folge von Wieder was gelernt erfahren Sie, wer die besten Chancen auf den Spitzenposten hat. Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

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Magnus Brechtken ist der stellvertretende Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München.

(Foto: Institut für Zeitgeschichte)

Einige Konkurrenten in Theresa Mays Konservativer Partei haben nur darauf gewartet, dass die Premierministerin gehen will. Der ehemalige Außenminister und frühere Bürgermeister von London, Boris Johnson, gilt als Top-Favorit auf die Nachfolge. Johnson ist zwar sehr beliebt bei den Mitgliedern der konservativen Partei, in seiner Fraktion allerdings nicht. Das hat uns Magnus Brechtken erzählt, der stellvertretende Chef des Instituts für Zeitgeschichte in München.

"Ich glaube, dass obwohl er der Buchmacher-Favorit ist, er eigentlich seriös keine realen Chancen hat. Auch deshalb, weil natürlich nach einer Wahl der Premierminister mit der Europäischen Union verhandeln muss. Und Boris Johnson ist, wie man im Englischen sagen würde, in Brüssel und in den europäischen Hauptstädten ein 'laughing stock', eine Witzfigur. Den würde man nicht ernst nehmen, weil er durch diese vielen Jahre der unseriösen Politik und Äußerungen vollständig seine Glaubwürdigkeit unterminiert hat."

Schon eher eine Option wäre der jetzige Außenmister Jeremy Hunt. Auch er gilt als Favorit, obwohl er früher einmal für einen Verbleib Großbritanniens in der EU war, dann aber seine Meinung änderte. Er ist möglicherweise der einzige Kandidat, der Boris Johnson stoppen kann.

"Für Jeremy Hunt spricht seine Fähigkeit, sich tatsächlich in hohem Maße aus diesen Kontroversen soweit herauszuhalten, dass er davon nicht betroffen ist. Er hat auch diesen Namen 'Teflon-Jeremy'. Und er ist auch deshalb als Kompromisskandidat möglich, weil im Verhältnis zu Europa als ehemaliger Remainer nicht so diesen Ruch des Ideologen hat. Er ist zwar sozusagen gewechselt von Remain auf Leave, aber das ist politisch auch vernünftig, wenn man die Partei insgesamt vertreten muss, die das als Regierungsprogramm hat. Ich würde Jeremy Hunt eher unter die potenziell mit größeren Chancen ausgestatteten Kompromisskandidaten rechnen."

Welche Kandidaten es noch gibt und wie Magnug Brechtken ihre Chancen einschätzt, erfahren Sie hier, direkt bei Scoundcloud und überall dort, wo es Podcasts gibt:

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Quelle: ntv.de, cam

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