Panorama

Ausbruch nach Familienfeiern 160 Göttinger müssen in Quarantäne

Nach mehreren Familienfeiern testet die Stadt Göttingen 35 Menschen positiv auf das Coronavirus. Weitere Tests sind geplant, bisher zeigen sich die Betroffenen allem Anschein nach aber wenig kooperationsbereit.

In Göttingen haben sich 160 Menschen nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Quarantäne begeben. Darunter seien 57 Kinder und Jugendliche, teilte die Stadt Göttingen mit. Bislang seien 35 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Alle Betroffenen sind nach Angaben der Stadt zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien.

Die Menschen haben sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende bei mehreren größeren privaten Feiern angesteckt. Sie stammen aus Göttingen und der Umgebung. Ein Mensch sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung, teilte die Stadt mit. Nach Angaben des NDR muss ein 67-jähriger Mann künstlich beatmet werden.

Die Stadt will nun alle Kontaktpersonen auf das Virus testen, auch wenn sie keine Symptome zeigen. Für heute seien 90 weitere Tests geplant, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt im NDR. Insgesamt würden 300 Schnelltests, die bereits nach etwa 8 statt nach 48 Stunden das Ergebnis liefern, zur Verfügung stehen.

Erschwert wird die Aufarbeitung offenbar durch mangelnde Kooperation der Beteiligten. Von 90 Personen, die am Samstag getestet werden sollten, seien nur 15 zur Untersuchung erschienen, berichtet der NDR.

Noch sieht die Stadt keinen Anlass, die allgemeinen Lockerungen wieder zu verschärfen. Es sei jetzt aber besonders wichtig, "dass die Bevölkerung Abstands- und Quarantäne-Regelungen streng einhält", heißt es. Die Verantwortlichen warnen aber auch, dass weitere Schritte geprüft werden, sollte die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche auf mehr als 50 pro 100.000 Menschen ansteigen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa