Coronavirus-Liveticker+++ 20:38 China will WHO keine Daten über frühere Corona-Fälle geben +++
China lehnt es einem Medienbericht zufolge ab, Rohdaten über frühe Covid-19-Fälle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu übergeben. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf WHO-Forscher. Mit personalisierten Rohdaten lasse sich laut WHO bestimmen, wie und wann sich das Coronavirus am Anfang in China ausgebreitet habe.
+++ 20:18 Lage in Portugal bleibt angespannt - Bundeswehr verlängert Hilfseinsatz +++
Im schwer von der Corona-Pandemie erfassten Portugal ist die Zahl der Neuinfektionen erneut rückläufig. Die Behörden melden 2854 neue Fälle (3480 am Vortag). Der Trend zeichnet sich auch im Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen ab: Der Wert ist von 4216 vom Vortag auf 3636 gesunken. Trotz des Rückgangs ist die Lage in dem EU-Land weiter angespannt.
Die Zahl der Menschen, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, ist leicht von 836 auf 846 gestiegen. Die Bundeswehr kommt der Bitte der portugiesischen Regierung nach und verlängert den Hilfseinsatz um weitere sechs Wochen. Das sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Anfang Februar gestartete Einsatz war zunächst auf drei Wochen angelegt. Bei den Bundeswehrkräften, die in Portugal arbeiten, handelt es sich vor allem um Ärzte und Pflegekräfte. Das zuerst entsandte Team hat 26 Mitglieder. Die Teams sollen jeweils nach drei Wochen Einsatzzeit ausgetauscht werden, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte.
+++ 20:05 Nach Grenzschließungen: Seehofer weist Ermahnungen aus Brüssel zurück +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer weist nach den Grenzschließungen zu Tschechien und Tirol Ermahnungen aus Brüssel zurück. "Der Gesundheitsschutz hat oberste Priorität. Da helfen Ermahnungen aus Brüssel nicht weiter. Die in Deutschland ergriffenen Schutzmaßnahmen wirken", sagt Seehofer. Deutschland habe das Infektionsgeschehen gebremst. "Aber in unserer Nachbarschaft sehen wir eine besorgniserregende Entwicklung bei den Virus-Mutationen. Die Kommission selbst weist darauf hin, dass in diesen Fällen striktere Regeln zulässig sind." Die Aufforderung der Kommission, mehr Ausnahmen zuzulassen, weise er entschieden zurück. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die Virus-Mutation zu uns rüber schwappt."
+++ 19:36 Nach Infektion empfiehlt französische Behörde nur eine Impfdosis +++
Frankreichs Hohe Gesundheitsbehörde empfiehlt für Menschen, die bereits mit dem Virus infiziert waren, zunächst nur eine Impfdosis. Menschen, die bereits infiziert gewesen seien, hätten ein Immungedächtnis, teilte die Behörde mit. Die Einzeldosis des Impfstoffs wirke somit als Auffrischung. Die Behörde empfiehlt außerdem, mehr als drei Monate nach der Infektion und vorzugsweise bis zu sechs Monate zu warten, bevor diese Einzeldosis injiziert wird. In der Regel folgt die französische Regierung den Empfehlungen der Behörde. Seit Beginn der Impfkampagne in Frankreich haben im Land rund 2,2 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten. Gut 600.000 Menschen haben außerdem bereits eine zweite Impfung bekommen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.
+++ 19:10 Keine Toten und nur vier schwere Verläufe bei halber Million geimpfter Israelis +++
Keine Todesfälle und nur vier schwere Krankheitsverläufe - das ist die Bilanz nach 523.000 vollständigen Impfungen in Israel. Die Daten gehen aus einer Statistik hervor, die der israelische Gesundheitsdienstleister Maccabi Healthcare Services vorgestellt hat. Das berichtet die Zeitung "The Times of Israel". Demnach zeigen die Daten für das Biontech-Vakzin eine Wirksamkeit von 93 Prozent eine Woche nach Verabreichung der zweiten Impfdosis. Das belege "eindeutig" den Erfolg und lasse "keinen Zweifel" am Erfolg zu, dass Corona-Impfungen Leben retten, zitiert das Blatt einen Maccabi-Mitarbeiter. Für die Erhebung wurde eine "vielfältig" zusammengesetzte Gruppe mit einer Gruppe nicht geimpfter Menschen verglichen. Die von dem Gesundheitsdienstleister geführte Statistik erhält weltweit große Aufmerksamkeit. Sie ermöglicht erste wichtige Einblicke in die Leistungsfähigkeit des Impfstoffs außerhalb klinischer Studien von Biontech und seinem US-Partner Pfizer.
+++ 18:49 "Stetige Verschlechterung" - Griechenland weitet strengen Lockdown aus +++
Die griechische Regierung weitet angesichts steigender Fallzahlen den kompletten Lockdown auf weitere Regionen aus. Ab Samstag sind neben Athen nun auch Achaia und die zweitgrößte Insel des Landes, Euböa, betroffen. "Das landesweite epidemiologische Bild zeigt eine stetige Verschlechterung", sagt die Regierungsberaterin Vana Papaevangelou.
+++ 18:24 WHO will mögliche Fälle in Wuhan vor Dezember 2019 prüfen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will weiter untersuchen, ob es in China schon vor Dezember 2019 kleinere Ausbrüche mit dem Coronavirus gab. Das sagte die niederländische Virologin Marion Koopmans, die jüngst mit einer WHO-Expertenmission in China war, bei einer Pressekonferenz der WHO in Genf. Das Expertenteam suchte in China nach dem Ursprung der Pandemie. Es biete sich an, in Blutbanken zu suchen, die im Herbst 2019 Proben aus der Region um Wuhan aufnahmen, sagte Koopmans. Über den Zugang werde mit chinesischen Behörden diskutiert. Das Expertenteam will voraussichtlich nächste Woche einen ersten kürzeren Bericht über seine auf der Reise gewonnenen Erkenntnisse vorlegen. Nach Angaben von Koopmans wurden in Wuhan nach Durchsicht von Krankenakten 92 Patienten identifiziert, die schon vor Dezember 2019 Covid-19-ähnliche Symptome hatten.
+++ 18:00 Spahn fordert Qualitätsprüfung vor Einsatz von Schnelltests für zu Hause +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt auf eine gründliche Prüfung der neuen Schnelltests vor einem Einsatz in Deutschland. Die Politik ermögliche den Einsatz dieser Tests, aber für eine Zulassung komme es auf die Qualität an, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Denn wenn solche Tests viele falsch negativen Ergebnisse liefern sollten, "dann steckt darin auch ein Risiko", sagte Spahn. Infizierte Menschen könnten in der Annahme, nicht infiziert zu sein, andere anstecken. Offen sei noch, welche dieser Tests zugelassen werden. Dann stünden Bund-Länder-Gespräche an, "wie wir sie in die Teststrategie aufnehmen". Noch sei auch der Preis offen - und inwieweit der Bund den Kauf eventuell mitunterstützt. Bei den Selbsttests sind verschiedene Produkte im Gespräch, beispielsweise Gurgel- und Spucktests, die angenehmer durchzuführen sind als ein Abstrichtest mit einem langen Stäbchen tief in der Nase oder im Rachen.
+++ 17:35 Merkel räumt zu große Hoffnungen an Impfstart ein +++
Kanzlerin Angela Merkel hat zu große Hoffnungen an den Start der Corona-Impfungen in Deutschland eingeräumt, erwartet aber bald deutlich steigende Impfstoffmengen. "Es gibt eine Enttäuschung", sagte die CDU-Politikerin in einem Interview des ZDF-"Heute-Journal". Vielleicht habe dies auch damit zu tun, dass "wir nicht ausreichend darauf hingewiesen haben, dass am Anfang nicht für jeden gleich der Impfstoff da ist". Man habe sehr große Impfzentren gebaut, die Erwartung sei da gewesen. Sie habe es auch faszinierend gefunden, dass es nach weniger als einem Jahr überhaupt einen Impfstoff gebe. Die sei "eine Riesenleistung", mit der man nicht habe rechnen können. Ende März, Anfang April würden die Impfzentren ausgelastet sein, sagte die Kanzlerin mit Blick auf anstehende Lieferungen. "Da werden wir Mühe haben, alles zu verimpfen." Die ersten Wochen seien aber knapp, dies hätten manche anders erwartet. Merkel verteidigte erneut das gemeinsame europäische Vorgehen bei der Impfstoff-Beschaffung und wies Kritik an mangelndem finanziellen Engagement zurück.
+++ 17:23 Deutsche Bahn stellt Fernverkehr nach Tschechien und Tirol ein +++
Aufgrund der neuen Verordnung zu den Virus-Variantengebieten stellt die Deutsche Bahn ab Sonntag den Fernverkehr nach Tirol sowie nach Tschechien ein. Betroffen sei in Richtung Tirol die EC-Linie München-Innsbruck-Verona. "Für die entfallenden Halte in Büchen, Ludwigslust und Wittenberge werden durch ICE-Zusatzhalte weitere Reisemöglichkeiten geschaffen", teilte die Bahn mit. Eingestellt werde außerdem die EC-Linie Hamburg-Berlin-Prag. Nach der Ausbreitung neuer Virusvarianten hatte die Bundesregierung die Regeln für die Einreise aus mehreren EU-Staaten erneut verschärft und teilweise auch stationäre Grenzkontrollen angeordnet. Neben Tschechien und Tirol in Österreich gilt ab Sonntag auch für die Slowakei wegen der Pandemie ein Beförderungsverbot.
+++ 17:02 Bayern führt im Nordosten Pendelquarantäne für Grenzgänger ein +++
Bayern führt im Kampf gegen die Virus-Mutationen eine Pendelquarantäne für Grenzgänger im Nordosten des Bundeslandes ein. Nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek gelte dies für alle Grenzpendler in der Region. Zudem würden den größeren Betrieben in der Region Schnelltests zur Verfügung gestellt. In einigen grenznahen Landkreisen im Norden der Oberpfalz und in Oberfranken ist die zuerst in Großbritannien nachgewiesene Virus-Variante derzeit auf dem Vormarsch.
+++ 16:34 RKI-Studie: Mehr als 300.000 Lebensjahre durch Corona verloren +++
Geschätzt 305.641 Lebensjahre sind laut einer Studie im vergangenen Jahr in Deutschland durch die Corona-Pandemie verloren gegangen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin in einer im "Ärzteblatt" erschienenen Untersuchung. Dafür berücksichtigten sie verlorene Jahre durch Tod - diese machen den Großteil aus - aber auch durch gesundheitliche Einschränkungen bei Covid-19-Überlebenden. "Durchschnittlich verlor jede verstorbene Person 9,6 Lebensjahre", schreiben die Autoren. Männer hätten rund elf Jahre verloren, Frauen etwa acht. Herangezogen wurde für die Berechnung die statistische Restlebenserwartung.
+++ 16:19 Kanzlerin Merkel mahnt zu Vorsicht bei Öffnungsschritten +++
Kanzlerin Angela Merkel dringt darauf, bei Lockerungen der Corona-Beschränkungen nur schrittweise vorzugehen und die Folgen genau zu beobachten. "Es hängt jetzt von uns und klugen Öffnungsschritten ab, ob wir ohne eine groß ausgeprägte dritte Welle durch die Pandemie kommen - oder ob wir zu unvorsichtig sind und dann doch vielleicht wieder steigende Fallzahlen haben", sagte die CDU-Politikerin in einem Interview des ZDF-"Heute Journal". Wegen neuer Mutationen müsse man besonders aufmerksam sein. Merkel verwies darauf, dass die von den Ländern geplanten Öffnungen von Schulen und Kitas schon "ein gewagter Schritt" seien. Sie sehe die große Bedeutung dieser Bereiche aber auch ein. Wenn zum 1. März dann auch Friseure wieder öffnen könnten, sei dies schon "ein Mehr an Kontakten, das man beobachten muss". Die gesenkte Marke von 50 auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sei "eine Vorsichtszahl", erläuterte Merkel. Wenn man sie unterschreite, dürfe man aber im Umkehrschluss wieder an größere Öffnungsschritte denken. Als Maßgabe der Öffnungsstrategie formulierte die Kanzlerin, dass immer dann der nächste Schritt möglich sei, wenn der vorherige nicht zu einem Anstieg der Fallzahlen geführt habe.
+++ 15:57 Niedersachsen weist Kritik wegen Öffnung von Blumenläden zurück +++
Niedersachsens Landesregierung wehrt sich gegen die Kritik etwa der Grünen aus Hamburg, dass sie mit der Öffnung von Blumenläden und Gartencentern für den Pflanzenverkauf ab Samstag vorpresche. Eine Sprecherin weist darauf hin, dass in Hamburg Blumen schon auf Wochenmärkten verkauft werden dürften. In Hessen und Nordrhein-Westfalen seien Blumenläden außerdem von den Schließungen ausgeschlossen gewesen.
+++ 15:38 Viele Virus-Mutationen an bayerisch-tschechischer Grenze +++
Die britische Virus-Mutation ist in Bayern an der Grenze zu Tschechien auf dem Vormarsch. Im Landkreis Tirschenreuth wiesen 30 Prozent der sequenzierten Tests die Mutation auf, im benachbarten Landkreis Wunsiedel 25 Prozent, sagt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder von der CSU. Bei Pendlern aus Tschechien zeigten in Tirschenreuth 40 Prozent die Mutation, in Wunsiedel 73 Prozent. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollen an der Grenze von Samstag auf Sonntag stationäre Grenzkontrollen eingeführt werden. Eine Einreise nach Bayern und Sachsen ist dann nur noch mit einem negativen Test möglich. Für Pendler werde es "praxisnahe Lösungen" geben, sagt Söder.
+++ 15:10 Söder kritisiert unberechtigte Impfungen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat für die Einhaltung der festgelegten Impfreihenfolge geworben. "Keiner sollte sich vordrängen", sagte der CSU-Politiker in seiner Regierungserklärung im Landtag in München. Er warnte auch davor, sich von Dritten zu unberechtigten Impfungen überreden zu lassen. Es dürfe nicht sein, dass auf der einen Seite "sozusagen eher ein Büro komplett geimpft wird, anstatt die über 80-Jährigen, die es dringend brauchen und darauf warten". Derzeit sei es leider noch so, dass es zu wenig Impfstoff gebe. Solange dies so sei, müsse jede Impfdosis an die gehen, die es dringend brauchen, sagte Söder. Jüngst hatte es immer wieder Berichte über Vorfälle gegeben, in denen sich Personen gegen Corona impfen ließen, obwohl sie dafür eigentlich nicht berechtigt waren. Dies waren etwa Kommunalpolitiker als auch Lebenspartner von Heimleitern im Umfeld der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt (AWO). Auch der Augsburger Bischof Bertram Meier war wegen einer sehr frühen Impfung in die Kritik geraten.
+++ 15:01 Ferienhausvermieter fordern Neustart zu den Osterferien +++
Der Deutsche Ferienhausverband fordert in der Pandemie eine Unterscheidung zwischen Ferienhausurlaub und anderen Unterkunftsformen. Nach sachlichen Kriterien seien Ferienhäuser und Wohnungen bei den Öffnungen vorzuziehen, schrieb der Verband in einem offenen Brief an die zuständigen Bundes- und Landesminister. Der Verband forderte eine Perspektive für Ferienhausvermieter mit einem Neustart zu den Osterferien. "Wir sehen eindeutig den Gleichheitsgrundsatz gemäß Artikel 3 Grundgesetz verletzt, wenn Ferienwohnungen gemeinsam mit nicht-autarken Unterkunftsformen in der Öffnungsdebatte hintangestellt werden", argumentierte Verbandschef Göran Holst. Beherbergungsformen könnten nach objektiven Gesichtspunkten unterschieden werden, so wie sich der Einzelhandel in verschiedene Branchen gliedere. Es spreche demnach nichts gegen eine frühzeitigere Öffnung von Ferienwohnungen.
+++ 14:45 Söder: Debatte um Erleichterungen für Geimpfte kommt zu früh +++
Für eine Debatte über die Aufhebung von Beschränkungen für Geimpfte ist es für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder noch zu früh. Das könne sich ändern, wenn im Sommer genügend Impfstoff für alle zur Verfügung stehe, sich einige aber nicht impfen lassen wollten, sagt der CSU-Politiker im bayerischen Landtag. Ob es dann noch "fair" wäre, wenn sich alle gleichermaßen an die Corona-Regeln halten müssten, sei eine "gesellschaftlich spannende Debatte", die sicher kommen werde.
+++ 14:27 Studierende können auch im Sommersemester Nothilfe bekommen +++
Die Nothilfen für Studierende werden auch nach Ablauf des Wintersemesters weitergezahlt. Das Bundesbildungsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht auf dem Blog des Journalisten Jan-Martin Wiarda. Demnach soll die Überbrückungshilfe für Betroffene, die in finanzielle Not geraten sind, auch im gesamten Sommersemester gewährt werden. In einem Schreiben des Ministeriums an das Deutsche Studentenwerk, das für die Bearbeitung der Anträge auf Nothilfe zuständig ist, heißt es zur Begründung, es sei wichtig, dass insbesondere "akut notleidende Studierende eine Perspektive bekommen und ihr Studium nicht aus finanziellen Gründen abbrechen". Die Nothilfe war eigentlich bis Ende des Wintersemesters befristet. Sie richtet sich an Betroffene, die zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Überwiesen werden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat, wenn per Kontoauszug nachgewiesen kann, dass eine Notlage besteht.
+++ 14:12 Impfstoffforscher: "Curevac-Zulassung kann im April stattfinden" +++
Sind Grenzschließungen das richtige Mittel, um die Ausbreitung der Virus-Mutationen zu bremsen? Wie wirken die Impfstoffe bei den neuen Varianten? Und wann ist mit der Zulassung des Curevac-Mittels zu rechnen? ntv fragt den Impfstoffforscher Professor Peter Kremsner.
+++ 13:59 Mehr als 1,25 Millionen Personen in Deutschland voll geimpft +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 3,8 Millionen gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 3,07 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 1,51 Prozent – das entspricht mehr als 1,25 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Rheinland-Pfalz bereits 2,06 Prozent eine Zweitimpfung erhalten, in Baden-Württemberg 1,18 Prozent.
+++ 13:37 Regierung bestätigt Option von Geschäftsöffnungen vor 7. März +++
Möglichweise können Geschäfte oder Museen auch schon vor dem 7. März wieder öffnen. Die Bundesregierung bestätigt entsprechende Aussagen einer Regierungssprecherin in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sowie auf ntv.de. Gleichzeitig bekräftigte Regierungssprecher Steffen Seibert, dass es eine "stabile" Senkung der Infektionszahlen brauche. "Also einmal die 35 erreicht zu haben, ist keine stabile oder nachhaltige Inzidenz."
+++ 13:27 Brinkhaus mahnt "hohe Disziplin" bei Lockerungen an +++
Der Unions-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Ralph Brinkhaus, fordert von den Länder-Regierungen eine "hohe Disziplin" bei künftigen Öffnungsschritten und warnt etwa vor "Einkaufstourismus". Wenn es Unterschiede bei den Lockerungen gebe, würden "die Menschen aus dem Bundesland A in das Bundesland B fahren", sagt Brinkhaus zu RTL und ntv. "So kriegen wir dann ein Rennen, was immer weiter nach oben geht." Deshalb erwarte er "eine hohe Disziplin, auch von den Ministerpräsidenten", so Brinkhaus.
+++ 13:01 Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sinkt weiter deutlich +++
In deutschen Kliniken werden derzeit 3552 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 123 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 2019 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 36 weniger als am Vortag. Der Anteil der freien Intensivbetten steigt um 54 – insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4627 Betten in den deutschen Kliniken frei.
+++ 12:38 Auch für Slowakei gelten strengere Einreiseregeln +++
Neben Tschechien und Tirol in Österreich gelten auch für die Slowakei wegen der Corona-Pandemie ab Sonntag verschärfte Einreiseregeln. Die Bundesregierung stuft das EU-Land nun als Gebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen ein, wie das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilt. Damit gilt dann auch für die Slowakei ab Sonntag, dass Fluggesellschaften sowie Bus- und Bahnunternehmen keine Passagiere mehr von dort nach Deutschland befördern dürfen. Ausgenommen davon sind deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer. Die genauen Regeln für den Individualverkehr werden sich voraussichtlich an den Ausnahmen für das Beförderungsverbot orientieren.
+++ 12:24 Spahn: PCR-Tests für alle mit Symptomen ab nächster Woche +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Empfehlung an die Ärzte so überarbeiten, dass ab kommender Woche wieder jeder mit Corona-Symptomen einen PCR-Test bekommen kann. Angesichts der ausgebliebenen Grippewelle und sinkender Corona-Zahlen gebe es wieder freie Kapazitäten in den Laboren, sagt Spahn. Im November waren die Empfehlungen für PCR-Tests wegen der stark steigenden Infektionszahlen geändert worden. Seitdem wird nicht mehr jeder mit Symptomen automatisch auf Corona getestet. Diese Empfehlung könne nun geändert werden, so Spahn.
+++ 12:05 Sonderzulassungen für Laien-Schnelltests im März +++
Corona-Schnelltests für den Privatgebrauch könnten ein wichtiges Instrument in der Pandemie-Bekämpfung darstellen. Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rechnet mit den ersten Sonderzulassungen Anfang März. Von diesem Zeitraum gehe man aktuell auf der Basis der bislang vorliegenden Antragsunterlagen aus, sagt ein Sprecher des Bundesinstituts. Bislang seien insgesamt fast 30 Anträge auf eine Sonderzulassung entsprechender Tests gestellt worden. "Damit die Tests von Laien sicher angewendet werden können und einen wirksamen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten, muss Sorgfalt das oberste Prinzip in den Prüfverfahren sein", betont der Sprecher.
+++ 11:40 EMA prüft Zulassung von Curevac-Impfstoff +++
Das Tübinger Unternehmen Curevac kommt seinem Ziel näher, einen Corona-Impfstoff auf den Markt zu bringen. Das rollierende Zulassungsverfahren für den Impfstoffkandidaten mit der Bezeichnung "CVnCoV" bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) habe begonnen, teilt Curevac mit. Ein rollierendes Zulassungsverfahren ist ein beschleunigter Prozess, bei dem die notwendigen Daten bei Verfügbarkeit nach und nach eingereicht und geprüft werden können. Laut Curevac befindet sich das Vakzin im fortgeschrittenen Stadium der zulassungsrelevanten klinischen Studie.
+++ 11:29 Orban: Britische Variante breitet sich in Ungarn aus +++
In der Pandemie ist offenbar auch Ungarn von der Ausbreitung der britischen Variante betroffen. Dies sei wahrscheinlich, sagt Ministerpräsident Viktor Orban im öffentlichen Rundfunk. Weitere Lockdown-Maßnahmen seien aber nicht erforderlich. Die geplante Beschleunigung der Impfungen mit den Vakzinen aus Russland und China könne der Entwicklung entgegenwirken, so Orban. In den vergangenen Tagen sind die ungarischen Fallzahlen wieder gestiegen.
+++ 11:01 Mutationen: Berliner Klinik stoppt Patientenaufnahme +++
Nachdem auf seinen Stationen bereits 55 Infektionen mit der britischen Virus-Variante B 1.1.7 festgestellt wurden, nimmt ein Klinikum im Berliner Bezirk Spandau vorerst keine Patienten mehr auf. Das teilt der Betreiber Vivantes mit. Trotz des Ausbruchs in mehreren Fachbereichen des Hauses würden "nicht alle Mitarbeiter und Patienten in Quarantäne geschickt", sagt eine Unternehmenssprecherin dem RBB. Einer Mitteilung zufolge wurde das Virus höchstwahrscheinlich "durch einen Patienten mit Reise-Anamnese in das Klinikum eingetragen".
+++ 10:38 Spahn wirbt trotz "ermutigend starker" Fallzahlen um Ausdauer +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland auf einem guten Weg aus der Pandemie, wirbt zugleich aber um Verständnis für weiter nötige Beschränkungen. "Die Infektionszahlen sinken, auch ermutigend stark", sagt Spahn in Berlin. Für umfassende Lockerungen jedoch sei das Infektionsgeschehen noch zu hoch, und ansteckendere Virusmutationen seien zu gefährlich. "Besser jetzt noch eine Weile durchhalten, als Rückschläge zu riskieren", sagt Spahn.
+++ 10:23 RKI rechnet mit Anstieg von Mutationsaufkommen +++
Das Robert-Koch-Institut sieht weiterhin die Gefahr, dass ansteckendere Virus-Mutationen die Bekämpfung der Pandemie erschweren. "Ich gehe von einem Anstieg aus, ganz klar", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. "Wir müssen die Ausbreitung der Varianten zumindest verlangsamen. Wir müssen verhindern, dass neue besorgniserregende Varianten entstehen." Die bereits bekannten Varianten seien ansteckender und breiteten sich auch in Deutschland aus. Neue Daten dazu seien in der kommenden Woche zu erwarten.
+++ 10:19 Wieler: Zahl der Grippefälle massiv gesunken +++
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, weist darauf hin, dass die geltenden Maßnahmen nicht nur gegen das Coronavirus wirken, sondern generell gegen Infektionskrankheiten. Vor allem gebe es deutlich weniger Grippefälle in Deutschland und weltweit, so Wieler. Normalerweise würden demnach in Deutschland pro Woche Tausende Fälle registriert, derzeit seien es allenfalls 20 bis 30.
+++ 09:59 Saarland schließt Grenzkontrollen nicht aus +++
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans schließt erneute Grenzkontrollen zu Frankreich oder Luxemburg nicht aus. "Wenn es krasse Unterschiede gibt zwischen den Inzidenzen, dann wird uns nichts anderes übrigbleiben", sagt er im "Frühstart" von ntv. Allerdings betont er, dass es im Saarland keine "Grenzen mit Schlagbäumen" mehr gebe. Man könne Pendler nicht einfach ausschließen. Viel problematischer wären laut Hans Alleingänge der Bundesländer, sollte die 7-Tage-Inzidenz dort unter 35 fallen: "So bekämpft man keine Pandemie. Das muss gemeinsam gemacht werden und das haben wir auch miteinander besprochen."
+++ 09:44 Impfplan: 5,7 Millionen Deutsche altersbedingt mit höchster Priorität +++
Fast drei Viertel der deutschen Bevölkerung fallen nicht in die altersbedingte Priorisierung bei den Corona-Impfungen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren zuletzt 59,4 Millionen Menschen jünger als 60 Jahre und damit der Impfverordnung zufolge nicht für eine altersbedingt bevorzugte Schutzimpfung vorgesehen. Das sind 71,5 Prozent der Bevölkerung. Demnach fallen in Deutschland 5,7 Millionen Menschen im Alter von 80 Jahren oder darüber in die Gruppe mit der höchsten Priorität.
+++ 09:18 Biontech entwickelt Software für Impfmanagement +++
Der Impfstoffhersteller Biontech entwickelt einem Bericht zufolge eine Software für das bundesweite Impfmanagement. Diese sei weitgehend fertig und man wolle sie schnellstens einsatzbereit haben, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf das Unternehmen. Sie solle alle zugelassenen Impfstoffe umfassen und etwa die Lieferung und Verteilung der Dosen steuern. Zunächst werde die Software als Pilotprojekt in Bayern erprobt.
+++ 09:01 Brinkhaus kritisiert Lockdown-Verlängerung als zu kurz +++
+++ 08:51 Gesamtzahl der US-Toten klettert über 475.000er-Marke +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 3878 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 475.224. Die Zahl der laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 105.600 neu erkannte Infektionen auf insgesamt mehr als 27,4 Millionen. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen allerdings weiter kontinuierlich und deutlich ab.
+++ 08:09 Jede zehnte Person in Tschechien war bereits infiziert +++
In Tschechien ist weiter kaum Entspannung des Infektionsgeschehens in Sicht. Das Gesundheitsministerium meldet 8916 neu erkannte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Demnach steigt die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 1.073.966. Somit hat sich in dem deutschen Nachbarland mit etwa 10,7 Millionen Einwohnern nachweislich bereits jede zehnte Person mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der registrierten Todesfälle erhöhte sich laut Ministerium um 59 auf insgesamt 17.902. In Tschechien ist die Pandemie-Lage dramatisch. Die Impfkampagne in dem EU-Staat kommt nur schleppend voran, während das Infektionsgeschehen weiter hoch ist und Kliniken massiv überlastet sind. Wegen der Ausbreitung besonders ansteckender Virus-Varianten hat die tschechische Regierung die Abriegelung von drei Bezirken beschlossen, davon zwei an der Grenze zu Deutschland.
+++ 07:41 Tirschenreuth führt Super-Hotspot-Liste weiter an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter der bayerische Landkreis Tirschenreuth die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (12. Februar, 0.00 Uhr) weist die krisengeplagte Region in der Oberpfalz einen Wert von 348,4 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf (Vortag: 333,1). Dahinter folgen der Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen (238,6) und der bayerische Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge (224,3). Von den zehn Regionen mit den bundesweit höchsten Werten liegen laut RKI allein fünf in Thüringen und drei in Bayern.
+++ 07:14 Diese Regionen unterschreiten die 35er-Schwelle +++
Bei ihren Beratungen am Mittwoch haben die Vertreterinnen und Vertreter aus Bund und Ländern unter anderem vereinbart, ab Anfang März Lockerungen in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter einem Wert von 35 zuzulassen. Diese neue Zielmarke ist im Großteil der Republik bei Weitem noch nicht erreicht – 49 Regionen (Vortag: 40) jedoch unterschreiten mit ihrem Fallaufkommen die nun in den Fokus gerückte Schwelle. Das ergibt die Auswertung der Landesbehördenangaben durch ntv.de. Eine Übersicht über die bundesweite Lage mit Blick auf die 35er-Schwelle finden Sie hier:
+++ 06:55 Bundestag soll regelmäßig neu über "epidemische Lage" entscheiden +++
Die besonderen Corona-Befugnisse des Bundes sollen künftig grundlegend untersucht werden - in einer "externen wissenschaftlichen Evaluation der Regelungsgesamtheit zur epidemischen Lage von nationaler Tragweite", wie es in einem Gesetzentwurf der Großen Koalition heißt. Damit soll das Gesundheitsministerium die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina beauftragen. Zudem sieht der Gesetzentwurf vor, dass der Bundestag künftig mindestens alle drei Monate neu eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" feststellen muss, um dem Bund besondere Befugnisse zu gewähren.
+++ 06:37 Krise in Tschechien: Parlament stimmt gegen Notstands-Verlängerung +++
Das tschechische Parlament lehnt eine erneute Verlängerung des Notstands zur Eindämmung der Pandemie ab. Nur 48 der 106 anwesenden Abgeordneten stimmten am Donnerstagabend für den Antrag der Minderheitsregierung von Ministerpräsident Andrej Babis, den seit Oktober geltenden Notstand über den 14. Februar hinaus zu verlängern. Damit endet der Notstand am Sonntag – und es müssten zahlreiche Beschränkungen enden, darunter die nächtliche Ausgangssperre, die Schließung von Läden und Versammlungsverbote. Einige weitere Maßnahmen könnten über andere Gesetze aufrechterhalten werden.
+++ 06:11 Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 62,2 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist abermals gesunken. Laut aktuellem RKI-Datenstand schwächte sie sich am Donnerstag von 64,2 auf 62,2 ab. Demnach weist nur noch Thüringen (105,9) eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 auf. Die neu ausgerufene Zielmarke eines Fallaufkommens von weniger als 35 neu registrierten Infektionen im Sieben-Tage-Zeitraum je 100.000 Einwohner ist auf Bundesländer-Ebene noch für kein Land in Reichweite – den niedrigsten Wert weist den RKI-Daten zufolge Rheinland-Pfalz auf (52,6).
+++ 05:32 RKI meldet 556 weitere Todesfälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählt 9860 neu gemeldete Infektionen und 556 neu registrierte Todesfälle. Am Freitag vergangener Woche hatte das RKI 12.908 neue Fälle und 855 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 stieg laut RKI auf 64.191. Den RKI-Schätzungen zufolge gelten mehr als 2,1 Millionen Menschen als genesen.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 05:27 Fast die Hälfte der Pflegeheimbewohner voll geimpft +++
Fast die Hälfte der bundesweit rund 800.000 Pflegeheimbewohner hat bis Donnerstag die zweite Corona-Impfung erhalten. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Bundesgesundheitsministeriums sind rund sechs Wochen nach dem Impfstart mehr als 380.000 Senioren in Heimen immunisiert. Damit ging mehr als ein Viertel aller Impfdosen bisher an Pflegeheimbewohner (28,8 Prozent). Fast die Hälfte der verfügbaren Impfstoffe (47 Prozent) bekamen Berufsgruppen wie zum Beispiel Ärzte und Pflegekräfte.
+++ 04:27 Biden kritisiert Trumps Impfplan: "Seine Arbeit nicht getan" +++
US-Präsident Joe Biden wirft seinem Vorgänger Donald Trump Versäumnisse beim Aufbau eines Corona-Impfprogramms vor. Der von Trump geerbte Plan sei "viel schlechter" als erwartet, sagt der Demokrat. Sein Team sei über die Impfstoffversorgung getäuscht worden. Er ruft zur Geduld auf und sagt, seine Regierung habe mittlerweile 200 Millionen weitere Dosen gekauft. "Wir werden nicht alles gleich behoben haben, aber wir werden es beheben", verspricht Biden. Derzeit übersteigt die Nachfrage nach dem Impfstoff das Angebot bei Weitem. Deshalb haben viele Amerikaner Schwierigkeiten, einen Termin für die Immunisierung zu bekommen. Biden wirft Trump vor, nicht genug Impfstoff bestellt zu haben. Während die Wissenschaftler ihre Arbeit bei der Entdeckung von Impfstoffen in Rekordzeit erledigt hätten.
+++ 03:01 Pflegekräfte fühlen sich laut Umfrage nicht ausreichend geschützt +++
Pflegekräfte in Deutschland fühlen sich in der zweiten Corona-Welle nicht ausreichend geschützt vor einer Infektion. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). Der Umfrage zufolge machen mehr als 57 Prozent der Teilnehmenden diese Angabe. 86 Prozent fürchten noch weitere Herausforderungen auf sich zu kommen. "Nach neun Monaten Pandemie und den Erfahrungen aus der ersten Welle hätte der Schutz der beruflich Pflegenden besser vorbereitet sein müssen", sagt die DBfK-Präsidentin Christel Bienstein der "Rheinischen Post". An der Online Befragung, die dem Blatt vorliegt, nahmen 3571 Pfleger und Pflegerinnen aus allen Bundesländern teil.
+++ 01:44 Mutation im Amazonasgebiet wohl "dreimal ansteckender" +++
Im brasilianischen Amazonasgebiet ist eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Diese Mutation sei vermutlich dreimal ansteckender als das ursprüngliche Virus, teilt Brasiliens Gesundheitsminister Eduardo Pazuello mit. Trotz der starken Ansteckungsgefahr der neuen Mutation versichert der Minister: "Gott sei Dank hat die Analyse ergeben, dass die Impfstoffe auch gegen diese Variante wirken." Das Gesundheitsministerium stellt bisher allerdings keine Daten dieser Analyse zur Verfügung.
+++ 00:49 Hersteller: Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung in Kürze verfügbar +++
Corona-Schnelltests könnten nach Angaben von Herstellern bald auch für Privathaushalte verfügbar werden. "Die ersten in unserem Verband vertretenen Hersteller haben bereits das Prüfverfahren für ein europaweites CE-Kennzeichen erfolgreich durchlaufen und sind in Kürze lieferfähig", sagt der Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie, Martin Walger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) forderte er ein "schnelleres und unbürokratisches Prüfverfahren".
+++ 23:38 Biden will Tempo erhöhen: USA beginnen mit Impfungen in Apotheken +++
In den USA ist ein großes Programm für Corona-Impfungen in Apotheken angelaufen. Es wurden Impfdosen an landesweit zunächst 6500 Apotheken geschickt. Einige große Apotheken- und Drogerieketten haben angekündigt, morgen mit den Impfungen zu beginnen. Mittelfristig sollen in 40.000 Apotheken Impfungen angeboten werden. Damit soll das Tempo der Impfkampagne beschleunigt werden. Die Kampagne hatte im Dezember schleppend begonnen, dann aber an Fahrt aufgenommen. Die Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden will das Impftempo auch angesichts des verstärkten Auftretens neuer Corona-Varianten beschleunigen. Impfungen in Apotheken sind in den USA nicht ungewöhnlich. So bieten viele Apotheken die jährlichen Grippeimpfungen an.
+++ 22:34 Neuseeland erhält Biontech-Impfstoff früher als erwartet +++
Neuseeland erhält den Impfstoff von Biontech und seinem US-Partner Pfizer früher als erwartet. Die erste Lieferung dürfte kommende Woche ankommen, kündigt Ministerpräsidentin Jacinda Ardern an. Ursprünglich sei sie bis Ende des ersten Quartals erwartet worden. Mit ersten Impfungen etwa von Grenzbeamten werde nun am 20. Februar gerechnet. Seit dem Beginn der Pandemie wurden in Neuseeland weniger als 2000 Infektionen sowie 25 Todesfälle verzeichnet. Dort leben knapp fünf Millionen Menschen.
+++ 22:17 US-Seuchenbehörde meldet mehr als 46 Millionen verabreichte Impfungen +++
Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang 46,4 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 68,3 Millionen Dosen ausgeliefert worden. Darunter sind demnach zehn Millionen Menschen, die inzwischen schon die beiden nötigen Impfungen bekommen haben.
+++ 21:46 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9895 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.314.440 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9895 neue Fälle hinzu.
Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegen Rheinland-Pfalz (52,5) und Baden-Württemberg (53,2) nur noch knapp über der 50er-Schwelle - Thüringen liegt als einziges Bundesland über 100. Für weitere Lockerungen wie die Öffnung von Geschäften im Einzelhandel wurde beim Bund-Länder-Gipfel jedoch die Höchstgrenze auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gesenkt.
Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 631 auf 63.857. Als aktuell infiziert gelten 158.548 Personen (163.641 am Vortag).
+++ 21:30 Ansteckungsrate: 7-Tage-R-Wert liegt bei 0,85 +++
Die Ansteckungsrate (R-Wert) ist erneut rückläufig und wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,71 angegeben (Vortag: 0,72). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 71 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,85 (Vortag: 0,82). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3675 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt (3736 am Vortag), 2055 davon werden beatmet (Vortag: 2095). Rund 4573 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
+++ 21:15 Verband: Geschlossene Modegeschäfte bis April "Todesstoß für manche Händler" +++
Der Modehandel warnt nach der jüngsten Lockdown-Verlängerung vor einer Pleitewelle. Tausende Unternehmen seien in akuter Existenznot, zwischen 20.000 und 30.000 Arbeitsplätze könnten kurzfristig in Gefahr geraten, sagte Rolf Pangels, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BTE, der Zeitung "Rheinische Post". Wenn die Läden bis April geschlossen bleiben müssten, sei das der "Todesstoß für manche Händler", so Pangels. Nach Berechnungen des Verbandes gehen jede Woche mehrere hundert Millionen Euro Umsatz durch die Zwangsschließungen verloren.
+++ 21:08 Bei 35er-Inzidenz droht Öffnungschaos +++
Der Umgang mit der beim Bund-Länder-Gipfel beschlossenen neuen 7-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 könnte erneut für einen Flickenteppich sorgen, wenn Bundesländer oder sogar einzelne Regionen und Landkreise unterschiedlich schnell Maßnahmen aufheben. Wird dieser Kennwert stabil erreicht, sollen erste Öffnungsschritte beschlossen werden dürfen – darauf haben sich Bund und Länder verständigt, allerdings nicht auf einen deutschlandweiten Fahrplan für Termine und Umsetzungen. Darüber würden die Länder "bei Erreichen einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner entscheiden", sagte eine Regierungssprecherin. Es drohen wie bereits in der Vergangenheit Lockerungs-Flickenteppiche wie bei Schulen und Kita.
+++ 20:54 Astrazeneca will Impfstoff bis Herbst an neue Virus-Varianten anpassen +++
Der Pharmakonzern Astrazeneca will seinen Impfstoff in den kommenden Monaten an die neuen Virus-Varianten anpassen. Das britisch-schwedische Unternehmen kündigte an, sich auf die Weiterentwicklung des Vakzins zu konzentrieren. Ziel sei es, in sechs bis neun Monaten mit der Massenproduktion des angepassten Impfstoffs zu beginnen. Astrazeneca war zuerst wegen Lieferengpässen in Europa und aufgrund von Zweifeln an der Wirksamkeit des Mittels bei Menschen über 65 Jahre unter Druck geraten. Gestern verkündete die südafrikanische Regierung, auf den Einsatz des Astrazeneca-Vakzins zu verzichten. Hintergrund war eine Studie, der zufolge das Mittel nicht umfassend gegen die zuerst in Südafrika entdeckte Corona-Mutante wirksam ist. Astrazeneca-Chef Pascal Soriot räumte ein, dass nicht alles "perfekt" verlaufen sei. Der Impfstoff seines Unternehmens schütze aber "zu 100 Prozent gegen schwerste Verläufe der Krankheit". Astrazeneca verweist außerdem darauf, dass der Impfstoff gegen die britische Variante wirksam sei.
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