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Wieder was gelernt So leben und arbeiten Profigamer

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Mohammed "MoAuba" Harkous gewinnt die Fifa-Weltmeisterschaft 2019 in London.

(Foto: picture alliance/dpa)

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E-Sport ist längst ein Millionengeschäft. Profigamer an der Weltspitze räumen siebenstellige Preisgelder ab. Deutschland mischt in der Szene ganz vorne mit und gilt als Spitzenreiter in Europa.

Doch was muss man mitbringen und investieren, um ganz oben mitzuspielen? Wie sieht der Alltag von E-Sport-Athleten aus und kann man davon wirklich leben? Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt".

Die sogenannten Fifa-Twins haben es vorgemacht. Daniel und Dennis Schellhase aus Gelsenkirchen sind die erfolgreichsten Fifa-Spieler der Welt. Von 2002 bis 2011 gewannen sie nahezu alle wichtigen Titel der Fifa-Serie – darunter mehrfach Welt-, Europa- und deutsche Meisterschaft. Ende 2004 wechselten sie zum Kölner E-Sports-Team SK Gaming. Daniel Wagner, der Manager des Fifa-Teams erklärt, dass hinter dem Erfolg nicht nur Talent, sondern vor allem hartes Training und ein diszipliniertes Leben stecken.

"In den ersten Wochen trainieren die Jungs acht bis zehn Stunden pro Tag. Danach wird das runtergeschraubt auf zwei bis vier Stunden. Jetzt steht zum Beispiel die virtuelle Bundesliga vor der Tür. Darauf wird sich akribisch vorbereitet und es gibt auch mal Trainingslager. Dann kommen alle Jungs in Köln in unserer Facility zusammen, wir trainieren gemeinsam und bereiten uns gezielt auf diesen Wettbewerb vor."

Mit steigenden Preisgeldern und Zuschauerzahlen von Hunderten Millionen Menschen steigt auch das Interesse von großen Sponsoren. Der erst 16-jährige amtierende Weltmeister des Mehrspieler-Shooters "Fortnite" ist durch seinen Erfolg zum Multimillionär geworden. Bei "The International", dem größten Turnier des Fantasy-Strategiespiels "Dota 2", lag das Gesamtpreisgeld in diesem Jahr bei rund 27 Millionen Euro. Wer Fifa spielt, muss kleinere Brötchen backen. Der diesjährige Weltmeister kassierte "nur" rund 230.000 Euro. Summen, die zeigen: Der Anreiz, E-Sport-Profi zu werden, ist für leidenschaftliche Zocker groß.

Doch gerade, wer von morgens bis abends vor dem Monitor sitzt, riskiert seine Gesundheit. Laut einer Studie der Sporthochschule Köln ist fast jeder dritte E-Sportler übergewichtig. Was Profi-Klubs dagegen tun, hören Sie im Podcast.

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, dgu