Coronavirus-Liveticker+++ 20:35 Ungarn will Corona-Immunpass einführen +++
Ungarns Regierung plant die Einführung eines Corona-Immunpasses. Einen solchen bekämen Bürger ausgestellt, die gegen Covid-19 geimpft seien oder nachweislich eine Ansteckung überstanden hätten, erklärte Kanzleramtsminister Gergely Gulyas. Welche Vorteile die Inhaber eines solchen Passes haben werden, sei aber noch nicht festgelegt. Demnach sind in Ungarn bislang rund 300.000 Menschen gegen Covid-19 geimpft worden, 117.000 davon zum zweiten Mal. Im Zehn-Millionen-Einwohner-Land werden derzeit die Vakzine von Biontech-Pfizer und Moderna verabreicht. In den kommenden Wochen will das Land nach einer Notzulassung auch als bisher einziges EU-Land den russischen Impfstoff Sputnik V und das chinesische Sinopharm einsetzen.
+++ 20:17 EU: Bislang alle Anträge auf Impfstoff-Exporte genehmigt +++
Die EU hat nach eigenen Angaben bislang alle Anträge auf Impfstoff-Exporte genehmigt, unter anderem in die USA, nach Großbritannien, Japan und China. Zwischen dem 30. Januar und dem 10. Februar seien insgesamt 37 Genehmigungen für Ausfuhren in 21 Länder erteilt worden, erklärt eine Kommissionssprecherin. Eine Angabe zur Zahl der Impfdosen macht sie nicht. Die EU führte das Genehmigungsverfahren am 30. Januar ein. Im Ausland wurde befürchtet, der Schritt könne zu Ausfuhrbeschränkungen führen angesichts der Impf-Probleme innerhalb der EU.
+++ 20:00 59 Mitarbeiter in Husumer Schlachthof positiv getestet +++
Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Husum in Schleswig-Holstein hat nun der Kreis Nordfriesland mitgeteilt, dass bereits 59 der insgesamt 332 Mitarbeiter positiv getestet wurden. Betroffen seien neben der Stammbelegschaft mit rund 207 Beschäftigten auch ein externes Unternehmen mit insgesamt 105 Angestellten sowie 20 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes. 30 Prozent der Test-Ergebnisse stehen demnach noch aus. Bereits am Dienstag, nach Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs in dem Betrieb, ordnete das Gesundheitsamt für alle Mitarbeiter Quarantäne an. Der Kreis prüfe nun, ob die Schließung des Betriebs bis zum 14. Februar angeordnet werden müsse, hieß es weiter.
+++ 19:49 Eltern in Bulgarien gegen Antigentests an Schulen +++
In Bulgarien verweigern Eltern massenhaft Corona-Tests für ihre Schulkinder trotz kontinuierlich steigender Fallzahlen. Nur knapp 15 Prozent der Eltern seien einverstanden, dass ihre Kinder an den Schulen mit Antigentests auf das Coronavirus getestet würden, wie aus einer Umfrage des Bildungsministeriums hervorging. Nach zwei Lockerungen des Lockdowns waren in Bulgarien Grund- und Mittelschulen sowie Gymnasien für den Präsenzunterricht stufenweise wieder geöffnet worden. Gesundheitsminister Kostadin Angelow begründete die vom Bildungsministerium angestrebte Einführung von Corona-Tests an Schulen damit, dass damit der Präsenzunterricht länger aufrecht erhalten werde konnte. Eltern beklagten aber, dass ihre Kinder durch Antigentests, die an den Schulen nicht im Beisein der Eltern vorgenommen werden sollen, psychisch belastet werden könnten. In dem Balkanland mit einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen sind aktuell 22.236 infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben 9527 mit dem Coronavirus infizierte Menschen.
+++ 19:34 Portugal verlängert Lockdown bis zum 1. März +++
Portugal verlängert den landesweiten Lockdown um zwei Wochen bis zum 1. März. Die Krankenhäuser seien an ihrer Belastungsgrenze, schrieb Präsident Marcelo Rebelo de Sousa im Internet, bevor das Parlament ein entsprechenden Entwurf verabschiedete. "Daher gibt es keine Alternative, als die Zahl der Fälle zu reduzieren."
+++ 19:20 Frankreich meldet Zunahme der ansteckenderen Varianten +++
Der Anteil der neuen, ansteckenderen Virus-Varianten in Frankreich nimmt zu. Er liege für die zunächst in Südafrika und Brasilien nachgewiesenen Mutationen inzwischen bei vier bis fünf Prozent, sagt Gesundheitsminister Olivier Veran. In den kommenden Wochen werde man sehen, ob weitere Beschränkungen nötig seien.
+++ 19:04 Bundestag diskutiert über Verlängerung der epidemischen Lage +++
Der Bundestag diskutiert morgen erstmals über die Verlängerung der so genannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Die Koalition strebt an, die derzeit geltende Befristung bis Ende März auf Ende Juni zu verschieben. Die epidemische Lage ist Voraussetzung für eine Reihe von Maßnahmen in der Corona-Krise, unter anderem für bestimmte finanzielle Hilfen, für die Test-Verordnung und für die Impf-Verordnung.
+++ 18:37 Tschechien und Tirol: Grenzkontrollen und Einreisehürden ab Sonntag +++
Nach der Ausbreitung des mutierten Coronavirus in Tschechien und Teilen Österreichs hat die Bundesregierung neue Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen beschlossen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden Tschechien und Tirol als sogenannte Virusmutationsgebiete eingestuft. Bundesinnenminister Seehofer habe entschieden, ab Sonntag neben den seit der Flüchtlingskrise bestehenden Binnengrenzkontrollen zu Österreich auch an den Grenzen zu Tschechien vorübergehende Grenzkontrollen einzuführen, teilte ein Sprecher mit.
+++ 18:19 Altmaier: Wirtschaft bislang "ohne Substanzverlust" in der Krise +++
Die deutsche Wirtschaft ist laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier bislang "ohne Substanzverlust" durch die Corona-Krise gekommen. Das lasse sich ablesen an der Zahl der Insolvenzen und dem Zustand der Industrie. Einzelne Bereiche würden aber weiterhin stark leiden, etwa die Innenstädte mit Handel und Gastronomie. Hier müsse man mehr machen als nur Hilfszahlungen. Dennoch würden ab heute erste Abschlagszahlungen für die Überbrückungshilfe III geleistet, also Zuschüsse zu den Fixkosten, die Firmen beantragen können, die einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch nachweisen können. Lockerungen für Unternehmen machen Altmaier zufolge keinen Sinn, wenn es dann wenig später wegen steigender Infektionen wieder zu Schließungen kommen müsste. Der CDU-Politiker weist Kritik von Unternehmen zurück, dass die Corona-Hilfen zu spät bei den Firmen ankommen.
+++ 17:58 Grüner Gesundheitsexperte: Mutationen werden "neue Pandemie in der Pandemie" +++
Vor wenigen Monaten noch war Janosch Dahmen selbst als Arzt und Rettungssanitäter im Einsatz, nun spricht er wieder für die Grünen zu gesundheitspolitischen Themen. Im ntv-Interview bewertet er die Lockdown-Verlängerung grundsätzlich als richtig, kritisiert jedoch die Art und Weise.
+++ 17:28 Kanzleramtschef lässt Einzelhandel auf Öffnungen im März hoffen +++
Kanzleramtsminister Helge Braun rechnet damit, dass eventuell noch im März der Einzelhandel wieder öffnen kann und im Sommer wieder Biergarten-Besuche möglich sein werden. Voraussetzung sei aber, dass die Infektionszahlen so stark sinken würden wie derzeit, sagt er zu "Bild". Im Laufe dieses Jahres werde die Pandemie ihren Schrecken verlieren. "Und deshalb können wir im Sommer auch irgendwann wieder im Biergarten sitzen." Wenn die Entwicklung der Infektionszahlen so weitergehe, könne man in den nächsten zwei Wochen eine Inzidenz von 50 erreichen. "Wenn dann die Zahlen weiterhin gut sinken, kommen wir auf die 35. Und wenn es so gut weitergeht, wie im Augenblick, ist das auch Mitte März erreichbar." Dann könne man den Einzelhandel wieder öffnen.
+++ 17:01 Roche-Medikament senkt Sterberisiko bei Covid-Patienten +++
Das Roche-Medikament Tocilizumab hat sich in einer breit angelegten Studie bei schwer erkrankten und hospitalisierten Covid-Patienten als wirksam erwiesen. Der Wirkstoff senke das Sterberisiko, verkürze die Genesungszeit und verringere den Bedarf an Beatmungsgeräten. "Wir wissen jetzt, dass sich der Nutzen von Tocilizumab auf alle Covid-Patienten mit niedrigem Sauerstoffgehalt und signifikanter Entzündung erstreckt", erklärte Studienleiter Peter Horby von der Universität Oxford. 2020 setzte der Schweizer Pharmakonzern mit der unter dem Markennamen Actemra verkauften Arznei 2,9 Milliarden Franken um. Fast ein Fünftel davon entfiel auf Coronavirus-Behandlungen.
+++ 16:40 Umfrage: Mehrheit befürwortet Lockdown-Verlängerung +++
Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland ist mit der Verlängerung des Corona-Lockdowns einverstanden. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv hervor. Bund und Länder hatten sich darauf gestern angesichts der Ausbreitung der ansteckenderen Virus-Varianten verständigt. 72 Prozent der Befragten halten die Entscheidung für richtig, dass Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und große Teile des Einzelhandels weiter geschlossen und Kontaktbeschränkungen bestehen bleiben. Nur Friseure dürfen ab 1. März öffnen. Ein Viertel (25 Prozent) der Befragten ist mit der Verlängerung nicht einverstanden. Mehrheitlich wird sie abgelehnt von Anhängern der FDP und der AfD. Für die Öffnung von Schulen und Kita gibt es keinen bundesweiten Beschluss. 40 Prozent der Bürger begrüßen diese Regelung. Die meisten (58 Prozent) hätten es jedoch vorgezogen, wenn man sich hier auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen geeinigt hätte.
+++ 16:09 Niedersachsen öffnet Blumenläden und Gartencenter ab Samstag +++
Neben Schleswig-Holstein will auch Niedersachsen erste Geschäfte vor dem Ende des Lockdowns am 7. März öffnen. Die niedersächsische Landesregierung will Blumenläden und Gartencenter schon an diesem Samstag öffnen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther kündigte an, dass Blumenläden, Zoos, Wildparks und Gartenbaucenter zum 1. März geöffnet werden sollen.
+++ 15:55 Weiterer Impfstoff: EU und Novavax sollen kurz vor Vertragsabschluss stehen +++
Die Europäische Union könnte Verhandlungskreisen zufolge in den nächsten Tagen einen Vertrag mit dem US-Unternehmen Novavax über die Lieferung von Impfstoff abschließen. "Die Gespräche mit Novavax haben sich intensiviert, und wir streben an, uns diese oder nächste Woche auf einen Vertrag zu einigen", sagt ein EU-Vertreter. Im Dezember hatte sich die EU in vorläufigen Verhandlungen 100 Millionen Novavax-Dosen gesichert, mit der Option auf weitere 100 Millionen. Das Mittel hat allerdings noch keine Zulassung in der EU.
+++ 15:29 Mobilitätsforscher: Inzidenz von 35 bis etwa Anfang März erreichbar +++
Die von Bund und Ländern angepeilte bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 35 ist Modellrechnungen aus Berlin zufolge bis etwa Anfang März erreichbar. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt der Wert heute bei 64,2. "Die Voraussetzung ist, dass die Menschen ihr jetziges Verhalten beibehalten", sagte der Leiter des Fachgebiets Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik an der TU Berlin, Kai Nagel. Seine Gruppe modelliert das Infektionsgeschehen in Berlin unter anderem mit anonymisierten Mobilfunkdaten. In ihrem jüngsten Bericht schrieben die Forscher, derzeit hielten die Menschen die Kontaktbeschränkungen diszipliniert ein. Nagel zufolge sind die Ergebnisse übertragbar auf die Lage bundesweit. In die Modelle fließen auch Kennzahlen zum Virus und Aspekte wie die Temperatur und die davon abhängigen Freizeitaktivitäten ein. Berücksichtigt sind auch die ansteckenderen Corona-Varianten. Angesichts der noch unklaren Entscheidungen der Länder zum Thema Schulöffnung sei es jedoch schwer zu beurteilen, inwieweit dies einen Unterschied für die Entwicklung der Inzidenz mache, schilderte der Wissenschaftler.
+++ 15:11 Hamburg öffnet Grundschulen vorerst nicht +++
Hamburg will anders als viele andere Bundesländer die Grundschulen nicht vor März öffnen. Das kündigt Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher nach einer Senatssitzung an. Man werde überlegen, wie man nach den am 12. März in Hamburg endenden Frühjahrsferien weiter machen wolle. "Wir müssen vorsichtig sein", sagt der SPD-Politiker mit Blick auf die Virus-Mutationen. Die Zahl der Neuinfektionen sinke derzeit nur noch leicht, die Virus-Varianten seien viel aggressiver.
+++ 14:37 Mutationen in Tschechien - Söder hält Grenzkontrollen für "wahrscheinlich" +++
Die bayerischen Nachbargebiete in Tschechien sowie das österreichische Bundesland Tirol sollen nach Auffassung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Kampf gegen das Coronavirus zu Mutationsgebieten erklärt werden. Dies könnte dann stationäre Grenzkontrollen nach sich ziehen. Einreisen nach Bayern seien dann ausnahmslos nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich, der dann nicht mehr in Bayern nachgeholt werden dürfe, sagte der CSU-Politiker. Die Gespräche mit dem Bund liefen, es sei "sehr wahrscheinlich", dass es so komme. Bayern befürchtet, dass über Einpendler aus dem stark von Infektionen betroffenen Tschechien mutierte Coronaviren eingeschleppt werden. Alle bayerischen Hotspots lägen entlang der Grenze zu Tschechien. Teilweise habe dort bereits die mutierte britische Variante die Oberhand gewonnen. Söder forderte die südlichen Nachbarn im österreichischen Bundesland Tirol auf, die Entwicklung ernst zu nehmen.
+++ 13:57 Astrazeneca will Lieferungen verdoppeln +++
Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca will seine monatlichen Covid-19-Impfstoff-Lieferungen kurzfristig mehr als verdoppeln. Bis April wolle Astrazeneca mehr als 200 Millionen Dosen pro Monat ausliefern, kündigt Vorstandschef Pascal Soriot zur Vorstellung der Jahresbilanz an. "In ein oder zwei Jahren werden wir zurückblicken und jeder wird erkennen, dass wir einen großen Einfluss hatten", gibt Soriot sich selbstbewusst. "Wir werden Tausende Leben retten." Im Februar stellt Astrazeneca Soriot zufolge 100 Millionen Impfdosen her.
+++ 13:33 Zahl der Intensivpatienten sinkt weiter +++
Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Intensivpatienten in Deutschland ist erneut gesunken, meldet das Divi-Register. Derzeit befinden sich 3675 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Am Vortag waren es noch 3736. Invasiv beatmet werden davon derzeit 2055. Insgesamt sind 22.401 Intensivbetten belegt, das sind 54 Betten weniger als am Mittwoch. 17 Prozent der Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern sind noch frei.
+++ 13:10 Schleswig-Holstein kündigt weitere Öffnungen an +++
Zoos, Wildparks, Gartenbaucenter und Blumenläden sollen in Schleswig-Holstein zum 1. März öffnen können. Das kündigt Ministerpräsident Daniel Günther im Landtag an. Gleiches gelte für bestimmte Sportmöglichkeiten auch innen sowie neben Friseursalons auch für Nagelstudios. Zudem sollen Grundschulen und Kitas in Schleswig-Holstein am 22. Februar in den regulären Präsenzbetrieb zurückkehren. Dies soll einhergehen mit einer erweiterten Teststrategie des Landes. Lehrkräfte und andere an Schulen und in Kitas Beschäftigte sollen sich regelmäßig testen lassen können.
+++ 12:53 Bündnis fordert Patent-Freigabe von Biontech +++
Ein Bündnis von Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen fordert die deutschen Pharmafirmen Biontech und Curevac auf, schnell den Weg für eine weltweite Produktion ihrer Corona-Impfstoffe zu ebnen. So sollten die Unternehmen während der Pandemie auf ihre geistigen Eigentumsrechte verzichten und Technologien und Know-How anderen Firmen zugänglich machen, heißt es in einem offenen Brief unter anderem von Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Oxfam und Transparency International. Die Unternehmen stünden in der Verantwortung, Impfstoffe auch ärmeren Ländern bereitzustellen.
+++ 12:31 Epidemiologe kritisiert Friseur-Öffnungen +++
Der Epidemiologe Timo Ulrichs hält die für den 1. März angesetzten Friseur-Öffnungen für verfrüht. "Zusammengenommen ist das wiederum ein gestiegenes Risiko für weitere Kontakte, die man ja jetzt in der Situation vermeiden will", sagt er gegenüber ntv.de. Längere Haare seien im Vergleich zu den Gefahren der Pandemie tolerierbar, so Ulrichs. Die für weitere Lockerungen festgelegte Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hält er hingegen für sinnvoll. Gleichzeitig sei die Lage immer noch sehr "labil". Die Zahlen können "auch ganz schnell wieder nach oben gehen", mahnt er.
+++ 12:09 Festkomitee-Präsident: Corona verändert Karneval nachhaltig +++
Der Karneval könnte nach Einschätzung des Kölner Festkomitee-Präsidenten Christoph Kuckelkorn in gereinigter Form aus der Corona-Pandemie hervorgehen. "Ich glaube, dass sich der Karneval insgesamt verändern wird", sagt Kuckelkorn der Deutschen Presse-Agentur. "Viele Vereine haben sich auf den Kern ihres Wirkens besonnen, das ist eine ganz intensive Auseinandersetzung mit dem Brauchtum. Das wird dazu führen, dass sich viele Vereine auch ein Stück weit neu ausrichten werden." Er hoffe, dass einige Auswüchse im Straßenkarneval, wie etwa die zunehmende Kommerzialisierung, durch die derzeitige Erfahrung zurückgedrängt würden.
+++ 11:48 Düsseldorf: Knapp 20 Prozent der Infizierten haben britische Mutation +++
Fast jeder fünfte Corona-Infizierte in Düsseldorf trägt die sogenannte britische Virusvariante. Dies ergeben zusätzliche Untersuchungen, die seit dem 1. Februar bei allen positiven PCR-Proben aus dem Testzentrum und den mobilen Testdiensten der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vorgenommen wurden, wie die Stadt mitteilt. Bisher ist in Düsseldorf in 34 Fällen die britische Virusvariante nachgewiesen, das sind 19,5 Prozent der untersuchten positiven Proben.
+++ 11:26 Militär kontrolliert Ausreise aus Tirol +++
Das österreichische Bundesland Tirol setzt rund 1200 Polizisten und Soldaten für die Ausreisekontrollen wegen der Coronavirus-Mutante ein. Zur Zeit werde noch an der Infrastruktur für die Kontrollstellen gearbeitet, teilt ein Sprecher der Landespolizeidirektion Tirol mit. Für die Ausreise aus dem Bundesland ist von Freitag an für zunächst zehn Tage ein negativer Corona-Test nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Ausgenommen sind nach bisherigen Angaben Kinder sowie der Güterverkehr und die Durchreise ohne Zwischenstopp. Der Schritt soll helfen, die Verbreitung der in Tirol vermehrt aufgetretenen Südafrika-Variante des Coronavirus einzudämmen.
+++ 11:08 Handel wirft Politik nach Corona-Gipfel Wortbruch vor +++
Nach der Entscheidung von Bund und Ländern zur Verlängerung des Corona-Lockdowns übt der Handel scharfe Kritik. "Die Politik hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht und bleibt in dieser für uns alle dramatischen Situation den vor Wochen versprochenen Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown schuldig", klagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Berlin. Viele Einzelhändler bringe das in eine ausweglose Lage. Jeder durch den Lockdown verlorene Verkaufstag kostet die Einzelhändler laut HDE Umsätze in Höhe von rund 700 Millionen Euro. "Viele Händler wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll", sagt Genth.
+++ 10:48 Brinkhaus kritisiert "unwürdige" Wartezeiten bei Impfhotline +++
Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus kritisiert den Verlauf der Impfungen in Deutschland. Dass über 80-Jährige stundenlang in Telefon-Wartschlangen feststeckten, sei "unwürdig", sagt Brinkhaus im Bundestag. Zudem fordert er eine nationale Impfstrategie auch für künftige Pandemien. Auch eine "Produktionsautarkie" der EU bei der Herstellung von Impfstoffen hält Brinkhaus demnach für unabdingbar.
+++ 10:31 Tschechien macht drei Grenzregionen dicht +++
Wegen massiver Infektionszahlen schottet Tschechien ab Freitag drei Grenzbezirke ab. Betroffen sind Cheb (Eger) und Sokolov (Falkenau) an der Grenze zu Bayern sowie Trutnov (Trautenau) im Dreiländereck zu Polen und Sachsen. Das teilt Gesundheitsminister Jan Blatny mit. Die betroffenen Regionen weisen Sieben-Tage-Inzidenzen von jeweils mehr als 1000 auf. Im Bezirk Trutnov ist die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation besonders stark verbreitet. Der pandemiegeplagte deutsche Nachbaarstaat ist mittlerweile das am zweitstärksten betroffene Land in Europa - die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 486.
+++ 10:19 Expertin: Sequenzierungen noch bis 2030 nötig +++
Die britische Mikrobiologin Sharon Peacock geht davon aus, dass Varianten des Coronavirus Sars-CoV-2 die Welt auch noch Anfang der 2030er Jahr beschäftigen werden. "Sobald wir das Virus unter Kontrolle haben oder es selbst so mutiert, dass es nicht mehr virulent ist und Krankheit hervorruft, können wir aufhören, uns zu sorgen", sagt Peacock in der BBC. Die Sequenzierung von Virusproben hält sie demnach noch mehrere Jahre lang für notwendig: "Wir werden das meiner Meinung nach auch noch in zehn Jahren machen." Peacock forscht an der Universität Cambridge und leitet das britische Programm zur Sequenzierung von Coronavirus-Proben.
+++ 09:59 Infektionszahlen in Tschechien klettern weiter +++
In Tschechien ist weiter kaum Entspannung des Infektionsgeschehens in Sicht. Das Gesundheitsministerium meldet 9446 neu erkannte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Demnach steigt die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 1.064.952. In dem deutschen Nachbarland mit etwa 10,7 Millionen Einwohnern hat sich somit bereits fast jede zehnte Person mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der registrierten Todesfälle erhöhte sich laut Ministerium um 61 auf insgesamt 17.772. In Tschechien ist die Pandemie-Lage dramatisch. Die Impfkampagne in dem EU-Staat kommt nur schleppend voran, während das Infektionsgeschehen weiter hoch ist und Kliniken massiv überlastet sind.
+++ 09:40 Merkel: Wendepunkt der Pandemie erreicht +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt nach Anfangsproblemen auf zusehends mehr Tempo bei den Corona-Impfungen in Deutschland. Sie verstehe, dass der Start der Impfkampagne angesichts riesiger Hoffnungen zunächst viele enttäuscht habe, sagt Merkel im Bundestag. Das Impfen komme aber immer mehr in Schwung. Bis zum Ende des Sommers solle jede Person geimpft sein, die das möchte. Die Impfstoffe seien "ein Wendepunkt in der Pandemie", der dank der Arbeit der Wissenschaft in Rekordgeschwindigkeit erreicht worden sei, so Merkel.
+++ 09:28 Merkel warnt vor realer Gefahr von Virus-Mutationen +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt vor Mutationen des Coronavirus. Trotz der sinkenden Zahlen und der laufenden Impfungen müsse jeder "sehr, sehr achtsam sein", sagt Merkel im Bundestag. Experten seien sich sicher, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis die Mutanten das Originalvirus verdrängt hätten. Dies sei eine "sehr reale Gefahr".
+++ 09:22 Merkel bedauert "zögerliches Vorgehen" im Herbst +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht große Versäumnisse im Umgang mit der Pandemie im vergangenen Herbst. Im Sommer 2020 sei wieder ein halbwegs normales Leben in Deutschland möglich gewesen, sagt Merkel in ihrer Regierungserklärung im Bundestag. "Dann waren wir nicht vorsichtig genug und nicht schnell genug." Die Politik habe es versäumt, mit Ansteigen der Infektionszahlen das öffentliche Leben frühzeitig und konsequent herunterzufahren. Dass die Zahlen derart gestiegen seien, sei "eine Folge zögerlichen Vorgehens" gewesen. Nun sei jedoch eine Trendumkehr gelungen.
+++ 08:51 USA: Gesamtzahl der Virus-Toten steigt auf mehr als 471.000 +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 3255 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 471.346. Die Zahl der laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 94.893 neu erkannte Infektionen auf insgesamt mehr als 27,3 Millionen. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen allerdings weiter kontinuierlich und deutlich ab. Der aktuelle Tageszuwachs ist der niedrigste Mittwochswert seit Ende Oktober.
+++ 08:37 Scholz schließt weitere Hilfen für Kulturbranche vorerst aus +++
Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz will sich noch nicht auf einen Zeitplan für Lockerungen bei Gastronomie, Hotels und Kultur festlegen. "Wir müssen runterkommen mit den Werten und da bleiben", sagt Scholz im "Frühstart" bei ntv. Mit den bisherigen Maßnahmen sei die Infektionslage verbessert worden, sodass man Licht am Ende des Tunnels sehe. In Bezug auf Schulen, Kitas, Friseure und wahrscheinlich Museen und Geschäfte sagt er: "Die Perspektive ist eröffnet." Neue Unterstützung für die weiterhin geschlossene Kulturbranche will Scholz nicht zusagen. "Wir haben ja jetzt sehr viel an Hilfen bereits auf den Weg gebracht." Als Beispiele nennt er die zwei Milliarden Euro für die Branche und zusätzliche Mittel für selbstständige Kulturschaffende.
+++ 08:16 Rheinland-Pfalz kündigt Rückkehr zum Wechselunterricht an +++
Grundschulen in Rheinland-Pfalz sollen am 22. Februar vom bisherigen Fernunterricht in einen Wechselunterricht mit dem Lernen im Klassenzimmer übergehen. Das teilt Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit. "Es ist klar, dass mit Schulen und Kitas die ersten Schritte gemacht werden müssen", sagt sie im Ältestenrat des Landtags in Mainz.
+++ 07:59 Diese Regionen unterschreiten die 35er-Schwelle +++
Bei ihren gestrigen Beratungen haben die Vertreterinnen und Vertreter aus Bund und Ländern unter anderem vereinbart, ab Anfang März Lockerungen in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter einem Wert von 35 zuzulassen. Diese neue Zielmarke ist im Großteil der Republik bei Weitem noch nicht erreicht – 40 Regionen jedoch unterschreiten mit ihrem Fallaufkommen die nun in den Fokus gerückte Schwelle. Eine Übersicht über die bundesweite Lage mit Blick auf die 35er-Schwelle finden Sie hier:
+++ 07:24 Tirschenreuth führt Super-Hotspot-Liste weiter an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter der bayerische Landkreis Tirschenreuth die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (11. Februar, 0.00 Uhr) weist die krisengeplagte Region in der Oberpfalz einen Wert von 333,1 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf (Vortag: 383,1). Dahinter folgen der bayerische Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge (256,0) und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen (228,2). Von den zehn Regionen mit den bundesweit höchsten Werten liegen laut RKI vier allein in Thüringen und drei in Bayern. Lichtblicke gibt es weiterhin an der Nordsee und in Rheinland-Pfalz: Der Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein weist laut RKI die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz auf (14,3). Dahinter folgen die pfälzische Stadt Zweibrücken (14,6) und die niedersächsische Stadt Wilhelmshaven (15,8).
+++ 06:49 Sieben-Tage-Inzidenz sackt auf 64,2 ab +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist abermals gesunken. Laut aktuellem RKI-Datenstand schwächte sie sich am Mittwoch von 68,0 auf 64,2 ab. Demnach weist nun nur noch Thüringen eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 auf. Im Bundesvergleich folgen hinter dem Freistaat mit deutlichem Abstand das Saarland (84,5) und Sachsen-Anhalt (84,2). Die zunächst angestrebte Zielmarke eines Fallaufkommens von unter 50 neu registrierten Infektionen im Sieben-Tage-Zeitraum je 100.000 Einwohner ist für fünf Bundesländer in Reichweite – den niedrigsten Wert weist den RKI-Daten zufolge Rheinland-Pfalz auf (55,3).
+++ 05:57 RKI verzeichnet 666 weitere Todesfälle +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 10.237 neu erkannte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Außerdem verzeichnete das RKI den Angaben zufolge 666 weitere Todesfälle. Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI 14.211 neue Fälle und 786 neu registrierte Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.310.233 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Covid-19-Toten gibt das RKI mit 63.635 an. Laut RKI-Schätzung gelten rund 2,09 Millionen Menschen als genesen.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 04:47 Mexiko erteilt zwei chinesischen Impfstoffen Notzulassung +++
In Mexiko haben zwei Corona-Impfstoffe aus China eine Notfallzulassung erhalten. Es handelt sich um Präparate der Unternehmen Cansino und Sinovac. Damit sind in dem nordamerikanischen Land inzwischen fünf Corona-Impfstoffe zugelassen, unter anderem das russische Vakzin Sputnik V. Eingesetzt wird bislang allerdings nur der Impfstoff von Biontech und Pfizer. Mexiko hat seine Impfkampagne an Heiligabend begonnen. Bislang wurden in dem Land 169.760 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 offiziell registriert. Das sind hinter den USA und Brasilien die drittmeisten weltweit.
+++ 04:18 Chemieindustrie plant "Notfallplattform Corona" +++
Die Chemieindustrie plant eine Marktplattform, um die sichere Versorgung mit Impfzubehör zu unterstützen und temporäre Verknappungen zu vermeiden. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) arbeite mit Hochdruck an der Fertigstellung der "Notfallplattform Corona", sagte ein Sprecher. Ziel sei es, Markttransparenz für Angebot und Nachfrage von Impfzubehör zu schaffen - wie Spritzen, Kanülen oder Kochsalzlösungen. "Unsere Branche entwickelt und produziert derzeit in Rekordtempo Impfstoffe", so VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. "Jetzt sollen Impfungen nicht daran scheitern, dass Spritzen oder Kanülen fehlen."
+++ 03:20 Argentinien überschreitet Marke von zwei Millionen Infektionen +++
In Argentinien haben sich seit Pandemiebeginn mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Binnen 24 Stunden registrierte das Gesundheitsministerium 7739 Neuinfektionen. Damit stieg die Zahl der Infektionen auf 2.001.017. Knapp 50.000 Menschen in dem 44-Millionen-Einwohner-Land sind bislang nach einer Infektion gestorben. Das südamerikanische Land hat Ende Dezember seine Impfkampagne mit dem russischen Vakzin Sputnik V gestartet. Zunächst werden Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Menschen über 70 Jahren geimpft.
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+++ 02:47 Wirtschaft vermisst Planungssicherheit für Öffnungen +++
Die deutsche Wirtschaft vermisst nach der beschlossenen Verlängerung des Lockdowns Planungssicherheit für das Hochfahren der Betriebe. "Für einen erfolgreichen Neustart brauchen wir im Großhandel einen verlässlichen Vorlauf, um unsere Partner aus Gastronomie und Hotellerie, aber auch Großküchen und Kantinen rechtzeitig und umfänglich ausrüsten und beliefern zu können", sagt Anton Börner, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Die Öffnungspläne von Bund und Ländern seien trotz der Verständigung auf einen ersten Schwellenwert zu vage, hier sei dringend eine weitere Konkretisierung nötig.
+++ 01:44 Altmaier bietet Impfstoffproduzenten Unterstützung an +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bietet Impfstoffherstellern seine Unterstützung an, um Engpässe bei den Impfstoff-Lieferketten zu beseitigen. Es gelte jetzt, "etwaige Schwachstellen und Engpässe bei den Lieferketten zur Impfstoffherstellung und Impfstoffproduktion frühzeitig zu erkennen, um Problemen vorzubeugen und gemeinsam an Lösungsoptionen zu arbeiten", sagt Altmaier in einem Schreiben an die Vorstandsvorsitzenden von neun Impfstoffherstellern, aus dem die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" zitieren. Altmaier bittet die Hersteller, "den Status der Versorgung" mit dem Impfstoff zu beschreiben und auf sich abzeichnende Engpässe hinzuweisen.
+++ 01:04 Britische Mutante in Dänemark auf dem Vormarsch +++
In Dänemark ist die britische Virus-Variante auf dem Vormarsch. In der ersten Februar-Woche gingen 27 Prozent der nachgewiesenen Infektionsfälle auf das deutlich ansteckendere B.1.1.7. zurück, teilen die Behörden mit. In der Woche zuvor seien es noch 20 Prozent gewesen. Insgesamt seien knapp 1700 Fälle einer Ansteckung mit B.1.1.7. bekannt. Als Ganzes gehen die Infektionszahlen nach dem im Dezember verhängten harten Lockdown aber zurück, in den vergangenen 24 Stunden wurden nur 470 weitere Fälle gemeldet. Ende 2020 waren es jeden Tag Tausende.
+++ 00:31 MPK-Beschlüsse: Kubicki spricht von "offenem Rechtsbruch" +++
Nach dem Corona-Gipfel wirft der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefinnen und -chefs der Länder den Bruch geltenden Rechts vor. "Dass wir die Maßnahmen, die die MPK für eine 200er-Inzidenz eingeführt hat, nahezu unverändert bis zum Inzidenzwert von 35 beibehalten sollen, ist unverantwortlich und ein offener Rechtsbruch", sagte der Bundestagsvizepräsident dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die verfassungsmäßigen Kompetenzen gerieten "komplett unter die Räder". Dass die Ministerpräsidentenkonferenz über die Impfreihenfolge befinden solle, sei "evident verfassungswidrig", sagte Kubicki weiter. Dies gehöre "eindeutig in die Zuständigkeit des Bundestages."
+++ 23:50 Johnson: Müssen uns auf wiederholte Impfungen einstellen +++
Der britische Premierminister Boris Johnson bereitet seine Landsleute auf wiederholte Impfungen vor. Um mit den Mutationen Schritt halten zu können, sei es vermutlich nötig, sich nach einer Impfung später erneut ein Vakzin spritzen zu lassen, sagt er vor dem Parlament. "Ich denke, wir müssen uns an die Idee gewöhnen, zu impfen und im Herbst wieder zu impfen, wenn wir uns den Varianten stellen wollen." Einige der zahlreichen Varianten verbreiten sich deutlich schneller als das bislang bekannte Coronavirus.
+++ 23:09 Söder denkt über Grenzschließungen nach +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt Grenzschließungen zu Nachbarländern mit hohem Infektionsgeschehen nicht aus: "Sollte Tschechien nicht in der Lage sein, seine Notmaßnahmen zu verlängern, dann muss auch klar sein, dass Tschechien ein Mutationsgebiet ist und dann muss auch die Grenzschließung ein Thema sein", sagte Söder im ZDF-"heute-journal". In dem deutschen Nachbarland mit etwa 10,7 Millionen Einwohnern hat sich bereits fast jede zehnte Person mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Auch Österreich steht unter Beobachtung. Die Regierung in Wien habe im von der südafrikanischen Virusvariante stark betroffenen Bundesland Tirol Quarantänemaßnahmen verhängt. "In Tirol, so hört man, interessiert das niemanden", so der CSU-Chef. "Ich bin schon besorgt, dass da ein zweites Ischgl droht."
+++ 22:30 Müller: Lockdown hat viele Menschenleben gerettet +++
Der seit Mitte Dezember geltende Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat nach Einschätzung des Berliner Regierungschefs Michael Müller vielen Menschen das Leben gerettet. Die positive Infektionsentwicklung in den vergangenen Wochen sei nicht von alleine gekommen, sondern Ergebnis der Anti-Corona-Maßnahmen, sagt Müller. "Wir haben Tausende, die wegen dieses Wegs und dieser Erfolge nicht in ein Krankenhaus mussten und nicht auf eine Intensivstation." Und auch dort sei eine langsame Entlastung zu beobachten. Gerade vor diesem Hintergrund sei es sehr wichtig, diesen Weg jetzt nicht aufzugeben.
+++ 22:20 Jeder zehnte Amerikaner hat erste Impfung erhalten +++
In den USA ist inzwischen jeder Zehnte gegen das Corona-Virus geimpft. Von den etwa 330 Millionen Einwohnern erhielten knapp 33,8 Millionen zumindest die erste Dosis Impfstoff, wie Daten der Gesundheitsbehörde CDC zeigen. 10,5 Millionen haben bereits beide Dosen erhalten. Insgesamt wurden den Bundesstaaten seit Ende vergangenen Jahres 66 Millionen Dosen geliefert, von denen knapp 45 Millionen bislang bereits eingesetzt wurden.
Coronavirus+ - Überblick international nach verteilten Impfdosen gesamt und je 100 Einwohner, Quelle Our World in Data, OWiD - täglich aktualisiert
+++ 22:10 Bartsch attackiert Merkel: "Gedanklich im Lockdown eingemauert" +++
Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch kritisiert die Ergebnisse der Bund-Länder-Schalte scharf. "Die heutigen Beschlüsse zeigen, dass sich Angela Merkel gedanklich im Lockdown eingemauert hat", sagt Bartsch der Funke Mediengruppe. Statt den Menschen nach Wochen im Lockdown eine "klare Perspektive" zu bieten, stünden Kanzlerin Angela Merkel und auch Kanzleramtsminister Helge Braun unbeweglich auf der Bremse, so der Linken-Politiker. Die nächsten Wochen seien für viele Betriebe der letzte Sargnagel, mahnt Bartsch. "Dies ist insbesondere Peter Altmaier anzulasten, dessen Versäumnisse weitere Arbeitsplätze kosten werden."
+++ 22:00 Textilverband nennt Lockdown-Verlängerung "blanken Horror" +++
Der Textilhandel kritisiert die Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März scharf. "Per Ende Februar dürften sich die Verluste des Winter-Lockdowns in den Textil-, Schuh- und Lederwarengeschäften damit auf rund 15 Mrd. Euro aufsummiert haben", teilt der Hauptgeschäftsführer des BTE Handelsverbands Textil, Rolf Pangels, in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Handelsverband Schuhe (BDSE) und Lederwaren (BLE) mit. Das sei der "blanke Horror".
+++ 21:25 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9076 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.304.545 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9076 neue Fälle hinzu. Für einen Mittwoch ist der Tageszuwachs vergleichsweise gering: Es ist der erste Mittwoch mit weniger als 10.000 gemeldeten Neuinfektionen seit 21. Oktober. Im Wochenvergleich zeigt sich eine ausgeprägt rückläufige Entwicklung. Der aktuelle Tageszuwachs liegt um 3498 Fälle unter dem Niveau von Mittwoch vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 734 auf 63.226. Als aktuell infiziert gelten 163.641 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,72 angegeben (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 72 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,82 (Vortag: 0,82). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3736 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2095 davon werden beatmet. Rund 4527 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland
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