Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:32 1,24 Prozent positiv bei Massentest in Slowakei +++

Die Slowakei hat erneut einen großen Teil der über zehn Jahre alten Bevölkerung einem Corona-Massentest unterzogen. 2,95 Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Einwohner nahmen an den Antigen-Schnelltests teil, bilanzierte Ministerpräsident Igor Matovic. Von den Testergebnissen seien 1,24 Prozent positiv gewesen. Die innerhalb von neun Tagen im ganzen Land durchgeführten Testungen waren zwar formell freiwillig. Wer aber kein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf bis 7. Februar nicht einmal mehr zur Arbeit gehen. Sogar für Spaziergänge in der Natur ist ein negativer Test nachzuweisen. Die Polizei hatte schon im Voraus strenge Kontrollen ab Mittwoch angekündigt.

+++ 22:15 Impfstoff-Streit: EU und Astrazeneca beenden Krisengespräch vorerst ohne Lösung +++
Ein Online-Krisengespräch am Abend hat keinen Durchbruch im verfahrenen Streit zwischen der EU und Astrazeneca gebracht. Große Mengen Impfstoff für Deutschland und andere EU-Länder werden somit wohl Wochen oder Monate später kommen. Astrazeneca teilte mit, es habe ein "konstruktives und offenes Gespräch" über die Komplexität der Erhöhung bei der Impfstoff-Produktion und die Schwierigkeiten stattgefunden. Das Unternehmen habe eine noch engere Zusammenarbeit zugesagt, "um gemeinsam einen Weg für die Auslieferung unseres Impfstoffs in den kommenden Monaten aufzuzeichnen". EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides schrieb auf Twitter: "Wir werden mit dem Unternehmen zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden und die Impfstoffe rasch für die EU-Bürger zu liefern."

+++ 21:50 Bundeswehr schickt Erkundungsteam nach Portugal +++
Die Bundeswehr hat ein Erkundungsteam nach Portugal geschickt, um Hilfsmöglichkeiten im Kampf gegen die Pandemie zu auszuloten (Eintrag 17.43 Uhr). Die Experten sollten klären, welche Unterstützung vor Ort benötigt werde und machbar sei, bestätigt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin einen "Spiegel"-Bericht.

+++ 21:15 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 15.272 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.171.235 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 15.272 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 875 auf 54.519. Als aktuell infiziert gelten rund 240.833 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,76 angegeben (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 76 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,88). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4501 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2503 davon werden beatmet. Rund 4204 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:55 US-Firma bietet Corona-Tests aus dem Automaten an +++
In New York stellt ein US-Unternehmen einen Coronatest-Automaten vor, der in U-Bahn-Stationen oder Einkaufszentren zum Einsatz kommen soll. Die Testkits lassen sich ganz einfach per Barcode ziehen.

+++ 20:29 Berlin verschiebt Abiturprüfungen +++
Für die Berliner Abiturienten verschieben sich vor dem Hintergrund der Pandemie die Prüfungstermine nach hinten. Die erste schriftliche Prüfung beginnt statt am 12. erst am 21. April, wie die Senatsverwaltung für Bildung mitteilte. Der letzte Unterrichtstag für die Abiturienten ist der 13. April, nicht der 23. März, also erst nach den Osterferien. Dadurch steht den Schülern mehr Zeit zum Lernen zur Verfügung. In Abstimmung mit der Kultusministerkonferenz und dem Land Brandenburg hat das Land Berlin den Prüfungsplan für das Abitur 2021 angepasst, so die Bildungsverwaltung. Dazu gehört auch, dass die Schulen den Nachschreibetermin für die Klausuren nutzen können. Außerdem gibt es zusätzliche Lernangebote. Und es gibt ein zusätzliches Rücktritts- und Wiederholungsrecht: In der Oberstufe ist auf Wunsch der Schüler beziehungsweise deren Eltern ein zusätzlicher folgenloser Rücktritt vor den Prüfungen möglich. Schülern wird ein zusätzliches Wiederholungsrecht bei nicht bestandener Abiturprüfung eingeräumt.

+++ 20:03 Regierung plant Einreiseverbote aus Ländern mit hoher Mutanten-Verbreitung +++
Die Bundesregierung plant offenbar weitere Maßnahmen, um die Ausbreitung der Mutanten des Coronavirus einzudämmen. Das Kabinett diskutierte nach "Spiegel"-Informationen Beförderungs- und Einreiseverbote für Personen aus Gebieten, in denen die Mutante grassiert. Eine Vorlage für die entsprechende Verordnung befinde sich derzeit in der Abstimmung zwischen den Ressorts, hieß es in Regierungskreisen. Dem Vernehmen nach gibt es in einigen Ressorts noch Bedenken gegen die Pläne. Derzeit würde ein Einreiseverbot für Einreisende aus Großbritannien, Südafrika, Brasilien und Portugal gelten, Länder wie Dänemark oder die Niederlande könnten aber sehr bald folgen, hieß es aus Regierungskreisen. Unklar sei noch, wie genau ein "Mutationsgebiet" definiert werde. Dazu solle das Robert Koch-Institut einen Vorschlag machen.

+++ 19:44 Verdächtiges Paket bei Astrazeneca gesichert +++
Das verdächtige Paket, das heute bei einem Zulieferer des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers Astrazeneca entdeckt wurde, ist von Sprengstoffexperten gesichert und zu Untersuchungen abtransportiert worden. Das teilt die Polizei in Wales am Abend mit. Ob sich darin Sprengstoff befand, blieb zunächst unklar. Das Unternehmen Wockhardt hatte am Morgen wegen des Vorfalls sein Werk im walisischen Wrexham geräumt. Dort finden wichtige Schritte zur Herstellung des Coronavirus-Impfstoffs von Astrazeneca statt.

+++ 19:21 WHO: Britische Mutation inzwischen in 70 Ländern verbreitet +++
Die neuen Varianten des Coronavirus breiten sich in immer mehr Ländern aus: Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, wurde die zunächst in Großbritannien registrierte Mutante inzwischen in 70 Ländern nachgewiesen. Das waren zehn Länder mehr als eine Woche zuvor. Auch für die zunächst in Südafrika nachgewiesene Mutante verzeichnete die WHO ein größeres Verbreitungsgebiet. Die Zahl der betroffenen Länder stieg innerhalb von einer Woche um acht auf 31. Für die zuerst in Brasilien aufgetauchte Mutante gab die WHO nun an, dass acht statt zuvor sechs Länder betroffen seien.

+++ 19:05 Norwegen schließt seine Grenzen +++
Der Norden macht dicht: Aus Bedenken vor mutierten Coronavirus-Varianten verschärft nach Dänemark und Finnland auch Norwegen seine Einreisebeschränkungen. Ab Mitternacht in der Nacht zum Freitag werden die norwegischen Grenzen für praktisch alle Menschen geschlossen, die nicht im Land wohnen, wie Regierungschefin Erna Solberg auf einer Pressekonferenz sagte. Dabei handele es sich um die strengsten Einreisebeschränkungen seit März des vergangenen Jahres. Es gebe jedoch Ausnahmen, etwa für Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen, den Warentransport und Gesundheitspersonal aus den Nachbarländern Schweden und Finnland.

+++ 18:37 Gesundheitsministerium lehnt Impfstoff-Zwangslizenzen ab +++
Das Bundesgesundheitsministerium lehnt die vom Grünen-Chef Robert Habeck (Eintrag 16.44 Uhr) geforderten Zwangslizenzen zur Produktion von Corona-Impfstoff ab. "Wer Zwangslizenzen als einfache Lösung fordert, verkennt die Komplexität von Impfstoffproduktion", sagt ein Sprecher des Ministeriums. "Im Übrigen stellt sich die Frage, welches Unternehmen denn mit einer solchen Zwangslizenz schneller zusätzliche Produktion schafft als es die Kooperationen der Pharmafirmen tun, die aktuell überall entstehen und die wir fördern", fügt er hinzu.

+++ 18:14 Rheinland-Pfalz: Drei Wochen keine Erstimpfungen +++
Wegen der Lieferengpässe des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer werden in den Impfzentren in Rheinland-Pfalz in den kommenden drei Wochen ausschließlich zweite Spritzen gesetzt. Die Erstimpfungen müssten solange ausgesetzt werden, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Über 80-Jährige und die anderen Angehörigen der Gruppe mit dem höchsten Infektionsrisiko sollten sich aber weiterhin für Impftermine registrieren lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:43 Portugal bittet Bundeswehr um Hilfe +++
Die Bundeswehr prüft nach einem eindringlichen Notruf aus Portugal offenbar, wie man dem EU-Partnerland in der Corona-Krise helfen kann. Nach "Spiegel"-Informationen wandte sich die Regierung in Lissabon bereits am Wochenende direkt an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Konkret bittet die portugiesische Regierung um die Errichtung eines Feldlazaretts zur Behandlung von Corona-Patienten, die Lieferung von Sanitätsmaterial und die Aufnahme von portugiesischen Covid-Intensivpatienten in Deutschland. Die Bundeswehr hat deswegen bereits am Dienstag ein kleines Team mit Experten nach Portugal geschickt. Laut internen Papieren der Truppe ist die Errichtung eines Lazaretts aus Kapazitätsgründen derzeit nicht möglich, da dies viel Sanitätspersonal binden würde. Allerdings wird die Entsendung von Ärzten, Sanitätern und von medizinischer Ausrüstung nach Portugal geplant. Auch die Aufnahme von Covid-Patienten in Deutschland ist demnach grundsätzlich möglich.

+++ 17:10 Mehr Erzieher als Pflegekräfte von Corona-Infektionen betroffen +++
Die Beschäftigten in Kindergärten und Vorschulen sind im vergangenen Jahr über lange Zeit die am stärksten vom Coronavirus betroffene Berufsgruppe gewesen. In einer vom Dachverband der Betriebskrankenkassen veröffentlichten Auswertung der Monate März bis November vergangenen Jahres lagen die Beschäftigen in Kitas und Vorschulen bei der Krankheitshäufigkeit vor Pflegekräften in Altenheimen und vor Krankenhauspersonal. Im Dezember allerdings gab es unter Altenpflegern die meisten Betroffenen.

+++ 16:44 Habeck fordert notfalls Zwangslizenzvergabe bei Impfstoffen +++
Grünen-Parteichef Robert Habeck hat die Bundesregierung aufgefordert, die Produktion von Impfstoffen notfalls durch eine Zwangslizenzvergabe deutlich zu erhöhen. Die Produktion müsse steigen, und die Bundesregierung sei gefordert, alles zu tun, was irgend gehe, sagt Habeck der "Rheinischen Post". Für die Pharmakonzerne solle sich die historisch schnelle Impfstoffentwicklung auszahlen. "In letzter Konsequenz jedoch hätte die Bundesregierung über verpflichtende Lizenzvergabe die Möglichkeit, die Beteiligten zu Kooperation zu zwingen", sagt Habeck. "Wenn Bayer vor Wochen angekündigt hat, dass sie Impfstoffe produzieren können, bis heute aber nicht richtig eingebunden sind, dann ist das auch ein politisches Versäumnis."

+++ 16:17 Hendrik Streeck: "Rate davon ab, dass jeder FFP2-Masken nutzt" +++
FFP2-Masken gelten als neuer Standard in der Corona-Bekämpfung. Der Virologe Hendrik Streeck erklärt, warum er von der nun verhängten generellen Pflicht wenig hält und warum Deutschland insgesamt einen Plan B braucht. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:59 EU besteht in Vakzin-Streit mit Astrazeneca auch auf Lieferungen aus Großbritannien +++
Die EU besteht im Streit mit dem Pharma-Unternehmen Astrazeneca darauf, mit Impfstoff auch aus britischen Werken beliefert zu werden. Im Vertrag der EU mit dem britisch-schwedischen Unternehmen seien zwei Produktionsstätten in Großbritannien "für unseren Bedarf" aufgeführt, sagte ein EU-Vertreter. Es sei "nicht akzeptabel", dass Astrazeneca zunächst nur ein Viertel der vereinbarten Menge liefern wolle.

+++ 15:38 Intensivmediziner Janssens: "Problem-Viren dürfen nicht importiert werden" +++
Im Kampf gegen die Mutationen fordert auch Intensivmediziner Uwe Janssens Reisebeschränkungen. "Die Überlegung, was man mit solchen Flügen macht, ist im Augenblick unheimlich wichtig", sagt das Vorstandsmitglied der deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI e.V.) im Gespräch mit ntv. Auch bei den aktuell sinkenden Infektionszahlen sei das wichtig: "Je niedriger wir kommen, je mehr spielt es eine Rolle, dass wir nicht von außen zusätzliche Problem-Viren importiert bekommen." Janssens kritisierte die unterschiedliche Gewichtung von Maßnahmen. Einerseits habe man Schulen geschlossen, aber Flüge aus Südafrika, Brasilien und England seien ungebremst in unser Land hereingekommen. "Das ist schon erstaunlich, wie da mit zweierlei Maß gemessen wird", kritisierte er.

+++ 15:18 Kurz nach Bekanntwerden: Bremen will Hausbesuche von Friseuren nun doch verbieten +++
Das ging schnell: Das Bundesland Bremen will eine Lücke in der Corona-Verordnung zum Hausbesuch von Friseuren schließen. Derzeit seien mobile Friseurbesuche erlaubt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts. "Das soll jetzt geändert werden." Im kleinsten Bundesland hatte zuvor eine Auskunft des Ordnungsamtes für Überraschung gesorgt: Friseursalons seien zwar geschlossen, Friseurinnen und Friseure dürften ihre Kunden aber zuhause bedienen (Eintrag 14:02 Uhr).

+++ 15:03 Israel schließt nach internationalem Flughafen auch Landgrenzen +++
Nach dem internationalen Flughafen Ben Gurion schließt Israel im Kampf gegen das Coronavirus vorübergehend auch seine Landgrenzen. Dies kündigte das Innenministerium an. Die Maßnahme soll von Donnerstagmorgen bis Ende Januar gelten. Davon betroffen sind insgesamt drei Grenzübergänge nach Ägypten und Jordanien. Der Übergang Allenby-Brücke nach Jordanien bleibt für Bewohner des Westjordanlands geöffnet. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen Israels, das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutationen zu verhindern. In der Nacht auf Dienstag war bereits der Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv - das mit Abstand wichtigste Luftverkehrsdrehkreuz des Landes - bis Monatsende nahezu komplett geschlossen worden.

+++ 14:27 Werk mit Produktion von Astrazeneca-Impfstoff teilweise evakuiert +++
In Wales wird ein Werk teilweise evakuiert, in dem der Impfstoff von Anstrazeneca hergestellt wird. Hintergrund sei, dass dort am Morgen ein verdächtiges Paket angekommen sei, teilt die Firma Wockhardt UK in Wrexham mit. Auf Anraten von Experten sei das Gelände teilweise geräumt worden. Die Behörden seien sofort informiert worden. Die Polizei erklärt, sie sei mit dem Vorfall befasst. Die BBC berichtete, ein Sprengstoff-Räumkommando der Polizei sei zu dem Gelände geschickt worden.

+++ 14:25 500 Millionen Euro für Lehrer-Laptops +++
Die Bundesregierung hat ein 500 Millionen Euro schweres Programm zur Anschaffung von Laptops für Lehrkräfte gestartet. "Der Bund unterstützt die Länder in außergewöhnlichen Maße dabei, das Distanzlernen zu ermöglichen", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Die nötige Verwaltungsvereinbarung trete am Donnerstag in Kraft - dann könne das Geld fließen. Wegen der Pandemie sind die Schulen in Deutschland noch mindestens bis zum 14. Februar weitgehend geschlossen. "Wir wissen, dass dies den Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern sehr viel abverlangt", sagte Karliczek. Zudem habe die Pandemie das Potenzial, "dass Kinder und Jugendliche, die sich in Schule ohnehin schon schwer tun, weiter zurückbleiben". Die Frage, wie mit dieser Gruppe umgegangen werde, stelle sich aber bereits "seit Jahrzehnten, ohne dass es eine Lösung gibt".

+++ 14:02 Bremen erlaubt Hausbesuche für Friseure +++
Im Bundesland Bremen sind Friseursalons wie überall wegen Corona geschlossen - Friseurinnen und Friseure dürfen ihre Kunden aber durchaus zu Hause besuchen und bedienen. Das Ordnungsamt habe diese Lesart der Corona-Verordnung bestätigt, teilte die örtliche Handwerkskammer mit. Sie nannte diese Information überraschend. Man sei seit Erlass der Verordnung am 16. Dezember "davon ausgegangen, dass sämtliche Dienstleistungen im Bereich der nichtmedizinischen Körperpflege untersagt sind". Die Kammer warnte die Friseure aber, jetzt eilig Aufträge für Hausbesuche anzunehmen. "Bedenken Sie das gesundheitliche Risiko, wenn Sie sich in das private Umfeld des Kunden begeben!", mahnte die Kammer. Es sei auch unsicher, wie lange diese Ausnahmeregelung bestehen werde.

+++ 13:43 Britische Regierung wird strengere Grenzregeln beschließen +++
Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt an, die Regierung werde noch heute strengere Grenzregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschließen. Der Innenminister werde härtere Maßnahmen ergreifen für Länder, die wegen der Ausbreitung der Corona-Mutanten auf der Roten Liste stünden, sagt Johnson im Parlament. Dauerhafte Grenzschließungen seien aber keine Lösung.

+++ 13:24 In Österreich sinken Zahlen trotz Lockdown kaum +++
In Österreich sinkt die Zahl der Neuinfektionen nach einem Monat Lockdown kaum. Laut Gesundheits- und Innenministerium wurden binnen Tagesfrist 1641 neue Positiv-Tests registriert und damit etwa genauso viele wie vor einem Monat. "Der Lockdown wirkt, aber nicht so schnell wie wir uns das wünschen würden", sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Bei den Todesfällen und der Belegung der Krankenhausbetten zeigen sich hingegen deutliche Rückgänge. Derzeit werden 1873 Personen aufgrund des Virus im Krankenhaus behandelt, davon 311 auf Intensivstationen. Landesweit sind 7564 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus verstorben. Österreich hatte das öffentliche Leben am 26. Dezember, wenige Tage nach dem Ende des zweiten Lockdowns, erneut heruntergefahren. Der Lockdown soll mindestens bis zum 8. Februar andauern.

+++ 13:07 Astrazeneca holt sich Hilfe von Biotech-Unternehmen aus Japan +++
Astrazeneca will das japanische Biotechnologieunternehmen JCR Pharmaceutical bitten, rund 90 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffes herzustellen. So sollten weltweit Engpässe bei der Produktion vermieden werden, berichtet die japanische Zeitung "Nikkei". Japan hatte im Dezember einen Vertrag mit Astrazeneca über den Kauf von 120 Millionen Dosen unterzeichnet.

+++ 12:40 China testet jetzt auch per Anal-Abstrich +++
Die chinesischen Behörden nehmen Tests nun auch per Anal-Abstrich vor. Diese Methode könne "die Nachweisrate bei infizierten Personen erhöhen", da das Virus im Anus länger nachweisbar sei als in den Atemwegen, sagte Li Tongzeng, ein leitender Arzt des You'an Krankenhauses in Peking, dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Dem Sender zufolge wird jedoch weiterhin großteils per Rachen- und Nasen-Abstrich getestet, da die Anal-Methode nicht sehr "angenehm" sei. Der Anal-Abstrich kommt demnach vor allem bei Menschen, bei denen ein hohes Risiko einer Coronavirus-Infektion besteht, zum Einsatz. Vergangene Woche war dies laut CCTV bei Bewohnern mehrerer Viertel Pekings mit bestätigten Corona-Infektionen der Fall. Auch Bürger in Quarantäne wurden demnach auf diese Weise getestet.

+++ 12:13 Impfstoffstreit: EU-Krisensitzung mit Astrazeneca geplatzt +++
Im Streit über knappen Corona-Impfstoff ist ein Krisentreffen der Europäischen Union mit dem Hersteller Astrazeneca am Mittwoch geplatzt. Astrazeneca habe abgesagt, hieß es aus EU-Kreisen in Brüssel. Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten hätten den Konzern gebeten, sich das gut zu überlegen. Die Kommission und die 27 Staaten hatten das Treffen mit Astrazeneca auf Expertenebene für den Abend (18.30 Uhr) einberufen. Hintergrund ist der Streit mit dem britisch-schwedischen Hersteller über Lieferkürzungen.

Update: Astrazeneca widerspricht der Darstellung, das der britische Konzern ein für heute geplantes Treffen mit der EU zu Fragen der Impfstofflieferung abgesagt hat. Ein Treffen mit der EU werde später am Tag stattfinden, sagte ein Sprecher.

+++ 12:03 Russland öffnet die Nachtclubs wieder +++
In Russland werden angesichts sinkender Infektionszahlen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgehoben. So wurden heute zusätzliche internationale Flugverbindungen wieder aufgenommen, darunter mit Indien, Vietnam und Finnland. In der russischen Hauptstadt Moskau erlaubte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach wochenlangen Verboten die Öffnung von Nachtclubs und nächtlicher Gastronomie. Zudem endete die Pflicht der Arbeitgeber, mindestens ein Drittel der Belegschaft im Homeoffice arbeiten zu lassen. Bestehen blieb allerdings die Vorschrift, dass Menschen mit Vorerkrankungen und über 65-Jährige weiter von zu Hause aus arbeiten müssen. Zuvor hatte Europas größte Stadt auch die Museen wieder geöffnet - und eine größere Auslastung in Theatern, Kinos und Konzertsälen genehmigt. Auch der Präsenzunterricht in den Schulen ist seit einigen Tagen wieder zugelassen.

+++ 11:38 Peking greift vor Neujahrsfest härter durch +++
In Peking werden vor dem Neujahrsfest und der alljährlichen Parlamentssitzung die Auflagen verschärft. Wer zwischen dem 28. Januar und dem 15. März aus Gebieten mit niedrigem Infektionsrisiko in die chinesische Hauptstadt reisen will, muss einen negativen Virustest vorweisen. Außerdem müssten Reisende zunächst für 14 Tage zu Hause unter Beobachtung bleiben, sagt ein Sprecher der Stadtregierung. Am siebten und 14. Tag nach der Ankunft in Peking sei ein Corona-Test Pflicht.

+++ 11:01 Gates warnt vor nächster Pandemie +++
Der Gesundheits-Mäzen und Microsoft-Gründer Bill Gates hat vor Impfnationalismus und Leichtfertigkeit im Umgang mit der Pandemie gewarnt. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte Gates, Pandemien gehörten zur neuen Normalität, "in der gleichen Weise, wie die Erde bebt, Tornados kommen oder sich das Klima wandelt". Gates mahnte eine umfassende Vorbereitung an, etwa mit einer besseren Diagnose. "Wir müssen die Lektionen lernen", so der Stifter, "wir sind auf die nächste Pandemie nicht vorbereitet". Eine künftige Pandemie könne zehnmal so schlimm sein. Die Geduld der Menschen sei definitiv strapaziert, so Gates. Es werde "im besten Fall nahezu das ganze Jahr brauchen", das Leben wieder ins Laufen zu bringen. Gates mahnte eine klare Kommunikation über die Gefahren der Pandemie an. "Es ist schrecklich, dass wir immer noch Menschen bitten müssen, diese Opfer zu bringen." Gates mahnte eine intensive Zusammenarbeit der Staaten der Erde an. Kein Land könne bei der Pandemie-Bekämpfung alleine bestehen. Momentan gingen die Menschen "durch eine wirklich harte Phase". Die Müdigkeit wegen der wirtschaftlichen Einschränkungen sei "gigantisch".

+++ 10:39 Dänemark hält an Flugstopp aus Dubai fest +++
Flugzeuge aus Dubai und den weiteren Vereinigten Arabischen Emiraten dürfen weiterhin nicht nach Dänemark fliegen. Ein aus Corona-Gründen veranlasstes Flugverbot für die Emirate wird bis zum 2. Februar verlängert, teilte das dänische Verkehrsministerium mit. Die Maßnahme gilt auch für Transitflüge. Dänemark stehe in konstruktivem Dialog mit den Emiraten, wolle jedoch keine zusätzlichen Risiken eingehen, während ansteckendere Mutationen des Coronavirus im Umlauf seien, schrieb Verkehrsminister Benny Engelbrecht auf Twitter. Das Flugverbot hatte die dänische Regierung am 22. Januar eingeführt und mit Zweifeln an der Verlässlichkeit mancher Corona-Tests in Dubai begründet. Mehrere Dänen waren daraufhin vorübergehend in Dubai gestrandet, darunter der frühere Bundesliga-Profi Nicklas Bendtner.

+++ 10:12 Sanofi will ab Sommer 125 Millionen Impfdosen produzieren +++
Der französische Pharmakonzern Sanofi will ab Sommer mehr als 125 Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs für die Europäische Union liefern. Sanofi wolle dem Mainzer Unternehmen Biontech Zugang zu seiner Produktionsinfrastruktur gewähren, hieß es in einer Mitteilung. Ziel sei es, "Fertigungsschritte der späten Phase" zu übernehmen, um die Lieferung des Covid-19-Impfstoffs zu unterstützen. Die ersten Lieferungen sollen im Sommer 2021 aus den Produktionsanlagen von Sanofi in Frankfurt geliefert werden.

+++ 09:50 Habeck dringt auf mehr Tests +++
Grünen-Chef Robert Habeck dringt auf ein verstärktes Testen auch mit Selbsttests, wie sie in Österreich zugelassen seien. "Warum lässt Deutschland Tests, die in Österreich billig und schnell und in großen Massen durchgeführt werden können, in Deutschland nicht zu?", fragt er im ZDF. "Unerklärlich." Das sei aber die viel wichtigere Debatte. Zum Vorstoß von Innenminister Horst Seehofer, angesichts der Virus-Mutationen den Flugverkehr nach Deutschland massiv einzuschränken, sagt Habeck, der CSU-Politiker ziehe das Pferd von der falschen Seite auf. Es müsse viel mehr getestet werden. Das könne man aber auch in Deutschland machen, etwa an den Schulen.

+++ 09:26 Maschinenbauer warnen vor Flugverbot +++
Die deutschen Maschinenbauer warnen vor einem generellen Flugverbot in Deutschland. "Die Bekämpfung der Corona-Pandemie wird zunehmend auf dem Rücken der Wirtschaft ausgetragen, ohne dass die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen in jedem Fall erkennbar ist", erklärt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. "In dieses Bild passt auch der Vorstoß des Bundesinnenministers, den internationalen Flugverkehr nach Deutschland weitgehend einzudämmen sowie die Grenzkontrollen weiter zu verschärfen." Ein generelles Verbot von Flugreisen würde der europäischen Wirtschaft schweren Schaden zufügen.

+++ 08:58 Hongkong riegelt über Nacht Stadtviertel ab +++
Angesichts eines sprunghaften Anstiegs der Infektionen haben die Behörden in Hongkong besonders betroffene Stadtviertel ohne Vorwarnung abgeriegelt. Die in den Vierteln lebenden Menschen werden obligatorisch auf das Coronavirus getestet, wie örtliche Medien berichteten. In der Nacht riegelte die Polizei mehrere Mietshäuser in Yau Ma Tei ab, ohne die Bewohner vorher zu benachrichtigen. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam erklärte, diese Vorgehensweise sei notwendig, um sicherzustellen, dass die Menschen ihre Häuser nicht verlassen, um einem Corona-Test zu entgehen. "Ich danke den Anwohnern im Sperrgebiet für ihre Kooperation", schrieb sie auf Facebook. Bei dem Einsatz am Dienstagabend seien etwa 330 Menschen in 20 Häusern auf das Coronavirus getestet worden, dabei sei ein Infektionsfall festgestellt worden. Wie die Behörden mitteilten, könnten in den kommenden Tagen weitere Abriegelungen nötig sein.

+++ 08:39 Nur wenige Pflegeheime bitten Bundeswehr um Hilfe +++
Die Hilfe der Bundeswehr für Pflege- und Altenheime bei der Bekämpfung der Pandemie wird von den Kommunen nach Ansicht von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bislang nur zurückhaltend eingefordert. Dies könne an einem Verständnis der Kommunen liegen, dass sie dafür selbst zahlen müssten, sagte die CDU-Politikerin im ZDF. Immer wieder komme das Argument, "es könnten Kosten entstehen". Die Bundeswehr stelle aber keine Rechnungen, die Hilfe sei kostenlos für Städte und Kommunen. "Ich kann nur dafür werben, dass jeder wirklich diese Hilfe in Anspruch nimmt, denn mit jeder Infektion, die nicht in ein Altenheim getragen wird, retten und schützen wir Leben", sagte sie.

+++ 08:20 Kaum Krawalle in der Nacht in den Niederlanden +++
Nach den Ausschreitungen der vergangenen Tage ist es in den Niederlanden in der vierten Nacht der Ausgangssperre weitgehend ruhig geblieben. Ein massives Polizeiaufgebot überwachte in der Nacht in mehreren Städten - darunter Amsterdam, Rotterdam und Den Haag - die Einhaltung der zur Eindämmung des Coronavirus verhängten Ausgangssperre. Diese gilt zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr. Nur vereinzelt kam es erneut zu Randale, die aber bei Weitem nicht so heftig war wie an den Vortagen. In Amsterdam versammelte sich nach Angaben der Polizei am Dienstagabend eine größere Gruppe junger Männer, die Feuerwerkskörper entzündeten. Die Gruppe sei schnell aufgelöst worden, berichteten niederländische Medien. In Rotterdam wurden nach Angaben der Polizei 33 Menschen wegen Vandalismus oder Verstoßes gegen die Ausgangssperre festgenommen.

+++ 07:44 Astrazeneca-Chef: Schuld an Lieferengpässen ist langsamer Vertragsabschluss +++
Der Chef von Astrazeneca, Pascal Soriot, sieht den langsamen Vertragsabschluss als Grund für Lieferengpässe. Er sagte der "Welt": "Wir sind in Europa jetzt zwei Monate hinter unserem ursprünglichen Plan." Man habe auch Anfangsprobleme in Großbritannien gehabt. "Aber der Vertrag mit den Briten wurde drei Monate vor dem mit Brüssel geschlossen. Wir hatten dort drei Monate mehr Zeit, um Pannen zu beheben." Sein Unternehmen sei vertraglich nicht zur Lieferung bestimmter Mengen Impfstoff verpflichtet. Brüssel wollte nach seinen Worten mehr oder weniger zum selben Zeitpunkt beliefert werden wie die Briten - obwohl diese drei Monate früher unterzeichnet hätten. "Darum haben wir zugesagt, es zu versuchen, uns aber nicht vertraglich verpflichtet."

+++ 07:13 Peru schränkt Inlandsflüge ein +++
Angesichts zunehmender Coronavirus-Fälle hat die Regierung Perus für die Hauptstadtregion Lima und neun weitere Regionen strenge Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Die Maßnahmen sollen vom 31. Januar bis 14. Februar gelten, wie Präsident Francisco Sagasti in einer Rede an die Nation ankündigte. Wegen der extremen Ansteckungsgefahr werde auch der Flug- und der Busverkehr zwischen den betroffenen Regionen des südamerikanischen Landes ausgesetzt. Zudem müssten bis auf Lebensmittelläden und Apotheken alle Geschäfte sowie Kultureinrichtungen schließen. Nur eine Person pro Haushalt dürfe die Wohnung zum Einkaufen verlassen. Menschenansammlungen draußen wie drinnen seien verboten. Die bereits bestehenden Verbote für Flüge aus Europa blieben bestehen, zudem komme nun wegen der Virus-Mutationen ein Verbot für Flüge aus Brasilien hinzu.

+++ 06:42 Chinesin log über Symptome - ein Jahr Haft +++
In China ist eine Frau zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie vor einem Flug Symptome verschwiegen hatte. Wie die staatliche Zeitung "Global Times" berichtet, hatte die 37-Jährige Chinesin im vergangenen Frühjahr vor einem Flug aus den USA nach China ein fiebersenkendes Medikament eingenommen. Sie gab ihre Symptome demnach erst bekannt, nachdem sie in Peking gelandet war. Dort wurde sie später positiv auf das Virus getestet. 63 enge Kontakte der Frau mussten sich danach in Quarantäne begeben. Ihre Handlungen hätten gegen Antiepidemie-Vorschriften verstoßen und stellten ein ernstes Risiko für die Ausbreitung des Virus dar, urteilte ein Pekinger Gericht bereits im vergangenen Oktober, wie die "Global Times" nun berichtete.

+++ 06:22 Kubicki warnt vor drastischer Einschränkung des Reiseverkehrs +++
FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki hat die Bundesregierung vor einer drastischen Einschränkung des Reiseverkehrs in der Pandemie gewarnt. "Es helfen in der aktuellen Situation keine Flug- oder Reiseverbote, zumal ohnehin jeder Tests durchlaufen muss, sondern deutlich schnelleres Impfen", sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das ist der verlässlichste und einzige Weg aus dieser Pandemie." Diese Bundesregierung verschleiere ihr Versagen und ersetze wirkliche Lösungen durch Symbolpolitik, meinte Kubicki.

+++ 05:40 RKI meldet 13.202 neue Infektionen +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 13.202 neue Corona-Infektionen gemeldet. Außerdem wurden 982 neue Todesfälle verzeichnet. Damit gehen die Zahlen weiter zurück, vergangenen Mittwoch waren es noch 15.974 Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie sind 53.972 Menschen in Deutschland an oder mit Covid-19 gestorben.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:53 CDU-Sozialflügel für Corona-Zuschlag auf Hartz IV +++
Der CDU-Sozialflügel fordert Corona-Hilfen für Geringverdiener und arme Menschen. Der stellvertretende Vorsitzende der Christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft, Christian Bäumler, sagte, es müsse ein auf 2021 befristetes Mindestkurzarbeitergeld von 1200 Euro pro Monat eingeführt werden. "Gerade Beschäftigte in der Gastronomie und der Tourismusindustrie sind aufgrund ihrer bescheidenen Gehälter Armut in der Krise ausgesetzt", erklärte der CDU-Politiker aus Baden-Württemberg. Darüber hinaus sprach er sich für einen Corona-Zuschlag von 100 Euro pro Monat für Bezieher von Hartz IV und auf die Grundsicherung im Alter aus.

+++ 03:51 China: Anstieg bei Infektionen gebremst +++
China verzeichnet den niedrigsten Tagesanstieg bei den Corona-Infektionen seit mehr als zwei Wochen. Am Dienstag seien 75 neue Fälle gemeldet worden, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Das sei der niedrigste Wert seit dem 11. Januar. Insgesamt sind in Festland-China bislang 89.272 Infektionen bestätigt worden. 4636 Menschen starben an oder mit Covid-19.

+++ 03:08 US-Regierung will bis Sommer genug Impfstoff für fast alle Bürger haben +++
US-Präsident Joe Biden will 200 Millionen weitere Impfdosen erwerben. So soll sichergestellt werden, dass die meisten Amerikaner bis zum Sommer geimpft werden können. Konkret kündigte Biden an, dass seine Regierung je 100 Millionen Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech und von Moderna kaufen werde. Mit der Lieferung sei bis zum Sommer zu rechnen. Insgesamt dürften die USA dann über 600 Millionen Dosen verfügen. Verabreicht werden müssen je zwei Dosen. In den USA leben etwa 331 Millionen Menschen. Pfizer ist nach Angaben einer Unternehmenssprecherin zuversichtlich, die Dosen in dem von Biden genannten Zeitraum liefern zu können. Moderna lehnte eine Stellungnahme ab.

+++ 01:54 Jedes dritte Kind trotz Lockdown in Kita +++
Etwa jedes dritte Kita-Kind besucht derzeit eine Notbetreuung. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Ungeachtet der Appelle der Regierungen der Bundesländer an die Eltern, die Kinder möglichst selbst zu Hause zu betreuen, sei die Inanspruchnahme der Notbetreuung seit Jahresbeginn gestiegen. Das RND hatte Daten zur Notbetreuung aus allen 16 Bundesländern angefragt. Zwölf Länder lieferten entsprechende Angaben. Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen und Hessen beteiligten sich nicht. Teilweise sind deutliche Unterschiede zu erkennen. So sei in Hamburg im Lockdown knapp die Hälfte der Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren in der Notbetreuung der Kitas, in Bayern seien es hingegen nur knapp 20 Prozent, schreibt das RND.

+++ 01:06 Großbritannien plant Hotel-Quarantäne +++
Die britische Regierung wird im Laufe des Tages Pläne für eine Hotel-Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus 30 Hochrisikoländern vorstellen. Das berichtet die "Times". Vorgesehen sei, dass britische Reisende, die aus südamerikanischen Staaten, Portugal, Südafrika oder Kap Verde nach Hause kommen, bei ihrer Ankunft zunächst in Hotels isoliert werden. Forderungen aus seiner Regierung nach einer vorübergehenden Schließung der Grenzen lehnte Premierminister Boris Johnson der Zeitung zufolge ab.

+++ 00:15 Weltweit über 100 Millionen Infektionen nachgewiesen +++
Die Gesamtzahl aller weltweit nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat die Schwelle von 100 Millionen überschritten. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach Zählung von ntv.de 100.090.236 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weit darüber liegen. Offiziell sind 2.150.624 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

+++ 23:54 Niederlande: Angespannte Stimmung, aber keine Krawalle +++
Nach den schweren Krawallen der vergangenen Tagen ist es am Dienstagabend in den Niederlanden zunächst weitgehend ruhig geblieben. Zum Beginn der Ausgangssperre um 21.00 Uhr registrierte die Polizei nur vereinzelt kleine Zusammenstöße mit Randalierern. In Rotterdam wurden am Abend 17 Menschen vorsorglich festgenommen, auch aus Breda wurden Festnahmen gemeldet. In Amsterdam versammelte sich im Westen nach Angaben der Polizei eine große Gruppe junger Männer. Die Lage sei wie auch in Hilversum angespannt, meldete die Polizei. In den zwei Nächten zuvor hatte es schwere Krawalle in zahlreichen Städten gegeben. Auslöser der Unruhen war die Ausgangssperre, die als bisher schwerste Corona-Maßnahme am Samstag erstmals in Kraft getreten war.

+++ 23:17 Island stellt Impfzertifikate für Reisen aus +++
Island will seinen Bürgern nach einer Corona-Impfung mit einem digitalen Zertifikat Reisen ins Ausland erleichtern. Die ersten Nachweise seien ausgestellt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. 4800 Isländer hätten bereits zwei Impfstoffdosen erhalten und könnten das Zertifikat somit beantragen. Ziel sei es, die länderübergreifende Bewegungsfreiheit zu erleichtern. Reisende könnten den Nachweis an der Grenze vorzeigen, um von den jeweiligen Einreisebeschränkungen ausgenommen zu werden, erklärte das Ministerium. International anerkannt ist ein solches Impfzertifikat allerdings nicht.

+++ 22:30 Pfizer tüftelt an verbessertem Impfstoff gegen Mutanten +++
Der US-Pharmakonzern Pfizer und der Mainzer Biotechkonzern Biontech tüfteln an einer verbesserten Version ihres Impfstoffs gegen Corona-Varianten. Man leiste bereits die Vorarbeiten, um schnell auf Corona-Mutanten reagieren zu können, falls es Hinweise darauf gebe, dass das Vakzin an Wirksamkeit einbüße, heißt es in einer Pfizer-Email, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

+++ 21:54 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 8643 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.155.963 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 8643 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1004 auf 53.644. Als aktuell infiziert gelten rund 247.948 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,85 angegeben (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 85 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,88 (Vortag: 0,95). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4571 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2547 davon werden beatmet. Rund 4425 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, ino/rts/dpa/AFP

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