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Wieder was gelernt Was bringt ein Mietendeckel?

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(Foto: picture alliance/dpa)

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In Berlin will die Politik den Mietenwahnsinn mit einem Deckel stoppen. Der Plan sieht aber nicht nur Obergrenzen vor, teilweise können Mieter auf drastische Senkungen hoffen. Mietervereine jubeln, die Immobilienwirtschaft spricht von einem Angriff auf das private Eigentum.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Am Wochenende ging ein Beben durch die Berliner Immobilienwirtschaft. Anlass war ein Eckpunktepapier von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher für einen Mietendeckel. Das sieht vor, dass für alle Wohnungen, die vor 2014 fertiggestellt wurden, Obergrenzen gelten sollen. Wie hoch diese Grenze ist, soll nur davon abhängen, wann die Wohnung zum ersten Mal bezogen wurde. Die einfache Formel lautet: Je älter, desto günstiger. Die Lage spielt keine Rolle. Das könnte den Berliner Wohnungsmarkt kaputt machen, sagt Kai Warnecke, der Präsident von Haus und Grund.

"Verschlimmbessern ist noch ein freundliches Wort. Es ist eine dramatische Verschlechterung. Es kann ab sofort nur gelten, dass Investitionen in den Wohnungsbestand eingestellt werden müssen. Das bedeutet, dass man nur noch die Sachen macht, die notwendig sind, um das Gebäude zu erhalten."

Mieterverbände sind anderer Meinung. Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, glaubt, dass die strenge Deckelung helfen wird, den Mietenwahnsinn in beliebten und damit teuren Berliner Bezirken wie Kreuzberg oder Mitte zu stoppen.

"Die Berliner Durchschnittsmiete beträgt nach dem letzten Mietspiegel 6,70 Euro. Das ist aus meiner Sicht auskömmlich. Warum dann 25-Euro-Mieten erforderlich sind, kann ich nicht nachvollziehen. Wäre die Mietpreisbremse erfolgreich, hätten die Vermieter sowieso Einbußen. Aber sie missachten die Mietpreisbremse, deswegen können sie diese Preise auch realisieren."

Welche weiteren Argumente aus Sicht der Immobilienwirtschaft gegen und aus Sicht der Mieter für die Decklung sprechen und in welchem Punkt beide Seiten einig sind, erfahren Sie in dieser Ausgabe von "Wieder was gelernt".

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, chr

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