Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:27 Italien empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff nun für über 60-Jährige +++

Auch Italien ändert seine Impfrichtlinien und empfiehlt das Präparat von Astrazeneca jetzt für Menschen über 60 Jahre. Das gab der Präsident des obersten Gesundheitsinstituts (CTS), Franco Locatelli, bekannt. Er und andere Experten des Gesundheitsministeriums betonten, dass der Impfstoff in Italien weiter als ein sehr gutes Mittel eingestuft werde. Aufgrund von sehr seltenen Vorkommnissen von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit dem Präparat habe Gesundheitsminister Roberto Speranza sich aber für die "bevorzugte Verwendung" von Astrazeneca-Dosen bei Menschen über 60 Jahre entschieden.

+++ 22:33 Variante B.1.1.7 setzt sich in Berlin durch - in 86 Prozent der Proben +++
Die in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 hat sich in Berlin weitestgehend durchgesetzt. Ihr Anteil an rund 5300 positiven Proben aus der Woche vom 29. März bis 4. April betrage 86 Prozent, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit. Noch vor rund einem Monat war die Mutante noch in weniger als jeder zweiten untersuchten Probe gefunden worden. Der erste Nachweis in der Hauptstadt war am 8. Januar publik geworden.

+++ 22:09 Höchststände bei Neuinfektionen und Todesfällen in der Türkei +++
Das türkische Gesundheitsministerium meldet 54.740 Neuinfektionen und 276 weitere Todesfälle - in beiden Fällen die höchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie. Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte vergangene Woche strengere Beschränkungen an. Im Fastenmonat Ramadan - ab dem 13. April - sollen dabei an den Wochenenden landesweite Lockdowns gelten.

+++ 21:48 Deutschland plant bilateralen Vertrag zum Sputnik-V-Ankauf +++
Deutschland will nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters einen bilateralen Vertrag für den Ankauf des russischen Impfstoffes Sputnik V aushandeln. In der Sitzung der EU-Gesundheitsminister habe die EU-Kommission erklärt, keinen Vorvertrag zu Sputnik V wie mit den anderen Impfstoffanbietern schließen zu wollen, hieß es demnach aus Teilnehmerkreisen. Bundesminister Jens Spahn habe bei dem Treffen angekündigt, dass Deutschland nunmehr bilateral einen Vertrag verhandeln werde, um sich den Impfstoff zu sichern.

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+++ 21:36 Inzidenz in Thüringen sinkt unter 200 - deutlichster Anstieg in MeckPomm +++
Die 7-Tage-Inzidenz sinkt in den meisten Bundesländern und liegt in mittlerweile vier davon unter der "Notbremsen"-Schwelle von 100. Am niedrigsten ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Schleswig-Holstein, wo sie zum Vortag leicht zulegt auf rund 63. In Mecklenburg-Vorpommern zog die Inzidenz deutschlandweit am deutlichsten um 12 Zähler auf rund 89 an. Den größten Rückgang zeigt die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen (minus 31 auf rund 150). Auch in Thüringen, das mit 188 weiter den höchsten Wert aufweist, ist die Inzidenz deutlich rückläufig und wieder unter 200 gefallen. Allerdings könnte auch hier ein verringertes Meldeaufkommen rund um die Osterfeiertage eine Rolle spielen.

+++ 21:20 Bericht: Merkel strebt Änderung des Infektionsschutzgesetzes an +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel strebt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einem Bericht zufolge eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes an. Ziel sei es, die Corona-Maßnahmen bundesweit zu vereinheitlichen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach sollen Landkreise bei erhöhten Inzidenz- und R-Werten sowie unter Berücksichtigung anderer Faktoren dazu verpflichtet werden, ihre Maßnahmen zu verschärfen. Vor mehr als einer Woche hatte Merkel eine mögliche Änderung des Infektionsschutzgesetzes bereits bei einem Interview in der ARD ins Spiel gebracht, sagte damals aber: "Ich denke noch nach, ich bin noch nicht abschließend entschieden."

+++ 20:47 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.157 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.918.889 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.157 neue Fälle hinzu. Das sind über 6000 Fälle weniger als am Mittwoch vergangener Woche - allerdings hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) zuletzt wiederholt darauf hingewiesen, dass rund um die Osterfeiertage weniger Tests gemacht und gemeldet würden. Die Zahlen dürften auf Wochensicht daher nicht vergleichbar sein. Als aktuell infiziert gelten rund 228.100 Personen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 317 auf 77.557. Der auffällig hohe Wert könnte jedoch mit vielen Nachmeldungen von den Feiertagen zusammenhängen - es ist die höchste Zahl neu gemeldeter Todesfälle seit dem 4. März.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,61 angegeben (Vortag: 0,74). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 61 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,76 (Vortag: 0,81). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4439 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2478 davon werden beatmet. Rund 4027 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:31 Trotz Tausender Toter - Brasiliens Präsident schließt Lockdown aus +++
Auch auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie in Brasilien schließt Präsident Jair Bolsonaro harte Ausgangsbeschränkungen in dem südamerikanischen Land weiter aus. "Wir werden nach Alternativen suchen. Wir werden die Politik des Zuhausebleibens, des Abriegelns, des Lockdowns nicht hinnehmen", sagte der Staatschef einem Bericht des Nachrichtenportals G1 zufolge. Brasilien ist ein Brennpunkt in der Corona-Pandemie: Am Dienstag hatten die Gesundheitsbehörden erstmals mehr als 4000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 an einem Tag registriert.

+++ 20:06 Norwegen lockert Corona-Beschränkungen in vier Stufen +++
Norwegen wird seine Coronavirus-Beschränkungen in vier Stufen aufheben. Im Abstand von mindestens drei Wochen sollen immer weitere Lockerungen eintreten, kündigte Regierungschefin Erna Solberg an. Nach jedem Schritt müsse die Lage geprüft werden, sagte sie im Parlament. Sie schätzte, dass die ersten drei Schritte bis Ende Juni abgeschlossen sein werden, wenn keine unvorhergesehen Umstände eintreten. Norwegen ist es bisher gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus weitgehend einzudämmen. Seit Beginn der Pandemie verzeichnete das Land mit seinen 5,4 Millionen Einwohnern 683 Todesfälle.

+++ 19:43 Auch WHO für weitere Verwendung von Astrazeneca-Impfstoff +++
Nach der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorerst für die weitere Verwendung des Impfstoffs von Astrazeneca ausgesprochen. Nach aktueller Datengrundlage scheine ein Zusammenhang mit Thrombosen zwar plausibel, aber nicht bestätigt, teilten die Experten des Impfkomitees der WHO mit. Es bedürfe noch weiterer Studien, um eine mögliche Verbindung zwischen Impfung und etwaigem Risiko zu untersuchen.

+++ 19:32 Britische Virus-Variante in USA jetzt vorherrschend +++
In den USA ist die ansteckendere, zuerst in Großbritannien nachgewiesene Variante des Virus inzwischen am weitesten verbreitet. Das gibt die Direktorin der Seuchenbehörde CDC, Rochelle Walensky, bekannt. Sie weist darauf hin, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen trotz des massiven Impfprogramms im Schnitt weiter steigt. In den USA werden täglich etwa drei Millionen Menschen geimpft. Im Schnitt stieg die Zahl der Neuinfektionen im Wochenvergleich jedoch um mehr als zwei Prozent.

+++ 19:23 Gesundheitsminister vertagen Entscheidung zu Zweitimpfungen mit Astrazeneca +++
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben eine Entscheidung über den Umgang mit Zweitimpfungen von Menschen, die bereits einmal mit dem Präparat von Astrazeneca geimpft wurden, vertagt. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Nun solle es am Dienstag neue Beratungen unter Einbeziehung der Ständigen Impfkommission (Stiko) geben.

+++ 19:20 Bhutan impft 60 Prozent seiner Bevölkerung in neun Tagen +++
Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in Bhutan vor neun Tagen haben bereits 60 Prozent der Bürger eine erste Impfdosis erhalten. Wie die Behörden des kleinen Landen zwischen Indien und China mitteilten, wurden 470.000 der insgesamt 770.000 Einwohner geimpft. Die Gesundheitsbehörden nutzten dazu den von Indien gespendeten Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca.

+++ 18:57 Trotz grünem Licht von EMA - Stiko bleibt vorerst bei Astrazeneca-Empfehlung +++
Die Entscheidung der EU-Arzneimittelbehörde EMA zur uneingeschränkten Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca hat voraussichtlich keine unmittelbare Auswirkung auf das bisherige Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) in Deutschland. Was die EMA gemacht habe, könne man mit Sicherheit rechtfertigen, sagte Stiko-Mitglied und Infektionsimmunologe Christian Bogdan bei einer Online-Diskussion des Science Media Centers. "Aber das, was die Stiko gemacht hat, kann man sicherlich genauso rechtfertigen." Die Stiko hatte den Astrazeneca-Impfstoff zuletzt erst ab 60 Jahren empfohlen - und dabei auch Erfahrungen aus Großbritannien mit einbezogen, das schon einige Monate länger ältere Menschen mit diesem Vakzin impft. Die EMA-Entscheidung werde aber sicher ein Thema in einer der nächsten Stiko-Sitzungen werden, ergänzte Bogdan.

+++ 18:38 Nach Impfvorwürfen - Halles Oberbürgermeister vom Amt suspendiert +++
Der Stadtrat von Halle hat nach Informationen der "Mitteldeutschen Zeitung" in einer nicht-öffentlichen Sondersitzung Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) vom Amt suspendiert. Grund ist dessen vorzeitige Corona-Impfung entgegen der Prioritätenliste. Wiegand hatte die vorzeitigen Impfungen damit begründet, dass übrig gebliebene Impfdosen vor dem Wegwerfen bewahrt werden sollten. Er wies die Vorwürfe der Vordrängelei daher vehement zurück. Gegen Wiegand läuft bereits ein Disziplinarverfahren des Landesverwaltungsamts in Sachsen-Anhalt.

+++ 18:20 Söder wirbt für spezielle Impfangebote an jüngere Politiker +++
Angesichts steigender Ansteckungsgefahren durch neue Corona-Varianten hält CSU-Chef Markus Söder Impfungen für Politiker unter 60 Jahren für angebracht. "Wir müssen auch überlegen, noch mal tatsächlich in den nächsten Wochen, ob wir nicht noch ein paar Impfdosen übrig haben, wenn die Zahl wächst, um die Funktionsfähigkeit beispielsweise eines Landtags aufrecht zu erhalten, oder des Bundestages", sagte der bayerische Ministerpräsident nach der Sitzung des Kabinetts in München. "Nach meiner Überzeugung müssen die Parlamente in dieser Situation absolut handlungsfähig sein." Bislang erhalten auch Politiker in Deutschland ihre Impfangebote nur entsprechend der geltenden Impfreihenfolge, maßgeblich ist hier also meist das Alter.

+++ 17:55 Testpflicht soll für Geimpfte weitgehend entfallen +++
Wer den vollen Corona-Impfschutz hat, soll künftig voraussichtlich im Alltag und bei Reisen weitgehend auf Corona-Tests verzichten können. Personen mit vollständigem Impfschutz könnten so behandelt werden wie Menschen, die über ein tagesaktuell negatives Testergebnis verfügten, heißt es in einer Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums. Das Thema solle bei der Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche auf der Tagesordnung stehen.

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+++ 17:34 Großbritannien meldet unter 3000 neue Fälle - bisher keine dritte Welle +++
Von einer dritten Welle wie in anderen europäischen Staaten ist in Großbritannien nichts zu merken. Im Gegenteil: Seit Anfang Januar, als in der Spitze fast 70.000 Neuinfektionen gemeldet wurden, geht die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus immer weiter zurück. Heute melden die Behörden rund 2800 neue Fälle. Der 7-Tage-Schnitt steht bei rund 3000 Neuinfektionen - vor einem Monat waren es noch fast doppelt so viele. Zudem kommen 45 neue Todesfälle hinzu, der 7-Tage-Schnitt liegt bei rund 30. Dieses Niveau gab es im vergangenen Jahr zuletzt Ende September.

+++ 17:08 Außengastronomie im Norden kann ab Montag öffnen +++
Die Außengastronomie kann in Schleswig-Holstein wie von Ministerpräsident Daniel Günther angekündigt ab nächstem Montag öffnen. Dies habe die Landesregierung bestätigt, teilte die Staatskanzlei mit. Gekoppelt sei dies an strenge Auflagen. Die Öffnungsmöglichkeit besteht in Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stabil unter 100 liegt.

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+++ 16:58 RKI besorgt über Corona-Ausbreitung in Kitas und Schulen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist besorgt über die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in Kitas und Schulen. "Die Covid-19-Fallzahlen steigen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen", heißt es im aktuellen Lagebericht. Von letzteren gingen "auch zunehmend Übertragungen" aus. Beim Großteil der Corona-Fälle sei der Infektionsort nicht bekannt, heißt es in dem RKI-Bericht weiter. Ausbrüche beträfen momentan insbesondere private Haushalte, zunehmend aber auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld. Hingegen habe die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen.

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+++ 16:43 Britische Astrazeneca-Erstgeimpfte sollen auch zweite Dosis erhalten +++
Wer in Großbritannien die erste Impfung mit dem Mittel von AstraZeneca erhalten hat, soll es auch bei der zweiten Impfung bekommen. Das gibt Lim Wei Shen bekannt, Vorsitzender des Corona-Ausschusses beim Gemeinsamen Impfausschuss (JCVI). Die neuen Empfehlungen für den Einsatz von AstraZeneca werden nach Angaben des Vize-Gesundheitschefs für England, Jonathan Van-Tam, zu keiner nennenswerten Störung des Impfplans in Großbritannien führen. Die Impfstoffe anderer Hersteller dürften in genügender Menge verfügbar sein, sagt er.

+++ 16:28 Britische Impfkommission: Astrazeneca nur noch für über 30-Jährige +++
Die britische Impfkommission hat ihre Empfehlung für den Astrazeneca-Impfstoff geändert: Das Präparat soll künftig möglichst nur noch Erwachsenen über 30 Jahren verabreicht werden, wie die Kommission mitteilte. Menschen unter 30 Jahren soll eine alternative Covid-Impfung angeboten werden, da sich die Beweise häufen, die den Impfstoff mit seltenen Blutgerinnseln in Verbindung bringen. Eine Untersuchung der Arzneimittelbehörde MHRA ergab, dass bis Ende März 79 Menschen in Großbritannien nach der Impfung seltene Blutgerinnsel erlitten - 19 von ihnen starben. Die Aufsichtsbehörde sagte, dass dies kein Beweis dafür sei, dass die Impfung die Blutgerinnsel verursacht habe - aber sie sagte, dass die Hinweise sich verdichten.

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+++ 16:14 Lebenserwartung sinkt im ersten Pandemie-Jahr in fast allen EU-Staaten +++
Die durchschnittliche Lebenserwartung ist im ersten Jahr der Corona-Pandemie in fast allen EU-Ländern gesunken. 22 der 27 Länder verzeichneten 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang, wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte. Am stärksten waren Spanien (minus 1,6 Jahre) und Bulgarien (1,5 Jahre) betroffen. In Deutschland sank die Lebenserwartung bei der Geburt demnach um 0,2 Jahre auf 81,1 Jahre.

+++ 15:57 EMA sieht möglichen Zusammenhang zwischen Astrazeneca-Impfstoff und Thrombosen +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca und sehr selten auftretenden Thrombosen bei Geimpften. Dennoch empfiehlt die EMA uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die Behörde.

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+++ 15:35 Berliner Verwaltungsgericht kippt Begrenzung der Kundenzahl im Einzelhandel +++
Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Begrenzung der Kundenzahl im Einzelhandel per Eilentscheidung gekippt. Der Richtwert von einer Person pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche bringe "kein signifikantes Mehr an Infektionsschutz" und stehe in keinem angemessenen Verhältnis "zu den dadurch erwartbar verursachten weiteren Umsatzeinbußen", erklärte das Gericht. Mehrere Inhaber von Geschäften hatten sich per Eilantrag gegen die geltenden Öffnungsbeschränkungen gewandt.

+++ 15:35 Bundesregierung will bundesweit einheitliche Erleichterungen für Geimpfte +++
Die Bundesregierung peilt für Menschen mit Corona-Impfung bundesweit einheitliche Erleichterungen bei Beschränkungen im Alltag an. Gesundheitsminister Jens Spahn wolle die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu zeitnah mit seinen Länderkollegen besprechen, bekräftigte eine Sprecherin.

+++ 15:26 Fast alle Firmen aus Autobranche bieten Mitarbeitern Corona-Tests an +++
Fast alle Unternehmen in der Automobilbranche werden ihren Mitarbeitern in Kürze regelmäßige Corona-Tests in Büros und Fabriken anbieten. Bei 75 Prozent der Firmen seien Schnell- und Selbsttests bereits möglich, weitere 22 Prozent planten dies zeitnah umzusetzen, teilte der Branchenverband VDA mit. "Damit liegt der Anteil in der Automobilindustrie sogar noch über den bereits hohen Werten der gesamten Industrie.

+++ 15:07 Studie: Auch sechs Monate nach Moderna-Impfung hoher Schutz +++
Auch ein halbes Jahr nach der vollständigen Corona-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna bleibt der Schutz einer neuen Studie zufolge hoch. Ein Langzeittest mit 33 Probanden habe sechs Monate nach der zweiten Impfung in allen Altersklassen ein weiterhin hohes Niveau an Antikörpern gegen Covid-19 gezeigt, berichten US-Experten im "New England Journal of Medicine" (NEJM). Die Studie werde weitergeführt, um die Wirksamkeit des Vakzins über noch längere Zeit beobachten zu können. Anfang des Monats hatten aber auch schon die mRNA-Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech mitgeteilt, dass der Schutz durch ihr gemeinsames Präparat sechs Monate nach der zweiten Dosis genauso hoch ist wie kurz danach.

+++ 14:50 GEW: Präsenzunterricht in Berlin nur mit geimpftem Lehrpersonal +++
Der Berliner Verband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, ab Ende der Osterferien Unterricht an den Schulen der Hauptstadt nur von bereits geimpftem Lehrpersonal durchführen zu lassen. "Alle Beschäftigten in Kitas und Schulen, die Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben, brauchen ein schnellstmögliches Impfangebot, damit die Kitas und Schulen sicher geöffnet werden können", forderte der Vorsitzende der GEW Berlin, Tom Erdmann. Angesichts der geringen Impfquote unter Berliner Lehrpersonal sollte ab einer Inzidenz von 100 der Distanzunterricht die Regel sein, forderte die Gewerkschaft weiter.

+++ 14:29 Lindner warnt vor pauschalem Lockdown +++
FDP-Chef Christian Lindner hat vor einem erneuten Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland gewarnt. "Wieder soll auch nach der Bundeskanzlerin nur ein pauschaler Lockdown die Antwort auf die Pandemie sein. Das CDU-geführte Kanzleramt hat keine innovativere Alternative entwickelt", kritisierte Lindner am Mittwoch entsprechende Äußerungen. "Die sozialen Folgen sind immens. Die Grundrechtseingriffe sind immer weniger verhältnismäßig", kritisierte Lindner. Beim Testen, der Beschleunigung des Impfens und Hygienekonzepten seien längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Zudem müssten regionale Unterschiede berücksichtigt werden.

+++ 14:13 Söder stellt Bund-Länder-Termin am Montag infrage +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stellt den Montag als Termin der nächsten Bund-Länder-Beratungen infrage. Nachdem er sowie die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erfolglos ein Vorziehen der Beratungen gefordert hätten, stelle sich nun die Frage, was ein solches Treffen überhaupt bringe, sagt der CSU-Chef. Sinnvoll sei dies nur, wenn sich vorher eine "klare Mehrheit" für weitere Regelungen wie etwa eine bundesweite Notbremse oder einen gemeinsamen erneuten Lockdown abzeichneten. Gegen den Montag spreche auch, dass man dann noch nicht sagen könne, ob die Infektionszahlen wieder stiegen. Die Ministerpräsidentenkonferenz müsse nach der missglückten letzten Sitzung nachweisen, dass sie noch erfolgreich arbeiten könne.

+++ 14:08 Regierungschefin will Norwegen schrittweise aus Beschränkungen führen +++
Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg will ihr Land schrittweise aus den Corona-Maßnahmen führen. Dazu plant ihre Regierung eine vierstufige Wiederöffnungsstrategie, bei der zunächst ein Fokus auf Kinder und Jugendliche, dann auf Arbeitsplätze und Wirtschaft gelegt wird, wie Solberg im Parlament in Oslo sagte. Zwischen den Stufen sollen jeweils drei Wochen vergehen, sofern die Zahl der Infektionen nicht zunimmt. Ziel des Plans sei es, Vorhersehbarkeit zu schaffen. Auf konkrete Daten - wie das etwa zuletzt Dänemark getan hat - wollte sie sich aber nicht festlegen.

+++ 13:47 Söder: Bayern unterzeichnet Vorvertrag für Sputnik-Impfstoff +++
Bayern wird nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder noch heute einen Vorvertrag mit einer Firma in Illertissen für den Bezug des russischen Impfstoffs Sputnik abschließen. "Sollte Sputnik zugelassen werden in Europa, dann wird der Freistaat Bayern über diese Firma zusätzliche Impfdosen - ich glaube, es sind 2,5 Millionen Impfdosen - wohl im Juli erhalten, um die Impf-Zusatzkapazitäten in Bayern zu erhöhen", sagte der CSU-Politiker in München. Der russische Impfstoff hat noch keine Zulassung durch die europäische Arzneimittelagentur EMA erhalten. Das Werk in Illertissen würde das Vakzin dann im Auftrag der Sputnik-Entwickler produzieren.

+++ 13:41 Göttingen muss bei Spontan-Impfungen von Jüngeren zurückrudern +++
Die Stadt Göttingen darf den Impfstoff von Astrazeneca nicht weiter an Menschen geben, die noch nicht impfberechtigt sind. Weil unter 60-Jährige laut offizieller Empfehlungen nicht mehr mit Astrazeneca geimpft werden sollen, könnten nicht alle vorrätigen Impfdosen taggenau aufgebraucht werden, hieß es von der Stadt Göttingen. Es sei mit einem Überschuss von etwa zehn Impfdosen pro Tag zu rechnen. Die sollten anderen Interessierten zur Verfügung gestellt werden - vorausgesetzt sie sind älter als 60. Eine Sprecherin des Sozialministeriums sagte, dass Göttingen die außerplanmäßigen Impfungen nicht mit dem Land abgesprochen habe. "Wir weichen die Priorisierungsgruppen nicht auf", sagte die Sprecherin. Göttingen "erhält heute von uns eine entsprechende Weisung, dass sie das bitte wieder einstellen möchten".

+++ 13:36 Bayern verschiebt Lockerungen um zwei Wochen +++
Bayern verschiebt angesichts der Pandemie-Lage alle Öffnungsschritte um zwei Wochen. Das kündigt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an. "Auch die Modellregionen werden verschoben, nochmal zwei Wochen", sagt der CSU-Chef.

+++ 13:19 Großbritannien beginnt mit Verabreichung des Moderna-Impfstoffs +++
Das Vereinigte Königreich nutzt jetzt auch den Moderna-Impfstoff. Die erste Impfung erfolgt in Wales. Bis Mitte April soll er auch im Rest des Landes eingesetzt werden. Lieferengpässe bei Astrazeneca haben das Impfprogramm verlangsamt. Deswegen sei der Impfstart mit Moderna eine willkommene Ergänzung zum Repertoire aus den Impfoffen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca. "Wir haben 17 Millionen Dosen bestellt, die in den kommenden Wochen in ganz Großbritannien in die Arme gehen werden.", twittert Premierminister Boris Johnson.

+++ 13:03 EU-Gesundheitsminister wollen noch heute über Impfkampagne beraten +++
Die Gesundheitsminister der EU planen heute um 19 Uhr ein virtuelles Treffen über ihre Impfkampagne, nachdem die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine Entscheidung über die Sicherheit des Astrazeneca Vakzins Vaxzevria getroffen hat.

+++ 12:45 Krankenhäuser zunehmend unter Druck: Polen verlängert Beschränkungen +++
Polen verlängert seine Corona-Beschränkungen bis zum 18. April. Die Situation in den Krankenhäusern sei weiterhin sehr schwierig, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Dies gelte vor allem für die Region Schlesien. Nach Angaben des Ministeriums werden derzeit landesweit rund 34.700 Covid-Patienten in den Kliniken behandelt - so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Mehr als 3300 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Schulen und Kindergärten bleiben weiter geschlossen, auch Friseure und Kosmetikstudios dürfen nicht öffnen.

+++ 12:20 Merkel für kurzen und einheitlichen Lockdown +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert für kurze, aber verschärfte Einschränkungen angesichts der Infektionslage. "Deswegen ist jede Forderung nach einem kurzen, einheitlichen Lockdown richtig", sagte ihre Vize-Sprecherin Ulrike Demmer auf eine Frage zur Position der Kanzlerin. Die Infektionszahlen seien zwar wegen der Ostertage nicht verlässlich. Die wachsende Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine klare Sprache. "Wir brauchen eine stabile Inzidenz unter 100", sagte sie mit Blick auf die Zahl der Fälle über sieben Tage pro 100.000 Einwohner. Besser sei 50, optimal wäre unter 30. Für eine Vorverlegung der Ministerpräsidenten-Konferenz von nächster Woche gebe es keine Mehrheit. Es gebe aber Gespräche mit den Ländern. "Die Vielfalt der Regelungen trägt nicht zur Sicherheit und Akzeptanz bei." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:01 Laschet hält an "Brücken"-Lockdown fest und fragt: "Was sind eure Ideen?" +++
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hält an seiner Idee eines "Brücken"-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie fest. Der CDU-Chef appelliert vor allem an SPD-Ministerpräsidenten, eigene Ideen auf den Tisch zu legen: "Was sind eure Ideen?" Bislang haben sich SPD-Regierungschefs gegen den Vorstoß von Laschet ausgesprochen. Die Impf-Offensive schreite voran, sagt Laschet. Bis diese richtig greife, müsse man sich "schnell und hart zusammenraufen". Dies gehe nur bundesweit. Er sei dabei auch in Übereinstimmung mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:46 Moderna widerspricht Bericht: Lieferung von Impfstoff auf Kurs +++
Das US-Biotechnologieunternehmen ist einem Bericht über Lieferausfälle seines Coronavirus-Impfstoffs entgegengetreten. "Moderna hat sich verpflichtet, alle vierteljährlichen vertraglichen Liefervereinbarungen mit der Europäischen Kommission und den einzelnen Mitgliedsstaaten einzuhalten", erklärte ein Sprecher des Unternehmens. "Die Lieferungen im April sind auf Kurs, bei den Dosen die Bandbreiten zu erreichen, die den Regierungen zuvor genannt wurden." Auch das Bundesgesundheitsministerium erklärte: "Moderna hat uns gegenüber keine Änderung von Lieferplänen kommuniziert." Das Newsportal "Business Insider" hatte zuvor unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass eine für Ende April geplante Lieferung von bis zu 878.000 Moderna-Impfdosen ausfalle (Eintrag 10:02).

+++ 11:31 Biontech wohl irritiert über Aussagen der Berliner Gesundheitsverwaltung zu vermeintlichen Lieferschwierigkeiten +++
Das Biotechnologieunternehmen Biontech ist offenbar verwundert über Aussagen der Berliner Gesundheitsverwaltung. Das berichtet der "Tagesspiegel". Die Verwaltung hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die zwei Impfzentren der Messe und Arena Berlin wegen einer ausbleibenden Nachlieferung von Impfstoff um 14 Uhr schließen mussten und gab als Grund technische Probleme bei der Lieferung an. "Wir sind irritiert über die Mitteilung, dass die beiden Corona-Impfzentren Messe und Arena Berlin wegen 'ausbleibender Nachlieferung von Impfstoff' am Dienstag schließen mussten", sagte eine Biontech-Sprecherin der Zeitung. "Die Lieferung war ursprünglich für Mittwoch geplant gewesen und so auch an alle Beteiligten kommuniziert worden. Der Senat hatte beim Bundesministerium für Gesundheit eine frühere Lieferung am Dienstag angefragt - es war demnach eine vorgezogene Lieferung." Die Lieferung sei dann am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr angekommen, sagte die Sprecherin weiter. "Ohne ein technisches Problem und eine Routenumstellung wäre sie sogar bereits am Dienstagmorgen eingetroffen", zitiert der "Tagesspiegel" die Sprecherin weiter.

+++ 11:09 NRW bleibt vorerst bei Notbremse +++
In Nordrhein-Westfalen bleibt trotz sinkender Infektionszahlen in einigen Landkreisen die sogenannte Notbremse mit Corona-Einschränkungen in Kraft. Das kündigt das Gesundheitsministerium an. Dies gelte auch für Kreise wie Olpe, Wesel und den Rhein-Sieg-Kreis, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz seit drei Tagen wieder unter der Marke von 100 liegt. Als Grund werden die wenig verlässlichen Zahlen über Ostern genannt. Für eine Aufhebung der Notbremse-Regelung sind in NRW künftig mindestens sieben Tage mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 und eine stabile Tendenz erforderlich.

+++ 10:49 Spanische Provinz stoppt bis zur EMA-Bewertung Impfungen mit Astrazeneca +++
Die spanische Region Kastilien-Leon stoppt den Einsatz des Impfstoffs von Astrazeneca. Die zuständigen Behörden teilen mit, zunächst solle der Bericht der EU-Arzneimittelbehörde EMA über die Unbedenklichkeit des Vakzins des schwedisch-britischen Konzerns abgewartet werden. Die EMA hat zu ihrer Bewertung von möglichen Thrombose-Risiken des Astrazeneca-Impfstoffs eine Pressekonferenz um 16 Uhr angekündigt

+++ 10:30 Neuer Höchstwert: Indien meldet knapp 116.000 Fälle an einem Tag +++
Indien hat einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. Innerhalb eines Tages seien 115.736 neue Infektionen erfasst worden, wie das indische Gesundheitsministeriums am Mittwoch mitteilte. Demnach wurden auch 630 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. Es wird befürchtet, dass diese Zahlen in dem Riesenland weiter deutlich steigen. In absoluten Zahlen ist Indien das am drittmeisten von Corona betroffene Land - nach Brasilien und den USA.

+++ 10:15 Gesamthaushalt 2020 mit höchstem Defizit seit Wiedervereinigung +++
Die Corona-Krise hat die öffentlichen Haushalte im Jahr 2020 deutlich belastet und das höchste Finanzierungsdefizit seit der Wiedervereinigung verursacht. So stiegen die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts gegenüber 2019 um 12,1 Prozent auf 1678,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zugleich seien die Einnahmen um 3,5 Prozent auf 1489,4 Milliarden Euro gesunken. Daraus ergebe sich ein Finanzierungsdefizit von 189,2 Milliarden Euro. "Dieses Ergebnis zeigt deutlich die Folgen der Corona-Krise für die öffentlichen Haushalte", hieß es.

+++ 10:02 Geplante Moderna-Lieferung für Ende April fällt offenbar aus +++
Eine für Ende April geplante Lieferung von mehreren Hunderttausend Impfdosen des Unternehmens Moderna fällt offenbar aus. Das berichtet das Online-Portal "Business Insider" und beruft sich auf Regierungskreise. Laut einer Übersicht des Gesundheitsministeriums wurden für die 17. Kalenderwoche (26. April bis 2. Mai) zwischen 627.600 und 878.400 Dosen von Moderna erwartet. Da auch Astrazeneca kurzfristig weniger liefere, müsse die Lücke mit Biontech geschlossen werden, berichtet "Business Insider" weiter. Allerdings laufe die Produktion bei Biontech bereits auf Hochtouren. "Da wir kaum Reserven haben, zugleich aber Dutzende Impftermine bereits für die nächsten Wochen gebucht sind, kommen wir in Schwierigkeiten", zitiert das Portal einen Regierungsvertreter. Womöglich müssten nun Impftermine storniert werden.

Update: Moderna hat den Bericht inzwischen dementiert (Eintrag 11:46 Uhr).

+++ 09:46 Einbindung in Impfkampagne: Hausärzte kritisieren zu viel Bürokratie +++
Zum Start der Corona-Schutzimpfungen in Hausarztpraxen haben niedergelassene Ärzte zu viel Bürokratie-Aufwand kritisiert. Die geforderte neue Bürokratie koste zusätzlich viel Zeit und trübe die Freude der Hausärzte, nun endlich mit impfen zu können, sagte Internist Guido Pukies im "Morgenecho" auf WDR 5. Seine Praxis habe nur 24 Impfdosen für diese Woche zu Verfügung, sei aber mit 26 Abrechnungsziffern konfrontiert. In den Praxen schlage man sich jetzt dem Patienten zuliebe anderthalb Stunden mit einem Rezept herum. Die meisten Hausärzte wollten nach der normalen Sprechstunde am Nachmittag gegen das Coronavirus impfen. Ein weiterer Hausarzt sprach im WDR von einem gewaltigen Ansturm und totaler Überlastung. Patienten riefen ununterbrochen an, um einen Impftermin zu ergattern. Tatsächlich kommen aber die Praxen auf die Patienten zu und bestellen zunächst nur chronisch Kranke ein. Mediziner Pukies kritisierte auch den hohen Aufwand, den die Impf-Dokumentation erfordere.

+++ 09:20 Palmer verteidigt Tübinger Weg +++
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer von den Grünen hat das Modellprojekt "Öffnen mit Sicherheit" verteidigt. Der Tübinger Weg sei eine Alternative zum aktuell diskutierten "Brücken-Lockdown" von NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet, sagte Palmer bei ntv. Boris Palmer sieht das Modellprojekt "Öffnen mit Sicherheit" in seiner Stadt als Gegenentwurf zu einem bundesweiten, harten Lockdown wie ihn aktuell unter anderem CDU-Chef Armin Laschet fordert.

+++ 09:08 Ungarn lockert ab heute den Lockdown +++
Nach Fortschritten bei den Impfungen hat Ungarn heute die geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie gelockert. Demnach dürfen körpernahe Dienstleister wie Friseure und Kosmetiker sowie nicht essenziell notwendige Geschäfte unter Auflagen zur Vermeidung von Gedränge wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangssperre beginnt statt um 20 Uhr erst um 22 Uhr. Sie dauert weiterhin bis morgens 5 Uhr. Die Gaststätten bleiben aber vorerst geschlossen. Hotels stehen weiterhin nur Geschäftsreisenden offen.

+++ 08:48 Söder fordert bundeseinheitliche Notbremse +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von der CSU hat sich erneut für einen "kurzen, konsequenten Lockdown" ausgesprochen. Söder betonte im ZDF, wie wichtig ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer sei, besonders in Bezug auf die Notbremse: "Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass die Notbremse bundesgesetzlich verankert ist, dass sie überall gleich wirkt, dass der gleiche Automatismus eintritt mit den gleichen Maßnahmen, anstatt dass es durch 16 Oberverwaltungsgerichte oder Verwaltungsgerichtshöfe noch einmal bis ins Detail geprüft und zerlegt wird", sagte er. Es brauche klare Regeln. "In dem einen Bundesland wird es scharf angewandt, in Baden-Württemberg, Bayern oder Sachsen, in anderen etwas flexibler und das zerstört Vertrauen und hilft auch nicht bei der Pandemiebekämpfung. Ich glaube es ist einfach noch mal nötig, eine Gemeinschaftsaktion zu starten und nicht endlos Klein-Klein zu machen."

+++ 08:22 Bartsch: Die Menschen können nicht mehr +++
Der Chef der Linken-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, hat den Vorstoß von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kritisiert. Es brauche nicht permanent neue Vorschläge oder "neue Vokabeln", sagte Bartsch im "Morgenecho" im WDR5. Der CDU-Vorsitzende Laschet hatte einen "Brücken-Lockdown" gefordert - einen zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown im Kampf gegen die dritte Corona-Welle. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Bartsch zufolge besteht aktuell ein "Wirrwarr" aus "undurchschaubaren Regeln, nicht nachvollziehbaren Entscheidungen und immer neuen Vorschlägen. "Die Menschen können nicht mehr." Er forderte für eine längerfristige Perspektive einen breiten gesellschaftlichen Dialog, an dem neben Politik, Ärzten und Virologen auch etwa Pädagogen oder Psychologen beteiligt werden sollten.

+++ 08:00 Hof führt weiterhin deutsche Hotspot-Liste an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist noch immer die bayerische Stadt Hof die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge weist die kreisfreie Stadt einen Wert von 456,1 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Hinter Hof folgen der Landkreis Greiz in Thüringen (392,2) und der Landkreis Kronach in Bayern (353,6). Von den zehn Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI sechs in Thüringen, drei in Bayern und einer in Sachsen. Die größten Lichtblicke gibt es laut RKI in Nordfriesland. Demnach weist der Kreis in Schleswig-Holstein die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz auf (15,1), dahinter folgt der Kreis Plön in Schleswig-Holstein (21,0).

+++ 07:38 Kinderärzte fordern: Schulen so lange wie möglich offen halten +++
In der Diskussion über strengere Coronaregeln in Deutschland plädieren Kinder- und Jugendärzte dafür, Schulen und Kindergärten so lange wie möglich offen zu halten. "Schulschließungen sollten wirklich die letzte Option sein", sagte die Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Ingeborg Krägeloh-Mann. Zuvor sollten alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Kontakte in der gesamten Bevölkerung zu verringern. Die Tübinger Medizinprofessorin forderte, im Gegensatz zu Erwachsenen oder Jugendlichen kleinere Kinder anders zu bewerten - weil diese wahrscheinlich noch weniger am Infektionsgeschehen beteiligt seien "und mehr auf Präsenzunterricht angewiesen sind".

+++ 07:13 Studie: Corona kann auch Psyche und Nerven schädigen +++
Corona-Patienten haben häufiger neurologische oder psychische Probleme als Menschen mit anderen Atemwegserkrankungen. Eine britische Studie im Fachjournal "The Lancet Psychiatry" fand ein um 44 Prozent höheres Risiko für Angsterkrankungen oder Stimmungsschwankungen als nach einer Grippe. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass Hirnerkrankungen und psychiatrische Störungen nach Covid-19 häufiger auftreten als nach der Grippe oder anderen Atemwegsinfektionen", teilte Mitautor Max Taquet von der Universität Oxford mit. Die genauen Gründe dafür seien noch unklar. Insgesamt litt etwa ein Drittel der erfassten Patienten innerhalb von sechs Monaten nach ihrer Covid-19-Diagnose an einer neurologischen oder psychischen Erkrankung. Die britischen Forscher analysierten digitale Daten von mehr als 236.000 Patienten, die überwiegend in den USA behandelt wurden.

+++ 06:48 Berlins Wirtschaftssenatorin fordert alle Grundrechte für Geimpfte +++
Grundrechtseinschränkungen sollen nach der zweiten Corona-Impfung zurückgenommen werden. Das fordert Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop von den Grünen. "Es gibt keinen Grund, für geimpfte Menschen die Einschränkungen der Grundrechte aufrechtzuerhalten", sagte sie dem "Tagesspiegel". "Diese müssen mit der zweiten Impfung ihre vollen Freiheiten leben können, da sie das Virus nicht mehr übertragen können." Pop reagierte damit auf neueste Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts, wonach Geimpfte nicht nur gegen Covid-19 geschützt sind, sondern auch nicht mehr infektiös für alle anderen. "Bund und Länder müssen hierfür zügig eine Regelung treffen. Es wäre denkbar, dass wir in Berlin einen eigenen Vorstoß unternehmen", sagte Berlins Wirtschaftssenatorin. Dem Vernehmen nach könnte sich der Senat am Donnerstag zu einer Sondersitzung treffen, um über diese und weitere Fragen zu beraten.

+++ 06:20 CDU-Wirtschaftsrat: Forderung nach immer neuen Verlängerungen ist fantasielos +++
Der Wirtschaftsrat der CDU distanziert sich von der Forderung des Parteivorsitzenden Armin Laschet nach einem sogenannten "Brückenlockdown". Einem Vorabbericht der "Augsburger Allgemeine" zufolge, erklärt der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, dass die Forderung nach immer neuen Verlängerungen oder Verschärfungen des Lockdowns fantasielos sei: "Unternehmen und Bürger erwarten von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten nach mehr als einem Jahr Pandemie eine ausgefeiltere Strategie." Die aktuellen Grundrechtseinschränkungen seien bereits eine schwere Belastung für Wirtschaft und Bürger. Jetzt käme es darauf an, die Impfungen voranzutreiben.

+++ 05:30 RKI meldet knapp 10.000 neue Fälle und 298 Tote" +++
In Deutschland sind innerhalb eines Tages knapp 10.000 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am mitteilte, wurden 9677 Neuansteckungen sowie 298 weitere Todesfälle gemeldet. Das RKI wies darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage weniger Tests gemacht und gemeldet würden. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages mehr als 17.000 Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag von 123 auf 110,1.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:04 Söder: Verschärfung von Corona-Kurs wäre Bedingung für vorgezogene MPK +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Verschärfung des Corona-Kurses zur Bedingung für eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz gemacht. Wenn das Ergebnis ähnlich wie beim letzten Mal sei, "dann glaube ich, sind viele Bürger zu Recht sehr enttäuscht", sagte er bei "Markus Lanz". "Wenn, dann muss es was Richtiges sein. Dann muss es entweder sein, dass wir tatsächlich einen Lockdown verlängern oder dass wir die Maßnahmen, die wir getroffen haben, so anschärfen, damit sie automatisch gelten." Das Regelwerk dafür sei beschlossen und es müsste nur umgesetzt werden. Weitere Öffnungsschritte lehnte Söder ab. "Wir brauchen jetzt erstmal eine sichere Basis", sagte der CSU-Chef. Daher sei es wichtig, dass die Notbremse überall gelte. "Und zwar konsequent - auch mit Ausgangsbeschränkung."

+++ 4:45 Ärztepräsident warnt vor Corona-Blindflug +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, ermahnt die Politik zu gut vorbereiteten und auf wissenschaftlicher Basis konzipierten Beschlüssen zur Corona-Eindämmung. "Weitreichende Lockdown-Maßnahmen wie Ausgangssperren oder erneute Schulschließungen sollten nicht im statistischen Blindflug veranlasst werden, sondern auf Grundlage sauberer und verlässlicher Daten", sagte er der "Rheinischen Post".

+++ 04:10 Curevac-Gründer: Europäische Impfstoffhersteller wegen Standort im Nachteil +++
Der Gründer des Tübinger Pharmaunternehmens Curevac, Florian von der Mülbe, weist auf einen Standortnachteil von europäischen Anbietern hin. Einem Vorabbericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe zufolge, seien globale Lieferketten laut von der Mülbe gestört. "Ob Chemikalien, Gerätschaften, Filter oder Schläuche: Die US-Hersteller sind verpflichtet, zuerst den amerikanischen Bedarf zu decken, dadurch rutschen wir auf der Liste nach hinten", so das Vorstandsmitglied. Da der Bedarf gestiegen sei, versuchten viele Lieferanten die Grundmaterialien auch wieder in Europa zu produzieren.

+++ 03:18 Brasilien meldet mehr als 4000 Corona-Tote an einem Tag +++
Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Brasilien mehr als 4000 Tote durch Covid-19 binnen eines Tages verzeichnet worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, starben innerhalb von 24 Stunden landesweit 4195 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Corona-Toten in dem Land insgesamt erhöhte sich damit auf fast 337.000. Das brasilianische Gesundheitssystem leidet massiv unter der aktuellen Infektionswelle. In 18 der 27 Bundesstaaten sind laut dem Gesundheitsinstitut Fiocruz die Intensivstationen zu mehr als 90 Prozent belegt.

+++ 02:11 Bundesjustizministerin: Corona-Beschränkungen für Geimpfte teilweise zurücknehmen +++
Laut Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sollten Corona-Beschränkungen für Geimpfte teilweise zurückgenommen werden. Die SPD-Politikerin sagt einem Vorabbericht der "Bild"-Zeitung zufolge: "Wenn jetzt wissenschaftlich belegt wird, dass von Geimpften keine höhere Gefahr für andere ausgeht als von negativ getesteten Personen, entfällt eine wichtige Begründung für die Einschränkung ihrer Grundrechte." Deshalb sei es ein logischer Schritt, Geimpfte in Zukunft mit negativ getesteten Personen gleichzustellen. Tests würden bei den kommenden Öffnungsschritten eine wichtige Rolle spielen, dies gelte auch für Impfungen.

+++ 01:08 Kalifornien will Wirtschaft Mitte Juni wieder vollständig hochfahren +++
Kalifornien will Mitte Juni seine Wirtschaft wieder komplett hochfahren. "Wir können nun damit beginnen, unser Leben nach der Pandemie zu planen", sagt der Gouverneur des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaats, Gavin Newsom. Zwar würden weiter Masken und gewisse andere Maßnahmen nötig bleiben. Wenn jedoch die Fallzahl niedrig sei und Impfstoffe allgemein verfügbar, sollten am 15. Juni alle Geschäfte wieder öffnen können. In Kalifornien leben 39,5 Millionen Menschen, von denen 7,5 Millionen inzwischen komplett geimpft sind.

+++ 00:04 Söder unterstützt Laschets "Brücken-Lockdown" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder begrüßt den Vorstoß seines nordrhein-westfälischen Kollegen, CDU-Chef Armin Laschet, für einen zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown. Es sei wichtig, durch ein sehr konsequentes Management bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie aus der Endlosschleife herauszukommen. "Ich habe diese These eigentlich, wenn ich das so sagen darf, immer vertreten, die Kanzlerin auch", sagte der CSU-Vorsitzende und offensichtliche Konkurrent Laschets im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien. "Jeder, der mitmacht - finde ich super, weil es verstärkt die Basis jener, die für Umsicht und Vorsicht eintreten." Laschet hatte am Ostermontag vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien.

+++ 23:15 Spahn drängt auf einheitliches Vorgehen aller Bundesländer +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn drängt auf ein bundesweit einheitliches Agieren von Bund und allen Ländern gegen die Corona-Pandemie. Entscheidend sei nicht, auf welchem Weg dies erreicht werde, ob durch mehr Bundeskompetenzen oder Absprachen der Länder: "Entscheidend ist, dass es passiert", sagte der CDU-Politiker in der ARD. Es brauche möglichst große Einheitlichkeit und Einigkeit (...) zwischen Bund und vor allem auch möglichst allen 16 Ländern, vor allem darüber, dass die Inzidenz nicht über 100 steigen darf und sollte, ohne dass dann eben auch sehr stark Maßnahmen ergriffen werden". Und er bekräftigte das bisherige Versprechen: "Wir werden im Sommer alle impfen können."

+++ 21:59 USA können 28 Millionen Impfdosen diese Woche verspritzen +++
In den USA werden der Regierung zufolge in dieser Woche mehr als 28 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Dies sei die Summe über alle Verteilungskanäle hinweg, sagt Präsidialamtssprecherin Jen Psaki. Die Zahl entspricht grob einem Drittel der deutschen Bevölkerung.

+++ 21:42 Ungarn erreicht "Meilenstein" und lockert +++
Ungarns Präsident Viktor Orban kündigt eine Lockerung der Beschränkungen an. "Heute haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht", sagt er in einem Video auf Facebook: Mehr als ein Viertel der Bevölkerung habe inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten. "Ab morgen können Läden wieder öffnen und Dienstleistungen angeboten werden." Andere Beschränkungen sollen bleiben, Schulen am 17. April öffnen. In Ungarn leben 9,8 Millionen Menschen. Daten der Johns Hopkins University zufolge hat das Land seit einigen Wochen die höchste Todesrate pro Kopf durch das Virus.

+++ 21:13 Oxford setzt Astrazeneca-Studie an Minderjährigen aus +++
Die Oxford-Universität setzt einer Zeitung zufolge eine Studie ihres gemeinsam mit Astrazeneca entwickelten Impfstoffes bei Kindern und Jugendlichen aus. Es sollten weitere Informationen über die seltenen Fälle von Hirnvenen-Thrombosen bei Erwachsenen abgewartet werden, berichtet das "Wall Street Journal". Probleme bei der Studie selbst seien nicht aufgetreten, zitiert das Blatt einen Sprecher der Universität.

+++ 20:54 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7629 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.904.732 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7629 neue Fälle hinzu. Ein Vergleich mit Dienstag der Vorwoche ist wegen der Oster-Feiertage nicht sinnvoll. Darauf hatte bereits das Robert-Koch-Institut mehrfach hingewiesen. Rund um die Osterfeiertage würden vielerorts meist weniger Tests gemacht und gemeldet. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Als aktuell infiziert gelten rund 231.624 Personen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 162 auf 77.240.

Hamburg und Berlin meldeten die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner Spitzenreiter bleibt weiterhin Thüringen, allerdings liegt Hamburg nur noch knapp dahinter.

+++ 20:37 Jahreshöchstwert bei Intensiv-Fällen in Frankreich +++
Die Zahl der Corona-Patienten auf französischen Intensivstationen ist mit 5626 auf dem höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 193 Fälle hinzugekommen, teilt das Gesundheitsministerium mit.

+++ 20:12 OVG bestätigt: Ausgangsbeschränkungen nicht rechtens +++
Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) äußert erhebliche Zweifel an dem Mittel der Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen Corona. Das OVG bestätigt eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover. Dieses hatte erklärt, dass die angeordnete Ausgangsbeschränkung in der Region Hannover im Einzelfall voraussichtlich rechtswidrig ist. Per Eilbeschluss wurde der Einwand der Region Hannover gegen den Beschluss vom 2. April zurückgewiesen, wie das OVG in Lüneburg mitteilte. Die Ausgangsbeschränkung sei keine notwendige Schutzmaßnahme, da sie gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verstoße. Die Region Hannover hob daraufhin am Abend die entsprechende Allgemeinverfügung mit sofortiger Wirkung auf. Zuvor war dort das Verlassen von Wohnungen und Häusern zwischen 22.00 und 5.00 Uhr nur mit triftigem Grund erlaubt.

+++ 19:47 Türkei meldet Rekordwert bei Neuinfektionen +++
Die Türkei verzeichnet 49.584 Neuinfektionen und damit so viele wie noch nie an einem Tag. Die Zahl der Toten steigt um 211, wie das Gesundheitsministerium weiter bekannt gibt. Zuletzt lag sie Anfang Januar so hoch.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, kst/mba/jpe/hek/nan/dpa/AFP/rts/DJ

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