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Wieder was gelernt Trip nach Tschernobyl - okay oder makaber?

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(Foto: imago/Ukrainian News)

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Vor 33 Jahren explodiert Reaktor 4 im Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine unglaubliche Masse an Radioaktivität wird freigesetzt. Bis heute ist das Gebiet Sperrgebiet. Eigentlich. Denn mittlerweile ist Tschernobyl zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Der ukrainische Präsident Selenskyj will den Boom nutzen.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Reisen nach Tschernobyl sind angesagt, nicht zuletzt wegen der neuen Fernsehserie, die das Reaktorunglück von 1986 nacherzählt. Allein in diesem Jahr rechnen die Reiseveranstalter mit über 100.000 Besuchern, die sich bestenfalls mit einer Portion Demut die Folgen der Katastrophe anschauen, schlimmstenfalls nur ein paar Fotos für Instagram machen wollen.

Auch Sven Dokter hat den Unglücksreaktor in der Ukraine schon besucht, aber aus beruflichen Gründen. Er arbeitet bei der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit. Als besonders beeindruckend hat er den Sarkophag um den Reaktor in Erinnerung:

"Das ist ein gigantisches Gebäude. Das sieht man schon von Weitem, wenn man sich mit dem Bus nähert. Das ist sicherlich auf der Anlage selbst das deutlich sichtbarste Zeichen für das, was da passiert ist. Die neue Schutzhülle wurde über den alten Sarkophag geschoben, der 1986 um den Reaktor gebaut wurde. Vor einigen Wochen ist sie offiziell in Betrieb genommen worden."

Deutlich sichtbar ist das Atomunglück auch in der benachbarten Geisterstadt Prypjat. Die liegt nur vier Kilometer entfernt vom explodierten Reaktor. Vor 33 Jahren mussten die Bewohner nach dem Gau ihre Häuser verlassen. Für immer, denn Prypjat liegt mitten in der 30 Kilometer großen radioaktiven Sperrzone um das Atomkraftwerk. In diesem Gebiet sieht es aus wie in einem Grusel-Film. In Prypjat gibt es einen verlassenen Rummelplatz mit Riesenrad, verlassene Schulen und Kindergärten.

Was Tschernobyl-Touristen außerdem beachten sollten, hören Sie in dieser Ausgabe von "Wieder was gelernt".

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de

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